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Was ist unsere Rolle in diesem Leben ?

Jedi

Jedi

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Hallo Frederick1 !

Zitat von Frederick1:
Lasst und hier im Forum weiterhin gute Brücken zueinander bauen.

ein typischer Frederick ! einfach toll !
ich bn beim Brücken bauen gerne dabei !

LG Jedi

18.04.2019 17:49 • x 1 #16


maya60

maya60

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Irgendwann im Leben fiel mir mal auf, dass selbstverständlich angenommen wird, man sei sich selber so nahe wie niemandem sonst.

Dabei kann ich mich selber nicht mal beim Handeln beobachten wie jeden anderen. Ich kann mich nur im Spiegel spiegelverkehrt sehen und meist nur ausschnitthaft und unecht und wenn ich mich selten in Videos sehe, bin ich mir eine Überraschung.

Aber ich schaue auf das Äußere aller anderen und auf das Innere von mir selbst. Was und wer ich bin, angefangen beim Namen, der Nationalität, der Familienzugehörigkeit, der Wortbedeutungen und Persönlichkeitszuschreibungen haben alles Leute für mich definiert, die mein Äußeres sehen wie ich es nicht sehen kann.

Und ich ordne andere ein nach Kategorien, die ich an mir selber nicht sehen kann. Und lebe die ganze Zeit mit meiner inneren Welt, die ich bei den anderen nicht sehen kann, weil ich vor ihr Äußeres vorgucke.

Zwischen all diesen Ebenen, die von außen definiert wurden für Sachen, die ich nicht sehe, während das, was ich innerlich sehe und spüre die anderen nicht sehen können, gibt es einen Haufen Übersetzungsfehler und ist die Kommunikation oft die reinste Stotterei.

Das also mal vorweg.

So habe ich immer ein Doppelleben gelebt irgendwie. Das Innere einer Mystikerin, was ich erst nach Jahrzehnten rausfand, weil mir außen niemand mit Interesse daran begegnete und das äußere das Überleben in einer Welt des Herumstolperns in mir unsichtbarem Körper, der versucht, nachzumachen und mitzuhalten, was ich bei anderen sehe und mir noch andere an mir, die ich nicht sehe, erklärt haben.

Und jetzt der Sinn des Janzen.Bewusstseinserweiterung, immer größere, dafür, dass mein Hauptwesen kein körperliches ist und was es ist und was nicht. Und hier irdisch stecke ich in den konträren Lebensbedinungen dazu, um zu erleben, was ich alles n i c h t bin.

Also Erkenntnisgewinn und sich gegenseitig dabei behilflich sein.

18.04.2019 18:50 • x 3 #17


Jedi

Jedi


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Hallo Resi !

Zitat von Resi:
mich stört bei diesem Thread das Wort "Rolle", es klingt mir zu aufgesetzt, zu fremdbestimmt.

OK !
nun das es villt. aufgesetzt klingt, war so von mir natürlich nicht beabsichtigt.
Ja, fremdbestimmt, so empfinde ich selbst die zeit vor meiner erschöpfung.
"was ist unsere rolle in diesem leben" ist bewusst von mir so provokant gestellt u. allein dein beitrag zeigt mir, wie unterschiedliche möglichkeiten es geben kann, sich dieser frage einmal persönlich zu nähern.
Zitat von Resi:
Ich möchte keine "Rolle" spielen.

da bin ich ganz bei dir Resi.
oft geschieht es ganz unbewusst, dass wir zu der bereitschaft neigen, zbspl. die Opferrolle einzunehmen.
Zitat von Resi:
das ist der Sinn meines Lebens, bzw. mein Weg.

wenn es sich so stimmig für dich anfühlt, dann ist es wirklich dein weg !

LG Jedi

18.04.2019 18:51 • x 2 #18


Frederick1

Frederick1

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hallo,

oh das finde ich auch toll, kein Mensch gleicht dem anderen, und von daher gleicht auch kein Lebensweg dem anderen. Natürlich gibt es Verbindungen, aber doch darf jeder Mensch Seinen eigenen Weg gehen, offen und frei. Doch auch ich kenne einige Rollen in meinem Leben, die ich schon spielen musste.

Aber immer so glücklich war ich darüber auch nicht. Und dann vergleichst du dich doch wieder mit anderen Menschen. Und von daher kommen auch immer wieder unsere Unsicherheitsgefühle. Ich fühle mich nicht so intelligent wie., ich bin dicker wie.ich habe keine so tolle Figur wie.

Aber tauschen möchte ich mit einem anderen Menschen auch nicht. Oft siehst du nur die Fassade.

Doch in den Zeiten, wo ich zur Ruhe kommen darf, desto näher komme ich auch wieder zu meiner Mitte. Und je näher ich wieder zu meiner Mitte kommen darf, um so mehr spüre ich, und erfahre ich, dass ich doch ein Original bin. Und so klarer wird mein Weg vor mir, den ich gerne gehen möchte. Und je entschiedener und bewusster ich meinen Weg gehe, um so unabhängiger werde ich von den Meinungen und Urteilen anderer Menschen über mich.

Denn wenn ich meinen eigenen Weg geh, gehe ich nicht die Wege der anderen. Ich muss den Wünschen und Vorstellungen anderer Menschen folgen. Ich darf auf meine eigene Stimme hören, für mich selbst meine Entscheidungen treffen, und auch dazu stehen. Und ich darf sagen was ich denke, darf wagen zu tun was ich sage, muss mir und meinem Leben nicht mehr ausweichen, darf egal was passiert zu mir stehen.

Dann darf ich mein eigener Freund sein. Und wenn ich den Mut habe, mich anzunehmen wie ich bin, habe ich auch wieder den Mut, andere Menschen so anzunehmen wie sie sind.

Meine eigenen dunklen Stunden muss ich nicht mehr auf andere schieben, andere dafür verantwortlich machen. Ich darf mir selbst treu sein.

Dann darf ich wieder JA zu meinem Leben sagen, mitten in meinem Leben leben, meinen Weg bis zum Ende meines Lebensweges gehen. Mit allem meinem Versagen, mit allen Traurigkeiten.

Wenn ich mich wieder bedingungslos annehmen kann, dann bin ich wieder bedingungslos annehmen. Auch wenn ich eine schwere Kindheit hatte, mein Leben oft schwerer wie leicht war. Auch wenn mein Gefühl, angenommen und geliebt zu sein verdeckt ist, mir schon verloren ging.

Aber gerade dieses Gefühl meiner bedingungslosen Annahme sorgt dafür, das ich mir selbst wieder vertrauen kann, mein Leben wertschätzen kann, einen Sinn für mein Leben finden darf.

Der Ort an dem ich bedingungslos geliebt und angenommen bin, liebt glaube ich in mir selbst. und ich glaube in jedem Menschen. Das Gefühl, ich bin bedingungslos geliebt und angenommen ist für mich überwältigend, kann mein Leben positiv verändern.

Und ich denke besser über das Leben. die Sterne, die Wolken., die Sonne, die weiche Erde, die Schönheit von Menschen, Gebäuden, Häusern, behinderte Menschen die dich anlächeln.


Und so wünsche ich uns allen hier wieder "LEBEN", ganz viel Leben, Liebe und Hoffnung.





ich wünsche DIR einen "GUTEN WEG" für DICH!


viele liebe Grüße,


Frederick

19.04.2019 14:50 • x 3 #19


Blume71

Blume71

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Zitat von Resi:

Ich möchte keine "Rolle" spielen.
Der Sinn meines Lebens ist es, zufrieden und so oft wie möglich glücklich zu sein.

Das kann ich nur, wenn ich mit mir und meinem Umfeld im Reinen bin, was für mich sehr viel umfaßt, angefangen von der Nachbarschaft, über das Verhältnis zur Famile, Arbeitskollegen, Freunden, bis hin über Mit-Verantwortung für meine Umwelt und tägliches Dazu-Lernen,

Ein "reiches" Leben, ein erfülltes Leben läßt wenig Platz für Haß, Neid und anderes Negative- das strebe ich an, das ist mein Ziel, das ist der Sinn meines Lebens, bzw. mein Weg.


Hallo,

dem möchte ich zu 100% zustimmen, ich sehe es ganz genauso.
Sicher gibt es im Leben viele Rollen. Die Rolle der Tochter, Enkelin, Schülerin, Arbeitskollegin, Freundin, vllt. auch Mutter usw.

M. E. ist die Rolle in diesem Leben diese o. g. Rollen alle zu leben aber gleichzeitig bei sich zu bleiben. Zufriedenheit spüren, bei allem/vielem.
Und bei Stolperfallen des Lebens daran zu wachsen und nicht verzagen, wenn es mal nicht gleich klappt.
Sich anzunehmen und das Vertrauen in sich nicht zu verlieren.
Die eigene Zufriedenheit ist bei dieser Frage eine ganz wichtige Antwort, meiner Meinung nach! Im Einklag sein - mit sich und anderen. Annehmen was nicht änderbar ist! Gelassenheit! Zu sich stehen! Es vorleben bzw. ggf. auch weitergeben.

Allen einen schönen Karfreitag und schöne Ostern!

19.04.2019 15:12 • x 4 #20


Jedi

Jedi


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Hallo ihr Lieben !

ich finde, dass sind ganz wichtige erkenntnisse,
Zitat von Frederick1:
darf ich mein eigener Freund sein.

wer sich selbst als Freund oder Freundin annimmt, ist auf dem besten weg zur Selbstliebe !

"unser umgang mit unserer dunklen seite" ! "als Jedi sage ich dazu, "die dunkle seite der macht"
wir dürfen lernen, unsere Schattenseite anzunehmen u. sie als ein teil unserer persönlichkeit gar auch zu würdigen.
denn auch die Schattenseite, gehört zu uns u. will von uns angenommen werden.
lehnen wir diese seite von uns ab, dann geschieht das, was Frederick geschrieben hat, wir schieben die verantwortlichkeit einfach ab, auf andere u. geben anderen die schuld, für unser so sein, wie wir sind.
Zitat von Frederick1:
gerade dieses Gefühl meiner bedingungslosen Annahme sorgt dafür, das ich mir selbst wieder vertrauen kann,

wer sich nicht annehmen kann, wie er ist, verliert das vertrauen in sich selbst u. in sein leben.
dieser mensch wird sich häufig beklagen u. viele stellen sich dann auch gerne die frage nach dem sinn des lebens, ihres lebens.
wer sich bedingungslos annehmen kann, sorgt für ein stabiles u. tragfähiges inneres vertrauensverhältnis u. stärkt sein "Ich".

@Blume
Zitat von Blume71:
Es vorleben

stimme dir absolut zu !
kinder lernen nicht nur durch das Wort, sondern sehr viel über beobachten, wahrnehmung u. nachmachen.

LG Jedi

19.04.2019 16:20 • x 2 #21


Frederick1

Frederick1

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hallo liebe Blume,

mir wurde selbst Frieden mit mir selbst und auch mit anderen Menschen haben, fast das Wichtigste für mein Leben. Nein, Erfolg zu haben, etwas was ich mir vorgenommen habe, auch zu erreichen, etwas gut zu Ende bringen, zu reparieren, basteln usw. , zu meiner eigenen Zufriedenheit, und zur Zufriedenheit anderer Menschen, und dafür Anerkennung zu bekommen, ist etwas Gutes für mich. Dafür lebe ich ja auch als Mensch, und beziehe daraus auch mein Selbstwertgefühl.

"Ich bin jemand, der etwas kann."

Eine gute Portion Selbstvertrauen und Ehrgeiz ist doch eine gute Triebfeder für unser Leben, etwas gut machen zu können.

Kritisch merke ich bei mir wird es, wo es nicht mehr nur darum geht, eine Sache gut zu machen, sondern nur noch darum Anerkennung zu bekommen. Wo es eben nicht nur um die Sache geht, sondern nur noch darum, wie gut ich selbst da stehe.

Und gerade das wird heute im heutigen Arbeitsleben mehr und mehr gefordert. Ein brutales Konkurrenzdenken. Wo die Freiheit fehlt, das ich mich über Anerkennung freuen darf, aber nicht darauf angewiesen bin.

Heute musst du da oft um jeden Preis Erfolg haben, am schnellsten arbeiten, am besten verkaufen usw.

Auch wenn das auf Kosten anderer geht. Das ich immer die Arbeiten an mich reiße die Erfolg versprechen, wo du im Rampenlicht stehst, Beifall bekommst. Bei jeder Gelegenheit muss du deine eigenen Leistungen hervorkehren, die Leistung der anderen schlecht machen. Nur auf Dauer schadet das allen. Und daran bin ich auch beruflich gescheitert.

Erfolg ja, aber fair und in Freiheit. Erfolg darf nicht mehr das Wichtigste in meinem Leben werden, gerade wenn der Preis zu hoch ist.

Oder auf wessen Kosten mache ich Karriere? Auf Kosten meiner Kollegen, meiner Gesundheit, auf Kosten meiner Familie? Auf Kosten meines Innersten. Das macht uns alles andere als zufrieden.

Leider war mein Beruf nicht immer meine Berufung. Es hat oft vieles nicht gepasst. Aber ich hatte auch nicht so die Chance, etwas Gutes das zu mir passt rauszusuchen. Aber das ging zu meiner Zeit vielen Menschen so.

Deshalb sollte sich jeder junge Mensch Gedanken machen über seine Gaben und Fähigkeiten. Und das was am Besten passt suchen und finden. Und wenn es nicht passt den Mut, etwas Neues zu beginnen.

Möchte ich möglichst viel gutes Geld verdienen, Karriere machen, oder kann ich auch mit weniger mein Leben genießen und leben.


viele liebe Grüße,

Frederick

19.04.2019 16:31 • x 3 #22


Resi

Resi

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Zitat von Blume71:
aber gleichzeitig bei sich zu bleiben. Zufriedenheit spüren, bei allem/vielem.

Oh ja.

Und Zufriedenheit hat auch das Wort "Frieden" in sich.
Frieden kann man nur nach außen tragen, wenn man ihn selbst fühlt und spürt.
Und ich glaube mal, daß das eine Quelle sein kann dafür, daß manches, auch um uns rum, dann "heilen" kann, wie ein klitzekleines Steinchen, das eine klitzekleine Welle auslöst

Im Endeffekt:
Ein zufriedener Mensch trägt keinen Krieg in sich und nach außen, sei es innerhalb der zwischenmenschlichen Beziehungen oder auf internationaler Ebene.
Damit meine ich nicht, daß man ständig erleuchtet vor sich hin lebt und jeder Auseinandersetzung aus dem Weg geht, aber wenn eine Auseinandersetzung auf der Sach-Ebene bleibt, kann sie niemanden verletzen und demütigen.

Edit:
Sorry, Frederick- hat sich wohl überschnitten.

19.04.2019 16:32 • x 4 #23


Frederick1

Frederick1

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liebe Resi,

ja Frieden mit mir selbst und anderen Menschen wird mir auch immer wichtiger. Und einfache Hilfen können uns da oft ganz einfach helfen. Manche unscheinbare Gewohnheiten , die uns an guten Tagen helfen, wirken sich manchmal auch an trüberen Tagen positiv auf mein Innerstes aus.

Eine Tafel Schokolade das ich mir von Herzen gönne, ein gutes Stück Kuchen usw.

Nein, diese Dinge lösen meine Depression nicht vollständig , doch hilft es mir, wieder mal etwas Abstand zu gewinnen.

Und jede Freude verstärkt unsere Energie von unserem Innersten und von unserem Körper.

Doch, nicht alle Menschen die leiden, wollen von ihrem Leiden befreit werden, nicht alle die sich bedrückt fühlen, sehnen sich nach einem besseren Leben, das gibt es schlauerweise auch. So seltsam können wir Menschen sein.

Will ich wieder leben, will ich wieder Frieden haben, und auch mal wieder Freude haben.Also ich schon, ich sehne mich danach. Das aus dem JA für mein Leben, auch wieder Liebe für mein Leben wird.

Liebe, Hoffnung, Freude für unser Leben.das wünsche ich uns allen hier.


viele liebe Grüße,

Frederick





Frieden.

19.04.2019 16:47 • x 4 #24


Alexandra2

Alexandra2

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Ein sehr schöner thread,
Mein Leben war ein immerwährender Kampf. Abwehren von Angriffen, Demütigungen, Nichtachtung, Missachtung, und sehr sehr anstrengend.
Rollen mochte ich nie, also die mit fest verbundenen Tätigkeiten und die ungeschriebenen Gesetze. Nicht die aufgesetzten.

Dann begann der Kampf für mich, die Abwehr gegen Angriffe lief weiter.
Der Kampf um die unter dem Trümmerhaufen liegenden Persönlichkeit. Was macht mich aus? Was bleibt übrig, wenn ich keine Rolle mehr habe.
Eigenschaften wurden deutlich, reicht das zum Leben? Keine Wünsche, keine Träume? Schon, aber für mich unrealistisch. Familie, Partnerschaft, warmherzig, achtsam und rücksichtsvoll. Mein Lebenstraum, vorbei.

Ich habe mich nie verstellt, war ehrlich, direkt, mitfühlend, klug, interessiert. Und nun bin ich nicht mehr gefragt. Mit 180 Sachen an die Wand, so endete das alte Leben. Und das neue ist seltsam anbindungslos, zeitlos, nicht planbar, von Symptomen bestimmt, und ich kampflos. Lauter 'los', das klingt nach freimachen von allen Konventionen. Und es stimmt.

Ich habe kein Ziel, die Zeit kleckert vor sich hin, und schlimm ist, daß es mir entspannt egal ist. Ich lasse mich treiben, entscheide spontan, wonach mir ist. Genau wie mein Garten: zu groß für mein pflegerischen Kräfte, blüht dort Unkraut, wo ich nicht hingekommen bin. Punktuelle Gartenarbeit ist für nichts gut.

Was meine Rolle ist? Gar keine mehr. Stattdessen gibt es Begegnungen mit dem erwachsenen Sohn, mit Freundinnen. Und vielleicht ist es das einzige, was wirklich zählt: Nähe und Gemeinschaft.
Einen schönen Abend allen
Alexandra

19.04.2019 18:47 • x 6 #25


Blume71

Blume71

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Zitat von Frederick1:
Deshalb sollte sich jeder junge Mensch Gedanken machen über seine Gaben und Fähigkeiten. Und das was am Besten passt suchen und finden. Und wenn es nicht passt den Mut, etwas Neues zu beginnen.


Zitat von Alexandra2:
Und vielleicht ist es das einzige, was wirklich zählt: Nähe und Gemeinschaft.



Das sehe ich auch so. Jedesmal, wenn man das Gefühl hat, das Herz geht einem gerade auf. Das was ich gerade tue oder das Zusammensein mit diesem Menschen, das erfüllt mich und mein Herz, verschafft mir ein warmes gutes Gefühl. Das was mir gut tut (ohne natürlich anderen zu schaden) - so oft wie möglich im tägl. Leben umzusetzen, meine Seele sozusagen nähren mit Glücksmomenten, das ist wohl die schönste Rolle im Leben, die man haben kann. Leider nicht immer möglich, aber zumindest könnte man es versuchen! Sicher kann das widerstandsfähiger machen für die anderen Momente im Leben

Lieben Gruß Blume

19.04.2019 19:36 • x 4 #26


Frederick1

Frederick1

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Wie jede menschliche Gemeinschaft, Organisation, in der Familie, am Arbeitsplatz, ein Dorf, eine Stadt, eine Gemeinde, usw.so ist alles ständig der Gefahr der Ablehnung, der Korruption ausgesetzt. Sobald Macht und Wohlstand eine zu große Roll spielen, da sind Manipulation, Ausbeutung, Missbrauch, Machtmissbrauch nicht mehr so weit weg.

Gerade wir Menschen mit Depression bekommen nicht immer die Wertschätzung und Annahme, werden oft ausgegrenzt, beruflich, aber auch im privaten Leben. Wir werden oft an den Rand gedrängt.

Armut, Leid, Schmerzen, Depression werden gern auf der untersten Ebene angesiedelt.

Dabei hungern viele Menschen nach Heilung, Versöhnung, nach bedingungsloser Liebe.

Gerade deshalb darf ich mich bedingungslos selbst lieb haben, zu mir und meiner Depression stehen. Ich muss mich nicht mehr verstecken.

Die Liebe als der Wert überhaupt. Das ist mehr als nur eine kleine Glückserfahrung. Liebe sagt JA zum Leben, zu meinem eigenen Leben, und zum Leben überhaupt. Wenn ich ein JA für mein Leben habe, habe ich das Gefühl dabei zu sein. Die Liebe und Annahme zu Menschen, Tieren, Pflanzen, zur Natur, zum Universum. Diese Liebe kann uns glücklich machen, weil Liebe ein JA zum Leben ist.

Ich habe die Sterne gesucht, aber auch den Menschen von nebenan. Ich suche mein Glück im Leben, möchte aber das Unglückliche in meinem Leben nicht verachten. Ich suche die Gerechtigkeit, möchte mich aber von der Ungerechtigkeit nicht mehr verbittern lassen.

So wünsche ich uns allen ganz viel Liebe und Annahme für unser Leben. Und das wir wieder einmal Freude in unserem Leben spüren und erfahren. Auch wenn wir in unserer Depression abgelehnt werden, dürfen wir uns trotzdem immer wieder in Liebe annehmen. Denn Liebe ist größer als alle Ablehnung!


viele liebe Grüße,

Frederick

21.04.2019 20:28 • x 3 #27


Jedi

Jedi


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Hallo Frederick1 !

Zitat von Frederick1:
Denn Liebe ist größer als alle Ablehnung!

Stimmt ! und ich möchte noch ergänzen, wenn wir uns selbst liebe schenken können, dann wird uns die ablehnung nicht tief treffen können, weil wir uns uns schon selbst angenommen haben, wie wir sind,
wir uns selbst der beste freund/in- Partner/in sein können,
dass wir um unseren wert nicht länger buhlen müssen u. uns unsere innere zufriedenheit stabilität gibt.
Zitat von Frederick1:
Dabei hungern viele Menschen nach Heilung, Versöhnung, nach bedingungsloser Liebe.

je unabhängiger sie sich von Äußeren einflüssenn dabei machen können, um so eher können sie die erfahrung machen, nicht manipuliert zu werden u. selbstbestimmt zu leben.
Zitat von Frederick1:
darf ich mich bedingungslos selbst lieb haben, zu mir und meiner Depression stehen.
Ich muss mich nicht mehr verstecken

das würde ich "Freiheit" nennen !

LG Jedi

21.04.2019 21:26 • x 2 #28


Resi

Resi

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Zitat von Frederick1:

Ich habe die Sterne gesucht, aber auch den Menschen von nebenan. Ich suche mein Glück im Leben, möchte aber das Unglückliche in meinem Leben nicht verachten. Ich suche die Gerechtigkeit, möchte mich aber von der Ungerechtigkeit nicht mehr verbittern lassen. .

Wie schön du das ausgedrückt hast

22.04.2019 07:10 • x 3 #29


Frederick1

Frederick1

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hallo ihr Lieben,

seit ich hier schreibe ist mein Selbstvertrauen echt gewachsen, vielen herzlichen Dank an euch alle hier. Ja Selbstvertrauen finden, einen Sinn für mein Leben finden ist für mich fast ein unerschöpfliches Thema. Weil ich merke, wie sehr mir das in meiner Depression hilft. Und ich sehne mich immer mehr nach Vertrauen zu mir selbst. Ich strecke mich immer wieder mit allem was ich bin und habe danach aus. Um dieses Selbstvertrauen kreisen meine Gedanken immer wieder. Das ich mir näher komme, und es hilft mir auch, anderen Menschen näher zu kommen.

Mit mehr Selbstvertrauen hätte ich weniger Ängste, ich würde mir und anderen Menschen freier und offener begegnen, mehr wagen in meinem Leben, öfters sagen was ich wirklich denke, manches würde ich in meinem Leben gar nicht mehr tun.
Und ich wäre gelöster und gelassener, ich würde mehr in mir selbst ruhen, den Sinn für mein Leben offener und bewusster leben, und.

Ja ich muss mir aber noch eingestehen, wie unsicher, gehemmt, wie ängstlich ich noch durch so manche Tage gehe.

Aber das Sehnen nach mehr Selbstvertrauen sollte uns echt wichtig werden. Das wir uns selbst mehr und mehr bewusst sind, uns erkennen. Meinen ganz persönlichen Sinn im Leben finden.

Oh was habe ich schon alles ausgeweint, ausgetrauert, ausgeklagt.Meine innere "Giftquelle" , die alle meine Gedanken, Gefühle und Handlungen bestimmt. .

Viele unserer Begabungen leben wir noch nicht. Aber manchmal ahne ich, wer ich eigentlich sein könnte.

In uns, und gerade auch in DIR ist so etwas wertvolles und Kostbares, das in keinem anderen Menschen ist.

DU und ich wir sind so was von wertvoll, diese Worte die müssen wir noch so oft bedenken, durchdenken, fühlen, hier im Forum miteinander bereden, in der Stille auf uns immer wieder wirken lassen.

Das wir immer wieder in allen Situationen unseres Lebens zu uns stehen, egal was passiert, oder auch mal nicht passiert, das wir uns und unserem Leben nicht ausweichen. So das wir standfester werden, freier, unabhängiger!

Einen langen Atem für uns, das wir uns nicht mehr so übermäßig sorgen müssen, weil unsere Lebensumstände oft gar nicht so wichtig sind, sondern wie ich darauf reagiere.

Und wir dürfen auch mal so richtig zornig sein. Unser Zorn kann uns rausholen vom unendlichen Kreisen um unsere eigene Schwäche. Keine blinde Wut. Mich befreit es von meinem großen Druck,wenn ich gerade meine Grenzen der Depression besser annehmen kann.

Weil wir gerade in der Depression zu sehr auf das Negative unseres Lebens sehen. Nicht auf das was noch möglich ist, sondern ich schaue zu oft auch auf das Misslingende.

Und dann verengt sich unser Blick für das, was wert ist zu leben. Aber worauf sehe ich denn, auf das Bedrückende, oder auch auf das Befreiende.

Unser Blick auf das Wertvolle und Gute in unserem Leben, auf das was "Sinn" macht.


in guten wertvollen Gedanken für uns alle hier,


Frederick

22.04.2019 19:08 • x 1 #30




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