Zitat von Lost111: Das weiß ich auch. Und deshalb möchte ich einfach nicht, dass diese vielen Jahre Arbeit nicht angerechnet werden.
Von welchen Jahren sprichst Du, die nicht angerechnet würden? Ich versteh das gerade nicht. Wenn Du seit 1988 Beiträge gezahlt hast, gehen die nicht verloren. Wenn ich es richtig überschlagen habe, sind das schon mehr als 35 Jahre und damit hast Du auch schon den Status langjährig Versichert, der sich ja nicht in Luft aufgelöst, wenn Du im ALG wärst oder eine EMR beziehen würdest. Aber klar, eine EMR bedeutet schon, dass es Abschläge gibt. Eine EMR zu beziehen, die ohnehin zunächst befristet sein dürfte, hält Dich aber trotzdem nicht ab, arbeiten zu gehen, wenn Du wieder arbeiten kannst.
Natürlich kannst Du auch wieder direkt arbeiten gehen, aber Dir sollte klar sein, dass wenn Du zeitnah wieder krankgeschrieben würdest, wegen der Diagnose wofür Du aktuell Krankengeld beziehst, du dann eben keins bekommst. Soweit ich weiß muss man erst wieder ein Halbes oder sogar ein ganzes Jahr arbeiten, bis wieder ein Anspruch entsteht, beziehungsweise eine neue Blockfrist beginnt. Es wäre auf jeden Fall nicht schlecht, wenn Du Dich vorab, diesbezüglich mal kundig machst.
Generell ist aber klar, arbeiten gehen für das normale Gehalt ist monetär Betrachtet natürlich besser, als irgendwelche Lohnersatzleistungen. Man muss es dann eben nur können und wollen und dann hält einen ja auch niemand ab. Außer der AG wäre unzufrieden und entschließt sich dafür, eine ordentliche Kündigung auszusprechen und bekäme die trotz einer Kündigungsschutz Klage durch, wenn er vor Gericht absolut einleuchtende Gründe nennen kann. Ob dann in einem Vergleich vielleicht eine respektable Abfindung dabei raus kommen würde, weiß man aber vorher auch nicht zu hundert Prozent.
Zitat von Lost111: Es IST definitiv ein Ausweg, der mich schon oft genug getröstet hat - eben weil ich darum weiß.
Muss man nicht verstehen.
Ich verstehe das und der Gedanke ist mir nie Fremd gewesen. Es ist aber eben der Ausweg, der dann eben endgültig wäre. Aber das tröstet eben auch, weil es bedeutet, dass nichts ewig so sein wird und somit mal ein Ende hat. Es kämen auch keine neuen Herausforderungen mehr auf einen zu, vor denen man sich ängstigen könnte oder denen man sich stellen könnte, sollte oder müsste.