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Sertralin angefangen

gho
Hallo zusammen, ich weiß, dass es Sertralin schon mehrfach als Thema gibt. Ich möchte trotzdem darum bitten, KEINE Horrorstorys zu beschrieben.

Ich brauche gerade einfach Mut und etwas Positives. Nehme jetzt den 3. Tag Sertralin. Ich bin übermäßig Müde und frage mich gerade, ob es das Richtige für mich ist.
Kopfschmerzen habe ich auch.

Vorher hatte ich viel Unruhe, welche mich immer zum Sport und zum aktiv sein angeregt hat. Das ist gerade wenig vorstellbar. .

Besteht die Chance, dass die Müdigkeit bald verfliegt?

28.11.2022 16:44 • #1


bones
Nun wenn du vom sertralin müde wirst, solltest du sie vielleicht abends einnehmen im Rücksprache mit dein Arzt. Es spricht eigentlich nix dagegen. Außer du nimmst noch andere medis.

Nun es ist eigentlich so, dass gerade die medis , dir gegen Unruhe /Ängsten dazu beitragen, dass man innerlich ruhiger werden sollte. Da kommt die Müdigkeit eigentlich am Anfang immer vor. Aber das sollte nach eingewöhnen , besser werden.

Man sollte nicht so voreilig entscheiden ob oder ohne medi das zu probieren. Medi brauchen ihre Zeit. Das geht nicht von heut auf morgen besser.

Versuche dennoch Sport zu machen. Je öfters du das machst, desto leichter fällt es dir. Würde klein anfangen.

28.11.2022 20:45 • x 1 #2


A


Hallo gho,

Sertralin angefangen

x 3#3


Greta
Hallo @gho,

ich nehme seit ca. drei Jahren Sertralin und war anfangs auch etwas neben der Spur.
Das ist aber normal. Der Körper braucht nun mal eine Weile, um sich an das Medikament zu gewöhnen.
Bei mir war der Spuk nach einer guten Woche vorbei.

In welcher Dosierung nimmst du das Sertralin?
Ich bin damals mit 25 mg gestartet und habe dann im Laufe eines Jahres allmählich erhöht. Immer nach Absprache mit dem Arzt natürlich.
Aktuell bin ich bei 100 mg täglich und komme damit gut zurecht.

Liebe Grüße

28.11.2022 20:59 • #3


gho
Ich habe zwei Tage mit 25mg angefangen und habe heute auf 50 erhöht.
Eigentlich sollte ich direkt mit 50 anfangen.

28.11.2022 21:18 • #4


sylvinchen
@gho ich denke nicht dass hier jemand horrorgeschichten schreibt, sondern einfach Tatsachen, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen. Wie sicher schon an anderer Stelle beschrieben, dauert es in der Regel mehrere Wochen, bis man sich an ein neues Medikament gewöhnt hat, eben auch an Sertralin Punkt ich bin auch gerade dabei mich daran. Nehme es jetzt knapp zwei Wochen vorher habe ich viele Jahre Citalopram genommen. Leider sind zuerst immer nebenwirkungen da, die sehr unangenehm sind aber die irgendwann auch wieder vorbei gehen. Bei mir ist es magenverstimmung und enorme Müdigkeit. Aber als langjährige Betroffene von Depressionen möchte ich dringend raten, auf keinen Fall das Medikament schon nach wenigen Tagen abzusetzen. Das könnte mehr Schaden als es nützt lieber ganz klar mit dem Arzt im Gespräch sein und über die Beschwerden sprechen, er allein kann entscheiden ob das noch im Normbereich ist bei der Eingewöhnung oder ob da was getan werden muss. Und ich möchte auch dringend davon abraten die Dosis von alleine zu erhöhen oder zu erniedrigen. Es sind schließlich keine Smarties. Ich wünsche Dir von ganzem Herzen, dass du die Geduld aufbringst diese unangenehme Zeit zu überstehen. Wie gesagt das ist nicht leicht, aber in der Regel wird es nach etlichen Wochen besser.LG

28.11.2022 23:17 • #5


bones
@gho das ist eigentlich viel zu schnell. Bis sich das medi entfaltet, braucht es bisschen. Manchmal ist weniger mehr wert als Zuviel. Abgesehen von den nw. Geh es langsam an, damit tust du dir nur ein Gefallen.

29.11.2022 03:59 • x 1 #6


Greta
Zitat von bones:
Geh es langsam an

Das sehe ich genauso.

Ich habe immer erst dann erhöht, wenn sich mein Körper an die niedrigere Dosis gewöhnt hatte.

Sprich doch nochmal deinen Arzt darauf an.
Es ist sicher möglich, erstmal mit 25 mg zu starten und später dann langsam zu steigern.

29.11.2022 08:27 • #7


gho
Ich danke euch für eure Antworten. Ich bin so kurz davor es wieder weg zu lassen. Mir geht es so beschissen. Vorher habe ich zumindest noch irgendwas hinbekommen. Jetzt nichts mehr. Entweder müde und schlafen, unruhig oder am würgen......

29.11.2022 11:28 • #8


bones
Das ist ja was ich mein. Du weißt ja nicht wie dein Körper reagiert. Da würde ich locker 2 wochen erstmal nur 25mg nehmen. Direkt 50mg würde ich sein lassen.

29.11.2022 12:10 • #9


gho
Diese quälende Frage, ob es der richtige Weg ist und ob es das Wert ist.....
Wie fühlt es sich an, wenn es wirkt........bin ich dann wieder so viel mehr, der Mensch der ich eigentlich bin? Kann ich dann das Leben führen, was ich will?

Ich habe es ja schonmal ohne Antidepressiva geschafft.....

29.11.2022 12:40 • #10


bones
Nun ich kann nur für mich sprechen.

Durch Antidepressiva und andere Psychopharmaka konnt ich wieder Licht sehen in der dunklen Seele. Sie haben mich stabilisiert und bin erwachsener, reifer geworden. Hab mein Frieden mehr oder weniger gefunden. Bin ausgeglichener und sehe das Leben wieder positiv. Das hätte ich ohne diese medis mit Sicherheit nicht hinbekommen. Würde auch nicht mehr hier sein. Für mich selber die beste Entscheidung.

29.11.2022 15:52 • x 1 #11


gho
Das hört sich schonmal positiv an. Danke dafür.

Solche positiven Erlebnisberichte, findet man viel zu selten, finde ich.

29.11.2022 19:27 • x 1 #12


sylvinchen
@gho ich kann dich sehr gut verstehen. Nach der Umstellung von Citalopram auf Sertralin geht es mir auch gar nicht gut. Die ersten beiden Tage war es okay, aber zur Zeit ist es immens anstrengend. Da ist jetzt Geduld gefragt, bin erfahrungsgemäßig dauert es 6 bis 8 Wochen, bis sich der Körper darauf eingestellt hat, leider auch oft mit unangenehmen Nebenwirkungen. Zur Zeit komme ich mir vor es sei ich mit fünf LKWs zusammengestoßen bzw die haben mich überrollt. Aber es kann da ja nur besser werden. Ich möchte den Mut machen nicht aufzugeben. Einfacher gesagt als getan, ich weiß. Und trotzdem es ist Licht am Ende des Tunnels.

30.11.2022 11:03 • #13


gho
Ich habe gestern die Einnahme später gemacht. 25mg Nachmittags und dann später nochmal 25mg. Das hat ganz gut funktioniert. Bin heute sehr ängstlich aufgewacht, aber gerade habe ich das Gefühl, ich spüre etwas mehr Leben in mir. Vllt. etwas Antriebssteigerung!? Ich glaube, etwas mehr Gefühl zu spüren. Hatte gerade sogar richtig hunger.

Ich glaube, das sind verhältnismäßig gute Zeichen. Allerdings habe ich gerade Vermissungsschmerz!

30.11.2022 13:14 • #14


gho
Heute geht's mir leider schlechter. Könnte heulen. Die Kopfschmerzen sind auch relativ stark.
Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, es weiter durchzuziehen. Heute Zweifel ich daran.
Mein Feuer ist irgendwie weg seit den Tabletten.....

01.12.2022 12:45 • #15


gho
Ich habe gerade widerwillig meine heutige Tablette genommen.........irgendwie streubt sich nach wie vor alles in mir es zu nehmen.......

01.12.2022 16:02 • #16


sylvinchen
@gho was du hier schreibst kommt mir sehr bekannt vor und der Sertralin. Die ersten zwei oder drei Tage ging es mir auch richtig gut, ich hatte echt einen Aufschwung und habe mich schon gefreut Punkt doch dann in den nächsten Tagen und Wochen habe ich dann gemerkt wie intensiv das Medikament wirkt. Ich fühlte mich total zerschlagen und war unendlich müde. Aber da mein Arzt mich klar darauf hingewiesen hat, dass das sein kann und dass es eben einige Zeit dauern kann bis es wirkt, habe ich es so gut es ging akzeptiert. Irgendwer hatte hier auch geschrieben dass es bei ihm oder ihr nur eine Woche gedauert hat leider weiß ich nicht mehr wer es war. Das kann natürlich durchaus sein und da freue ich mich mit , aber bei mir ist es eben auch sehr langwierig und trotzdem gebe ich nicht auf, weil ich einfach hoffe und bete dass es mir dann langfristig hilft. Ob die Depression dadurch verschwindet weiß ich nicht, aber ich freue mich schon wenn es erträglicher wird wie es uns sicher allen hier so geht. Von ganzem Herzen wünsche ich dir das ist auch bei dir bald etwas besser wird. Ach ja und wenn es zur Zeit auf und ab geht einen Tag gut den nächsten Tag nicht gut immer hin und her, das gehört letztlich auch so Eingewöhnung. Aber wie gut dass du das sicher auch mit deinem Arzt besprechen kannst der kann das einschätzen ob das jetzt normal ist oder nicht ich wünsche Dir viel Mut und Kraft durchzuhalten und nicht aufzugeben.

02.12.2022 19:00 • x 1 #17


gho
Ist es ein gutes Zeichen, wenn die Nebenwirkungen langsam nachlassen?

03.12.2022 14:01 • #18


sylvinchen
@gho auf jeden Fall. Mir geht es nämlich gerade genauso. Seit heute morgen merke ich, dass diese quälende Müdigkeit und diese dumpfe Leere im Kopf wesentlich weniger sind. Ich freue mich mit Dir, dass Du auch eine Erleichterung verspürst. Das wird sicher noch besser werden und wenn du irgendwas bemerkst was dich irritiert wie gesagt immer dem Arzt sagen. Also ich freue mich wirklich für dich das macht Mut.

03.12.2022 21:16 • x 1 #19


sylvinchen
@gho Geht es dir weiterhin ein bisschen besser?

04.12.2022 14:41 • #20


gho
Heute nach der Einnahme war ich völlig hinüber......heulen, benommen und so weiter....
Kurios finde ich, dass ich sobald ich ein Nikotin Kaugummi nehme, es mir etwas besser geht. Habe vor 7 Wochen aufgehört zu rauchen. Seitdem mit Kaugummis
Wie ist es bei dir?

04.12.2022 14:52 • #21


sylvinchen
@gho Ja, das war bzw. ist bei mir auch. Aber das ist leider normal. Bei mir stabilisiert es sich etwas und ich wünsche mir, das es auch so bleibt. Wegen dem Nikotinkaugummi habe ich leider keine Erfahrung, da ich Nichtraucher bin.

05.12.2022 23:13 • #22


Dys
Zitat von gho:
Heute nach der Einnahme war ich völlig hinüber......heulen, benommen und so weiter.... Kurios finde ich, dass ich sobald ich ein Nikotin Kaugummi nehme, es mir etwas besser geht. Habe vor 7 Wochen aufgehört zu rauchen. Seitdem mit Kaugummis Wie ist es bei dir?

Hallo gho,
zunächst hoffe ich, dass es Dir besser geht und die Nebenwirkungen langsam verschwinden. Vielleicht interessiert Dich meine Erfahrung bezüglich dem Aufhören mit Rauchen bei gleichzeitigem Einschleichen eines neuen Antidepressivum. Kurz gesagt es ging in die Hose. Ich war damals in einer Klinik als ich es versucht habe. Unterstützung bekam ich von der Klinik in Form von Nikotinpflastern. Trotzdem hatte ich Probleme mit Stimmungsschwankungen, die ich von anderen AntiD so während der Einschleichphase nicht kannte. Und auch körperliche Missempfindungen. Vielleicht ist es also auch dem Nikotinentzug geschuldet, dass Du noch nicht den gewünschten Effekt beim AntiD verspüren kannst. Soll aber jetzt nicht heißen, dass Du lieber wieder rauchen solltest. Ich finde es bemerkenswert, dass Du es nicht mehr willst und gleichzeitig auch die Depression bekämpfst. Es soll nur andeuten, dass es schwierig ist, gleichzeitig an zwei Fronten zu kämpfen. Alles Gute weiterhin dafür.

VG Dys

06.12.2022 11:44 • x 2 #23


gho
Manchmal frage ich mich, ob ich auch wegen des rauchstopps abgerutscht bin.

06.12.2022 14:06 • x 1 #24


gho
Ungeduldig bin ich immer noch, dass es wirkt. Ich denke, die Nebenwirkungen lassen wirklich sehr nach. Fehlt noch die Wirkung....

07.12.2022 20:47 • #25


Dys
Gib dem Medikament noch etwas Zeit und dann solltest Du deinen Arzt darauf ansprechen, dass er den Spiegel im Blut misst. Was die subjektive Wirkung angeht, liegt es natürlich auch ein wenig daran, wie man sich die Wirkung so vorstellen mag. Eine Verbesserung der Depression muss nicht wie ein Glücksrausch sein, oft ist es „nur“, dass man ins tuen kommt, beziehungsweise handlungsfähig ist und weniger zum Grübeln neigt. Was auch nicht zu unterschätzen ist und durchaus als „Wirkung“ bezeichnet werden kann.

Bei mir zeigte sich eine Wirkung meistens nur in kleinen aber nicht unwesentlichen Verbesserungen. Die Welt durch eine rosa Brille sah ich damit aber nie.

VG Dys

08.12.2022 02:43 • x 1 #26


gho
Es gibt Momente, wo ich denke: ... fängt jetzt die Wirkung an?

Dann Frage ich mich, ob es gut ist, weil man hinterher wieder enttäuscht ist....

09.12.2022 13:19 • #27


Dys
Zitat von gho:
Es gibt Momente, wo ich denke: ... fängt jetzt die Wirkung an? Dann Frage ich mich, ob es gut ist, weil man hinterher wieder enttäuscht ist....

Leider ist es eher nicht so, wie nach der Einnahme einer Kopfschmerztablette, wo irgendwann die Schmerzen weg sind und man merkt, die hat gewirkt. Bei mir war ein guter Kompass bezüglich dessen, ob es von der Wirkung her in die richtige Richtung geht, wenn Menschen die mich kennen, mir sagten, dass ich gelassener, freudiger oder zufriedener Wirke, als sonst.
Einen „aha es Wirkt“ Effekt konnte ich aus mir heraus nicht so wirklich erkennen. Und es ist auch nicht so, dass einem jegliche Enttäuschungen erspart bleiben, nur weil man AntiD nimmt.

09.12.2022 15:39 • x 1 #28


sylvinchen
@gho Das ist interessant. Mir geht es ähnlich. Zur zeit b in ich einigermaßen stabil. Abes es gab auch extreme Schwankungen mit Kopfschmerz. Magenschmerz, Übelkeit. Doch ich gehe davon aus, das es vorübergehend ist.

09.12.2022 16:21 • x 1 #29


A


Hallo gho,

x 4#30


gho
Wie sieht es aus, bei dir?

11.12.2022 15:17 • #30

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