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Männer und Frauen, Kommunikation - eure Erfahrungen

Zitat von ViolettaM:
Für mich wäre zu Beispiel ein männlicher Psychotherapeut völlig ausgeschlossen.


Kann ich verstehen. Viele Psychologen raten auch davon ab. Liegt wohl daran, dass bei Depression auch Probleme mit dem anderen Geschlecht wie S. Frustration eine Rolle spielen können (ohne dass der/die zu behandelnde sich darüber bewusst sein muss).

Es kann aber auch davon abhängen, welche Auffassung von Geschlechterrollen ein Patient/Patientin hat. Ich arbeite zum Beispiel mit einem Mann zusammen, der viele für mich eher weiblichen Züge hat (z.B. Lieblingsfarbe Pink oder er spricht viel in verniedlichender Sprache). Ich könnte mir vorstellen, dass es ihm vielleicht sogar lieber wäre, von einer Frau behandelt zu werden. Möglicherweise würde er sogar denken, dass eine Frau sich viel besser in ihn einfühlen könnte. Damit könnte wiederum auch diese Erwartungshaltung eine Rolle spielen.

24.12.2019 11:18 • #46


Zitat von Resi:
Du, das war meine Art, mit einem Mann Kontakt aufzunehmen, zu kommunizieren, das lief nicht mal auf der bewußten Ebene ab.
So hatte ich es leider gelernt.

GsD hat er das auflösen können als männlicher Therapeut.
Nichts anderes wollte ich damit klar machen.


Okay, dann verstehst es ja heute.

24.12.2019 11:20 • #47



Hallo ViolettaM,

Männer und Frauen, Kommunikation - eure Erfahrungen

x 3#3


Zitat von traumaland:
Was daran liegen kann, dass es bei der anderen eben gezwungenermaßen anders ankommt, da ihr beide Frauen seid, vermutlich hetero.
Wenn du aber einem Mann sagst, dass du dich wohl fühlst, der Abend schön ist, er schön ist, dann fehlt nur noch, dass du gleich in Flammen aufgehst. Diese Worte einer Frau haben nun mal eine andere Wirkung bei einem Mann, wo solche Sätze ganz eindeutig sind.

Wenn ich das einer Frau sage, hat das auch eine andere Wirkung, als wenn du sowas einer Frau sagst.


Ich gebe dir vollkommen recht! Auch wenn es heutzutage in westlichen Gesellschaften starke Bestrebungen gibt, alle herkömmlichen Unterschiede zwischen männlichem und weiblichem Verhalten aufzulösen oder zu leugnen, lässt sich manches nicht wegdiskutieren.

24.12.2019 11:34 • x 1 #48


Axel61
Also wenn das keine Politische-Diskussion wird Wer ist übrigens die 'westliche Gesellschaft' ? Ich gehör da sicher nicht dazu. Ich wohn ja aber auch in der Provinz

24.12.2019 11:39 • x 1 #49


Zitat von Axel61:
Also wenn das keine Politische-Diskussion wird Wer ist übrigens die 'westliche Gesellschaft' ? Ich gehör da sicher nicht dazu. Ich wohn ja aber auch in der Provinz


Tja. Vielleicht lässt sich das angesichts des Themas nicht ganz verhindern. Wer die westliche Gesellschaft ist? Gute Frage! Lässt sich heute nicht mehr ganz so klar abgrenzen. Durch Internet und Social Media verändern sich Weltbilder auch in zunehmendem Maße in Regionen, die man nicht für "westlich" hält.

Ich wohne ja auch in der Provinz aber arbeite in einer Großstadt. Ich muss sagen, auch meine Provinz ist längst nicht mehr so sehr von Einflüssen verschohnt, dass ich jemals einen richtigen Kulturschock erlebt hätte

Okay, wenn du im Bayrischen Wald wohnen solltest, ist das sicher was anderes

24.12.2019 12:09 • #50


Resi
Zitat von Michael808:


Kann ich verstehen. Viele Psychologen raten auch davon ab.id]

Von männlichen Therapeuten?
Das habe ich in dieser verallgemeinernden Form noch nie gehört- wer sagt so was?
Woher kommt diese Behauptung?
Zitat von Axel61:
Also wenn das keine Politische-Diskussion wird :

Dann bin ich hier raus.

24.12.2019 12:41 • #51


Zitat von Resi:
Von männlichen Therapeuten?

Nein, nicht von männlichen Therapeuten, sondern davon, einen Therapeuten/Therapeutin des jeweils anderen Geschlechts zu wählen. Ist allerdings schon über 10 Jahre her, dass ich das gelesen habe. Vermutlich werden sich die meisten Psychologen heutzutage hüten, so etwas zu sagen.

24.12.2019 12:52 • x 1 #52


Muss doch mal kurz zwischen zwei Veranstaltungen mal einen Blick reinwerfen

Zitat von Michael808:
Ich arbeite zum Beispiel mit einem Mann zusammen, der viele für mich eher weiblichen Züge hat (z.B. Lieblingsfarbe Pink oder er spricht viel in verniedlichender Sprache).

Huh, da hat das Klischee aber voll zugeschlagen i

Zitat:
Ich könnte mir vorstellen, dass es ihm vielleicht sogar lieber wäre, von einer Frau behandelt zu werden.

Das heißt, du bist selbst Therapeut?

Zitat:

Tja. Vielleicht lässt sich das angesichts des Themas nicht ganz verhindern. Wer die westliche Gesellschaft ist? Gute Frage! Lässt sich heute nicht mehr ganz so klar abgrenzen. Durch Internet und Social Media verändern sich Weltbilder auch in zunehmendem Maße in Regionen, die man nicht für "westlich" hält.


Es gibt ja angeblich kein Thema, das völlig unpolitisch ist.
Bzw. man kann aus allem eine politische Diskussion machen, wenn man will. Wollte ich aber nicht, wie man in der Überschrift sieht Viel interessanter als die 'allgemein bekannten' Weltbilder finde ich unsere eigenen, die auf persönlichen Erfahrungen und der eigenen Geschichte aufgebaut sind.


Zitat:
Dann bin ich hier raus


Ach bitte nicht Resi! Deine Beiträge tun viel dazu, dass das hier lebendig bleibt und eben keine politische oder weltanschauliche Diskussion wird!

So, bin erstmal wieder weg, habt einen schönen Tag!

Liebe Grüße

25.12.2019 15:15 • x 2 #53


Frederick1
hallo ihr Lieben,

wir denken immer komplizierter, deshalb nehmen leider auch unsere Depressionen immer mehr zu.

Frau sein.Mann sein.ist doch etwas ganz Normales, Natürliches.Leider rücken wir Menschen immer mehr von unserer Natürlichkeit ab, und so machen wir uns das Leben selbst schwer, gerade in unseren Beziehungen.

Wir erfinden die unmöglichsten Dinge.gerade auch in der S. zwischen Frau und Mann.

Werden wir doch wieder natürlicher, ursprünglicher.

Nehmen uns selbst an. so wie ich bin, nehme ich das andere Geschlecht an, so wie es ist.

Versuchen wir uns zu akzeptieren, miteinander auszukommen, egal was Politik oder andere Personen denken und sagen.

Ich darf doch selbst mein Leben bestimmen, das was mir gut tut, nicht was andere Menschen mir vorschreiben. Als Mensch habe ich doch einen freien Willen.

Ein wichtiger Schritt in die Entwicklung unserer Persönlichkeit ist doch meine Identifikation mit mir selbst.

Es gibt nicht den typischen Mann, die typische Frau, sondern eine große Vielschichtigkeit. Auch wenn unsere Eltern uns früher oft in eine bestimmte weibliche oder männliche Richtung erzogen haben.


liebe Grüße,

Frederick

25.12.2019 17:13 • x 2 #54


Zu dem Gesagten von Frederick möchte ich dieses Buch empfehlen (nicht nur für Eltern! )

Lasst Kinder wieder Kinder sein!: Oder: Die Rückkehr zur Intuition von Michael Winterhoff.

Man beachte den Inhalt des Buches, den ich leider nicht von Amazon hierher kopieren kann

25.12.2019 17:46 • x 1 #55


Zitat von ViolettaM:
Das heißt, du bist selbst Therapeut?

Wieso sollte es das heißen? Ich schrieb "ich könnte mir vorstellen". Reine Spekulation. Darf man als nicht-Therapeut etwa nicht über sowas nachdenken? Dafür sehe ich keinen Grund.

25.12.2019 19:25 • #56


Zitat von Michael808:
Ich arbeite zum Beispiel mit einem Mann zusammen, . . . . Ich könnte mir vorstellen, dass es ihm vielleicht sogar lieber wäre, von einer Frau behandelt zu werden.

Daraus hatte ich geschlossen, dass er zzt. von dir behandelt wird und du eben Therapeut sein müsstest. War dann wohl ein Missverständnis. Deine Signatur habe ich auch jetzt erst gelesen.

Abgesehen davon fände ich es mal interessant, die ganz persönliche Wahrnehmung von Therapeuten zu hören, also abseits von fachlichen Aspekten. Arbeitet z.B. ein männlicher Therapeut lieber mit Männern, eine Therapeutin mit Frauen? Oder eben gerade nicht? Und warum? Denn bei aller Professionalität steckt
ja doch ein Mensch im Therapeuten, mit eigener Geschichte und eigenen Gefühlen. Dementsprechend gibt es da ganz sicher auch wieder viele Varianten.

Zitat von Michael808:
Darf man als nicht-Therapeut etwa nicht über sowas nachdenken? Dafür sehe ich keinen Grund.


Klar darf man. Warum denn nicht?


Zitat von Frederick1:
Es gibt nicht den typischen Mann, die typische Frau, sondern eine große Vielschichtigkeit. Auch wenn unsere Eltern uns früher oft in eine bestimmte weibliche oder männliche Richtung erzogen haben.


Ganz genau darauf will ich ja hinaus, danke Frederick! Jeder von uns hat ein Mann- Frau-Bild gelernt, von seiner Umgebung vorgelebt bekommen, seine eigenen Erfahrungen gemacht und eigene Vorstellungen dazu entwickelt. Das interessiert und beschäftigt mich. Indem ich lese, wie andere das erleben oder erlebt haben, sehe ich meine eigenen Erlebnisse aus einem anderen Blickwinkel und das kann mir helfen, mich selber besser zu verstehen.

Beispiel: meine Eltern - glückliche harmonische Ehe, 50 Jahre lang, wirklich nachahmenswert.
Kindliche Vorstellung: später werde ich genauso wie meine Mutter und finde einen Mann wie meinen Vater.
Der Haken in meinem Fall: ich bin meiner Mutter gar nicht sehr ähnlich, rein äußerlich schon nicht.
Also findet ein Mann wie mein Vater mich nicht toll.

Ich habe sehr lange gebraucht, um meine eigenen Qualitäten schätzen zu lernen. Und ich merke, dass mein Umgang mit Männern auch heute noch oft von den alten Geschchten beeinflusst wird. Männern gegenüber bin ich immer noch kritischer und schneller genervt, als das bei Frauen der Fall ist. Mir ist schon klar, dass der jeweils betroffene Mann nichts dafür kann und ich gebe mir Mühe, es ihn nicht so merken zu lassen
Aber es ist halt nicht so einfach, aus dieser alten Haut rauszukommen.


Zitat:
wenn unsere Eltern uns früher oft in eine bestimmte weibliche oder männliche Richtung erzogen haben.

Da waren meine Eltern liberal. Meine Mutter fand es schon damals bescheuert, dass bei uns in der Schule die Mädchen Handarbeit hatten und die Jungen Werken. Darum hatte ich meinen Laubsägekasten zu Hause und konnte mich damit ausleben.
Hätte mein Bruder allerdings Neigungen zum Stricken gezeigt oder sich Puppen gewünscht, weiß ich nicht, ob sie das nicht doch komisch gefunden hätten.

26.12.2019 16:01 • x 1 #58


Zitat von ViolettaM:
Daraus hatte ich geschlossen, dass er zzt. von dir behandelt wird und du eben Therapeut sein müsstest. War dann wohl ein Missverständnis. Deine Signatur habe ich auch jetzt erst gelesen.

Achso, dann hatte ich das auch falsch verstanden.
Zitat:
Abgesehen davon fände ich es mal interessant, die ganz persönliche Wahrnehmung von Therapeuten zu hören, also abseits von fachlichen Aspekten. Arbeitet z.B. ein männlicher Therapeut lieber mit Männern, eine Therapeutin mit Frauen? Oder eben gerade nicht? Und warum? Denn bei aller Professionalität steckt
ja doch ein Mensch im Therapeuten, mit eigener Geschichte und eigenen Gefühlen. Dementsprechend gibt es da ganz sicher auch wieder viele Varianten.

Ja, das wäre mal interessant zu hören!
Zitat:
Da waren meine Eltern liberal. Meine Mutter fand es schon damals bescheuert, dass bei uns in der Schule die Mädchen Handarbeit hatten und die Jungen Werken.

Interessant! Bei uns an der Realschule konnten alle Schüler und Schülerinnen zwischen Technisches Werken und Französisch wählen. Damit waren dann in Technischem Werken nur Jungs zu finden und in französisch Jungs und Mädchen. Dieses Fach, wo man stricken musste, konnte man aber nicht abwählen. Da mussten alle Jungs und Mädchen mitmachen.

26.12.2019 16:43 • x 1 #59


Das hieß dann Textiles Gestalten, oder? Hatten meine Kinder auch. Aber ich bin 1969 eingeschult worden, da lief das noch anders

26.12.2019 18:08 • x 1 #60





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