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Sertralin Erfahrungen mit Nebenwirkungen

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Jana1234
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351 Antworten ↓
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Michael808
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Zitat von Skygirl77:
Was tut Ihr wenn sich ganz schlimme dunkle Gedanken aufdrängen? Ich habe das morgens immer ganz schlimm. Nächste Woche soll der EKT im Klinikum beginnen.


Hast du die Depression zum ersten Mal?

Ich hatte ja schon zum vierten Mal Depression. Mir haben 2 Dinge geholfen:

1. Ich hatte mich akribisch über Selbstmordmethoden informiert und festgestellt: So einfach ist es gar nicht, sich umzubringen. Es kann scheitern! Was mich also vom Suizid abhielt, war die Gewissheit: Wenn der Versuch scheitert, dann kommst du in die Geschlossene und bist möglicherweise behindert. Das wäre schlimmer als der Tod oder die jetzige Depression (die ja damit sicher nicht weg wäre, sondern eher och schlimmer). Ich glaube, wenn man das im Gedächtnis behält, kommt man nicht mehr so leicht auf die Idee, sich umzubringen. Mir hat das bis heute das Überleben gesichert.

2. Ich hatte mir Zettel geschrieben mit dem Hinweis: "Du hast es schon 3 Mal geschafft. Es wird auch wieder funktionieren!" Ich erinnerte mich also immer daran, dass eine Depression irgendwann vorbei geht. Es brauchte weder Medikament noch Therapie. Jedes Mal musste zwar viel Zeit verstreichen, aber die Seele gesundete wieder von selbst. Aus der letzten Episode kann ich sagen: Geholfen hat mir, mich mit dem Elend zu arrangieren. Dauernd hatte ich nach Lösungen gesucht, weil ich dachte, ich könnte die Depression mit irgendwelchen Mitteln bekämpfen (heute weiß ich, ich habe damit gegen mich selbst angekämpft). Irgendwann habe ich mich geschlagen gegeben und gesagt: Okay, du kannst nichts machen außer warten. Und während des Wartens spielte ich ein Spiel, dass an die sog. ABC-Methode (Konzept der kognitiven Verhaltenstherapie) angelehnt ist: Ich bewertete alles, was ich tagsüber erledigen musste folgendermaßen und führte eine Punkteliste: Ging es schief, bekam es eine -1, habe ich es einigermaßen hinbekommen, bekam es eine 0, habe ich es gut hinbekommen, bekam es eine +1. Vor dem zu Bett gehen wurde zusammengerechnet. Und es zeigte sich: Ich war immer im Plus! Nichtmal nur auf 0. Ich weiß, wenn man depressiv ist, denkt man sich: Na toll, ein Spiel - was soll der Blödsinn. Aber mach es einfach! Es kostet keine Anstrengung und deine Gedanken kreisen ohnehin dauernd. Also lasse sie doch darum kreisen - verlieren tust du dabei ja nichts, schlimmstenfalls hilft es nicht aber es bedeutet kaum Aufwand.

22.12.2019 14:38 • x 3 #297


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A


Hallo Jana1234,

Sertralin Erfahrungen mit Nebenwirkungen

x 3#3


Alexandra2

Alexandra2
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Liebes Skygirl,
Man muss auch schwierige Themen der Depression ansprechen dürfen, dazu gehört auch die lange schwere Episode. Meine Depression ist chronisch und besteht mein ganzes Leben lang. Daraus erklärt sich die lange Episode. Das heißt natürlich nicht, daß es bei jedem so ist!
Man muss das für sich realistisch einschätzen: es ist eine schwere, gut behandelbare Krankheit, wenn Begleiterkrankungen erkannt werden (war erst vor einigen Jahren der Fall) und wenn die Lebensumstände günstig sind umso besser. Das war bei mir auch nicht der Fall! Das ist mir nach und nach klar geworden.
Es gibt Wege aus der Depression raus und jeder muss seinen finden. Dann kann es einem "schnell" besser gehen und das wünsche ich allen, aber es kann auch lange dauern. Das realistisch einzuschätzen ist wichtig. Da hilft es nicht, die Krankheit zu beschönigen oder zu dramatisieren. 2 Jahre sind meine Erfahrungen nach über 50 Jahren unbekannter Depression+ Entwicklungstrauma+ A D S und schwierigen Lebensumständen. Das ist nicht
übertragbar.
So bitte ich, suche weiter, halte durch, nutze alles was geboten wird und tue alles, was Dir hilft, regelmäßig (zB Spaziergang). Schau was andere machen, aber übertrage Ihre Erfahrungen nicht auf Dich.
Liebe Grüße Alexandra

27.11.2019 09:58 • x 3 #253


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CeHaEn
Moin!

Sowas kann bei einer Höherdosierung gerne mal passieren und im Laufe der Zeit wieder verschwinden. Du hast jetzt schon zwei Wochen abgewartet und da würde ich mich selbst auch fragen, ob ich das noch einige Tage weiter beobachten wollen würde. Beispielsweise mit einer leichter verträglichen Ernährung.
Wie viel du dir da zumuten möchtest, ist allerdings deine Sache und die Idee mit der Reduktion ist nicht verkehrt. Du wirst ja dann sehen, ob sich dein Durchfall bessert. Wenn er verschwindet, dann würde ich es auch erstmal bei 50 mg belassen.

Langfristig ist diese Nebenwirkung jedenfalls nicht nur nervig, sondern durchaus schädlich. Insofern würde ich das auch nicht längere Zeit aushalten wollen.
Zur Not kannst du auch mit deinem Hausarzt darüber sprechen. Vielleicht gibt es weitere Möglichkeiten, um dem Durchfall zu begegnen.

--

Weiterführende Information / Änderung durch die Moderation:

https://www.meinwegausderangst.de/sertralin-zoloft/

#2


H

#3


mutmacher
Also SERTRALIN nimmt meine Tochter ein u. es hat ihr Leben positiv verändert. Ich bin dankbar, dass es dieses Medikament gibt. Ich würde an Deiner Stelle auch dabei bleiben-über die Dosis weiß ich allerdings nicht Bescheid.

x 3 #4


Alexandra2
Liebe Hoffnung,
Herzlich willkommen.
Da das Sertralin anfangs half, würde ich noch nicht über einen Wechsel nachdenken.
Was ist das für eine Klinik, in der Du bist? Wenn Du noch weitere Therapien bekommst, kann Dich das erstmal anrühren. Das ist normal, schließlich muss man rausfinden, wo der Hase im Pfeffer liegt. Das ist schmerzhaft und wichtig, um Dir wirksame Hilfe zukommen zu lassen. Und das kann der Grund dafür sei , daß es Dir gerade schlechter geht.
Gönne Dir Ruhe, die Atmosphäre und Mitpatienten kosten viel Kraft.
Liebe Grüße

x 2 #5


H
Vielen dank für eure Antworten.
Das ist eine psychatrische Fachklinik. Hatte gerade meine Einzeltherapie und musste nur heulen. Wünsche mir einfach so sehr das die Tabletten greifen und mich stabilisieren.
Ich soll die erstmal weiter nehmen und auf 75 mg erhöhen.
Ich verstehe einfach nicht wieso es mir teilweise gut ging bzw ich stabil war und dann wieder in ein Loch falle. Ich will ja nicht über glücklich sein aber einfach ein wenig Stabilität wäre schön schön Traurig

x 1 #6


Alexandra2
knuddeln Gib Dir Zeit & Ruhe
Und lies nochmal, was ich vorher geschrieben habe. Habe . Geduld, ich weiß, das fällt schwer. In wenigen Tagen geht es Dir bestimmt schon etwas besser
Liebe Grüße

x 2 #7


H
Wann haben denn die Tabletten bei euch anzufangen zu wirken ?

#8


Alexandra2
Oh das war sehr unterschiedlich.
Das Citalopram wirkte zu wenig, das haben wir nach 6 Wochen gemerkt. Mein Speicher war komplett leer, deshalb dauerte es alles eine gefühlte Ewigkeit, es muss ja auch die richtige Dosis gefunden werden.
Am Besten wirkte Venlaflaxin -nach zwei Wochen ging es minimal bergauf. Das ist bei jedem anders.
Meide jeden Stress, der Deinen Speicher sich leer räumt.
Liebe Grüße

x 2 #9


Z
Moin aus dem Norden.

Nun ist dein Pseudonym so gewählt, welches ein großer Baustein der Heilung darstellt, sprich Hoffnung.
Hoffnung an Verschwinden der Symptome. Ich denke eine Depression verlangt ebenso einen großen Zeitraum
sich zu entwickeln, wie der Weg der Besserung, bzgw. Heilung.
Es bedeutet auch Lernprozesse in Gang zu setzten und erst einmal ´´ einverstanden sein `` mit deinem Leid.
Ich kann dir aus neun jahrelanger Erfahrung dieses mitteilen. Erwartungshaltung an Medikamente sind gerade zu
Beginn sehr hoch angesetzt. Diese Einstellung verursacht meist, noch mehr Unruhe und Schlafstörungen.
Auch wenn es für dich unmöglich erscheint. Geduld ist der Schlüssel zu deinem eigenen Placebo.

Erfahrungsaustausch über spezifische Medikamente könnte auch negative Effekte erzeugen, wieder schwindet
die Geduld. Wir sind alle einzigartig, vergleiche uns gerne mit Schneeflocken. Es scheint keine davon doppelt zu geben.
Du bist dort, so wie du es beschreibst in guten Händen. Versuche deine Therapieangebote möglichst viel zu nutzen.

Glaube an dich, ein so wertvoller Mensch lässt sich durch eine Erkrankung die so unsichtbar scheint, nicht gefangen halten. Das Leben bereitet dir noch viele positive Überraschungen.

Bleibe stark
alles erdenklich Gute für dich
Martin

x 1 #10


H
Zitat von Alexandra2:
Oh das war sehr unterschiedlich.
Das Citalopram wirkte zu wenig, das haben wir nach 6 Wochen gemerkt. Mein Speicher war komplett leer, deshalb dauerte es alles eine gefühlte Ewigkeit, es muss ja auch die richtige Dosis gefunden werden.
Am Besten wirkte Venlaflaxin -nach zwei Wochen ging es minimal bergauf. Das ist bei jedem anders.
Meide jeden Stress, der Deinen Speicher sich leer räumt.
Liebe Grüße


Ja ich nehme jetzt noch eine Woche Sertralin 75 mg und wenns nicht hilft wird wahrscheinlich auch auf ein snri umgestellt.
Heute morgen war meine Unruhe und Angst so groß, dass ich 0,5 Tavor nehmen musste. Traurig das habe ich zuletzt vor 4 Wochen mal gebraucht und ist für mich ein Riesen Rückschritt. Ich habe so Angst dass das nie vorbei geht.

x 1 #11


Forenleitung
Hallo Hoffnung92,

ich habe Dein Thema nach hier verschoben. Bitte lies zu Deinen Fragestellungen auch diese Themen:

sertralin-absetzen-dosis-verringern-t24079.html
sertralin-50mg-dosis-bei-angst-panikattacken-erfahrungen-t21618.html
sertralin-nebenwirkungen-fuehle-mich-schlapp-t13983.html

Liebe Grüße
Lena

x 1 #12


H
Heute geht es mir etwas besser. Bin allerdings weiterhin extrem unruhig. ich freue mich wenn die nächsten 2 Wochen überstanden sind und dann hoffentlich endlich mehr Licht am Ende des Tunnels ist. Halte euch auf dem laufenden!

x 4 #13


H
Hey zusammen, seit Freitag bin ich relativ stabil. Damit meine ich dass ich nicht mehr in ein tiefes Loch voller Verzweiflung gefallen bin. Mir geht es abends in der Regel sehr gut. Habe nur Angst vor dem nächsten morgen. Denn morgens habe ich immer Unruhe und Angst in mir. Die Angst vor dem nächsten Fall ins Loch begleitet mich ständig.

Bin jetzt:
21 auf 25 mg
15 Tage auf 50 mg
4 Tage auf 75 mg

Die Ärzte sagen die ersten 21 Tage kann man nicht zählen auf Grund dessen, dass die Dosis zu niedrig ist. Somit bislang 19 Tage und es fühlt sich langsam etwas besser an.

x 1 #14


A


Hallo Jana1234,

x 4#15


Alexandra2
Smile Liebe Hoffnung,
Ich freue mich daß es Dir besser geht.
Und die Angst vor einem Tief verstehe ich gut. Man ist der Krankheit solange ausgeliefert, bis man irgendwann genügend Strategien drauf hat, die ein frühes Erkennen von Verschlechterung, möglich machen.
Bei Dir ist die Zieldosis vielleicht noch nicht erreicht, so daß Du Dich wieder mehr, wie Du selbst fühlen kannst. Das gibt auch Sicherheit.
Und Therapie bringt ja auch viel, in schwierigen Zeiten bei mir auch die Ergotherapie zusätzlich.
Und hier schreiben baut Dich vielleicht auch auf.
Liebe Grüße

x 1 #15

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