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Ständig Angst vor Krankheiten - was dagegen tun?

bmg1900

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Hallo, dies ist mein erster Beitrag hier und ich wäre über jede Hilfe froh, da ich Angst habe mit Angehörigen oder meiner Ärztin zu sprechen. Zunächst zu meiner Vorgeschichte. 2013 litt ich erstmals an schweren Depressionen mit einer damit einhergehenden Angststörung. Davon habe ich mich vollständig genesen. Meine Krankheitsangst begleitet mich allerdings schon mein Leben lang. Seit nun 5 Wochen begleitet mich ein Erschöpfungsgefühl. Ich binhöufig sehr müde, auch wenn ich viel schlafe oder wenig körperlich aktiv war. Hinzu kommen starke Stimmungstiefs und erhebliche Ängste. Meine hypochondrische Angst beläuft sich dieses mal auf CFS oder auch chronisches Erschöpfunggsyndrom. Seit mir dieser Krankheit einmal beim googeln begegnet ist komme ich nicht mehr davon los zu denken darunter zu leiden. In der ersten Woche der Erschöpfung war ich bei meiner Hausärztin. Sie hat einen Vitamin D Mangel festgestellt gegen den ich nun Tabletten einnehme, ohne eine Wirkung zu verspüren. Als ich dann doch einmal ausgiebig (2 stunden) mit meiner Mutter über meine fürchterliche Angst gesprochen habe nachdem ich beim Abendsessen nichts herunter bekam, war ich wie geheilt zumindest für den Rest des Abends und den Beginn des nächstens Tages. Ich war nicht mehr müde, meine Laune schoss nach oben und alles war gut. Doch die Müdigkeit schlich sich wieder ein und damit die Angst vor der schweren Krankheit CFS. Wieder sprach ich nach einigen Tagen mit jemandem, dieses mal mit meiner Freundin. Wieder stellte sich der Effekt der Besserung für wenige Stunden ein. Auch Sport hilft für kurze Zeit, dennoch komme ich nicht endgültig aus der Spirale heraus.

Was würdet ihr mir raten zutun? Und wie sind eure Erfahrungen mit starker Müdigkeit und Erschöpfung bei Depressionen und Ängsten? Wie bereits gesagt ich kämpfe schon lange damit aber diese Müdigkeit hatte ich zuvor nie.

Vielen Dank für jede Hilfe.

15.12.2017 16:18 • #1


Scholi

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Wenn du noch soziale Kontakte hast.....auf jeden Fall beibehalten, wir sind soziale Wesen.
Sprich mit Ihnen über deine Angst, viellei Freundin....
Wenn du mit deiner Ärztin darüber nicht sprechen kannst, rate ich dir einen anderen zu suchen, das ist noch schwerer dir zu helfen, wenn du nicht ehrlich sein kannst und dich nicht öffnest vor lauter Angst.....

Zur Müdigkeit kann ich aus meiner Erfahrung sagen, dass mir gute Vitamin präperate, also nicht aus der Apotheke oder dem...oder so....sondern gute natürliche Dinge...
Dann habe ich auf Ernährung geachtet und Sport.....Sport aber dauerhaft, ich hab dann auch garkeinen. Alk. getrunken, ich denke, dass der Körper in unserer Situation das nicht mehr gut verträgt.
Vitamin d ist gut, unbedingt durchnehmen......guck ob du auch Vitamin c brauchst......

Hast du einen Therapeuten?

Liebe Grüße

15.12.2017 17:07 • #2


bmg1900


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Hallo Scholi,

danke für die Antwort.
Ja, ich habe einen Therapeuten und habe mich nun endlich dazu bewegt bekommen ihn anzurufen und Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Danke auch für deine Tipps.

18.12.2017 15:29 • #3


Scholi

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Das ist gut, ich habe auch lange gehofft und gemeint, dass ich das alleine schaffe...
Fehlanzeige
Lass dir helfen, versuche jeden Strohhalm zu packen......
Auch wenn was nicht klappt, dann gibt es einen anderen.....
Seit diesem Jahr mache ich neurofeedback beim Ergotherapeuten
Tut auch gut, kriegst du vom Psychiater verschrieben

Die gehirnwellen werden trainiert, bei mir wurde die Depressionen sogar deutlich, man kann im Gehirn feststellen, wenn man traurig ist, zu viel grübelt, zu viel schläft, freudlos ist.......
Google mal, ist ein gutes Puzzleteil

Alles gute

Scholi

22.12.2017 08:45 • #4


Hisi70

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Hallo. Ich weiss nicht ob ich bei euch richtig bin aber ich brauche dringend eure Hilfe. Ich habe immer wieder Angst vor Krankheit und tot. Aktuell bin ich an der Hüfte operiert. Hüft Tep. Jetzt habe ich tierisch Angst dass ich tierische Angst dass ich mir irgendwie eine Infektion einfangen kann. Bei jeder Kleinigkeit bekomme ich Panik.

Wer kann mir helfen?

17.11.2018 18:11 • #5


issabella

issabella

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Ich weiß, das Thema war vor einem Jahr. Wenn mich der Themeneröfner noch lesen kann:
es muss nicht unbedingt CSF sein. Versuche bei Deinem Arzt eine Überweisung in Schlaflabor zu bekommen. Es gibt da verschiedene Möglichkeiten, auf die richtige Dg zu kommen, die dann auch die Depressionen erklärt..
Wünsche gute Besserung
Grüße
i.

17.11.2018 20:08 • x 1 #6


issabella

issabella

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Bitte, keine Panik.
Meine Mutter hat vor 2 Jahren neue Hüfte mit 80 Jahren bekommen. Ich war gerade zu Besuch - ihr geht es Supper. Mittler weile ist sie 82.
Gegen Infektionen gibt es zahlreiche Antibiotika. Du brachst keine Angst haben. Wichtig wäre, sich regelmässig untersuchen zu lassen.
Mach Dich nicht verrückt - Angst vor Angst führt irgendwann zu Kettenreaktion. Das muss nicht sein.
Jetzt ist die richtige Zeit, aus dem Gedanken durch regelmäßige Untersuchungen auszusteigen.
Wenn der Druck und die Angst zu sehr Dich beherschen - musst Du einen oder eine Psychotherapeutin suchen.
Das negative dabei - meistens bekommst Du Behandlung ca. in einem Jahr - lass Dich jetzt in eine Liste, sobald sie überhaupt existiert, einschreiben. (meine negative Erfahrungen, auch von meiner Tochter).
Ich wünsche Dir gute Besserung.
Grüße
i.

17.11.2018 21:16 • #7


Hisi70

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Hallo vielen lieben Dank für die Info. Ich weiss nicht wie ich das alles i den Griff bekommen soll. Ich habe solche Angst.

18.11.2018 18:31 • #8


Pilsum

Pilsum

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Hallo Hisi,

wenn es um Ängste geht, bist Du schon richtig hier.
Zitat:
Aktuell bin ich an der Hüfte operiert.


Wie lange ist Deine Operation nun her? Hast Du den Eindruck, dass alles gut verlaufen ist?

Wenn ja, warum solltest Du Dir nachträglich eine Infektion zuziehen. Dies ist doch äußerst unwahrscheinlich,
oder nicht?
Zitat:
Ich weiss nicht wie ich das alles in den Griff bekommen soll. Ich habe solche Angst.


Helfen kannst Du Dir am besten selbst, indem Du Dir immer wieder selbst Mut zusprichst, wenn Deine Angst
mal aufkommt. Was man denkt und wie man denkt, ist dabei sehr wichtig.
Damit solltest Du mit der Zeit Deine Ängste weniger spüren.

Gute Besserung

Bernhard

18.11.2018 23:17 • #9


Brianna

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Hallo Ihr Lieben! Dies ist mein erster Beitrag.

Ich bin jetzt 39 Jahre alt und seit ca. 13 Jahren lebe ich in Angst. Zur Zeit ist meine Angst vor einer Krebserkrankung kaum noch auszuhalten. Ich google sämtliche Symptome und mache mich verrückt. Ich fühle mich auch wirklich schlecht und habe tatsächlich allerlei Beschwerden, je nachdem, welche Krankheit ich mir einbilde.

Gänge zum Arzt beruhigen mich nicht. Er kann ja etwas übersehen.

Ständig habe ich Herzrasen, schlafe schlecht, habe Angst, habe seit 13 Jahren einen Kloß im Hals.

Im Moment ist wieder alles schrecklich. Dabei könnte ich glücklich sein, weil ich eine tolle Familie und einen tollen Job habe. Ich kann nichts mehr genießen.

Vom Arzt habe ich mal Citalopram verschrieben bekommen. Ich habe es eine Weile genommen, dann ging es mir lange gut und jetzt geht nichts mehr.

Ich bin für jeden Tag dankbar.

23.11.2018 14:37 • #10


Pilsum

Pilsum

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@Brianna

Hier im Forum begrüße ich Dich herzlich.

13 Jahre Angst vor Krankheiten zu haben reicht doch eigentlich.

Warum schaffst Du es nicht, das googlen sein zu lassen?
Fast jeder weiß, dass dies alles nur verschlimmert.

Zitat:
Ich fühle mich auch wirklich schlecht und habe tatsächlich allerlei Beschwerden, je nachdem, welche
Krankheit ich mir einbilde.


Hilfreich finde ich, dass Du offensichtlich weißt, dass es keine wirklichen Krankheiten sind.
Zitat:
Gänge zum Arzt beruhigen mich nicht. Er kann ja etwas übersehen.


Verstehe Dich, Du suchst ja tief, ganz tief drinnen jemanden, der Dich endlich mal versteht und so akzeptiert, wie
Du bist.
Zitat:
Im Moment ist wieder alles schrecklich. Dabei könnte ich glücklich sein, weil ich eine tolle Familie und einen
tollen Job habe. Ich kann nichts mehr genießen.


Wer akzeptiert Dich denn nicht? Dein Partner? Deine Eltern? Oder wer sonst?
Akzeptierst Du Dich, so wie Du bist?
Oder bist Du einfach nur im falschen Job?

Viele Grüße

Bernhard

23.11.2018 21:11 • #11


Brianna

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Hallo Bernhard,

mein Verstand sagt mir auch, dass ich nicht googeln darf. Dennoch kann ich es nicht lassen. Ich gehe immer die Hoffnung, Erleichterung zu finden. Natürlich ist das Gegenteil der Fall

Mein Mann ist genervt, weil ich jeden Tag Angst habe, ich könnte bald an Krebs sterben. Das kann ich verstehen, ich bin ja selbst genervt. Daher versuche ich, mich zusammen zu reißen.

An meinem Job liegen die Ängste nicht. Ich bin seit 22 Jahren (mit Ausbildung) berufstätig. Also schon vor meiner Angst.

Mein Vater ist vor 14 Jahren an Krebs gestorben. Vorher hatte ich keine Angst.

Am meisten habe ich Angst, meinen Sohn zurück zu lassen. Das bricht mein Herz täglich aufs neue.

Ich weiß schon, dass ich mit vieles einbilde, sonst würde ich ja - 13 Jahre nach meinen ersten Ängsten - gar nicvt mehr leben. Aber aktuell fühlt es sich wieder sehr real an und ich habe einfach Panik und komme nicht mehr zur Ruhe.

Wie gehen denn die anderen Leidtragenden damit um?

LG Brianna

24.11.2018 01:31 • #12


Ryan

Ich bin auch der geborene Hypochonder, schon mein ganzes Leben.
Aber ich helfe mir damit, dass ich sofort wegschalte, wenn z.B. im TV was von Krankheiten und von den S Y P T H O M EN berichtet wird.

Natürlich bin ich auch optimal geimpft, die letzte Grippeimpfung (4fach) hatte ich schon im Oktober.

Wenn es mir mal so richtig schlecht geht und ich lieber nicht mehr unter den Lebenden wäre, frage ich mich, warum ich denn eigentlich so eine Angst vor tödichen Krankheiten habe.

Mein Therapeut (ist auch Dr.med) rät mir immer, auch mal über mich selbst zu lachen. Das mache ich auch.
Manchmal hilft es.

24.11.2018 20:06 • x 1 #13


Pilsum

Pilsum

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@Brianna

Zitat:
mein Verstand sagt mir auch, dass ich nicht googeln darf. Dennoch kann ich es nicht lassen.


Warum nur entscheidest Du Dich oft gegen Deinen Verstand, also gegen die Vernunft?
Ich haue mir doch auch nicht freiwillig auf den Finger, weil ich es angeblich nicht lassen kann?

Zitat:
An meinem Job liegen die Ängste nicht. Ich bin seit 22 Jahren (mit Ausbildung) berufstätig. Also schon vor meiner Angst.

Zitat:
Mein Vater ist vor 14 Jahren an Krebs gestorben. Vorher hatte ich keine Angst.


So genau kann man es nicht sagen, ob Dein Job und andere Belastungen da nicht auch mit hineinspielen.
Zitat:
Am meisten habe ich Angst, meinen Sohn zurück zu lassen. Das bricht mein Herz täglich aufs neue.


Das hört sich so an, als wenn Du Dir eine belastende Denkschleife gebildet hast.
Wie alt ist Dein Sohn?
Angst, vor Deinem Sohn diese Welt verlassen zu müssen ergibt wenig Sinn.
Wir können nicht entscheiden, wann unsere Lebensuhr abläuft.

Wie und woraus ziehst Du Deine persönliche innere Sicherheit?

Findest Du Deine Sicherheit über den Glauben an eine Religion oder
denkst Du rein weltlich?
Zitat:
Ich weiß schon, dass ich mit vieles einbilde, sonst würde ich ja - 13 Jahre nach meinen ersten Ängsten - gar nicht
mehr leben.


Hier machst Du Dir doppelt etwas vor. Wenn Du wirklich wüsstest, dass Du Dich nur
in Deine Angst selbst hineinsteigerst, dann würde Deine Angst schwächer.
Du weißt es aber nicht, behauptest es hier aber.
Und das macht Dich völlig unsicher.
Zitat:
Wie gehen denn die anderen Leidtragenden damit um?


Leidtragende gehen genauso damit um, wie Du. Dies sagt auch schon das Wort.
Sie tragen ein (scheinbares) Leid.

Du scheinst völlig gesund zu sein, akzeptierst es aber nicht?
Da gilt es herauszufinden, warum Du Dir einbildest, dass das Leben Dir keine Gesundheit schenkt.

Hast Du zu viel an Verpflichtungen in Deinem Alltag? Kommst Du deswegen nicht zur Ruhe?
Bist Du daran gewöhnt, Probleme sachlich zu lösen?

Viele Grüße

Bernhard

25.11.2018 02:29 • x 1 #14


Miamel79

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HALLO. Ich habe ständig Angst vor Krankheiten. Es bestimmt mein Leben.
Ist das eine überwunden kommt das nächste. Jetzt gerade habe ich Angst Nasenkrebs zu haben . Ich hatte vor 2 Jahren einen Nasenfurunkel, der zwar geheilt ist aber an der Stelle ist ein Knoten geblieben . Ich war vor paar Monaten wieder beim Arzt damit , weil es sich entzündet hat . Wieder Antibiotika und heute zufällig wieder eingefasst in die Nase und mir kommt es vor er wäre gewachsen.
Ich mag diese Ängste nicht mehr haben.
Habe 4 Kids und sollte mich mehr mit ihnen beschäftigen als mit meinen Ängsten.
Liebe Grüsse Melanie .

25.11.2018 21:31 • #15




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