Trevilor Erfahrungen - wie dosieren? - Antidepressiva

P

phoebe
Gast

Wie oben schon beschrieben, wollte ich mal fragen, welche Erfahrung, ihr mit Trevilor so habt?
Hatte vorher Citalopram und war total unglücklich damit.
Mit Trevilor ist wenigstens annährend mein Alltag meisterbar.

Nehme nun auch wieder Einschlafhilfe, Zopiclon (Medikamentenname in Bestandteil geändert / Serafina), da ich grade meinen Therapeuten wechsel und extreme Schlafstörungen wieder habe.
Meine Hausärtzin war so nett mir es zu verschreiben(hab den Termin erst in 1,5 Monaten)

Mir fehlt auch immer der Antrieb mit Therapeuten über einige Sachen zu reden, bzw generell Probleme anzusprechen.
Im moment hab ich nur noch Vertrauen zu meiner Hausärtzin.

Frage auch, sollte ich, wenn der Therapeut es vorschlagt, das Antidepressiva wechseln?
Bin in Sachen Medikamente extrem vorsichtig und neige auch dazu, am Anfang es nicht zu nehmen, also abwertend zu reagieren.
Und nein das mache ich nicht bewusst.

Vielleicht habt ihr ja einen Rat für mich.

Danke fürs zuhören.

Lg Nicole

#1


81 Antworten ↓
A

Abendhimmel
Gast

Bezüglich Antidepressiva´s (Antidepressiva) und sonstige Psychopharmaka kann ich generell nur sagen: "Was dem Einem gutes tut, muß dem Anderen nicht helfen". Wir Menschen mit unserer Individualität sind so verschieden, dass es kaum ein perfektes Rezept gibt. So verhält sich das auch mit den Nebenwirkungen, während ich bei dem einen Medikament so gut wie keine Nebenwirkungen feststelle - leidet ein anderer, eher vergleichbarer Mensch unter ganz erheblichen Nebenwirkungen. Bei meiner Arbeit in der Psychiatrie hat mir ein Arzt mal wat gutes gesagt "Es ist wie ein Chemiebaukasten - wir experimentieren solange, bis sich ein Erfolg einstellt".

Aus beruflichen und privaten Erfahrungen weiß ich, das Venlafaxin sowie ähnliche Verwandte eher wat für Phobien und Angst/Panikstörungen ist - eher weniger geeignet für Depressionen. Zumindestens wenn ich mich an die Diagnosen halte, wo in den letzten Jahren das Medikament verordnet worden ist.

Mit einer Dosissteigerung erzielt man gerade bei Venlafaxin bessere Ergebnisse - allerdings die Nebenwirkungen nehmen auch ziemlich stark zu (ist aber auch wieder abhängig von jedem menschen). Ich nehme Venlafaxin jetzt seit November letzten Jahres, was ich tatsächlich feststellen mußte - das meine extremen Panikpeaks zwar abgenommen haben, aber das durch eine Dosissteigerung ich nicht sehr viele Erfolge verzeichnen konnte. Vom Antrieb und Schwingungsfähigkeit - Null, kaum einen Erfolg.

Nebenwirkungen - naja, meine Fachärztin nimmt mich ja eh nicht mehr für voll und eigentlich bin ich eh ein zu kritischer "Horrorpatient" - also darf ich zukünftig meine Dosis selber bestimmen. Also eindeutige Nebenwirkungen sind extreme Magen und Darmprobleme. Vom Magen - ich kann tagsüber kaum oder garnichts essen oder trinken (schlecht für nen Diabetiker). Ständiger Stuhldrang ohne Stuhl, manchmal nur Durchfall oder Luft mit Schleim - das ist wirklich sehr extrem und verhindern häufig das ich aus dem Haus gehen kann. Morgenliches Erbrechen, Zähneknirschen - habe mir in den letzten Monaten einige Zähne kaputt geknirscht (fatal wenn man das Geld für Zahnersatz nicht hat).

Bei einer schrittweisen Dosiserhöhung von 37,5 retard, dann 75, dann 150 und zum schluß 225 - die Nebenwirkungen haben erheblich zugenommen, eigentlich wurde ich erheblich mehr eingeschränkt in meiner Bewegungsfreiheit und habe so gut wie garnichts mehr machen können - "nicht mehr am Leben teilnehmen". Panik habe ich zwar kaum noch gehabt, aber ich konnte so gut wie garnichts mehr machen.

Jetzt fehlen mir ca. 5 Monate meines Leben, inzwischen bin ich wieder auf 37,5 retard wieder zurück. Meinen Eindruck von den Fachärzten - ich glaube manchmal die wissen garnicht wat die Verordnen, naja bei einer Terminfrequenz von alle 3 bis 6 Monate und einer Sprechstundenzeit von weniger als 10 Minuten????

16.09.2012 00:38 • #37


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Hallo phoebe,

Trevilor Erfahrungen - wie dosieren? - Antidepressiva

x 3#3


MaybeNow

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Keine Ahnung ob die Frage noch aktuell ist, mittlerweile geht es hier ja schon um Tinnitus (habe nicht alle posts gelesen).

Ich habe seit ich 16 bin Citalopram genommen, hat null wirkung gezeigt. mit 19 habe ich dann Venafaxin genommen. Die Umstellung von C auf V war absolut unprofessionell, ich habe einfach die Medikamente bekommen ohne Ausschleichen vom Einen bzw. langsamem Einschleichen vom Anderen. Dementsprechend ging es mir in den ersten Wochen ziemlich schlecht, ich habe einfach von heute auf morgen mit C aufgehört und mit V 300mg angefangen. Nach einiger Zeit hat sich es allerdings wieder gelegt und ich muss sagen, dass ich seither wesentlich stabiler war. Allerdings hatte ich ziemlich nervige Nebenwirkungen. Nachts mehrmals schweißgebadet aufwachen, vermehrt schwitzen, erhöhter blutdruck, schwarz vor Augen wenn man aufsteht (fast immer), lauter solche Späße. Aber das alles war nicht so schlimm für mich, ich habe es eher hingenommen und war froh dass es mir einigermaßen gut ging. Das Schlimme war nur, dass ich - wenn ich die Tabletten mal vergessen hatte - ein seltsames Ich-Gefühl hatte. Mein Kopf fühlte sich an, als wäre er einen halben Meter nach hinten verschoben, ich musste ständig meine Arme reiben, sie haben sich einfach seltsam angefühlt. Und solche "blitze im Kopf". Das soll wohl normal sein wenn man die Tabletten mal vergisst. Und da mir das öfter mal passiert ist, war es ziemlich belastend. Ich konnte gar nichts machen in solchen Situationen, an der Arbeit zum Beispiel war ich absolut "locked-in", wenn Kunden kamen habe ich alles nur wie in Watte wahrgenommen. Das war einer der Gründe wieso ich Venlafaxin abgesetzt habe. Das war mir zu heftig.

Aber das passiert natürlich auch nur, wenn man so liederlich mit seinen Medis umgeht. Ich habe V insgesamt 6/7 Jahre genommen, 5 davon auf 300mg. Meine Psychiaterin war geschockt. Sie meinte, das sei eindeutig zu lang. Ich bin da keine Expertin, keine Ahnung wie lange man das Medikament nehmen sollte / kann. da muss man vermutlich auf seine Ärzte vertrauen.

Viel Erfolg auf jeden Fall. :)

03.03.2014 23:00 • #81


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S
Hallo Phoebe,

Zitat von phoebe:
Mir fehlt auch immer der Antrieb mit Therapeuten über einige Sachen zu reden, bzw generell Probleme anzusprechen.
Im moment hab ich nur noch Vertrauen zu meiner Hausärtzin.


Und genau diesen Punkt solltest du be deinem Therapeuten ansprechen.

Zitat von phoebe:
Frage auch, sollte ich, wenn der Therapeut es vorschlagt, das Antidepressiva wechseln?


Das können und dürfen wir dir hier nicht beantworten. Das entscheidet der Arzt und letztendlich du.

Jedoch solltest du es in jedem Fall ansprechen, wenn du keine positiven Fortschritte spührst. Ein wichtiger Punkt ist auch die Einnahmezeit der Medikamente. In vielen Fällen kommt es erst nach bis zu 8-12 Wochen nach einer Besserung der Beschwerden.

Wie lange nimmt du schon die Medikamente?

Auch ich konnte mich lange nicht meinem Therapeuten gegenüber öffnen. Entweder liegt es an dem Therapeuten, an dir, oder daran, dass eure Chemie nicht stimmt ????

Hast du eine Idee, wie sich die Situation ändern könnte?

Serafina

#2


achtsamkeit
Hallo,
habe auch zuerst Citalopram genommen und wurde dann auf Venlafaxin umgestellt, welches mir wesentlich besser "bekommt". Dadurch bin ich relativ gut gegen die Außenwelt gerüstet.
Nehme allerdings abends noch Melperon.
LG Pelle

#3


miezelina
Liebe Phoebe,

auch ich würde sagen, dass Medikamente immer am besten mit dem Facharzt besprochen werden sollten. Allerdings - wenn du erst in 1,5 Monaten wieder einen Termin hast, möchte ich doch aus eigener Erfahrung etwas sagen:

Dosierungsempfehlung entfernt!

Alles Gute -

Miezelina

#4


M
Liebe miezelina,

nicht böse sein, aber wir sind keine Mediziner und dürfen keine Medikamente oder gar Dosierungen empfehlen. Deshalb habe ich die Dosierungsempfehlung entfernt.

@ Phoebe
Wenn du mit der Dosierung Schwierigkeiten hast und dein nächster Termin noch nicht greifbar ist, könntest du das aber bestimmt vorab telefonisch mit deinem Arzt klären.

#5


miezelina
Liebe Martina,
das verstehe ich. Allerdings habe ich besagtes Medikament nicht empfohlen, sondern vor der Suchtgefahr warnen wollen.
Ich werde mich in Zukunft aber bzgl. Medis zurückhalten.
Viele Grüße -
Miezelina

#6


C
Da Citalopram bei mir auch keine ausreichende Wirkung mehr hat, hat mir meine Ärztin heute auch Venlafaxin verordnet.
Fange ab morgen mit der Umstellung an, sie hat mir einen Plan geschrieben.
Bin also gespannt....

Meine Nebenwirkungen mit Citalopram hielten sich zum Glück in Grenzen. Häufig starkes Traumempfinden und SChwitzen (was natürlich durchaus nervig und auch peinlich sein kann, aber nun ja...ich denke es gäbe schlimmeres, z.B. den Libido-Verlust 088.gif )

Also, ich werde mal berichten wie es läuft.

Hatte vor 2 Jahren auch mal Duloxetin, davon hatte ich eine echt nervige Nebenwirkung: Kopfhautjucken. Nach gut einem Jahr und Hautarzt etc.pp. bin ich selbst erst draufgekommen, dass es das Medikament sein könnte, nach Rücksprache abgesetzt und ratz-fatz war das Jucken weg.

#7


C
Heute 3. Tag der Umstellung: stelle schon fest, dass ich vermehrtes Muskelzucken habe.
Ob das viele Gähnen nun von meiner allgemeinen Müdigkeit oder dem Medikamente kommt, kann ich nicht sagen.

Ansonsten bisher nichts festgestellt, die eigentliche Wirkung dauert ja eh ein paar Tage länger.

#8


S
Hallo Clarice,

auch ich hatte zu Beginn der Medikation und auch bei Dosiserhöhung oft Gähnanfälle. Die haben sich aber bald gelegt.

Alles Gute für dich.

Serafina

#9


C
Danke Serafina!
Merke gerade noch etwas an mir: vor ca. 2 Stunden habe ich einen regelrechten Lachanfall bekommen als ich mit einem Freund mailte. Seitdem sitze ich hier mit wirklich guter Laune hier und bin momentan auch gar nicht müde. das wird jetzt genutzt und ich treffe mich mit nem Freund. g020

#10


S
304.gif

#11


Anima
Auch ich nahm vor der TK Citalopram. Genausogut hätte ich aber auch Traubenzucker schlucken können, die Wirkung wäre ähnlich gewesen. Jetzt nehme ich Venlafaxin. Die Umstellung habe ich prima vertragen und die Dosierung wurde langsam nur erhöht, bis sicher war, dass ich auch wirklich gut damit zurecht komme.

Medikamente verschreiben darf ja nur ein Arzt, er entscheidet auch über die Dosierung. Meine Therapeutin z. B., die ich außerhalb der Klinik habe, darf keine Medikamente verschreiben.

Da ich auch sehr skeptisch bin hinsichtlich Medikamenten habe ich mir angwöhnt, einige Fragen dazu zu stellen: Wieso gerade dieses Medikament, mit welchen Nebenwirkungen habe ich zu rechnen usw.

#12


C
Zitat von Clarice:
Hatte vor 2 Jahren auch mal Duloxetin, davon hatte ich eine echt nervige Nebenwirkung: Kopfhautjucken. Nach gut einem Jahr und Hautarzt etc.pp. bin ich selbst erst draufgekommen, dass es das Medikament sein könnte, nach Rücksprache abgesetzt und ratz-fatz war das Jucken weg.


jou, und jetzt geht seit gestern das Kopfhautjucken auch mit Venlafaxin los redface.gif
Außerdem habe ich gelegentlich so ein kurzes Frösteln, da krieg ich am ganzen Körper ne Gänsehaut.

Ansonsten geht es mir aber gut.

#13


S
Clarice,

das können die Anfangssymptome sein. Halte durch - und wenn nicht - frage deinen Arzt. Und dass es dir schon etwas besser geht, ist doch auch schon ein Fortschritt.

Ich hatte damals auch sämtliche Nebenwirkungen und fühlte mich richtig krank. Das verging nach einer gewissen Zeit.

Alles Gute.

Serafina

#14


A


Hallo phoebe,

x 4#15


L
darf ich mal eine frage stellen?

ich würde auch gerne venlafaxin testen, weil mir das derzeitige opipramol auch nicht so auszureichen scheint.
paroxetin und citalopram habe ich nicht vetragen, ebenso bekam ich unter sertralin starkes herzrasen.

begünstigt velafaxin tatsächlich stark den blutdruck? ich habe nämlich bluthochdruck und nehme bereits betablocker.
und überall in google lese ich von erhöhtem blutdruck bei venlafaxin!

könnt ihr mir eure erfahrungen zu bluthochdruck nennen?

recht vielen dank

liesl

falls ich wegen den medikamenten gegen irgendeine regel verstoße, bitte um entschuldigung!

#15

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