Huhu,
ich mache gerne mit!
Es freut mich total, dass es dieses Thema hier gibt. Danke, Liese, dass du es ins Leben gerufen hast! Ich möchte gerne versuchen dranzubleiben. Und ich denke, dass das hier die meisten verstehen, wenn man mal nicht gut drauf ist und sich in seine Deprihöhle verkrümelt, statt hier zu schreiben. Aber wer weiß, womöglich packen wir es gemeinsam, dass diese Zeiten weniger werden?!

@Liese
Ich finde es super, dass du es schaffst, dich weniger zu verurteilen, wenn mal nicht alles gut läuft und dich auch über deine Erfolge freuen kannst!
Das Naschen und Computerspielen sind auch zwei Themen, die ich in meine eigene Liste packe.
Du hast geschrieben, dass du Angst davor hast, dass andere Tätigkeiten als Computerspielen, zur Sucht werden könnten. Finde ich interessant, da ich mir wünsche, dass ich lieber nach kreativen Tätigkeiten süchtig wäre, bei denen etwas halbwegs Produktives rauskommt, als es lediglich durch ein virtuelles Spiel geschafft zu haben.
Ich glaube es ist eine Gradwanderung, ob man etwas tut, weil man es wirklich liebt und einfach so viel Spaß daran hat, dass man gar nicht mehr aufhören mag. Oder es zu einer eher unangenehmen Art der Flucht vor ungeliebten Themen, Gedanken, Gefühlen, etc. wird. Wenn ich dem nachspüre, dann merke ich den Unterschied. Auch wenn das Flüchten in ein Computerspiel sich stellenweise durch die erlebten Erfolgserlebnisse gut anfühlt, habe ich doch immer ein schlechtes Gefühl, das die meiste Zeit unterschwellig vorhanden ist. Es hat etwas gedauert, bis ich das bewusst gemerkt hatte. Aber mittlerweile ist es recht deutlich.
Ich weiß nicht, ob das bei dir ähnlich ist. Vielleicht empfindest du es auch anders.
Ich hoffe derzeit, je mehr ich es schaffe, Gedanken zu denken, die sich besser anfühlen, dann habe ich auch wieder automatisch mehr Lust etwas zu tun, was mir Spaß macht und nichts mit Flucht zu tun hat.
Dann lege ich mal mit meiner Liste los:
- ich möchte täglich meinen Notizblock nehmen und mindestens eine Übung schriftlich machen, mit der ich in bessere Gefühle komme. (habe ich vorhin für heute getan

)
- täglich 15 Minuten Meditation
- so oft wie möglich hier reinschauen und schreiben
- Puh, ok, ich tus jetzt einfach und schmeiß die ganzen Spiele von meinem Handy runter .
Das ist meine Radikalkur, die ich schon öfters praktiziert habe, bis es mich dann doch wieder irgendwann gepackt hat. Aber bislang bin ich dann aufs Schauen von TV-Serien ausgewichen. Das möchte ich aber auch reduzieren!
- und statt zu spielen, beschäftige ich mich mit anderen Dingen: Haushalt auf Vordermann bringen, ein bisschen Zeichnen üben, Kontakte pflegen, evtl. an meiner Häkelarbeit weitermachen - Hauptsache ich fühle mich gut dabei!
- mir bewusster machen, was es alles Positives in meinem Leben gibt und die ganzen kleinen Erfolge würdigen
Ich habe z.B. beim Arzt den Leuten im Wartezimmer einen Guten Morgen gewünscht und war kurz davor der einen Dame ein Kompliment für ihre schönen Schuhe zu machen!
- die Selbstverurteilung reduzieren
- die Hoffnung aufbauen, dass es doch noch Möglichkeiten gibt, die mir weiterhelfen. Dieser Thread ist schonmal ein Beweis für mich, dass es sehr wohl so etwas gibt!

- den Gemüse und Obstanteil erhöhen, dafür Lebensmittel, die zusätzlich mit Zucker versehen sind, reduzieren
Und los gehts!
Ich freue mich darauf, weiterhin eure Berichte zu lesen und hoffe, dass wir uns gemeinsam weiterhelfen können!