Sertralin Nebenwirkungen - fühle mich schlapp

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sad_me
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Hallo,

ich nehme mal an hier gibt es viele Leute die oben genannte Antidepressiva schlucken. Könnt ihr mir sagen wie man den gesteigerten Antrieb bemerkt?
Also ich habe ca. 1 Jahr Citalopram genommen, seit ein paar Wochen nun Sertralin, wobei ich überhaupt keinen Unterschied bemerke.
Vor allem sollen sie meinen Antrieb steigern, ich bin aber so "matt" wie immer. Das einzige was ich bemerke ist, dass meine Emotionen nicht ganz so überkochen wie früher, dass ich nicht so viel weine, keine hysterischen Heulkrämpfe mehr bekomme. Positiv finde ich das Ganze aber nicht wirklich. Ich bin stabiler, ja, ich habe keine Angst mehr durchzudrehen, aber ich fühle mich auch gelähmt, habe so gut wie keine Libido mehr und weiß nicht mehr was ich für meinen Freund empfinde.

Geht es euch auch so?

#1


67 Antworten ↓
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regentropfen
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Hi there,

der Anfang ist immer schwer, doch er muss gemacht werden. Jetzt sitze ich hier und weiß nicht so recht, was ich schreiben möchte, es kommt mir alles so unwichtig oder schon zu oft gesagt vor, aber irgendetwas in mir möchte etwas schreiben. (Ein Wahnsinn, dass man so ein TamTam um ein Posting in einem Forum machen kann ... aber meine Konzentration schwindet immer mehr respektive ist eh schon in den letzten Wochen, Monaten so gut wie gar nicht vorhanden, und meine Angst nimmt überhand)

Ich nehm jetzt seit knapp 6 Wochen Sertralin - zuerst (die ersten 4 Wochen) 50 mg, seit 2 Wochen 100 mg in Kombination mit 25 mg Trazodon (abends). Das Trazodon soll mir beim Schlafen helfen und tut es auch - ich hab in letzter Zeit selten so gut geschlafen wie jetzt. So viel zum Positiven.
Allein - vom Sertralin merk ich, nach wie vor, so gut wie gar keine Wirkung. Ja, auch keine Nebenwirkungen (außer vielleicht etwas Nachtschweiß), aber halt auch keine Wirkung. Am Anfang hab ich mir gesagt, nur Geduld, das wird schon - denn ja, ich weiß natürlich von der Wirklatenz und davon dass sich der Spiegel im Blut erst mal ausbilden muss und bla und überhaupt ...
Und ja ich weiß auch, dass nicht jeder auf ein Medikament gleich/gleich gut anspricht, dass das individuell ist, dass man das austesten muss und so weiter und so fort. Wissen tu ich das alles. Aber umgehen damit, fällt mir zunehmend schwerer.

Denn: die Selbstvorwürfe, die Insuffizienzgefühle, die Schuld- und Versagensgefühle, die Angstzustände, die Hoffnungslosigkeit - das alles wird immer mehr - und immer mehr zu etwas, ich weiß nicht wie ich es nennen soll, etwas "Normalem" in dem Sinn, als dass man es sich gar nicht mehr vorstellen kann, dass es jemals anders werden könnte.
Ich bin Studentin (und war bis jetzt immer sehr gut, erfolgreich und [übertrieben] ehrgeizig, perfektionistisch) - und ich kann schlicht und ergreifend nichts mehr tun, nichts lernen, konzentriert arbeiten, überhaupt etwas tun. Es geht einfach nicht. Ich verschiebe meinen Prüfung zum zweiten Mal, mache so wenig wie noch nie und das überfordert mich noch - und ich fühle mich schlecht, wie ein Versager, ein willenloser, inkonsequenter. Dann kommt wieder diese Stimme die mir sagt, es wäre alles gar nicht so schlimm, ich würde mich nur reinsteigern, ich müsste mich nur mehr anstrengen, zusammenreissen. Das könne doch gar keine Krankheit sein - da können Psychiaterin und Therapeutin meinen, was sie wollen und es depressive Episode oder Burn Out nennen - das ist alles nur meine persönliche Schwäche. Für die ich mich hasse und verachte. Also - wenn ich könnte: wenn ich irgendetwas wirklich fühlen könnte, und nicht alles abgestumpft und tot wäre.

Der langen Rede kurzer Sinn: mein Leidensdruck, wie man das so schön nennt, nimmt zu - einfach weil der Zustand immer länger andauert. Ich habe Angst - Angst vor allem was auf mich zukommt, was mich erwartet, vorm nächsten Tag, vor der nächsten Woche. Geduld ist nicht meine Stärke, das weiß ich.
Und ich muss sie haben, ich muss es ertragen, es bleibt mir ohnehin nichts anderes übrig.

Vielleicht müsse man mich umstellen, meinte meine Psychiaterin letztens - wenn ich bis zum nächsten Termin (in gut 2 Wochen) immer noch nichts merke. Auf einen SNRI. Aber was, wenn das auch nichts nützt?
Mir geht die Zeit aus ... alles und alle um mich werden immer schneller und ich bleibe zurück, werde immer langsamer, bleibe stehen, einfach stehen. Stillstand.

regentropfen

21.11.2009 21:10 • #47


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Hallo sad_me,

Sertralin Nebenwirkungen - fühle mich schlapp

x 3#3


J

Jon
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hmm, also ich kann das nicht so richtig akzeptieren, sorry. Weil, ich merke seit ca. 2 Wochen gar nichts mehr. Also so, als ob ich gar kein Antidepressiva nehmen würde. Es gibt auch keine Tage wo ich denke "ja, heute vielleicht etwas", oder sowas in die Richtung. Ich war sogar schon rauf auf 200mg/Tag..das fand mein Th. aber nicht so toll; nun ja. Bin mittlerweile am runter dosieren...bringt ja eh nichts, leider.

Mein Therapeut meint, die Sertralin haben v i e l l e i c h t am Anfang noch gewirkt, da es was neues war für meinen Körper. Aber aufgrund der Substanzen( viel Koffein und auch viel Ephedrin),die ich jetzt weglasse, kommt das Sertralin nicht gegen an. Auch müßte ICH (vom denken her) dem Sertralin eine Möglichkeit zum Wirken geben. tja, wie immer das auch ausschauen soll.

Da das Sertalin bei mir immer zu viele und schlechte Gedanke unterdrückt hat, versuche ich nun, immer, wenn diese Gedanken kommen, diese zu unterbinden/ an "nichts" zu denken. ...ist aber nicht leicht! ich bin ständig und immer am nachdenken/ Situationen durchgehen/ Selbstgespräche führen, etc.
Also, mich quasi selber in das Gefühl zu versetzen, wie ich auf Sertralin war. Klappt natürlich nicht richtig..

Ich hoffe auf einen Medi.wechsel (Fluoxetin) in ein paar Wochen; was anderes kommt, aufgrund möglicher Gewichtszunahme, eh nicht in Betracht!! Bringt ja nicht, ein Übel durch ein anderes zu ersetzen!!

05.09.2009 09:36 • #40


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S
Hallo sad me,

wie lange und wieviel Sertralin nimmst du?

Ich nehme zwischen 50 und 100 mg. Die Antriebssteigerung kam auch erst nach über 5 Wochen. In jedem Fall mit deinem Arzt sprechen.
Und dass die Libido nachlässt ist auch für Antidepressiva´s bekannt. Aber auch das kann sich wieder ändern.

Serafina

#2


S
Ich nehme auch 100 mg seit etwa 2 Wochen, vorher 50 mg eine Woche lang zur Eingewöhnung.

Wie merkst du denn dass dein Antrieb gesteigert ist??

Und das mit der Libido ist wirklich schwer, ich weiß nicht ob es nun an den Antidepressivas liegt oder an der Pille, auf jeden Fall fehlt da doch ein riesiges Stück an Lebensqualität, besonders wenn man in einer Fernbeziehung lebt und dann nicht mal so richtige Lust empfinden kann...

#3


S
Gib dem Sertralin bis an die 6 Wochen. Bei mir ist auch erst dann eine Wirkung eingetreten.

Alles andere müssen wir ertragen. Sämtliche Nebenwirkungen sind zwar ekelhaft aber dafür geht es unserem Allgemeinbefinden besser.

LG Serafina

#4


S
Oh je, gerade dieses ertragen müssen ist es irgendwie was ich nicht so ganz einsehen kann.

Wie lange nimmst du die Tabletten schon? Hast du vorher auch schon andere ausprobiert?

#5


S
Du hast die Wahl, entweder Tabletten oder die Einschränkung durch deine Psyche.

Ich habe bisher nur Sertralin genommen und dass seit fast 2 Jahren.

Serafina

#6


S
Ja, ich weiß, dass es wohl leider so ist und im Moment denke ich auch, dass ich lieber Tabletten schlucken sollte, zumindest so lange bis ich einen Erfolg der Therapie merke und das Gefühl habe evtl. wieder ohne klar zu kommen.

Die Frage ist, wann ist der richtige Zeitpunkt aufzuhören?
Ich habe riesige Angst davor nun mein Leben lang Tabletten schlucken zu müssen.

#7


S
Mach dich nicht schon jetzt mit dem Gedanken verrückt, wielange du Medikamente nehmen musst.

Freu dich auf den Zeitpunkt, wo es dir besser geht. Alles andere ergibt sich von selbst.

Serafina

#8


S
Ja, da hast du schon Recht. Ich mache mich viel zu verrückt mit der Zukunft und auch der Vergangenheit.
Ich sollte mich aufs Jetzt konzentrieren und darauf, dass es mir besser geht. Ich bin nur so ungeduldig. :(

Liebe Grüße!

#9


S
Hallo ihr,

ich nehme Sertralin ein, jeweils morgens und soll Tetrazepam gegen Verspannungen nehmen.
Wisst ihr ob man das zusammen nehmen darf? Bzw. würde ich die Tetrazepam ja abends schlucken.

#10


S
Hallo sadme,

ich würde eine abends und die andere morgens - oder umgekehrt - nehmen, damit der Zeitraum zwischen den Einnahmen groß ist. Tetrazepan, auch Musaril genannt, wirkt atemdepressiv und wirkt muskelentkrampfend. Die Meinungen gehen diesbezüglich auseinander.

Ich kenne beide Medikamente, habe sie beide zusammen noch nicht eingenommen. Ich wäre da eher vorsichtig. Frag doch bitte deinen Arzt.

Serafina

#11


C
Ich nehme seit 3 Wochen wieder Ctalopram (hatte nach 4jähriger Einnahme 1 Jahr lang pausiert)
Jetzt fange ich langsam wieder an mein Leben in den Griff zu bekommen und dazu gehört anscheinend auch mich von meinem Freund zu trennen. Ich will einfach nicht mehr. Unsere Fernbeziehung hält mich vom Studium ab. Ich liebe ihn - zumindest bin ich mir dessen sicher, wenn ich bei ihm bin. Aber hier 500 km entfernt, bin ich einfach nur genervt. Er ist auch wirklich nicht einfach. Kann es falsch sein mich zu trennen? Was sind meine echten Gefühle? Die mit oder ohne Citalopram? Können einen die Tabletten abstumpfen lassen oder führen sie einen nur zum eigentlichen ich?

(Hinzu kommt, dass meine Lust auf S., extrem groß ist und mir Treue gerade wenig bedeutet. Weiß aber das diese Nebenwirkung bald weg ist )

#12


H
Hallo erstmal aber Du siehst ja das eine kleinen Besserrung stattgefunden hat, Mann muß sich mit jeden Schritt zufrieden geben. mMt den Gefühlen ist es bei mir genauso ich bin verheiratet,empfinde auch noch immer was für meinen Mann aber Körperlichen Kontakt gibt es schon lange nicht mehr.Ich habe mein Doc. gefragt es hängt mit der Depression zusammen.

#13


J
Hallo!

Ich nehme seit Anfang 2006 regelmäßig das Medikament zur Zeit 75 mg) mit dem Wirstoff Sertralinhydrochlorid und habe seit dem Herbst letzten Jahres immer wieder Mundschleimhautentzündungen.

Außerdem bekomme ich zunehmend Pigmentstörungen.

Kennt jemand diese Nebenwirkungenbei dem Medikament? Hat jemand Erfahrungen mit diesem Medikament?

Sonst tut es mir stimmungsmäßig ganz gut. Von Mirtazapim habe ich schlechte Leberwerte gehabt, Mirtazapin hat mich ganz umgehauen. Daher bin ich sonst mit Sertralin zufrieden.

Liebe Grüße,

Jandi.

(Med.edit.)

#14


A


Hallo sad_me,

x 4#15


J
Hallo, Queen!

Ich werde an der Stirn unregelmäßig braun, irgendwie fleckig. Und ich glaube, dass ich mehr Sommersprossen bekomme als früher.

Liebe Grüße,

Jandi.

#15

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