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Organisation ist sehr wichtig für mich - wer kennt das?

kiwi2366

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Bevor ich mit unserem Hund Gassi gehe, werfe ich noch ein Thema in die Runde....

Eine meiner wichtigsten Reccourcen ( wie wird das geschrieben ??? ) ist, das ich mich gut organisieren kann. Ich mache mir Pläne, was ich machen will und kann das durchziehen.
Ich mache die Aufgaben nach dem Motto: erst die Arbeit, dann das Vergnügen.
Während der Arbeit freue ich mich die ganze Zeit aufs Vergnügen, plane, was ich dann alles schönes machen kann.
Auf der anderen Seite geht das auch nicht anders bei mir, weil ich mich nicht richtig entspannen kann, wenn mir die Arbeit im Nacken sitzt. Denke, ich habe aus der Not eine Tugend gemacht . Den letzten Satz mag ich so nicht....aber mir fällt dazu kein schöneres Beispiel ein....hat jemand eins für mich?
Und geht es jemandem ähnlich?

Liebe Grüße Kiwi

22.05.2016 08:03 • x 1 #1


GastAccount

Für mich war es genau umgekehrt total wichtig. Ich hatte so einen durchstrukturierten und geplanten Tag, dass für Spontanität und freies Leben kein Platz mehr war. Mittlerweile neige ich dazu manchmal etwas zu unstrukturiert zu sein

22.05.2016 14:21 • x 1 #2


Kämpfer

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Ich lebe lieber sehr spontan,ich mag dieses geplante Leben überhaupt nicht. Mein Exfreund plant auch seinen ganzen Tag und ein Fehler im Ablauf bringt ihn aus der Fassung.
Meine Schwäche ist,ich schiebe wichtige Sachen,manchmal immer vor mich hin,mir fehlt oft die Lust dazu,Aufgaben schnell zu erledigen.

22.05.2016 18:57 • #3


kiwi2366


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Huhu, bins wieder

Organisation scheint ein RotesTuchWort zu sein - finde das muss es gar nicht :)

Es soll oder ist für mich ein Vorteil und kein Stress, eher im absoluten Gegenteil

Meine Kids sind inzwischen 19 und 17 Jahre, ich gehe Vollzeit als Krankenschwester arbeiten und habe eine große Wohnung , Hund und Katze, und ich liebe meine Freizeit sehr
Ich habe das so organisiert:
Meinen Sohn, der derzeit zu Hause ist ( 19 Jahre ), habe ich in den Haushalt eingewiesen, er saugt und wischt die Böden, macht die Bäder sauber und wischt das Treppenhaus.
Meine Tochter macht gerade ihren Schulabschluss und hat so nicht so viel Zeit, wenn sie Zeit hat kocht sie und geht mit unserem Hund raus.
ich kümmer mich um Wäsche, Einkauf, auch mal kochen......und habe vor allen Dingen den Kopf frei für Fenster putzen, Backofen, Geräte entkalken, Küche putzen usw.
Für mich heißt Orga...also nicht : ich mach alles selbst, sondern ich verteile die Arbeit, damit ich ausreichend Zeit habe, mich zu entspannen.
Und es heißt auch nicht, das ich darauf bestehe, das an einem wunderbaren Sonnentag die Böden geputzt werden müssen, ich verlange nicht von meinem Sohn, das er so einen wundervollen Tag verschwendet mit Putzen und auch ich genieße solch einen Tag lieber.

Organisation heißt für mich : eine allgemeine Strucktur zu haben und die Arbeit zu verteilen. Und das verteilen der Arbeit muss da flexibel sein....

Genug erklärt....vielleicht hilft diese Erklärung das rote Tuch ein wenig blasser werden zu lassen?

Lieben Gruß Kiwi

23.05.2016 10:06 • x 1 #4


Trefusis

Trefusis

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Ich mache das auch in etwa so.
Ich schreibe jeden Tag To-Do-Listen (meist in digitaler Form), die 1. mich nicht vergessen lassen, was ich so tun muss (auch wirklich wichtige Kleinigkeiten wie dringenden privaten Postkram) und 2. mir ein gutes Gefühl geben, wenn ich sie erfüllt hab.
Auch an Wochenenden komm ich ohne To-Do-Listen nicht mehr aus. Dabei werden auch geplante Freizeitaktivitäten nebst Erledigungen aufgeführt (z.B. welcher Kinofilm ist anvisiert, welches Kunstprojekt sollte ich weitermachen, gehe ich schwimmen und wenn ja wo...). Klingt sehr gezwungen strukturiert, aber es deprimiert mich eben doch, freie Zeit verstreichen zu lassen, ohne zu wissen, was ich am besten mit ihr machen sollte. Und es geht mir wirklich gut, wenn ich sehe, dass ich ne Liste (zumindest grösstenteils) abgearbeitet hab. Dabei versuche ich auch hier, wichtiges vor weniger wichtigem zu erledigen.

16.07.2016 08:26 • #5


mrsrobot

mrsrobot

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Da ich innerlich immer etwas Chaos hatte und auch ab und an noch habe, helfen mir solche Listen bei der Orientierung und ein Gefühl für erledigtes zu erhalten. Damit komme ich sehr gut durch den Alltag.

28.01.2019 11:16 • #6


Axel61

Axel61

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Ich mache auch grade meine To-Do-Liste für diese Woche. Gegliedert in: unter 30 Minuten für den Abend. Und Über 30 Minuten für freie Tage. Für jeden Punkt, den ich erledige nachdem ich mich von der Kautsch erhoben habe gibt es ein Sternchen.

28.01.2019 12:22 • #7


mrsrobot

mrsrobot

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Das ist wirklich schon genau, aber wow, das mache ich nicht. Das ist eine gute Anregung finde ich!

28.01.2019 12:29 • #8


Juju

Juju

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ich will es auch immer machen und dann denke ich wieder, setz Dich mal nicht so unter Druck

28.01.2019 12:31 • x 2 #9


Juju

Juju

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Zumal ich keine Richtlinie weiß. was ist zuviel, was ist zuwenig ?

28.01.2019 12:32 • #10


Frederick1

Frederick1

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liebe Kiwi,

vielen herzlichen Dank für deine klugen Worte. Da denke ich, so könntest du, müsstest du auch wieder leben. Ich bin schon Frührentner, aber als ich noch gearbeitet habe, auch immer streng nach Plan, und das ist wirklich effektiv.

Heute lasse ich oft manches schleifen. Weil ich ja jetzt mehr Zeit für mich habe, nicht alles sofort und gleich erledigt sein muss. Aber ich genieße es schon auch.

Da vergleiche ich manchmal mein Leben mit einem Schiff. Ein Schiff das auf dem Wasser so dahintreibt, von den Wellen getragen wird. Dann brauche ich es schon nicht tragen.Aber wohin fährt dieses Schiff, wer bestimmt diesen Kurs, und welche Rolle spiele (fahre) ich da.

Bin ich der Motor, der das Schiff in Fahrt hält, oder es sogar noch antreibt, noch schneller zu fahren, aber ohne zu wissen wohin?

Doch lieber stehe ich auf der Kommandobrücke meines Lebens, möchte selbst bestimmen wo es hingeht. Aber dann muss ich auch nach dem Wetter sehen, den Wind, den Wellen. Doch meinen Kurs möchte ich selber bestimmen.

Das kann ich heute, aber wohin geht der Kurs meines Lebens. Da brauche ich echt Zeit für mich, um meinen Kurs zu bestimmen.

Und dann gibt es da auch noch Frau und Kinder, womöglich wollen die auch noch bestimmen. Da träumst du den Traum von deiner Unabhängigkeit im Leben,e und dann.Aber das hätte ich vorher wissen und planen müssen.

Aber heute muss ja alles schnell gehen, beschleunigt werden, Nachrichten, mails usw. gehen immer schneller in meine Welt. Im Sport entscheiden Hundertstelsekunden über Sieg und Niederlage.

Heute würde ich viel schneller Stopp in meinem Leben sagen. Nur noch soviel arbeiten das es für den Lebensunterhalt reicht. Karriere machen kannst du da nicht, aber du hast mehr Zeit über dich selbst zu verfügen, nicht immer wieder andere, die mein Leben bestimmen wollen.

Die Arbeitszeit wird heute immer weniger, dafür muss du in weniger Zeit mehr arbeiten, und das ist für mich noch stressiger. Zeitersparnis ist gut, wenn ich mit meiner Zeit etwas gutes anfangen kann. Notfalls bleibt immer noch der Fernseher, aber das ist ja auch nicht immer das Beste.

Und oft flüchten wir Menschen, auch ich, vor der Leere, der Langeweile, vor dem nicht mehr gebraucht werden, dem Gefühl von sinnloser Zeit.

Von daher finde ich das Planen meiner Zeit auch wichtig. Aber heute nicht mehr so extrem, mehr versuchen ausgeglichener zu leben, erfüllte Zeit zu leben, ganz bewusst Zeit ganz allein, Zeit für mich zu nehmen.

Aber egal wie wir es machen, es muss für jeden auch passen, das wir damit erfüllt und mit Freude Leben dürfen, Leben,so wie ich es mag.
Auch wenn mein guter Nachbar es ganz anders macht, wenn es für ihn passt, dann ist es doch gut.


viele liebe Grüße,

Frederick

01.02.2019 15:38 • #11




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