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Gedanken zur N8

Ziva
Zitat von Lost111:
Aber ich kann mir nicht wochenlang gute Dinge sagen. So funktioniert das bei mir einfach nicht.
Und auch wenn ich eins oder zwei gute Dinge am Tag finde, ist ok.
Aber der Tag danach ? Weißt du, wie ich das meine?

Du redest es dir kaputt, bevor du überhaupt damit angefangen hast. ^^
Dann findest du eben erstmal nur eine Sache am Tag, die gut war. Ist doch auch ok. Du machst es jeden Tag - vielleicht zu einer bestimmten Uhrzeit, damit du es nicht vergisst. Was am Tag danach ist, ist doch erstmal egal. Es geht um den einen Tag, an dem du es machst. Und wenn der nächste Tag kommt, dann denkst du drüber nach - nicht schon vorher.
Mach es Schritt für Schritt. Es muss doch auch nichts mit dir selbst zu tun haben - fang damit an, dass du schöne Dinge wahrnimmst. Bunte Blumen in einer Vase, der Duft eines Warmgetränks, die Spatzen auf deinem Balkon..
Ich schwör dir, das geht.

x 4 #76


Lost111
Zitat von Ziva:
Es geht um den einen Tag, an dem du es machst. Und wenn der nächste Tag kommt, dann denkst du drüber nach - nicht schon vorher.

Kumpel Ja, du hast Recht. Ich denke einfach zuviel. Danke für den Anstoß.

x 2 #77


A


Hallo Lost111,

Gedanken zur N8

x 3#3


Ziva
@Lost111 Ich denke auch immer zu viel nach. Das heißt aber nicht, dass wir das nicht schaffen können.
Anfangen ist die Devise. trost spenden

x 3 #78


Lost111
Zitat von Ziva:
Ich denke auch immer zu viel nach. Das heißt aber nicht, dass wir das nicht schaffen können.
Anfangen ist die Devise.

Es ist immer wieder wichtig, sich daran zu erinnern, denn es gerät so schnell in Vergessenheit.

x 1 #79


Grenzgaenger
Zitat von Ziva:
Es geht um den einen Tag, an dem du es machst. Und wenn der nächste Tag kommt, dann denkst du drüber nach - nicht schon vorher.

Nur für einen Tag-Nur für Heute!
Das Gestern ist vergessen,
das Morgen noch unbekannt
doch Heute ist dein ganzes Leben.

Unbekanntes Zitat 🖋

x 4 #80


Lost111
Ich weiß nicht.
Es scheint / ist alles so weit weg von mir.
Dabei müsste ich mich kümmern. Aber es ist mir einfach EGAL.
Und das stört mich nicht im Geringsten!
Stattdessen beschäftige ich mich mit Dingen, die ich lieber sein lassen sollte.

Mein Psychiater hat mich am Dienstag ein klein wenig - wie soll ich das sagen?! - aufgerüttelt. ?
Aber das ging auch mehr oder weniger an mir vorbei. Ich habe ihm auch vom S.. erzählt.
Ich habe im Hinterkopf, dass es wichtig wäre/ist, mir Gedanken um die Arbeit etc. zu machen. Reha. Etc.
Wie es weitergehen kann ..
Kann mir mal einer auf den Kopf hauen ?! (Scherz) Warum kann ich das nicht?!

Ich komme mir einfach nur noch überflüssig vor. Auch wenn ich das - meiner wenigen Freunde nach - nicht bin.
Und genau diese Freunde sind es, die mir immer wieder Kraft geben. Auch hier. Ihr seid angesprochen, meine Lieben!
Und dafür kann ich euch nur immer wieder danken! freunde
>>> Grau im Licht

x 5 #81


Dys
Zitat von Lost111:
Mein Psychiater hat mich am Dienstag ein klein wenig - wie soll ich das sagen?! - aufgerüttelt. ?
Aber das ging auch mehr oder weniger an mir vorbei. Ich habe ihm auch vom S.. erzählt.
Ich habe im Hinterkopf, dass es wichtig wäre/ist, mir Gedanken um die Arbeit etc. zu machen. Reha. Etc.
Wie es weitergehen kann ..
Kann mir mal einer auf den Kopf hauen ?! (Scherz) Warum kann ich das nicht?!

Im Prinzip ist es, bei mir jedenfalls, immer so, dass etwas im Hinterkopf rum schwirrt und irgendwie nach Erledigung schreit, was sich eben in Gedanken darstellt und eben nicht in einem Handeln mündet. Bei mir sind das Dinge die eben nicht als angenehm empfunden werden, in dem Moment in dem ich über sie Nachdenke. Und eigentlich ist klar, sie werden auch nicht angenehmer, wenn ich sie lediglich „zerdenke“. Allerdings habe ich für mich festgestellt, wenn aus dem Denken ein Handeln resultierte und etwas aus dem Handeln resultierte, egal ob es dann ein gewünschtes Ergebnis erbracht hat oder vielleicht auch nicht, ich habe jedenfalls im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas getan und kann dann diese Sache auch erstmal abhaken. Und es obliegt mir alleine, wie ich dann mein Handeln oder das Ergebnis bewerte. Ich habe aber für mich selbst festgestellt, dass es sich besser anfühlt, wenn ich was getan habe, als nur darüber nachzudenken etwas tun zu sollen, oder müssen. Meiner Meinung nach kann man immer etwas tun, statt sich zu fragen, weshalb man etwas nicht kann. Unabhängig davon, wie man es anschließend dann bewertet. Natürlich muss man aber körperlich in der Lage sein, oder zumindest entsprechende Hilfsmittel nutzen können. Und natürlich muss man auch wollen wollen, wenn man es zumindest vom Prinzip her können kann, was zumindest der Fall ist, wenn lediglich nur Gedanken einen davon abhalten. Erfahrungsgemäß wird man sich trotzdem nicht immer gut fühlen bei dem was man tut, wie auch immer dann dieses Gefühl sich äußern würde. Es besteht aber zumindest die Möglichkeit sich gut zu fühlen, wenn am es dann getan hat und es erledigt ist, beziehungsweise der Kopf diesbezüglich frei(er) ist.

Die Frage danach, weshalb oder warum kann ich etwas nicht, ist eigentlich sinnlos wenn es tatsächlich nicht generell verhindert wird, es wenigstens zu versuchen. Selbst wenn ich scheitere bei einem Versuch, so muss das ja nicht bedeuten, dass es beim nächsten nicht doch klappen könnte.

x 3 #82


Lost111
Zitat von Dys:
Allerdings habe ich für mich festgestellt, wenn aus dem Denken ein Handeln resultierte und etwas aus dem Handeln resultierte, egal ob es dann ein gewünschtes Ergebnis erbracht hat oder vielleicht auch nicht, ich habe jedenfalls im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas getan und kann dann diese Sache auch erstmal abhaken. Und es obliegt mir alleine, wie ich dann mein Handeln oder das Ergebnis bewerte. Ich habe aber für mich selbst festgestellt, dass es sich besser anfühlt, wenn ich was getan habe, als nur darüber nachzudenken etwas tun zu sollen, oder müssen.

Richtig. Was nicht erledigt werden kann, bleibt im Hintergrund. Nichts gerät in Vergessenheit im Gehirn.
Aber ich muss erstmal ins "Machen" kommen.
Natürlich ist alles auch eine Sache der Bewertung - ganz klar !

Letzten Endes ist alles, was als "erledigt" aus dem Kopf kann, gut. Wie du das sagtest.

Ich kümmere mich immer noch. Soweit machbar.
Aber es rückt halt ganz viel die Ferne - weiter weg von mir. Bis auf ganz weit weg.

#83


Dys
Zitat von Lost111:
Aber es rückt halt ganz viel die Ferne - weiter weg von mir. Bis auf ganz weit weg.

Das ist auch manchmal gut so, finde ich. Jedenfalls wenn es dann eben auch nicht akut belastet. Vielleicht ist es sogar dann, falls es zurück kommt, besser zu bewältigen weil etwas Abstand auch manchmal neue Perspektiven entstehen lässt.

x 1 #84


Lost111
Zitat von Dys:
Das ist auch manchmal gut so, finde ich. Jedenfalls wenn es dann eben auch nicht akut belastet. Vielleicht ist es sogar dann, falls es zurück kommt, besser zu bewältigen weil etwas Abstand auch manchmal neue Perspektiven entstehen lässt.

Ja, vllt. ist das so. Ich kann das aktuell echt nicht einschätzen.
Aber wie gesagt - es bleibt im Gedächtnis.
Die Zeit wird es zeigen.

x 1 #85


Lost111
Ich weiß gar nicht mehr wirklich, ob ich noch "lebe". Aber das ist keine neue Frage bei mir.
Objektiv gesehen: Ok, ich atme, also lebe ich.
Manchmal möchte ich mich aber anschreien : ATME!
Was bleibt sind Gedanken. Zu viele Gedanken wie immer.
Ich weiß nach wie vor nicht, wie es bei mir weiter geht. Und komischerweise interessiert mich das Null.

Ich habe viel geweint letzten Abend, diese Nacht. Selbstmitleid? Ja, ein kleiner Teil davon schon.

Mein Leben steht (mal wieder) auf der Kippe. Ohne jetzt Jemandem Angst machen zu wollen.

Ich fühle mich leer. Nach wie vor.

>>> I'm the shadowdancer <<<

x 2 #86


hlena
Zitat von Lost111:

Ich habe viel geweint letzten Abend, diese Nacht.


Das könnte auch ein Symtom der Depression sein.
Ich erinnere mich,ich habe anfangs auch ständig geheult.
So viel,daß es mir selbst auf die Nerven ging.

x 2 #87


Grenzgaenger
Zitat von Lost111:
Selbstmitleid? Ja, ein kleiner Teil davon schon.

Nein - Depresiom kennt kein Selbstmitleid!

Andere sehen das vielleicht so, aber Betroffene
mit Sicherheit nicht! Deshalb mal ein tapferes:
trost spenden Kopf streicheln Kumpel

x 1 #88


Dys
Zitat von Grenzgaenger:
Nein - Depresiom kennt kein Selbstmitleid!

Dies ist eine wohlwollende, tröstende und hoffentlich wohltuende Antwort, zweifelsfrei.

Aber Depression ist eine Erkrankung und zu den mit ihr in Zusammenhang stehenden Gefühlszuständen ist Selbstmitleid natürlich auch eine Emotion, die darin vorkommen kann.
So ist es sachlich richtig, dass eine Erkrankung selbst keine Emotionen und somit auch Selbstmitleid nicht kennt. Der von dieser Krankheit Betroffene aber sehr wohl. Und da darf ja auch so sein, wie alle Emotionen die man hat. Die Genesung besteht ja darin, mit Emotionen angebracht umgehen zu können und nicht darin, sie nicht wahrzunehmen oder wahrnehmen zu müssen. Somit ist Selbstmitleid per se nichts schlimmes, lediglich wenn man sich darin verliert und es ein Dauerzustand wird, wäre es pathologisch. Und natürlich bliebe die Frage, wie zweckdienlich ist eine Emotion wie Selbstmitleid für einen selbst, wenn man das gerade so verspürt? Denn daraus ergibt sich eine Handlungsmöglichkeit, wie man mit dieser Emotion umgehen will, persönlich und im Zusammenhang mit Anderen.

x 1 #89


A


Hallo Lost111,

x 4#15


Lachmalwieder
@Dys Super beschrieben. Sogar ich kann mit deinen Erklärungen etwas anfangen. Ich bewundere immer Menschen, die sich so "gut" ausdrücken können. Ein großes Lob an dich 🍀 . Ich habe nur manchmal damit zu tun, dass deine Erfahrungen so ausführlich sind. Kann mich dann so schlecht darauf konzentrieren, bzw. einlassen. Bin dann einfach von dieser Flut von Informationen überfordert.

x 1 #90

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