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Fluoxetin Erfahrungen - Gewicht und Nebenwirkungen

S

struppi
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#1


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gilmore
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Zitat von sek:
Hallo gilmore,

oftmals ist es sehr schwer Nebenwirkungen (NW) eines Medikamentes, von Krankheitssymptomen zu unterscheiden.

NW können / sollten nach einer gewissen Einnahmezeit vollkommend verschwinden, oder sich zumindestens in einem erträglichen Rahmen halten. Dies solltest du mit deinem Doc besprechen ! Auch liegt die "Toleranzgrene" der NW , bei jedem Patienten in einem anderen und unterschiedlichem Bereich....

Du bist trotz deiner Depression weiterhin auf´s Gaspedal getreten (obwohl du auf der Bremse gestanden bist), evtl. ist das die Quittung hierfür huh
Verstehe mich nicht falsch, jedoch ist diese Situation schwerwiegend und mir aus eigenen Erfahrungen, durchaus bekannt.

Spreche diese Thematik mit (d)einem Facharzt ab und schiebe dies nicht länger auf !!!

Ich selbst, habe mit meinen körperlichen Kräften "gespielt", die Warum-Frage ist ein anderes Kapitel, aber dennoch ein ernstzunehmendes Thema und sollte nicht unter den Teppich gekehrt werden.
Eine evtl. Frage der Schuld, solltest du dir nicht stellen, es ist eben in der Vergangenheit so verlaufen und dein Körper hat dir nun eine deutliche Grenze gesetzt, diese du vielleicht in deiner zukünftigen Lebensweise / Lebensplanung mit einkalkulieren solltest.

Wie beurteilt dein behandelnder Doc deine Symptome, welche zusätzlichen Maßnahmen solltest du ergreifen und was würde dir persönlich helfen, wenn ich diese Fragen stellen darf ?


LG und alles Gute

sek


Hallo sek,

danke für deine Antwort. War heute beim Psychater. Wir schleichen das Medikament jetzt aus und testen was Anderes. Er sagt auch dass die NW sehr individuell sind, und ich dadurch das ich insgesamt ruhiger und stabiler bin, mir meine Erschöpfung bewusster wird, ich sie seit Jahren mal zulassen kann.

Aufs Gas getreten bin ich im letzten Jahr eigentlich nicht. Habe meinen Tagesablauf total umstrukturiert. Weniger Ambitionen in die Arbeit gesteckt (das ist allerdings bei mir nicht der Auslöser der Depression gewesen). Meinen Kalender abgespeckt, und wieder mit Sport angefangen. Ging mir auch viel besser. Seit einigen Wochen geht es wieder berg ab. Therapeutin sagt das ich mich mittlerweile eher zu viel schone.

Derzeit nervt es mich einfach nur, dass ich mich so schlecht belastbar fühle und permanent nur noch müde und lustlos bin.
Da konnte ich mir der aufgelösten Phase in der ich NICHT schlafen konnte und gegrübelt habe fast besser umgehen... Jetzt habe ich den damaligen Auslöser (Eltern) mittlerweile ganz gut im Griff und kann das gut handeln und sie benehmen sich. Eigentlich soweit alles ganz in Ordnung. Ich nehme ihre Meinung und Verhalten auch nicht mehr so wichtig wie vorher. Und jetzt kriege ich wieder so eine schwierige Phase. Vor einem Jahr dachte ich mir: "Da hattest du einen Grund", jetzt ist der Grund natürlich auch noch da, nur habe ich gedacht das es eher besser als wieder schlechter werden würde.

LG gilmore

27.05.2009 21:25 • #37


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Hallo struppi,

Fluoxetin Erfahrungen - Gewicht und Nebenwirkungen

x 3#3


P

Psyche
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Hallo liebe LaMorena,
offenbar kamen Deine Albträume nicht vom Medikament. Da es sich also um "normale" - nicht chemisch erregte Albträume dreht, bist Du offenbar dabei etwas zu verarbeiten, an dem sich Deine Psyche allerdings noch die Zähne ausbeist. Vielleicht konnte es erst mit dem Medikament aus der Versenkung hochgeschwemmt werden. Nun sind zwar die Medikamente weg, aber die Erinnerungen an diese Probleme sind da und nicht mehr verschüttet.

Normalerweise träumen wir alle 90 Minuten und oft in irgendeiner Form über das was uns im Alltag beschäftigt. Die ersten Phasen sind meist noch recht nahe an der Wirklichkeit, gegen Morgen werden sie dann zwar immer skuriler und phantastischer, aber das ist in der Regel ein Zeichen dafür, daß das Gehirn dabei ist die Inhalte mit irgendwelchen Bildern und Problemlösungsmustern im Langzeitgedächtnis abzulegen, damit wir bei ähnlichen schwierigen Zeiten auf die Lösungen zurück greifen können.

Realistisch anmutende Albträume die immer wiederkehren und sich nicht aufzulösen scheinen im Verlauf der Nächte, sprechen dafür das Du unverdauliche Kost, sprich irgendwelche Begebenheiten oder Probleme umwälst, für die Du noch keine Lösung zu haben scheinst. Wenn Du noch Therapie hast und wenn diese günstigstenfalls auch noch Tiefenpsychologie ist, dann sprich Deine Träume mal an. Zusammen mit dem Therapeuten kann man oft erst Lösungswege erdenken, die beim "verträumen" helfen. Das Du Dich am Morgen gerädert fühlst, liegt vielleicht auch daran, daß Dich Deine Psyche wach macht wenn diese Albträume zu heftig werden. Deswegen erinnerst Du Dich an sie, denn man erinnert nur Träume, nach denen man sofort wach geworden ist. Und wer häufig in der Nacht aufwacht hat es schwer in die Tiefschlafphase zu kommen, die man nunmal zum ausruhen zwischen den Träumen braucht. Schlafmittel ist darum keine gute Lösung, wohl aber das Gespräch mit dem Therapeuten.

LG
Petra

06.07.2010 18:53 • #99


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Sancho
Hallo struppi,

und Willkommen hier im Forum!

Ich selbst kann dir zu diesem Thema eigentlich nur eines empfehlen:
Wenn du mit dem Citalopram wirklich - bis auf die Gewichtszunahme -
zufrieden bist, dann bleibe dabei!

Es gibt leider auch Patienten, die unter Fluoxetin zugenommen haben!
Du musst halt bedenken, dass du erst die Ausschleichsymptomatik des
Citalopram und dann die Einschleichsymptomatik des Fluoxetin auf
dich nehmen müsstes! Alles in allem können da schnell 4 - 6 Wochen
Nebenwirkungen auf dich zu kommen!

Gruß Sancho

#2


B
Hallo,

bei mir wurde von Citalopram auf Fluvoxamin umgestellt, auch wegen sehr schneller Gewichtszunahme und auf meinen Wunsch. Ich denke Fluoxetin ist das gleiche Medikament, nur unter einem anderen Namen.

Ich habe die Umstellung sehr gut vertragen.

Gruß

Blue Angel

#3


B
Hallo,

ich würde es auf einen Versuch ankommen lassen. Meiner Meinung bräuchtest Du bei Wechsel der Medis keinen Ein- noch ausschleichzeit auf Dich nehmen. Aber spreche das besser sicherhaltshalber nochmals mit dem Arzt. Aber ich habe das bis jetzt immer gemacht, Arzt hat immer zugestimmt.

Hatte früher Zoloft genommen und zugenommen dann bin auf fluoxetin umgestiegen und hat dein mein Gewicht verringert bzw. keine Zunahme stattgefunden.

Bei mir ist das halt so, wenn ich eine Gewichtszunahme von etlichen Kilos zunehme durch Medis.... dann rutsche ich aber schnell wieder in eine Depri. Ein paar Kilos sind ja ok aber 10, 15 kilos.... meiner Meinung nach viel zu viel ........

LG Bonny

#4


Fuelless
Also Du kannst dabei auch das Ein und Ausschleichen gleichzeitig also überschneidend durchführen um dich an die neue Substanz heran zu tasten, um zu sehen ob Du sie gut verträgst und um unangeneme Überbrückungsphasen möglichst zu vermeiden. Du kannst ja für ein paar Tage nur noch 40mg Citalopram nehmen, von der Reduzierung solltest Du nichts merken. Dann vieleicht 30mg Citalopram und 10mg Fluoxetin, dann nach ner Woche 20mgCitalopram und 20mg Fluoxetin...dann 10mg Citalopram und 30mg Fluoxetin und dann Citalopram ganz weg und 40mg Fluoxetin. Falls es nicht ausreicht kannst Du dann noch höher gehn. Ne Äquivalenzdosis zu nennen ist nicht genau möglich, aber ich würde es auf so 60mg Fluoxetin schätzen. Wobei aber meiner Erfahrung nach die Nebenwirkungen von Fluoxetin stärker sind als bei Citalopram. Es machte mich irgendwie hibbeliger und nervöser als andere SSRI. Vom Gewicht her wirkt sich Fluoxetin im Allgemeinen von den SSRI aber am günstigsten aus.

mfg
Fuelless

#5


B
Hallo,

ich denke jeder Arzt entscheidet das Ein- und Ausschleichen der Medikamente anders. Das kommt ja auch auf den Patienten an. Ich habe Citalopram von einem auf den anderen Tag absetzen können und habe dann 3 Tage lang 50 mg Fluoxetin genommen und dann 100 mg.

Alles in allem vertrage ich das Fluoxetin gut. Ich habe auch nicht mehr solche "Fressattacken" wie beim Citalopram. Aber jeder Körper reagiert anders auf so eine Medikamentenumstellung und man sollte sie auf jeden Fall mit dem Arzt besprechen.

Liebe Grüße

Blue Angel

#6


S
Hallo.

wie man oben schon lesen kann geht es um Potenzstorungen die ich durch Fluoxetin bekommen habe.

Allerdings wurde es erst dann extrem nachdem der Therapeut die Dosis wieder erhöht hat.

Erst dann ist es soweit gekommen das garnichtsmehr lief.

Ich habe es von ein Tag aufs andere einfach abgesetzt . ( MACHT DAS BLOS NICHT)
Es war der Horror mit den Depressionen ect weil ich es plötzlich abgesetzt habe.
Aber ich wollte meine Männlichkeit wieder haben.Also lies ich die finger davon.

Der Therapeut hat mich einfach abwarten lassen ob es besser wird oder nicht.

Ich kann nur sagen - es regt sich was , nur tut es nicht seine aufgabe und gibt auch nach paar Minuten schon auf ..........

Ich habe jetzt 2 Fragen.

- Wird das was wieder mit der Männlichkeit , oder bleibt das ? (Seit über 1 1/2 Monaten Fluoxetin abgesetzt)
- Ist es bei jedem Antidepressiva so das es zur Potenzstörungen führt ?

danke
Mfg
Sam.

#7


S
Hallo Sami,

deine Männlichkeit wird wiederkommen, wenn es dann daran gelegen hat und es ist bekannt, dass Antidepressiva die Libido verändern, leider sogar manchmal ganz einschlafen lassen.

Hab Geduld, es wird wieder.

Viel Glück.

Serafina

#8


S
Hallo.

.....und wie sieht es mit anderen Antidepressiva aus ... haben sie alle den selben Nebenefeckt ... bzw. muss bei jedem Antidepressiva dieser Nebenefeckt auftretten?

#9


*Lilie*
Hallo Sami!
Tut mir sehr leid, dass du damit noch Schwierigkeiten hast, aber ich denke, das wird sich geben mit der Zeit.

Zitat von Sami:
... muss bei jedem Antidepressiva dieser Nebenefeckt auftretten?

Eine Nebenwirkung ist IMMER etwas, das auftreten KANN - nie muss!!
Ich glaube, diese Nebenwirkung steht in so gut wie jeder Beilage zum Antidepressiva drin, das ist aber teils auch nur reine Vorsichtsmaßnahme.

Bei mir ist es zum Beispiel das komplette Gegenteil, seit ich Venlafaxin nehme, bin ich spitz wie Nachbars Lumpi 019.gif
Das ist furchtbar, denn ab einem gewissen Maß ist es wirklich nervig - und ich bin da echt nicht "penibel".
Im Klinikum hab ich allerdings einen Mitpatienten gehabt, der bei dem Medikament unter Libido-Verlust litt.
Daran siehst du, dass es wirklich bei Jedem anders ist, was der eine als Nebenwirkung bekommt, muss der Andere nicht bekommen...

Lieber Gruß
Lilie

#10


A
Hi!

Ich habe die Umstellung genau anders herum gemacht - weil ich Fluoxetin nicht so gut vertragen habe.
Ich habe 7 kg zugenommen und habe total "aufgeschwemmt" gewirkt!
Mit Citalopram habe ich jetzt wieder mein altes Gewicht und es wirkt bei mir wesentlich besser als Fluoxetin.

Jeder reagiert da wohl wirklich anders - aber einen Versuch ist es doch auf jeden Fall wert!!!

LG Angel g020

#11


M
Ich habe mit Citalopram innerhalb von zwei Wochen 5 Kilo zugenommen. Das fand ich schon nicht mehr gut. Seit gut vier Wochen nehme ich Fluoxetin (eben weil es das einzige Antidepressiva ist, welches KEINE Gewichtszunahme als NW hat) und habe seit ca. zwei Wochen keinen Hunger mehr. Ich kann kaum was essen. Ob es am Fluoxetin liegt oder an der Depression selbst, welche schlimmer ist, als je zuvor, kann ich nicht sagen. Jedenfalls habe ich innerhalb der letzten zwei Wochen 11kg abgenommen. Das ist das einzige, was mich zur Zeit ein wenig glücklich stimmt.

#12


M
Jedes Antidepressivum, jedoch im besonderen Maße ein SSRI (zu denen auch Fluoxetin gehört), kann Libidostörungen sowie -verlust verursachen, MUSS es aber nicht. Ich konnte zum Beispiel unter Cipralex gar nicht mehr, habe aber jetzt mit Fluoxetin überhaupt keine Veränderung der Libido gemerkt.

Und nochwas: Deine Männlichkeit wird wiederkommen. Fluoxetin ist jedoch ein Antidepressivum mit einer extrem langen Halbwertszeit, was bedeutet, dass es Wochen dauern kann, bis es komplett aus dem Körper raus ist. D.h. es kann durchaus ne ganze Weile vergehen, bis die Libido wiederkommt.

Hier mal ein paar Antidepressivas, bei denen Libidoverlust selten auftritt:

-Eltontril
-Amitryptilin
-Nortrilen
-Mirtazapin (kann sogar eingesetzt werden, um den Libidoverlust eines SSRI aufzuheben)

LG
Georg

#13


S
Zitat von Sami:


Es war der Horror mit den Depressionen etc weil ich es plötzlich abgesetzt habe.



Veränderung der Libido, könnte auch ein Symptom deiner Depression sein....

LG

sek

#14


A


Hallo struppi,

x 4#15


P
Ah je, das ist sicher sehr belastend. Aber wie Sek schon sagte, auch die Depression selbst kann auf die Libido gehen. Wenns das Fluoxetin war, wird sich das wieder von selbst regeln, nachdem die Wirkung völlig abgeklungen ist. Es dauert ca. 6 Wochen bis das der Fall ist. Wenn sich dann die Situation noch nicht gebessert hat, ist es eher die Depression, die da den Hahn abdreht. Auf jeden Fall solltest Du darüber mit Deinem Arzt sprechen und Dir etwas anderes verschreiben lassen. Wie auch schon gesagt wurde reagieren nicht alle Medikamente gleich. Bei Citalopram hab ich Veränderungen nur während des Einschleichens bemerkt, nun wo ich eingestellt bin ist alles im normalen Bereich.

LG
Petra

#15

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