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Achtsamkeit in unseren Alltag integrieren

Jedi

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Hallo

Weihnachten ist nun schon bald da u. das neue Jahr ist auch nicht mehr weit.
So möchte einmal die Achtsamkeit in den Fokus bringen u. Mut machen, villt. gar fürs kommende Jahr
die Achtsamkeit in Euren Alltag einmal auszuprobieren !
Möchte gerne Übungen beschreiben u. villt. dem Ein od. Anderen den Impuls geben,
den Blick auf sich u. die Wahrnehmungen zu schärfen, achtsam den Gedanken begegnen,
die unsere Gefühle u. Emotionen oftmals negativ beeinflussen, dies durch mehr Bewusstheit über
unser Denken u. Verhalten, so mehr innere Ruhe zu finden, damit wir besser durch die Hektig unseres Alltags
kommen können !
Den Überblick behalten u. uns durch die vielen Reize von Außen, die uns überfluten,
sich nicht darin zu verlieren.

"Wirf deine Gedanken wie Blätter in einem Fluss,
schau zu, wie sie hineinfallen u. davontreiben
u. dann: Vergiss sie" !

(Zen)

Beginnen möchte ich damit, "was ist Achtsamkeit" ? u. mit einer einfachen Wahrnehmungs-Übung.
Was ist Achtsamkeit ?
- Ein Wertfreies wahrnehmen,
- im Hier u. Jetzt leben,
- im jetzigen Moment bleiben, achtsam wahrnehmen was ist u.
unsere Aufmerksamkeit ganz gezielt zu lenken.

Achtsamkeit kann uns helfen, durch bewusstes Wahrnehmen unseren Gedankenstrom zu beruhigen.
Wir können lernen "was ist", zunächst einmal zu akzeptieren !
Achtsamkeit lässt uns erfahren, wie wir mit mehr Mitgefühl, uns selbst gegenüber u. auch Anderen begegnen können.
Wir können gegen innere Blockaden u. Widerstände hilfreiche Übungen, durch Bewusstmachung finden !
Durch eine achtsame Haltung, können wir Veränderungen mit mehr Zuversicht annehmen.
Besonders kann uns die Achtsamkeit aufzeigen, welche Gedanken uns fluten u. oft für ein Unwohlsein sorgen.
Wer kennt es nicht, dass wir manchmal gar nicht so richtig wissen, warum wir uns Unwohl fühlen, es uns gerade, wie angeflogen schlecht zu erscheinen geht ?
Oft sind dafür unsere unbewussten Gedanken dafür verantwortlich.
Werden wir uns dieser Situation bewusst u. übernehmen die Konrolle über unser Denken, schaffen wir es oftmals,
uns wieder aus diesem negativen Gefühl herauszuholen.

Das sind bestimmt nicht alle positiven Eigenschaften, die wir durch das integrieren der Achtsamkeit in unser Leben,
so erfahren werden können.
Natürlich darf die Meditation nicht fehlen, doch ich möchte hier die Achtsamkeit für uns hier Alltagstauglich beschreiben !

Nun zu der Wahrnehmungs-Übung.
Da ich ein Naturfreak bin u. mich gerne in der Natur, im Wald aufhalte,
möchte ich die Übung an einem Stein einmal beschreiben.
Ihr könnt aber auch jeden anderen Gegenstand dazu benutzen.
Am besten ein Gegenstand, der schon lange sich in eurer Umgebung befindet, dass kann zbspl. ein altes Buch sein,
welches ihr schon lange in eurem Regal stehen habt.
Ihr werdet staunen, wenn man bewusst, mit voller Aufmerksamkeit dieses Buch betrachtet,
was man daran alles entdecken kann.

Nun aber zu meinen Stein !
Nehmt einen Stein in die Hand u. richtet eure volle Aufmerksamkeit nur auf diesen Stein.
Lasst euch nicht durch irgendetwas von eurer Aufmerksamkeit ablenken !
Schaut euch die Oberfläche an u. wie fühlt er sich an, dreht den Stein in eurer Hand einmal hin u. her oder
streicht mit einem Finger über seine Konturen.
Wie fühlt er sich an, rau od. glatt, schwer oder eher leicht.
Fühlt er sich kalt an, gar unangenehm.
Riecht auch einmal daran, kann man etwas an Gerüchen wahrnehmen ?
Betrachtet einmal dabei seine Farbe, ist er Einheitlich grau, gar schwarz, evtl. schattiert-gar stark verschmutzt oder oder ?
Interessant auch was für Gedanken wir uns machen können, wo kommt dieser Stein wohl her ?
- Welche Geschichte könnte uns dieser Stein erzählen ?
- Wenn wir ihn dann wieder weglegen, was wird er noch erleben, bleibt er hier am Ort liegen od.
nimmt ihn einer mit nach Hause oder wird er irgendwo weiter weggeschmissen ?

Bei dieser Wahrnehmungs-Übung geht es darum im jetzigen Moment zu bleiben u. die volle Aufmerksamkeit
auf den Stein zu richten u. dabei werden unsere Sinne aktiv !
Die Gedanken, die wir uns machen, was hat der Stein erlebt, was geschieht wohl mit dem Stein,
soll uns erfahren lassen, wie wir mit bewusstem Denken unsere Seele beruhigen können u.
wie wir es schaffen, immer wieder der Chef über unsere Gedanken (Gedankenschleifen u. Grübelgedanken)
werden zu können.

"So ist eben die Eigenschaft der wahren Aufmerksamkeit,
dass sie im Augenblick das Nichts zu allem macht".
(Goethe)

Mehr von der Achtsamkeit folgt u. villt. weckt es Euer Interesse an der Achtsamkeit !

LG Jedi

21.12.2019 22:17 • x 12 #1


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Pimbolina71

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Hallo @Jedi : ich habe vor einem Jahr in der Klinik Achtsamkeitsübungen gemacht und das hat mir sehr gut getan. Doch so mit der Zeit wurde ich wieder nachlässiger und die Achtsamkeit trat in den Hintergrund. Danke also für Deinen wertvollen Thread, da schaue ich gerne immer mal wieder rein, um eben achtsamer mit mir und meinem Leben umzugehen.

LG Pimbolina

22.12.2019 09:14 • x 2 #2


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Pearls

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Da kann ich mich nur anschließen. Vor allem werde ich ab Jänner auch ein 8 Wochen MBSR Seminar besuchen. Doch die Achtsamkeit ist einfach das um und auf.

22.12.2019 12:19 • x 3 #3


Jedi

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Hallo

Zu einem achtsamen Leben gehört es, sein eigenes Tun zu reflektieren, sich bewusst mit realitischen Zielen,
die wir erreichen wollen zu beschäftigen u. in einem wohlwollenden Selbst-Dialog immer wieder zu befragen !

Unser größtes Lebenshemmnis ist das Warten,
dass sich an den Morgen klammert.
Wie denken wir denn viel zu oft, - ja Morgen mache ich den Termin - morgen melde ich mich hier u. da
- morgen gehe ich zum Sport - morgen höre ich mit dem Rauchen auf - ab morgen nehme ich ab
- morgen werde ich mit dem Chef sprechen - morgen Räume ich auf
- Morgen immer erst Morgen u. dabei verlieren wir das Heute.

Um in unserem Alltag achtsamer zu werden, gibt es unzählige Gelegenheiten !
Dies können wir beim Essen, beim Atmen, bei der Hausarbeit, beim Gehen tun, beim Denken, beim Sprechen,
im Job, schon beim morgendlichen Aufstehen, bei der Körperpflege, dem Zähnputzen, beim Früstück-
Mittagessen - Abendessen vorbereiten und noch bei so vielen weiteren Tätigkeiten des Tages tun.
So ist es auch mit vollem Gewahrsein möglich, wenn wir anderen Menschen begegnen,
wenn wir uns einmal darauf einlassen, auf die Dinge u. Vorgänge um uns herum,
so wie beim beobachten eines Sonnenuntergangs.

Es hört sich einfach an, ist es aber nicht, wenn man da nicht regelmäßig dran bleibt.
Was uns oft daran hindert, ist unsere Bewertung !
Urteilen hat nämlich mit Achtsamkeit so rein gar nichts zu tun !
In der Achtsamkeit geht es darum, möglichst genau u. urteilsfrei wahrnehmen was ist !

Erschaffen von täglichen Ritualen in unseren Alltag !
Werden wir uns darüber einmal Bewusst, die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft bleibt offen u.
so können wir da auch nur bedingt Einfluss nehmen.
Sich Rituale im Alltag erschaffen, schauen wir einmal genau hin, wo für uns eine freie Zeit sich ergibt,
villt. haben wir einen freien Raum oder eine Ecke in einem Zimmer, wo wir ungestört sein können
oder wir gehen raus in die Natur, das kann der Garten oder der Wald sein.
Wenn es möglich ist, sollten wir gerade, wenn wir mit Achtsamkeits-Rituale anfangen,
uns feste Zeiten vornehmen, denn das erleichtert die Rituale zu einer angenehmen Gewohnheit werden zu lassen !

Dazu bietet sich, so meine persönlich gemachte Erfahrung gerade der frühe Morgen oder die Abendzeit,
bevor wir zu Bett gehen wollen sehr gut an.
Der Morgen bietet sich an, weil wir noch gar nicht richtig im Alltaggeschehen angekommen sind u.
der Abend bietet sich an, um einen Tages-Abschluss zu machen !

Beim erwachen am Morgen, nehme nur die Umgebung wahr, spüre den Körper, wenn du dich reckst.
Wenn du nun auf der Bettkante sitzt u. deine Füße auf den Boden stellst, dann nehme einmal den Druck,
der von den Fusssohlen ausgeht wahr, ist es jetzt angenehm-unangenehm, schmerzhaft-schmerzfrei,
fühlen sich die Füße kalt an, sind das Fußgelenk u. die Zehen schon gut beweglich.
Nicht beurteilen oder schon werten, nur wahrnehmen !
Nun noch bei aufrechtem Körper, tief einatmen u. über die Lippenbremse wieder ausatmen u. dies 3x so tun !
Es braucht einige Zeit der regelmäßigen Übung, um uns nur auf unsere Wahrnehmung zu konzentrieren,
denn unsere Gedankenmaschine ist meist bereits auch schon auf vollen Touren.

Am Abend kann es sinnvoll sein, eine Zeitlang sich vor dem Zubett gehen, einmal die Gedanken auf zu schreiben,
die uns oft, als Sendeschleife durch den Kopf laufen.
So können wir uns von einem hektischen oder einem vollen Tag verabschieden !
Bevor ihr euch dann ins Bett legt, tief einatmen u. über die Lippenbremse ausatmen u. dies so auch 3x tun !

Durch ein solches Abend-Ritual können wir möglicherweise ganz od. stark reduziert auf Schlafmittel verzichten u.
wir schaffen es dadurch besser Einschlafen zu können, evtl. sogar, für ein besseres Durchschlafen gesorgt zu haben.
Auch die Träume können sich dadurch beruhigen, da sie, so manche belastenden Situationen u. Ereignisse des Tages,
nicht mehr zu verarbeiten brauchen.

Probiert es einmal eine Zeitlang in eurem Alltag aus, euch Zeit für Rituale zu nehmen !

"Wenn man seine Ruhe nicht in sich selbst findet,
ist es zwecklos, sie andernorts zu suchen".

(Francois de La Rochefoucauld)

LG Jedi

22.12.2019 14:14 • x 7 #4


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Hallo

Wie finden Wir zu einer rechten Haltung ?

Achtsamkeit fliegt uns nicht so einfach zu u. ist auch keine Selbstverständlichkeit,
doch können Wir uns darin üben !
Achtsamkeit in seinen Alltag zu integrieren, ist aber gar nicht sooo schwer !
Es helfen uns dabei, eine entsprechende innere Haltung u. ein paar Grundregeln,
die ich nun hier einmal aufschreiben möchte.

- Wahrnehmen - nicht werten ! Sich einmal unbefangen Einlassen auf sich u. seine Umgebung.
---------------------
- Alles einmal so wahrnehmen u. erleben, als wäre es für uns, dass erste Mal.
Auch wenn wir manchmal glauben, schon zu wissen, dies einmal beiseitezulassen u. eine schon gefestigte Meinung,
in einer Situation oder Begegnung mit anderen Menschen, offen zu bleiben, einmal zulassen neu zu Denken u.
dies auch für die innere Leere so gelten lassen.
-------------------
- Erfahrung machen mit "Loslassen" ! Üben, Gedanken u. Gefühle loslassen können !
So auch Menschen in unserem Leben u. Dinge nicht festhalten zu wollen.
"Was wir mit aller Macht festhalten wollen, werden wir verlieren u. wird von uns weggehen,
was Wir loslassen können, wird bei uns bleiben oder zu uns zurückkehren" !

---------------------
- Unserem Leben vertrauen u. dem Lauf der Dinge.
Alles in unserem Leben hat einen Sinn, auch wenn wir ihn nicht gleich erkennen können,
aber er wird sich uns zu einer späteren Zeit offenbaren.
---------------------
- Etwas Annehmen u. Akzeptieren, wie es ist, denn es ist ja schon so, wie es ist.
Denken wir, so darf - so sollte es nicht sein u. wehren uns innerlich gegen die Tatsache,
so verstärken wir in uns das Gefühl der Ablehnung, welches dann für Stress sorgt u. uns emotional
steuert.
Annehmen u. Akzeptieren, wie es ist, hilft sich der Tatsache bewusst zu werden u.
wir müssen nicht dagegen ankämpfen, sondern können eine Entscheidung treffen,
wie wir damit umgehen wollen.
-------------------
- Sich in Geduld üben ! Geduld aufzubringen wird manchmal zum "Unwort" erklärt.
Das finde ich falsch, denn gerade in der Achtsamkeit können Wir lernen,
alles hat seine Zeit - alles braucht auch seine Zeit !
Gerade, wenn wir psychisch Erkrankt sind, lässt sich das wieder Gesund werden, nicht auf Knopfdruck herstellen
u. es kann nötig werden, dass wir unser restliches Leben, immer achtsam bleiben müssen.
Dabei kann uns die Achtsamkeit sehr eine gute Hilfe u. Unterstützung sein !

"Jedes Werden in der Natur,
im Menschen, in der Liebe
muss abwarten, geduldig sein,
bis seine Zeit zum Blühen kommt"[/b]
(Dietrich Bonhoeffer)

LG Jedi

23.12.2019 16:27 • x 6 #5


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Hallo

Achtsamkeit ist gelebte Liebe.
(Jon Kabat-Zinn)

Wie oft fühlen wir uns von der Welt getrennt u. jagen hektisch u. unachtsam durch unseren Alltag.
Sorgen uns um die Zukunft u. verlieren uns in Gedanken an die Vergangenheit.
Es ist, als würden wir nicht zu Hause sein !
Doch nur im Hier u. Jetzt, im gegenwärtigen Augenblick findet unser Leben statt !

Dazu einmal eine kleine Weisheitsgeschichte !

"Ein Schüler fragte einmal seinen Meister, warum dieser immmer so ruhig u. gelassen sein könne ?
Darauf antwortet ihm der Meister,
Wenn ich sitze, dann sitze ich, Wenn ich stehe, dann stehe ich u. Wenn ich gehe, dann gehe ich.
Der Schüler fragt, gibt es noch irgendwas darüber hinaus ?
Der Meister bleibt gelassen u. wiederholt, was er dem Schüler schon vorher gesagt hatte,
Wenn ich sitze, dann sitze ich, Wenn ich stehe, dann stehe ich, Wenn ich gehe, dann gehe ich !
Der Schüler meint, Meister, dass tue ich doch auch ?
Der Meister antwortet seinem Schüler, dass tust Du eben nicht,
Wenn du sitzt, dann stehst du schon, Wenn du stehst, dann gehst du schon u. Wenn du gehst, dann bist du schon am Ziel".

Ich denke, dass diese Geschichte zwischem dem Meister u. seinem Schüler viel damit zu tun hat,
wie wir durch unser unbewusstes Denken, kostbare Lebenszeit verschwenden.
So erschaffen wir oftmals inneren Stress, der uns am Körper u. der Seele krank machen kann.

LG Jedi

"Achtsamkeit bedeutet, die Dinge klarer zu sehen u.
nicht intensiver u. länger Nachzudenken".

(Kathleen M Sutcliffe)

25.12.2019 21:21 • x 6 #6


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Lieber @Jedi ich danke dir vielmals für diese kleine Geschichte!
Lg Sternchen und Knispel

25.12.2019 21:28 • x 2 #7


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Hallo

Wie schaffe ich es immer wieder, auf meinem Achtsamkeits-Weg zu bleiben ?

Natürlich setzt Achtsamkeit auch eine gewisse Selbstdisziplin vorraus.
Dafür können wir uns kleine Unterstützer erschaffen, denn es passiert uns immer wieder u.
stellen dann oft mit Erschrecken fest, dass wir achtsame Zeiten in unserem Lebensalltag,
einfach vergessen haben, sie sind in der alltäglichen Beschäftigung völlig verloren gegangen.

Kleine Unterstützer können sein, sich an verschiedenen Stellen zu Hause, am PC - am Badezimmerspiegel -
am Küchenschrank - auf dem Nachttisch oder am Kühlschrank kleine Klebezettel anzubringen.
Villt. mit einen Weisheits-Zitat oder auch nur einfach, "Nehme Dir heute wieder Zeit für den achtsamen Moment" -
"Achte heute gut auf Dich" - "Schau einmal in den Spiegel u. lächle" - "Achte auf den jetzigen Moment", uvm. !
Auch ein kurzer wohlwollender Selbst-Dialog kann Dir helfen, Deine Gedanken wieder einzufangen u.
ins Hier u. Jetzt zu kommen.

Wenn Wir mal festgestellt haben, dass uns die achtsamen Momente u. Übungen abhanden gekommen sind,
dann setze Dich einmal hin u. befrage Dich einmal selbst,
- Wie ist gerade mein Umgang, meine Einstellung zu anderen Menschen u. der Natur ?
- Gelingt es mir, die guten Momente zu genießen u. dabei sie bewusst wahrzunehmen ?
- Wie sehr überlassen ich meinen Gedankenschleifen die Macht in meinem Kopf ?
- Kann ich durch eine Achtsamkeits- Übung mich aus meinem Grübelgedanken befreien ?
- Wann war es in meinem Verstand zuletzt mal wirklich ruhig ?
- Wo u. Worin möchte ich noch mehr achtsamer werden ?
- Kann ich durch Achtsamkeit, gut den Fokus auf mich richten ?
- Wann hatte ich die letzten achtsamen Momente ?
- Kann ich gut bei mir - mit mir sein ?
- Wie steht es um meine Konzentrationsfähigkeit u. kenne ich eine Achtsamkeits-Übung, die mir dabei hilft,
meine Konzentrationsfähigkeit zu verssern ?
- Wie oft verschwinden meine Gedanken schon in die Zukunft u. erschaffen od. lassen alte Geschichten u.
Ereignisse von Früher wieder in mir aufleben ?
- Kann ich gut loslassen ?

Sicher braucht man sich nicht alle Fragen gleichzeitig zu stellen oder sich gleich zu beantworten,
doch können es eine kleine Hilfen sein, sich wieder die Achtsamkeit mehr in den Alltag zu holen !
Achtsamkeit braucht Zeit der Einübung u. der regelmäßigen Anwendung.
Doch irgenwann, kann es für uns so Selbstverständlich werden, dass wir solchen Hilfen gar nicht mehr brauchen.
Gewahrsein, wer man ist u. was man braucht, dass ist Achtsamkeit, die auch Alltagstauglich ist !

Dazu passt gut eine Buddhistische Weisheit:
"Es ist leichter, sich Sandalen anzuziehen, um seine Füße zu schützen,
als die ganze Welt mit Teppichen auszustatten".

LG Jedi

26.12.2019 15:48 • x 4 #8


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Hallo

Wie schaffe ich es, meinen Tag gut abzuschließen ?

Vieles am Tag beschäftigt uns, Wichtiges, aber auch Unwichtiges.
Oft sind wir am Abend erschöpft, aber einen erholsamen Schlaf, dass ist für so manchen von uns
nicht die Normalität.
Wir können schlecht Ein- u. Durchschlafen u. oft plagen uns auch noch unsere Träume.
Burn Out- Betroffene berichten davon, oft schon sehr lange nicht mehr wirklich erholsam geschlafen zu haben.
2h bis 3h in der Nacht, waren nicht selten oder ein ständig 1std. wieder aufwachen, davon wurde auch berichtet.
Sorgen, Kummer, Krisen u. Ängste lassen die Gedankenschleife auch Nachts durch unseren Verstand laufen.
Der entstandene innere Stress macht uns Krank, wenn dies zu einem Dauerzustand geworden ist u.
wir uns durch die nötige Nachtruhe nicht mehr erholen können, kann dies zu körperlichen u. seelischenr Erschöpfung,
bzw. zu einer Erschöpfungs-Depression führen.

Wir sollten es nach möglichkeit nicht soweit kommen lassen !
Wie kann uns die Achtsamkeit dabei helfen ?
Wenn Euch am Abend noch vieles durch den Kopf geht u. das auch noch, bevor ihr Zubett gehen wollt,
dann kann Euch villt. ein Ritual am Abend helfen:
Fragt Euch einmal u. am besten schreib es auf:
- Wofür bin ich heute dankbar ?
- Was hat mich gärgert ?
- Was hat mich heute verletzt od. gar sehr gekränkt ?
- Was tut mir leid u. was bereue ich ?
- Habe ich mir heute Zeit für mich genommen ?
- Wie oft habe ich heute "Ja" gesagt, wo in mir alles "Nein" geschrien hat ?
- Was hat mich heute berührt ?
- Konnte ich heute gar etwas bewirken ?
- Habe ich mir heute etwas zugetraut, was ich immer vermieden habe ?
- Wo bin ich heute an meine Grenzen gestoßen - wo habe ich mich gar übernommen, überschätzt ?
- Was habe ich heute gut geschafft u. darf stolz auf mich sein ?
- Habe ich für morgen, meinen Tagesplan realitisch geplant ?
- Wie ging es mir körperlich, heute über den Tag ?
- Habe ich mir heute auch mal etwas Gutes getan ?
- Habe ich mich schon wieder einmal vergessen - mich zu loben, mich zu Belohnen ?

Sind jetzt ein paar Fragen, die uns helfen können, besser in die Nacht zu kommen u. dabei helfen,
dass wir so manches, was sich in unseren Gedanken noch ungeklärt herumgeistert,
dass wir dies nicht mehr Nachts in unseren Träumen durch- bzw. aufarbeiten müssen.

So zeigt uns die Achtsamkeit, in Form kleiner Rituale, die wir uns einrichten können,
wie wir für die nötige Erholung u. Bewusstheit sorgen können.

"Rituale können achtsame Orte, gar Inseln der Zuflucht sein,
in denen wir wieder Uns wieder in Balance bringen können".

LG Jedi

27.12.2019 20:42 • x 5 #9


Jedi

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Hallo

Ein Schüler fragt seinen Meister:
"Kann ich irgendetwas tun, um erleuchtet zu werden" ?
der Meister antwortet seinem Schüler,
"Genauso wenig, wie du dazu beitragen kannst, dass die Sonne aufgeht" !
der Schüler zu seinem Meister,
"Wozu soll ich dann geistige Übungen praktizieren" ?
der Meister darauf,
"Damit du wach bist, wenn die Sonne aufgeht" !

---------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Warum dann Achtsamkeit üben ?
Damit wir mit Uns - unserem Leben - unserem Sein in Kontakt kommen u.
damit auch wir wach sind, wenn die Sonne aufgeht.

LG Jedi

28.12.2019 01:07 • x 3 #10


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Liselotte

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Nenne Dich nicht arm,
weil deine Träume nicht in Erfüllung gegangen sind.
Wirklich arm ist nur,
wer nie geträumt hat.

Marie von Ebner- Eschenbach

28.12.2019 01:22 • x 3 #11


ViolettaM

Zitat von Jedi:
Ein Schüler fragte einmal seinen Meister, warum dieser immmer so ruhig u. gelassen sein könne ?
Darauf antwortet ihm der Meister,
Wenn ich sitze, dann sitze ich, Wenn ich stehe, dann stehe ich u. Wenn ich gehe, dann gehe ich.
Der Schüler fragt, gibt es noch irgendwas darüber hinaus ?
Der Meister bleibt gelassen u. wiederholt, was er dem Schüler schon vorher gesagt hatte,
Wenn ich sitze, dann sitze ich, Wenn ich stehe, dann stehe ich, Wenn ich gehe, dann gehe ich !
Der Schüler meint, Meister, dass tue ich doch auch ?
Der Meister antwortet seinem Schüler, dass tust Du eben nicht,
Wenn du sitzt, dann stehst du schon, Wenn du stehst, dann gehst du schon u. Wenn du gehst, dann bist du schon am Ziel".


Das erinnert mich an Beppo, den Straßenfeger, kennt ihr den noch? (Aus Momo)

Zitat:
Manchmal hat man eine sehr lange Straße vor sich.
Man denkt, die ist so schrecklich lang;
das kann man niemals schaffen, denkt man.
Und dann fängt man an, sich zu eilen.

Und man eilt sich immer mehr.
Jedes Mal, wenn man aufblickt,
sieht man, dass es gar nicht weniger wird,
was noch vor einem liegt.

Und man strengt sich noch mehr an,
man kriegt es mit der Angst,
und zum Schluss ist man ganz außer Puste
und kann nicht mehr.

Und die Straße liegt immer noch vor einem.

So darf man es nicht machen.
Man darf nie an die ganze Straße auf einmal denken, verstehst du?

Man muss nur an den nächsten Schritt denken,
an den nächsten Atemzug, an den nächsten Besenstrich.
Und immer wieder nur an den nächsten.

Dann macht es Freude; das ist wichtig,
dann macht man seine Sache gut.
Und so soll es sein.

28.12.2019 09:32 • x 5 #12


Jedi

Jedi

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Zitat von ViolettaM:
Das erinnert mich an Beppo, den Straßenfeger, kennt ihr den noch? (Aus Momo)

Absolut
Ein Klassiker u. voll von Weisheit !
Habe diese tolle Geschichte schon ein paar Mal gelesen u. werde dieses Buch irgendwann
wieder in die Hand nehmen u. lesen !

Sehr empfehlenswert zu lesen !

LG Jedi

28.12.2019 15:16 • x 1 #13


Jedi

Jedi

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Hallo

Unser Kopf steht für Vernunft u. Sachlichkeit.
Dagegen unser Herz, dieser gilt als Ort unserer Seele u. Gefühle.
Der Bauch beherbergt dagegen, die Intuition, unser Bauchgegühl u. Instinkte.
Unsere Gedanken, wenn wir ihnen ungeprüft die Macht über unseren Verstand überlassen, nehmen starken Einfluss
auf unsere Gefühle u. Emotionen.
So kann uns unser Wahrnehmungs-Filter, uns ein flasches Bild der Wirklichkeit zeigen.

Hilfreich ist es, wenn man Herz u. Bauch irgendwie verbinden kann !

Dazu möchte ich eine Achtsamkeits- Übung hier einmal aufschreiben, die ihr, wenn ihr möchtet, mal ausprobieren könnt.
- Zuerst wäre es wichtig, sich eine Zeit dafür zu nehmen, wo man ungestört sein kann.
Villt. einmal das Telefon ausstöpseln, Radio u. Fernseher, sowie auch mal unser Smartphone u. PC ausschalten !
Was ich gerne empfehlen möchte, wäre eine sanfte Entspanungsmusik im Hintergrund laufen zu lassen.
- Nehmt eine Decke als Unterlage u. legt Euch auf den Rücken.
Versucht dabei entspannt u. bequem zu liegen.
Dann ein paar tiefe Atemzüge u. kräftig Ausatmen.
- Versucht soweit es möglich ist zu entspannen u. die Schwere in den Armen u. Beinen zu spüren.
- Nun legt eine Hand auf euer Herz u. eine Hand legt flach auf euren Bauch.
Spürt dabei die Wärme, die von den Händen ausgeht.
- Nun versucht bewusst euren Atemrhythmus wahrzunehmen u. richtig eure Aufmerksamkeit auf euer Herz u. Bauch.
- Schickt gute Gedanken an euer Herz u. Bauch, so als würdet ihr gute Gedanken an euren Partner/in, Freund, usw. senden.
- Versucht dabei diese guten Gedanken, mit einem Lächeln abzusenden.
- Nun spürt einmal, wenn ihr gut entspannt seit, wie sich der Körperbereich anfühlt, zwischen euren Händen.

(Fühlt es sich, um die Herzregion gut an, ein Gefühl evtl. von Geschützt sein - Geborgen sein ?
Um den ganzen Bauchbereich, fühlt es sich an, wie eine Umarmung, regt es gar die Darmtätigkeit an,
hebt u. senkt sich der Bauch im Rhythmus unserer Atmung ?)

Schaut, was ihr auf Körperlichen Ebene wahrnehmen könnt !
Nicht bewerten, nicht euch etwas dabei ausdenken, was nicht ist !
Sondern nur im Atemrhytmus sanft mitgehen u. in sich hinein spüren.
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Diese Übung kann uns eine Verbindung zwischen Herz u. Bauch spüren lassen, die besteht,
wir aber kaum noch wirklich wahrnehmen.
Unsere Antennen sind in der Regel überall, in allen Richtungen nach Außen gerichtet u. dort empfangen wir auch.
Was wir empfangen, ist für uns immer soooo Wichtig u. wir geben erst dem, was wir Empfangen diese Wichtigkeit.
Was sich in unserem inneren tut, bleibt oft unbemerkt, außer wenn Schmerzen sich melden,
wenden wir uns dieser Schmerzstelle zu.
Aber wir erhalten täglich sehr viele Signale, von unserem Herzen u. von unserem Bauchgefühl, die wir gerne überhören,
bzw. verlernt haben, diese Signale richtig zu deuten.
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
"Es muss vom Herzen kommen, was auf Herzen wirken soll" !
Ich denke, dass dieser Spruch aufmerksam macht, wie wichtig es für uns ist, wieder mehr in uns hineinzuhorchen,
unserer Herzensstimme wieder mehr Beachtung u. glauben zu schenken u. so auch unsere Antennen mehr
auf uns zu richten, damit wir wieder für die Signale aus unserem Inneren, Empfangsbereit werden.

Die Achtsamkeit kann uns dabei helfen, diese Verbindung zwischen Herz u. Bauch herzustellen !

LG Jedi

30.12.2019 17:34 • x 1 #14


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Nottinghill

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Habs grad probiert. Aber wenn der Nachbar irgendwelche Möbel zusammenbaut, kann ich mich nicht fallen lassen. Das muss ich wohl mal nachts machen. Aber etwas entspannt hat es schon.

30.12.2019 18:44 • x 3 #15


Jedi

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Hallo

Achtsam sich selbst gegenüber bleiben u. gut um sich zu kümmern, eine notwendige Aufgabe,
um ausgeglichen u. zufrieden zu sein !

Der Kabarettist Karl Valentin meinte einmal dazu:
"Heute gehe ich mich mal besuchen, mal schauen, ob ich Zuhause bin" !

So sollten wir uns jeden Tag einmal besuchen gehen !
Es ist gut einmal inne zu halten, einmal genau auf unser Inneres zuhören, unseren Körper wahrzunehmen,
was schmerzt, wo zwickt u. zwackt es.
Hinhören u. spüren, was bräuchte ich - was brauche ich gerade jetzt - was täte mir gut u. was täte gerade jetzt mir gut ?

Dieses in sich hineinhören u. sich spüren, ist für die allermeisten Menschen schwer, für manche gar unmöglich u.
für den ein oder anderen gehört es in die Ecke von Esoterik.
Viele von uns haben es nie gelernt oder gehört, du darst deine Bedürfnisse benennen u. sie dir erlauben !
Was nicht wenige gelernt haben u. sie immer noch für die Wahrheit halten ist,
sich selbst nicht so wichtig zu nehmen, denn das wäre ja Egoistisch, gar villt.schon Narzisstisch.
So sind unsere Antennen immer ausgerichtet, hin zu den Anderen, beim Partner/in - bei den Kindern - bei der Familie (Eltern u. Geschwister) - bei Freunden u. Bekannten, gar bei uns fremden Menschen.
Da wird oft genau hingesehen - hingehört, was ihre Bedürfnisse sind u. wie wir dazu beitragen können,
dass es ihnen gut geht.
Natürlich erwarten wir, dass wir Lob, Anerkennung u. gar dafür geliebt werden, dass wir unsere eigenen Bedürfnisse
nicht nur hinten anstellen, sondern oftmals gar verleugnen.

Was passiert oft, wenn wir durch unser Handeln etwas dann gar erwarten, wir werden nicht selten enttäuscht !
So geschieht es auch in unserem Job.
Wir übernehmen noch mehr Aufgaben - machen Überstunden - sind für den Chef auch am Wochenende Online u.
dann wollen wir auch diesen Einsatz von unserem Chef auch Wahrgenommen wissen, Lob u. Anerkennung werden
auch irgendwie doch insgeheim erwartet.

Dabei merken wir oftmals noch nicht einmal, dass wir unsere Belastungsgrenze schon längst überschritten haben u.
das Lob u. Anerkennung, uns gar nichts nützt, da wir bereits gegen uns Krieg führen,
weil wir gegen unsere innere Wahrheit ankämpfen.
So hören wir nicht mehr unsere innere Stimme, die uns rät, "Nein" zu sagen, anstatt "Ja" u. dabei zu erwarten,
dass uns Lob u. Anerkennung schon über die Belastungsgrenze trägt !
Von dieser Fehlannahme, wissen hier nicht wenige Forenmitglieder, in diesem Depressions-Forum,
durch eigene gemachte schmerzliche Erfahrung hier zu berichten.

Also könnte die Aufgabe für das neue Jahrzehnt sein, kümmern Wir uns, gut um Uns !

Hierzu ein paar Achtsamkeits-Übungen !
- Egal wo wir uns gerade befinden, am Arbeitsplatz oder Zuhause, einmal kurz inne zu halten u. wahrzunehmen,
was wir in diesem Augenblick erleben, was wir mit unseren verschiedenen Sinnen auch Wahrnehmen können.

Auf einem Stuhl sitzend, kann man es gut üben,
"Wahrnehmen, wo unsere Körperfläche den Stuhl berührt",
spüren, ist da ein Druck, ist es angenehm oder unangenehm,
schmerzt etwas,
ist es gar bequem,
können wir aufrecht sitzen,
sind wir in uns versunken,
haben unsere Füße, festen Kontakt zum Boden,
können wir gut atmen, uvm." !
Wahrnehmen, spüren, ohne zu bewerten !
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Eine weitere Übung wäre, die Aufmerksamkeit auf ihre Umgebung zu richten u. wie mit einem Scheinwerfer,
alles einmal zu beleuten. - Nur wahrnehmen , ohne zu beurteilen !
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Auch ist es sinnvoll, einmal inne zu halten u. sich Zeit dafür zu nehmen,
- Was beschäftigt mich gerade ?
- Was geht mir gerade alles so durch den Kopf ?
- Wie fühle ich mich gerade ?
- Was erzählen mir gerade meine Gedanken ?
- Was ist körperlich gerade spürbar ?
- Bin ich mit meinem Job zufrieden ?
- Bin ich in meiner Partnerschaft (Ehe) zufrieden ?
- Was bereitet mir gerade Kummer, gar Sorgen ?
- Was möchte ich noch gerne einmal tu oder erleben ?
Und diese Liste kann man nach individuellen Bedarf noch erweitern oder gar auch kürzen !
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Sich seiner Bedürfnisse gewahr werden u. sie sich auch erfüllen u. sich dabei einmal zu erleben,
die eigenen Gedanken - Gefühle u. Emotionen dabei wahrzunehmen.
Sich diese Bedürfnisse, auch ohne ein schlechtes Gewissen, bzw. ohne sich durch Bestätigung von Außen,
sich mit einem guten Gewissen auch zu erlauben !
----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Wenn es in unserer nahen Umgebung, einen Menschen gibt (Partner/in, Familienangehörige, Freunde od. Bekannte,
ein guter Arbeitskollege), dem es gerade nicht gut geht, so zu schauen, wo können wir etwas für ihn tun ?
Aber auch gleichzeitig sich seiner eigenen Grenzen dabei bewusst sein.
Nicht in das Leid des Anderen mit hineinsteigen, sondern Mitgefühl reicht oft da völlig aus.
Auf sich dabei gut zu achten, sonst wird man schnell zu einem Verstärker der Ursächlichkeiten,
anstatt zu einem Menschen, der an der Seite bleiben kann u. Stütze ist.

So soll die Achtsamkeit u. Selbstfürsorge eine wichtige Aufgabe in unserem gesammten Leben sein,
um an Körper - Geist u. Seele gesund zu bleiben !

So können wir von Buddha lernen,
"Der Kluge hütet Achtsamkeit, wie seinen größten Schatz" !

LG Jedi

02.01.2020 19:59 • x 7 #16


Jedi

Jedi

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Hallo

"Wer Bäume setzt, obwohl er weiß, der er nie in ihrem Schatten sitzen wird,
hat zumindestens angefangen, den Sinn des Lebens zu begreifen" !

(Tagore)

Das Zitat ermuntert mich gerade für mein nächstes Thema hier, über das Waldbaden etwas zu berichten.

LG Jedi

11.01.2020 20:41 • x 3 #17


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Machara

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Zitat von Jedi:
nächstes Thema hier, über das Waldbaden etwas zu berichten.


Da bin ich jetzt schon gespannt was du dazu berichtest.

11.01.2020 21:09 • x 3 #18


Jedi

Jedi

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Das Gegenstück zum äußeren Lärm, ist der innere Lärm des Denkens.
Das Gegenstück zur äußeren Stille, ist innere Stille jenseits der Gedanken.

(Eckhart Tolle)

12.01.2020 17:15 • x 3 #19


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Resi

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Oje. . . bei Eckhart Tolle fangen meine Augen schon fast von selbst an zu rollen

12.01.2020 17:20 • x 2 #20


Jedi

Jedi

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@Resi !

Zitat von Resi:
Oje. . . bei Eckhart Tolle fangen meine Augen schon fast von selbst an zu rollen

Warum Resi ?

Gerade erinnere ich mich an einen intensiven Austausch über "Eckhart Tolle" im BOF
In meiner KVT ist mir E. Tolle sehr oft begegnet u. 2010 hatte ich E.Tolle live erleben können,
obwohl ich ihn da noch nicht wirklich verstanden habe.
Erst in meiner therapeutischen Begleitung, bin ich durch meinen TP, wieder mit E.Tolle in Berührung gekommen.
Habe sehr viel daraus lernen können !

LG Jedi

12.01.2020 17:33 • x 3 #21


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Resi

1706
3
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Ich glaube, das ist ein "Vorurteil", weil meine Schwester ihn sehr verehrt hat und dieses kleine
Buch immer bei sich trug wie eine Bibel, mich hat das tierisch genervt
Zitat:
Gerade erinnere ich mich an einen intensiven Austausch über "Eckhart Tolle" im BOF

Aber jetzt nicht mit mir, gell?

War ich da vielleicht noch gar nicht dabei?
Ich kann mich jetzt nicht erinnern. . .

12.01.2020 17:49 • x 2 #22


sandy85

Ich find Eckhart Tolle auch so super

12.01.2020 18:00 • x 3 #23


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Machara

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2987
Zitat von Jedi:
"Eckhart Tolle" im BOF


Oh ja

12.01.2020 18:49 • x 1 #24


Jedi

Jedi

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@Resi

Zitat von Resi:
Aber jetzt nicht mit mir, gell?

Nein mit Dir nicht !
Es war ein männliches Forum-Mitglied.
Er selbst hatte war von Burn Out nicht betroffen, aber seine Frau.
Er war auch Selbstständig - kömme jetzt aber nicht auf seinen Nickname.
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Zitat von Resi:
Ich glaube, das ist ein "Vorurteil", weil meine Schwester ihn sehr verehrt hat und dieses kleine
Buch immer bei sich trug wie eine Bibel, mich hat das tierisch genervt

Wahrscheinlich meinst Du das Buch "Jetzt" die Kraft der Gegenwart ?
Einwirklich gutes Buch, aber es sollte nicht zur Bibel gemacht weden.
Ich habe auch andere Bücher von ihm gelesen u. habe mir da das herausgezogen, was mir sinnvoll u. nützlich erschien.

LG Jedi

12.01.2020 19:09 • x 2 #25


Jedi

Jedi

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Hallo

Achtsames absichtsloses Eintauchen in unseren Wald u. dabei unsere Sinne öffnen, mehr braucht es für
ein Waldbaden nicht.
Eine Ugandische Weisheit besagt : "Kennt man die Bäume nicht, behandelt man sie alle, wie Feuerholz".

Achtsamkeit u. Waldbaden sind eine gute Kombination zur Stressreduzierung, sind Gesundheitsfördernd,
eine gute Tankstelle, um sich wieder mit Energie zu versorgen, wieder einen Bezug zur Natur zu bekommen.
Auch ist es möglich, unseren unruhigen Geist einmal zur Ruhe zu bringen.
Es kann sehr viel Spaß machen u. ein wirkliches Erlebnis werden, einmal ein geführtes Waldbaden mitzumachen.
In einem solchen Kurs bekommt man gute Anleitung u. weitreichende Informationen zu unserer Natur u.
der positiven Wirkung des Waldbadens.
Shinrin Yoku - Waldbaden kommt aus Japan - wird dort sogar Ärztlich verordnet, weil die Gesundheitsfördernde u.
Gesundheitserhaltene Wirkung sehr geschätzt wird.
Wissenschaftlich wird daher viel für die Erforschung des Waldbadens unternommen, um die Nützlichkeit u.
gesundheitsfördernde Wirkung auf Körper - Geist u. Seele zu bestätigen.

Ein Kurs kann damit beginnen, sich in der Stadt zu treffen u. das die Teilnahmer sich einmal in dieser Umgebung,
ihren Blutdruck messen lassen.(Freiwilligkeit ist vorrausgesetzt)
Manche waren über die gemessenen Ergebnisse schon sehr erstaunt.
Dann ging es in den Wald u. es begann mit einem gemütlichen Waldspaziergang u. der Fokus wurde auf die Langsamkeit,
Sehen - Hören u. Riechen gelegt.
Interesannte Unterweisungen, machten allein diesen Waldspaziergang zu einem tollen Erlebnis.
Wir konnten erfahren, dass die Farbe Grün der Blätter, eine beruhigende Wirkung auf unsere Psyche u.
somit auch Einfluss auf unsere Körperfunktionen hat.
Dies war auch messbar u. so wurde noch einmal der Blutdruck der Teilnehmer gemessen u. auch hier konnte man feststellen,
dass der erhöhte Blutdruck, der bei Einigen in der Stadtumgebung gemessen wurde, nun deutlich niedriger ausfiel.
Was doch uns auch lehrte, dass die vielen Reize in der Stadtumgebung, großes oft unbemerkten Einfluss auf uns hat.

Wissenschaftlich ist erforscht, dass die Bäume Duftstoffe verströmen, die der Warnung anderer Bäume vor Schädlinge dient,
hier aber stärkemd auf unser Immunsystem sich auswirken.
Besonders die Terpenoide, die von den Nadelbäumen verströmt werden, sind für uns Menschen gesundheitsfördernt.

Es tut gut, einmal mit bloßen Füßen über den Waldboden zu laufen, um einmal einen direkten Kontakt
zum Waldboden zu erfahren.
Es ist eine andere Sinneserfahrung mit bloßen Füßen über den Waldboden zu gehen, die man,
wenn auch in so geeigeneten Schuhenwerk, wir nicht machen können.

Eine schöne Erfahrung ist, wenn man zu einer Baumkrone hochschaut u. dabei, wie die Äste des Baumes,
sich selbst dabei einmal seicht hin und her zu wiegen.
Es gibt dabei die Möglichkeit, dies in einem Kreis mit den anderen Teilnehmen zu machen,
Allein u. dabei die Arme weit auszubreiten oder sich auch einmal selbst in den Arm zu nehmen, was die Selbstliebe u. Selbstfürsorge noch einmal unterstützt u. erlebbar werden lässt.

Nun sucht man sich einen Baum u. eine gute Stelle, wo man sich mit dem Rücken an den Baum sitzend anlehnt.
Dies machen auch einige Teilnehmer im Stehen, einige legen ihre Arme um den Baumstamm, so wie es
jeder in den Moment tun möchte. Alles kann darf - nichts muss !
Es wäre schön, die Augen zu schließen u. nicht den Gedanken, zu sehr an Aufmerksamkeit zu schenken,
sondern, die Gedanken, wie die Wolken am Himmel, an uns vorbeiziehen zu lassen.
Gehört sicher zu den schwesten Übungen, da viele Menschen ihren Gedanken ständig Aufmerksamkeit schenken u.
egal, ob diese Gedanken wahr sind, nützlich oder so keinen wirklich realen Bezug haben.
Es ist reine Übungssache u. meine Empfehlung, bitte nicht zu schnell aufgeben, sondern dran bleiben !
Gebt Euch dafür die nötige Zeit u. Geduld ! - Auch hier gilt es, alles kann - nicht muss !
Bitte keinen Leistungs- u. Erfolgsdruck erzeugen, dass wurde durch den Seminarleiter ausdrücklich,
uns immer wieder bewusst gemacht.

Am Schluss können wir einen Ausschnitt des Waldes betrachten, indem wir aus einem Pappkarton
ein Fenster ausschneiden u. durch dieses Fenster einmal verschiedene Ausschnitte,
der Waldumgebung auszuwählen u. sie virtuell in uns abspeichern.
Der Sinn liegt darin, wenn uns einmal der Alltag zu überfordern scheint, können wir uns diesen von uns
gewählten Ausschnitt vor unseren Augen aufrufen u. es kann uns Beruhigen.

Ich würde gerne einmal dazu ermutigen, sich einmal ein solches Waldbaden-Seminar zu gönnen.
Es macht ein gutes Gefühl in der Gemeinschaft u. der Umgebung des Wald, sich dabei zu entschleunigen.
Im Waldbaden können wir wieder auf eine einfache Weise, auf uns Selbst konzentrieren, mit uns in Kontakt gehen,
wahrnehmen u. spüren.
Es geht darum bewusst unsere Sinne einzusetzen, um so wieder mehr Kontakt zur Natur zu erhalten.
Dazu dienen auch die vielen Informationen, die uns so dann auch, den Wald für uns noch erlebbarer werden lässt.
Villt. entwickeln sich durch diese Erfahrung neue Ideen, erhält neue Impulse u. ein anderes, gar neues Lebensgefühl.

Sicher ist Waldbaden nicht nur sehr geeignet für die, die einen Burn-Out erlitten haben oder an einer Depression leiden
u. besonders zu empfehlen, sondern auch als Prävention für Männer u. Frauen geeignet, deren Alltag oft voller Termine sind,
gar zu Hause mit der Kindererziehung, Haushaltsführung beschäftigt oder gar Beruf u. Familie zu vereinbaren haben,
sehr geeignet, dies als eine Auszeit, vom Alltäglichen Geschehen u. als Entschleunigung zu nutzen.

Villt. konnte ich einmal euer Interesse wecken, sich mit dem Waldbaden zu beschäftigen oder mal an einem solchen Seminar teilzunehmen.
Es wird sicher ein interessantes Erlebnis werden.

LG Jedi

21.01.2020 19:28 • x 3 #26


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111Sternchen222

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Danke @Jedi da freue ich mich auf den Frühling wenn neues Grün im Wald aufblizt!

21.01.2020 20:15 • x 2 #27


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Machara

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Das auch ich ein Fan vom Waldbaden bin ist ja nicht neu.

Heute habe ich überlegt das dieses Wochenende genau der richtige Zeitpunkt ist

mehre Stunden in den Wald abzutauchen.

Nur mit einem Notfallhandy warmer Kleidung und Tee.

Runterfahren und die Nachrichten außen vor lassen.

Bei mir sein.

13.03.2020 19:21 • x 2 #28


Jedi

Jedi

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@Machara !

Zitat von Machara:
mehre Stunden in den Wald abzutauchen.

Toll !
Die Natur, als Sehnsuchtsort wieder zu entdecken, kann eine wichtige Ressource für uns Menschen werden.
Wenn wir bereit sind, unser Herz zu öffnen u. zu schützen , was wir lieben,
so wie es Heinrich Pestalozzi schrieb,
"Nur was wir kennen u. lieben,
sind wir zu schützen bereit".

So kann uns die Natur dabei helfen, unsere Gefühle zu erkennen u. unseren Gedanken bewusst zu werden.
Waldbaden ist nur eine Möglichkeit, sich einmal mit der Natur zu verbinden u.
durch einüben der Wachheit in der Achtsamkeit. innezuhalten.
--------------------------------------------------------------------------------------
"Bei jedem Wetter, zu jeder Tages- u. Nachtstunde versuche ich,
den gegebenen Augenblick zu nutzen.
Immer war ich bedacht, dort festen Fußes zu fassen, wo zwei Ewigkeiten - Vergangenheit u. Zukunft zusammentreffen,
dass heißt gerade im jeweiligen Augenblick".

(Henry David Thoreau)


LG Jedi

14.03.2020 15:49 • x 1 #29


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Mayke1

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Heute Nachmittag habe ich eine schöne Achtsamkeitsphase erlebt. Ich lag im Garten auf der Liege, blinzelte in den blauen Himmel, verjagte ein paar Fliegen, nippte ab und zu an meinem Kaffee und war recht zufrieden. Ruhe und Stille auch auf der Straße, die an unserem Haus vorbeiführt. Auf einmal hob ein großes Durcheinander an Vogelgezwitscher an.
Eine Weile lag ich mit geschlossenen Augen da, horchte und versuchte, die einzelnen Vogelstimmen zu unterscheiden.
Kurze Zeit später holte ich mir einen Zettel und schrieb auf, welches Tier in der näheren Umgebung zu hören war. Auch das raschelnde und piepsende Mäuschen im Gebüsch wurde erwähnt.
Eine lange Zeit saß ich da, lauschte und freute mich, wenn ich wieder meinen Stift in Bewegung setzen konnte.
Amsel, Star, Eichelhäher, Elster, Specht, Taube, Rotkehlchen, Zilpzalp, Kohlmeise, Buchfink, Gartenrotschwanz, Rabe, Spatz, Grünfink, Wiedehopf, Hummel, Wespe, eine Art "Goldkäfer", Mäuse und Eichhörnchen. Über den Gärten kreiste ein kleiner Turmfalke.
Ich freue mich über die tierische Vielfalt in unserem Garten. Das achtsame Zuhören heute hat mir gut getan.

26.04.2020 19:58 • x 1 #30

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