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Essstörung Forum - Hilfe bei Bulimie und Esssucht

kleinermann
Hi,
vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Bin derzeit immer noch ziemlich neben der Spur. Aber vieles kommt mir sehr bekannt vor. V.a. die "Enttäuschung", es nicht ins Untergewicht zu schaffen, kommt mir sehr bekannt vor.
Extreme Ausprägungen sind mir bisher zum Glück erspart geblieben. Keine Klinik, keine Therapie, kein gar nichts. Dafür wohl eine bunte Mischung, bisschen ES, bisschen depressiv, bisschen bipolar. bisschen (mehr) komplett verkorkst.
Manchmal habe ich einfach das Gefühl, diese ganze Fassade eines fröhlichen und "normalen" Menschen nicht mehr aufrecht erhalten zu können. Gerade derzeit habe ich wieder häufiger das Gefühl, als würde augenblicklich alles über mir zusammenstürzen. Je nach Tagesform vergeht das schnell wieder, aber zuletzt bleiben diese Gedanken auch länger und ich bekomme manchmal kaum meine Sachen erledigt. Was dann nur dazu führt, dass ich mich noch schlechter fühle.
Gewichtsmäßig war ich heute morgen bei knapp unter siebenundfünfzig, auf 169 cm. Also auch nicht extrem zu wenig, aber wenn ich mich anschaue, deutlich zu viel.
Gedanken "in den Wald zu gehen" kommen mir auch bisweilen. Aber das ist meist nur so als gedanklich letzter Ausweg, um mir so eine Art Fluchtmöglichkeit zu lassen. So in der Art: Wenn dieses Mal wirklich alles komplett aus dem Ruder läuft, ich irg.wie "zusammenbreche", wie auch immer das dann sein würde - gäbe es ja immer noch diese letzte Möglichkeit. Die ich nicht ernsthaft erwäge, mir aber seltsamerweise zumindest manchmal etwas hilft.
Ok, jetzt ist es doch etwas länger geworden und halbwegs durcheinander. )

14.08.2019 17:52 • #106


Irgendeine
Zitat von kleinermann:
So in der Art: Wenn dieses Mal wirklich alles komplett aus dem Ruder läuft, ich irg.wie "zusammenbreche", wie auch immer das dann sein würde - gäbe es ja immer noch diese letzte Möglichkeit. Die ich nicht ernsthaft erwäge, mir aber seltsamerweise zumindest manchmal etwas hilft.


So denke ich, seit ich 10 Jahre alt war. Und ja, diese latenten Suizidgedanken können sehr beruhigend sein. Wenn es mir ganz schlecht ging, hab ich mir immer selbst Zeitpunkte/Ereignisse gesetzt, bis zu denen ich noch überleben muss. Danach könnte ich es ja immer noch machen. Wenn es ganz schlimm war, im Stunden- oder sogar Minutentakt. Das hat mir sehr oft das Leben gerettet. Gehört auch heute noch zu meinem "Repertoire".
Später hab ich in der Klinik gelernt, dass das sogar eine "offizielle" Therapiemethode ist, die man bei akut suizidgefährdeten Pat. einsetzt. Die waren ganz erstaunt, dass mein damals ja noch kindlicher Verstand von selbst auf diese Überlebensstrategie gekommen war.

14.08.2019 18:03 • #107


Hallo kleiner Mann.
Seit 2013 hören wir hier, in diesem Forum nix anderes von dir, außer, das du dich als zu dick empfindest.Wie wäre es, wenn du dich beim nächsten Mal melden, mal etwas anderes schreibst?
ICH sehe keine Veränderugen bei dir.
Und du?
Warum schreibst du hier weiterhin?
Erwartest du etwas von uns?
Antworten hast du genug erhalten und scheinbar nichts umgesetzt, für dich. Und nun?

Benötigst du noch eine Portion Mitleid, nach all der Zeit?
Hast du dir inzwischen Hilfe bei einem Psychologen gesucht? Wurde mehrmals angesprochen, damals.

Wahrscheinlich nicht, sonst wärst du nicht wieder hier.
Und nun?

Was möchtest du nach 6 weiteren Jahren hören?

ALSO! Wenn es tatsächlich DAS ist, was du möchtest, dann kann ich dir nur sagen, dass mein Mann, sein Leben lang übergewichtig, auch ungewollt, 2016 von SEINEM Krebs ausgehungert wurde.
Wäre DAS eine Alternative für dich?
Wohl kaum!

Suche dir einen passenden Psychologen und lass dir helfen, auch nach der sehr LANGEN Zeit und den unsagbar VIELEN Empfehlungen aus diesem Selbsthilfeforum. Was willst du eigentlich?
Wenn nicht, wirst du damit rechnen müssen, weiterhin so unsachliche Antworten von mir zu erhalten.

Sanni

09.09.2019 13:08 • #108


Irgendeine
Zitat von Sanni:
Hallo kleiner Mann.
Seit 2013 hören wir hier, in diesem Forum nix anderes von dir, außer, das du dich als zu dick empfindest.Wie wäre es, wenn du dich beim nächsten Mal melden, mal etwas anderes schreibst?
ICH sehe keine Veränderugen bei dir.
Und du?
Warum schreibst du hier weiterhin?
Erwartest du etwas von uns?
Antworten hast du genug erhalten und scheinbar nichts umgesetzt, für dich. Und nun?

Benötigst du noch eine Portion Mitleid, nach all der Zeit?
Hast du dir inzwischen Hilfe bei einem Psychologen gesucht? Wurde mehrmals angesprochen, damals.

Wahrscheinlich nicht, sonst wärst du nicht wieder hier.
Und nun?

Was möchtest du nach 6 weiteren Jahren hören?

ALSO! Wenn es tatsächlich DAS ist, was du möchtest, dann kann ich dir nur sagen, dass mein Mann, sein Leben lang übergewichtig, auch ungewollt, 2016 von SEINEM Krebs ausgehungert wurde.
Wäre DAS eine Alternative für dich?
Wohl kaum!

Suche dir einen passenden Psychologen und lass dir helfen, auch nach der sehr LANGEN Zeit und den unsagbar VIELEN Empfehlungen aus diesem Selbsthilfeforum. Was willst du eigentlich?
Wenn nicht, wirst du damit rechnen müssen, weiterhin so unsachliche Antworten von mir zu erhalten.

Sanni


Vielleicht will er einfach nur seelischen Ballast abwerfen? Bei mir hat es ca. 7 Jahre gedauert, bis ich in der Lage war, mir Hilfe zu holen. 7 Jahre, in denen meine Eltern verzweifelt sind. 7 Jahre, in denen ich genau wusste, dass ich ein Problem habe, mich aber für nicht krank genug hielt und deshalb lieber stumm weiter gelitten habe. Mein einziger Anker war ein Forum. Ich habe dort ebenfalls viele Tipps bekommen, aber ich war einfach nicht in der Lage sie umzusetzen.
Trotzdem hat dieses Forum mir unglaublich viel geholfen.
Ich war komplett überfordert mit allem und zutiefst verzweifelt.
Mein einziges "Ventil" war die Essstörung, denn richtige Freunde hatte ich nicht wirklich.

Es musste erst zu einem kompletten Zusammenbruch mit S*izidversuch kommen, damit ich "gesehen" wurde und mir endlich eingestehen durfte, dass ich es wert bin, dass man mir hilft.

09.09.2019 15:05 • x 4 #109


kleinermann
Hoppla, was ist denn hier plötzlich los. Und danke,