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Gedanken zur N8

Lost111

Lost111
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Ich frage mich mehr und mehr, warum ich überhaupt noch weiter mache.
Immer wieder und wieder versuche, zu kämpfen.
Es ist einfach total schwer.

Und wem würde es schon auffallen, wenn ich nicht mehr da wäre?
Mal ganz im ernst?
Was bin ich schon ? Nur ein Blatt im Wind.
Trigger

Dazu fällt mir ein Teil eines Songtextes ein :

It comes a time when you′re asked to take a side
You want to live or
You want to die


Ich habe einige wenige sehr liebe Menschen an meiner Seite, keine Frage.

Aber die letzten Monate haben mir einiges klar gemacht.
Ich weiß, wo ich stehe. Mit verdammt viel Schmerz im Herzen.
Und daran zerbreche ich.

Zukunft ? >>> Was ist das ?

Ich versuche, jetzt Schlaf zu finden.

x 11 #1


112 Antworten ↓
Dys

Dys
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Zitat von Lost111:
Der Gedanke, demnächst wieder arbeiten gehen zu müssen, macht mich richtig fertig gerade.
Aber alle anderen Möglichkeiten würden Kürzungen in den Rentenanwartschaften / Rente etc. bedeuten.

Nach der Aussteuerung arbeitslos gemeldet zu sein und ALG1 zu beziehen bedeutet bezüglich der Rentenanwartschaft keine Kürzung, da auch vom ALG1, genau wie beim Krankengeld, weiter in die Rentenkasse eingezahlt wird. Was die Rentenhöhe angeht, hast Du ja schon weniger zu erwarten, weil eben die Beiträge schon im Krankengeld niedriger waren, als wenn Du gearbeitet hättest.

Der Unterschied zwischen Krankengeld und ALG1 ist nicht so gravierend, wie Du es Dir vielleicht gerade in Deinen Horrorszenarien ausmalst. Allerdings ist es tatsächlich etwas weniger, das auf dem Konto landet. Diese Option nicht zu wählen heißt allerdings eben, arbeiten gehen, was Dir ja irgendwie nicht möglich scheint. Also ist doch im Grunde die Entscheidung rein logisch betrachtet schon gefallen. Das eine kannst Du nicht, das andere musst Du jetzt in Anspruch nehmen. Klar hat es Konsequenzen, sich arbeitslos zu melden.

Wenn Du es bist, wird der MD der AfA begutachten in wie weit Du arbeiten kannst oder könntest. Käme der zu der Entscheidung, dass Du auf absehbare Zeit nicht arbeiten kannst, wirst Du aufgefordert einen Reha oder EMR Antrag zu stellen. Dann würde der Ball bei der DRV liegen. Das verschafft Dir zumindest Zeit, Dir mal Gedanken zu machen, ob Du wieder zu deinem AG zurück willst, falls Du ungekündigt bist besteht ja das Arbeitsverhältnis weiter und würde lediglich ruhen, oder ob Du vielleicht woanders arbeiten willst, wo Du es dann vielleicht auch könntest.

Aber eines ist doch ganz klar, das Renten und Sozialsystem in Anspruch zu nehmen bedeutet immer ein Weniger von dem, dass man mal selbst erwirtschaften konnte. Zum Glück gibt es aber dieses System in Deutschland und wenn nichts anderes geht, darf und soll man es auch in Anspruch nehmen. Was aber dann nichts bringt ist, zu beklagen, dass es Weniger ist, denn es ist zumindest kein Nichts, wozu es aber kommen könnte, wenn man selbst nicht zumindest so viel beiträgt wie nötig um am Sozialsystem zu partizipieren.

Um ab Ende Februar weiter eine Geldleistung zu bekommen, nutzt ein Besuch beim Hausarzt nichts. Die Arbeitslosmeldung, die ja mittlerweile sogar online geht, wäre aber jetzt langsam obligatorisch, da es ja einige Zeit für die Berechnung und Bewilligung braucht. Und wenn man selbst in keinster Weise dazu im Stande ist, eine Meldung und den Antrag auszufüllen, bleibt nur, sich dafür Hilfe zu organisieren. Das sind die harten Fakten und die interessiert leider nicht im geringsten welcher Gemütszustand gerade vorherrscht. Leider hilft bezüglich dieser Bürokratie auch kein Therapeut oder Arzt dabei, sie zu bedienen. Bestenfalls helfen Anlaufstellen wie Caritas oder SPDi oder vielleicht Sozialverbände. Und trotzdem muss man selbst diesbezüglich eben tätig werden, indem man diese anfragt, ob sie einem helfen können. Bezüglich irgendwelcher Konsequenzen kann man sich dann Gedanken machen, wenn sie eintreten würden. Das einzige wobei man sich sicher sein kann ist, wenn man den Kopf quasi in den Sand steckt oder tatsächlich nur beweint, wie es einem geht, wird man wirklich keine Unterstützung erhalten, egal ob es um finanzielle oder anderweitige geht.

Eines macht zumindest keinen Sinn. Sich Gedanken über Kürzungen von finanziellen Leistungen zu machen, die einen irgendwann in ferner Zukunft mal betreffen könnten. Denn selbst Menschen die sich drauf freuen ihren Lebensabend in Saus und Braus genießen zu können, kann vorher schon der Tod ereilen und dann haben sie sich umsonst gefreut. Und das gilt auch umgekehrt, wenn man aktuell mit Einschränkungen noch relativ gut leben kann, aber sich ausmalen würde, dass es später mal schlechter sein könnte. Bestenfalls stellt sich die Frage, was wohl zu Lebzeiten angenehmer war, Vorfreude auf etwas, von dem man nicht weiß ob es so kommt, oder Angst vor etwas, von dem man nicht weiß ob es so kommen muss. Egal was man da als „sinnvoller“ erachten mag, es kommt immer darauf an, was in der aktuellen Situation gerade sinnvoll wäre. Und im Grunde ist alles im Leben eine Herausforderung an einen selbst, aktiv zu werden. Situation für Situation.

Reiner Zuspruch und Anteilnahme hilft einem leider tatsächlich bezüglich der finanziellen Unterstützung durch Institutionen nicht weiter, wenn man sich total inaktiviert.
Dann wird man irgendwann nicht mehr Leute sagen hören „Das tut mir leid für Dich“ oder andere tröstende Worte vernehmen, sondern lediglich ein „Ja Die Person kannte ich, aber irgendwie war Ihr nicht zu helfen“. Und dann spielt es überhaupt keine Rolle ob sie selbst nicht konnte oder wollte, oder ein anderer ihr nicht helfen konnte oder wollte und ob sie nach Hilfe fragte oder nicht.

06.02.2026 13:37 • x 6 #105


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A


Hallo Lost111,

Gedanken zur N8

x 3#3


E

Ex-Mitglied
Gast

Zitat von Lost111:
Aber keine Ahnung, ob ich in dieser Welt nocn meinen Weg finden werde.
Bislang ist es halt ein "Über"-Leben.

Hallo Lost,
es gibt Momente im Leben, in denen man das Gefühl hat, den eigenen Weg verloren zu haben, als wäre das eigene Dasein lediglich ein unerbittlicher Kampf ums Überleben. Doch ich möchte dir gerne etwas mitgeben,dieses Gefühl ist mir durchaus vertraut. Viele Jahre lang fühlte ich mich wie in einer Spirale der Verzweiflung gefangen, überzeugt davon, niemals meinen Platz oder meinen Weg im Leben finden zu können. Heute jedoch weiß ich, dass dieser Weg tatsächlich existiert , denn ich habe ihn endlich nach vielen vielen hoffnungslosen Jahren gefunden. Es war kein einfacher oder schneller Prozess,nein ganz und gar nicht, aber Schritt für Schritt habe ich ihn für mich erreicht.

Glaubst du an dich selbst ?
Ich habe lange Zeit nicht an mich geglaubt und denke, dass dies der Grund dafür war, warum ich so viele Jahre verzweifelt auf der Suche nach einem Lebensweg war, der sich für mich wirklich erfüllend anfühlt.

Dir möchte ich sagen, glaub an dich, glaub an dein Dasein und das du richtig bist so wie du bist.
Ich wünsche dir sehr, das auch du deinen Weg findest und das er sich dir bald zeigt und sich dir öffnet.

LG.

12.01.2026 20:24 • x 5 #20


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Alle Antworten:


Fritz
Hallo Lost111

Zitat: "Und wem würde es schon auffallen, wenn ich nicht mehr da wäre?
Mal ganz im ernst?
Was bin ich schon ?

Nur ein Blatt im Wind."

Wir sind doch alle Blätter im Wind!
Gib nicht auf, auch wenn es noch so schwer ist!
Es gibt bestimmt Heilung.
Wenn du in einem depressiven Loch bist, mag mal nicht mehr und alles ist nur Schei...
Keine Energie, keine Hoffnung.
Das kenne ich gut von mir.
Also, ich würde dich vermissen!
Servus

x 7 #2


Greta
Liebe @Lost111,

auch wenn es oft sehr schwer ist und alles hoffnungslos scheint... gibt nicht auf!
Hier sind Menschen, die dich sehen und dich verstehen.
Du bist nicht allein!

Fühl dich herzlichst umarmt knuddeln
Greta

x 6 #3


hlena
Liebe @Lost111 !


Ich verstehe dich.
Viele haben Ähnliches erlebt,aber eben doch nicht alles.

x 5 #4


F
Zitat von Lost111:
Und wem würde es schon auffallen, wenn ich nicht mehr da wäre?
Mal ganz im ernst?
Was bin ich schon ? Nur ein Blatt im Wind.

Shake Hands - geht mir genauso.

Und selbst wenn meine Gefühle deinen möglicherweise ähneln, möchte ich dir eines mit auf den Weg geben;
Du bist nicht einfach nur ein Blatt im Wind, du bist mehr. Das ist etwas, das du unbedingt für dich verinnerlichen solltest – und vielleicht sollte ich es ebenfalls tun. Aber ich verstehe dich vollkommen. Dieses Gefühl, von allem und jedem schier überfordert zu sein. Und manchmal drängt sich dann der Gedanke auf, irgendwie sowieso überflüssig in dieser Welt zu sein. (Das ist zumindest meine persönliche Sicht.)

x 7 #5


Kate
Zitat von Lost111:
Und wem würde es schon auffallen, wenn ich nicht mehr da wäre?

Mir trost spenden
Liebe Lost, Du weißt es kommen auch wieder bessere Tage. Bis dahin muss man es leider aushalten.
Du hast hier aber immer jemanden mit einem offenen Ohr.

x 4 #6


Lost111
@Fritz @Greta @hlena @Fleur-Blume @Kate

Ihr Lieben! gruppenkusscheln
Ich weiß schon, was ich an euch habe!

Heute habe ich den ganzen Tag nur rumgelegen. Lesen geht nicht. TV nervt. Stille nervt auch. kopf gegen die wand
Musik höre ich jetzt.

x 4 #7


Wuslchen
Soll ich dir was verraten? Ich hab heute exakt dasselbe gemacht. Nur youtube statt TV, weil ich keinen Fernseher hab. Hab zwischen Podcasts und youtube hin- und hergewechselt und ansonsten absolut gar nichts gemacht. Und nein, ich bin nicht mehr krank, ich hätte durchaus auch mal spazieren gehen und/oder drei Sachen einkaufen gehen können.
Ist einfach mal so. Und war bei mir auch schon viel länger durchgehend so.
Und weißt du was? Es ist überhaupt nix Schlimmes passiert deswegen. 😉🤗😘

x 4 #8


Lost111
Zitat von Wuslchen:
Soll ich dir was verraten? Ich hab heute exakt dasselbe gemacht. Nur youtube statt TV, weil ich keinen Fernseher hab. Hab zwischen Podcasts und youtube hin- und hergewechselt und ansonsten absolut gar nichts gemacht.

*5 Es ist nicht so, dass ich ein schlechtes Gewissen hätte deswegen. Aber es ist ein "seltsamer" Zustand.
ich weiß gar nicht, wie ich das in Worte fassen soll.
Anwesend und doch nicht anwesend? unwissend Nicht ganz in dieser Welt? Kopf kratzen Aber wo dann?
Boah, Nachdenken ist anstrengend! Eindeugig viel zu anstrengend!

x 4 #9


Wuslchen
lustig Ich finde, du hast das recht treffend in Worte gefasst. Man ist da und fühlt sich dennoch irgendwie seltsam wenig existent.

x 3 #10


Ziva
Mir würde es auch auffallen, wenn du nicht mehr da bist, liebe Lost.
Ich hoffe sehr, dass du das nicht vergisst, auch jetzt nicht, wo unser Kontakt so schmal geworden ist. Kuss geben

x 2 #11


Lost111
Zitat von Ziva:
Mir würde es auch auffallen, wenn du nicht mehr da bist, liebe Lost.
Ich hoffe sehr, dass du das nicht vergisst, auch jetzt nicht, wo unser Kontakt so schmal geworden ist.

Ach duuuu. *Dichmalganzliebumärmel
Natürlich vergesse ich das nicht.

x 2 #12


Grenzgaenger
Zitat von Lost111:
Zukunft ? >>> Was ist das ?

Das eigentliche - unbekannte - Abenteuer des Lebens!

Natürlich kann es depremierend sein, wenn man immer wieder geprüft oder gar zurück geworfen wird und man sich deshalb immer wieder in Frage stellen....

Dabei übersehen wir aber, das wir nur das jetzt und hier beurteilen, und gar nicht wissen was da alles - und vor allem schönes - auf uns wartet....

Es ist somit also nicht wichtig, ob ich einer vermisst, sondern viel wichtiger ist das Du nicht irgrendwann einmal das Leben mit all seinen Chancen und Risiken vermisst....

Ich selber habe ehrlich gesagt auch sehr lange gebraucht, dies zu begreifen, aber dafür weiß ich jetzt das mein nächstes Abenteuer wahrscheinlich wieder mal mein bestes wird....

Und wenn nicht?

Dann folgt halt das nächste, unbekannte Abenteuer mit Namen Leben...

Gruß
G Glaskugel

x 5 #13


Lost111
Zitat von Grenzgaenger:
Dabei übersehen wir aber, das wir nur das jetzt und hier beurteilen, und gar nicht wissen was da alles - und vor allem schönes - auf uns wartet....

Es ist somit also nicht wichtig, ob ich einer vermisst, sondern viel wichtiger ist das Du nicht irgrendwann einmal das Leben mit all seinen Chancen und Risiken vermisst....

Natürlich kann Schönes passieren - das tut es im Normalfall auch.
Die Frage ist halt ganz einfach: Ist es das das Risiko wert ? Und kann ich es verkraften, wenn es negativ ausgeht?


Zitat von Grenzgaenger:
Ich selber habe ehrlich gesagt auch sehr lange gebraucht, dies zu begreifen, aber dafür weiß ich jetzt das mein nächstes Abenteuer wahrscheinlich wieder mal mein bestes wird....

Und wenn nicht?

Dann folgt halt das nächste, unbekannte Abenteuer mit Namen Leben...

Zu so einer Einstellung muss man erstmal kommen.
Aber das geht nur, wenn man Zuversicht hat. Und an die Zukunft glaubt.
Ich wünsche es dir weiterhin!

x 4 #14


A


Hallo Lost111,

x 4#15


Grenzgaenger
Hallo @Lost111
Zitat von Lost111:
Ist es das das Risiko wert ? Und kann ich es verkraften, wenn es negativ ausgeht?

Das Risiko ist es immer wert!

Und sollte - was durchaus passieren kann - der erste Schritt nicht zum erhofften Erfolg führt, folgt der nächste Schritt, und dann noch einer...

Dabei ist das Tempo nicht wichtig - nur die Tatsache das Du Schritt für Schritt dein Ziel näher kommst Herzfahne
Zitat von Lost111:
Zu so einer Einstellung muss man erstmal kommen.
Aber das geht nur, wenn man Zuversicht hat. Und an die Zukunft glaubt.
Ich wünsche es dir weiterhin!

Der Weg zu dieser Einstellung bzw. Überzeugung war ein verdammt Langer und Langsamer Weg - doch das war und ist o.k. da sich das Jetzt und Hier endlich einmal richtig gut anfühlt.... Gruppe

Ob ich dabei Zuversicht oder eine Zukunft habe bzw. daran glaube ist nicht wirklich relevant,
bin ja schließlich schon Rentner, und da noch von Zukunft zu reden.... haha

Kleiner Scherz am Rande! kichern

Und deine Wünsche - die ich Dankend annehme - gebe ich auch gerne zurück bzw. Teile diese mit Dir, da ich davon überzeugt bin, das auch Du deinen Weg finden wirst - so bald der erste Schritt erfolgt ist...

x 2 #15

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