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Erfahrungen mit Tagesklinik

Traube4

Es ist jetzt 4 Jahre her, da war ich zuletzt in einer Tagesklinik.
Ich habe keine wirklich positiven Erinnerungen daran. Habe auch nicht viel davon mitnehmen können.
Nach meinem Zusammenbruch bei der Arbeit in einem Seniorenheim suchte ich sie auf.

Heute kann ich sagen,Ich wollte nicht nochmal hin, aber den Gedanken an eine Klinik habe ich noch nicht aufgegeben.
Bedingt durch Corona aber habe ich auch dies zunächst auf Eis gelegt...

30.03.2021 12:19 • x 1 #1


Ex-Mitglied

Ich war nur nach einer OP in einer ambulanten Reha ... selbst also keine Erfahrung.

Der Vater meines großen Sohnes war kurz nach der Geburt für 5 Monate in der Tagesklinik, LVR, nach einem Zusammenbruch. Ihm tat es sehr sehr gut.

Toll fand ich da auch: 1x in der Woche kam ein Therapeut von dort mit ihm mit zu uns - wir fühlten uns sehr gut in der ganzheitlichen Betrachtung.

30.03.2021 13:09 • #2


Traube4

Da hattest Du Glück. Bei mir bestand ein unprofessioneller Umgang zu den Patienten. Der Ton war oftmals rau, wenig respektvoll, Die Anwendungen wurden oftmals lieblos abgehalten, fielen bisweilen auch ersatzlos aus, sodass die Patienten herumsassen.

30.03.2021 13:38 • x 2 #3


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Kate

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Hi Traube,
da hattest Du aber wirklich Pech. Meine TK Erfahrungen sind sehr gut.
Vielleicht probierst Du es doch nochmal?

Liebe Grüße Kate

30.03.2021 13:42 • #4


Traube4

Ich würde ja, aber im Augenblick habe ich nicht so recht die Kraft dazu..Dazu noch die Furcht bezügl. Corona..Und ich meine, dass sollte ja auch in der Nähe sein, naja, mal sehen...

30.03.2021 13:45 • #5


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Kate

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Zitat von Traube4:
aber im Augenblick habe ich nicht so recht die Kraft dazu..


Gerade da wäre es eigentlich ganz sinnvoll. Du kommst dort aus Gedankenspiralen raus. Wirst animiert, Dinge zu tun die Du vielleicht nicht tun würdest, bekommst hilfreichen Austausch und Gespräche.
Zumindest sollte es so sein.
Ich sehe Du zeichnest gern, das ist schon mal ein sehr guter Ansatz, den Kopf frei zu bekommen.

Liebe Grüße

30.03.2021 13:47 • #6


Traumtänzerin

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Ich habe ausschließlich positive Erfahrungen mit der Tagesklinik. Ich war da schon öfter. Für mich ist es ein Refugium mit sehr guter, eng getakteter psychologischer Betreung und einer Tagesstruktur, die ich phasenweise nicht alleine hinbekomme.

Ich schließe mich Kate an...vielleicht nimmst du nochmal Anlauf.

30.03.2021 13:48 • x 1 #7


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Kate

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Zitat von Traumtänzerin:
und einer Tagesstruktur,


Das stimmt, alles schön zeitlich getaktet.

30.03.2021 13:52 • #8


Traube4

Ja, ich würde, wenn es näher wäre, also an meinem Wohnort..Die Klinik lag für mich ideal, sehr gut erreichbar.
Ich werte die Idee einer Tagesklinik nicht generell ab, Gott bewahre, ich werde aber definitiv nicht nochmal dort hin gehen, wo ich war..

30.03.2021 13:53 • x 1 #9


Traube4

Dann trage ich mich noch mit dem Gedanken, stationär zu gehen..
Das geht so hin und her bei mir..

30.03.2021 13:59 • #10


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Kate

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Zitat von Traube4:
ich werde aber definitiv nicht nochmal dort hin gehen, wo ich war..


Absolut nachvollziehbar. Ist auch gerade wahrscheinlich nicht so einfach, sämtliche psychiatrische Einrichtungen werden förmlich überrannt. Mit ein bisschen Geduld, bekommst Du sicher einen Platz ein bisschen weiter weg. Angedacht ist ja immer Wohnort nah.

30.03.2021 14:00 • x 1 #11


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Kate

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Zitat von Traube4:
Dann trage ich mich noch mit dem Gedanken, stationär zu gehen.. Das geht so hin und her bei mir..

Ich habe das auch ganz oft, sobald es kippt gehen meine Gedanken automatisch dahin, weil es einfach nicht mehr zum aushalten ist.
Geht es dann wieder etwas besser, versteht man nicht was man da soll.

30.03.2021 14:11 • x 1 #12


Traube4

Ja, im Moment bin ich ja auch noch unentschlossen..Aber sinnvoll wäre es schon mit der Klinik. Nur ist es so viel, ich weiss gar nicht, was man bei mir zuerst behandeln soll...

Der Wunsch, stationär zu gehen, reifte schon länger bei mir, erstmals zog ich es im Jahre 2004 in Erwägung, nachdem mir mein damaliger Psychologe dazu riet..Dann verwarf ich es wieder, bis im Jahre 2013, nach einem ersten, gravierenden Nervenzusammenbruch, ich es wieder ins Auge fasste. Aber zeitgleich hatte ich meinen neuen Job bekommen, und erneut verwarf ich es...
Und der Zusammenbruch infolge des Jobs zwang mich dazu, die Tagesklinik aufzusuchen, weil es mir auch die wenigsten Veränderungen bedeutete..

30.03.2021 14:42 • #13


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Giraffe

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Hallo liebe Traube,

ich habe ausschließlich gute Erfahrungen machen dürfen zumal die Station mit der TKlinik zusammengearbeitet hat und ein nahtloser Übergang möglich war als es nötig war.

Praktisch wäre es allerdings schon, wenn es nicht all zu weit weg wäre denn der Weg alleine kostet ja schon Kraft, ging mir zumindest so.

Wenn du also eine andere TKlinik in deine Nähe hast, würde ich es dir auch empfehlen weil du dadurch wieder eine Tagesstruktur kriegst und auch Kontakte zu anderen Menschen kriegst, denen es ähnlich geht. Das hat mir zb auch sehr geholfen. Wenn du dann merkst, TKlinik ist dir noch zu viel, kann vielleicht ein Platz auf Station organisiert werden.

Ich drück dir die Daumen. Liebe Grüße
Giraffe

30.03.2021 15:52 • x 2 #14


kassie

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Hi, Traube4.
Ich denke ich weiß was du meinst. Ich hatte ambulante Termine bei Psychoärzten in so einer Sammelpraxis und wurde dort immer rumgereicht. Bis heute versuche ich meine vermeintlichen Geisteskrankheiten von dort zu erhalten, aber die tun überhaupt nicht dergleichen. Ich habe mit dem gesamten Psychiatrieapparat, aber auch Jugendamt, Ordnungsamt, Schule usw. negative Erfahrungen gemacht und bin nur deswegen traumatisiert bzw. dort wo ich eben jetzt bin. Aber so was kannst du mit den Verbrechern nicht "therapieren".
Wenn du nach Alternativen suchst, findest du vielleicht was im Buch von Peter Lehmann - Statt Psychiatrie. Einfach mal im Netz suchen, teilweise hat mir das auch emotional eine Stütze gegeben. Leider habe ich immer nur Leute um mich rum, die mir nichts gutes wollen. Lesen kommt da an seine Grenzen, besser wären Freunde.
Aber Freundschaft ist scheinbar nur was für Normale.

Dir alles Gute

Gestern 13:15 • #15


kassie

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Zitat von Ex-Mitglied:
Toll fand ich da auch: 1x in der Woche kam ein Therapeut von dort mit ihm mit zu uns - wir fühlten uns sehr gut in der ganzheitlichen Betrachtung.


Kam dir oder euch das gar nicht faul und intim vor? Ein Fremder der sich durch euer Heim ein Eindruck von eurer geistigen Gesundheit macht.

Als ich in der Kinder- und Jugendklapse war, wurden dort mal auch zwei geschickt, die meine Wohnung bei der Mutter begutachten sollten. Leider wird einer nie gesagt, wie sie sich gegen so was wehren kann.

Es gab übrigens mal einen Bericht über die psycholigische Ausbildung. Psychologen lernen, dass schon eine unaufgeräumte unsaubere Wohnung als Begründung dient, um einer Frau eine Geisteskrankheit zu diagnostizieren.

Ich habe so die Erfahrung gemacht, dass eine vor Psychoärzten immer krank ist. Ich wurde auch nie gesund geschrieben also mit keiner Diagnose stigmatisiert.

Gestern 13:30 • #16


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Kate

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Zitat von kassie:
Kam dir oder euch das gar nicht faul und intim vor? Ein Fremder der sich durch euer Heim ein Eindruck von eurer geistigen Gesundheit macht. Als ich ...

Nix von dem was Du schilderst stimmt auch nur ansatzweise. Und ich habe was gegen das Wort Klapse!

Gestern 17:37 • x 1 #17


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Melli67

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Zitat von Kate:
Und ich habe was gegen das Wort Klapse!

Ich möchte mich ungern in diesen Thread einmischen.
Aber der Ausdruck " Klappse " stößt auch bei mir auf . Ich finde es entmutigt, im Fall wo man wirklich
profissionelle Hilfe braucht ,den Mut zu haben sich in einer Klinik für psychisch kranke Menschen zu begeben.
Klappse hört sich sehr erniedrigend an, als hätte man sie nicht alle an der Latte .
Entschuldigung wenn ich mich so ausdrücke, aber Menschen wie ich und auch anderen Menschen war und ist so eine Einrichtung sehr oft ein Hilfe. Ich bin dort nicht hingegangen weil ich nicht mehr ganz richtig bin.

Mir persönlich hat der Besuch einer Tagesklinik immer sehr gut getan.Ich habe immer professionelle
Hilfe und Verständniss bekommen. Man hat mir auch nie den Eindruck vermittelt das ich nicht ganz dicht sei.

Ich wollte das für mich hier nur kurz anmerken.
Gruß, Melli

Vor 5 Stunden • x 1 #18


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Kate

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Zitat von Melli67:
Ich möchte mich ungern in diesen Thread einmischen. Aber der Ausdruck " Klappse " stößt auch bei mir auf . Ich finde es entmutigt, im ...

Das trifft es absolut. Gut geschrieben.
LG Kate

Vor 29 Minuten • #19

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