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@GefangenimLimbo Auf keinen Fall aufgeben. Ich kämpfe seit 60 Jahren und irgendwie ging es immer weiter. Oft war ich in der geschlossenen Psychiatrie. immer so 8 bis 12 Monate. Da wird man richtig krank. Den ganzen Tag im Zimmer herumhängen, bis mal ein Pfleger oder eine Schwester Zeit haben mit einem raus zu gehen. Aber ich habe gekämpft. Einmal bin ich sogar ausgerissen und wurde von der Polizei wieder eingefangen .... mit etlichen frischen Schnittwunden an den Beinen und einem ausgewachsenen blauen Auge.
Hast du eine körperliche Behinderung? Ich habe eine psychische Behinderung und darf nur alleine wohnen, wenn der Pflegedienst auf mich aufpasst. Ansonsten müsste ich in ein Pflegeheim mit meinem Pflegegrad 3.
Wozu das alles, das frage ich mich auch sehr oft. Aber z.B. hatte sich im letzten Mai ein Pfleger vom Pflegedienst bereit erklärt, mit mir zu verreisen. Das war ein richtiges High light für mich. Entlich mal was anderes sehen. Das war ein einmaliges Ereignis, aber es hat mir gezeigt: Es lohnt sich zu kämpfen, gegen Krankheiten und gegen alle Widrigkeiten es Lebens.
Solltest du eine Rente bekommen, dann hilft dir das Sozialamt bei der Suche nach einer Wohnung. Solltest du keine Rente bekommen, dann beantrage sie sofort. Wohnung, Zuschüsse zu Heizung und Strom bekommst du dann, vielleicht eine GdB. Das hat alles für mich der Pflegedienst gemanagt. Und vor allem ich habe Verantwortung: Verantwortung für meinen Hund und meine zwei Katzen. Das hält mich im Moment am Leben. Und versuche bei der Krankenkasse eine Pflege zu bekommen.
Dass ich mich bewegen muss, war für mich was ganz Neues. In Selbstmitleid hatte ich mich vergraben: Keiner mag mich. Und jetzt?
Ich bin in einem sozialen Netz, das mich immer wieder auffängt. Meinen Henkersstrick habe ich im Mail vergraben, der wird nie wieder vorgeholt.
Gib nicht auf, hole dir alle Hilfe, die du bekommen kannst.
Ich plane auch nicht, weil das sowieso nicht klappt. Aber eine Perspektive wäre schon etwas. Versuche ein WG Zimmer zu bekommen. Ich z.B. vermiete zwei WG Zimmer, immer an Menschen, die nicht weiter wissen und sie kommen immer wieder auf die Beine. Allerdings habe ich nur Erfahrung mit psychischen Erkrankungen.