Sertralin Nebenwirkungen - fühle mich schlapp

Postbote

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Hallo,

Ich bin seit heute auch Mitglied dieses Forums und hoffe auch einige gute Hinweise geben zu können.
Ich nehme Sertralinhydrochlorid 100 mg, nun bereit seit 2001 und bin mit diesem Medikament
voll zufrieden. Erst durch die Verordnung dieses Wirkstoffes, habe ich meine Lebensqualität wieder
gewonnen bin Angstfrei und und kann mich weitgehens frei bewegen. Es ist auch die Frage, wie ich mich
auf die Behandlung einlasse. Am Anfang hatte ich starke Nebenwirkungen und wollte alles hinwerfen,
aber mein Arzt und meine Frau, haben mich immer wieder ermutigt weiter mein Medikament einzunehmen.
Mein Arzt erzählte mir von einer Patientin, die durch dieses Medikament wieder nach fast 10 jähriger
Selbstinhaftierung im eigenen Heim durch dieses Mittel fast wieder die alte war. Ich habe weiter
eingenommen, bin teilweise durch die Hölle gegangen und sehe heute dafür wieder den Himmel und
die Sterne leuchten.

Dieses wünsche ich auch Euch allen!

viele liebe Grüße

13.11.2009 01:17 • #46


regentropfen

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Hi there,

der Anfang ist immer schwer, doch er muss gemacht werden. Jetzt sitze ich hier und weiß nicht so recht, was ich schreiben möchte, es kommt mir alles so unwichtig oder schon zu oft gesagt vor, aber irgendetwas in mir möchte etwas schreiben. (Ein Wahnsinn, dass man so ein TamTam um ein Posting in einem Forum machen kann ... aber meine Konzentration schwindet immer mehr respektive ist eh schon in den letzten Wochen, Monaten so gut wie gar nicht vorhanden, und meine Angst nimmt überhand)

Ich nehm jetzt seit knapp 6 Wochen Sertralin - zuerst (die ersten 4 Wochen) 50 mg, seit 2 Wochen 100 mg in Kombination mit 25 mg Trazodon (abends). Das Trazodon soll mir beim Schlafen helfen und tut es auch - ich hab in letzter Zeit selten so gut geschlafen wie jetzt. So viel zum Positiven.
Allein - vom Sertralin merk ich, nach wie vor, so gut wie gar keine Wirkung. Ja, auch keine Nebenwirkungen (außer vielleicht etwas Nachtschweiß), aber halt auch keine Wirkung. Am Anfang hab ich mir gesagt, nur Geduld, das wird schon - denn ja, ich weiß natürlich von der Wirklatenz und davon dass sich der Spiegel im Blut erst mal ausbilden muss und bla und überhaupt ...
Und ja ich weiß auch, dass nicht jeder auf ein Medikament gleich/gleich gut anspricht, dass das individuell ist, dass man das austesten muss und so weiter und so fort. Wissen tu ich das alles. Aber umgehen damit, fällt mir zunehmend schwerer.

Denn: die Selbstvorwürfe, die Insuffizienzgefühle, die Schuld- und Versagensgefühle, die Angstzustände, die Hoffnungslosigkeit - das alles wird immer mehr - und immer mehr zu etwas, ich weiß nicht wie ich es nennen soll, etwas "Normalem" in dem Sinn, als dass man es sich gar nicht mehr vorstellen kann, dass es jemals anders werden könnte.
Ich bin Studentin (und war bis jetzt immer sehr gut, erfolgreich und [übertrieben] ehrgeizig, perfektionistisch) - und ich kann schlicht und ergreifend nichts mehr tun, nichts lernen, konzentriert arbeiten, überhaupt etwas tun. Es geht einfach nicht. Ich verschiebe meinen Prüfung zum zweiten Mal, mache so wenig wie noch nie und das überfordert mich noch - und ich fühle mich schlecht, wie ein Versager, ein willenloser, inkonsequenter. Dann kommt wieder diese Stimme die mir sagt, es wäre alles gar nicht so schlimm, ich würde mich nur reinsteigern, ich müsste mich nur mehr anstrengen, zusammenreissen. Das könne doch gar keine Krankheit sein - da können Psychiaterin und Therapeutin meinen, was sie wollen und es depressive Episode oder Burn Out nennen - das ist alles nur meine persönliche Schwäche. Für die ich mich hasse und verachte. Also - wenn ich könnte: wenn ich irgendetwas wirklich fühlen könnte, und nicht alles abgestumpft und tot wäre.

Der langen Rede kurzer Sinn: mein Leidensdruck, wie man das so schön nennt, nimmt zu - einfach weil der Zustand immer länger andauert. Ich habe Angst - Angst vor allem was auf mich zukommt, was mich erwartet, vorm nächsten Tag, vor der nächsten Woche. Geduld ist nicht meine Stärke, das weiß ich.
Und ich muss sie haben, ich muss es ertragen, es bleibt mir ohnehin nichts anderes übrig.

Vielleicht müsse man mich umstellen, meinte meine Psychiaterin letztens - wenn ich bis zum nächsten Termin (in gut 2 Wochen) immer noch nichts merke. Auf einen SNRI. Aber was, wenn das auch nichts nützt?
Mir geht die Zeit aus ... alles und alle um mich werden immer schneller und ich bleibe zurück, werde immer langsamer, bleibe stehen, einfach stehen. Stillstand.

regentropfen

21.11.2009 20:10 • #47


Serafina

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Hallo Regentropfen,

sei erstmal herzlich willkommen hier.

Eigentlich beantwortest du dir deine Fragen schon selbst. Vllt wirkt das Medikament bei dir nicht so, wie du dir es erhoffst.

Auch ich habe 6 Wochen gebraucht, um bei dem gleichen Antidepressiva eine positive Wirkung zu bemerken.

Sprich bitte mit deiner Therapeutin, setz dir eine Frist, ab wann du vllt auf ein anderes Medikament umsteigen willst. Jetzt hast du schon so lange durchgehalten und es wäre schade, wenn du es jetzt nicht noch bis zu Ende führen würdest.

Wenn du dich hier etwas durchliest, wirst du auf ähnliche Postings stossen.

Ich wünsche dir, dass schnell eine Besserung eintritt und du wieder voll am Leben teilnehmen kannst.

Alles Gute für dich.

Serafina :g020:

22.11.2009 10:37 • #48


subi

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Hallo,

da ich starke Nebenwirkungen vom Paroxetin habe( starkes Muskelzucken), soll ich jetzt ab morgen Zoloft 50 einnehmen. Hab schon ein bisschen Bammel. Hat jemand Erfahrung mit Zoloft . Das Paroxetin habe ich jetzt 32 Tage genommen (20 mg, die letzten beiden Tage 10 mg) . Heute soll ich es weglassen und ab morgen dann Zoloft . Hat da jemand Erfahrung mit?

30.11.2009 12:12 • #49


Serafina

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Hallo subi,

ich nehme seit 1 1/2 Jahren Sertralin und komme gut damit klar.

Serafina

30.11.2009 16:32 • #50


subi

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Danke Serafina,

das hört sich gut an.

lg
subi

30.11.2009 19:28 • #51


GastAccount

Ich bin seit Juli Sertralin-Nehmer, und bisher ist es das beste Antidepressiva, was ich je hatte. Ich habe überhaupt keine NW und mir geht es bestens.

01.12.2009 08:54 • #52


Mondenkind354

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Hallo,

ich soll auch Paroxetin durch Sertralin ersetzen, soll aber erst Paroxetin ausschleichen. Ich habe in einer Tagesklinik für Psychosomatik den 3. Versuch unternommen, habe es aber wieder nicht geschafft. Die Ärzte sind allesamt der Meinung, daß es bei den Modernen SSRI keine Absetzsymptome gibt. Die Absetzsymptome sind auch bei geringer Reduzierung um 2,5 mg bei mir heftig. Wie kann ich vorgehen, wie habt ihr den Wechsel geschafft?

LG

12.04.2010 20:44 • #53


Missi

Es gibt zweierlei Möglichkeiten, das Medikament zu wechseln. Entweder kann man sofort und in der vollen Dosierung auf das neue Medikament umsteigen. Bei vielen Patienten hat dies keine Nebenwirkungen zur Folge, weil das neue Medikament die Wirkungsweise des alten Medikamentes ja aufnimmt.
Die andere Möglichkeit ist, während das alte Medikament ausgeschlichen wird, das neue Medikament bereits eingeschlichen wird, der Übergang also fließender ist, als bei einem sofortigen Wechsel.
Vielleicht besprichst du die zweite Variante nochmal mit deinem behandelnen Arzt? Das Paroxetin erst ganz auszuschleichen, finde ich auch merkwürdig. Aber vielleicht gibt es irgendwelche Wechselwirkungen mit dem Sertalin?! Frag also nochmal nach.

13.04.2010 07:21 • #54


Mondenkind354

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Hallo Missi,

danke für Deine schnelle Antwort.

Ich werde mir morgen einen Termin in der Klinik bei einem der Ärzte geben lassen und das Thema noch einmal besprechen. Auf Wechselwirkungen werde ich ihn auch ansprechen und ihn auf die von Dir genannten Varianten des Mediersatzes ansprechen.

Vielen lieben Dank für Deine Hilfe.

13.04.2010 20:00 • #55


bonny12367

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Hallo,

ist Sertralin sinnvoll zu Unterstützung gegen Bing Eating? Oder besteht sogar die Gefahr, das man zunimmt? Nehme noch zusätzlich 150 mg Elontril.

LG Bonny

16.04.2010 05:12 • #56


Steffi

Steffi

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Hallo bonny,

der Name des Medikaments wurde geändert in den Wirkstoffnamen.

16.04.2010 09:02 • #57


Missi

In den Nebenwirkungen steht unter gelegentlich, dass sowohl Gewichtszunahme als auch Gewichtsabnahme eine mögliche Folgewirkung darstellen. Deshalb ist dies nicht so eindeutig zu beantworten.
Allerdings habe ich beim Nachschlagen auch gefunden, dass Bupropion nicht bei schweren Depressionen zum Einsatz kommen sollte. :huh:

Ich denke, dass ist ein Thema für den behandelnden Arzt.

16.04.2010 09:26 • #58


morriña

morriña

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Ich habe unter der Einnahme von Sertralin keine Veränderung an meinem Gewicht feststellen können.

07.05.2010 17:04 • #59


sad_me


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Hallo ihr,

ich nehme seit fast einer Woche Sertralin von der Firma x., vorher hatte ich die von Hexal.
Kann es sein, dass die unterschiedlich wirken? Irgendwie bin ich total depressiv, würde am liebsten nur im Bett liegen und warten, dass der Tag vorüber ist.

26.09.2010 14:04 • #60




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