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Stromschläge im Kopf

Löckchen73

Löckchen73
Mitglied

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Hallo
Ich bekomme vom Psychiater Mirtazapin, Amitriptylin und Duloxetin
Seit ich morgens Duloxetin genommen habe, ein paar Jahre, habe ich nachts Stromschläge im Kopf. Hin und wieder tagsüber.

Ich habe seit fast einem Jahr 60 mg Duloxetin. Seitdem habe ich es immer öfter auch am Tag. Eigentlich ist es ein Absetzsymthom.

Als ich das erste mal meinen Psychiater angesprochen habe war er sehr , ich sage mal , etwas unhöflich, genauen Wortlaut weiß nicht mehr. Er hatte daraufhin das Mirtazapin reduziert. Ich nehme jetzt 30 mg am Abend. Obwohl ich sagte das es vom Duloxetin ist.

Nun wurde es schlimmer und ich habe ihm davon berichtet. Er wurde wieder etwas ungehalten und sagte das würde nicht am Duloxetin liegen. Hat aber nicht gesagt woran denn. Ich habe im gesagt wenn ich es vergessen habe merke ich auch die Blitze. Er wollte das Mirtazapin weglassen und Amitriptylin geben. Ich sagte das nehme ich. Dann würde er das erhöhen. Ich muss noch erwähnen das ich chronische schmerzpatientin bin.

Als ich sagte das ich mit dem Mirtazapin keine Probleme hatte und mir das nicht gefällt wurde er nich unhöflicher. Anscheinend sieht er es als Kritik.

Nun hatte ich genau 28 Kapseln für 4 Wochen bekommen zum absetzen. Also vier Wochen die Hälfte und danach keine mehr.

Ihr könnt euch denken das es mir schlecht geht. Ich bin jetzt bei eineinhalb Wochen ohne.

Ich traue mich nicht nochmal dorthin. Obwohl ich seit vielen Jahren dort bin

Zum Schluss sagte er, danach würde ich auch erstmal kein neues Medikament bekommen und ich muss erstmal zusehen.

Nun habe ich Tag für Tag Blitze und Stromschläge. Und ich weiß auch nicht an wen ich mich wenden kann

Hat jemand das Absetzsymthom und kann mur berichten? Geht es wieder weg oder muss ich damit leben?

Vielen Dank schonmal

#1


bones
Hallo,

schön dass du uns erzählst, was dich bedrückt. 👍
Nun korrigiere mich bitte, wenn das nicht korrekt ist mir der Dosierung. Ich habe das so nun verstanden, dass du reduziert hast duloxetin und nimmst seit 1 Jahr nun 60mg, richtig? Oder gab es keine Reduzierung bzw erhöhung?

Aber wie dem auch sei, es kann durch aus sehr nahe liegen, dass duloxetin da bei dir dieses Symptom verursacht. Was ich nicht so ganz versteh, warum schreibst du Absatzsymptome? Du hast sie ja nicht abgesetzt. Dieses Problem kann kommen, wenn zu schnell reduziert wird. Man sollte immer etwas Respekt haben beim reduzieren. Es kommt nicht auf die Schnelligkeit an sondern dass man behutsam und langsam reduziert. Es könnte aber auch in Zeichen sein, dass es mit dein beiden anderen Antidepressiva nicht verträgt. Oder der Blutdruck ist nicht in Ordnung. Dies sind auch Symptome, die ein Faktor sein können. Oder Wechselwirkung zwischen den Medis.

Nun wenn du dein anderes Antidepressiva hast , ist eigentlich Mirtazapin nicht notwendig. Natürlich ist das immer inviduell zu betrachten. Wenn du Schmerzpatient bist, solltest du evtl. Mal zur Schmerzklinik gehen und auf ein anderes medi umstellen. Weil dein Ami ist zwar für Schmerz Linderung geeignet, gibt aber deutlich bessere Medis mmn. 3ad sind viel.

Zu dein Arzt würde ich direkt nach einen anderen umschauen. Zur Not würde ich vorübergehend bei einer ambulanten Institut einer Klinik ein Termin vereinbaren. Oder das MVZ. Geh zu dein Hausarzt , schildere dein fall. Er könnte vorübergehend dich unterstützen medikatös und bis du ein neuen Arzt gefunden hast, dich betreuen . Natürlich kann er nicht drin Psychiater ersetzen, aber so bist du weiterhin versorgt.

#2


A


Hallo Löckchen73,

Stromschläge im Kopf

x 3#3


Löckchen73
Guten Morgen
Also ich habe mit 30 mg angefangen und es wurde auf 60 erhöht. Dann wurde es noch mehr.
Nun hat er mir 30 mg für 28 Tage gegeben und dann nichts mehr.
Nun sind es heute 2 Wochen, habe nachgeschaut, das ich nichts mehr nehme

Ich bin bei einem Schmerztherapeuten in Behandlung. Vom Ami merke ich nicht wirklich was.

Meine Hausärztin würde mir erstmal weiter Medis geben. Habe gefragt.

Es wird nicht leicht einen neuen Arzt Psychiater zu finden. Leider bin ich gerade nicht in der Lage irgendwo anzurufen.

Ich hoffe das es endlich mal weniger wird 😔

#3


Fritz
Hi Löckchen73
Das habe ich noch nie gehört, aber in der menschlichen Psyche ist alles möglich.
Was sagt denn da dein Arzt, Psychiater oder Therapeut dazu?
Ich lese bei deinem Bericht, dass dein Therapeut sich sehr arrogant verhalten hat.
Naja.
Jeder Mensch zeigt mir mit seinem Denken, Sagen oder Tun, wie er so gestrickt ist.
Servus und lasse dich nicht unterkriegen!

#4


bones
Zitat von Löckchen73:
Guten Morgen Also ich habe mit 30 mg angefangen und es wurde auf 60 erhöht. Dann wurde es noch mehr. Nun hat er mir 30 mg für 28 Tage gegeben und ...

Also auf 90 bzw 120mg , richtig? Und von jetzt auf gleich abgesetzt? Dann ist dein Beschwerde mmn vom duloxetin zu Verantwortlichen. Man setzt gerade bei Psychopharmaka nie sofort ab. Keinesfalls bei höherer Dosierung. Klingt nun etwas blöd meine Aussage, aber da biste noch gut davon gekommen! Soll nicht heißen nun, dass dein Beschwerde nix ist! Ist schlimm genug. Ich würde langsam ein dosieren, und dich rantasten. Bis es dir etwas besser geht. Aber immer in Absprache mit dein Arzt. Nie eigenständig handeln.

Kommt eine Klinik bzw Tagesklinik für dich in Frage? Dort könntest du erstmal hingehen und dich richtig einstellen lassen bzgl. auch deiner Schmerzen. In der Klinik bieten Sie in der Regel auch Beratungen an , wo du dich hinwenden kannst und mir denen ein Arzt zu finden. Aber nicht nur das. Würde ich an deiner Stelle in Betracht ziehen.

#5


Löckchen73
Ich habe 30 mg bekommen, dann von 30 auf 60 mg
Nun nach einem Jahr von 60 mg auf 30 mg
Dafür habe ich für 28 Tage 30 mg bekommen um runter zu gehen. Danach soll ich keine mehr nehmen. Mein Arzt hat es so gesagt und gesagt das ich danach auch erstmal kein neues Medikament bekommen soll. Ich sage ja er war etwas unhöflich

Zur Not könnte ich wohl in die Notaufnahme. Ich hatte mit einer Notfall Ambulanz gesprochen. Sie sagten solange ich einen Neurologen habe muss ich da hin. Und das ist ja mein Problem. Ich kann dort nicht hin. Ich traue mich nicht mal in die Praxis zu gehen

Danke für deine Hilfe

#6


Löckchen73
@Fritz Ja er war sehr unhöflich.
Es ist wohl tatsächlich ein Absetz Symptom. Warum ich es schon vorher hatte kann ich nicht sagen. Vielleicht verträgt es sich mit einem anderen Medikament nicht.
Leider wollte mein Psychiater nichts davon hören. Einen Psychologen habe ich seit einem Jahr nicht mehr. Er ist in Rente gegangen
Nun stehe ich da

#7


Nuance
So dürfte/sollte - gerade ein Psychiater - nicht reagieren.
Der ist charakterlich problematisch. Und er scheint auch nicht kompetent zu sein. Er kennt sich nicht mit dem Entzug aus.
Ich würde mir einen anderen suchen.

Ziemlich sicher hast Du nun Entzugserscheinungen.
Generell gilt für das Absetzen: Die ersten Reduktionen kann man eigentlich immer in großen Schritten vornehmen.
Es gibt keine detaillierte Regel dazu: Man reduziert und wartet auf Symptome. Treten die auf, bleibt man eine Weile auf der Dosis. Sind die Symptome zu stark, dosiert man etwas auf. Aber eben auch nur so viel, dass die Symptome erträglich werden.
Grob kann man sagen: Die ersten Reduktionschritte können größer sein. Doch gegen Ende sollten sie - um Probleme zu vermeiden - immer kleiner werden.
Man kann also - zB - problemlos von 60mg auf 30mg reduzieren. Doch benötigt viel mehr zeit für die 30mg. Und noch mehr für die letzten 10mg.
Bildlich dargestellt also eine stark abfallende Kurve, die sich gegen Ende stark abflacht.

Ich würde zum Hausarzt gehen und um Duloxetin in niedrigster Dosierung bitten. Falls es das flüssig gibt, in flüssiger Form.
Ansonsten kann man Tabletten pulverisieren, in Wasser lösen. So kann man perfekt reduzieren.

Dr. Josef auf Youtube ist ein US Psychiater, der sich auf das Absetzen spezialisiert hat. DE Untertitel gibt es ja eigentlich immer.

Dann nimmst Du noch 2 weitere Medikamente. Für sie würde in Bezug auf Das Absetzen dasselbe gelten.

Generell ist nicht schlecht, wenn man stets Tabletten auf Reserve hat, damit man - ua - problemlos sanft absetzen kann.
Dieser Psychiater fühlt sich in seinem Ego verletzt und hat sich an Dir/Deiner Gesundheit gerächt.
Genießt die Vorstellung, dass Du bald bettelnd aufsuchen wirst.
Diese Genugtuung würde ich ihm nicht geben.

Auch Hausärzte können Antidepressiva verschreiben. Allerdings bin ich eher kritisch. Blind vertrauen sollte man Ärzten nicht.
Man sollte Medikamente hinterfragen. Ich glaube, beide übrigen Medis dürften sedieren. Warum Du 2 Medis mit dieser Wirkung nimmst, ist mir nicht klar.

x 1 #8


Dakota
Vorsicht beim Pulverisieren. Nicht bei jeder Darreichungsform geeignet, mit Retardtabletten schwierig da sie dazu dienen einen Wirkstoff nach und nach freizugeben. Wenn ich die Teile oder pulverisiere etc. hab ich die Substanz mit einem Schlag im Blut.
Ansonsten würde auch ich umgehend den Arzt wechseln. Er ist dumm und überheblich und das ist meinerseits keine Beleidigung sondern ein Fakt.
Eine Garantie, dass der nächste/die nächste besser ist, hat man nicht. Bei doctolib kann man online Termine machen.

#9


Dakota
Mir ist noch was eingefallen. Es gibt unabhängige Psychopharmakaberatung per Telefon evtl. auch per Mail u.a. vom BPE (Bundesverband Psychiatrieerfahrener).

x 1 #10


Löckchen73
Zitat von Nuance:
So dürfte/sollte - gerade ein Psychiater - nicht reagieren. Der ist charakterlich problematisch. Und er scheint auch nicht kompetent zu sein. Er ...

Ja so empfinde ich es auch.
Er hat mir eins ausgewischt und genießt es. Es ist unfassbar. Ich bin sehr sensibel und mich nimmt so etwas sehr mit.
Ich werde wohl Ende November nicht hingehen.

#11


Löckchen73
Zitat von Dakota:
Vorsicht beim Pulverisieren. Nicht bei jeder Darreichungsform geeignet, mit Retardtabletten schwierig da sie dazu dienen einen Wirkstoff nach und ...

Aber erstmal jemanden finden.
Ich denke ich sollte in eine psyatrische Ambulanz gehen. Ich weiß nicht wie ich es sonst machen soll
Leider ist das absetzen mit den Dosierungen nicht leicht. Unter 3o mg gibt es nichts

#12


Löckchen73
Zitat von Dakota:
Mir ist noch was eingefallen. Es gibt unabhängige Psychopharmakaberatung per Telefon evtl. auch per Mail u.a. vom BPE (Bundesverband ...

Danke, da Google ich mal

#13


bones
Seit wann gibt es duloxetin in Tablettenform? Kenn es nur für h Kapseln. Dort könnte man ja die Kapsel öffnen und die Kugeln rausnehmen. Man kann dabei behutsam reduzieren.

#14


A


Hallo Löckchen73,

x 4#15


Löckchen73
Zitat von bones:
Seit wann gibt es duloxetin in Tablettenform? Kenn es nur für h Kapseln. Dort könnte man ja die Kapsel öffnen und die Kugeln rausnehmen. Man kann ...

So kenne ich es auch

#15

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