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Wechsel innerhalb der selben Wirkstoffklasse sinnvoll?

Ylvi13
Hm, ich.
Einfach, weil ich der Überzeugung bin, dass eine psychische Erkrankung genau das ist , eine Krankheit. Und je nach Schwere bedarf es der Behandlung. Punkt!
Mir haben die Medikamente, im wahrsten Sinne des Wortes, das Leben gerettet. Das kann jeder wissen.
Mit dem Thema Depression sollte grundsätzlich viel offener umgegangen werden, das gehört genau so in die Medien und sonstwo hin wie z.B. Masern. Es ist doch furchtbar, wenn sich ein Betroffener noch zusätzlich Druck machen muss, weil keiner was merken soll.
Sorry, das musste grad mal raus.

11.08.2019 14:52 • x 3 #16


Irgendeine
Ja, ich bin absolut deiner Meinung. Die Frage war auch eher rethorisch gemeint. Mir haben die Medikamente auch das Leben gerettet. Trotzdem halte ich mich bedeckt, weil ich einfach keine Lust hab, abgestempelt zu werden. Bei Depressionen geht das ja noch einigermaßen, die sind ja mittlerweile irgendwie "gesellschaftsfähig", aber mit Borderline oder ADHS wird's halt echt schwierig. Traurigerweise gerade in meinem Job. Ich gebe nicht umsonst nur Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen von meinem Hausarzt und nicht von meiner Psychiaterin ab.

11.08.2019 14:57 • #17


Ylvi13
Ich dachte mir das schon, dass die Frage eher rethorisch gemeint war, aber es passte gut. Die Menschen haben noch so einiges zu lernen.

11.08.2019 16:03 • #18


Eis
Ich gehe recht offen mit dem Thema um und stehe auch zu meinen Antidepressiva, die ich nehme. Sehe es auch als Krankheit. Ich bin auch für mehr Diskussion in der Öffentlichkeit, wollte deshalb bei der Muttour der Deutschen Depressionsliga mitfahren. Leider war es mir dieses Jahr weder konditionell noch psychisch möglich daran teilzunehmen. Ich hoffe auf nächstes Jahr.
Ich gebe auch die Arbeitsunfähigkeit vom Psychiater ab, das ist mir egal, in der Firma wissen sie eh, was los ist.

Aber ich verstehe auch jeden, der das anders handhabt, je nachdem in welcher beruflichen und privaten Situation er Grad steckt.

LG Eis

11.08.2019 20:48 • x 2 #19


Irgendeine
Hallo,
ich komme mittlerweile nur noch schwer klar.
Anfangs hat mein neues ADHS-Medikament Wunder gewirkt, aber nachdem es etwas runterdosiert werden musste, weil die Nebenwirkungen zu krass werden, habe ich das Gefühl, dass wieder alles wie vorher ist. Der einzige Unterschied ist, dass ich mich besser konzentrieren kann, weswegen es ja hauptsächlich angesetzt wurde.
Meine (noch relativ neue Psychiaterin) ist der Meinung, dass ich mir vieles - besonders körperliche Symptome/Nebenwirkungen - nur einbilde bzw. zu fixiert darauf bin.

Ich kann es im Alltag relativ gut überspielen, aber es geht einfach so langsam nicht mehr. Meinem Freund will ich das so nicht sagen, weil er ja, wie ich schon mal schrieb, der Meinung ist, ich müsste es doch endlich mal ohne Medikamente probieren. Aber wenn es mir mit Medis schon nicht gut geht, wie schlecht wäre ich dann ohne dran?

Ab morgen muss ich für 4 Wochen in der Psychiatrie arbeiten, was eh schon eine Tortur wird. Dazu kommt noch, dass ich in der Zeit auch dort wohne, D.h. ich muss den kompletten "Haushalt" (Kochen, aufräumen, putzen) dort komplett selbst machen. Das wird eine Katastrophe. "Richtige" warme Mahlzeiten werden dann wohl die Seltenheit sein.

Zeitnah einen Termin bei meiner Psychiaterin zu bekommen, ist aktuell natürlich auch ein Ding der Unmöglichkeit. Wenn ich ihr erzähle, wie es mir geht, wird sie mich fragen, was ich von ihr erwarte. Und das weiß ich eben nicht. Das Problem ist ja auch, dass ich einfach nicht weiß, wie es ist, einen normalen Antrieb zu haben und somit auch nicht einschätzen kann, ob die Medis wirken oder eben nicht und ob man das noch optimieren kann.

Therapeutin wäre echt nötig, aber das erfordert halt wieder Antrieb.

22.12.2019 21:03 • #20


Irgendeine
Ich bin aktuell echt am Ende. Ab heute zum Glück erst mal 2 Wochen krankgeschrieben. Ich hoffe, ich schaffe es morgen endlich mal, bei meiner Psychiaterin einen Termin auszumachen. Ich will, dass sie sich die Medis nochmal anschaut und ggf. umstellt. So wie aktuell kann es nicht weitergehen.
Ich will ich einfach nicht mehr 2 Medis gegen die Nebenwirkung eines anderen Medis zu nehmen müssen, was mir nicht mal ausreichend hilft.
Zumal eins davon mein Asthma verschlimmern und Depressionen wiederum verstärken kann.

06.01.2020 23:03 • #21


maya60
Hallo Irgendeine, bist du dir eigentlich sicher, dass deine Antriebsschwäche nicht evtl. eine abgrundtiefe Erschöpfung ist und du nicht in einem dicken fetten Dauerburnout mit vielen Symptomen steckst? Bei ADHS, das ich auch habe, ist es oft eine Erschöpfungsdepression und Burnout und wirklich, wie du auch schreibst, oft schon seit Kindheit oder Jugendzeit.

Und dann bist du schon grundsätzlich immer geschwächt und dann noch eine Arbeit in einem Hochstressberuf wie der Pflege ist da oft das reinste Gift. Und weil selbst die besten Psychopharmaka nicht mehr als gute hilfreiche Krücken sein können, wirst du damit nie volle Leistung bringen wie jemand ohne ADHS oder Depression, unmöglich! Und vor allem können die Medikamente keine so hohe Leistung bringen wie Gesunde mit Überstunden in der Pflege.

Wenn du dann noch daheim von deinem Freund, der selber auch psychisch sehr belastet ist, dir ständig Kritik statt Unterstützung anhören musst und auch noch vielleicht die extremen Stimmungsschwankungen von BPS hast? Dann klingt mir das nach einer so extremen Überforderung, dass es schon gar kein Medikament geben kann, das das alles ausgleicht?

Woher weißt du denn eigentlich genau, welche Symptome von welcher Erkrankung kommen? Bei mir hat es 10 Jahre lang gedauert, um durch Selbstbeobachtung und unter ärztlicher Betreuung bei einem Psychiater, der spezialisiert ist auf ADHS bei Erwachsenen, genau zu erspüren zu lernen, was was ist und welches Medikament genau was bewirkt und sich wie verhält.

Die ständige psychologische Begleitung und vor allem meine Alltagsanpassung auf meine geringere Belastbarkeit waren ein genauso wichtiger Teil, damit die Medikamente überhaupt eine Chance hatten, eine Stütze zu sein.
Wenn ich, was ich auch versuchte, mit Medikamenten an meine Leistungsgrenzen ging, dann gab es einen derben Rückfall, das können die Medikamente nicht leisten, ist meine Erfahrung.

Die Erkrankung ADHS ist angeboren, BPS auch?, bei mir ist die Depression durch das ADHS chronisch. Vollzeit berufstätig sein konnte ich nie! Und ich habe einmal aus einem Hochstressberuf umgeschult, weil ich merkte, das geht so nicht lange weiter.

Es gibt keine Medikamente, um hohen Stress zu ertragen und dann noch psychisch stabil zu sein bei unseren Erkrankungen.

Könnte das das Grundproblem sein?

Liebe Grüße! maya

07.01.2020 07:22 • x 1 #22


Irgendeine
Hallo Maya,
deine Worte sind hart, aber ich bin dir dankbar, dass du so ehrlich bist. So habe ich es noch nie betrachtet.

Zitat von maya60:
Hallo Irgendeine,bist du dir eigentlich sicher, dass deine Antriebsschwäche nicht evtl. eine abgrundtiefe Erschöpfung ist und du nicht in einem dicken fetten Dauerburnout mit vielen Symptomen steckst? Bei ADHS, das ich auch habe, ist es oft eine Erschöpfungsdepression und Burnout und wirklich, wie du auch schreibst, oft schon seit Kindheit oder Jugendzeit.


Ich weiß nicht sicher, woher die Antriebsschwäche kommt, aber "abgrundtiefe Erschöpfung" trifft es sehr, sehr gut. Und das, wie du sagst, auch schon seit meiner Kindheit. Ich habe letztens einen Zettel gefunden, den ich geschrieben hatte, als ich ca. 17 Jahre alt war. 2 DIN A 4 Seiten voll Verzweiflung, weil ich einfach mit allem komplett überfordert war. Und damals wohnte ich noch zu Hause und musste mich "nur" um mich selbst kümmern. Aber sogar (oder gerade) das war schon zu viel.

Zitat von maya60:
Und dann bist du schon grundsätzlich immer geschwächt und dann noch eine Arbeit in einem Hochstressberuf wie der Pflege ist da oft das reinste Gift. Und weil selbst die besten Psychopharmaka nicht mehr als gute hilfreiche Krücken sein können, wirst du damit nie volle Leistung bringen wie jemand ohne ADHS oder Depression, unmöglich! Und vor allem können die Medikamente keine so hohe Leistung bringen wie Gesunde mit Überstunden in der Pflege.


Mir ist klar, dass Medis nur eine Stütze sein können und dass ich nie so viel leisten werden kann, wie ein Gesunder.
Ich weiß, dass ich in einem sehr stressigen Beruf arbeite. Das "Problem" ist, dass ich nichts anderes als Medizin kann und es mir ja auch Spaß macht.
Da bin ich gut drin und das bestärkt mich natürlich auch. Ich habe nicht vor, den Rest meines Lebens 100% zu arbeiten. Allerdings werde ich das die ersten Jahre wohl erst mal müssen, da es sonst extrem schwierig ist, in der Intensivpflege Fuß zu fassen. Ich habe jetzt so lange dafür gekämpft, in diesem Beruf arbeiten zu können, das kann und will ich nicht aufgeben. Dann wären die letzten Jahre alle umsonst gewesen und ich würde mit 27 tatsächlich vor dem Nichts stehen.

Klar, wird das auch in Zukunft nicht leicht sein.
Aber ich denke, es wird wesentlich besser, wenn erst mal der ganze Lernstress wegen Klausuren und Examen wegfällt und ich in ein festes Team integriert bin.
Einer der größten Stressfaktoren in der Ausbildung ist für mich nämlich, dass ich mich alle paar Wochen auf ein neues Team einstellen muss, von dem ich dann am Ende des Einsatzes auch noch bewertet werde. Ich bin in der Hinsicht ziemlich schüchtern und kann nur schwer für mich einstehen.

Zitat von maya60:
Wenn du dann noch daheim von deinem Freund, der selber auch psychisch sehr belastet ist, dir ständig Kritik statt Unterstützung anhören musst und auch noch vielleicht die extremen Stimmungsschwankungen von BPS hast? Dann klingt mir das nach einer so extremen Überforderung, dass es schon gar kein Medikament geben kann, das das alles ausgleicht?


Ich liebe meinen Freund, aber ist nicht der einfachste Mensch. Gefühle äußern ist nicht so seins. Er steht selbst ständig unter Strom, weil er neben seinem anstrengenden Studium noch viel arbeiten muss, um sich zu finanzieren. Alleine deswegen schon, muss ich erst mal Vollzeit arbeiten gehen.
Ich kann auch irgendwo verstehen, dass er sich nicht immer die gleiche Leier anhören will. Zu sehen, dass es einfach nicht wirklich besser wird.

Zitat von maya60:
Woher weißt du denn eigentlich genau, welche Symptome von welcher Erkrankung kommen? Bei mir hat es 10 Jahre lang gedauert, um durch Selbstbeobachtung und unter ärztlicher Betreuung bei einem Psychiater, der spezialisiert ist auf ADHS bei Erwachsenen, genau zu erspüren zu lernen, was was ist und welches Medikament genau was bewirkt und sich wie verhält.

Die ständige psychologische Begleitung und vor allem meine Alltagsanpassung auf meine geringere Belastbarkeit waren ein genauso wichtiger Teil, damit die Medikamente überhaupt eine Chance hatten, eine Stütze zu sein.
Wenn ich, was ich auch versuchte, mit Medikamenten an meine Leistungsgrenzen ging, dann gab es einen derben Rückfall, das können die Medikamente nicht leisten, ist meine Erfahrung.
Die Erkrankung ADHS ist angeboren, BPS auch?, bei mir ist die Depression durch das ADHS chronisch. Vollzeit berufstätig sein konnte ich nie! Und ich habe einmal aus einem Hochstressberuf umgeschult, weil ich merkte, das geht so nicht lange weiter.


Ich weiß absolut nicht, was von was kommt und was sich untereinander bestärkt. Das ADHS war bis jetzt noch nie wirklich Bestandteil einer Therapie. Es wurde diagnostiziert, ich bekam Medis und fertig. Es ging immer hauptsächlich um die BPS. Das war aber damals, neben der Depression, auch mein größtes Problem. Ich war so fertig mit dem Leben, deshalb denke ich, dass es zu dem Zeitpunkt überhaupt nicht möglich war, sich auch noch um das ADHS zu kümmern.
Leider habe ich auch noch niemanden gefunden, der sich wirklich mit ADHS bei Erwachsenen auskennt. Aktuell bin ich auf der Suche nach einer Therapeutin, aber das gestaltet sich halt auch schwierig, wenn der Antrieb fehlt.

Zitat von maya60:
Es gibt keine Medikamente, um hohen Stress zu ertragen und dann noch psychisch stabil zu sein bei unseren Erkrankungen.


Leider.

Liebe Grüße.

07.01.2020 12:50 • x 1 #23


maya60
Hallo Irgendeine, ich konnte nicht sanfter formulieren, was auch mein Leben lang schon eine harte Wahrheit war und ist von Kleinauf mit ADHS und Depressionen. Und wenn dabei rauskommt, dass du im Hinterkopf behältst, mit Stress sehr vorsichtig zu sein und dass dagegen nämlich keine Medikamente ankommen, dann ist das schonmal gut und mehr als ich in deinem Alter wusste.

Und dann lernst du dich auch besser kennen, welche Diagnose zu welchen Symptomen und Medikamenten gehören, denn die Ärzte können dir das nicht alleine alles so gut anmerken und sagen wie du es fühlst. Es ist ja bei jedem individuell.

Liebe Grüße! maya

07.01.2020 14:18 • #24


Eis
Hallo Irgendeine

Zitat von Irgendeine:
Wenn ich ihr erzähle, wie es mir geht, wird sie mich fragen, was ich von ihr erwarte. Und das weiß ich eben nicht. Das Problem ist ja auch, dass ich einfach nicht weiß, wie es ist, einen normalen Antrieb zu haben und somit auch nicht einschätzen kann, ob die Medis wirken oder eben nicht und ob man das noch optimieren kann.


Du erwartest von deiner Psychiaterin, dass sie dir Möglichkeiten zeigt, wie es dir besser gehen kann, sei es nun durch Medikamente (Umstellung, Kombination, Dosisanpassung) oder durch andere Methoden (Psychotherapie, Reha, Selbsthilfegruppe, Tipps für den Alltag usw. ).

Die Frage, was ein "normaler" Antrieb ist stellt sich wohl jeder mal, der darunter leidet. Ein Arzt in der Reha hat mir mal folgende Antwort gegeben: "wenn ich die Idee im Kopf habe eine Freundin anzurufen oder zu treffen, und ich das machen kann, ohne nachzudenken, ob ich das schaffe und es einfach umsetzen kann, das ist normaler Antrieb". Daraufhin wusste ich dann, dass mein Antrieb eben noch lange nicht normal ist.

Hast Du denn jetzt in der Zwischenzeit einen Medikamentenwechsel vorgenommen? Machst du eine Psychotherapie?

VG Eis

07.01.2020 16:07 • x 1 #25


Irgendeine
Hallo Eis

Zitat von Eis:
Du erwartest von deiner Psychiaterin, dass sie dir Möglichkeiten zeigt, wie es dir besser gehen kann, sei es nun durch Medikamente (Umstellung, Kombination, Dosisanpassung) oder durch andere Methoden (Psychotherapie, Reha, Selbsthilfegruppe, Tipps für den Alltag usw. ).


Danke für diese Tipps. So blöd es auch klingt, ich wäre nicht drauf gekommen.

Zitat von Eis:
Die Frage, was ein "normaler" Antrieb ist stellt sich wohl jeder mal, der darunter leidet. Ein Arzt in der Reha hat mir mal folgende Antwort gegeben: "wenn ich die Idee im Kopf habe eine Freundin anzurufen oder zu treffen, und ich das machen kann, ohne nachzudenken, ob ich das schaffe und es einfach umsetzen kann, das ist normaler Antrieb". Daraufhin wusste ich dann, dass mein Antrieb eben noch lange nicht normal ist.

Das ist ja mal eine wirklich hilfreiche Aussage von diesem Arzt! Demzufolge bin ich dann auch mit den Medis weit von normalen Antrieb entfernt. Ich hatte mir für heute 3 Sachen vorgenommen. Nichts großes (CD's einräumen, Wäsche falten, duschen und kochen), aber nicht mal das werde ich heute schaffen. Stattdessen habe ich ewig für eine Tätigkeit gebraucht, weil ich ständig "weg" war/bin. Es nervt mich so.

Zitat von Eis:
Hast Du denn jetzt in der Zwischenzeit einen Medikamentenwechsel vorgenommen? Machst du eine Psychotherapie?


Kein Mediwechsel bisher. Meine Ärztin hat meinen Stimmungsstabilisator (Lamotrigin) sogar reduziert, weil sie meint, das reiche als Erhaltungsdosis.
Am Donnerstag hab ich jetzt spontan einen Termin bekommen. Ich hab der MFA gesagt, dass es mir nicht gut geht. Irgendwie hab ich jetzt ein bisschen Angst, dass die Ärztin sagt, sie kann nichts mehr machen an den Medis.
Ich habe echt Angst, dass bald das, was irgendwie schon länger im Raum steht, auch ausgesprochen wird: "medikamentös austherapiert". Weil einfach schon so viele Medis keinen nennenswerten Erfolg gebracht haben.

Psychotherapie hab ich leider auch noch keine. Auch da hab ich ein paar angerufen, aber es meldet sich niemand. Da wird sich meine BeWo-Betreuerin nach ihrem Urlaub nochmal dahinterklemmen.

Alles irgendwie ziemlicher Mist momentan.

07.01.2020 17:10 • #26


Eis
Hallo Irgendeine
Solange du keine MAO-Hemmer genommen hast bist du nicht austherapiert. Absolut wichtig ist, dass du eine Psychotherapie machst. Medikamente alleine helfen dir nicht. Ich bin jede Woche 40km zu meiner Therapeutin gefahren. Aber ohne sie hätte ich es mitsamt allen Tabletten nicht geschafft.

Wenn du bei deiner Ärztin bist, sprich sie auch an auf die Möglichkeit einer TMS an, oder die EKT steht ja auch noch im Raum. Keine Sorge, es gibt noch genug Möglichkeiten zum Ausprobieren. Du bist noch lange nicht am Ende. Gib nicht auf!

tms-therapie-wer-hat-erfahrungen-t26462.html?hilit=Tms#p338829

VG Eis

07.01.2020 23:11 • #27


Irgendeine
Hallo Eis,

TMS und EKT möchte ich nicht. Dafür bin ich auch nicht "fertig" genug.
Medis haben bei mir maximal beim Eindosieren eine Wirkung Venlafaxin z.B. hat bei jeder Dosiserhöhung richtig gut gewirkt, aber eben immer nur je 4 Wochen lang. Irgendwann war ich dann bei 300 und man konnte nicht mehr hochgehen. Laut meiner damaligen Ärztin gehöre ich wohl, was Medis angeht, zu den schnellen Verstoffwechsleren.

Ich werde ihr morgen sagen, dass aktuell gar nichts mehr geht. Ich bin gespannt, was sie dazu sagt. Ich hoffe nur, dass sie versteht, dass Klinik aktuell unmögluch ist. Ab dem 20.1 beginnt mein Einsatz auf der Intensivstation. Da freue ich mich schon die ganze Ausbildung drauf und das möchte ich nicht verpassen. Denn egal wie schlecht es mir geht, auf der Arbeit ist es meistens okay. Da habe ich klare Strukturen, weiß, was von mir erwartet wird und es macht mir Spaß.

08.01.2020 12:11 • #28


Irgendeine
Ich hoffe nur, dass ihr einziger Vorschlag nicht "Klinikeinweisung" lautet. Das scheint bei vielen Ärzten (oder zumindest bei denen, die ich bisher hatte.) immer eine der besten Optionen zu sein, wenn sie nicht mehr weiterwissen.

Nach dem Motto "wenn Sie nicht in die Klinik wollen, kann es Ihnen ja gar nicht sooo schlecht gehen". Ach, ich hab Angst.

08.01.2020 16:39 • #29


Zitat von Irgendeine:
Nach dem Motto "wenn Sie nicht in die Klinik wollen, kann es Ihnen ja gar nicht sooo schlecht gehen"


Auch wenn Du mich jetzt vermutlich am liebsten steinigen möchtest ich sehe das auch so.

08.01.2020 19:15 • #30





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