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Eure Erfahrungen mit der Polizei

Unwichtiger

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Hallo da draussen,

mich würde mal interessieren, wie Eure Erfahrungen mit der Polizei sind.

Sowohl gute, wie auch schlechte.



Meine Erfahrungen sind insgesamt gemischt, insgesamt tendentiell negativ.

In 20 Jahren als Autofahrer war alles gut. Bin in der Zeit ca. 15x geblitzt worden, 3 kleinre Unfälle. EInige sehr freundliche Polizisten, hier und da mal arrogante und herablassende Beamte.

Als 19Jähriger n Auto bei Ebay verkauft: Käufer bedrohte mich am Telefon, er würde mich schlagen. Polizist auf der Wache nahm keine Anzeige entgegen.

Als 22Jähriger war ich auf der Wache, um einen Internetbetrug anzuzeigen. Habe Ware bezahlt, aber nie erhalten. Die Kripobeamte auf der Wache schrie mich regelrecht an, warum ich ohne Beweise käme.

Als 24 Jähriger wurde mein Roller geklaut. Polizei sehr freundlich, haben aber seltsamerweise monatelang gegen mich wegen Versicherungsbetrugs ermittelt, wie ich im Nachhinein erfuhr. Erst durch Zufall wurden die Täter und mein Roller erwischt.

Mit 25 ne Demenzerkankte an ner Autobahnabfahrt gefunden. Polizei freundlich.

Mit 26 nen Spiegel eines parkenden Autos mitgenommen: Polizist sehr freundlich, gab mir nichtmal Bußgeld.

Mit 27 ne Einfahrt zugeparkt: Polizist ebenfalls super freundlich, kein Bußgeld.

Mit 28 Mein Auto blockierte einen Bus. Polizisten freundlich.

Mit 31 wurde ich im Straßenverkehr von einem jungen Rollerfahrer massivst bedroht. "Du *beep*, ich bring dich um, etc. " Polizei gerufen, die waren sehr genervt, dass ich sie wegen so einer "Bagatelle" rufen würde.

Mit 32 lief unserer Pflegeeinrichtung eine völlig desorientierte Person weg: Polizei sehr sehr freundlich.

Jetzt die haarsträubenden Fälle:

Mir wurde 2018 vor meinem Büro am hellichten Tag ins Auto eingebrochen. Die Türen des Autos standen offen, Gegenstände aus dem Auto waren auf Fahrbahn und Bürgersteig verteilt. Geklaut wurde nichts, war nichts wertvolles im Auto.
Ich fahre zur Wache. Freundlicher junger ca. 25jähriger Polizist. Ich erkläre ihm die Sachlage und zeige ihm das Auto.
Er sagt mir, er könne keine Anzeige entgegen nehmen, da keine Straftat vorliege. Denn es sei nichts gestohlen worden. Ich dachte, ich spinne. Auf meine Frage, ob ich jetzt also zu einem fremden Auto gehen könne, das Auto öffnen und durchwühlen, ohne strafrechtlich belangt zu werden antwortete er nur: "Nett wäre es nicht". Es war offensichtlich, dass der Polizist keine Lust hatte, ne Anzeige entgegen zu nehmen. Der wusste genau, dass auch der VERSUCH des Diebstahls strafbar ist.

Die Kollegen auf der Arbeit rieten mir zu einer Dienstaufsichtsbeschwerde, habe ich aber nicht gemacht. Ich denke, das bringt nichts.

Der Zweite Fall:

Im Juli diesen Jahres wurde ich Zeuge, wie es zu einem Streit zwischen einem 70jährigen Ehepaar und einem 40jährigen Rennradfahrer kam.
Das Ehepaar lief auf dem Radweg.
Der Radfahrer rastete völlig aus, schrie er würde sie umbringen und wollte sie verprügeln. Er war groß und muskulös und sah aus, wie jemand, mit dem man sich nicht anlegen sollte.
Ich bin dazwischen gegangen und habe das Ehepaar beschützt. Der Radfahrer rastete minutenlang völlig aus, während wir beschwichtigten. Er schrie und schlug zweimal nach mir, sowie nach dem Rentner.
Irgendwann kam die Polizei und vermutete bei dem Radfahrer Aufputschmittel, denn der schrie immer nch rum und ließ sich nicht beruhigen.
Allerdings war die Polizei völlig drauf bemüht, die Sachlage so darzustellen, dass sie keine Anzeige entgegen nehmen müssten.
Das Anschreien von "Ich mache dich fertig" & co sei keine Bedrohung, die beiden Schläge seien doch nur lockere Berührungen, und so weiter. Die hatten keinen Bock auf Papierkram.
Wir mussten minutenlang auf eine Anzeige bestehen.

Der Rentner erstatte Anzeige, der Radfahrer erstatte Anzeige.

Ich habe im Nachhinein schriftlich Anzeige erstattet.Der zuständige Kripobeamte bedankte sich zwar recht genervt und desinteressiert für meine Courage, ließ meine Anzeige aber offensichtlich unter den Tisch fallen. Denn ich habe nie wieder was davon gehört. Kein Schreiben, Nichts. Ich erwäge, mich zu beschweren.

05.12.2020 08:19 • x 3 #1


Verbrannt

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Deine Erfahrungen kann ich in ähnlicher Form bestätigen. Ich habe viele sehr nette Polizisten kennengelernt und leider aber auch einige wenige extreme Fälle die mich lebenslang prägen werden. Ich versuche mal deiner Auflistung ähnlich zu folgen.

1996 Schlug grundlos ein Alk. Rentner auf mich ein. Ich wehrte mich nicht, da ich Angst hatte den Mann versehentlich schwer zu verletzen o. schlimmer. Danach zur Polizei. Ich wurde förmlich ausgelacht und eine Anzeige wurde nicht aufgenommen.

1997 wurde ich von fünf Männern auf einer Brücke nach einer Zig. gefragt. Einer zerschmetterte eine Bierflasche von hinten auf meinem Kopf und sie stahlen mir im Anschluss mein Portemonnaie, Zig. und Sturmfeuerzeug.
Die Polizisten bei Aufnahme der Anzeige im KH waren sehr nett.

Ca. 1998 stand ich am Bahnhof und wollte zur Arbeit fahren (Samstag etwa 5:30 Uhr). Ein junger Mann stand unweit von mir und hinter uns auf der Bank lag ein Rucksack.
Plötzlich stürmten mehrere Beamte auf den Bahnsteig, rissen uns beide zu Boden und wir wurden in getrennten Autos in Handschellen zur Wache gebracht. Um es abzukürzen....
Der Typ hatte vorher schwere Straftaten begangen nur hatte er den Rucksack nicht dabei.... Also wurde der mir zugeordnet. Der Rucksack war bis oben voll mit Dro. aller Art, Diebesgut und Einbruchswerkzeug. Ich wurde 24 Stunden eingesperrt und zwischendurch immer wieder psychischer wie physischer Druck auf mich ausgeübt. Ein Polizist schlug mir mit der flaschen Hand mehrfach vor die Stirn. Immer wieder anschreien ( wieviel Gramm sind das ! Ersparen Sie uns das wiegen !)
Zum Glück hatte der junge Mann irgendwann wohl die genauen Mengen bis auf Gramm genau der Dro. zugegeben und ich durfte nach einer Entschuldigung gehen....

1998 Auto aufgebrochen. Schachtel Zig. gestohlen. Anzeige wurde aufgenommen. Beamte nett.

1999 Alk. nach Festival. Beamte trotz geringer Menge an Restalkohol ( ich war jung und dumm) sehr nett.

1999 Bedrohung mit Schusswaffe. Die Beamten kamen schnell und waren freundlich zu mir. Zu dem Täter dann nicht mehr so .

Zwischendurch immer wieder Kontrollen bei denen die Beamten nett bis reserviert waren. Insgesamt aber positiv.

Anfang 2000 dann mein schlimmstes Erlebnis. Nach einer Fahrzeugkontrolle Ohrfeigte mich ein Beamter mit meinem Führerschein in der Hand und setzte mit der Faust dann nach. Ich bin unwissentlich vorher vermutlich mit seiner Frau oder seinem Sohn in einer anderen Behörde verbal aneinander geraten. Dabei war ich im Recht. Direkt im Anschluss kam es zu dem Vorfall. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich habe mich damals nicht getraut eine Anzeige gegen ihn zu erstatten.

Ebenfalls Anfang 2000 Unfall bei Eisregen und leider den Führerschein vergessen. Zusätzlich noch verletzt. Die Beamten hat es nicht interessiert. Wichtig war ihnen nur Alk. und Dro. auszuschließen. Im Anschluss sind sie gleich mit in meine Wohnung gekommen und haben sich in Ruhe erstmal umgesehen. Beruf verfehlt.

Diverse Dro.kontrollen ab etwa 2008 wurden immer unfreundlich von den Beamten durchgeführt.

2015 Unsanft von einem Beamten auf einer Demo zu Boden gebracht worden, obwohl ich friedlich war und die Hände nach oben gehalten habe.

2016 Musste ich in Bayern an einer öffentlichen Straße in einen Becher urinieren. Dabei fuhren Familien mit Kindern im Auto vorbei. Sonst hätte man mich mit auf die Wache genommen und mir Blut abnehmen lassen.

2017 In Mecklenburg Vorpommern gleicher Fall wie in Bayern nur nicht ganz so erniedrigend. Ich durfte mit dem Beamten ein paar Meter in die Büsche gehen. Insgesamt recht freundlich.

2018 Habe ich einen Alk. Freund vom Bahnhof abgeholt. Er hat direkt vor dem Beamten trotz Alk. am Bahnhof seine volle Bierdose versehentlich fallen lassen und den Beamten buchstäblich in einer Fontäne aus B. geduscht.
Der Beamte reagierte total gelassen und freundlich mit dem Vermerk es ist jetzt Zeit zu gehen. Ein wirklich toller Mensch.

2018 Hat mich ein Autofahrer extrem genötigt und mir den Mittelfinger gezeigt. Bei Aufnahme der Anzeige habe ich zusammen mit dem Polizisten einen Lachanfall bekommen. Sehr netter Beamter.

2018 ? Einbruch beim einem Nachbarn. Die Polizei kam mit mehreren Kräften um die Umgebung abzusuchen. Allesamt freundlich.

Seither kein Kontakt mehr. Ich vermeide den Kontakt und bekomme heute aufgrund einiger Erfahrungen sofort Herzrasen und fange an zu zittern, sobald ich im Rückspiegel oder am Straßenrand einen Polizeiwagen sehe. Geschuldet ist das Ganze denke ich meinem Aussehen und teils auch meinen Fahrzeugen. Im Lehrbuch scheinen gewisse Typen oder Fahrzeuge wohl immer noch ganz oben zu stehen.
Es hat übrigens ganz gut getan sich das mal von der Seele zu schreiben. Insgesamt setze ich menschliches Verhalten bei Kontakt mittlerweile einfach voraus. Wie in jedem Beruf gibt es immer gute und schlechte Menschen. Das Machtverhältnis stört mich durch meine Erfahrungen jedoch.

05.12.2020 12:09 • x 3 #2


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bones

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Nun ich kann eigentlich positives sagen über männliche Polizisten. Bis auf ein Vorfall, der Junge Beamte hat meinen müssen vor mir den dicken zu machen , wo meine ex-Freundin dabei war. Aber hat nur nicht funktioniert da ich mich amüsiert habe über sein Verhalten und auch Sprüche rausgelassen hatte. Hatte nicht lang gedauert , waren sie auch weg.
Zu den weiblichen Polizistinen kann ich allerdings nix gutes sagen. Das sind Wichtigtuerinnen in mein Augen. Ständig sich vor ihren Kollegen behaupten zu müssen. Wurde in der Vergangenheit öfters mal kontrolliert wegen mein Äußeres, da ich ja tattoowiert und gepierct bin. Passe ebenso in deren Bild, wo direkt in die Schublade gesteckt wird. Aber Schwierigkeiten hatte ich eigentlich nicht wirklich.

05.12.2020 19:39 • x 1 #3


Unwichtiger

Unwichtiger

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@ Verbrannter: Deine Story, wo Du irrtümlich verhaftet worden bist, finde ich heftig. Klar, ein Irrtum kann vorkommen. Aber dass man dich dich in Gewahrsam geschlagen hat - Auweia. Ebenfalls, dass Du in einer Kontrolle georfeigt worden bist.

Mir fällt noch ein negatives Ereignis ein. Vor 3 Jahren lag vor unserem Haus bei Dunkelheit ein Mann auf dem Bauch und rief um Hilfe. Er war unfähig, aufzustehen und krampfte. Ich würde auf Dro. tippen.
Zufällig kam die Polizei vorbei. Die Polizei hat den Mann wie Dreck behandelt. Grob angepackt, angemault.
Ich und ein Passaten-Pärchen deuteten an, dass da so nicht gehe, da waren sie etwas vorsichtiger.

05.12.2020 23:44 • x 1 #4


Unwichtiger

Unwichtiger

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Ich habe übrigens heute per Mail bei dem Kripo Beamten nachgehack, ob meine Anzeige von vor 4 Monaten tatsächlich nicht aufgenommen wurde.

Ich habe wirklich überlegt, es auf sich beruhen zu lassen. Aber andererseits war das jetzt das 3te Mal in meinem Leben, dass die Polizei eine Anzeige ignoriert. Die Polizei ist zur Aufnahme verpflichtet.

05.12.2020 23:48 • x 1 #5


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buddl1

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Polizisten.....
sind auch
NUR
Menschen.....

so vielfältig diese auch sind, so vielfältig ist auch deren Auftreten bei jeden Einzelnen gegenüber!
zu den einzelnen Erlebnissen, so gut oder eben sie auch schlecht sind möchte ich nicht bewerten,
jedoch anfügen, dass
- bei einer Anzeigenerstattung diese verpflichtet ist entgegen zunehmen!
Selbst wenn der Tatbestand darin keinen Bestand haben sollte.
das zu prüfen, kann sicherlich bereits der entgegennehmende Polizist, jedoch die Verweigerung der Entgegennahme nicht. Hier liegt dann immer ein Verdacht der Strafvereitelung vor....
Allerdings, wenn man sich bedroht fühlt....
reicht es nicht aus, dieses nur zu empfinden, es muss die eindeutige Tötungsabsicht bekundet werden.
und nicht wie Umschreibungen wie "dir passiert etwas".

Dabei müssen die Anzeigenerstatter nicht das StGB auswendig kennen, dass sollte von den Waffenträgern aber erwartet werden. Letztlich sind diese aber nur die Verfahrensermittler nicht die Verfahrensführer, das heißt, das ein anzeigte Tat grundsätzlich eine Verfahrenseröffnung zur Folge hat, in deren Folge die Polizei die Ermittlungen zu führt und nur eine Einstellung des Verfahrens anregen kann, wenn der Tatbestand oder kein anderer darin einen Bestand hat.
und wenn der Verdacht zur Erfüllung eines Tatbestandes vorliegt, kann nur der Verfahrensführer, die Amts-oder Staatsanwaltschaft dieses zur Einstellung bringen oder entsprechend einer Sanktionierung selbst oder über ein Gericht entscheiden lassen....

Aber bei allen Erlebnissen,
sie unterscheiden sich nicht von einem
Bäcker, Professor oder eine Putzfrau,
es bleiben Menschen in ihrem Beruf!
buddl1,

06.12.2020 08:37 • x 1 #6


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ClaraFall

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Puh .. Dafür brauch ich etwas Zeit aber erstmal: sowohl positiv als auch negativ.

Mein schlimmsten Erlebnis war heute vor .. ich meine.. 19 Jahren. Aber ich müsste in nicht mehr vorhandene Unterlagen sehen. Ja. 2001 - recht sicher. Da habe ich 12,5 Stunden auf der Wache verbracht. Geladen.

06.12.2020 08:59 • x 1 #7


Verbrannt

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@Unwichtiger

Ja, dass war gar nicht mal so lustig. Vor allem bekam ich im Anschluss auf Nachfrage einen Zettel auf dem Stand, dass ich Beschuldigter einer Straftat war und deshalb Ingewahrsam genommen wurde.
Das Gesicht von meinem damaligen Chef war entsprechend. Ich hatte mit ihm alles andere als ein gutes Verhältnis und musste dann den Tag an einem Sonntag nacharbeiten. Er hat gedacht, ich stecke da irgendwie mit drin.

Es war ein sehr dummer Zufall, komischerweise tendiere ich immer dazu. Ich könnte nie mehr etwas illegales machen, da 30 Sekunden später garantiert die Polizei neben mir stehen würde .
Ich habe da noch eine Story, aber die ist sehr heftig und ich muss das mit meiner Therapeutin aufarbeiten ist mir beim schreiben klar geworden. Von daher hat mir das hier schon weiter geholfen. Es würde vermutlich unglaublich rüber kommen. Meine Frau kennt die ganzen Geschichten und sagt dazu immer, wenn ich dich nicht kennen würde dann hätte ich es nicht geglaubt.

Vermutlich einfach Pech gehabt ?

Ich sehe es aber genauso wie die Vorgänger. Polizisten sind auch nur Menschen und es gibt gute und schlechte unabhängig vom Beruf.

06.12.2020 09:21 • x 2 #8


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ClaraFall

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Zitat von buddl1:
Polizisten.....
sind auch
NUR
Menschen.....

so vielfältig diese auch sind, so vielfältig ist auch deren Auftreten bei jeden Einzelnen gegenüber!
zu den einzelnen Erlebnissen, so gut oder eben sie auch schlecht sind möchte ich nicht bewerten,
jedoch anfügen, dass
- bei einer Anzeigenerstattung diese verpflichtet ist entgegen zunehmen!
Selbst wenn der Tatbestand darin keinen Bestand haben sollte.
das zu prüfen, kann sicherlich bereits der entgegennehmende Polizist, jedoch die Verweigerung der Entgegennahme nicht. Hier liegt dann immer ein Verdacht der Strafvereitelung vor....
Allerdings, wenn man sich bedroht fühlt....
reicht es nicht aus, dieses nur zu empfinden, es muss die eindeutige Tötungsabsicht bekundet werden.
und nicht wie Umschreibungen wie "dir passiert etwas".

Dabei müssen die Anzeigenerstatter nicht das StGB auswendig kennen, dass sollte von den Waffenträgern aber erwartet werden. Letztlich sind diese aber nur die Verfahrensermittler nicht die Verfahrensführer, das heißt, das ein anzeigte Tat grundsätzlich eine Verfahrenseröffnung zur Folge hat, in deren Folge die Polizei die Ermittlungen zu führt und nur eine Einstellung des Verfahrens anregen kann, wenn der Tatbestand oder kein anderer darin einen Bestand hat.
und wenn der Verdacht zur Erfüllung eines Tatbestandes vorliegt, kann nur der Verfahrensführer, die Amts-oder Staatsanwaltschaft dieses zur Einstellung bringen oder entsprechend einer Sanktionierung selbst oder über ein Gericht entscheiden lassen....

Aber bei allen Erlebnissen,
sie unterscheiden sich nicht von einem
Bäcker, Professor oder eine Putzfrau,
es bleiben Menschen in ihrem Beruf!
buddl1,



Bis auf den letzten Absatz gebe ich dir sicher recht .. aber bei der Polizei / der Kripo .. macht es einen gewaltigen! Unterschied! Der Bäcker kann blöd sein. Unverschämt. Dann kaufe ich da eben nicht mehr. Auf die Polizei bist du ggf angewiesen.

Und: sie hat mehr Macht.. dein Leben stark zu beeinflussen.

06.12.2020 09:56 • x 3 #9


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michi2879

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Ha,

ne bin nur 2 mal kontrolliert worden. Zur Hochzeit der Terrorismusfahndung der zweiten Welle in den 80ern.

Da schaute mich auf mal eine durchgeladene uzi an, mitten ins Gesicht, da wird einem doch mulmig.

Aber sonst hatte ich bislang *toi toi toi* als Autofaher keine Probleme mit den Freunden und Geldabnehmern.

Ein Strafzettel wegen zu schnellen fahrens, Handgemessen, ich hab das dann angezweifelt, kam dann die Aussage: Sie können gerne versuchen gegen uns auszusagen".

Na das war's auch nach grübel grübel, Füherschein seit 1983 ... ach rechnet doch selbst xD.

Zweimal wurde bei uns im Keller eingebrochen und ein Fahrrad geklaut, Anzeige erstattet, rausgekommen ist nix. Versicherung hat bezahlt erledigt. In beiden fällen waren die Beamten nett und freundlich. Anzeigen würde ich heute Diebstahl nicht mehr wenn es Kleinkram ist bringt nur Aufwand Papierkram und rauskommen tut meistens nichts.

Das mit den Ermittlungen wegen Versicherungsbetrug wird wohl gerne gemacht hatte ich auch mal ein Fernsehbericht dürber gesehen, wo ein Ehepaar auf einmal angeklagt war. Die Kosten waren dann um ein zigfaches höher als der Ursprüngliche Einbruchsschaden, ich glaube die hohlen auch nie wieder die Freundlichen Herren.

Gruß Michi

06.12.2020 10:08 • x 2 #10


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buddl1

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Lieber @clara Fall
es entspricht aber auch im letzten Absatz,
du triffst dort eben genau wie überall,
auf Nichtwissende, Überschlaue, Korrekte oder Übermenschen-
aber auch die Normalos, die ihre Arbeit tun,
auch die die dich in den Arm nehmen können und nicht
dich bei roter Lichtzeichenanlage über die Straße helfen.

Wenn man von der Polizei spricht,
sie ist nicht nur eine Institution, oder Prügelknabe der Nation.
es stehen gute wie schlechte Menschen dahinter.
ob du den Bäcker wechselt, bleibt natürlich dahin gestellt,
vielleicht schmeckt sein Brot deshalb besser, weil
er nicht der korrekteste bei seinen Zutaten ist.
wenn du mit dem einen Polizisten nicht sprechen willst,
es zu sagen dir ja auch frei steht und du mit einem anderen sprechen kannst.
das habe ich bereits mehrfach durch und war immer möglich.
buddl1,

06.12.2020 10:34 • x 1 #11


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ClaraFall

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Ich habe viele Jahre mit der Kripo zu tun gehabt, in insg. 23 Gerichtsverhandlungen gesessen und war kurz vor dem Zeugenschutzprogramm aufgrund Morddrohungen im Prozess, da ich Kronzeugin war ( das erste Jahr Verdächtige, dann Zeugung, dann Kronzeugin ).

Glaub mir .. Du hast keine Entscheidungsfreiheiten, wie du sie haben solltest! Zumindest nicht immer.

Gott.. das ist ein anders Leben.

Heute habe ich zwei tolle Jungs und gleich geht es ab in den Wald.

Besser ist das.

06.12.2020 10:57 • x 2 #12


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Kate

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Zitat von ClaraFall:
Heute habe ich zwei tolle Jungs und gleich geht es ab in den Wald.

Besser ist das.

Besser ist das absolut! Und noch viel viel besseres liegt vor Dir.

06.12.2020 10:59 • x 2 #13


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Resi

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Zitat von buddl1:
du triffst dort eben genau wie überall,
auf Nichtwissende, Überschlaue, Korrekte oder Übermenschen-
aber auch die Normalos, die ihre Arbeit tun,
auch die die dich in den Arm nehmen können und nicht
dich bei roter Lichtzeichenanlage über die Straße helfen.

Wenn man von der Polizei spricht,
sie ist nicht nur eine Institution, oder Prügelknabe der Nation.
es stehen gute wie schlechte Menschen dahinter.

Genauso ist es.
Das schließt aber nicht aus, daß der "Machtapparat" der Polizei ein wirklich großer und mächtiger ist.

Ich hatte bisher persönlich das Glück, wenig mit der Polizei zu tun zu haben, und wenn waren es nette Bullen.
Ich habe aus nächster Nähe erlebt, was Polizisten einstecken müssen, da waren auch junge Männer darunter, die einfach Angst hatten (1.Mai-Kundgebung) und eingekesselt waren von Rechtsextremen und den Leuten der Antifa, und Drohungen und Häme über sich ergehen lassen mußten.
Ich habe gesehen, wie üble Typen sie verspottet haben, weil sie sie wieder laufen lassen mußten.

Ich habe aber auch erlebt, wie abfällig Polizisten sich über "gestrandete" äußern.

Ehrlich gesagt mag ich es nicht, wenn verallgemeinert wird.
Es gibt immer solche und solche.

06.12.2020 11:05 • x 3 #14


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ClaraFall

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Das sollte man auch nicht.

Aber einen Unterschied, ob ich mit einem schlechten Bäcker oder einem schlechten Polizist zu tun habe, gibt es leider.

06.12.2020 12:09 • x 1 #15


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Machara

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Wollt ihr negativ Erfahrungen mit den "bösen Bullen" ?
Damit kann ich leider nicht dienen.

Ich habe schon mehrfach mit der Polizei zu tun gehabt
bei
Einbruch
Verkehrsunfall
Verkehrsvergehen
auffinden von Verstorbenen / Menschen die Suizid begangen haben,
Diebstahl
Internet Betrug
Demente die gesucht werden mussten
oder die Demente die in der Stadt bekannt waren und von der Streife regelmäßig zurück gebracht worden sind.

Es gibt freundliche und die die auf distanzierte Art und Weise ihren Beruf nach gehen.
Für mich kann ich nur sagen gehe ich höfflich mit den Beamten um so erlebe ich das in der Regel auch von der Gegenseite.
Es ist ein Beruf dem ich nicht nachgehen möchte.

Ich kann mir nicht vorstellen das es toll ist Fußball Rowdys Samstags Nachmittags mit der MG ins Stadion zu begleiten.
Sich schützend auf die Weihnachtsmärkte oder andere Großveranstaltungen zu stellen.

Hat sich einer von euch mal bei einem Polizisten für seinen Schutz bedankt ?


Es gibt auch die Ausnahme die Beamten die ihre Möglichkeiten missbrauchen aber die sind mir persönlich noch nie begegnet. Diese Menschen gibt es aber halt auch in anderen Berufsgruppen in denen es um Umgang mit " Schutzbefohlenen " gibt.

Etwas nettes zum Schluß
Im letzten Jahr ist der Hund meiner Tochter ausgebüxt da eine Tür nicht richtig zu war.
Die Nachbarn haben die Polizei gerufen als er auf der Straße rumlief.
Die Beamten haben den Hund zurück ins Haus gebracht einen Zettel hinterlegt das sie im Haus waren
und sonst ist nichts passiert.

06.12.2020 12:56 • x 2 #16


Unwichtiger

Unwichtiger

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Zitat von ClaraFall:
Bis auf den letzten Absatz gebe ich dir sicher recht .. aber bei der Polizei / der Kripo .. macht es einen gewaltigen! Unterschied! Der Bäcker kann blöd sein. Unverschämt. Dann kaufe ich da eben nicht mehr. Auf die Polizei bist du ggf angewiesen.

Und: sie hat mehr Macht.. dein Leben stark zu beeinflussen.

Das sehe ich exakt genauso.
Klar sind Polizisten normale Menschen mit Glück, Problemen, guter und schlechter Laune.

Aber: Polizisten haben Befugnisse, die sonst keiner in der Gesellschaft hat. Sie haben das Gewaltmonopol. Sie sind die Exekutive, die für die Durchsetzung der Regeln unserer Gesellschaft zuständig sind.

Ein Polizeibeamter hat eine überdruchschnittliche Pflicht zur Gesetzestreue.


Dazu kommt, dass wir in D ein strukturelles Problem mit Beschwerden über die Polizei haben:
Zeigt man einen Polizisten an, tut man das bei der Polizei.
Das ist, als wäre beim Fußball der Schiedsrichter gleichzeitig Spieler einer Mannschaft.
Andere Länder haben eine polizeiexterne Beschwerdestelle, eben damit objektive Ermittlungen gewährleistet sind.

(Ich will nicht nur über die Polizei schimpfen. Die meisten Kontakte waren ja positiv)

06.12.2020 17:01 • x 2 #17


Unwichtiger

Unwichtiger

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(Ich ärgere mich gerade über mich selbst. Ich habe gestern eine Mail an einen Kripo Beamten geschrieben, dass ich vermute, dass meine Anzeige vom Juni diesen Jahres nicht bearbeitet wurde.

(Kurzzusammenfassung: 40jähriger durchtrainierter Rennradfahrer will 70jähriges Ehepaar verprügeln. Ich bekomme das mit, will schlichten und kriege ebenfalls fast Kloppe. Meine Anzeige erfolgte per Mail, es gab keine Antwort. Und weil jetzt fast 6 Monate vergangen sind, dachte ich, meine Anzeige wird ignoriert.)

Heute mailt mir der 70Jährige, dass er ebenfalls noch keine Rückmeldung bekommen hat. Da seine Anzeige definitiv aufgenommen wurde, bedeutet das, die Bearbeitung ist noch in Gange und ich habe dem Kripo Beamten wahrscheinlich unrecht getan.

Das ist mir jetzt ein wenig peinlich. Ist mal wieder typisch für mich. Erst ärgern, irgendjemand einen Vorwurf an den Kopf knallen und hinterher Schamgefühle. Mal wieder voll ins Fettnäpfchen)

06.12.2020 17:57 • x 2 #18


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ClaraFall

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Ich habe das Wort Bullen glaub ich das letzte Mal mit 13 auf ner Demo in den Mund genommen. Da war ich mega-links und pubertär und natürlich ein Anarcho-Punk

Ich denke, dieser Thread ist doch differenzierter.

06.12.2020 18:01 • x 1 #19


Verbrannt

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Ich hau mich weg . Mit dreizehn waren meine größten Probleme auch wie ich realistische Löcher in meine Klamotten kriege und woher das Geld für EMP und co. kommt. Das cool sein war voll arbeitsintensiv...und wie man aussah. Ich glaube ich hatte die hässlichen Hosen überhaupt. Die T-Shirts mit Zielscheibe drauf und darunter "Schieß doch Bulle" ....Oh Mann

06.12.2020 18:13 • x 1 #20


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ClaraFall

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Und natürlich u.a. Hass und Slime hören... das war zu der Zeit ein Muss.

Und Docs mit roten Schnürsenkeln.. und Patchworkhosen .. diese aus Stoff.. und ach ..

06.12.2020 18:17 • x 1 #21


Verbrannt

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So siehts aus. Springerstiefel solange am Borstein schrubben bis die Kappe rauskommt . Slime hab ich mir tatsächlich vor 5-6 Jahren im strömenden Regen in Hamburg nochmal gegeben. War der Hammer.

06.12.2020 18:26 • x 1 #22

Pfeil rechts




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