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Essstörung Forum - Hilfe bei Bulimie und Esssucht

kleinermann

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So, das Wochenende war eigentlich ganz harmonisch soweit. Heute Morgen war ich bei sechsundfünfzigkommaacht. Naja, wirklich zufrieden bin ich damit nicht, aber nun ja. Der Tag heute war auch erstmal ganz ok. Gegen Abend hat meine Freundin dann Hunger bekommen, und ich musste noch mal etwas essen. Sonst wäre es etwas auffällig gewesen, und das will ich nun wirklich vermeiden. Und während ich direkt dabei war, fand ich es auch gar nicht so schlimm. Ich dachte zwar schon, dass ich eigentlich nichts mehr essen will, aber es ging irg.wie noch. Nur hinterher hatte ich dann irg.wie total das schlechte Gefühl. Selbst jetzt fühle ich mich noch total voll.

Nun ja, das musste jetzt noch irg.wie raus aus mir. Mal sehen. Weihnachten steht ja nun auch unmittelbar vor der Tür, da darf ich auch nicht dran denken. Am liebsten würde ich jeden Tag zwei Stunden joggen oder anderen Sport machen.

Ok, jetzt werde ich mal schlafen gehen. Hoffentlich hält die Waage morgen keine allzu großen Zahlen bereit...

LG
Danny

23.12.2013 01:07 • #61


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Hey Moon,

ja, das ist eine gute Frage, ab wann es extrem wird... E icon_rolleyes.gif Eine genaue Grenze habe ich da für mich nicht im Kopf. Es ist schon seltsam, irg.wie habe ich schon Sorge, die Zahl auf der Waage könnte zu groß werden. Aber ein genaues 'Ziel' habe ich auch nicht. Heute Morgen jedenfalls war es doch noch ok, es war exakt gleich wie gestern. Und in Zahlen...also ich denke, die fünf sollte auf jeden Fall mal die erste Ziffer bleiben.

'Extrem' fände ich es wohl, wenn ich tatsächlich körperliche Folgen zu spüren bekäme. Oder wenn ich anfinge, nicht nur das Essen zu regulieren, sondern irg.welche Mittelchen nehmen würde. Seien es Abführmittel oder sonst etwas. Oder nach dem Essen alles wieder ausk... Letzteres habe ich vor längerer Zeit mal probiert, hat aber nicht funktioniert. (In dem Sinne, dass ich es nicht hinbekommen habe, das was rauskommt) Und seitdem habe ich auch beschlossen, das bleiben zu lassen. Etwas drauf zu achten, was ich so esse und dazu etwas Sport müssen reichen. Allerdings sind Pflaumen mein neues Lieblingsobst inzwischen, da sie ganz natürlich die Verdauung auf Trab bringen.

Ja, und 'extrem' fände ich es wohl auch, wenn ich beim Sport irg.wie Probleme bekomme. Manchmal erwische ich mich aber bei dem Gedanken 'hmm, ok, heute Abend bist Du zum klettern verabredet, also brauchst Du ein ordentliches Mittagessen. Aber eigentlich will ich das nicht...' Oder so ähnlich. Naja, aber bis jetzt habe ich dann trotzdem noch jedes Mal ordentlich gegessen.

In gewissem Maße kann ich schon verstehen, dass das was ich hier schreibe, manchmal Anlass zu energischen Antworten geben kann. Aber das ist gar nicht meine Absicht oder sowas. Und bewirkt glaube ich auch nicht so viel. Je energischer so etwas ausfällt, umso stärker würde ich leugnen, dass es mich betrifft. Denn wenn mir jemand sagt "Du bist magersüchtig! Versteh das doch endlich!" schaue ich mich im Spiegel an und finde mich relativ normal aussehend. Und alle normalen täglichen Dinge geregelt bekomme. (Ja, mir ist klar, dass das evtl. sich schnell ändern kann, wenn man plötzlich nichts mehr isst oder sowas) Darum macht es für mich einen großen Unterschied, also mir selbst gegenüber, ob ich mir eingestehe(n muss), eine ES zu haben (in welchem Schweregrad auch immer) oder direkt magersüchtig zu sein. Ich denke halt, bei mir spielt sich der größte Teil im Kopf ab. Ist natürlich auch nicht so toll, wenn man dauernd an solches Zeug denkt. Meine Speckrolle ist im übrigen tatsächlich da und real existierend. :) bzw. eher :(

So, aber jetzt wünsche ich erstmal Dir und allen 'Mitlesern' ein schönes Weihnachtsfest und ein paar erholsame Tage! Und mögen wir alle gut auf uns selbst und aufeinander aufpassen!

LG,
Danny

23.12.2013 16:15 • #62


Jandi

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Danke, ich wpünsche Dir auch schöne Weihnachtstage.

Und pass auf Dich auf!

Vielleicht kannst Du im neuen Jahr doch mal über professionelle Hilfe nachdenken?

Aber nun mache Dir erst einmal schöne Tage.

Liebe Grüße, Jandi.

23.12.2013 22:10 • #63


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Hallo zusammen,

und erstmal noch ein frohes neues Jahr allerseits!

Jetzt ist der erste Monat des Jahres schon wieder rum. Nun ja, aber ich habe das Gefühl, dass es sich bei mir irg.wie etwas stabilisiert hat. Vom Gewicht bin ich inzwischen relativ gleichbleibend um oder knapp unter siebenundfünfzig. Gut, hin und wieder empfinde ich das als viel zu viel, und wenn ich abends oder morgens im Bett liege empfinde ich meinen Rettungsring schon als ziemlich arg manchmal. Aber wie soll ich es sagen, so langsam gewöhne ich mich an diese Gedanken. Mir ist halbwegs klar, dass es nicht so wirklich logisch ist. Und wenn ich die Gedanken schon nicht verhindern kann, nehme ich sie wenigstens nicht mehr so ernst wie früher. Zumindest zeitweise.

In letzter Zeit habe ich es auch hinbekommen, wieder ein bisschen mehr Sport zu machen, Klettern und joggen. Naja, und das beruhigt einerseits die Gedanken beim Essen, andererseits funktioniert das ja auch schlicht nicht, wenn ich nicht halbwegs normal esse. Da ich dann beim Sport aber meist gewissen (wenn auch nur eher geringen) Ehrgeiz entwickle, was ich da so erreichen möchte, geht es dann halt nicht ohne vernünftiges Essen. Vielleicht immer noch ein bisschen wenig, aber jedenfalls schon wieder etwas mehr, als es letztes Jahr zeitweise der Fall war.

Ja, die 'viel zu vielen Gedanken' ums Essen. Sie sind zwar noch nicht weg oder wesentlich weniger geworden, aber immerhin kann ich mittlerweile bzw. zeitweise etwas besser damit umgehen. Das ist zwar sicher noch alles nicht ideal, aber doch mal ein Anfang.

Kurz vor Weihnachten und Anfang des Jahres hatte ich ja so einen Checkup beim Hausarzt. Ist übrigens alles bestens verlaufen, keine auffälligen Werte oder sowas, und gewichtsmäßig oder vom Aussehen her hat er auch nichts gesagt. Das fand ich dann schon auch irg.wie beruhigend.

Also, dann schauen wir mal, wie das Jahr so weitergeht.

LG
Danny

01.02.2014 00:01 • #64


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Knoten

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Hallo Danny,

schön von dir zu lesen!

Ich hoffe das Du deinen Kurs weitergehst. Ansonsten schiebe ich dir mal das Eine oder Andere Kilo rüber
Das kann mir nicht Schaden und du hast was zu tun

Liebe Grüße,
Bettina

01.02.2014 12:10 • #65


kleinermann

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Hallo Bettina,

danke für Deine Nachricht. Ja, das wäre echt praktisch, wenn man die Kilos einfach so hin- und herschieben könnte.

Ich hoffe auch mal, dass sich das alles weiter stabilisiert und ich damit vielleicht mal eine längerfristige Möglichkeit finde, mit mir selbst klarzukommen bzw. mich so zu akzeptieren, wie ich bin.

Interessanterweise scheint gerade die Kletterei da sogar irg.wie zu helfen. Erstmal muss man sich dabei aufs Klettern konzentrieren, sonst bekommt man nicht viel auf die Reihe. Und damit ist kein Platz für irg.welches Rumgrübeln und sowas. Und wenn man dann so ein paar Fortschritte macht und so langsam mal ein paar kniffligere Routen schafft, die sich zwischendurch etwas wacklig anfühlen oder sowas, wird man auch im Kopf irg.wie "stärker" mit der Zeit, auch außerhalb vom Klettern.

So, dann wünsche ich Dir noch ein schönes Wochenende!

LG
Daniel

01.02.2014 15:53 • #66


kleinermann

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Inzwischen gehe ich immerhin nicht mehr jeden Morgen als Erstes auf die Waage. Heute war ich zwar mal wieder (sechsundfünfzigkommafünf), aber diese Woche nur so zweimal oder so. Damit fühle ich mich so einigermaßen im grünen Bereich, zumindest was mal die reine Zahl angeht. Die ist zwar etwas kleiner geworden, sonst immer eher so etwas über siebenundfünfzig in letzter Zeit. Aber das ist eher normale Schwankung, denke ich und nicht bewusst beabsichtigt. Insbesondere habe ich derzeit kein festes "Ziel" vor Augen, dass ich eine bestimmte Zahl unterschreiten will und auch kein allgemeines "je weniger desto besser".

Hin und wieder fühle ich mich in letzter Zeit auch manchmal etwas 'schmal'. Oder zierlich. Oder so ähnlich. Ist schwierig zu beschreiben. Es kommt mir irg.wie etwas komisch vor, als Mann so zierlich zu sein, wo das allgemeine Ideal ja eher von groß und kräftig ausgeht. Irg.wie geht das in Teilen in Richtung des alten Problems des "sich zu klein fühlens" oder so. Durchs Klettern geht es aber immerhin etwas in die Richtung, dass ich so etwas wie einen Oberkörper bekomme. und nicht nur total knochig, sondern zumindest 'drahtig' oder sowas. Keine Ahnung, fühle mich sowieso etwas "verwirrt" derzeit, was solche Dinge angeht. Immerhin gelingt es mir einigermaßen, dass man davon sonst bei mir nichts weiter mitbekommt, im Büro und so funktioniert es ganz gut, das auszublenden. Bzw. stürze ich mich dort sowieso verstärkt in die Arbeit. Einerseits ist gerade wirklich viel zu tun, andererseits ist es aber auch eine willkommene Gelegenheit, die Gedanken/den Kopf einigermaßen sinnvoll zu beschäftigen. Auf die Weise gelingt es zumindest so halbwegs, nicht dauernd rumzugrübeln. Erst etwas länger im Büro bleiben, dann am besten direkt zum Klettern oder sowas. Und dafür muss ich dann auch gescheit essen, damit das funktioniert. Manchmal muss man sich einfach selbst austricksen.

09.02.2014 15:41 • #67


kleinermann

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So, ich bin immer noch stabil zwischen sechsundfünfzig und siebenundfünfzig. Soweit mal im großen und ganzen die positive Nachricht. Allerdings stelle ich irg.wie vermehrte Gedanken bei mir fest, ob es nicht doch ein paar Kilo weniger sein sollten.

Ich meine, mir ist schon klar, dass ich das besser bleiben lassen sollte. Bisher halte ich mein Gewicht und esse auch ziemlich regelmäßig derzeit. Aber währenddessen denke ich zunehmend, dass ich dasjetzt eigentlich nicht essen sollte und so. Ich habe auch schon überlegt, meiner Freundin mal davon zu erzählen. Inzwischen denke ich sogar, sie würde das nicht schlimm finden oder sowas und mir helfen wollen. Nur - der ungesunde Teil in mir will das gar nicht. Das soll alles schön niemand wissen. Natürlich völlig seltsam, ich weiß wohl. Aber derzeit habe ich genug damit zu tun, weiterhin halbwegs normal zu essen, sportlich aktiv zu bleiben als bisher gut funktionierenden Grund fürs Essen und nicht wieder in frühere Muster zu rutschen.

So, wollte das erstmal auch mir selbst gegenüber klar machen. Aufschreiben hilft da doch oft schon ganz gut.

Bis dahin erstmal wieder...

19.02.2014 15:22 • #68


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butterfly

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Hallo kleinermann,

ich kann Dir nur schreiben, dass ich Respekt hab vor dem Riesen-Rucksack, den Du mit Dir schleppst! Gerne würde ich Dir meine eigenen Erfahrungen zu dem Thema schildern, aber ich hab Angst, dass Dir das mehr schaden als nützen könnte. Was Du mit mir gemeinsam hast: Diese Strenge zu Dir selbst. Ich mache mir Gedanken, wie könnte wohl Deine Kindheit verlaufen sein? Oft ist es schon erleichternd, wenn man den Zusammenhang zwischen Erziehung und jetzigem Verhalten zu kennen. Leider hab ich diesen Beitrag nur teilweise gelesen, meine Konzentration stürzt wieder ab... Später werd ich ihn ganz lesen.

Ich finde Dich sehr tapfer!

Liebe Grüße

butterfly

21.02.2014 13:37 • #69


kleinermann

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@ butterfly: Danke erstmal für Deinen Beitrag! Mit dem "tapfer sein"... ich weiß ja nicht. Habe gerade so eine Art Rückfall, glaube ich...

So insgesamt hatte es sich ja in letzter Zeit halbwegs stabilisiert, gewichtsmäßig war ich meist zwischen sechsundfünfzig und siebenundfünfzig. Kurzzeitig auch mal leicht drüber. Aber so insgesamt doch halbwegs stabil. Naja... aber jetzt hat es mich irg.wie wieder 'erwischt' habe ich so das Gefühl. Zwischendurch fühlte ich mich hier ja schon leicht fehl am Platz. Aber nun bin ich wieder mitten dabei... so ein Sch... ich meine, es ist wie sonst auch - die 'klare' Seite von mir kapiert schon, dass das alles totaler Quatsch ist, was ich so treibe. Aber die andere Seite hat momentan einfach total die Überhand.

Es war vielleicht auch alles etwas viel bei mir in letzter Zeit. Mit meiner Freundin ging es ein wenig hin und her. Ich war schon total überzeugt, dass es zu Ende ist. Und dann haben wir aber doch wieder zusammen gefunden, und wie es aussieht sogar besser als je zuvor. Parallel dazu ist es gerade im Büro total stressig geworden, an sich läuft es aber ganz gut bei der Arbeit. Naja, keine Ahnung, ob es damit zu tun hat oder mich 'einfach so' mal wieder erwischt hat.

Jedenfalls bin ich gerade mal wieder in den Anfang einer Abnehmphase geraten, wie es aussieht. Letztes Mal habe ich mich gestern gewogen, und hatte sechsundfünfzigkommafünf. Also ja noch alles im grünen Bereich sozusagen. Aber seit ein paar Tagen achte ich noch mehr aufs Essen als sonst. Und kann mir noch weniger als sonst ohnehin schon vorstellen, mal mit meiner Freundin drüber zu reden.

Alles total 'Mist', ich sollte Hilfe suchen - aber ich 'kann' das irg.wie nicht. Wenn ich mir vorstelle, mit jemand anderes in live drüber zu reden, wird mir direkt ganz anders. Und beruhige mich immer damit, dass ja alles paletti sei bei mir. Bin heute ne Runde joggen gewesen, vierzehn km in rd. einer Stunde fünfzehn Minuten. Solange ich noch so fit bin, kann doch gar nichts schief laufen? So wirklich glaube ich das ja selbst nicht, aber der Gedanke kommt halt trotzdem.

So ein Sch...., es ist wirklich unglaublich, was in meinem Kopf vor sich geht. Manchmal ist es ja ganz 'nett', wenn ich mich selbst für etwas speziell halte. Aber wenn die Gründe dafür dann wieder sehr deutlich werden, ist es alles andere als 'nett'...

Habe eine Weile überlegt, ob ich das hier überhaupt mitteilen soll... ich meine, es gab reichlich Warnungen, ich sei magersüchtig usw. Habe das ja immer alles abgestritten. Und jetzt bin ich wieder am Anfang, habe ich das Gefühl. Ich weiß irg.wie gerad gar nichts mehr, was dieses Thema angeht, habe ich das Gefühl... Naja, ich werde hier mal weiterhin berichten, wie sich dieses 'Gestrüpp' entwickelt. Ich hoffe, es pendelt sich alles wieder ein irg.wie...

Gute Nacht,
ein völlig verwirrter Danny

24.02.2014 01:25 • #70


kleinermann

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Tja, Wunsch und Wirklichkeit - während ich hier über weiteres Abnehmen spekuliere, macht mein Körper erstmal das Gegenteil. Heute morgen sechsundfünfzigkommaneun. :-(

26.02.2014 09:59 • #71


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Octave

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Hey Danny!

Ich hatte früher ebenfalls eine leichte Esstörung und ich bin auch ein Mann (:

Ich selbst habe das ganze durch zwei verschiedene Methoden in den Griff bekommen:

1. Gesundes Essen und viel Sport
Dadurch bleibt man schlank und sieht gut aus, ohne sich ungesund herunterhungern zu müssen oder sich selbst mit chronischem Nährstoff-Mangel massiv und dauerhaft Schaden zuzufügen.

2. Aktive Akzeptanz-Übungen
Dadurch lernt man besser, mit sich und seinem Körper klarzukommen. Niemand ist perfekt. Niemand sieht genauso aus, wie er/sie gerne will. Es ist absolut unerlässlich eine gewisse Lässigkeit mit dem eigenen Äußeren zu entwickeln, wenn man aus ungesunden Zwangshandlungen raus will.

Zu 1:
Ich selbst ernähre mich vegan und fettarm, esse aber trotzdem meine 3500 bis 4000 Kcal am Tag. Doch davon ist sehr viel Obst und Gemüse und gegen Abend viel Reis, Kartoffeln, Quinoa, Amaranth, Hülsenfrüchte usw.
Außerdem verzichte ich auf Öle und nehme nur Fette in Form von Nüssen, Samen und in Obst&Gemüse zu mir.
Das mag für viele hier sicher extrem und ungesund klingen, aber es gibt sehr viele gesunde und fitte Leistungssportler die sich so ernähren und super gesund und fitt sind. Die 80/10/10 Diät nennt sich das ganze, ist auf Langfristigkeit und Gesundheit ausgelegt und hilft dabei, das eigene Gewicht zu halten, ohne Hungern zu müssen. Der Erfinder selbst lebt seit über 40 Jahren so und ist kerngesund, schlank und fitt, obwohl er bereits ein alter Mann ist (:

Natürlich muss niemand anfangen, so extrem zu essen, doch gerade bei Essgestörten hilft diese Art der Ernährung, da sie dich schlank UND gesund hält und man sich nicht selber zwingen muss zu MC Donald und anderen schei. zu gehen, nur um wieder "normal" zu essen.
Falls du ein lebendes Beispiel willst, suche mal Freelee the banana Mädchen auf Youtube. Sie war früher selbst hart anorektisch und bulimisch und hat beides mit dieser neuen Ernährungsweise in den Griff bekommen - und ihre Depression nebenbei gleich mit^^

Zu 2:
Ich bin bis heute meine gute alte "Ich bin so fett"-Geschichte nicht losgeworden. Immer mal wieder, wenn ich vor dem Spiegel stehe, spuckt mein Verstand die gute alte "Du bist zu Fett"-Story aus. Wie ein alter Plattenspieler. Doch ich nehme diesen Gedanken schon lange nicht mehr ernst. Ich weiß, es ist nur ein Gedanke, nur Worte in meinem Kopf. Nicht die Realität. Außerdem ist er unnütz, hilft mir nicht weiter und würde ich ihm glauben schenken, würde er mich nur deprimieren und sonst nichts.
Also, jedes Mal, wenn mein Verstand mir sagt, dass ich zu fett seih, lächle ich einmal und sage mir im Stillen "Danke lieber Verstand. Die gute alte ZuFett-Story. Na du wirst aber auch nicht müde mir die zu erzählen oder?"
Kurz: Ich nehme meinen Verstand nicht ernst und begegne dem Gedanken mit Humor.
Als Nebenprodukt dieser Haltung entsteht irgendwann Selbstakzeptanz. Sich einfach so mögen wie man ist.
Und wenn man angefangen hat, sich selbst mehr und mehr zu akzeptieren, dann beginnt man oft auch zu akzeptieren, dass andere einen so mögen wie man ist.

Mir ist natürlich klar, dass das Thema sehr komplex ist und alle möglichen weiteren Einflüsse hier reinspielen und die Magersucht oft nur ein Symptom für andere Probleme ist, aber oft helfen die oben genannten Punkte trotzdem, das Problem recht konsequent in den Griff zu kriegen.

Ich wünsche dir alles gut und ich hoffe, ich werde hier für meine "extremen" Tipps nicht gesteinigt (;

Liebste Grüße,
Octave

26.02.2014 13:09 • #72


kleinermann

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Hallo Octave,

vielen Dank erstmal für Deine ausführliche Antwort! Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet. Sondern eher damit, dass ich deutliche Kritik ernte und hatte schon überlegt, ob ich das überhaupt so schreiben soll.

Aber es musste irg.wie raus aus mir. Ich habe ja auch nicht die Absicht, irg.jemand zu provozieren oder so. Es sieht in mir selbst einfach bisweilen so extrem widersprüchlich aus, dass das für Außenstehende nur noch absurd aussieht.

Was Du so schreibst, funktioniert teilweise auch bei mir ganz gut: Sport machen, gesunde Dinge essen, die eigenen Gedanken nicht weiter ernst nehmen. An 'guten' Tagen funktioniert das ganz ordentlich. Und da ich weiter Sport machen will, bringt mich das auch dazu, halbwegs ordentlich zu essen. Aber an den nicht so guten Tagen kehrt sich das eher um. Manchmal mache ich trotzdem ein bisschen Sport, auch wenn das Essen eher wenig war. Oder es gehen mir zumindest Gedanken im Kopf herum, ob ich den Sport nicht lieber einschränken sollte, zugunsten von weiterem Abnehmen.

Eine Zeitlang hatte sich das etwas abgeschwächt, aber seit einiger Zeit wird es wieder schlechter. Einen echten Auslöser kann ich dafür auch nicht erkennen, schon sehr seltsam alles.

Naja, ich werde einfach mal in loser Folge weiter hier berichten. Und so aufmunternde Antworten wie heute sind trotz allem ein Lichtblick, auch wenn es von außen vielleicht erstmal aussieht wie "Stein ins Wasser - und weg".

LG,
Danny

27.02.2014 00:52 • #73


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butterfly

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Hallo kleinermann,

ich schreibe und lese grad sehr wenig, weils mir total schlecht geht. Meine Intuition sagt mir bei Dir, dass Du vielleicht mal eine (oder mehrere) Riesen-Verletzung und Enttäuschung erlebt hast, vielleicht in der Kindheit. Habe das Thema nur teilweise gelesen, weil mir die Konzentration fehlt. Du bist sehr tapfer.

Hallo Octave,

Deine Tipps sind sehr interessant. Hast Du die Ernährung stufenweise umgestellt?

Lg butterfly

27.02.2014 18:01 • #74


kleinermann

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Hallo butterfly,

danke für Deine Nachricht, so ein Zuspruch tut schon sehr gut manchmal! Insbesondere, wo es Dir selbst ja gerade alles andere als gut geht!

Mit der Verletzung in der Kindheit... naja, da könnte was dran sein. Ich war halt immer der Kleinste in der Schule, und in Sport auch noch dazu der Schlechteste. Keine ganz günstige Kombination üblicherweise,,, Dazu äußer mich demnächst mal etwas ausführlicher. Hatte auch mal angefangen, meine Kinder-/Jugendzeit etwas aufzuschreiben, aber noch nicht ganz fertig damit.

Ich wünsche Dir jedenfalls viel Kraft und Mut, dass Du aus Deinem Tief wieder herauskommst. Und wieder so schöne Bilder malst, wie den Leuchtturm, den Du uns hier mal gezeigt hast. Ich gespannt, was Du uns hier demnächst mal zeigen kannst! Und glaub mir und den anderen, die Dein Bild gesehen haben - Malen kannst Du wirklich sehr gut, da solltest Du nicht so dran zweifeln! (ich weiß, alles einfacher hier geschrieben, als dann umgesetzt)

---

Genau in die gleiche Richtung geht direkt, dass ich heute morgen bei fünfundfünfzigkommasechs Kilo war. Dass die Richtung nicht unbedingt gut ist, weiß ich natürlich. Das Gewicht an sich mag ja auch nicht schlimm sein. Aber die letzten Tage habe ich schon bewusst weniger gegessen und manchmal auch ordentlich hungrig ins Bett gegangen. Wenn es unter solchen Umständen zustande kommt, fühle ich mich schon manchmal etwas seltsam dabei. Andererseits aber manchmal regelrecht etwas 'stolz' oder 'euphorisch' dabei... schon etwas seltsam alles...

01.03.2014 14:25 • #75


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butterfly

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Hallo kleinermann,

danke für die ermutigenden Worte bezüglich des Malens. Ich denke immer, ich kann nix.
Ich war übrigens in der Schule auch schlecht im Sport und immer irgendwie Außenseiter. Wenn Du von Deiner Kindheit schreibst, werde ich es gerne lesen. Vielleicht erleichtert es Dich. Du schreibst, das mit der Therapie kriegst Du nicht hin. Vielleicht sind da Ängste aus der Kindheit.

Lg butterfly

01.03.2014 14:48 • #76


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Octave

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Zitat:
Hallo Octave,

Deine Tipps sind sehr interessant. Hast Du die Ernährung stufenweise umgestellt?

Lg butterfly


Ja auf jeden Fall!
Stück für Stück. Sonst ist das gar nicht machbar.
In meinen Augen sollte man vor allem erstmal das Fleisch und die Fertigprodukte weglassen.
Dann kann man nach ein paar Monaten vielleicht auch die Milchprodukte aus dem Programm nehmen.
Irgendwann dann die Eier usw.

Das ganze natürlich bei jedem Schritt unterstützt mit eigener Recherche nach neuen Rezepten und alternativeren Lebensmitteln. Ich selbst habe mehrere Bücher zu dem Thema gelesen und viele Vlogs auf Youtube dazu gesehen, sowie mit Menschen gesprochen, die seit Jahren und Jahrzehnten erfolgreich so leben. Das hat mich natürlich mit vielen Informationen versorg, aber noch wichtiger: Dieser Prozess hat mich erst so richtig motiviert.

Zitat:
vielen Dank erstmal für Deine ausführliche Antwort! Mit so etwas hatte ich gar nicht gerechnet. Sondern eher damit, dass ich deutliche Kritik ernte und hatte schon überlegt, ob ich das überhaupt so schreiben soll.

Ich finde es nicht per se schlecht und verwerflich, wenn man seinen Körper so anpassen möchte, wie man ihn gerne haben will. Natürlich ist Magersucht eine schlimme Krankheit, die nur sehr wenig mit dem Schlankheits-Wunsch vieler "normaler" Menschen zutun hat, aber oft wird eine Ess-Störung ja oft erst durch diesen Wunsch ausgelöst oder getriggert. Und in solchen Fällen halte ich es für sinnvoll, wenn man versucht, seinen Wunsch bewusst auf eine gesunde Art und Weise zu erreichen.
Und in meinen Augen ist starke kalorien-Restriktion einfach Blödsinn, wenn man sich stattdessen einfach fettarm und Obst und Gemüse-basiert ernährt. Und dabei natürlich auf Ausgewogenheit achtet.
Ein chronischer Nährstoff-Mangel ist gefährlich und kann zum Teil zu irreparablen Schäden führen. Damit ist wirklich nicht zu spaßen!

Ich hoffe, du findest deinen gesunden Weg, der dich glücklich macht!

Liebe Grüße,
Octave

04.03.2014 11:07 • #77


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butterfly

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Ich bin noch nicht mal Vegetarier. Ich esse aber wenig Fleisch, weil mir das mit der Massentierhaltung überhaupt nicht gefällt. Fertigprodukte mag ich nicht. Vielleicht wäre für mich der erste Schritt, eine Mahlzeit durch Obst zu ersetzen. Hast Du bei Deiner Ernährungsform auch oft Hunger? Ich habe sehr viel Hunger, das bewirken bestimmt auch die Medikamente. Manchmal kommen mir tierische Produkte und Zucker wie Suchtmittel vor.

05.03.2014 03:55 • #78


kleinermann

kleinermann

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Hallo octave und butterfly,

vielen Dank für Eure Ideen hinsichtlich Ernährung.

Was haltet Ihr davon, einen separaten Thread zu diesem Thema zu eröffnen?

Ich kann zu diesem Thema eher wenig beitragen. Im Grunde esse ich so halbwegs alles, hauptsächlich gesunde Sachen, aber auch mal weniger Gesundes. Nur insgesamt wohl etwas zu wenig. ;-) Aber auch ohne ausdrücklichen Bezug zu Essstörung oder so bin ich im Grundsatz an Ernährungsfragen interessiert und würde dann sicher auch mal in Eurem Thread hierzu vorbeischauen.

LG,
Danny

05.03.2014 09:05 • #79


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Octave

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Wir können gerne einen Ernährungs-Thread eröffnen. Natürlich ist das Thema ziemlich groß und lässt sich hier nicht mal eben zwischen Tür und Angel diskutieren
Ich bin übrigens gerade dabei ein paar Videos zum Thema ganzheitliche Heilung von Depression zu drehen und ich werde auch ein Video über Ernährung machen.
Dazu habe ich bereits in ein paar Lowfat-Vegan Foren erfragt, ob es Menschen gibt, die mit dieser Form der Ernährung ihre Depression verbessert oder sogar komplett geheilt haben - ich wurde gleich am ersten Tag von positiven Rückmeldungen überschüttet^^ Ich bin immer wieder überrascht, wie krass heftig sich eine gesunde Ernährung auf die Psyche auswirkt - wenn man es nicht selbst erlebt hat, dann glaubt man es nicht. Die besten Erfahrungsberichte, einschließlich meiner eigenen Erfahrungen werde ich dann nochmal in dem Video beschreiben.
hab grade nicht so viel Zeit zum Schreiben, aber wenn ihr einen neuen Thread aufmacht, dann sagt bescheid und ich gebe auf jeden Fall meinen Senf dazu (:

Liebe Grüße,
Octave

19.03.2014 12:32 • #80


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Knoten

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Hallo Octave,

unser kleinermann ist ziemlich resistent gegenüber der Annahme von Hilfe, was sein Essverhalten und vor allem sein Körpergewicht anbelangt.
kleinermann ist sich zwar sehr bewusst darüber, dass das, was er tut, nicht gerade gesund ist, doch wirklich was verändern tut und möchte er eigentlich nicht.

Vielleicht hast du mehr Glück zu kleinermann durchzudringen.

@ kleinermann: wir haben ja sehr lange über dein "Problem" debattiert.

19.03.2014 13:08 • #81


kleinermann

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Hey Moon,

schön, mal wieder von Dir zu lesen! Ja, wenn es so einfach wäre, dass man sich einfach 'entscheiden' könnte, wer würde sich schon für so eine Krankheit entscheiden. Und es ist wohl ziemlich charakteristisch oder zumindest nicht unüblich, dass manche von uns zwar zumindest merken, dass etwas nicht stimmt. Aber eben es nicht hinbekommen, sich (frühzeitig) professionelle Hilfe zu suchen.

@ Octave, Knoten: Wie Moon schon vermutet hat, es hat weniger mit "resistent sein" zu tun bei mir. Ich würde mit nem Therapeuten, Psychologen o.ä. über alles Mögliche reden. Aber nicht über die Dinge, die ich eigentlich besprechen sollte. Und das kann ich einfach nicht. Mag sich komisch anhören, ist aber leider so. Wie ich hier schon hin und wieder geschrieben habe, ich will ja niemand provozieren oder brüskieren oder sowas. Nur: So verkorkst es manchem hier vorkommen mag, so sehen die Gedanken nun mal aus, die mir im Kopf herumgehen. Phasenweise ist es mal besser, dann wieder phasenweise etwas konfuser.

Wenn es besser geht, beobachte ich mich gewissermaßen wie ein Dritter. Und denke mir, so schlimm ist es gar nicht. Ein bisschen speziell mag ich sein - aber was solls, es macht einen ja auch irg.wie interessant und ist nicht weiter schlimm. Nun ja, und an den nicht so guten Tagen, nervt es mich einfach gewaltig.

Zur Zeit geht es leider auch wieder eher in die nicht so gute Richtung. Die letzte Woche war ich mit meiner Freundin im Urlaub. Dort habe ich dann auch halbwegs normal gegessen, man will ja nicht allzu offensichtlich auffallen. Naja, während des Urlaubs gab es natürlich auch keine Waage. Habe mich beim Essen dann verstärkt auf 'leichte' Sachen konzentriert, aber mir immerhin durchgängig auch Nachtisch gegönnt. Aber ein komisches Gefühl war trotzdem die ganze Zeit dabei. Auf der Rückreise habe ich dann die Chance genutzt, nur ein paar Kleinigkeiten zu essen. Und bin dann abends direkt auf die Waage, mit sehr gemischten Gefühlen. Aber es ging, es war nur knapp über sechsundfünfzig. Vor rd. zehn Tagen war ich aber auch schon mal länger unter sechsundfünfzig gewesen, davon schon ziemlich lange nicht mehr. Das Tiefste war bei fünfundfünfzigkommaeins gewesen. Auch schon vor dem Urlaub war es allerdings irg.wie wieder hoch gegangen, während des Urlaubs dafür aber scheinbar nur unwesentlich.

Naja, schauen wir mal, wie es weitergeht. Werde dann auch vielleicht mal wieder in etwas kürzen Abständen hier berichten.

Bis dahin erstmal wieder...

LG,
kleinermann

23.03.2014 02:06 • #82


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Knoten

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Hallo Danny,

dann scheint sich deine Einstellung wohl doch langsam etwas zu ändern. Freut mich zu lesen

Am Anfang sah es ja eher nicht danach aus, als wenn du dich "ernsthaft" damit auseinander setzen möchtest. Du weißt schon, dass etwas nicht stimmt, aber oft hast du halt auch dagegen geschrieben. (PN)

Also, wie gesagt, mich würde es freuen, wenn du langsam aber sicher einen anderen Weg einschlagen würdest! Vielleicht trägt deine Freundin ja dazu bei? Anfangs hattest du diesbezüglich ja auch noch so deine Ängste... Das du jetzt im Urlaub mal "normal" gegessen hast, ist, zumindest in meinen Augen, ein gutes Zeichen.

Grüßle,
Bettina

23.03.2014 17:44 • #83


kleinermann

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Hallo Bettina,

ja, anfangs habe ich mich relativ stark dagegen gewehrt zu begreifen, dass ich überhaupt eine ES habe. Naja, das habe ich mittlerweile zumindest mal kapiert. Dadurch ist es zwar auch noch nicht besser, aber immerhin weiß ich mal, worauf ich achten muss.

Ja, im Urlaub hat es mit dem Essen halbwegs funktioniert. Obwohl es sich teilweise etwas 'komisch' angefühlt hat. Ich hatte auch die ganze Woche keine Waage. Wo ich gerade die Zeit davor wieder mal jeden Morgen drauf gestiegen bin.

Ok, derzeit bin ich mal wieder auf dem Trip, dass ein paar Kilo weg sollen, mich mein mehr oder weniger stark ausgeprägter Rettungsring nervt usw. Zumindest aber beobachte ich mich selbst mittlerweile halbwegs aufmerksam dabei. Irg.wie wird es sich hoffentlich auf einem halbwegs akzeptablen Niveau einpendeln, mit dem ich selbst aber auch halbwegs zufrieden bin. Man wird sehen. Heute Morgen war ich bei fünfundfünfzigkommaacht und damit fühle ich mich auch schon mal gar nicht so schlecht. Wer hätte gedacht, dass ich das hier mal schreiben würde...

In diesem Sinne - gute Nacht und bis demnächst!

LG
Danny

24.03.2014 01:18 • #84


Pyxidis

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Hallo Danny,

Du schreibst, Du hättest kapiert, dass Du eine Esssucht hast, aber auch ich muss feststellen, dass ich hier nichts davon lesen kann, dass Du auch Interesse daran hast, gesund zu werden oder von der Esssucht loszukommen.

Der sekundäre Krankheitsgewinn "dünn sein" ist bei Dir wohl noch zu stark ausgeprägt oder vielleicht leidest Du auch im Moment nicht wirklich unter Deiner Sucht?

Das weißt nur Du ganz genau.

Solange das so ist, und Du nicht Deine Gesundheit gefährdest, soll es wohl so sein.

Alles Gute für Dich,
Pyxdis

24.03.2014 10:28 • #85


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Octave

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Zitat:
Du schreibst, Du hättest kapiert, dass Du eine Esssucht hast, aber auch ich muss feststellen, dass ich hier nichts davon lesen kann, dass Du auch Interesse daran hast, gesund zu werden oder von der Esssucht loszukommen.

Dem muss ich leider zustimmen, auch wenn wir natürlich nicht wissen, ob dem wirklich so ist.
Es gibt Methoden, auf gesundem Wege schlank zu bleiben und den eigenen Körperfett-Anteil gering zu halten. Doch weiß ich nicht, wie viel Interesse du an solchen Ernährungsformen hast, da du scheinbar, wie oben ja erwähnt nicht wirklich den Anschein machst, als würdest du wirklich aus deiner Sucht herauswollen.

Natürlich ist die Lösung nicht, fett zu werden, aber sich kaputt hungern ist genauso ungesund, wenn nicht noch ungesunder. Willst du das auf lange Sicht dir und deinem Körper gegenüber wirklich verantworten?

Liebe Grüße,
Octave

24.03.2014 14:21 • #86


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Knoten

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Zitat von kleinermann:
Heute Morgen war ich bei fünfundfünfzigkommaacht und damit fühle ich mich auch schon mal gar nicht so schlecht. Wer hätte gedacht, dass ich das hier mal schreiben würde...


Danny! Mensch!
Du willst mir doch wohl nicht erzählen, dass du dein "Höchstgewicht" herabgesetzt hast, schockiert mich total! Ich fand die 57 ja schon grenzwertig, aber 55,8 ?
Also mal ehrlich, 57, dass ist das Gewicht, dass ich bei meiner Körpergröße anstrebe (1,62), aber bei deiner Körpergröße??? Hallo...!!!

Bitte, bleib wenigstens bei deinen 57 und geh nicht noch darunter.

Grüßle,
Bettina

24.03.2014 20:16 • #87


kleinermann

kleinermann

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Hallo Ihr alle...

ok, das musste ich jetzt erstmal alles etwas verdauen. So heftige Reaktionen hätte ich gar nicht erwartet irg.wie... Ja, keine Ahnung, derzeit bin ich irg.wie sowieso... wie soll ich sagen, verwirrt oder sowas.

Derzeit macht sich halt mal wieder die negative Seite des 'speziell seins' bemerkbar. Und das alles mit nem Augenzwinkern sich selbst gegenüber zu nehmen funktioniert gerade mal wieder nicht. Habe gerade wieder so 'Inseltage'...wo ich am liebsten auf eine einsame Insel will, wo ich niemanden höre, sehe oder sonst etwas. Dauert zum Glück meist nicht allzu lange und im Büro gelingt es mir so einigermaßen, 'Theater zu spielen'. Aber wirklich schön ist das nicht, und manchmal mache ich auch alle Rollos runter etc., auch wenn draußen schönstes Wetter ist. Will dann einfach nur meine Ruhe haben. Naja, und bis zum "wenn ich schon nichts kontrollieren kann, dann wenigstens mich bzw. mein Gewicht" ist es dann oft auch nicht mehr weit, und ich bin wieder mittendrin im Schlamassel. So wirklich depressiv im klassischen Sinne bin ich wohl selbst bei sehr heftigen Inseltagen nicht, das ist wohl glaub ich noch deutlich was heftiger. Aber wirklich schön ist das auch nicht, kriege mein Zeugs dann mal gerade so geregelt, dass es nicht auffällig wird.

Manchmal verspüre ich auch so einen seltsamen Druck in mir selbst. Weiß gar nicht, wie ich das so wirklich beschreiben soll. Gestern war das sehr stark gewesen, und wenn dann so ein Hungergefühl kommt, ist das irg.wie fast wie eine Erleichterung. Hört sich total krank an, ich weiß das ja selbst. Aber so ist es nun mal. Und wenn ich das dann 'ertrage' sozusagen und trotzdem bewusst nichts dagegen unternehme, wird der innere Druck normalerweise etwas weniger. Weiß auch gar nicht, warum ich das gerade heute hier aufschreibe... Hatte ich vorhin noch gar nicht so dran gedacht.

Naja, irg.wie bin ich schon total verkorkst, habe ich das Gefühl. Keine Ahnung, mal ist es besser, mal ist es nicht so gut... Normalerweise komme ich ja halbwegs klar damit, und an den anderen Tagen muss ich halt irg.wie dadurch. Und so insgesamt geht es ja doch noch sehr gut bei mir, finde ich. Ok, ich bin ein bisschen dünn vielleicht, aber es gibt keine gesundheitlichen Probleme dadurch. Ich bin weder häufiger krank in letzter Zeit noch sonst irg.was. Das soll sich ja auch nicht ändern, und um ernsthaft magersüchtig zu werden (also auch einen entsprechend sehr geringen BMI etc. zu bekommen), fehlt es mir sowieso an Disziplin. Was wohl auch ganz gut ist und ich selbst als beruhigend empfinde.

Also, ich finde es wirklich sehr nett (ganz positiv gemeint, mir fällt gerad nix besseres ein...), wie sehr Ihr Euch hier gestern direkt sehr ausführlich gekümmert habt! Vielen Dank dafür, sowas hilft mir schon auch immer.

So, das soll jetzt aber auch erstmal reichen für heute...

LG
Danny

25.03.2014 22:44 • #88


Pudel81

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HILFE! Ich hab nur quer gelesen. ABER: Die Magersucht ist eine Tatsache. Die Depression eben so. Erkenn es an. Du bist nicht verkorkst. Du bist krank und benötigst Hilfe! Vermutlich brauchst du dringend jemand, der dir ganz gewaltig in deinen Allerwertesteten tritt! Junge! Du brauchst Hilfe! Hier kann dir niemand helfen. Du kannst dich mit anderen austauschen, aber das wars dann. Du rufst bei der Krankenkasse an und sagst denen, deine Grösse und dein Gewicht und, daß du einen Termin beim Neurologen brauchst. Meiner Meinung nach, geht es dann schneller dort einen Termin zu bekommen.
Das Nachlassen dieses Drucks kommt vermutlich daher, daß dein Körper Endorphine ausschüttet, damit du dich so gut fühlst, daß du dir was zu essen besorgst (auf Jagd gehst). Die Folgen einer Eßstörung kommen erst raus, wenn dein Körper sie nicht mehr verstecken/kompensieren kann. Erst, wenn es zu spät ist, zeigt sich, was alles kaputt ist. hast du Lust auf Osteoporose im Alter? Leberzirrhose?
Muskeln wiegen deutlich mehr als Fettgewebe. Ich wog rund 70kg in der Ausbildung zum Physiotherapeuten und trieb quasi jeden Tag Sport. Ich brach die Ausbildung ab. Wog immer noch das selbe, aber paßte nicht mehr in meine Klamotten. Driß auch! Ich weiß, wie es ist, wenn man in den Spiegel guckt und sieht aus, wie ein Michelinmännchen. Ich habe alles mögliche durch. Ich war untergewichtig und ich wog dreistellig. Alles blöde. Aber das bin ich. Mein Kopf ändert sich nicht, nur weil meine Kleidergrösse sich ändert. Mit Kontrolle hat das nichts zu tun. Was bringt es dir, wenn du Hunger erträgst? Macht es dich glücklich? Vermutlich. Aber du änderst nur dich. Die Umgebung, die dich stört, bleibt die gleiche. Fang an zu kommunizieren, damit deine Umwelt sich ändert!

31.03.2014 01:48 • #89


Pudel81

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So, noch mal lang und breit drüber nachgedacht. Jemand, der den Knall nicht gehört hat, wird nicht zusammen zucken oder in Deckung gehen. Vielleicht mußt du erst mal richtig auf der Nase landen, eh du kapierst, daß du Hilfe brauchst.
Beispiel: Meine Schwester ist bulimisch. Sie fing mit einer Therapie an, nachdem sie für eine Freundin eine Schwarzwälderkirschtorte zum Geburtstag gebacken hatte. Um von der Torte zu essen, wollte sie abführen. Leider stand als einziges ein Vitamin-C-Pulver zur Verfügung. Darauf stand "Kann bei übermässigem Verzehr abführend wirken". Also rein damit! Ihre Freundin wollte Geburtstag feiern und meine Schwester bekam heftige Bauchschmerzen. Das ging so weit, daß sie ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Bei der Magenspiegelung kam eine akute Magenschleimhautreizung raus. Seit dem, ist meine Schwester in unregelmässigen Abständen in Behandlung wegen Bulimie/Depression. Dabei sollte man meinen, ihr geht es doch gut! Sie hat doch alles! Mann und Job als Lehrerin (sogar verbeamtet). Ist doch alles super! So, wie bei dir. Da ist ja eigentlich auch alles super. Du gewöhnst dich daran, daß es dir pottdreckig geht, du weißt erst, wie gut es dir gehen kann, wenn du es wieder erlebst.

02.04.2014 17:58 • #90

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