Liebe Liese,
ja, wir sind schon ein tolles Team!

So stelle ich mir auch eine richtig hilfreiche "Therapie" vor. ;-)
Vor der Frage, wie es bei mir weitergeht, stehe ich auch. Bin zwar jünger, aber habe wegen der Ängste noch nie in einer Festanstellung gearbeitet. Ich kenne nur Praktika, 400Eu-Jobs und jetzt eben diese 1,50Eu-Maßnahme vom Jobcenter, die bald endet. Dann stehe ich wieder da und alles ist wie es schon seit zig Jahren ist. Und keiner weiß, wie man mir helfen kann. Ich wüsste schon wie. Mit mir üben, umzudenken, Positives an Menschen und am Thema Arbeit finden, bis es mir zur Gewohnheit wird. Dafür gibt es scheinbar keine Therapieform. Ist wahrscheinlich zu simpel. Zu wenig Aktionismus.
Am Anfang ging es mir noch gut in der Maßnahme. Aber mit der Zeit habe ich mich immer mehr durch die Ängste aufgerieben. Mit der Gesundheit ging es noch weiter bergab. Und dann kamen eben wieder die Fragen, wie es nach der Maßnahme weitergeht. Das hat mich dann in die Depression gehauen. Und das, nachdem meine Psychotherapie geendet war, mit den Worten, dass ich ja so viel wüsste und ich das jetzt "nur" umsetzen müsste. Hahahaha...sorry, aber ich kann mittlerweile nur noch mit Sarkasmus auf diese ganzen Therapeuten und ihre komischen Methoden reagieren. Aber schön zu lesen, dass dir deine Gruppentherapie gut tut.
Ob ich es jemals schaffe, einen richtigen Job zu finden, der mir gefällt und den ich packe zu machen, weiß ich nicht. Im Moment macht mir das alles wahnsinnige Angst. Ich könnte jetzt nichtmal nach Firmen oder Berufsfeldern recherchieren, weil ich nur noch erwarte, Enttäuschungen zu erleben. Auch wenn es zwischendurch positive Erfahrungen im Bereich Arbeit gab. Meine negativen Gedanken darüber überwiegen leider noch.
Ob ich nicht doch besser Frührente beantrage, das hoffe ich bald klären zu können.
Meinen Termin beim Psychologen habe ich erst Ende April. Bis dahin baue ich mich so gut es geht weiter auf.
Zu den neuen Kollegin, ich denke eher, dass die den Eindruck haben, ich sei total arrogant, weil ich so abweisend reagiere. Ich habe nicht so viel mit ihnen zu tun, so dass sich irgendein Gespräch über die Arbeit ergeben könnte. Und ansonsten habe ich keine Ahnung, was ich mit denen reden soll. Mein Kopf ist blank. Da gibts nur die Angstgedanken. Selbst wenn ich mir in Ruhe vornehme, irgendwas zu reden oder zu fragen. Sobald es auf die Situation zugeht, schlägt der Automatismus zu. Da ist nix mehr mit Ruhe. Ich kann mich dann selbst nicht ausstehen, dass ich so bin. Meine ersten Schritte bestehen zur Zeit darin, mich Zuhause nochmal mit diesen Erlebnissen zu befassen und mich mit meinem Verhalten zu konfrontieren. Zu sehen, dass das ein Teil von mir ist. Und dann meine Übungen dazu zu machen, um das etwas zu entschärfen.
Noch gehen deine Ratschläge. ;-) Ich versuche, wenn ich merke, dass ich mich unwohl fühle, dann sage ich es stattdessen. Ich kenne das von meiner Mutter auch. Und immer diese ständigen Sorgen. Da mag ich auch nicht mit ihr telefonieren, weil ich ihr noch nicht sagen kann, dass mich das nervt.
Danke für die Blumen für meinen Erfolg!

Du bekommst natürlich auch einen, für deinen ganzen Erfolge. Und ich finde es super, dass du dich vom Spielen so gut lösen kannst!
- täglich 15 Minuten MeditationLäuft ganz gut. Beim Heimkommen merke ich noch den Drang, mich an den PC zu setzen und mich mit irgendwas abzulenken. Aber der Gedanke, dass es mir besser damit geht, wenn ich das nicht mache und lieber in Ruhe esse und meditiere, wird immer stärker.
- mindestens eine Übung schriftlich machen, für bessere Laune; mir Positives und meine Erfolge bewusst machenEine Übung mache ich, bevor ich aus dem Haus gehe. Und ich habe es nachmittags wieder geschafft, mich meinem Thema Soziale Phobie anzunehmen. Körperlich ging es mir schlechter und das hat mich sehr genervt. Ich habe wieder etwas mehr geschlafen. Aber danach habe ich mich mit einer Übung wieder aufgebaut.
Positives: Ich darf auf der Arbeit einiges überarbeiten und bekomme langsam den Durchblick. Ich werde schneller innerlich ruhig und stresse mich nicht mehr so sehr, wie früher.
- Positives an Menschen findenEine Kollegin, die derzeit krank ist, hat mich angerufen. Ich vermisse sie, denn sie ist eine der wenigen, die sich an meiner Angst nicht stört und auf mich zugeht. Und mit ihr ist es oft lustig.
- etwas machen, was mir Spaß macht und nichts mit Lebensflucht zu tun hatHabe mich wieder mit Malen beschäftigt. Ich habe zwar das Gefühl, dass dabei nichts rausgekommen ist, weil ich gerade an einem Problem hänge (es sieht alles schief aus, egal wie oft ich es ändere...). Aber ich bin zuversichtlich, dass ich es mir noch leichter machen kann und dabei dazulerne.
Und ich liebe weiterhin Musik zu hören.
- Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzierenObst und Gemüse gab es heute wieder mehr.
Auf dass es morgen für uns beide noch besser läuft. :-)