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Was ist unsere Rolle in diesem Leben ?

Anouk67

Anouk67

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Lieber Frederick, lieber Jedi,

Ich lese Eure Beiträge und möchte mich dafür einfach bedanken. Ihr habt, jeder auf seine Weise, alles gesagt, was aus meiner Sicht von Bedeutung für dieses Thema ist. Ich kann nichts hinzufügen.

Vielen Dank
Anouk

25.04.2019 05:51 • x 3 #46


Frederick1

Frederick1

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liebe Anouk,

oh vielen Dank, DU ja ich finde dieses Thema auch so was von wichtig. Gerade für uns Menschen mit Depression. Was habe ich da schon für dumme Sprüche gehört. Leben ist nicht nur sinnvoll wenn es uns gut geht, und wir Glück haben.

Nichts macht unser menschliches Leben sinnvoller als die Liebe, ja gerade Liebe, mitten im Leid. Nichts ist befreiender, nichts ist heilsamer als die Liebe. Wenn ich mich liebe und annehme, dann fühle ich mich selbst. Liebe ist für mich eine gute Haltung meinem Leben gegenüber.

Ausgerechnet wir Menschen mit Depression, die wir doch so sehr darunter leiden, das uns niemand so annimmt und lieb hat, ausgerechnet wir sollen Liebe lernen?

Ja, oft sind wir zu verbittert, um Liebe als Sinn für unser Leben zu sehen, das geht mir auch manchmal so. Aber ich glaube, hoffe, das in jedem Menschen Liebe ist. Aber ich kann diese Liebe auch vertrocknen lassen, und ich habe auch die Freiheit, die Liebe zu verweigern, abzulehnen usw.

Aber wenn ich mir wieder mal die Zeit nehme, was ich in meiner Welt auch gut heißen und annehmen kann.
dann kommt mir diese Liebe wieder näher. Gerade in der Dankbarkeit, die ja auch Liebe ist.

Es ist oft die Verweigerung meiner Annahme, die Liebe zu mir selbst, die mich daran hindert, das ich mich für mich einsetzen möchte, um wieder zu leben!

Wenn ich bewusster lebe, was es doch noch für gute Möglichkeiten in meinem Leben gibt, trotz.

Und so können wir unserem Leben wieder näher kommen, das unser Leben doch sinnvoll und wertvoll ist. Das ich mein Leben und mich immer wieder in Liebe annehmen kann. Und wenn ich mein Leben annehmen kann, habe ich auch wieder ein JA zu mir selbst.

Oh wenn frühstücke, so, als tränke ich meinen Kaffee, Kaba zum ersten Mal. Oder ich begrüße meine Frau so, als hätte ich sie seit Jahren nicht mehr gesehen.

Unser Leben wird immer komplizierter, das wir die einfachen Dinge gar nicht mehr so spüren, erfahren.

Das Menschlichste am Leben ist meine Freiheit. Auch wenn ich nicht so intelligent bin, mein Elternhaus nicht so toll war, manche Menschen nicht immer gut zu mir waren, so habe ich doch die Freiheit so zu leben, leben wie ich es mag.

Ja, unser Leben kann brutalst schwer sein, gerade wenn die Depression wieder kommen möchte. Das ich mich nur noch verloren fühle und Angst empfinde.Das ich mich trotzdem immer wieder zu einem JA durchringe.

Wir leben auch von Gesichtern die strahlen. Und da könnte man schon mal neidisch werden. Meine liebe Frau ist oft auch so ein Strahlemensch, aber gerade diese Menschen schenken uns auch immer wieder neue Hoffnung.

Worauf sehe ich denn? Auf das was ich habe und bin, oder darauf was ich nicht bin und habe.

Wenn ich mir zu viele Ängste und Sorgen mache, dann mache ich auch weniger Erfahrungen mit meiner Freiheit, ja vielleicht habe ich auch Angst vor meiner Freiheit? Angst vor Liebe, Angst vor einem Sinn in meinem Leben?

Wir möchten wieder das Licht sehen. Die vielen verschiedenen Farben. Wieder Wärme und Annahme spüren. Das mein Herz wieder klopft, vor Liebe, vor Freude.

Ein wenig Hoffnung, einen Hauch Freude, das wünsche ich DIR und MIR!

Das diese Gefühle wieder in uns wachsen.


in guten Gedanken für uns alle hier,


Frederick

25.04.2019 16:55 • x 2 #47


Jedi

Jedi


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Hallo ihr Lieben !

beim nachlesen einiger beiträge hier zu diesem thema, wurde mir noch einmal bewusst, wieso ich auf dieses thema kam.
da gab es aus meiner therapieerfahrung heraus, recht nachhaltige erkenntnisse, die mir noch heute, sehr im gedächnis geblieben sind.
in der begegnung mit anderen menschen, wurde mir des öfteren bewusst, dass was ich bei anderen so ablehne, indem steckt auch ein aspekt von mir selbst.
und gerade weil ich etwas bei dem Anderen so ablehne, begegnete es mir, in so manchen kontakten.
bei näherem hinschauen auf mich selbst, konnte ich, dass was ich bei dem Anderen ablehne auch bei mir erkennen,
eben, auch als ein teil von mir.
so war es mir möglich geworden, bei mir einmal genauer auf diesen teil der ablehnung zu achten.
so denke ich persönlich, hat vieles was uns im leben so begegnet, irgendwie einen tieferen sinn.
mir war der sinn nicht immer gleich erkennbar u. erklärlich, aber gerade in der begegnung mit anderen menschen, wo meine ablehnung zum störfaktor wurde, hat mir diese erkenntnis, dass was ich bei dem anderen so abgelehnt habe, so auch bei mir vorhanden ist, einen anderen umgang, eine andere sicht auf diesen menschen u. meiner ablehnung geschaffen.
denn meine beurteilung hat sich verändert u. dadurch wurde so manche begegnung weniger störanfällig u. es konnte sich auch ein recht normaler umgang miteinander entwickeln.
so reifte meine erkenntnis, dass wir in dem Anderen auch immer ein teil von uns selbst erkennen können, so als würden wir in einem spiegel schauen.
es hatte mir zu anfang etwas Angst gemacht, doch durch das bewusst machen, wurde mir der positive effekt, mehr u. mehr deutlicher.
so habe ich durch meinen TP des öfteren gehört, mach dich auf den weg u. "Erkenne Dich selbst" !
denke, dass es mir sehr geholfen hat, gerade mit meiner schatteseite einen besseren umgang zu finden.

LG Jedi

"Wie sind so eure erfahrungen damit, wenn ihr welche gemacht oder gar machen konntet" ?

25.04.2019 18:02 • x 3 #48


Frederick1

Frederick1

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lieber Jedi,

ja ich finde es auch wichtig seine Schattenseiten zu kennen, sie anzunehmen und zu akzeptieren. Mir wird es gerade aber immer wichtiger, das ich trotz meiner Schattenseiten ein wertvoller Mensch bin. Weil wir Menschen alle unsere Schattenseiten haben. Und ich bin da nicht besser.

Oft merke ich auch, dass das, was mich an anderen Menschen ärgert, oft mein eigenes Problem ist, das ich mir aber nicht eingestehen möchte, und deshalb auf den anderen Menschen projiziere? Das ich diesen Menschen als meinen "Sündenbock" benutze, ausnutze. Und wenn ich mich selbst nicht annehmen kann so wie ich bin, kann ich schon gar nicht diesen Menschen auch annehmen, so wie er ist.

Oh viele Beziehungen, Gespräche, Begegnungen würden freundlicher und heilsamer verlaufen, wenn ich da anders denken und leben könnte.

Wie viele unsinnige Machtkämpfe würden dann nicht statt finden, wie viele Aggressionen würde es nicht geben.

Und wie viele Ehen würden eben nicht geschieden. Weil es dann nicht mehr so die Gefühle der Überlegenheit und Unterlegenheit nicht mehr geben würde. Weil es dann nur noch Verlierer gibt.

Doch ich muss die Rolle des Überlegenden nicht mehr spielen. Doch dazu braucht es Ehrlichkeit, Wahrheit und Klarheit. Das ich der Wirklichkeit meines Lebens ins Auge schauen kann. Dazu muss ich mich aber in ein Licht stellen, darf mich nicht mehr nur in meine Dunkelheit vekriechen.

In meinem Herzen ist die Wahrheit, aber auch die Lüge. Und wem glaube ich persönlich?

Meine Lebenslügen, ich bin nichts wert, ich bin nicht richtig, ich bin ein Nichts, ich bin so kümmerlich.

Nein, das sind alles Lügen, denn wir sind und bleiben wertvoll.

Ich möchte und ich darf wieder leben, leben.und nicht nur dunkel, kalt, kahl, öde, lieblos leben.

Ich möchte mein Leben und mich nicht mehr hassen, sondern immer wieder neu annehmen und lieb haben.

Diese destruktiven Mächte und Kräfte der Depression sollen nicht mehr mein ganzes Leben bestimmen.


Wir können es lernen und immer mehr begreifen, das wir nicht total und für alle Zeiten der Depression voll ausgeliefert sind.

Ja es gibt Helles und Dunkles in der Welt und in mir, leider. Das ist die Spannung, in der wir leben. Und täglich muss ich mich für das Helle, für das Leben, immer wieder entscheiden. Mich immer wieder für mich selbst entscheiden, zu mir stehen.

Auch wenn ich versage, Fehler mache, ich bin trotzdem wertvoll und darf zu mir stehen.


viele liebe Grüße,

Frederick

26.04.2019 17:01 • x 2 #49


Jedi

Jedi


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Hallo Frederick1 !

Du hast sehr viele wichtige bereiche genannt u. da stimme ich dir absolut zu !
Zitat von Frederick1:
Wir können es lernen und immer mehr begreifen, das wir nicht total und für alle Zeiten der Depression voll ausgeliefert sind.

eine ganz wichtige erkenntnis !
Gut dies mal wieder hier gelesen zu haben, damit es auch in unserem bewusstsein seinen platz finden kann

LG Jedi

26.04.2019 17:30 • x 1 #50


Jedi

Jedi


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Hallo Frederick1 !

Zitat von Frederick1:
Oft merke ich auch, dass das, was mich an anderen Menschen ärgert, oft mein eigenes Problem ist,

das ist sicherlich nicht ungewöhnlich.
gut ist es doch, wenn wir uns dessen bewusst sind, dann besteht die möglichkeit, auf sich, auf das problem welches man darin erkennt, einmal neu zu schauen.

Kein Mensch war jemals ohne Grund in unserem Leben.
Der eine war ein Geschenk !
Der andere eine Lektion !

LG Jedi

26.04.2019 20:52 • x 3 #51


Frederick1

Frederick1

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lieber Jedi,in

ganz wichtig ist für mich immer wieder die Frage, wer bin ich denn, was für ein Typ von Mensch bin ich denn? Jeder Typ von Mensch hat seine starken, aber auch schwachen Seiten.

In meiner Therapie durfte ich lernen, es soll neun verschiedene Typen von Menschen geben.

Der Reformer, der Perfektionist, der Helfertyp, der Erfolgsmensch, der Romantiker, der Beobachter, der Loyale, der Glückssucher, der Starke.der Boss, der Ursprüngliche.

Und ich merke, je bewusster ich mich mit mir auseinandersetze, je mehr ich in mich hineindenke, hineinfühle, um so näher darf ich mir selbst kommen, um so besser kann ich mich selbst verstehen, und so mir selbst besser vertrauen.

Damit ich mit meiner Vergangenheit, mit mir selbst, mehr im Frieden leben kann. Das ich mir und meinem Leben nicht mehr so oft ausweiche. Das ich immer mehr nach der Liebe in mir selbst suche, was hält mich zusammen?


Selbst bin ich mehr der "Helfertyp". Ich neige dazu, mehr als üblich zu helfen. Aber dann brauche ich es auch, gebraucht zu werden. Weil wenn ich viel helfe, habe ich das Gefühl, wichtig im Leben zu sein, Sinn in meinem Leben zu finden.
Und ich habe auch schon oft geholfen, nur um Anerkennung und Liebe zu bekommen, bis zur Erschöpfung, bis zur Depression.

Heute möchte ich aufrichtiger und verantwortungsbewusster leben, mir selbst, und anderen Menschen gegenüber. Da ist für mich Liebe und Annahme der wichtigste Wert die Liebe, Liebe die mich selbst meint, und auch den anderen Menschen.


Bedingungslose Liebe,

auch für mich selbst,

die mich und andere trägt,

die nicht so schnell wieder vergeht,

die auch schwere Wege geht und versteht,

eine Hoffnung die bleibt und besteht.



Ein helles Licht wünsche ich mir,

das mir meinen Weg weist,

ohne gleich alles zu sehn,

ein Licht, das mir hilft, mich und mein Leben zu verstehn.


Ich wünsche mir Frieden und Versöhnung,

trotz manchem Streit,

das immer wieder ein neuer Anfang,

für mich steht bereit.


Ich wünsche mir Trost in Schmerz und Leiden,

einmal einen friedlichen Tod,

wieder leben können, auch in mancher Not.



viele liebe Grüße,

Frederick

27.04.2019 17:28 • x 2 #52


Frederick1

Frederick1

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hallo ihr Lieben,

wir Menschen meine ich sind vielseitig begabt. Auch im Alter können wir noch manches Gutes entdecken und finden, wir müssen uns nicht nur einschränken. Es gibt immer wieder etwas zu lernen für uns, gerade, wie wir am Besten mit unserer Depression leben können, und trotzdem noch etwas Gutes und Positives finden, spüren, erleben.

Das heißt nicht, das wir jeden Trend jetzt mitmachen müssen, das tun, was alle tun. Man macht vielleicht etwas, was andere ganz und gar ungewöhnlich finden.Aber der Mut zum Ungewöhnlichen, zum anders sein dürfen kann uns auch wieder Freude machen. Und Freude in und an unserem Leben, das brauche ich auch ganz arg in der Depression.

Mal wieder etwas ganz Verrücktes machen.

Wenn ich mich auf dem Weg zu mir selbst mache, entsteht in uns auch wieder der Wunsch, etwas kreatives zu machen, wieder einmal kreativ zu sein. Das wir schöpferisch auch mal wieder tätig werden. In uns steckt auch so viel Gutes aus dem wir schöpfen können. Das ist vom Schreiben, malen, Musik machen und noch vieles mehr.

Selbst im Kochen darfst und kannst DU deine eigene unverwechselbare Persönlichkeit ausdrücken, denn das ist auch ein so werrvoller und schöpferischer Akt.

Wieder etwas selbst gestalten dürfen, wo ganz tief deine einzigartige Persönlichkeit, dein wertvoll sein an das Licht kommen darf.

Leider war dieser Wunsch bei mir auch schon einige Jahre zugedeckt. Aus Angst, das wir doch gerade als Menschen mit Depression funktionieren müssen, und dafür unsere Kraft brauchen.

Doch auch in der Depression sind und bleiben wir Menschen. Und so dürfen wir auch mal wieder schöpferisch denken, träumen, neue Dinge ausprobieren.


Manchmal habe ich auch noch so verrückte Ideen im Kopf, aber was hindert mich daran, das zu leben?

Vielleicht brauchst du gar nicht lange, um zu wissen, was DU gerne mal wieder tun möchtest.

Da wünschen ich dir wieder ganz viel Liebe zu dir selbst, den Mut zu dir zu stehen, Mut zu ungewöhnlichen Dingen und Entscheidungen für dein Leben.


in guten Gedanken für dich,

viele liebe Grüße,


Frederick

29.04.2019 17:04 • x 1 #53


Alexandra2

Alexandra2

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Lieber Frederick,
Welch schöne Idee, mal verrückt sein.
Ich sah mich tanzen in einer Sporthalle mit viel frischer Farbe auf dem Fußboden. Diese durchtanze ich mit *beep* Füßen bis ein buntes Bild entsteht. . .

29.04.2019 17:58 • x 2 #54


Frederick1

Frederick1

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liebe Alexandra,

oh ganz toll, super ! Das macht doch Freude.In meiner Wohnung bewege ich mich auch gerne zum Rhytmus der Musik, bewege meine Arme und Beine, meine Finger so wie ich es mag.

Was finde ich damit.

Das JA zu mir selbst, das JA zu meinem Leben.

Das Leben, das mich auch mal ängstigt, bedrängt, niederzieht, sinnlos erscheinen möchte.

Leben, oft zu schwer, zu groß, zu weit.


Das möchte ich körperlich raus bewegen, durch tanzen mich ausdrücken, es raus lassen, singen, Musik spielen, Fahrrad fahren, laufen,


Denn ich bin es der mein Leben immer neu suchen und erfahren darf, wie ich selbst von mir und meinem Leben denke, was ich von mir und meinem Leben erwarte.

Menschen können mir helfen, raten, aber mein Leben finden, einen Sinn für mein ganz persönliches Leben finden, das kann ich nur selbst.

Aber warum tue ich mich da oft so schwer?, mich selbst zu erkennen.und auch das Wertvolle an mir, das Gute in meinem Leben, das für mich bestimmt ist.

Weil ich es bisher nur ahnte, dass ich es selbst bin, der für sich suchen und finden kann.weil ich es bisher nur ahnte.

das Suchen und Finden nicht nur eine Last, sondern auch eine ganz große Freude ist.


Ich suche mein Sein.denn ich will wieder leben.glücklich leben.

Ich suche den Sinn, ich suche mich.und das macht mir Freude, was ich da alles finden darf. Und was mich auch wieder mal zum Tanzen bringt, das etwas in mir mich wieder zur Freude, zur Liebe, zum Tanzen, Kochen usw.bringt.


in guten Gedanken für dich,


liebe Grüße,


Frederick

29.04.2019 18:33 • x 1 #55


Alexandra2

Alexandra2

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Lieber Frederick,
Ich weiß nicht welcher Sinn sich JETZT verbirgt. Ich bin zu müde und zu desinteressiert an meiner Zukunft, sie wird sich zeigen.
Liebe Grüße

29.04.2019 18:37 • x 2 #56


Robert86

Robert86

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Oh das ist genau ein Thread für mich! Hab hier schon einiges gelesen und mich lange mit Spiritualität befasst. Leider ist es uns Menschen in den westlichen Ländern oft vergönnt, religiös erzogen zu werden. Ich denke, Religion ist ein Grundpfeiler der Menschheit, nach ethischen Maßstäben zu leben. Jede Religion hat ihre Lehren, verschieden Götter, aber alle haben das Ziel, das Dasein zu einem besseren für uns und unsere Nachkommen zu gestalten.

Durch meine psychedelischen Reisen, habe ich meinen Horizont sehr sehr groß erweitern können und kann sagen, es gibt ein Leben davor, ein Leben im jetzt und ein Leben danach. Die Vorstellung, wie es ist, mag jedem anders erscheinen. In unseren Kreisen glauben wir gar nicht mehr an sowas. Wir glauben nur an das, was wir sehen und an die Zahl auf dem Konto. Nicht mal mehr an unsere Mitmenschen, die uns auf dem Lebensweg begleiten. Die Schwerkraft zieht ja alles nach unten. Ist die Seele materiell? So würde sie in den heißen Teil der Erde gezogen werden - Hölle. Der ewige Kreislauf (alle Materie wird zu kugelförmigen Gebilden (Atome zB)). Auch das Leben ist ein Kreislauf. Von der Erdoberfläche in den Kern zum "Himmel" zurück auf die Erde in die Neugeburt. Ob nun Himmel und Hölle gut und schlecht sind, liegt in der Bewertung.

Ich weiß, dass im Nahtod die ewig Liebe wartet und wir alle Lichtgestalten sind, und nur unser Körper die Materie bildet, die uns an die Erde bindet.

Durch unsere Materialisierung des Körpers, die ewigen Einflüsse der Umwelt (Einstrahlung, Einwirkung, Kommunizieren durch das Sein), die externen Einflüsse wie Trinken, Essen, Liebe, Hass, Gefühle, Worte, alles was wir wahrnehmen und zu uns nehmen, bilden sich Erfahrungen und Hirnchemie, die uns lenkt und das Leben weist. Unsere Krankheit bzw unser Ungleichgewicht der Botenstoffe (das Ungleichgewicht des Chakras, unsere Aura ist gestört), nehmen wir alles anders wahr und können nicht leben, wie wir es wollen. Aber der Drang steckt in uns und das macht uns krank. Wenn wir genauso leben, wie unser inneres das sagt, werden wir auch wieder gücklich.

Manche Menschen können sich an ihr vorheriges Leben erinnern. Andere können die Zukunft voraussagen. Ich sage:
Wenn du die Vergangenheit so gelebt hast, dass du in der Gegenwart sagen kannst, du wirst in Zukunft an dir wachsen, lebst du im hier und jetzt.

Unsereiner lebt in Befürchtungen, die es zu durchbrechen gilt. Sorry wenn ich das so direkt sage, aber es sind 1. Welt Probleme (die ich auch habe). Wenn wir lernen unseren Fokus auf das jetzt zu richten, können wir vielleicht nicht wieder wie Kinder leben und das Leben lieben lernen, aber wenigstens aus der Innenwelt und die Außenwelt ausbrechen.

Denn nur die eigene Bewertung macht alles, wie es ist. Eine Projektion unserer Erfahrungen und Befürchtungen. Und das ist nichts weiter als Erfahrungen zusammen mit positiven oder negativen Gefühlen. Nur deshalb bewerten und oder fürchten wir so . Wer das durchschaut hat, kann einen Reset des Erlernten machen und neu erfahren, um sich in Zukunft positiv zu erinnern. Je jünger man ist, umso leichter geht das noch.


Mist, jetzt ist meine Brille kaputt gegangen Worte reichen eh nicht aus, bzw ich kann es schwer in Worte fassen, um das Erlebte und Gefühlte von meinen Erfahrungen zu Text zu bringen. Worte sind nur ein erbärmlicher Versuch des Menschen, Gefühle und Gedanken auf gleiche Ebene für andere zu bringen und ein Gefühl von Ähnlichkeit zu erzeugen.

Im Grunde will ich sagen: Lebt so, dass ihr irgendwann sagen könnt, ihr seid froh, so gelebt zu haben und die Nachwelt (auch die Umwelt, denn auf der Leben noch viele Seelen nach uns) auch etwas davon hat. Und zwar alle Lebewesen. Wer weiß, vielleicht ist deine Seele danach in einer Ratte und dir wird der Lebensraum genommen, weil die Menschen sich breitmachen, oder wirst vergiftet, weil du Nahrung suchst, die die neureiche Gesellschaft ja mittlerweile wegwerfen kann, weil sie sich dessen Wert nicht bewusst sind.

Insofern - handelt in Liebe zu ALLEM

29.04.2019 19:34 • x 1 #57


Robert86

Robert86

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An Frederik1:

Habs jetzt erst gelesen mit den Rollen der Menschen. Ich war noch nicht in Therapie, bei der ich das gelernt habe, aber kenne das auch und freue mich auf meine Therapie. Wenn du das mit dem Sozialverhalten weißt, kannst du es für dich nutzen

PS : Weißt du, wie das Buch dazu heißt? Da gibt es eins. Hatte mal ne WG Bewohnerin von mir, aber mein Gedächtnis ist so stark lädiert. Ich finde es auch nicht bei Google

29.04.2019 19:44 • x 1 #58


Frederick1

Frederick1

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lieber Robert,

ja das Wichtigste ist die Liebe im Leben. Und die dürfen wir meiner Meinung nach nicht so kompliziert machen, unsere Welt ist schon kompliziert genug.

Liebe zu DIR selbst, und aus dieser Liebe, Liebe zu anderen Menschen.


Die Liebe zu mir selbst ist das Größte,

für den der hofft und an sich selbst glaubt,

weil keine Macht der Erde,

uns diese Liebe raubt.


Denn die Liebe macht uns frei.


Wir können gar nicht groß genug denken, wie wertvoll und wunderbar wir als Menschen sind. Welche Begabungen und Fähigkeiten wir in uns tragen. Allein schon die Weite unseres Innersten.

Doch lassen wir Menschen und auch ich, leider viel zu viel in Beschlag nehmen von unseren Sorgen, Ängsten, Bedürfnissen, Eitelkeiten.Und meinem Realitätssinn, was sein darf und was nicht, worauf ich hoffen darf und worauf nicht

Wir würden auch eine liebevollere Verantwortung für unsere Erde spüren, für uns Menschen, für das Leben überhaupt.

Ein bewussterer und achtsamer Umgang miteinander. Auch für die Tiere, die Berge und Flüsse, für die Pflanzen, das Erdklima.

Und wir Menschen, wir wollen doch alle Frieden, mit uns selbst, anderen Menschen.

Es könnte alles so einfach und schön sein.


liebe Grüße,

Frederick.

30.04.2019 16:19 • x 1 #59


Frederick1

Frederick1

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liebe Alexandra,

es ist der ganz persönliche Sinn für dein Leben. Für deine Vergangenheit, für deine Gegenwart, für deine Zukunft. Das könnte dich innerlich stärker und unabhängiger machen.

Wenn du den Kurs für dein Leben übernimmst, es wieder selbst gestaltest, unabhängig von der Meinung anderer Menschen, damit dein Leben wieder Farbe bekommt, bunter wird, eine ganz persönliche Farbe für dich, eine Farbe für dein Leben.

Nein, das Leben ist nicht nur farbig und schön, und du hast ja leider auch viele böse Erfahrungen machen müssen. Es gibt auch Leid und Schmerzen, Krankheit und Tod.

Aber wenn wir uns unserem Leben stellen, bietet das eine Chance für ein freies Leben, so gut es halt geht.

Ich werde dann das Dunkle in meinem Leben nicht mehr so verdrängen, versuchen es zu nehmen, zu akzeptieren, meine Lebensrealität annehmen. Wir empfinden im Leben auch Schmerzen, aber wir müssen ihnen nicht mehr ausweichen.

Wenn ich heute zum Arzt gehe, haben die sofort für alles ein Rezept. Tut etwas weh, schnell ein Medikament. ohne zu fragen, welche Signale mein Körper da sendet. Ob ich nicht vielleicht in meinem Leben etwas ändern müsste.

Das Symptom wird schnell kuriert, aber nach der tieferen Ursache zu fragen, da nimmt man sich heute nicht mehr so die Zeit. Natürlich weiß ich als Mensch mit Depression, das da Medikamente sehr wichtig sind, aber oft übersehen wir, was uns unser eigener Körper sagen möchte.

Und in unserer Mediengesellschaft kannst du dich gegen alle Sorgen und Probleme pausenlos berieseln lassen. Ich muss nicht mehr nachdenken. Ich muss mich meinen unangenehmen Gedanken und Gefühlen nicht mehr stellen.

Aber so komme ich nicht mehr in Beziehung zu mir selbst, meinem Innersten, meinem Körper.

Ich lebe nicht mehr in einer guten Beziehung mit mir selbst, sondern an der Oberfläche.

Meine Wirklichkeit annehmen heißt auch, realistisch zu sein, meine eigenen Idealvorstellungen , wie das Leben zu sein hat, abzulegen.

Lange konnte ich mich und mein Leben nicht annehmen und akzeptieren, habe alles nur abgelehnt. Heute habe ich eine bessere Beziehung zu mir selbst, und diese Beziehung zu mir selbst, kann mir kein Mensch mehr nehmen.

Weil es mein Leben ist, weil ich darüber entscheide, die Verantwortung übernehme.

Gut, ich bin verheiratet, aber das war meine eigene freie Entscheidung, mein Leben mit meiner lieben Frau zu teilen.

Aber wir dürfen echt sein, unser Leben auskosten, mit allem was dazu gehört, den Höhen, aber auch den Tiefen.


in guten Gedanken für dich,

ganz viele liebe Grüße,


Frederick




denn DU bist DU, DU bist einzigartig, das darfst DU nie vergessen.

30.04.2019 16:42 • x 2 #60




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