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Wertschätzung Erfahrungen - Wichtig oder gar Überbewertet ?

Jedi

Jedi

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Wertschätzung ein wichtiges Thema, so finde ich u. wenn es fehlt uns an Wertschätzung fehlt im Leben, kann es Burn Out u. eine Depression begünstigen !
Es wäre schön, wenn wir hier in den Autausch kommen könnten u. jede Meinung, Erfahrung oder auch Antwort auf einen Beitrag,
sei hier Willkommen u. soll hier seinen Platz finden können.

07.06.2019 16:45 • x 5 #1


ZeroOne

ZeroOne

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Hi Jedi!

Prima Thema! Beziehst du es auf die Wertschätzung durch andere, also von außen, oder auch auf die eigene Wertschätzung, was für mich in Richtung des Threads Selbstliebe gehen würde?

LG
ZeroOne

07.06.2019 16:52 • x 3 #2


Jedi

Jedi


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Ich denke, durch das richtige maß an wertschätzung, stärken wir nicht nur unsere Mitmenschen,
sondern vor allem uns selbst !
es kann beobachtet werden, welche wirkung es haben kann, zwischen der werschätzung, die wir anderen geben u. unserem eigenen selbstwert. eine anerkennende haltung durch wertschätzung geben, motiviert den anderen menschen, steigert u. stärkt zugleich unseren eigenen wert.
die menschliche würde, wird maßgeblich durch wertschätzung ausgedrückt u. die können wir in den Grund- u. Menschenrechten wiederfinden.

Burn Out, sich erschöpfen wird am häufigsten von betroffenen daran festgemacht, hohe Arbeitsbelastung, Termindruck, ständige Erreichbarkeit, schlechtes Betriebsklima, unzureichende Arbeitsorganisation, Angst um den Arbeitsplatz, Mobbing- Bossing u. Herarchieprobleme.
erst viel später taucht in der Liste auf, die fehlende Wertschätzung, Anerkennung u. Lob.
dabei empfindert der betroffene das gefühl, stets mehr gegeben, als zurückbekommen zu haben.
wenn wir einen vergeblichen kampf um Respekt, Anerkennung u. Wertschätzung führen, kann uns das in einen chronischen Stress führen.
ständiger Stress u. Dauerfrustration führt nicht selten dazu, dass wir dabei irgendwann physisch u. psychisch erschöpfen.
nur wer für etwas gebrannt hat, kann ausbrennen, so ist es oft zu lesen u. zu hören !
auch weitere faktoren, wie private mehrbelastung, aber auch beziehungsprobleme, wo es dauerhaft an gegenseitiger
wertschätzung fehlt, können durch das gefühl, mehr zu geben, als zurückzubekommen eine Erschöpfungs-depression oder Depression begünstigen.

so zielen viele maßnahmen, so die meinung von Experten in der behandlung von BO darauf ab, eine verbesserung der wertschätzung herzustellen u. auf die eigenen bedürfnisse, die gesundheit u. die individuellen werte, wieder mehr in den Fokus zu rücken.
in der therapeutischen begleitung ist es doch sehr wichtig , dass wir durch den therapeuten wertschätzung erfahren, dass wir dadurch wieder unseren Selbstwert stärken können u. trotz des hohen Zweifels, den wir als Klienten mitbringen, wir es doch schaffen, diese Wertschätzung wenigstens annehmen zu können.
auch dies braucht seine zeit u. eine menge Geduld mit uns selbst !

Dabei fällt mir ein, was Victor Frankl einmal schrieb, dass das Gefühl viel feinfühliger sein kann, als unser Verstand scharfsinig.
und so sollen wir uns, um unsere eigene Wertschätzung bemühen, aber auch darüber hinaus, andere Menschen nicht vergessen u. ihnen gegenüber mit Wertschätzung zu begegnen.

ich persönlich bin überzeugt, dass was wir aussenden, kommt auf irgendeine weise zur uns zurück.
so kann es interessant sein, wenn man mag, sich mal mit dem Thema, "Wertschätzung" zu beschäftigen.

LG Jedi

07.06.2019 17:57 • x 7 #3


Jedi

Jedi


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Hi ZeroOne !

Zitat von ZeroOne:
Beziehst du es auf die Wertschätzung durch andere, also von außen, oder auch auf die eigene Wertschätzung,

sowohl als auch !
Wertschätzung durch andere, ob auf der Arbeit, durch den Partner, durch unser Umfeld, aber nicht zu vergessen, unsere eigene Wertschätzung.
ich gebe dir recht, Wertschätzung hat auch was mit Selbstliebe zu tun u. so kam ich auch dazu, aber einen neuen Thread zu eröffnen, weil in der Wertschätzung, bei intensiverer betrachtung, noch mehr drin steckt.
Aber jeder der lust verspürt, dazu etwas dazu zu schreiben oder gar mitzuteilen hat, immer gerne hier !

LG Jedi

07.06.2019 18:09 • x 2 #4


Jedi

Jedi


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Hallo !

In dem Wort , "Wertschätzung" steckt das Wort, "Wert u. Schatz".
sich selbst wertschätzen zu können, ist ein tiefer innerer Schatz , den wir gut pflegen sollten.
auch sollten wir unseren Wert kennen.
besonders brauchen wir die eigene wertschätzung dann,
wenn es uns nicht gut geht, die symptome unserer Depression uns erfasst hat,
wenn wir selbst an uns Zweifeln,
wenn wir kritik erlebt haben, ob im Job oder zu Hause, in unserem Umfeld,
wenn wir erlebt haben, dass schlecht über uns gesprochen wurde,
wenn wir eine gesundheitliche folgenschwere Diagnose erhalten haben,
wenn uns etwas völlig misslungen ist,
wenn wir ein für uns wichtiges Ziel nicht erreichen konnten,
wenn wir verlassen wurden, uvm. !

wer für Sich u. Andere an Wertschätzung knausert, der spart am falschen Ort, dies trifft es sehr genau !
das wir mit eigener Wertschätzung nicht sparsam sein sollten, zeigt sich auch darin, je mehr wir uns selbst wertschätzen, umso eher werden es Andere wahrnehmen u. ihre Wertschätzung, uns gegenüber ausdrücken können.
wer sich nicht selbst wertschätzen kann, eher sich kritisiert, in unfrieden mit sich ist, sich falsch im leben fühlt, der drückt es in seinen Worten aus u. es wird durch sein Gesichtsausdruck u. Körperhaltung für Andere erkennbar u. es erstaunt auch nicht, wenn wir dann, eine Wertschätzung von Außen vermissen werden.

wer sich selbst wertschätzen kann, wer sich seiner Selbstliebe sicher ist, ist eine gefahr für die Mitmenschen, die immer versucht sind, die Menschen die sich schwach fühlen, noch schwächer zu machen,
die Menschen, die sich klein u. unbedeutend fühlen, noch kleiner zu machen u. ihnen ihre bedeutungslosigkeit noch tiefer deutlicher zu machen,
Menschen deren Selbstwertgefühl eh schon sehr gering ist, weiter sie in ihrem Selbstwertgefühl herabzusetzen.

somit verstehe ich, dass sich Selbst- wertschätzen auch als ein Schutz vordem, was uns von Außen, an wenig erfreulichen uns begegnen kann.

LG Jedi

08.06.2019 19:54 • x 3 #5


Resi

Resi

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Interessantes Thema, jedi!

Bei kommt vor der Wertschätzung der Respekt.
Wirkliche Wertschätzung gibt es bei mir erst, wenn ich jemanden kenne, und ich bin da auch vorsichtig, weil es eine Wertung ist.

Mir ist das bei der Arbeit so ergangen, der Umgangston mir gegenüber hat sich geändert und ich behaupte mal, daß die Signale wirklich von mir ausgegangen sind, weil ich freundlich und respektvoll war einer mißmutigen, desinteressierten Abteilung gegenüber.
Dort gibt es durchaus Leute, die ich auch mittlerweile wertschätze, aber nicht alle, und das ist auch in Ordnung so.

09.06.2019 06:24 • x 3 #6


Alexandra2

Alexandra2

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Im Beruf erlebte ich das erste Mal Wertschätzung mir gegenüber. Das machte mich sehr vorsichtig, eine Falle, dachte ich. Es war unvorstellbar, daß jemand meine Existenz oder mein Tun begrüßte.
Auch heute noch ist dieser Begriff mit seiner Bedeutung so unfassbar fremd, bedrohlich und ein trojanisches Pferd. Ich werde einfach nicht warm mit ihm. Deshalb lasse ich ihn weg, steht er mir bei der Nähe zu Anderen im Weg, weil ich die Konnotation nicht gelöscht bekomme.
Aber ich finde interessant, wie andere damit umgehen.

09.06.2019 06:54 • x 3 #7


Mitzumori84

Mitzumori84

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Hallo das ist ein schönes Thema und ich habe leider das Problem diese Dinge wie Dankbarkeit und Wertschätzung sehr schwer greifen zu können oder zu fühlen. Ich weiß nicht ob es daran liegt dass ich mich selbst nicht wertschätze oder an den Depressionen die mich viel negatives sehen lassen. Es ist als ob ich wenn ich mal nen guten Tag habe dem Glück nicht trauen könnte:(
Ich würde sehr gerne lernen mich an den kleinen Dingen im Leben wieder dankbar zu schätzen und das Leben Wert zu schätzen.
Macht ihr das täglich? Geht es euch dadurch um einiges besser?

09.06.2019 11:33 • x 3 #8


Resi

Resi

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Es ist tatsächlich so, daß ich es übe, so gut ich kann.
Dadurch wird vieles besser
Zitat von Mitzumori84:
Es ist als ob ich wenn ich mal nen guten Tag habe dem Glück nicht trauen könnte:(
?

Du, das kenn ich so gut, vermutlich viele von uns hier.

Ich mache viel Atem-Übungen und ich gehe viel raus, bewundere Kleinigkeiten im Garten, z.B.: wie filigran manche Blüten sind, auch wenn sie unscheinbar daherkommen, was für ein Wunderwerk eine Biene ist, wie großzügig die Natur schenkt.
Das klingt alles ziemlich schlicht- aber genau das hilft und es hilft vor allem im Alltag.

09.06.2019 11:38 • x 5 #9


ZeroOne

ZeroOne

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Wie geschrieben: ich finde das Thema spannend und sehr wichtig!

Mich hat eigentlich immer "falsche" (als wirklich falsch beurteilt - nicht unehrlich gemeint), oder "deplatzierte" und natürlich "unehrliche" Wertschätzung mehr gestört, als gar keine Wertschätzung.

Ein ganz blödes, aber sehr passendes Erlebnis aus meiner Vergangenheit. In "jungen Jahren" habe ich in einem Betrieb ein Praktikum in der Personalabteilung gemacht. Der Chef störte sich schon über Jahre am (für ihn) zu hohen Krankenstand im Unternehmen.
Also wurde beschlossen, die Mitarbeiter der Abteilung mit einem "Buchgeschenk" (!) wertzuschätzen, die am Jahresende die wenigsten Krankentage vorweisen konnte. Am Jahresende waren die Krankentage höher, als in all den Vorjahren. Man muss kein Einstein sein, um zu sehen, was da wohl vor sich ging.

Oder wer kennt nicht den Chef, der nach einer Führungskräftefortbildung zurückkehrt und das "Bedürfnis" hat, jedem Mitarbeiter die Hand zu schütteln und ihm zu sagen, dass er eine der wichtigsten Säulen des Unternehmens ist und ohne ihn gar nichts geht? Das ist toll: Wertschätzung und Motivation aus dem Lehrbuch - leider nicht ernst gemeint, übertrieben und zur falschen Zeit am falschen Ort.

Oder wer kennt nicht die "verzogenen Nachbarskinder", die sich aufführen wie "Graf Rotz", weil sie von den Eltern jeden Tag für die noch so belanglosesten Dinge (auch für totalen Mist) gelobt werden und alles in ihr Rektum geschoben bekommen? Wenn sie dann Jahre später im Knast landen, oder wenigstens das Unternehmen des Vaters in 2. Generation an die Wand fahren, kann man so schön sagen: "Ich hab ja schon damals gesagt, dass aus dem/der mal nix wird!"

Oder wer kennt nicht den "liebevollen Ehemann", der jeden Abend seine Frau für ihre grandiosen Kuchkünste lobt: "Ach, Schatz, bei dir schmeckt´s einfach am besten! Und erst dein Schweinebraten mit den selbstgemachten Knödeln!" Jeder weiß, dass er im gleichen Moment aber gedanklich bei den Fußballspielen des kommenden Wochenendes, dem heutigen, scharfen Outfits der knackigen Sekretärin, der obligatorischen Autopflege, oder sonst wo war.

Ich für mich selbst habe schon oft erlebt, dass Wertschätzung auch das Gegenteil bewirken kann, selbst wenn sie erst gemeint ist, aber einfach nicht passt. Schon oft wurde ich wertgeschätzt (Lob) oder auch nicht (Tadel) für Dinge, die ich gar nicht zu verantworten hatte, oder die mir einfach und belanglos von der Hand gingen, oder sich "einfach so" ergeben hatten. Auch wurden für mich wirklich schwere und hart zu stemmende Dinge im Leben oft einfach gar nicht gesehen, oder entsprechend bewertet / geschätzt.

Eigentlich habe ich schon in frühen Jahren zur Schulzeit mit dem Noten- und Bewertungssystem eine enorme Ungerechtigkeit und Verzerrung / Falschbewertung der tatsächlichen Leistung festgestellt.

Daher bin ich schon sehr schnell dazu übergangen, auf die Meinung anderer (im Hinblick auf Wertschätzung) zu pfeifen und mein eigenes "Wertschätzungssystem" zu etablieren. Das funktioniert ganz gut, wenn man sich realistische Ziele setzt, die man auch erreichen und für die man sich selbst schätzen kann. Sind die Maßstäbe allerdings unrealistisch und zu hoch, dass wird es zum Problem, z.B. kann man ungewollt und schneller in einem Burn-Out landen, als man es für sich realisieren kann. So u.a. mein persönliches Erlebnis.

Zwischenzeitlich versuche ich, meine Standards nicht mehr nur mit mir selbst auszumachen, sondern auch Input von Außen zuzulassen. Allerdings ist es immer noch ein Problem für mich, Wertschätzung von Extern wirklich annehmen zu können.

Wie gesagt, lieber Jedi: ein spannendes Thema!

LG
ZeroOne

09.06.2019 12:03 • x 4 #10


maya60

maya60

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Lieber Jedi, was für ein tolles Thema und dann erst dein Hinweis, dass "Wert" und "Schatz" in dem Wort "Wertschätzung" drin stecken.
Da wir ja alle selber die viel kritisierte "Gesellschaft" sind, also sowohl diejenigen, die oft zuwenig Wertschätzung empfangen oder bekommen als auch diejenigen, die zuwenig Wertschätzung verschenken oder geben, merke ich, dass Wertschätzung auch etwas ist, was mit Lebenserfahrung zu tun hat.

Alles, was gut ist, nehmen wir oft als selbstverständlich oder haben gar eine Konsumhaltung oder eine Anspruchshaltung und gewöhnen uns daran, so dass wir es als etwas sehen, das zu funktionieren hat und uns zusteht.

Erst, wenn es zu verschwinden droht, erkennen wir den Wert und den Schatz mancher Dinge.

So ging es mir zumindest.

Das fiel mir gestern so richtig auf, als ich auf langer Zugfahrt zwischen den Bahngleisen eines stillgelegten Gleises auf einmal eine Fülle von Klatschmohn im Wind wehen sah und diese Schönheit mein Herz weitete.

Dann sah ich die Wegränder, an denen wir vorbeifuhren und die Böschungen, die voller wogender blühender Wiesenkräutern, Gräsern und Klatschmohn verschwenderisch leuchteten und mich froh machten.

Ich kenne das noch aus meiner Kindheit, leuchtend roter Klatschmohn und leuchtend blaue Kornblumen an den Feldrändern, ich liebte sie.
Und Klatschmohn konnte man nicht pflücken und in die Vase stellen, dazu war er viel zu empfindlich. Er war in Fülle da, aber nicht zum Mitnehmen.

Dann kam die "Unkrautvernichtung" auf und alle Weg- und Feldränder wurden akkurat und steril.

Bis wir nun die Insekten und V ö g e l verlieren.

Dann kam die Wertschätzung des "Unkrauts" und der wilden Wiesenblumen!

Und ich war gestern nur glücklich und dankbar, denn für mich waren diese Farben und diese Großzügigkeit der Fülle schon als Kind eine einzige Freude.

Dennoch, als sie weg waren, waren sie eben weg. Schade, ja, sie fehlten mir, ja, aber mei!

Die Gleichgültigkeit und Abstumpfung und auch die Haltung, es müsse mir geboten werden, hielten mich ab, mich damit zu beschäftigen.

Jetzt ist mein eigener Garten voller Wildkräuter, Walderdbeeren, Wiesenblumen, Moos, altem Laub und Zweigen auf einem Haufen für Igel&Co.

Ich habe sie immer schon geliebt, aber das war´s denn auch schon.

09.06.2019 12:05 • x 7 #11


Blume71

Blume71

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Wert-Schätzung!

So wichtig für jeden einzelnen von uns. Egal wie alt. Ehrlich gemeinte Wert-Schätzung tut gut.
Jeder Mensch ist wertvoll und ist es wert geschätzt zu werden.
Ich schätze Dich (oder Du bist ein Schatz).

Geschätzt zu werden gibt Antrieb und gute Laune, man fühlt sich (positiv) gesehen - wahrgenommen.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und es ist ihm meiner Meinung nach wichtig, geschätzt zu werden, fast so wichtig wie Nahrung, lebensnotwichtig. Bekommt er nicht genug (zB als Kind) wird er ein Leben lang versuchen, dies zu kompensieren durch Leistung zB oder durch Optik oder andere Dinge.

Ich glaube, jeder Mensch möchte irgendwie wahrgenommen werden und strebt auch danach eine Wertschätzung zu erhalten. Ich glaube aber auch, dass man je älter man wird im günstigsten Fall, auf die Wertschätzung der anderen nicht mehr allzu viel Wert legt, weil man erfahren hat, wie man sich selbst wertschätzt und sich damit gut fühlen kann.

Das sind so meine Gedanken zum Thema Wert-Schätzung!

09.06.2019 14:42 • x 6 #12


maya60

maya60

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Zitat von Blume71:
Wert-Schätzung!

So wichtig für jeden einzelnen von uns. Egal wie alt. Ehrlich gemeinte Wert-Schätzung tut gut.
Jeder Mensch ist wertvoll und ist es wert geschätzt zu werden.
Ich schätze Dich (oder Du bist ein Schatz).


Ich glaube, jeder Mensch möchte irgendwie wahrgenommen werden und strebt auch danach eine Wertschätzung zu erhalten. Ich glaube aber auch, dass man je älter man wird im günstigsten Fall, auf die Wertschätzung der anderen nicht mehr allzu viel Wert legt, weil man erfahren hat, wie man sich selbst wertschätzt und sich damit gut fühlen kann.


Liebe Resi, das ist soooo wichtig und zentral, was du geschrieben hast! Erstmal Jedis Unterscheidung zwischen Wert und Schatz und das jedem Einzelnen: Du bist mir viel Wert, weil jeder Einzelne einen einzigartigen Wert hat und der ist, genau wie du es bist, ein Schatz!
"Wo dein Schatz ist, ist dein Herz!" heißt es in der Bibel und das zeigt auch sofort auf, was ein Indiz für ehrliche Wertschätzung ist! Zuneigung! Zuneigung von Herzen zu dieser Kostbarkeit, die ich wertschätze! Weil sie ein Schatz, eine Bereicherung, ist.
Alle andere Form der Wertschätzung, die nicht mit dem Herzen geschieht, ist die Wertschätzung, die ZeroOne so gut beschreibt, die verlogene Wertschätzung, die Hintergedanken hat. Die Wertschätzung, die dich zur Anpassung oder sogar zur Selbstsabotage bringen will, der es gar nicht um deine Einzigartigkeit geht, im Gegenteil! Und darum, wie du auch schreibst, Resi, wird uns die Wertschätzung anderer mit zunehmendem Alter unwichtiger, denn die ist zuoft berechnend und belohnt Nutzen und Anpassung, also das Weggehen von sich selber.

Die ehrliche Wertschätzung kommt von Herzen, ist gerade nicht Nutzen-orientiert und nicht Normen-bezogen und macht etwas, das du auch so zentral nennst, Resi, sie nimmt ihr Gegenüber wahr als das, was er/sie ist. Als das, was das Gegenüber über sich selber auf einzigartige individuelle Art ausdrückt und der Welt schenkt, denn niemand anderes kann dies auf diese individuelle Weise, individuell kostbar, ein Schatz! Diese ehrliche Wahrnehmung sieht sich selber und andere als eine immer neue faszinierende Bereicherung, gerade im Unterschiedlichen, in der Ergänzung! Und sieht auch eine Wertschätzung der eigenen Person darin, selber so wertgeschätzt zu werden, diese Bereicherung geschenkt zu bekommen.

Zu dieser Fähigkeit, der ehrlichen Wertschätzung, gehört ein respektvolles zugeneigtes Menschenbild und eine Herzensbildung, also Lebenserfahrung und Lebensweisheit, was durchaus nicht erst die Alten haben, gehört das Wissen, dass die Menschheit nicht eine Summe aus Gleichförmigen und Austauschbaren ist, sondern ein vielfältiges Ganzes, bunt und vielfältig und ein Geschenk und Wunder und atemberaubend schön.

10.06.2019 13:31 • x 5 #13


Resi

Resi

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Danke dir, meine Liebe, aber vermutlich meinst du die Blume?
Wir haben ähnliche Avas.

Ich unterstreiche jedes Wort, das du geschreiben hast, Maya, was jeder zum Thema geschrieben hat.
Meine Gedanken gehen aber wieder mal in eine Richtung, die ich noch nicht so genau beschreiben kann.

BtW:
Oh, wie sehr schätze ich den Austausch hier- auch das ist ein Geschenk übrigens.

10.06.2019 13:37 • x 3 #14


maya60

maya60

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Stimmt, ich meine Blume, aber dich auch Danke für den Hinweis!

Sorry, Blume Wertschätzung ist nicht vor meiner Schusseligkeit sicher

10.06.2019 13:41 • x 3 #15




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