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Männer und Frauen, Kommunikation - eure Erfahrungen

Resi
So ist das, @ Pilsum
Deswegen hat es mir ja auch geholfen, daß dieser Theapeut mit mir gearbeitet hat.
Diese nonverbalen Signale kannst du von dir aus nicht erkennen, hab ich auch nicht gemacht.

Z.B. hatte ich oft beim Sprechen ganz leicht die Hand vor meiner Kehle, oder neigte den Kopf beim sprechen zur Seite, was mir gar nicht bewußt war.

Und ich habe versucht, ihn für mich zu interessieren, weil ich ihn als Mann sehr ansprechend fand.
Diese Therapiestunden waren mir eine große Hilfe, weil er vieles einfach zerpflückte, auch, was ich in meinem Leben in Männer- wie in ihn- interpretiert hatte.
Viele Missverständnisse konnte ich so aufklären- meine Ehe hat das nicht mehr gerettet, aber ich selbst bin weiter gekommen.

Zitat von ViolettaM:
.
Die, die sich für mich interessierten, fühlten sich gerade davon angezogen und vermuteten dahinter ein Mysterium, dass es zu ergründen gab .


Vielleicht auch eine Art Spiel

Ich habe hier noch ein Beispiel aus meinem Leben:
Ich hatte kürzlich einen sehr schönen Abend mit einem Kollegen.
Wir sind essen gegangen, es war harmonisch, entspannt, interessant.

Ich finde ihn klug und gut aussehend, habe ihm das auch gesagt, ich liebe es, wenn ein Mann Sinn für Ästhetik hat, sich öffnet, mir zeigt, wer er ist und damit auch ein Risiko eingeht.
Aber all das konnte ich ihm nur sagen, weil ich wußte, daß das niemals "Konsequenzen" hat.

Würde ich einem Hetero-Mann sagen, wie wohl ich mich fühle, wie gerne ich mich mit ihm unterhalte, wie schön ich ihn finde, würde er das als klares Signal sehen für so ein Mann/Frau-"Dingens"

21.12.2019 15:44 • x 1 #16


Pilsum
Du hast mir gar nichts angetan.
Da Du mir sagst, dass Du nicht das beabsichtigt hast, wozu ich hier meine Meinung gesagt habe,
ziehe ich mich zurück.

Dir noch einen schönen Abend.

Viele Grüße

Bernhard

21.12.2019 15:46 • x 1 #17



Hallo ViolettaM,

Männer und Frauen, Kommunikation - eure Erfahrungen

x 3#3


traumaland
Zitat von ViolettaM:
Das finde ich schon interessant. Ich wäre davon ausgegangen, dass Männer eben Männer besser verstehen. Auch wenn sie nicht so viel darüber reden. So eher als stillschweigendes Einverständnis.


Naja. Man bespricht ja nicht im Grunde seine Pubertät und den daher eingehenden Veränderungen und männlichen Interessen, sondern von Symptomen einer Krankheit, die affektiv sind, also viel mit Stimmung und Gefühlen zu tun haben.
Ich als Borderliner oder als Depressiver erlebe viele Stimmungsschwankungen und intensivere Gefühle, die Männer im Grunde so nicht haben.

Frauen aber, die mit Perioden und Schwangerschaften schon von Natur aus diverse Ähnlichkeiten mit bringen, sind da in meinen Augen bewanderter.

21.12.2019 16:00 • x 1 #18


Zitat von Resi:
Vielleicht auch eine Art Spiel

Hat vielleicht so gewirkt, aber ich wollte eigentlich erstmal in Ruhe auf Abstand gucken, wie gut mir der Mann denn wirklich gefällt


Zitat von Resi:
Aber all das konnte ich ihm nur sagen, weil ich wußte, daß das niemals "Konsequenzen" hat.

Würde ich einem Hetero-Mann sagen, wie wohl ich mich fühle, wie gerne ich mich mit ihm unterhalte, wie schön ich ihn finde, würde er das als klares Signal sehen für so ein Mann/Frau-"Dingens"


Ein Grund, warum der Umgang mit NICHTHETERO(Himmel, diese Zensur ) Männern so entspannend ist

21.12.2019 16:38 • #19


Resi
Zitat von ViolettaM:
Hat vielleicht so gewirkt, aber ich wollte eigentlich erstmal in Ruhe auf Abstand gucken, wie gut mir der Mann denn wirklich gefällt

]

Hm. . .

Zitat von ViolettaM:

Ein Grund, warum der Umgang mit gleichgeschlechtlich Männern so entspannend ist

Ich wollte das jetzt eigentlich nicht so klischeehaft rüberbringen, schade.

21.12.2019 16:41 • #20


Jedi
Hallo !

Um beim Beispiel mit dem Therapeuten oder einer Therapeutin zu bleiben,
wo ich persönlich beide Erfahrungen gemacht habe,
in meiner ambulanten Therapie ein Mann in meiner Rehazeit, war es eine Frau.
Ich, als Erkrankter erwarte eine professionelle Behandlung u. das Unabhängig ob, TP oder TP´ín !

Aber man würde sich sicherlich etwas vormachen, wenn eine gewisse Attraktivität, von TPod. TPín,
nicht auch eine Rolle spielen würde.
Ist sicherlich auch irgendwie menschlich !
In der Reha habe ich von Mitpatientinnen gehört, mein TP ist sooo süß.
Das was er in der therapeutischen Begleitung vermittelt, wird auf eine andere Weise, von der Patientin auf- u. angenommen.
Ob dies auch so bei einem weniger attraktiven TP auch so wäre, weiß ich nicht, möchte da auch nichts falsches behaupten !
Ich würde glauben wollen, dass das Auf- u. Annehmen, sich eher auf eine andere Ebene abspielt.
Da kommt so ein sehr interessantes Thema ins Spiel, nämlich die "Resonanz" !

Meine männlichen Mitpatienten sprachen so auch über die überwiegend noch sehr jungen Therapeutinnen ähnlich,
wie es meine Mitpatientinnen getan haben.
Attraktivität spielt nicht nur in der therapeutischen Begegnung eine Rolle, sondern sehr oft auch im Beruflichen Bereichen u. bestimmt nicht weniger, in unserem privaten Begegnungen.
Ob nun der Hintegrund ist, dass man nach einem Partner-Partnerin sucht, da sind unsere ausgesendeten Signale u.
empfangenen Signale, in ihrer Gewichtung unterschiedlich zu beurteilen.

Auch wenn Frau od. Mann nicht auf Partnersuche ist, beeinflusst eine gewisse Attraktivität, gar auch der Geruch des Anderen unser Verhalten.
Ich glaube auch, dass unser erlerntes Frauen- u. Männerbild eine Rolle dabei spielt, ohne jetzt für mich persönlich,
ein typisches Klische hier bedienen zu wolllen.
Auch die Kommunikation zwischen Frauen u. Männer, ist für mich auch von erlernten Frauen- u. Männerbild abhängig.

Ich selbst habe von zu Hause ein Paarbild präsentiert bekommen, Vatter hatte das alleinige sagen - Mutter musste kuschen.
Mutter war aber uns Kindern gegenüber, sehr gewaltätig, während der Vatter eher manipulativ war.
Manipulativ ist gemeint, dass sehr dabei mit Ängsten gearbeitet wurde.
In meiner Klinikzeit, habe ich von anderen Mitpatienten in der Gruppentherapie, ähnliche, bis zu Geschichten gehört,
die ich hier gar nicht weiter ausführen möchte, weil so scheußlich !

Dein Thread ViolettaM kann hier noch Seitenwiese füllen, da sehr komplex, aber nicht uninteressant !

Das wrst jetzt erstmal von mir dazu !

LG Jedi

21.12.2019 18:04 • x 4 #21


Zitat von Resi:
Ich wollte das jetzt eigentlich nicht so klischeehaft rüberbringen, schade.

Hast du auch nicht, sorry. Meine Kollegin hätte jetzt gesagt: Fünf Euro ins Phrasenschwein!

21.12.2019 18:15 • x 1 #22


Zitat von Jedi:
Aber man würde sich sicherlich etwas vormachen, wenn eine gewisse Attraktivität, von TPod. TPín,
nicht auch eine Rolle spielen würde.
Ist sicherlich auch irgendwie menschlich !
In der Reha habe ich von Mitpatientinnen gehört, mein TP ist sooo süß.


Damals in der psychosomatischen Klinik habe ich mich sogar in meine Therapeutin verliebt
obwohl das gar nicht meinen Neigungen entsprach.
Dadurch habe ich tatsächlich einiges über die Beziehung zu meiner Mutter gelernt.




Zitat:
Auch die Kommunikation zwischen Frauen u. Männer, ist für mich auch von erlernten Frauen- u. Männerbild abhängig.

Ich selbst habe von zu Hause ein Paarbild präsentiert bekommen, Vatter hatte das alleinige sagen - Mutter musste kuschen

Das sehe ich auch so. Ich habe die 'Machtverhältnisse' bei uns zu Hause umgekehrt wahrgenommen. Wobei mein Vater nicht gekuscht sondern meine Mutter vergöttert hat. Auch hat er ihr gerne die lenkende Funktion in der Familie überlassen, sie unterstützt, wo er konnte und ihre Leistung mit den vier Kindern anerkannt.
Also eigentlich ein sehr positives Paarbild.
Nur war mein Platz in Papas Kosmos halt immer in der zweiten Reihe. Spätestens, als die kleinen Schwestern dazukamen, gefühlt in der dritten. Ich habe mich von ihm oft abgelehnt und herabgesetzt gefühlt. In der Pubertät hat es häufig gekracht zwischen uns. In der Zeit, wo andere Mädchen Zoff mit ihren Müttern haben.
Meine Kommunikation mit Männern wird ganz sicher davon bestimmt. Da ist die Erwartung, abgelehnt und nicht für voll genommen zu werden und deshalb prophylaktisch schon mal selbst diese Position einzunehmen - vor allem die Männer besser nicht so nahe heranzulassen.

Das weiß ich alles und ich erkenne meine Muster auch, wenn z.B. mein Partner einen blöden Spruch macht und ich heftiger darauf reagiere als nötig.

Im Moment habe ich wirklich den Eindruck, das Forum bringt mir mehr als jede Therapie, zu der ich mich bisher ohnehin nicht entschließen kann. Das ist wie der Austausch mit den anderen Patienten damals in der Klinik. Mir war das mindestens genauso wichtig wie die Therapiegespräche.

Vielen Dank für eure Beiträge!

21.12.2019 21:19 • x 1 #23


traumaland
Zitat von Resi:

Würde ich einem Hetero-Mann sagen, wie wohl ich mich fühle, wie gerne ich mich mit ihm unterhalte, wie schön ich ihn finde, würde er das als klares Signal sehen für so ein Mann/Frau-"Dingens"


Ok, aber was gibt es denn da auch misszuverstehen?

21.12.2019 21:30 • #24


Jedi
Zitat von ViolettaM:
Im Moment habe ich wirklich den Eindruck, das Forum bringt mir mehr als jede Therapie,

Villt. nicht, wie es eine Therapie kann, aber ist ein Austausch in einem Forum in seiner Wirkung,
nicht zu unterschätzen.
Ein TP/TPín hat zbspl. Angst u. Panik noch nie selbst erfahren, wie man sich in einer solchen Situation wirklich fühlt.
Dies ist in einer Gruppentherapie oder hier durch Beschreibungen von Forenmitgliedern,
die auch unter einer Angsterkrankung leiden natürlich anders.
Auch an den freien Abenden in der Reha, haben wir uns untereinander ausgetauscht u. konnten selbst gut nachempfinden, was ein Anderer geschildert hat.

Aber Angst u. Paniksymptome, dass muss für mich ein TP auch nicht selbst erlebt haben,
aber seine Behandlungsmöglichkeiten sollten schon professionell u.
den heutigen therapeutischen Wissensstand entsprechen.

Zitat von ViolettaM:
zu der ich mich bisher ohnehin nicht entschließen kann.

Möchte Dir aber doch Mut machen wollen, dich doch noch für eine professionelle Therapie zu entscheiden !

LG Jedi

21.12.2019 21:43 • #25


Zitat von Jedi:
Möchte Dir aber doch Mut machen wollen, dich doch noch für eine professionelle Therapie zu entscheiden !

Danke dir! Wenn ich das Gefühl habe, dass ich mich wirklich darauf einlassen will, werde ich das sicher tun. Im Augenblick bin ich noch nicht so weit.

21.12.2019 22:16 • x 2 #26


Guten Abend!

Da ich auch schon m und w Therapeuten hatte, kann ich auch sagen, dass es für mich da Unterschiede gab:

Bei beiden waren im Bezug auf meine Situation fähigere oder weniger fähige Therapeuten dabei. Unabhängig vom Geschlecht.

Allerdings fühle ich mich grundsätzlich von Männern und Frauen unterschiedlich wahrgenommen.

Zitat von Jedi:
Ich glaube auch, dass unser erlerntes Frauen- u. Männerbild eine Rolle dabei spielt,


Genau das trifft bei mir mit Sicherheit zu.
So sind mir, als Frau, Männer immer schon ein Rätsel gewesen. Gleichzeitig faszinierend und interessant.
Dementsprechend unsicher bin ich oft in der Kommunikation mit dem anderen Geschlecht.

In der Therapie war das allerdings nie Thema und auch männliche Therapeuten haben ihren Beitrag zu meiner Genesung geleistet.
Es war mir allerdings immer bewusst, dass da ein Mann mit mir spricht. Manchmal väterlich, manchmal "einfach" als Mann.

Richtig wohl habe ich mich letztlich bei einer Frau gefühlt. Wahrscheinlich auch, weil ich da einfach mehr Vertrauen habe. Und letztendlich dann doch das sich verstanden Fühlen eine große Rolle spielt.

21.12.2019 22:24 • x 2 #27


Axel61
Also ich komme mit weiblichen Therapeuten besser zurecht. MIt denen kann ich einfach besser streiten als mit Männern. Die männlichen Therapeuten, die ich bisher so kennengelernt habe waren mir zu 'verständnissvoll'. Weicher Händedruck, danfte Stimme, für mich einfach zu feminin. Dann lieber gleich ne Frau, die mir auch mal kontra gibt. Sonst mach Therapie doch gar keine Spass

22.12.2019 00:32 • x 2 #28


Zitat von Axel61:
Die männlichen Therapeuten, die ich bisher so kennengelernt habe waren mir zu 'verständnissvoll'. Weicher Händedruck, danfte Stimme, für mich einfach zu feminin. Dann lieber gleich ne Frau, die mir auch mal kontra gibt. Sonst mach Therapie doch gar keine Spass

Auch eine interessanter Blickwinkel!
Allerdings hatte ich bei meinem Erstgespräch im Oktober eine Therapeutin, die mir auch ein bisschen zu 'weichgespült' war auf den ersten Eindruck. Das kommt wohl bei beiden Geschlechtern vor.

22.12.2019 06:58 • #29


111Sternchen222
Hmmm ich finde diese Frage sehr interessant, ich habe mir ganz bewusst eine Frau gesucht als Therapeutin, beim ersten Mal schon und auch jetzt wieder.ich wäre gar nicht drauf gekommen einen Mann anzurufen.Warum kann ich aber gar nicht sagen.
Hier im Forum profitiere ich ja auch von beiden Geschlechtern und bei @Jedi hab ich zum Beispiel das Gefühl er fasst die Dinge die meine Thera eher umschreibt, recht deutlich zu Sachtexten mit dem Einflusd eigener Erfahrungen,sehr verständlich zusammen ! Mir gefällt das! Und jetzt bin ich umso mehr verwundert dass ich nie drauf gekommen bin mach männlichen Tp zu suchen

22.12.2019 07:31 • #30





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