Hallo Moon,
vielen Dank für Deine Antwort! Die hat mir wirklich sehr gut getan!
Nun ja, zum Arzt habe ich es noch nicht geschafft bis jetzt. Aber kommenden Dienstag habe ich einen Termin, und da sollte es dann mal funktionieren.
Ansonsten komme ich gerade mal wieder nicht wirklich klar mit mir. Im Büro geht es so gerade, und vermutlich merkt auch keiner was. Aber das ist gerade echt eher Fassade.

Was Du so über ES schreibst, da kann ich aus meiner (wohl nur sehr begrenzten) Erfahrung nur zustimmen. Essen an sich ist ja erstmal nicht schlecht, sondern lebensnotwendig. Erst wenn es viel zu wenig oder viel zu viel wird, und das über einen längeren Zeitraum, wird es bedenklich. Eine klare Grenze gibt es da ja nun nicht. Wenn jemand Tabletten oder irg.etwas anderes genommen hat, kann man klar sagen, man nimmt das Zeug wieder oder nicht. Beim Essen ist es ja nun nicht so einfach. Mal ein paar Tage zu viel oder extrem viel (oder wenig) zu essen, schadet ja nicht. Bei einer längeren Phase wird es natürlich bedenklich.
Und irg.wie rutsche ich gerade wieder so halbwegs in eine Phase, wo ich mit mir und dem Leben insgesamt nicht so richtig klarkomme. Naja, und da besteht dann bei mir verstärkt die Gefahr, dass es mit dem Essen schwierig wird.

Habe mal irg.wo gelesen, wenn jemand magersüchtig wird oder zumindest in den Bereich davon kommt, hat es damit zu tun, dass sie/er das Gefühl hat, nicht mehr wirklich die Kontrolle zu haben. Und um das auszugleichen, will man dann sehr extrem sein Gewicht kontrollieren, um wenigstens einen Aspekt unter Kontrolle zu haben. Angesichts Weihnachten und dem Drumherum besteht aber wohl zumindest keine akute Gefahr, dass ich weniger werde gerade.
Keine Ahnung, ob das mit der Kontrolle und so passt, aber bei mir haut es schon irg.wie hin. Die Zahlen auf der Waage sind nun noch nicht weiter bedenklich, ich bin weiterhin stabil über sechsundfünfzig. Andererseits beruhigt es mich aber auch ungemein, wenn ich abends/morgens im Bett liege und an mir fühlen kann, dass die Knochen gut spürbar sind.

Das ist natürlich schon etwas seltsam, ein Teil meines Hirns kapiert das auch. Aber ein Problem in der Richtung habe ich wohl schon ziemlich lange... Ich weiß noch, dass ich meine erste Freundin gebeten habe, über meinen Bauch zu streicheln. Schon damals (ist rd. fünfzehn Jahre her oder sowas) hatte ich das Gefühl, mein Bauch sei zu dick, und wollte auf die Weise ein positiveres Verhältnis dazu bekommen. Da ich nun hier bin - hat es wohl eher so mäßig funktioniert.
Mit meiner aktuellen Freundin läuft es bis jetzt so mäßig. Wir sind jetzt knapp anderhalb Jahre zusammen, aber schon mit ordentlich Höhen und Tiefen. Für die kurze Zeit eigentlich erstaunlich. Die rosa-rote Phase war kurz bis fast nicht vorhanden. Und jetzt will sie demnächst mit mir zusammen ziehen. Oh je oh je...

Ok, das hatte ich schon zwei Mal, und beide Male hat es nicht funktioniert am Ende. Beide Male habe ich mir schließlich ein möbliertes Zimmer genommen. Habe da schon eine gewisse Routine inzwischen...

Einerseits habe ich keine echte Lust, trotz grummeligem Bauchgefühl (mal wieder...) mit jemand zusammen zu ziehen. Andererseits denke ich mir, dass ich dieses Gefühl vermutlich jedes Mal haben werde. Und es nur oft genug versuchen muss, irg.wann wird es schon mal funktionieren...
Naja, jetzt bin ich erstmal gespannt, was mir mein Arzt so erzählen wird. Mit dem habe ich über sowas noch nie gesprochen, allerdings scheint er halbwegs aufmerksam und seinen Job einigermaßen ernst zu nehmen. Wir werden sehen. Ob ich das dann tatsächlich ernst nehme, wenn er denn überhaupt etwas sagen sollte, weiß ich (ganz ehrlich) auch noch nicht. Kommt vielleicht auf die Art an oder so. Nun, Di. morgen bin ich erstmal zum Blut abnehmen da, und dann schauen wir mal.
Ok, das war jetzt mal etwas länger geworden als geplant und vielleicht etwas quer durcheinander... Also ungefähr so, wie meine Gedanken schon seit einiger Zeit auch sind.
LG und danke noch mal,
Danny