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Essstörung Forum - Hilfe bei Bulimie und Esssucht

butterfly
Hallo kleinermann,

danke für die ermutigenden Worte bezüglich des Malens. Ich denke immer, ich kann nix.
Ich war übrigens in der Schule auch schlecht im Sport und immer irgendwie Außenseiter. Wenn Du von Deiner Kindheit schreibst, werde ich es gerne lesen. Vielleicht erleichtert es Dich. Du schreibst, das mit der Therapie kriegst Du nicht hin. Vielleicht sind da Ängste aus der Kindheit.

Lg butterfly

01.03.2014 13:48 • #76


Octave
Zitat:
Hallo Octave,

Deine Tipps sind sehr interessant. Hast Du die Ernährung stufenweise umgestellt?

Lg butterfly


Ja auf jeden Fall!
Stück für Stück. Sonst ist das gar nicht machbar.
In meinen Augen sollte man vor allem erstmal das Fleisch und die Fertigprodukte weglassen.
Dann kann man nach ein paar Monaten vielleicht auch die Milchprodukte aus dem Programm nehmen.
Irgendwann dann die Eier usw.

Das ganze natürlich bei jedem Schritt unterstützt mit eigener Recherche nach neuen Rezepten und alternativeren Lebensmitteln. Ich selbst habe mehrere Bücher zu dem Thema gelesen und viele Vlogs auf Youtube dazu gesehen, sowie mit Menschen gesprochen, die seit Jahren und Jahrzehnten erfolgreich so leben. Das hat mich natürlich mit vielen Informationen versorg, aber noch wichtiger: Dieser Prozess hat mich erst so richtig motiviert.

Zitat:
vielen Dank erstmal für Deine ausführliche Antwort! Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet. Sondern eher damit, dass ich deutliche Kritik ernte und hatte schon überlegt, ob ich das überhaupt so schreiben soll.

Ich finde es nicht per se schlecht und verwerflich, wenn man seinen Körper so anpassen möchte, wie man ihn gerne haben will. Natürlich ist Magersucht eine schlimme Krankheit, die nur sehr wenig mit dem Schlankheits-Wunsch vieler "normaler" Menschen zutun hat, aber oft wird eine Ess-Störung ja oft erst durch diesen Wunsch ausgelöst oder getriggert. Und in solchen Fällen halte ich es für sinnvoll, wenn man versucht, seinen Wunsch bewusst auf eine gesunde Art und Weise zu erreichen.
Und in meinen Augen ist starke kalorien-Restriktion einfach Blödsinn, wenn man sich stattdessen einfach fettarm und Obst und Gemüse-basiert ernährt. Und dabei natürlich auf Ausgewogenheit achtet.
Ein chronischer Nährstoff-Mangel ist gefährlich und kann zum Teil zu irreparablen Schäden führen. Damit ist wirklich nicht zu spaßen!

Ich hoffe, du findest deinen gesunden Weg, der dich glücklich macht!

Liebe Grüße,
Octave

04.03.2014 10:07 • #77


butterfly
Ich bin noch nicht mal Vegetarier. Ich esse aber wenig Fleisch, weil mir das mit der Massentierhaltung überhaupt nicht gefällt. Fertigprodukte mag ich nicht. Vielleicht wäre für mich der erste Schritt, eine Mahlzeit durch Obst zu ersetzen. Hast Du bei Deiner Ernährungsform auch oft Hunger? Ich habe sehr viel Hunger, das bewirken bestimmt auch die Medikamente. Manchmal kommen mir tierische Produkte und Zucker wie Suchtmittel vor.

05.03.2014 02:55 • #78


kleinermann
Hallo octave und butterfly,

vielen Dank für Eure Ideen hinsichtlich Ernährung.

Was haltet Ihr davon, einen separaten Thread zu diesem Thema zu eröffnen?

Ich kann zu diesem Thema eher wenig beitragen. Im Grunde esse ich so halbwegs alles, hauptsächlich gesunde Sachen, aber auch mal weniger Gesundes. Nur insgesamt wohl etwas zu wenig. ;-) Aber auch ohne ausdrücklichen Bezug zu Essstörung oder so bin ich im Grundsatz an Ernährungsfragen interessiert und würde dann sicher auch mal in Eurem Thread hierzu vorbeischauen.

LG,
Danny

05.03.2014 08:05 • #79


Octave
Wir können gerne einen Ernährungs-Thread eröffnen. Natürlich ist das Thema ziemlich groß und lässt sich hier nicht mal eben zwischen Tür und Angel diskutieren
Ich bin übrigens gerade dabei ein paar Videos zum Thema ganzheitliche Heilung von Depression zu drehen und ich werde auch ein Video über Ernährung machen.
Dazu habe ich bereits in ein paar Lowfat-Vegan Foren erfragt, ob es Menschen gibt, die mit dieser Form der Ernährung ihre Depression verbessert oder sogar komplett geheilt haben - ich wurde gleich am ersten Tag von positiven Rückmeldungen überschüttet^^ Ich bin immer wieder überrascht, wie krass heftig sich eine gesunde Ernährung auf die Psyche auswirkt - wenn man es nicht selbst erlebt hat, dann glaubt man es nicht. Die besten Erfahrungsberichte, einschließlich meiner eigenen Erfahrungen werde ich dann nochmal in dem Video beschreiben.
hab grade nicht so viel Zeit zum Schreiben, aber wenn ihr einen neuen Thread aufmacht, dann sagt bescheid und ich gebe auf jeden Fall meinen Senf dazu (:

Liebe Grüße,
Octave

19.03.2014 11:32 • #80


Knoten
Hallo Octave,

unser kleinermann ist ziemlich resistent gegenüber der Annahme von Hilfe, was sein Essverhalten und vor allem sein Körpergewicht anbelangt.
kleinermann ist sich zwar sehr bewusst darüber, dass das, was er tut, nicht gerade gesund ist, doch wirklich was verändern tut und möchte er eigentlich nicht.

Vielleicht hast du mehr Glück zu kleinermann durchzudringen.

@ kleinermann: wir haben ja sehr lange über dein "Problem" debattiert.

19.03.2014 12:08 • #81


kleinermann
Hey Moon,

schön, mal wieder von Dir zu lesen! Ja, wenn es so einfach wäre, dass man sich einfach 'entscheiden' könnte, wer würde sich schon für so eine Krankheit entscheiden. Und es ist wohl ziemlich charakteristisch oder zumindest nicht unüblich, dass manche von uns zwar zumindest merken, dass etwas nicht stimmt. Aber eben es nicht hinbekommen, sich (frühzeitig) professionelle Hilfe zu suchen.

@ Octave, Knoten: Wie Moon schon vermutet hat, es hat weniger mit "resistent sein" zu tun bei mir. Ich würde mit nem Therapeuten, Psychologen o.ä. über alles Mögliche reden. Aber nicht über die Dinge, die ich eigentlich besprechen sollte. Und das kann ich einfach nicht. Mag sich komisch anhören, ist aber leider so. Wie ich hier schon hin und wieder geschrieben habe, ich will ja niemand provozieren oder brüskieren oder sowas. Nur: So verkorkst es manchem hier vorkommen mag, so sehen die Gedanken nun mal aus, die mir im Kopf herumgehen. Phasenweise ist es mal besser, dann wieder phasenweise etwas konfuser.

Wenn es besser geht, beobachte ich mich gewissermaßen wie ein Dritter. Und denke mir, so schlimm ist es gar nicht. Ein bisschen speziell mag ich sein - aber was solls, es macht einen ja auch irg.wie interessant und ist nicht weiter schlimm. Nun ja, und an den nicht so guten Tagen, nervt es mich einfach gewaltig.

Zur Zeit geht es leider auch wieder eher in die nicht so gute Richtung. Die letzte Woche war ich mit meiner Freundin im Urlaub. Dort habe ich dann auch halbwegs normal gegessen, man will ja nicht allzu offensichtlich auffallen. Naja, während des Urlaubs gab es natürlich auch keine Waage. Habe mich beim Essen dann verstärkt auf 'leichte' Sachen konzentriert, aber mir immerhin durchgängig auch Nachtisch gegönnt. Aber ein komisches Gefühl war trotzdem die ganze Zeit dabei. Auf der Rückreise habe ich dann die Chance genutzt, nur ein paar Kleinigkeiten zu essen. Und bin dann abends direkt auf die Waage, mit sehr gemischten Gefühlen. Aber es ging, es war nur knapp über sechsundfünfzig. Vor rd. zehn Tagen war ich aber auch schon mal länger unter sechsundfünfzig gewesen, davon schon ziemlich lange nicht mehr. Das Tiefste war bei fünfundfünfzigkommaeins gewesen. Auch schon vor dem Urlaub war es allerdings irg.wie wieder hoch gegangen, während des Urlaubs dafür aber scheinbar nur unwesentlich.

Naja, schauen wir mal, wie es weitergeht. Werde dann auch vielleicht mal wieder in etwas kürzen Abständen hier berichten.

Bis dahin erstmal wieder...

LG,
kleinermann

23.03.2014 01:06 • #82


Knoten
Hallo Danny,

dann scheint sich deine Einstellung wohl doch langsam etwas zu ändern. Freut mich zu lesen

Am Anfang sah es ja eher nicht danach aus, als wenn du dich "ernsthaft" damit auseinander setzen möchtest. Du weißt schon, dass etwas nicht stimmt, aber oft hast du halt auch dagegen geschrieben. (PN)

Also, wie gesagt, mich würde es freuen, wenn du langsam aber sicher einen anderen Weg einschlagen würdest! Vielleicht trägt deine Freundin ja dazu bei? Anfangs hattest du diesbezüglich ja auch noch so deine Ängste... Das du jetzt im Urlaub mal "normal" gegessen hast, ist, zumindest in meinen Augen, ein gutes Zeichen.

Grüßle,
Bettina

23.03.2014 16:44 • #83


kleinermann
Hallo Bettina,

ja, anfangs habe ich mich relativ stark dagegen gewehrt zu begreifen, dass ich überhaupt eine ES habe. Naja, das habe ich mittlerweile zumindest mal kapiert. Dadurch ist es zwar auch noch nicht besser, aber immerhin weiß ich mal, worauf ich achten muss.

Ja, im Urlaub hat es mit dem Essen halbwegs funktioniert. Obwohl es sich teilweise etwas 'komisch' angefühlt hat. Ich hatte auch die ganze Woche keine Waage. Wo ich gerade die Zeit davor wieder mal jeden Morgen drauf gestiegen bin.

Ok, derzeit bin ich mal wieder auf dem Trip, dass ein paar Kilo weg sollen, mich mein mehr oder weniger stark ausgeprägter Rettungsring nervt usw. Zumindest aber beobachte ich mich selbst mittlerweile halbwegs aufmerksam dabei. Irg.wie wird es sich hoffentlich auf einem halbwegs akzeptablen Niveau einpendeln, mit dem ich selbst aber auch halbwegs zufrieden bin. Man wird sehen. Heute Morgen war ich bei fünfundfünfzigkommaacht und damit fühle ich mich auch schon mal gar nicht so schlecht. Wer hätte gedacht, dass ich das hier mal schreiben würde...

In diesem Sinne - gute Nacht und bis demnächst!

LG
Danny

24.03.2014 00:18 • #84


Hallo Danny,

Du schreibst, Du hättest kapiert, dass Du eine Esssucht hast, aber auch ich muss feststellen, dass ich hier nichts davon lesen kann, dass Du auch Interesse daran hast, gesund zu werden oder von der Esssucht loszukommen.

Der sekundäre Krankheitsgewinn "dünn sein" ist bei Dir wohl noch zu stark ausgeprägt oder vielleicht leidest Du auch im Moment nicht wirklich unter Deiner Sucht?

Das weißt nur Du ganz genau.

Solange das so ist, und Du nicht Deine Gesundheit gefährdest, soll es wohl so sein.

Alles Gute für Dich,
Pyxdis

24.03.2014 09:28 • #85


Octave
Zitat:
Du schreibst, Du hättest kapiert, dass Du eine Esssucht hast, aber auch ich muss feststellen, dass ich hier nichts davon lesen kann, dass Du auch Interesse daran hast, gesund zu werden oder von der Esssucht loszukommen.

Dem muss ich leider zustimmen, auch wenn wir natürlich nicht wissen, ob dem wirklich so ist.
Es gibt Methoden, auf gesundem Wege schlank zu bleiben und den eigenen Körperfett-Anteil gering zu halten. Doch weiß ich nicht, wie viel Interesse du an solchen Ernährungsformen hast, da du scheinbar, wie oben ja erwähnt nicht wirklich den Anschein machst, als würdest du wirklich aus deiner Sucht herauswollen.

Natürlich ist die Lösung nicht, fett zu werden, aber sich kaputt hungern ist genauso ungesund, wenn nicht noch ungesunder. Willst du das auf lange Sicht dir und deinem Körper gegenüber wirklich verantworten?

Liebe Grüße,
Octave

24.03.2014 13:21 • #86


Knoten
Zitat von kleinermann:
Heute Morgen war ich bei fünfundfünfzigkommaacht und damit fühle ich mich auch schon mal gar nicht so schlecht. Wer hätte gedacht, dass ich das hier mal schreiben würde...


Danny! Mensch!
Du willst mir doch wohl nicht erzählen, dass du dein "Höchstgewicht" herabgesetzt hast, schockiert mich total! Ich fand die 57 ja schon grenzwertig, aber 55,8 ?
Also mal ehrlich, 57, dass ist das Gewicht, dass ich bei meiner Körpergröße anstrebe (1,62), aber bei deiner Körpergröße??? Hallo...!!!

Bitte, bleib wenigstens bei deinen 57 und geh nicht noch darunter.

Grüßle,
Bettina

24.03.2014 19:16 • #87


kleinermann
Hallo Ihr alle...

ok, das musste ich jetzt erstmal alles etwas verdauen. So heftige Reaktionen hätte ich gar nicht erwartet irg.wie... Ja, keine Ahnung, derzeit bin ich irg.wie sowieso... wie soll ich sagen, verwirrt oder sowas.

Derzeit macht sich halt mal wieder die negative Seite des 'speziell seins' bemerkbar. Und das alles mit nem Augenzwinkern sich selbst gegenüber zu nehmen funktioniert gerade mal wieder nicht. Habe gerade wieder so 'Inseltage'...wo ich am liebsten auf eine einsame Insel will, wo ich niemanden höre, sehe oder sonst etwas. Dauert zum Glück meist nicht allzu lange und im Büro gelingt es mir so einigermaßen, 'Theater zu spielen'. Aber wirklich schön ist das nicht, und manchmal mache ich auch alle Rollos runter etc., auch wenn draußen schönstes Wetter ist. Will dann einfach nur meine Ruhe haben. Naja, und bis zum "wenn ich schon nichts kontrollieren kann, dann wenigstens mich bzw. mein Gewicht" ist es dann oft auch nicht mehr weit, und ich bin wieder mittendrin im Schlamassel. So wirklich depressiv im klassischen Sinne bin ich wohl selbst bei sehr heftigen Inseltagen nicht, das ist wohl glaub ich noch deutlich was heftiger. Aber wirklich schön ist das auch nicht, kriege mein Zeugs dann mal gerade so geregelt, dass es nicht auffällig wird.

Manchmal verspüre ich auch so einen seltsamen Druck in mir selbst. Weiß gar nicht, wie ich das so wirklich beschreiben soll. Gestern war das sehr stark gewesen, und wenn dann so ein Hungergefühl kommt, ist das irg.wie fast wie eine Erleichterung. Hört sich total krank an, ich weiß das ja selbst. Aber so ist es nun mal. Und wenn ich das dann 'ertrage' sozusagen und trotzdem bewusst nichts dagegen unternehme, wird der innere Druck normalerweise etwas weniger. Weiß auch gar nicht, warum ich das gerade heute hier aufschreibe... Hatte ich vorhin noch gar nicht so dran gedacht.

Naja, irg.wie bin ich schon total verkorkst, habe ich das Gefühl. Keine Ahnung, mal ist es besser, mal ist es nicht so gut... Normalerweise komme ich ja halbwegs klar damit, und an den anderen Tagen muss ich halt irg.wie dadurch. Und so insgesamt geht es ja doch noch sehr gut bei mir, finde ich. Ok, ich bin ein bisschen dünn vielleicht, aber es gibt keine gesundheitlichen Probleme dadurch. Ich bin weder häufiger krank in letzter Zeit noch sonst irg.was. Das soll sich ja auch nicht ändern, und um ernsthaft magersüchtig zu werden (also auch einen entsprechend sehr geringen BMI etc. zu bekommen), fehlt es mir sowieso an Disziplin. Was wohl auch ganz gut ist und ich selbst als beruhigend empfinde.

Also, ich finde es wirklich sehr nett (ganz positiv gemeint, mir fällt gerad nix besseres ein...), wie sehr Ihr Euch hier gestern direkt sehr ausführlich gekümmert habt! Vielen Dank dafür, sowas hilft mir schon auch immer.

So, das soll jetzt aber auch erstmal reichen für heute...

LG
Danny

25.03.2014 21:44 • #88


HILFE! Ich hab nur quer gelesen. ABER: Die Magersucht ist eine Tatsache. Die Depression eben so. Erkenn es an. Du bist nicht verkorkst. Du bist krank und benötigst Hilfe! Vermutlich brauchst du dringend jemand, der dir ganz gewaltig in deinen Allerwertesteten tritt! Junge! Du brauchst Hilfe! Hier kann dir niemand helfen. Du kannst dich mit anderen austauschen, aber das wars dann. Du rufst bei der Krankenkasse an und sagst denen, deine Grösse und dein Gewicht und, daß du einen Termin beim Neurologen brauchst. Meiner Meinung nach, geht es dann schneller dort einen Termin zu bekommen.
Das Nachlassen dieses Drucks kommt vermutlich daher, daß dein Körper Endorphine ausschüttet, damit du dich so gut fühlst, daß du dir was zu essen besorgst (auf Jagd gehst). Die Folgen einer Eßstörung kommen erst raus, wenn dein Körper sie nicht mehr verstecken/kompensieren kann. Erst, wenn es zu spät ist, zeigt sich, was alles kaputt ist. hast du Lust auf Osteoporose im Alter? Leberzirrhose?
Muskeln wiegen deutlich mehr als Fettgewebe. Ich wog rund 70kg in der Ausbildung zum Physiotherapeuten und trieb quasi jeden Tag Sport. Ich brach die Ausbildung ab. Wog immer noch das selbe, aber paßte nicht mehr in meine Klamotten. Driß auch! Ich weiß, wie es ist, wenn man in den Spiegel guckt und sieht aus, wie ein Michelinmännchen. Ich habe alles mögliche durch. Ich war untergewichtig und ich wog dreistellig. Alles blöde. Aber das bin ich. Mein Kopf ändert sich nicht, nur weil meine Kleidergrösse sich ändert. Mit Kontrolle hat das nichts zu tun. Was bringt es dir, wenn du Hunger erträgst? Macht es dich glücklich? Vermutlich. Aber du änderst nur dich. Die Umgebung, die dich stört, bleibt die gleiche. Fang an zu kommunizieren, damit deine Umwelt sich ändert!

31.03.2014 00:48 • #89


So, noch mal lang und breit drüber nachgedacht. Jemand, der den Knall nicht gehört hat, wird nicht zusammen zucken oder in Deckung gehen. Vielleicht mußt du erst mal richtig auf der Nase landen, eh du kapierst, daß du Hilfe brauchst.
Beispiel: Meine Schwester ist bulimisch. Sie fing mit einer Therapie an, nachdem sie für eine Freundin eine Schwarzwälderkirschtorte zum Geburtstag gebacken hatte. Um von der Torte zu essen, wollte sie abführen. Leider stand als einziges ein Vitamin-C-Pulver zur Verfügung. Darauf stand "Kann bei übermässigem Verzehr abführend wirken". Also rein damit! Ihre Freundin wollte Geburtstag feiern und meine Schwester bekam heftige Bauchschmerzen. Das ging so weit, daß sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Bei der Magenspiegelung kam eine akute Magenschleimhautreizung raus. Seit dem, ist meine Schwester in unregelmässigen Abständen in Behandlung wegen Bulimie/Depression. Dabei sollte man meinen, ihr geht es doch gut! Sie hat doch alles! Mann und Job als Lehrerin (sogar verbeamtet). Ist doch alles super! So, wie bei dir. Da ist ja eigentlich auch alles super. Du gewöhnst dich daran, daß es dir pottdreckig geht, du weißt erst, wie gut es dir gehen kann, wenn du es wieder erlebst.

02.04.2014 16:58 • #90





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