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Venlafaxin bei Depression - Stromschläge bei Trevilor

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PremierHolly
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Hallo zusammen !
Meine Freundin leidet unter Depressionen, nahm deshalb Trevilor. Das Trevilor wurde jetzt langsam reduziert, von 300 bis zuletzt 37,5 mg. Beim Reduzieren traten immer mal wieder "Stromschläge" auf, auch wenn man die Medis vergessen worden sind.
Jetzt sollen die Medis umgestellt werden und seit gestern nimmt sie kein Trevilor mehr. Jetzt sind die "Stromschläge" so schlimm geworden, dass sie heute wieder eine Tablette nehmen musste.

Hat damit jemand schon Erfahrung ?

Vielen Dank im Voraus,

PremierHolly

#1


175 Antworten ↓
S

Sandra
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Hi Trauerklößchen!

Zitat:
Mich erschreckt das, dass dies mittlerweile schon so schnell eintritt. Wie will ich denn jemals von den Tabletten loskommen ?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht und wurde evtl. umgestellt ? Bzw. konnte zusammen mit ärztlicher Begleitung die Entzugserscheinungen in Griff bekommen ?

Ich nehme zur Zeit auch Venlafaxin und habe es vor einigen Jahren schon einmal genommen. Außerdem habe ich mehrere Medikwechsel und Ausschleichungen hinter mir. Lass dir gesagt sein: Die Anfangszeit mag vielleicht hart sein, besonders, wenn man sehr sensibel ist, aber das geht vorbei! Zumal man sich ja nicht auf "kalten Entzug" setzt, sondern ausschleichen (ergo in mehreren Schritten über mehrere Wochen) sollte.

Ich reagiere übrigens auch schon, wenn ich ein paar Stunden über der Einnahmezeit bin, mit Übelkeit, Schwindel und Brain-Zaps. Leider bin ich allgemein, was das Ausschleichen von Antidepressivas betrifft, sehr sensibel. Aber auch für uns Sensibelchen gibt es Möglichkeiten e025 Je langsamer die Dosis reduziert wird, umso geringer das Risiko der Entzugserscheinungen.

Sei froh, wenn du nicht die Retardkapseln einnimmst, denn die normalen Tabletten lassen sich natürlich viel leichter beliebig dosieren.
Bei den Retardkapseln besteht ja oft das Problem, dass es diese nur in bestimmten Dosen gibt. Bei Venla sind diese glaube ich 75, 150 und 225. Alles unter 75 dürfte kein Retard mehr sein.
Ich habe damals, bei einem anderen Wirkstoff, sehr große Probleme mit dem Ausschleichen gehabt. Und da ich jeweils nur in ganz minimalen Schritte reduzieren konnte, habe ich eine Weile lang echt Kügelchen gezählt 154.gif (man beachte, in diesen Kapseln sind bis zu 500 Kügelchen drin...). Es war aber nicht anders möglich, da die verfügbaren Kapseln - ähnlich wie bei Venla - mengenmäßig zu weit auseinander lagen, sodass ich mit jedem Versuch eine Stufe zu reduzieren, mich fühlte wie auf einem kalten Entzug.
Letzendlich riet mir mein Psychiater die Kügelchen in der Apotheke abwiegen und abfüllen zu lassen, da die dort spezielle Waagen haben.
Es gibt also durchaus Möglichkeiten, auch für Leute, die sehr sensibel sind, was das Ausschleichen anbelangt. Der Trick ist nur, die für sich richtige Technik/Menge auszuklügeln um die Entzugserscheinungen so gering wie möglich zu halten.

Sollte es dir dennoch nicht gut gehen, gibt es Begleitmedikationen, die dir das Ausschleichen deutlich erleichtern können. Ich habe mir auch oft mit Promethazin ausgeholfen.

Bist du denn noch in psychiatrischer Behandlung? Es wäre ja wichtig, dass einmal abgeklärt wird wie es mit deiner Medikation weitergeht, ob nicht ggf. ein Wechsel auf einen anderen Wirkstoff sinnvoll wäre. Und überhaupt sollte das Ganze natürlich in ärztlicher Absprache geschehen - aber das wird dir ja sicherlich bewusst sein!?

20.11.2010 09:58 • #170


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A


Hallo PremierHolly,

Venlafaxin bei Depression - Stromschläge bei Trevilor

x 3#3


M

Malsi
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ICh bin 39 Jahre und seit kurzem glücklich zum 2. mal verheiratet. Bereits seit meiner Kindheit habe ich Episodenweise mit Depressionen zu tun, musste aber bissher nur jeweils kurzfristig Medis nehmen. Momentan habe ich einen neuen Schub (Weinkrämpfe ohne Grund, Fressattacken, Antriebslosigkeit, dauerns körperliche Bescherden etc.). MAche ausserdem momentan wegen Angstattacken eine Verhaltenstherapie. Bei der letzten Sitzung (bin gerade erst in der 3. Stunde). war meine Psyche so schlecht, dass der Doc mir geraten hat mich schleunigst krankschreiben zu lassen um eine Besserung zu erzielen. Dies wollte ich erst nicht, aber ich habe eingesehen, dass es wohl das beste für mich wäre. Bei meinem Neurologen/Psychologen angekommen wurde ich 14 Tage krank geschrieben und bekam 1x täglich Venlafaxin 75 (und nach 14 Tagen soll ich 150 mg. nehmen) verschreiben. Seit JAhren nehme ich wegen Schlafstörungen noch zusätzlich 50 mg Trazodon, welche nun aber erst mal auf 25 mg heruntergesetzt wurden. Von den Nebenwirkungen von Venlafaxin bin ich total begeister (Taubheitsgefühl in Armen und Beinen, leichte Übelkeit, Benommenheit, Schwindel, erweiterte Pupillen, trotzdem Schlafstörungen). Ich nehme die Tabletten nun seit 5 Tagen und fühle mich körperlich kranker als vorher. Die Psyche ist ok. Meine erste Frage wäre: Gehen die Nebenwirkungen noch komplett weg oder ist es sinnvoll das Medikament zu wechseln? Desweitern schlägt das Medikament voll auf meine Libido (was als frischverheiratet mehr als ungünstig ist!). Auf Deutsch, Ich habe absolut keine Lust und empfinde beim S. nicht, vom Orga. mal ganz zu schweigen.

Natürlich muss ich was für miene Psyche tun und werde sicherlich wenn es sein muss einige Nebenwirkungen in Kauf nehmen, aber wer möchte sich schon gerne die Lust an der Lust nehmen lassen?? Was kann ich tun? Am Do. habe ich das erste Zwischengespräch und bis dahin muss ich wissen, was ich will und wie es weiter gehen soll. Hilft mir ggf. ein anderer Wirkstoff genauso gut, aber ohne das sich das auf meine S. so sehr auswirkt? Also leichte Einschränkungen in der S. lasse ich mir ja gefallen, aber so absolut keim Empfinden, das ist auf Dauer für keine Ehe gut.

ICh erinnere mich grobm, dass ich früher Trevilor nehmen sollte (was ja heute wohl Venlafaxin heisst). ICh meine meine mich erinnern zu können, dass ich auch damals diese S. Probleme hatte. Aber leider weiss ich nicht mehr, wie die Behandlung dann weiter ging! Kann mir jemand raten was ich tun bzw. dem Arzt sagen soll ? S. ist für mich sehr wichtig, aber diese Pillen scheinen mir dieses zu nehmen. Da muss es doch ne andere Lösung oder ALternative geben, oder?

Gruss
Tina

16.02.2009 12:30 • #25


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S
Hallo PremierHolly,

herzlich willkommen hier.

Ich kann zwar nichts zu den genannten Medikamenten sagen, weiß jedoch, dass diese "Stromschläge" häufig bei Dosierungsveränderung auftreten.

In jedem Fall solltet ihr Kontakt mit dem Arzt aufnehmen. In keinem Fall selbst die Dosis verändern.

LG Serafina

#2


S
Gib mal oben rechts unter Suchfunktion: "Stromschläge" ein. Da bekommst du einige Postings.

#3


Fuelless
ja bei trevilor ist das ganz schlimm wegen der kurzen Halbwertszeit, also das Medikament wird sehr schnell vom Körper abgebaut und da er sich dran gewöhnt hat reagiert er mit Entzugserscheinungen oder auch verhamlost ausgedrückt mit Absetzerscheinungen. Das ist typisch für diese Klasse von Antidepressiva. Les mal hier:
http://de.wikipedia.org/wiki/SSRI_Discontinuation_Syndrome
Kannste ja deiner Freindin zeigen, wenn sie etwas mehr darüber weiss ist es sicher nicht mehr so beängstrigend für sie. Viele Psychiater verharmlosen diese Entzugserscheinungen leider immer noch. Manche wissen sogar traurigerweise garnichts darüber und leugnen es völlig.

mfg
Fuelless

#4


T
Hallo
ich habe mal eine Frage. Ich nehme seit über 6 Jahren Trevilor retard. Beginnend mit 75 mg, derzeit 150 mg.
Die Wirkung ging jedoch immer mehr verloren, vor allem in letzter Zeit, hochgesetzt auf 125 mg retard hatten wir schon getestet, jedoch ohne Wirkung.
Anfangs haben mir die tabletten gut geholfen....
Hat jemand ähnliche Erfahrungen ?
Meine Ärztin hat mir nun vorgeschlagen komplett auf andere antidepressiva umzusteigen...Was ist denn hier empfehlenswert ? ganz früher hatte ich Citaloparm... Ich weiß, dass die Antidepressivas bei jedem anders wirken und am besten ist, wenn man testet, aber über den ein- oder anderen Tip wäre ich schon dankbar...zumal meine Leberwerte durch die Trevilor immer schlechter wurden...
Freue mich über jede Antwort, die mich irgendwie weiter bringt...
Danke und Grüße
Trauerklößchen

#5


A
Hallo Trauerklößchen,

ich habe auch schon öfters gehört, dass nach einer gewissen Zeit sich der Körper quasi an die Medis "gewöhnt" und sie daher nicht mehr die erhoffte Wirkung bringen, bzw. die Dosis erhöht werden muss. Keine Ahnung, ob das stimmt...? huh
Wie Du geschrieben hast, veträgt jeder die verschiedenen Medis anders, was schlägt denn Dein Doc vor?
Ich selbst nehme seit einiger Zeit Opipramol und bin sehr zufrieden damit. Weiß jetzt aber nicht, ob dieses Medikament für Deine Beschwerden geeignet ist... Lieber auf den Rat des Arztes hören...

Kopf hoch, das wird sich bestimmt klären 149.gif

Lieben Gruß
Athene

#6


V
ist es bei trevilor üblich, dass die leberwerte schlechter werden? ich hatte schon länger kein blutbild mehr, beim letzten war alles ok.
ich frage, da ich leider auch etwas zu viel trinke...

#7


D
Hallo, heute muß ich Euch wieder einmal um Eure Hilfe bitten. ich habe jetzt seit ca. 9 Monaten Doxepin eingenommen, doch leider kann ich nicht sagen, das es mir optimal gegen meine Ängste hilft. Nun hat mir gestern meine Ärztin trevilor mitgegeben, habe es aber noch nicht angerührt. Nun wollte ich Euch mal nach Euren Erfahrungen fragen, hilft es gegen die Ängste, sind die Nebenwirkungen zu ertragen und vor allen Dingen kann ich es absolut nicht noch gebrauchen, wenn es auf das Gewicht schlägt.
Würde mich freuen, von Euch zu hören!
Danke schon mal, fürs Lesen.
LG
Druschi

#8


L
Hallo Druschi,

habe erfahrungen mit trevilor, hatte es wegen depressionen bekommen und es hat mir auch geholfen.
Die Nebenwirkungen am Anfang fand ich sehr hart, so in den ersten 2 Wochen, ständige Übelkeit, fast gar kein Appetit und großes Schlafbedürfnis. Nach ca. 2Wochen waren diese Nebenwirkungen weg, nach und nach hat sich der Appetit leider sehr gesteigert und ich habe ca. 10Pfund zugenommen innerhalb eines halben Jahres.

Ich finde es macht einen "gemütlicher", man macht sich nicht mehr so viele negative Gedanken und Ängste werden wohl weniger.

Aber ist halt schwierig was dazu zu sagen, jeder reagiert anders, aber das weißt du sicher schon selbst.

#9


C
ich nehme täglich 300mg trevilor
und kenne das auch mit den stromschlägen.
meine ärztin hat noch nie davon gehört.
kennt jemand das medikament
atosil?

#10


P
Atosil läuft auch unter dem Namen Promethazin und ist kein Antidepressivum sondern ein Neuroleptikum. Wird meist gut vertragen und wird erst unter sehr hohen Dosen problematisch - anders als andere Neuroleptika.

LG
Petra

#11


S
Ich nahm Trevilor 225 mg/die, Stromschläge hatte ich hierdurch keine....

LG

sek

#12


C
Danke für die Antwort.Ich bin neu hier.Bin 42Jahre alt.
Seit 2006 leide ich jetzt an Depression und Angstzustände.
Seit meiner Kindheit trat dies mehr oder weniger auf.
Akut wurde dies jedoch anfang 2006.Seitdem bekomme ich
Trevilor und Ergenyl.Bei bedarf Atosil.
Ich habe sehr starke und schlimme Alpträume und bin
Nachts meist schweiss gebadet.Ist echt nervig.Tagsüber
habe ich das halt auch öfters mit den stromschlägen.
LG Clausi

#13


Z
Hallo, war diese Woche bei meinem Neurologen, der mir mein Antidepressiva verschreibt.

Als ich mir mein Rezept für meine 50er Packung Trevilor 150mg abholen wollte, sagte er es gibt jetzt das günstigere Venlafaxin, das aber dieselbe Wirkung hat.

Aber anstatt mir das zu verschreiben, hat er mir aus seinem Medikamentenschrank "unverkäufliche Musterpackungen" gegeben. Wäre ja an für sich nicht bedenklich, so spart man sich wenigstens die 10 Euro Medikamentenzuzahlung.

Bedenklich ist eher, dass er mir mal ne 10er Packung dann mal ne 14er Packung, gegeben hat.

Allerdings: Das Venlaxin hat er mir von 3 unterschiedlichen Herstellern gegeben. Er meinte, ist überall derselbe Wirkstoff drin, also wäre es nicht schlimm.

Mir kommt das aber trotzdem komisch vor, ist ja fast wie ein Medikamenten Cocktail. Habe jetzt 6 Packungen Venlafaxin von je 3 unterschiedlichern Herstellern, einmal sogar 2 75mg Packungen, bei denen ich dann 2 nehmen soll, damit ich wieder auf meine 150mg Tagesdosis komme.

Meine konkrete Frage: Kann ich die wirklich alle unbedenklich einnehmen, auch wenn sie von unterschiedlichen Herstellern sind?

Der Wirkstoff scheint überall gleich zu sein, nämlich Venlafaxin retadiert.

Danke für eure Hilfe!

Zejo

#14


A


Hallo PremierHolly,

x 4#15


Sancho
Hallo Zejo!

Unüblich, dass dein Arzt dir Medikamente mitgibt, ist das nicht! Macht meiner
auch ab und zu!

Über die verschiedenen Hersteller von einem Medikament wird oft diskutiert und es gibt
soviele Meinungen wie Sand am Meer! Bei mir persönlich kann ich absolut keine Unterschiede
bei ein und dem selben Medikament von unterschiedlich Herstellern feststellen!

Du solltest dir die Inhaltsstoffe nur ansehen wegen evtl. Allergien die du haben könntest!
Ansonsten nehmen und nciht zuviele Gedanken daran verschwenden! Wenn du etwas
bemerkst was dir komisch vorkommt, dann rede mit deinem Arzt darüber, der kann
dann weiter entscheiden!

Gruß Sancho

#15

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