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Ständig Angst vor Krankheiten - was dagegen tun?

Meinte physisch

17.02.2019 20:02 • #46


Doch, es kann tatsächlich so sein. Obwohl ich die Erfahrungen damals vor über 20 Jahren gemacht hatte war ich letzten Sommer wieder felsenfest davon überzeugt körperlich krank zu sein. Von den Symptomen her hätte es die Schilddrüse sein müssen, ich bin fast zusammen gebrochen als der Arzt mir erklärt hat dass alle Werte topp sind und wollte es ihm nicht glauben.

17.02.2019 20:15 • #47


Ja genau so geht es mir.Ich hatte so eine Angst vor der Untersuchung .Angst vor den Blutwerten.Das ist garnicht zu beschreiben.Ich war beim Arzt das ich diesen Fremdkörper im Hals verspüre.Jedoch hat der Hausarzt nichts gefunden.Ich werden diese Woche noch zum HNO gehen.Ich habe such immer diese Bauchschmerzen .Und im März ein Termin zur Darmspiegelung.Mit keinen kann ich wirklich darüber reden. Mich versteht keiner.Ich untersuche sogar schon meine Kinder so kann es nicht weiter gehen.Jetzt noch das Brennen im Mund.Ich möchte doch einfach nur normal leben ohne diese Ängste. Wie hast du es geschafft so lange zeit ohne die Ängste zu leben.Die Ärztin wollte mir Tabletten verschreiben habe aber Angst diese zu nehmen

17.02.2019 20:22 • #48


Damals hatte ich keinen Job aber auch 2 kleine Kinder. Ich bin von Arzt zu Arzt gerannt und hab mich total in diese Angst hinein gesteigert krank zu sein. Meine Umwelt hat mich auch nicht verstanden, hab ich ja selbst nicht, all meinten ich würde spinnen. Irgendwann war es so schlimm dass ich draußen Panikattacken bekam und dachte jeden Moment tot umzufallen. Als ich dann aber alles, wirklich alles habe untersuchen lassen von Kopf bis Fuß und feststand dass mir wirklich nichts körperliches fehlt habe ich langsam akzeptiert dass ich ein psychisches Problem habe und mit diesem Wissen hab ich es irgendwie geschafft mich selbst runter zu fahren. Wenn die Panik Aufstieg hab ich mich selbst beschworen: Ganz ruhig, durchatmen, du hast nichts, alles ist in Ordnung. Damit kam es immer seltener vor und war irgendwann ganz weg, insgesamt habe ich aber etwas über ein Jahr damit gekämpft.
Naja und diesmal war es so schlimm dass ich völlig zusammen gebrochen bin und es 2 oder 3 Wochen lang nicht mal geschafft habe morgens auch nur aufzustehen, Zähne zu putzen oder mit meinen beiden Hunden rauszugehen, bin froh dass ich meinen Mann an der Seite hatte in dieser Zeit. Mit Hilfe von antidepressiva und einer Therapie bin ich nun dabei, langsam ins Leben zurück zu finden und arbeite wieder in kleinen Schritten. Immerhin habe ich es diesmal schneller erkennen können dass es wirklich mein Kopf ist und nicht der Körper.

17.02.2019 21:12 • #49


Symptome und Ängste

Hallo liebe Foren-Mitglieder,

ich bin neu hier und hoffe ggf. ein paar wertvolle Erfahrungswerte und Tipps zu erhalten.

Zu meiner Geschichte, ich bin Mitte 30 stehe eigentlich voll im Leben, bin verheiratet, bin Vater eines Sohnes und darf den Job ausüben den ich mir schon immer gewünscht habe.

Ich habe nun schon seit einigen Jahren immer wieder Angst vor Krankheiten. Angst vor Krebs oder Angst etwas am Herzen zu haben. Zum jeweiligen Thema das sich gerade in meinem Kopf abspielt, hatten sich auch die passenden Symptome eingeschlichen.

Letztes Jahr hatte ich extremen Ausbildungsstress, sprich ich bin von einer zur anderen Fortbildung gesprungen das mich irgendwie ziemlich platt gemacht hat. Als im November 2018 die letzte Fortbildung durch war, hat es bei mir so richtig angefangen. Begonnen hat alles mit ein paar Panikattacken (Herzrasen und co). Diese haben sich zwar etwas gelegt, jedoch verfolgt mich seit November permanente Angst eine schlimme Krankheit zu haben. Vor allem das Herz und der Kopf ist momentan Thema. Da ich in der Gesundheitsbranche tätig bin, weis ich recht gut welche Symptome zu welchem Krankheitsbild passen. Somit entwickelt ich auch zum jeweiligen Thema entsprechende Symptome wie Herzrasen, schmerzen in der Brust bei Angst etwas am Herz zu haben. Bei der Angst einen Hirntumor zu haben entwickle ich Störungen wie stechen, drücken im Kopf, Sehstörungen, Benommenheit usw. Interessant ist, dass nie ein Herz oder Kopf Symptom gleichzeitig auftritt. Je nach dem wo der Fokus und wo die Gedanken liegen.

Ich werde regelmäßig durch meinen Beruf auf Herz und Nieren gecheckt. Ich war durch meine Angsstörung mehrmals im Krankenhaus. Mehrere EKG's, Blutkontrollen, Ultraschalle, Neurologische Tests, CT Kopf. .etc. waren immer unauffällig.

Einerseits sagt mir mein erwachsener klarer Verstand, dass ich kern gesund bin, jedoch sitzt da noch ein anderes kleines Männchen in meinem Kopf, der mir immer einreden möchte, dass da ja vielleicht doch was ist. Ich befinde mich wie in einem Käfig der Angst.

Ich befinde mich in einer Verhaltenstherapie, besuche bald die 10. Sitzung, merke jedoch irgendwie keine Verbesserung. Ich hatte vor geraumer zeit meiner Frau beim Frühstück eine halbe Stunde über meine nicht ganz so tolle Kindheit erzählt. Anschließend kam es über mich wie ein Sturm, ich bekam eine halbe Stunde lang einen extremen Hustenanfall und im Anschluss fühlte ich mich wie frei. Keine Sorgen, keine Ängste, nicht mehr das Gefühl in diesem Käfig der Angst zu sitzen. Leider hielt dieser Zustand nur einen Tag an.
Ich hatte oft das Bedürfnis einfach mal zu heulen um den ganzen Schmerz los zu werden, konnte aber irgendwie keine Träne vergießen. Gestern habe ich mich dann durch ein paar sehr traurige Youtube Videos selbst dazu gebracht um einfach mal heulen zu können, mit Erfolg. Auch das wirkte sehr erleichternd aber es hielt nur einen halben Tag. Wenn ich in diesem Angstfreien Gefühl bin, was bis jetzt nur zwei Mal vorkam, habe ich keinerlei Beschwerden, keinen Schmerz, kein Drücken, kein Stechen einfach keine Angst. Einfach frei!

Ich bin momentan permanent auf der Suche nach Informationen, lese Bücher und bilde mich fort. Einerseits sagt mir mein Gefühl das da etwas in meiner Kindheit war das verarbeitet werden möchte, anderer Seits habe ich durch meinen Beruf schon einige Situationen erlebt die wie ein Trauma wirken könnten.

Ich komme auf meiner Schatzsuche, auf der Suche nach Freiheit einfach nicht weiter, mir fehlt irgendwie der gewisse Hinweis. Ich bin am verzweifeln, verliere die Lust am leben möchte aber weiter Kämpfen.

Nun die Frage an Euch, hat jemand die gleichen Erfahrungen gemacht, könnt Ihr mir wertvolle Tipps mit auf den Weg geben? Ich wäre so dankbar!

Viele Grüße

05.04.2019 19:33 • #50


Juju
Hallo mein lieber.
Ja, ich kenne diese Ängste.
Herzlich willkommen hier.

05.04.2019 21:05 • #51


Danke Dir!
Was hast du denn für Erfahrungen damit?

05.04.2019 21:16 • #52


Juju
Du kannst gerne mal in meinen Themen lesen.
Generell bin ich gerade froh, dass ich nicht alleine bin.

06.04.2019 06:22 • #53


Wo finde ich dein Thema?

06.04.2019 14:06 • #54


Matt_iu
Hallo dani86ri,

Zitat von dani86ri:
. Ich befinde mich in einer Verhaltenstherapie, besuche bald die 10. Sitzung, merke jedoch irgendwie keine Verbesserung. Ich hatte vor geraumer zeit meiner Frau beim Frühstück eine halbe Stunde über meine nicht ganz so tolle Kindheit erzählt. Anschließend kam es über mich wie ein Sturm, ich bekam eine halbe Stunde lang einen extremen Hustenanfall und im Anschluss fühlte ich mich wie frei. Keine Sorgen, keine Ängste, nicht mehr das Gefühl in diesem Käfig der Angst zu sitzen. Leider hielt dieser Zustand nur einen Tag an.
Ich hatte oft das Bedürfnis einfach mal zu heulen um den ganzen Schmerz los zu werden, konnte aber irgendwie keine Träne vergießen. .


bei hypochondrischen Erkrankungen ist eine Verhaltenstherapie sicherlich sinnvoll und unabdingbar, mancher Erfolg bleibt jedoch auf der Strecke, weil die kognitive Seite der Therapie weniger Beachtung geschenkt wird. Viele Symptome werden durch Gedanken verursacht:
- Katastrophen-Szenarien möglicher Erkrankungen
- Bewertung harmloser Körperfunktionen als bedrohlich oder merkwürdig, untypisch
- Überinterpretation natürlicher Körperfunktionen
- intensive Selbstbeobachtung und ständige gedankliche Beschäftigung mit dem eigenen Körper, uvm.

und diese gilt es wieder zu lösen. Die dauernde Fixierung nach innen führt zum Dauerstress und Spannung im Körper, sodass häufig neue Symptome entstehen, die man dann als "Beweis" für seine eigenen Befürchtungen hält. Symptome und Angstattacken häufen sich: Ein Teufelskreislauf.
Diese Methode nennt sich in der Psychotherapie "kognitive Umstrukturierung" und baut auf dem Anspruch auf, Situationen gedanklich neu und anders zu bewerten und generell schädliche kognitive Muster zu erkennen und zu lösen.

Dein Beitrag erweckt den Eindruck, dass in dir vieles schläft, was unbedingt ausgesprochen werden möchte und sei es nur, um die unbewusste Spannung zu lösen. Vielleicht schreibst du einen Brief an dich selbst, durch den du etwas Abstand gewinnst oder du schreibst hier einen, wenn du Unterstützung brauchst und dich darüber austauschen möchtest.
Jedenfalls gehört meiner Meinung nach zu einer Verhaltenstherapie eine solide kognitive Auseinandersetzung, sonst wird das Ganze bloß nur symptommildernd.

Bis bald,

Matthias

24.04.2019 22:56 • x 2 #55


Mikado
Ich bin auch neu hier in diesem Forum. Bin 60 Jahre alt und habe seit ich denken kann Ängste eine Krankheit zu haben.
Ich weiß selbst dass es oft so ist irgendein noch so kleines Zwicken zu einer riesen Katastrophe zu machen.
Zusätzlich hatte ich 3 depressive Episoden in meinem Leben.
Die letzte bis vor kurzem.
Dazwischen hatte ich sehr sehr gute Jahre und die Ängste weitestgehend im Griff.
Was mir nun aber sehr gut geholfen hat war oder ist meine 2. Verhaltenstherapie. Sie geht nun schon ein Jahr und wurde zusätzlich von Medikamenten wie Johanniskraut und Mirtazapin unterstützt.
Man lernt und m u s s lernen Dinge zu Entkatastophisieren.
Vieles wird leichter.
Ohne Therapie hätte ich gar nichts mehr auf die Reihe bekommen.
Im Moment bin ich seit vier Wochen ohne Antidepressiva und es ist ein schwerer Gang durch die ganzen Absetzsymtome wie totale Schlaflosigkeit, Nahrungsunverträglichkeiten ständige Unruhe, Ängste und vieles mehr.
Aber ich will es schaffen auch ohne Medikamente gut leben zu können.
Ich schaffe mir viele Ruhepausen und versuche mich auf schöne Dinge zu freuen wie z.B.mit den Enkeln was zu unternehmen, mal in eine Therme zu gehen usw.usw.
Ich hoffe dass ich durchhalten kann und sich mein Gehirn wieder ohne Medikamente zurechtfindet.

03.05.2019 10:16 • x 2 #56


Lostplace

Angst vor Krankheiten

Hallo, ich bin zum ersten Mal auf einen Forum und möchte mich mit Menschen austauschen denen es auch so ergeht wie mir. Ich habe eine gute zeitlang meine angst im Griff gehabt, doch jetzt fängt es wieder an mit Angst vor Krankheiten und körperlichen Auswirkungen. Ich habe solche Angst und ich könnte immer weinen wenn das anfängt.
Ich kann nicht verstehen warum das alles vor fast 3 Jahren angefangen hat. Ich habe wohl viele Dinge nicht verarbeitet und dadurch machen sich die Dinge wohl bemerkbar. Ich war letztes Jahr in einer Klinik, weil ich fast nur nich zum Arzt gelaufen bin und ich körperlich nicht zurecht gekommen bin.
Es war furchtbar, nun fängt es so langsam wieder an. vielleicht liegt es am ganzen Stress das es deswegen wieder so ist.
Vielleicht tauschen sich andere mit mir aus.

15.06.2019 01:17 • x 2 #57


Mayke1
Guten Morgen, Lostplace,
du warst ja genau so lange wach wie hier einige! Fein, dass du ins Forum gefunden hast!
Schau dich in den verschiedenen Threads um! Du bist mit deinem Problem nicht alleine !
Im Thread " Angst vor Krankheiten & Psychosomatik kannst du tum Beispiel ganz viele Beiträge lesen von Mitgliedern, denen es ähnlich geht wie dir.
Nun aber erst einmal herzlich willkommen im Forum!
Viele Grüße von Mayke

15.06.2019 05:57 • x 1 #58


ZeroOne
Hi Lostplace!

Schön, dass du das Forum gefunden hast!

Angst ist ein großes Thema, das viele beschäftigt! In vielen Bereichen konnte ich damit (zur Zeit) meinen Frieden schließen, in anderen arbeite ich daran.

Ich freu mich auf den Austausch mit Dir wünsche dir eine gute Zeit im Forum!

LG
ZeroOne

15.06.2019 07:46 • x 1 #59


Ständig Angst vor Krankheiten

Guten Abend,

Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Mein gesamter Bauch macht mich wahnsinnig.
Ich habe täglich Beschwerden und es wird nichts gefunden.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter.
Mein Mann hält mich für einen hypochonder und ist mir keine große Hilfe

15.08.2019 17:11 • x 2 #60