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Energie im Alltag bekommen - wie schaffe ich das?

sam_sam

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Hi,und zwar geht es mir momentan sehr schlecht.

Ich fühl mich unfassbar einsam und hilflos.

Meine Familie ist gefühlt ewigkeiten entfernt und ich entferne mich immer weiter.

Ich muss arbeiten und dadurch wegen festen routinen die ich hab um einfach nicht "verpeilt" zu werden trenn ich mich immer mehr ins allein sein ab. Genauso von Freunden und Bekannten.

Ich kann niemanden in mein Leben einlassen.

Ich weiß dass alles schon und hab mich so weit eingestellt dass ich bisher sagte:

Ich hab Probleme im Alltag und das ist ok. Ich lebe mit routinen und einfach mehr sicherheits Vorkehrungen wie ich als jugendlicher bzw kind nicht hatte weil es nicht anders geht.
Dafür lebe ich intensiver also ehrlicher weil ich bewusster lebe und garnicht erst in schlechte Angewohnheiten oder zuviel arbeiten o.ä versinken kann.
Dazu wollte ich mir immer die Kraft und Zeit nehmen und auf Reserve halten mit Freunden und meiner familie was zu machen und mich darüber zu freuen.
Das motivierte mich.

Jetzt bin ich aber soweit dass ich einfach depressiv vor mich hinvegetiere .
Das ist kein Leben mehr. Und es fällt immer schwerer Energie und Kraft freizuhalten um Zeit außerhalb der arbeit für soziales zu haben.
Zunehmend mehr zocke ich und oder entfliehen der Realität mit netflix und Serien.

Trigger


Suizidgedanken sind auch da aber frustrierend weil ich es nicht "schaffe" andererseits IST das kein leben. Es wäre ine Befreiung wirklich.

Ich wollte alles mal von der Seele schreiben, vielleicht hat jemand etwas was er beitragen will.

12.01.2021 20:41 • x 1 #1


Robbe

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Lieber sam_sam,
in einer Depression ist der Alltag nicht ganz leicht machbar, weil die Energie fehlt die man für den Alltag bräuchte.
Ich kann dich so gut verstehen und ich finde es bemerkenswert, dass du trotz der Depression arbeiten gehst, aber verstehe auch dass du dann keine Energie mehr für deine Familie und Freunde hast.
Bis hierher hast du es ja alleine geschafft aber hast du schon mal darüber nachgedacht dir hilfe zu suchen, oder bist du schon in Behandlung? Wenn nicht wäre das glaube ich ganz wichtig, weil alleine kommst du da nicht raus und musst es auch nicht.
Ich wünsche dir von Herzen den Mut dir helfen zu lassen.
Liebe Grüße, Robbe

13.01.2021 07:04 • x 2 #2


sam_sam

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Hi robbe, danke für die Antwort.
Ja ich bin schon in Therapie.
Zugegeben hilft mir die aktuell nicht so sehr..

Was auch daran liegt dass ich außerhalb der Therapie was tun muss bzw ändern muss

13.01.2021 07:23 • x 2 #3


Robbe

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Und was sollst du tun bzw. ändern, wenn ich fragen darf?

13.01.2021 07:34 • x 1 #4


sam_sam

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Naja ich sollte mehr "bei mir und meinen Gefühlen bleiben" und nicht an Beziehungen arbeiten, verschieben nur weil Ich in Therapie bin und das alles sich von selbst in ein paar Wochen klärt und ich wieder total viele Freunde habe kann uvm.

Ich schieb grundthemen durch die Therapie auf während ich die Therapie brauche um nicht WIRKLICH abzurutschen in schlechte Gewohnheiten, was schonmal passierte.

Danke fürs antworten, es tat allein schon gut es rauszuschreiben, danke

13.01.2021 19:00 • x 1 #5


Robbe

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Hallo sam_sam,
danke für deine Antwort. Oh das verstehe ich gut sich mit den eigenen Gefühlen auseinanderzusetzen ist nicht leicht und ich denke dass das als Mann noch ein bisschen schwieriger ist, aber es lohnt sich auf jeden Fall sich damit auseinander zu setzen, auch, wenn es Kraft kostet.
Schön dass du in Therapie bist und sie dir auch Halt gibt. Nimmst du denn auch Medikamente?
Du ich möchte dir gern noch sagen, dass das normal ist bei einer Depression, du nimmst dir Dinge vor so und so zu machen, weil du gemerkt hast dass das gut so ist und dann verfällst du wieder in die alten Verhaltensmuster. Ich kann davon ein Lied singen und das zieht einen dann noch mehr runter.
Aber gib nicht auf, es bleibt nicht so wie es jetzt momentan ist, es wird wieder besser werden.
Schön, dass du hier im Forum bist und immer wieder deine Gedanken und was dich bewegt aufschreiben kannst.
Ganz liebe Grüße, Robbe

14.01.2021 12:45 • x 1 #6


sam_sam

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Medikamente nehm ich keine, wobei ich Ersatz dinge tue wie übermäßig viel essen, ich kann nur schwer einen tag alleine daheim verbringen. Aber das ist ein anderes Thema womit ich denke ich eher zurecht komme.

Ich hatte 2x Zeiten in denen ich Antidepressiva nahm, momentan hab ich sogar fast eine ganze Packung milna neurax daheim.
Allerdings hab ich zuletzt unfassbar starkes Herzrasen über Wochen gehabt und dazu hab ich gemerkt dass ich nur betäubt also noch mehr von den eigenen Gefühlen weg war, weshalb ich vor allem keine Medikamente mehr nahm.

Ich hatte mal die Hoffnung durch die Tabletten gerade mehr antrieb zu haben, weil ich kraftlos war und in zwischenmenschlichen mir schwer tue Gespräche zu führen und einen eigenen sicheren Standpunkt halten zu können. Also ein zumindest Grundsicheres Gefühl haben zu können ohne ständige verlustangst und Problemen meine eigene Meinung zu sagen
Die Tabletten betäuben aber eben nur und das war auf keinen Fall eine Hilfe. Aber ich verstehe und finde es gut wenn Medikamente bestimmten Leuten helfen kann. Nur mir nicht.

Danke für den Ratschlag zur Depression, ja das vergisst man schnell einmal.. aber es tut gut die Dinge mal aufzuschreiben
Dir auch alles Gute

16.01.2021 09:50 • x 1 #7

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