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Gedanken zur N8

Grenzgaenger
Zitat von Lost111:
Und wenn ich wirklich nicht mehr kann, bleibt nur ein Ausweg.

NEIN!
Erstens ist dieser Ausweg gar kein Ausweg weil ja die "Gefahr" besteht das der Plan nicht funktioniert und in der Zeit danach die Situation vielleicht noch schlimmer ist...

Und Zweitens gibt es immer mindestens noch einen weiteren Weg - die Schwierigkeit ist halt, diesen zu Finden.

Und ja - es mag durchaus anziehend wirken
Zitat von Lost111:
Und auch kann ich leider nicht dem Drang widerstehen ..

Doch das ist nur eine Illusion, da niemand weiß,was dann kommt, wenn man die Grenze einmal überschritten hat. Und glaub mir, ich weiß wo von ich da rede...

Und Für @Dys

Da dies immer noch ein Tagebuch ist, kommentiere ich die für mich zu trockene Theorie und mutmaßliche Vermutung wie ich etwas gemeint haben könnte nicht weiter lesen und Wut

x 1 #106


Lost111
Zitat von Lachmalwieder:
Deine Arbeit wird dich weiterhin immer noch kränker machen. Deine bevorstehende Aussteuerung (meine stand auch kurz davor) kommt ja nicht von ungefähr. Dein Arbeitgeber hat sicherlich auch nicht "wirklich mehr das Interesse" an dir. Leistung ist ja in unserer "Leistungsgesellschaft" gefragt. Bitte nicht als Angriff auf deine Person nehmen, ist nur meine menschliche Weisheit.

Ja, das wird so sein. Aber wie gesagt - ich brauche das Geld dringend. Mir ist seit langem klar, dass die mich loswerden wollen. Da mache ich mir nichts vor. Aber ich kämpfe weiterhin.
Nein, ich sehe das nicht als Angriff, alles gut!
Wenn du nicht mehr "leistungsfähig" bist, gehörst du überall mehr oder wenig zum "alten Eisen". Das ist Fakt.
Aber deshalb ist man noch lange kein "schlechter Mensch". Alle Menschen werden älter.

#107


A


Hallo Lost111,

Gedanken zur N8

x 3#3


Lost111
Zitat von Dys:
Aber eines ist doch ganz klar, das Renten und Sozialsystem in Anspruch zu nehmen bedeutet immer ein Weniger von dem, dass man mal selbst erwirtschaften konnte. Zum Glück gibt es aber dieses System in Deutschland und wenn nichts anderes geht, darf und soll man es auch in Anspruch nehmen. Was aber dann nichts bringt ist, zu beklagen, dass es Weniger ist, denn es ist zumindest kein Nichts, wozu es aber kommen könnte, wenn man selbst nicht zumindest so viel beiträgt wie nötig um am Sozialsystem zu partizipieren.

Das weiß ich auch. Und deshalb möchte ich einfach nicht, dass diese vielen Jahre Arbeit nicht angerechnet werden.
Es ist eben auch eine Geldfrage ! Mir wird nichts geschenk (wie Vielen Anderen auch nicht). Ich habe nie i-einen Zuschuss bekommen. Und ich zahle seit 1988 in unser System ein.
Niemand kann wissen, was kommt. Und das ist auch besser so.

#108


Lost111
Zitat von Grenzgaenger:
NEIN!
Erstens ist dieser Ausweg gar kein Ausweg weil ja die "Gefahr" besteht das der Plan nicht funktioniert und in der Zeit danach die Situation vielleicht noch schlimmer ist...

Es IST definitiv ein Ausweg, der mich schon oft genug getröstet hat - eben weil ich darum weiß.
Muss man nicht verstehen.

x 3 #109


Ziva
Zitat von Dys:
Nach der Aussteuerung arbeitslos gemeldet zu sein und ALG1 zu beziehen bedeutet bezüglich der Rentenanwartschaft keine Kürzung, da auch vom ALG1, genau wie beim Krankengeld, weiter in die Rentenkasse eingezahlt wird. Was die Rentenhöhe angeht, hast Du ja schon weniger zu erwarten, weil eben die Beiträge schon im ...

Das hast du wunderbar formuliert. Das musste ich jetzt mal loswerden.

x 1 #110


Dys
Zitat von Lost111:
Das weiß ich auch. Und deshalb möchte ich einfach nicht, dass diese vielen Jahre Arbeit nicht angerechnet werden.

Von welchen Jahren sprichst Du, die nicht angerechnet würden? Ich versteh das gerade nicht. Wenn Du seit 1988 Beiträge gezahlt hast, gehen die nicht verloren. Wenn ich es richtig überschlagen habe, sind das schon mehr als 35 Jahre und damit hast Du auch schon den Status langjährig Versichert, der sich ja nicht in Luft aufgelöst, wenn Du im ALG wärst oder eine EMR beziehen würdest. Aber klar, eine EMR bedeutet schon, dass es Abschläge gibt. Eine EMR zu beziehen, die ohnehin zunächst befristet sein dürfte, hält Dich aber trotzdem nicht ab, arbeiten zu gehen, wenn Du wieder arbeiten kannst.

Natürlich kannst Du auch wieder direkt arbeiten gehen, aber Dir sollte klar sein, dass wenn Du zeitnah wieder krankgeschrieben würdest, wegen der Diagnose wofür Du aktuell Krankengeld beziehst, du dann eben keins bekommst. Soweit ich weiß muss man erst wieder ein Halbes oder sogar ein ganzes Jahr arbeiten, bis wieder ein Anspruch entsteht, beziehungsweise eine neue Blockfrist beginnt. Es wäre auf jeden Fall nicht schlecht, wenn Du Dich vorab, diesbezüglich mal kundig machst.

Generell ist aber klar, arbeiten gehen für das normale Gehalt ist monetär Betrachtet natürlich besser, als irgendwelche Lohnersatzleistungen. Man muss es dann eben nur können und wollen und dann hält einen ja auch niemand ab. Außer der AG wäre unzufrieden und entschließt sich dafür, eine ordentliche Kündigung auszusprechen und bekäme die trotz einer Kündigungsschutz Klage durch, wenn er vor Gericht absolut einleuchtende Gründe nennen kann. Ob dann in einem Vergleich vielleicht eine respektable Abfindung dabei raus kommen würde, weiß man aber vorher auch nicht zu hundert Prozent.
Zitat von Lost111:
Es IST definitiv ein Ausweg, der mich schon oft genug getröstet hat - eben weil ich darum weiß.
Muss man nicht verstehen.

Ich verstehe das und der Gedanke ist mir nie Fremd gewesen. Es ist aber eben der Ausweg, der dann eben endgültig wäre. Aber das tröstet eben auch, weil es bedeutet, dass nichts ewig so sein wird und somit mal ein Ende hat. Es kämen auch keine neuen Herausforderungen mehr auf einen zu, vor denen man sich ängstigen könnte oder denen man sich stellen könnte, sollte oder müsste.

x 3 #111


Grenzgaenger
Zitat von Lost111:
Es IST definitiv ein Ausweg, der mich schon oft genug getröstet hat - eben weil ich darum weiß.
Muss man nicht verstehen.

Denke schon das es verständlich ist - weil es eben wie eine Möglichkeit erscheint und sein könnte... Headspin
Meiner Meinung aber nicht ist sondern lediglich so erscheint. Herzfahne
Doch da hat sicherlich jeder seine eigene Meinung Gruppe

x 1 #112


Lost111
Zitat von Dys:
Von welchen Jahren sprichst Du, die nicht angerechnet würden? Ich versteh das gerade nicht. Wenn Du seit 1988 Beiträge gezahlt hast, gehen die nicht verloren.

Ups, da habe ich mich verzettelt. Natürlich gehen die Jahre nicht verloren. kopf gegen die wand

Zitat von Dys:
Natürlich kannst Du auch wieder direkt arbeiten gehen, aber Dir sollte klar sein, dass wenn Du zeitnah wieder krankgeschrieben würdest, wegen der Diagnose wofür Du aktuell Krankengeld beziehst, du dann eben keins bekommst. Soweit ich weiß muss man erst wieder ein Halbes oder sogar ein ganzes Jahr arbeiten, bis wieder ein Anspruch entsteht, beziehungsweise eine neue Blockfrist beginnt. Es wäre auf jeden Fall nicht schlecht, wenn Du Dich vorab, diesbezüglich mal kundig machst.

Ja, insoweit habe ich mich bereits informiert. Ein halbes Jahr muss ich arbeiten, um wieder Anspruch zu haben.

Zitat von Dys:
Ich verstehe das und der Gedanke ist mir nie Fremd gewesen. Es ist aber eben der Ausweg, der dann eben endgültig wäre. Aber das tröstet eben auch, weil es bedeutet, dass nichts ewig so sein wird und somit mal ein Ende hat. Es kämen auch keine neuen Herausforderungen mehr auf einen zu, vor denen man sich ängstigen könnte oder denen man sich stellen könnte, sollte oder müsste.

Danke.
Aber die Gedanken sind halt da. Ich beschäftige mich gerade vermehrt damit. Lese dies und das.
Letzten Endes ist es auch das Ding, wen man zurück lässt. Für immer und endgültig.

Meine Entscheidung steht.
Und ich werde mich in der anstehenden Zeit darüber schlau machen, welche Optionen ich überhaupt noch habe.
Und das Gespräch mit meinem Anwalt für Arbeitsrecht suchen.
Ansonsten kann ich nur versuchen, mich in den nächsten Tagen auf die Wiederaufnahme der Arbeit vorzubereiten.
So gut es halt geht.

#113

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