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Selbstliebe lernen - wie schafft man das?

Alexandra2

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Lieber Frederick,
Herzlichen Dank für Dein Märchen! Es trifft den Nagel auf den Kopf: der Schatz, den ich misse, ist in mir, je nachdem aus welcher Richtung ich schaue.
In der Persönlichkeit steckt alles.
Liebe Grüße Alexandra

14.05.2019 18:40 • x 5 #271


Lisa1962

Lisa1962

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Liebe Alle, ich wollte nur mal sagen wie gerne und tief berührt,nachdenklich und voller Staunen ich hier lese und über mich Neues lerne in diesem Thema.es ist ganz wertvoll für mich!

14.05.2019 19:04 • x 5 #272


Frederick1

Frederick1

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liebe Alexandra,

von den Brüdern Grimm gibt es ein ähnliches Märchen: "Der Teufel mit den drei goldenen Haaren."


ein Knabe musste herausfinden, warum ein Baum, der sonst goldene Äpfel trug, plötzlich nicht einmal mehr Blätter treibt.

Die Antwort.an der Baumwurzel nagte eine Maus, und als man die tötete, fing der Baum wieder an zu blühen und Früchte zu tragen.

In diesem Märchen kommt zum Ausdruck, dass eine Pflanze lebensbedrohlichen Schaden erleiden kann, wenn die Wurzeln angenagt werden, in diesem Fall diese Maus.


An uns Menschen nagen auch oft Sorgen, Zweifel usw.Wenn wir aber mit unseren Lebenswurzeln gut umgehen, mit uns selbst, können wir der Bedrohung fliehen, wenn unsere Lebenswurzeln angefressen werden.

Aber oft zweifeln wir ja daran, ob unsere Lebenswurzeln uns tragen können. Weil wir oft zu viel Negatives mit unseren Wurzeln verbinden. Gerade zum Beispiel deine negativen Erfahrungen aus deiner Kindheit, die bei mir ja ähnlich sind.

Oft denken wir, es geht uns besser, wenn wir uns von unseren Wurzeln trennen.

Selbst habe ich gemerkt, wenn ich meine Lebenswurzeln abschneide, das hilft mir gar nicht. Denn unsere Sehnsucht nach Wurzeln und Heimat ist zutiefst menschlich. Gerade in einer Zeit immer größer werdenden äußerlichen Freiheit und Mobilität, wächst die Sehnsucht bei mir nach Wurzeln, die mich halten und tragen.

Anderen Menschen geht es auch so. In unserer technischen vernetzten Welt fühlen wir uns oft nicht mehr so heimisch, sondern oft auch mal irgendwie verloren.Niemand weiß wohin es geht, aber irgendwie dürfen wir den Anschluss nicht verlieren. Eine grenzenlose Welt, und doch habe auch ich Sehnsucht nach Geborgenheit, Ruhe, einem zuhause sein dürfen. Dabei geht es das wir unsere Identität finden, einen Sinn finden, wieder echt sein wollen.

Verwurzelt sein in der Liebe, in der Liebe zu mir selbst. Das kann eine starke Wurzel für uns sein. Aber wir müssen aufpassen, das wir nicht "angenagt werden." Wir sind dafür verantwortlich, unsere Lebenspflanze gut zu pflegen, zu gießen usw. Unser Leben darauf aufbauen.

Heute geht es nicht mehr so um pflanzen, blühen, Früchte bringen, heute musst du deine Leistung bringen, sichtbare Erfolge. Erst wenn wir müde werden, ausgelaugt, krank werden, depressiv werden, wird uns neu bewusst, auf Dauer können wir nicht leben, wenn ich mich nicht um mich selbst kümmere.

Weil wir unsere Wurzeln, unser Innerstes nicht sehen können, schenken wir ihnen keine Aufmerksamkeit, keine Achtsamkeit.

Es braucht ein Umdenken, bis wir wieder die Bedeutung unserer Lebenswurzeln erkennen.

Nein, nicht immer läuft es in unserem Leben nur gut. Alles hat seine Zeit, die Zeit des Pflanzen, die Zeit des Wachsen, Blühen, reifen usw.Unsere Pflanze, wir müssen die Chance bekommen, wieder fest und stark zu werden.


in guten Gedanken für dich,

liebe Grüße,


Frederick

15.05.2019 16:24 • x 4 #273


Frederick1

Frederick1

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ich wünsche uns allen hier ein liebevolles zuhause.


liebe Grüße,

Frederick

15.05.2019 16:36 • x 4 #274


Jedi

Jedi


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Hallo Frederick !

Zitat von Frederick1:
ich wünsche uns allen hier ein liebevolles zuhause.

Danke, Frederick, u. ich möchte noch ergänzen,
ich wünsche allen ein liebevolles Zuhause in sich selbst !
dazu verhilft uns die Selbstliebe !

LG Jedi

15.05.2019 18:37 • x 4 #275


Alexandra2

Alexandra2

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Lieber Frederick,
Lieben Dank für Deine Geschichte, ich liebe Märchen und Deine Metaphern.
Meine Lebenswurzeln sind an manchen Stellen nicht ausgebildet, was ich nun nachhole. Sie fehlen zur Stärkung der Standfläche und zur Standfestigkeit des Lebensbaums. Die vorhandenen Wurzeln genügen, um mir selbst das zu geben, was ich nie bekommen habe. Akzeptanz, Verständnis, Freiheit, Unterstützung. Die Liebe ist ausbaubar.

Mein Lieblingsmärchen ist "Das Mädchen mit den Schwefelhölzchen", die Kleine schafft es nicht, ihren harten Lebensbedingungen zu entfliehen und viel Andere schauen zu und kümmern sich nicht. Traurig und typisch damals und heute.
Liebe Grüße
Alexandra

15.05.2019 19:56 • x 4 #276


Jedi

Jedi


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Mein Lieblings-Märchen ist, "der kleine Prinz" !
ich finde, dass in Märchen so viel Weisheit zu entdecken gibt u. das es durchaus lohnend sein kann, selbst als Erwachsener,
mal wieder ein Märchen zu lesen.
ein lesenswertes Märchen von den Gebrüder Grimm, "Das Mädchen ohne Hände", kann ich empfehlen.

LG Jedi

15.05.2019 21:06 • x 5 #277


Frederick1

Frederick1

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liebe Alexandra,

du vielen herzlichen Dank. Ja wir wollen doch einfach nur wachsen und wieder blühen. Auch ich. Und wo ein Blumengarten ist doch etwas Wunderschönes. Fast alle Farben sind vorhanden. Doch ich wollte selbst immer eine ganz besondre Blume sein. Schon im Frühjahr, zu Beginn meines Lebens, beschloss ich, auf keinen Fall zu blühen. Ich könnte ja dem Spätfrost zum Opfer fallen. Schließlich ist mein (Blumen) Leben begrenzt, da will ich doch nichts riskieren.

Und als dann die ersten Blumen reiften und zaghaft zu blühen begangen, dachte ich, wie leichtsinnig, jetzt schon zu blühen, die könnten doch erfrieren.

Eine Blume nach der anderen kam. Nelken verströmten kostenlos ihren Duft, andere leuchteten um die Wette.

Aber schon die Vorstellung, jemand könnte mich pflücken, in eine Vase stecken. Aber tief in meinem Herzen wollte ich auch blühen.Aber ob ich mit den anderen Blumen mithalten kann? Doch in meiner Knospenhülle, da fühlte ich mich sicher, aber auch einsam und beengt.

Auf der einen Seite wollte ich Sicherheit, aber auf der anderen Seite auch Beziehung zu anderen Blumen. Aber was sagen die anderen Blumen dazu, sie kennen mich ja nur als Knospe. Und wenn ich jetzt mein Innerstes nach außen kehre, dann lachen die vielleicht über mich.

Ich bin zwar eine sichere Knospe, aber im Herzen eine Blume, die sich nicht zu entfalten, zu leben wagt.

Doch dann, an einem besonders schönen Septembermorgen wagte ich mich doch aus meiner hart gewordenen Schale hervor. Ich hatte wieder den Mut zum Blühen gefunden. Ich ließ meine Farben leuchten, spielte mit Wind und Sonne, war wieder glücklich.Denn blühen hat nichts mit können zu tun, sondern mit Sein, so leben wie ich bin.

Und ich durfte auch hier im Forum lernen, andere Menschen können viel dazu beitragen, das wir wieder blühen.

Indem wir ermutigt werden, so zu sein, so wie wir sind. Wenn andere Menschen uns fördern, wertschätzen, an uns glauben, uns Freude schenken.

Und liebe Alexandra, ich glaube und hoffe auch für dich. Das du deine Lebensumstände immer mehr annehmen und akzeptieren kannst. Mehr und mehr gute Gedanken über dich hast. Wieder Hoffnung und Freude für dein Leben.

Das du deine Lebenslügen immer mehr entlarven kannst. Einen tiefen inneren Frieden , bekommst, das Bewusstsein , wie wertvoll DU eigentlich bist. Und das du ganz viel Geduld mit dir selbst haben darfst.

Das DU immer mehr die guten Worte für dein Leben siehst. Damit dein Leben blühen darf, auch durch gute Worte für dich.

Worte die dich ermutigen, aufbauen, trösten, dich frei setzen zum Blühen, ohne Angst, ohne Druck, ohne Zwang.


viele liebe Grüße an dich,

Frederick








immer wieder kommt ein neuer Frühling und bringt Licht in dein Herz, in unser aller Herzen hier.

16.05.2019 15:47 • x 4 #278


Jedi

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Hallo ihr Lieben !

Gibt es eine Angst vor der Selbstliebe ?

ich bin überzeugt, dass mir diese Angst begegnet war.
am anfang meiner Therapie, sollte ich auf einen Zettel, den ich durch einen Strich in der mitte, in die rechte hälfte, dort sollte ich alles aufschreiben, was ich nicht gut an mir finde u. die linke hälfte was ich gut an mir finde aufschreiben.
ich denke u. das wird für viele hier kein geheimnis sein, welche seite besonders voll beschrieben war.

im laufe der KVT, in die ich immer mehr eingetaucht bin, bekam ich berührung mit annehmen, vergebung, akzeptanz u.
der Selbstliebe.
Selbstliebe, diese bedeutung war mir bis dahin unbekannt.
auch in den Achtsamkeits-seminaren, begenete ich immer häufiger dem wort, der Selbstliebe.
mehr u. mehr brökelten u. vielen ineinander, meine prägungen, glaubenssätze, denen ich bisher uneingeschränkt vertraut hatte,
meine mir gut bekannten u. die mir immer sicherheit gaben, mein altes verhaltensmuster.
der langsame verlust von lange bekannten, vertrauten u. was mir sicherheit gab, führte dazu, dass die Angst immer mehr oberhand gewann.
auch meine kleinen mitbewohner, der innere kritiker, der vermeider, der katastrophen-manager, fingen an sich zu wehren.
durch intensive übungen u. benutzen, eines sogenannten werkzeugkoffers, fing ich langsam an, anders über mich zu denken.
mein immer wieder inneres hinterfragen, ließ den inneren kritiker immer mehr verstummen.
auch das überprüfen, meiner unwahren gedanken, half mir, mehr ich selbst zu werden.
sich wertzuschätzen, seine unvollkommenheit anzunehmen u. vorallem auch mal freischaufeln, was ich alles auch gutes u. liebenswertes an u. in mir finden konnte, hat mir das wort der Selbstliebe erklärbar gemacht u. auch näher gebracht.

es war ein langer, zum teil ein sehr tränenreicher, von selbstzweifel geprägter u. beschwerlicher prozess, den ich auch ohne diese professionelle hilfe nie hätte gehen können.
doch war auch immer eine angst, vor der selbstliebe latent da.
altes u. vertrautes denken u. verhalten, was sich langsam auflöst macht ersteinmal Angst.
durch die Angst wehrt man sich dagegen, sich plötzlich anders zu beschreiben, weil es einem unwirklich vorkommt.
gefühle u. emotionen verändern sich.
schnelle selbstverurteilende gedanken waren mir vertraut, aber wohlwollend, mit einer wohlwollenden selbstansprache,
mit einem liebevollen blick auf mein Sein, musste ich lernen.

Ja, ich denke Selbstliebe kann man schaffen.
die wege dahin können unterschiedlich sein, aber die, die sich auf den weg machen, denen wünsche ich von herzen, dass sie das ziel nicht aus den augen verlieren u. das sind in ersterlinie, Wir Selbst !

LG Jedi

16.05.2019 19:32 • x 5 #279


Frederick1

Frederick1

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lieber Jedi,

ich vermute einfach, das die Liebe zu uns selbst einfach in uns Menschen vorhanden ist, verwurzel in mir . Leider wurden viele Menschen, auch ich, von Geburt an negativ, abgelehnt, erzogen. Und andere Menschen in unserem Leben haben uns missbraucht, fremd bestimmt.

Von daher habe ich als Mensch Angst, mich liebevoll und herzlich anzunehmen. Darf ich das überhaupt. Habe ich es nicht ganz anders zu hören bekommen.Denn Menschen wollten es sich immer einfach mit uns machen, auch heute noch. Sie wollen uns so lange es geht klein halten.

Wenn ich aber mich selbst annehmen und lieben kann, dann bin ich stärker. Menschen können mich nicht mehr so ausnutzen und fremd bestimmen.

Dann sagen manche, Selbstliebe ist Egoismus, um uns weiter klein zu halten. Das ist aber wieder nur eine Lüge.

Denn wenn ich mich selbst lieb haben kann, versuche mich zu verstehen, kann ich auch eher andere Menschen lieben, annehmen, verstehen.

Aber das muss ich mir bewusst machen, wie unsicher, gehemmt, ängstlich ich durch mein Leben gehe.

Es darf mich erschüttern, traurig machen, wenn ich mein kummervolles Dasein sehe. Dass das Maß meiner inneren Unfreiheit endgültig voll ist, mir bewusst zu machen, wie das ist. Scheu und unsicher da zu stehen, in Gegenwart anderer zu spüren, wie sich mein Gesicht verspannt, mein Nacken, mein ganzer Körper. Wie die Angst mein eigenes Leben regiert, und eben nicht die Freiheit. Das ich mir meinen Neid eingestehe auf die Menschen, die aufrecht da stehen, nicht nach Worten suchen müssen, sondern leicht und gelassen da stehen.

Aber deshalb dürfen wir uns aufrichten, uns dagegen aufbäumen, das ich mein eigenes Leben selbst zu wenig führe.

Wieder offen zu sein für mein Leben, für Menschen, frei für mein Leben, jetzt und hier und heute.

Es kann ein langer Weg sein, aber es lohnt sich diesen Weg zu gehen.


viele liebe Grüße,

Frederick






auf dem Weg zu mir, kann ich mich auch mal verlaufen. Doch immer wieder kommen wir zu unserem Zuhause zurück, dort wo es warm und hell ist.

Und hier im Forum dürfen wir auf dem Weg zu uns selbst in Liebe und Annahme begleiten. Und sollten wir fallen, dann heben wir uns gegenseitig wieder auf. Du mich, dann ich dich usw.

NEIN, wir wollen niemals aufgeben!

17.05.2019 10:56 • x 2 #280


Frederick1

Frederick1

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und unser Leben wird mit der Zeit wieder anfangen zu blühen.



Deshalb für alle eine Rose heute.




liebe Grüße,

euer Frederick







Einige sagen, die Liebe sei wie ein Fluss,
der das zarte Schilf erdrückt.
Andere meinen, die Liebe sei wie ein Rasiermesser,
das deine Seele tief verletzt.
Wieder andere sagen, die Liebe sei wie Hunger der Seele,
eine tiefe, verlangende Sehnsucht.
Ich sage, die Liebe ist wie eine Blume,
und du ihr einziger Samen.

Jenes Herz, das Angst vor der Enttäuschung hat, lernt nie tanzen.
Jener Traum, der das Erwachen fürchtet, wagt niemals die Verwirklichung.
Wer sich nie ergreifen lässt, kann auch nicht geben,
und die Seele, die den Tod fürchtet, kann nie zu leben lernen.

Wenn du in der Nacht zu oft einsam warst und der Weg endlos scheint,
denkst du vielleicht, die Liebe sei nur für die Glücklichen und Starken.
Aber vergiss nicht, unter dem tiefen Winterschnee liegt der
Samen, aus dem mit der Liebe der Sonne im Frühjahr die Rose wird.

17.05.2019 11:12 • x 1 #281


Jedi

Jedi


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Hallo ihr Lieben hier in diesem Thread !

Zitat von Frederick1:
ich vermute einfach, das die Liebe zu uns selbst einfach in uns Menschen vorhanden ist,

das denke ich auch !
doch es kann da schon in der Vorgeburtlichen phase zu störungen kommen.
es gibt Menschen, zu denen gehöre ich selbst, die einmal gezeugt wurden, um eine Ehe zu retten.
die hoffnung, die dann nicht so eingetreten war, da ist es dann leicht zu verstehen, warum diese menschen später einmal unter ängsten, schuldgefühlen leiden u. sie eine hohe disposition haben, seelisch zu erkranken.
einen Pullover den wir im laden nicht anprobiert, aber gekauft haben, weil er uns so gefallen hat, dann zu hause feststellen,
dass der pullover nicht gut passt, den können wir umtauschen, villt. verschenken oder gar wegwerfen.
das geht nun mit einem kind nicht, dass seinen zweck nun nicht erfüllen konnte, die Ehe der Eltern zu verbessern oder gar zu retten.
die folge ist, dass solche kinder schon früh auf ihren schultern eine schuld tragen müssen, für die sie nicht schuldig gemacht werden können.
diese "erwachsenen" Eltern, waren noch nicht reif genug, für eine Ehe, für Kinder.
es fehlt ihnen an verantwortungsvolle entscheidungen zu treffen, danach zu handeln u. auch die volle verantwortung zu übernehmen.
Zitat von Frederick1:
Leider wurden viele Menschen, auch ich, von Geburt an negativ, abgelehnt, erzogen.

und das ist das schlimmste, was man einem neugeborenen menschen antun kann !
denn es hatte keine wahl zu sagen, zu diesen Eltern möchte ich nicht.
so ist es der zufall der geburt, wo wir zur welt kommen,
ob in armen ländern oder dem reichen Europa,
ob in einer reichen oder in einer armen familie,
ob wir bei einem Paar geplant u. gewollt waren oder aus einer laune des triebes entstanden sind,
ob wir in einem behüteten zuhause aufwachsen dürfen oder ob wir in einer Babyklappe eines Krankenhauses landen,
alles nur reiner zufall der Geburt !
Zitat von Frederick1:
Von daher habe ich als Mensch Angst, mich liebevoll und herzlich anzunehmen.

natürlich ist dies nicht möglich, Leider nicht möglich !
auch wenn die Eltern es uns gegenüber nicht aussprechen, aber jedes kleine wesen spürt, ob es angenommen u. geliebt wird oder abgelehnt, zuviel ist !
dies wird schon in den ersten drei lebensjahren in unserem unterbewusstsein abgespeichert u. wird durch die späteren prägungen, weiter verfestigt.
Zitat von Frederick1:
mich liebevoll und herzlich anzunehmen. Darf ich das überhaupt.

diese frage wird später, bei so manchen erwachsenen menschen dann, auf der psychologen couch gestellt u. bearbeitet.
Danke u. ich finde, da hast du Frederick, wieder sehr wichtige punkte sehr klar benannt !
Zitat von Frederick1:
Dann sagen manche, Selbstliebe ist Egoismus,

ja, weil sie sich selbst nicht lieben, weil sie auch andere nicht lieben können, weil sie gar nicht wirklich wissen, was liebe bedeutet,
wie es sich liebe, sich selbst zu lieben, bzw. einen Anderen zu lieben, überhaupt anfühlt.
Zitat von Frederick1:
um uns weiter klein zu halten. Das ist aber wieder nur eine Lüge.

aber mit einer lüge lebt es sich für solche menschen besser u. du kannst davon ausgehen, dass ein großteil ihres lebens aus einer Selbstlüge besteht.

der mensch, der sich annehmen kann, wie er ist,
der sich seine unvollkommenheit verzeihen kann,
der auf sich gut achtet,
der, der sich selbst immer gut im fokus seines lebens behält,
der achtsam mit sich umgeht,
der wirkt zu stark für den menschen, der gerne andere klein halten möchte, die knöpfe, die solche menschen gerne bei anderen drücken, um über sie macht auszuüben, funktionieren nicht.
Zitat von Frederick1:
Wieder offen zu sein für mein Leben,

und ich würde hinzufügen, offen sein, für ein Selbstbestimmtes leben !

so hat Selbstliebe nichts mit Egoismus zu tun, sondern kann der Sinn unseres Lebens sein ?
so könnte eine neue überschrift lauten, "Kann der Sinn des Lebens darin bestehen, zur Selbstliebe zu finden" ?

wünsche Euch Allen ein friedvolles u. erholsames Wochenende !

LG Jedi

17.05.2019 14:56 • x 2 #282


Machara

Machara

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Hallo ihr Lieben
@Jedi @frederick
ihr schafft es immer wieder das ich mich in einigen Punkten wiederfinde.
Auch ich habe schon früh gespürt das ich unerwünscht und ungeplant war.
So zusagen überflüssig.
Und das ich nichts zu sagen habe.

Ewig hatte und habe ich den Mund zu halten.
Ich habe mich geduckt und klein gemacht
daher möchte ich mich jetzt Groß aufrichten und Laut sein.

Ich bin da und nicht nur wenn ich gebraucht werde!

17.05.2019 15:58 • x 3 #283


Jedi

Jedi


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Versucht es doch einmal u. sagt Euch,
- Ich liebe mich -
denn dies ist die einfachste Medizin, die uns kostenlos zur Verfügung steht u.
dennoch ist sie die seltenste, auf die wir zugreifen.

Beginnt euren Weg zur Selbstliebe damit,
das Du damit abschließt, was war,
sei glücklich mit dem was ist u.
bleibe offen für das was kommt.

das leben ist doch auch schön u. dies ist kein hohler spruch,
denn von einfach habe ich hier nie geschrieben.

LG Jedi

17.05.2019 19:52 • x 2 #284


Frederick1

Frederick1

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lieber Jedi,

mir wird es immer wichtiger, mit neuen offenen Augen zu sehen. Mit mehr Selbstliebe sehe ich heute manches aus einer ganz anderen Perspektive sehen, und auch vermehrt dankbar zu sein, trotz allem. Dazu gehört auch das "Wunder Mensch", was Menschen allein oder gemeinsam tun können.

Statt mich nur immer wieder über meine Schwächen, und über meine nicht so tolle Vergangenheit zu ärgern, möchte ich es lernen, mich selbst als Wunder zu sehen und anzunehmen, von Kopf bis zu meinen Füßen, über meine Arme bis.
bin ich gut und schön gemacht.

Manche Probleme sind damit nicht ganz plötzlich weg, aber ich darf immer wieder für mich Lösungen suchen.

Trotzdem, trotz aller Probleme, wir sind alle einzigartig, unser aller Leben hat einen Sinn. Wir müssen unser Spiegelbild nicht mehr so ernst und grimmig anschauen, sondern ich darf mich wieder selbst anlächeln, auch wenn meine Haut nicht immer ganz perfekt aussieht.Eine Bekannte von mir ist Kosmetikerin und meinte letztens, wenn alle Menschen perfekt aussehen würden, dann wäre sie ja arbeitslos.

Aber abgesehen davon, dass dein Spiegelbild dir zurück lächelt, hat das noch einen weiteren Vorteil. Wenn ich lächle, senden meine Gesichtsmuskeln an unser Gehirn, das wir glücklich sind, das Gehirn schüttet entsprechende Botenstoffe aus, uns es geht uns spontan ein wenig besser, das ist doch genial. Also lächle dich einfach mal im Spiegel an, und es geht dir besser.

In letzter Zeit merke ich, wie Menschen die ich kannte, plötzlich sterben. Da finde ich es gut, einen Sinn zu haben, der über mein Leben hinaus geht. Selbst hoffe und glaube ich, nach meinem Tod an einen Ort zu kommen, wo es gerecht zu geht. Weil ich hier auf unserer Erde diese so vielen Ungerechtigkeiten immer schwerer verstehen und begreifen kann.

Gerade wenn ich lese, viele von euch hatten kein gutes Elternhaus, keinen guten Start ins Leben. Das finde ich persönlich irgendwie total ungerecht.

Trotzdem, es ist toll, wenn wir Menschen finden dürfen, auch hier im Forum, wo ich verstanden werde in meiner Depression. Das ist für mich auch ein Wunder.


viele liebe Grüße,

Frederick, vielleicht bald wieder mit hund.

18.05.2019 12:08 • x 3 #285




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