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Warum darf man nicht aufgeben?

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GefangenimLimbo
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Ich habe einfach schlichtweg keine Lust mehr ein Leben lang, noch Jahrzehnte weiter dahinzuvegetieren. Und enwteder in einem Heim/Wohngruppe zu leben, oder Obdachlos, wegen meienr Behinderung. Aber keinerlei Möglichkeiten im Lebne zu haben.

Wenn es nicht bald eine Möglichkeiten für mich gibt, dann werde ich mich einfach komplett fallen lassen, und es darauf ankommen lassen wieder obdachlos zu werden.

#1


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Uriel

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Das Gefühl der macht- und mutlosikeit kenne ich sehr gut. Therapien haben bei mir bisher nicht geholfen. Ich habe daher Tipps für praktische Therapien bekommen. Das war ein Verhaltenstherapeut. Ich habe z.B. oft auch Wutausbrüche, die sich nur gegen mich richten. Selbstzerstörerisch sind sie. Ich habe aber nie Gewalt an anderen Lebewesen verübt.

Praktische Therapie ist z.B. Dart Pfeile werfen. Das geht bei kleineren destabilisierenden Gefühlen sehr gut. Dann gibt es noch Ton-werfen. Da wird frischer Ton gegen die Wände geworfen. Geht nur, wenn man einen ordentlich großen Keller hat. Das hilft, wenn man schon wieder dabei ist sich selbst zu verletzen.

Ich hebe auch immer etwas Pappe auf. Die zu zerreißen powerd mich aus und anschließend kann ich so eine Stunde schlafen, meist mit schlimmen Alpträumen, aber man muss ja mal schlafen.

Gesprächstherapien und so ein Kram haben mir nie geholfen, erst in der REHA wurden mir andere Therapien dargestellt, die mir jetzt sehr helfen.

Zum Glück habe ich einen Hund. Mit dem gehe ich oft nachts raus und laufe so 1 bis 2 Stunden mit ihm. Das ist auch so eine praktische Therapie. Mein Hund ist der einzige Gesprächspartner.

Obdachlos kann ich zum Glück nicht werden, da ich eine Eigentumswohnung geerbt habe. Von daher habe ich immer ein trockenes und warmes Dach über dem Kopf.

Lass bitte den Kopf nicht hängen und mach keinen Blödsinn. Wie heißt es so schön: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Bei mir verschließen sich alle T´üren und ich stehe in der Mitte ohne Perspektiven.

Eine Wohngruppe ist noch nicht so schlecht. Man hat immer einen Gesprächspartner, gemeinsames Schicksal und, wenn ich mich recht erinnere, immer psychologische Betreuung.
Ich bekomme mein Leben auch nicht in den Griff. Nur die Besuche vom Pflegedienst heitern mich immermal auf. Jeden Tag kommt das Pillen-Kommando und passt auf, dass ich meine Tabletten nehme und 4 mal in der Woche kommt ein Helfer vom Pflegedienst. Der mir bei vielen Dingen des Lebens hilft. Also z.B. Formulare ausfüllen, Begleitung zu Ämtern oder Ärzten oder sie helfen mir im Haushalt. Nur unter diesen Bedingungen darf ich noch zu Hause wohnen, sonst wäre ich schon längst in einem Pflegeheim.
LG Alex

24.07.2022 12:10 • x 3 #13


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Hallo GefangenimLimbo,

Warum darf man nicht aufgeben?

x 3#3


Uriel

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@GefangenimLimbo Auf keinen Fall aufgeben. Ich kämpfe seit 60 Jahren und irgendwie ging es immer weiter. Oft war ich in der geschlossenen Psychiatrie. immer so 8 bis 12 Monate. Da wird man richtig krank. Den ganzen Tag im Zimmer herumhängen, bis mal ein Pfleger oder eine Schwester Zeit haben mit einem raus zu gehen. Aber ich habe gekämpft. Einmal bin ich sogar ausgerissen und wurde von der Polizei wieder eingefangen .... mit etlichen frischen Schnittwunden an den Beinen und einem ausgewachsenen blauen Auge.

Hast du eine körperliche Behinderung? Ich habe eine psychische Behinderung und darf nur alleine wohnen, wenn der Pflegedienst auf mich aufpasst. Ansonsten müsste ich in ein Pflegeheim mit meinem Pflegegrad 3.

Wozu das alles, das frage ich mich auch sehr oft. Aber z.B. hatte sich im letzten Mai ein Pfleger vom Pflegedienst bereit erklärt, mit mir zu verreisen. Das war ein richtiges High light für mich. Entlich mal was anderes sehen. Das war ein einmaliges Ereignis, aber es hat mir gezeigt: Es lohnt sich zu kämpfen, gegen Krankheiten und gegen alle Widrigkeiten es Lebens.

Solltest du eine Rente bekommen, dann hilft dir das Sozialamt bei der Suche nach einer Wohnung. Solltest du keine Rente bekommen, dann beantrage sie sofort. Wohnung, Zuschüsse zu Heizung und Strom bekommst du dann, vielleicht eine GdB. Das hat alles für mich der Pflegedienst gemanagt. Und vor allem ich habe Verantwortung: Verantwortung für meinen Hund und meine zwei Katzen. Das hält mich im Moment am Leben. Und versuche bei der Krankenkasse eine Pflege zu bekommen.

Dass ich mich bewegen muss, war für mich was ganz Neues. In Selbstmitleid hatte ich mich vergraben: Keiner mag mich. Und jetzt?
Ich bin in einem sozialen Netz, das mich immer wieder auffängt. Meinen Henkersstrick habe ich im Mail vergraben, der wird nie wieder vorgeholt.

Gib nicht auf, hole dir alle Hilfe, die du bekommen kannst.

Ich plane auch nicht, weil das sowieso nicht klappt. Aber eine Perspektive wäre schon etwas. Versuche ein WG Zimmer zu bekommen. Ich z.B. vermiete zwei WG Zimmer, immer an Menschen, die nicht weiter wissen und sie kommen immer wieder auf die Beine. Allerdings habe ich nur Erfahrung mit psychischen Erkrankungen.

24.07.2022 13:10 • x 2 #19


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Rocker
Ist Obdachlosigkeit etwa besser als eine Wohngruppe?

#2


G
Zitat von Rocker:
Ist Obdachlosigkeit etwa besser als eine Wohngruppe?

Nö, aber wenn man eh aufgegeben hat ist alles egal.

#3


Rocker
Aber ganz aufgegeben hast du dich ja noch nicht, sonst hättest du den Thread nicht eröffnet. Gibt es in der Wohngruppe keine psychologische Betreuung?

x 1 #4


G
Zitat von Rocker:
Aber ganz aufgegeben hast du dich ja noch nicht, sonst hättest du den Thread nicht eröffnet. Gibt es in der Wohngruppe keine psychologische Betreuung?

Nicht direkt nein. Warum?

#5


Rocker
Die Gespräche könnten dir durchaus weiterhelfen.

#6


G
Zitat von Rocker:
Die Gespräche könnten dir durchaus weiterhelfen.

Bei was genau?

#7


G
Zitat von GefangenimLimbo:
wegen meiner Behinderung

Was für eine Behinderung hast du? Musst du nicht erzählen, nur wenn du magst. Manchmal nimmt man einen persönlichen "Makel" übermäßig stark wahr und wertet sich daraufhin nur noch ab. Dann fehlen Mut und Tatkraft.

Zitat von GefangenimLimbo:
Wenn es nicht bald eine Möglichkeiten für mich gibt, dann werde ich mich einfach komplett fallen lassen, und es darauf ankommen lassen wieder obdachlos zu werden.

Das wäre aber fahrlässig und grenzt schon an selbstschädigendes Verhalten oder irre ich mich?

Zitat von GefangenimLimbo:
Bei was genau?

Kann dabei helfen, negative Gedankenspiralen, Demotiviertheit, Selbstaufgabe etc. zu besiegen. Deine Traurigkeit/Unzufriedenheit ist ja deutlich spürbar. Psychotherapie ist halt Standard bei Depressionen - wegen Depressionen hast du dich doch auch hier angemeldet, oder?

x 1 #8


aurora333
Lieber @GefangenimLimbo gut, dass Du mit Deiner Not nicht alleine bleibst, und Dich ans Forum wendest. Vielleicht magst Du Deine Krankheit und Situation näher beschreiben, doch es besteht auch die Möglichkeit, Dich an psychiatrische Notfalleinrichtungen ( wo man ein paar Stunden oder ein paar Tage grosse Aufmerksamkeit, Hilfe kriegt) zu wenden. Ferner existieren telefonische Notfallberatung, für Körper und Seele. Ich kenne leider nur in der Schweiz die Namen gewisser dieser Institutionen, doch ich denke, wenn Du im Internet rumstehst und/oder bei der telefonischen Auskunft oder Seelsorge nachfragst, kann man Dir die Adressen geben. Versuch Dir nochmals einen Ruck zu geben..

#9


G
Zitat von Grothszes:
Was für eine Behinderung hast du? Musst du nicht erzählen, nur wenn du magst. Manchmal nimmt man einen persönlichen "Makel" übermäßig stark wahr und wertet sich daraufhin nur noch ab. Dann fehlen Mut und Tatkraft. Das wäre aber fahrlässig und grenzt schon an selbstschädigendes Verhalten oder irre ...

Was genau soll therapie ändern? Ich war schon oft und lange in therapie, hat nichts gebracht, mein leben ist nicht besser.

#10


bones
Nun es ist ja nicht so, dass du , wenn du in einer Therapie bist, dass dir direkt besser ist. So ist es nicht. Es kann aber dir psychisch etwas stabilisieren. Auch nach der Therapie Zeit muss du weiter an dir arbeiten. Das kommt nicht von allein.

Was genau für Therapie hast du denn gemacht und wie lang?

#11


G
Zitat von bones:
Nun es ist ja nicht so, dass du , wenn du in einer Therapie bist, dass dir direkt besser ist. So ist es nicht. Es kann aber dir psychisch etwas stabilisieren. Auch nach der Therapie Zeit muss du weiter an dir arbeiten. Das kommt nicht von allein. Was genau für Therapie hast du denn gemacht und wie lang?

Ich sehe düster für die zukunft der menschheit.

#12


Uriel
Das Gefühl der macht- und mutlosikeit kenne ich sehr gut. Therapien haben bei mir bisher nicht geholfen. Ich habe daher Tipps für praktische Therapien bekommen. Das war ein Verhaltenstherapeut. Ich habe z.B. oft auch Wutausbrüche, die sich nur gegen mich richten. Selbstzerstörerisch sind sie. Ich habe aber nie Gewalt an anderen Lebewesen verübt.

Praktische Therapie ist z.B. Dart Pfeile werfen. Das geht bei kleineren destabilisierenden Gefühlen sehr gut. Dann gibt es noch Ton-werfen. Da wird frischer Ton gegen die Wände geworfen. Geht nur, wenn man einen ordentlich großen Keller hat. Das hilft, wenn man schon wieder dabei ist sich selbst zu verletzen.

Ich hebe auch immer etwas Pappe auf. Die zu zerreißen powerd mich aus und anschließend kann ich so eine Stunde schlafen, meist mit schlimmen Alpträumen, aber man muss ja mal schlafen.

Gesprächstherapien und so ein Kram haben mir nie geholfen, erst in der REHA wurden mir andere Therapien dargestellt, die mir jetzt sehr helfen.

Zum Glück habe ich einen Hund. Mit dem gehe ich oft nachts raus und laufe so 1 bis 2 Stunden mit ihm. Das ist auch so eine praktische Therapie. Mein Hund ist der einzige Gesprächspartner.

Obdachlos kann ich zum Glück nicht werden, da ich eine Eigentumswohnung geerbt habe. Von daher habe ich immer ein trockenes und warmes Dach über dem Kopf.

Lass bitte den Kopf nicht hängen und mach keinen Blödsinn. Wie heißt es so schön: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine andere. Bei mir verschließen sich alle T´üren und ich stehe in der Mitte ohne Perspektiven.

Eine Wohngruppe ist noch nicht so schlecht. Man hat immer einen Gesprächspartner, gemeinsames Schicksal und, wenn ich mich recht erinnere, immer psychologische Betreuung.
Ich bekomme mein Leben auch nicht in den Griff. Nur die Besuche vom Pflegedienst heitern mich immermal auf. Jeden Tag kommt das Pillen-Kommando und passt auf, dass ich meine Tabletten nehme und 4 mal in der Woche kommt ein Helfer vom Pflegedienst. Der mir bei vielen Dingen des Lebens hilft. Also z.B. Formulare ausfüllen, Begleitung zu Ämtern oder Ärzten oder sie helfen mir im Haushalt. Nur unter diesen Bedingungen darf ich noch zu Hause wohnen, sonst wäre ich schon längst in einem Pflegeheim.
LG Alex

x 3 #13


G
Zitat von Uriel:
Das Gefühl der macht- und mutlosikeit kenne ich sehr gut. Therapien haben bei mir bisher nicht geholfen. Ich habe daher Tipps für praktische Therapien bekommen. Das war ein Verhaltenstherapeut. Ich habe z.B. oft auch Wutausbrüche, die sich nur gegen mich richten. Selbstzerstörerisch sind sie. Ich habe aber nie ...

Also soll ich aufgeben? Ich meine wozu das alles

#14


A


Hallo GefangenimLimbo,

x 4#15


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Ich muss aber irgendwann raus aus dieser Wohngruppe siwoeso, spätestens 2024. Und Pflegeheim dafür bin ich nicht stark genug eingeschränkt, und würde ich auch nicht wollen.

#15

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