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Selbstliebe lernen - wie schafft man das?

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maya60

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Lieber Jedi und lieber Frederick, gerade heute, wo ich wieder mal ein Beispiel dafür bekam, wie viele unter den Normalos als "gesund" durch die Gegend laufen und so dermaßen psychisch belastet sind, dass ich mich frage, wie viele der Normalos sich eigentlich spätestens, wenn sie älter werden, wirklich von uns unterscheiden, bin ich sicher, dass vielfach die Häme die eigene persönliche Angst ist, wie lange es noch im eigenen Leben gut gehen wird mit dem ständigen Balancieren am Abgrund.

Nein sagen zu können und sich selbst zu kennen beendet oft eine Leidenszeit, die viel schlimmer war als unser ehrlicher Umgang mit unserer Krankheit und unseren Grenzen. Für mich kann ich das ganz klar sagen.

02.07.2019 19:48 • x 4 #331


Frederick1

lieber Jedi,

ja wertvoll sein ist für mich eine lebenslange Aufgabe. Diese Lügen, die uns immer wieder in die Irre führen wollen.

"ich bin was ich habe, ich bin was ich leiste, ich bin, was andere von mir denken.)

Wenn mir das bewusst wird, dann kann ich es immer wieder packen. Und ich widerspreche.

"Nein ich bin wertvoll, ich gehe auf Distanz zu meinen Lebenslügen.


Denn den Maßstab für unser Selbstwertgefühl entwickeln wir meist im Kindesalter. Verurteilende Worte und Taten prägen uns. Diese Grundgefühle, du bist nichts wert, ist schwer zu verändern, aber es geht.

Mir hilft da auch ganz arg die Dankbarkeit. Danke für das was ich bin, was ich habe, trotz.

Auch wenn andere anscheinend beliebter, schöner, sind wer ich. Aber wer schöner ist wie ich.

Frieden schließen immer wieder mit meiner Vergangenheit. Da können wir sowieso nichts mehr daran ändern.

Aber wir dürfen auch immer wieder etwas Neues, etwas Gutes für uns ausprobieren. Und mich nicht immer wieder selbst kritisieren. Ich muss nicht jede Herausforderung annehmen, aber das was mir wirklich von Herzen für mein Leben wichtig ist, nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Machen wir den ersten Schritt, dann den nächsten Schritt, und merken, es geht doch.


viele liebe Grüße,

Frederick

03.07.2019 18:12 • x 2 #332


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maya60

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Lieber Frederick, ich habe wirklich genug "Stars und Helden" der Status- und Leistungsideologie im kommunalen und städtischen Bereich durchschaut, um eins genau zu wissen: Innerlich gucken alle über den Rand ihres inneren Abgrundes und bibbern, dass sie diese Farce noch länger aufrecht halten können und dass zum Glück keiner weiß, wie es in ihnen aussieht, wieviel Pillen, Alk., Ausschweifungen sie kompensatorisch brauchen, um diese Mär aufrecht zu erhalten.

Schau dir mal in der Nähe von Firmen an, wie viele Männer morgens in Oberhemden anhetzen, die sie gerade erst neugekauft für die äußere Fassade aus der Plastikfolie gezogen haben(erkennt man an den typischen Falten), weil daheim die Hemden ungebügelt auf einem Messihaufen liegen. Wie viele eine Hand voll Aspirin mit Mundwasser zum Frühstück einwerfen und schau mal in die rot unterlaufenen Augen von Jetlag, abends Schlafmitteln und morgens Aufputschmitteln.
Ich lebe mit einem Geschäftsmann zusammen, dem diese ganze Fassade wurscht ist und der nur das Nötigste tut, aber seitdem erkenne ich die Männer, die den ganzen Tag in der Anzugsjacke schwitzen, weil sie nur den Brustbereich des Oberhemdes gebügelt haben.

03.07.2019 18:27 • x 3 #333


Jedi

Jedi

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Hallo Frederick !

Zitat von Frederick1:
Frieden schließen immer wieder mit meiner Vergangenheit.

Das ist sehr wichtig u. da kommt wieder dieses "Loslassen" ins Spiel.
Ja, es ist wichtig, dass wir uns einmal mit unserer Vergangenheit beschäftigen, doch dann sollten wir bereit sein, wenn wir alles uns noch einmal angeschaut haben, unseren Frieden damit zu machen u. von den Erfahrungen der Vergangenheit dann auch "Loszulassen" !
Zitat von Frederick1:
Da können wir sowieso nichts mehr daran ändern.

Stimmt !
Aber was wir können u. das ist für unsere Seelische Balance heilsam, wir können in welcher Form auch immer,
ob Brief schreiben, ihn dann verbrennen od. vergraben,
wir können uns in der Therapie noch einmal, die Geschehnisse der damalige Zeit genau anzuschauen,
wir können, die "innere Kind"- Arbeit machen u. können mit den Personen unserer Vergangenheit unseren frieden finden, ob dies Einseitig geschieht oder in einer Aussprache mit den/der Personen.

LG Jedi

03.07.2019 21:21 • x 2 #334


Frederick1

hallo liebe maya, hallo lieber Jedi,

vielen herzlichen Dank für eure wertvollen Antworten für mich.

oh liebe maya, dieses Verstecken hinter Masken auf dem Arbeitsplatz kenne ich auch. Da war ich auch ein wahrer Held, immer gut drauf--------bin meiner Depression ausgewichen.so lange, bis ich echt nicht mehr konnte.

Heute sehe ich manches anders. Wenn ich zur Ruhe komme, mein rastloser Körper keine Höchstleistungen mehr bringen muss, mein sich sorgender Verstand mich kaputt sorgen möchte.

Zur Ruhe kommen, wieder zu mir selbst kommen, wieder mir selbst vertrauen, ist nicht immer ein einfacher Aufenthaltsort.

Weil wenn ich unsicher und ängstlich bin, dann erwarte ich sofort nach Ablenkung, Befriedigung. Durch zu vieles gutes Essen, Musik ohne Ende usw.Nein, das ist jetzt nicht nur negativ, aber wenn es mich beherrschen möchte.

Im Alleinsein begegne ich meinen Abhängigkeiten, meinen Gefühlen von Angst und Lust, meinem großen Bedürfnis nach Annahme und Bestätigung. Wenn ich aber meinem Alleinsein nicht entfliehe, ich mich selbst aushalte, dann stärkt das mein Selbstvertrauen, mein Vertrauen in mich selbst, was alles möglich ist.

Wenn ich meine Fähigkeiten kenne und weiß, keine Angst mehr vor mir und meiner Person habe, meine eigenen Grenzen kenne, dann kann ich gelassener leben, und auch eher meine Anforderungen im Leben annehmen, gelassener reagieren.

Wenn ich mich besser kenne, wert schätze, mache ich auch weniger Fehler. Wenn ich weiß wo meine Stärken, aber auch meine Schwächen liegen. Von meinen früheren Chefs hätte ich das auch mehr erwartet. Das sie mich besser kennen und schätzen, mich da einsetzen, wo es am Besten für mich ist.

Natürlich ist es aber auch meine Aufgabe, meine ungeschminkte Selbsterkenntnis. Wer bin ich, was kann ich, wo sind meine Schwächen.Kein Mensch kann alles gut. Der eine hat die Leistungsfähigkeit mit in die Wiege bekommen, ein anderer tut sich damit schwer. Wenn ich jahrelang gegen mich selbst und meine Begabungen lebe, am falschen Platz bin, dann geht bald gar nichts mehr. Oder wenn ich zu sehr nach den Erwartungen anderer Menschen lebe.

Dinge die ich gut kann, gerne tue, da werde ich auch nicht so schnell müde.

Selbst bin ich mehr der Melancholiker, ein Grübeltyp, stark nach innen gerichtet, nachdenklich.

Alles andere als ein Cheftyp.

So versuche ich mehr und mehr in meinem Rahmen zu leben. Versuchen zufrieden zu leben. Gerade in unserer Überflussgesellschaft mit den Tausenden von Angeboten, und alles scheint möglich zu sein, wenn du der Werbung glaubst.

In unseren riesigen "Einkaufstempeln" genügen nicht mehr unsere natürlichen Bedürfnisse. Es entwickeln sich immer mehr Wünsche nach noch mehr. Die Sucht nach den unbegrenzten Möglichkeiten.

So muss ich auch immer wieder aufpassen, das ich nicht über meine Grenzen lebe. Kaufrausch, Gier usw.

Diese Unzufriedenheit, diese Gier macht mich heute eher unzufriedener, alles andere als glücklich und zufrieden. Aus meinen normalen Wünschen mehr zu erreichen, wird ein muss.höher, schneller, weiter.

Jetzt möchte ich mehr genügsamer leben. Losgelöst von der Jagd nach immer mehr haben müssen.mir genügen lassen, das was ich bin und habe, auch wenn ich "nur" die Hauptschule gepackt habe, na und.

Ich möchte meinen Lebensanker nicht mehr so arg vom Geld und materiellen Dingen setzen. Mir wurde ganz neu bewusst, jemanden etwas schenken macht ganz arg viel Freude.

Das ich durch mein Selbstbewusstsein auch mal auf etwas verzichten kann, das ich nicht mehr alles im Leben haben muss.


viele liebe Grüße,

Frederick

04.07.2019 16:50 • x 4 #335


Jedi

Jedi

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Hallo Frederick !

Zitat von Frederick1:
Weil wenn ich unsicher und ängstlich bin, dann erwarte ich sofort nach Ablenkung,

Ablenkung bedeutet, die Unsicherheit u. die Angst zu verstärken.
Wir können gut feststellen, dass die Ablenkung nur kurzweilig hilft, weil wir unsere Gedanken neu ausrichten.
Aber Unsicherheit u. die Angst, speisen sich noch aus anderen unserer inneren Quellen u. können sich dabei in ruhe verstärken.

In der Achtsamkeit sind folgende 4 Schritte bekannt u. die heißen, "Erkennen, Wahrnehmen, Zulassen, Loslassen" !
eine gut Übung, "die aufgewühlten Gedanken u. Gedühle, deinen Atem u. Herzschlag wahrnehmen.
denn wenn wir wahrnehmen, dann identifizieren wir uns nicht mit der Angst u. den Sorgen.
Bewusst machen, dass die Angst da ist, aber du selbst nicht die Angst bist.

Atme tief u. langsam ein u. aus, dadurch wird dem Gehirn das Signal gegeben, dass zur Entspannung führt.
Bei Angst, Stress u. Anspannung , nehmen wir einen beschleunigten Herzschlag wahr u. unser Atemrhytmus wird beschleunigt.
Durch die bewusste, tiefe ein u. ausatmung, kehren wir diesen Prozess um u. so erhält unser Körper die Botschaft,
dass uns keine Gefahr droht.
So können die Angstsymptome abschmelzen !

Oft gehen mit unserer Unsicherheit u. unseren Ängsten, Sorgen vorraus.
Eine passende Übung dazu wäre, so wie wir die Angst ziehen lassen können, so können wir die Sorgen, an eine Wolke hängen u. dabei beobachten, wie sie mit der Wolke davon ziehen.
Stelle dir den Himmel mit vielen Wolken vor.
Diese Wolken ziehen vor deine Augen immer weiter davon.
Nun hänge an jede Wolke eine deiner gemachten Sorgen u. verfolge, wie diese Wolke mit dieser Sorge davon zieht.
Wenn du es immer u. immer wieder probierst, kannst du die Erfahrung machen, dass die Sorge nicht mehr die schwere mit sich bringt u. ihre Belastung für Dich, nicht mehr dieses Gewicht hat.

Dazu kannst du eine Atemtechnik anwenden, die nennt sich "Hummel-Atmung !
Kommt aus dem Hatha-Yoga u. beim ausatmen erzeugt man einen Summton dabei.
Es geht hier dabei, den Stresslevel zu verringern, der mitunter für unsere Angst verantwortlich ist.
Dies sollte so bis zu 10 mal durchgeführt werden.

Probier es einmal aus, wenn Du magst.
Ist gerade für die Akuthilfe, gut anwendbar !

LG Jedi

04.07.2019 18:06 • x 4 #336


Frederick1

hallo,






"schön das es dich gibt."

.natürlich ist es gut wenn du Selbstbewusstsein haben darfst. Wenn du unabhängiger auch von Menschen und deren Meinungen sein kannst. Wo ich auch das Alleinsein des anderen Menschen in seiner Würde respektieren darf, ehrfurchtsvoll begegne.

Im allein sein darf ich wieder meine Mitte finden, meine Lebensmitte, das was mich ausmacht. Das ist wie ein starker Stützpfeiler in meinem Leben. Dann kann und darf ich auch wieder anderen Menschen offen, authentisch und aufrichtig begegnen. Je mehr ich mich selbst verstehen und annehmen kann, so wie ich bin, kann ich auch andere Menschen besser verstehen und annehmen.

Beziehung ist eine Qualität unseres menschlichen Herzens. Das ich nicht nur für mich lebe, sondern auch für meine Frau, Kinder, Freunde usw.

Und wenn ein Mensch zu uns sagt, "schön das es dich gibt", uns annimmt und bestätigt, so wie wir sind, nicht wie man uns haben möchte.


liebe Grüße,

Frederic

05.07.2019 15:26 • x 2 #337


Frederick1

hallo,






"schön das es dich gibt."

.natürlich ist es gut wenn du Selbstbewusstsein haben darfst. Wenn du unabhängiger auch von Menschen und deren Meinungen sein kannst. Wo ich auch das Alleinsein des anderen Menschen in seiner Würde respektieren darf, ehrfurchtsvoll begegne.

Im allein sein darf ich wieder meine Mitte finden, meine Lebensmitte, das was mich ausmacht. Das ist wie ein starker Stützpfeiler in meinem Leben. Dann kann und darf ich auch wieder anderen Menschen offen, authentisch und aufrichtig begegnen. Je mehr ich mich selbst verstehen und annehmen kann, so wie ich bin, kann ich auch andere Menschen besser verstehen und annehmen.

Beziehung ist eine Qualität unseres menschlichen Herzens. Das ich nicht nur für mich lebe, sondern auch für meine Frau, Kinder, Freunde usw.

Und wenn ein Mensch zu uns sagt, "schön das es dich gibt", uns annimmt und bestätigt, so wie wir sind, nicht wie man uns haben möchte.


liebe Grüße,

Frederic

05.07.2019 15:27 • #338


Jedi

Jedi

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Hallo ihr Lieben

Selbstliebe fällt dann schwer,
wenn Dein Ego über die Partitur deiner Emotionen wacht

LG Jedi

13.07.2019 16:48 • x 4 #339


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djamila

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Hallo @Jedi ich Danke dir von Herzen für diesen Text . Ich sitze hier und Weine , weil es doch so schwer ist bei sich zu bleiben . Oft verschwimmt alles wieder . Ich komme selbst aus einer Depressiven Familie . Ich musste mich abgrenzen um nicht ganz Kaputt zu gehen . Alles was meine Eigene Achtsamkeit betrifft fällt mir heute immer noch schwer .
Liebe Grüße Djami

14.07.2019 12:12 • x 3 #340


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djamila

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https://youtu.be/Jv58hiZE_LU?list=PLdv7.xubKf1M3g8


Bin Technisch nicht so gut bewandert ! Ich hoffe es gefällt Euch trotzdem !
Liebe Grüße an alle .

14.07.2019 17:39 • x 2 #341


Jedi

Jedi

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Hallo djamila !

Zitat von djamila:
Ich sitze hier und Weine , weil es doch so schwer ist bei sich zu bleiben

Darf ich dich einmal fragen,
"Was ist es, dass es dir schwer macht, bei dir bleiben zu können" ?
"Was beeinflusst es, sind es eher Gedankenkreisel, Grübelgedanken oder bestimmt eine bestimmte Stimmung,
der Melancholie, der Traurigkeit, der Depression oder sind es Ängste, Angst die Kontrolle aus den Händen zu verlieren, gar verloren zu haben, Schuldgefühle, Wut, Ärger, ein Gefühl von Ohnmacht, ein Gefühl, Opfer einer bestimmten Situation geworden zu sein. ?
Fragen bitte nur hier beantworten, wenn Du magst !

Zitat von djamila:
Alles was meine Eigene Achtsamkeit betrifft fällt mir heute immer noch schwer .

Was kennst Du oder was sind deine Erfahrungen mit der Achtsamkeit ?
Solltest Du interesse an eine Achtsamkeits-Übung haben, villt. kann ich dir mit einer Übung behilflich sein.
wenn du daran interesse hättest u. es Dir dabei hilft, wieder mehr zur eigenen Achtsamkeit zu kommen.
Wenn Du magst !

LG Jedi

14.07.2019 17:58 • x 1 #342


Frederick1

liebe djamila,

schön das du hier bist, danke für dein schönes Lied. Du ich komme auch aus einer depressiven Familie. Auch meine Oma war depressiv. Und ich kenne auch diese Depression.

Ja ich möchte sie annehmen, mich aber nicht zu abhängig machen. Möchte versuchen immer wieder anders zu denken, nicht mehr so negativ über mich und mein Leben denken. Auch wieder mehr positive Dinge hören, lesen.

So wie ich denke, so bin ich, das prägt mich.

Aber du liebe djamila darfst anders sein.

Worauf gründen wir unser Leben, unsere Sicherheit? Grundlagen können sein Erfolg, Geld, Freunde, Besitz, Ansehen, Beziehungen, eine Lebensversicherung usw. Doch letztlich Frieden bringt uns das auch nicht.

Natürlich ist Vorsorge gut. Aber ich möchte mein Leben da nicht mehr abhängig machen. Nimmt zum Beispiel mein Wohlstand ab, mein Erspartes, habe ich auch schon gemerkt, wie der Kreis meiner Bekanten und Freunden kleiner wird.

Auch meine Ängste werden größer, wenn ich mein Selbsbewusstsein zu sehr von äußeren Dingen abhängig mache.

Natürlich, vollständig gelingt es uns nicht, zu stark an die äußeren Dinge zu halten. Aber ich möchte versuchen, mich da auch wieder zu lösen. Das bedeutet nicht, da jetzt gleichgültig oder uninteressiert zu sein, sondern heißt, soll nicht so sehr von mir Besitz ergreifen. Unser Leben ist ein wertvolles Geschenk, und wir dürfen dankbar sein. Ein Leben ohne zu viel Besitz ist ein freieres Leben. Weil ich mich frage, wofür lebe ich denn, was ist der tiefere Sinn meines Lebens. Von wem oder was mache ich mich abhängig?

Wo finde ich Ruhe, Liebe und Frieden für mich? Diese Frage wird mir immer wichtiger. Gerade weil unsere Welt immer schneller wird, und wer nicht mehr mitkommt, der bleibt draußen. Und das finde ich schade.


Aber ich wünsche dir liebe djamila ganz viel Liebe für dein Leben, das du es immer mehr und tiefer verstehen kannst, DU bist angenommen und geliebt, weil DU ein Mensch sein darfst. Und mit dieser Liebe darfst DU dich selbst als wertvoller Mensch immer wieder annehmen. Schreibe es dir auf, lese es jeden Tag, wie unendlich wertvoll und geliebt du bist, ohbe Leistung.


in guten Gedanken für dich,

ganz viele liebe Grüße,


Frederick















Gott segne dich
Text und Musik: Martin Pepper 2011 mc-peppersongs
Ich wünsch dir Gottes Segen, ich wünsch dir seine Nähe, seine Kraft,
ein reich erfülltes Leben, über dem die Hand des Höchsten wacht,
Liebe und Wärme, Gelassenheit in allem, was du tust,
dass du auch in Stürmen sicher und im Frieden mit dir ruhst.
Ich wünsch dir diesen Segen!
Ich wünsch dir Gottes Segen, Geborgenheit in Vater, Sohn und Geist,
Glaube wie ein Feuer, das wärmt, und nicht in den Augen beißt,
Sehnsucht und Hoffnung, Menschen, die dich in die Weite führen,
Freunde, die dich tragen, Gedanken, die die Seele inspirieren.
Ich wünsch dir diesen Segen!
Gott segne dich, behüte dich, erfülle dich mit Geist und Licht.
Gott segne

14.07.2019 20:37 • x 1 #343


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djamila

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Hallo Jedi ,
Ich fange einfach mal von hinten an . Ich übe Fasen weise Achtsamkeit . Mit Suggestionen von Erhard F. Freitag . Das funktioniert aber nur um zu Funktionieren . Wenn ich darüber hinaus es weiter mache gerate ich in eine Starre . So Ähnlich bis hierher und nicht weiter . Warum das so ist hab ich noch nicht Herausgefunden .
Den oberen teil beantworte ich später .

Liebe Grüße Djamila

14.07.2019 21:02 • x 3 #344


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djamila

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Hallo Lieber Frederik
als erstes lieben Dank für die nette Begrüßung und es freut mich das das dir das Lied gefallen hast . Dein Lied ging mir auch sehr nah . Bei mir war meine Mama Depressiv und sie hat es an mich und meine Geschwister weiter gegeben . Es war eine sehr schlimme Zeit ! Eine Schwester und ein Bruder sind daran ganz Kaputt gegangen . Aber auch die Schule und die DDR Zeit hab ich nicht in Guter Erinnerung .
An solche Dinge wie Erfolg , Geld, Freunde , Besitz, Ansehen . Konnte ich oft gar nicht Denken denn es ging irgendwie ums Überleben , Selbtswert aufbauen , .
Ich mache mir auch heute nichts daraus . Ich war immer eine einfache Arbeiterin mit Hauptschulabschluss . Reicht um seinen Lebensunterhalt zu verdienen .
Ich wünsche mir besser mit Menschen zurecht zu Kommen und meine Unsicherheit besser in den Griff zu Kriegen . Ich Wünsche mir besser Schlafen zu Können , damit ich Morgens besser raus Komme . Einfach nur diese Kleinen Dinge .
Das mit der schnellen Gesellschaft empfinde ich auch so . Und ich war noch nie die schnellste ( Hektik) macht mich nervös . Und immer nach der Uhr schauen .
Lieber Frederik du fragst dich ( Wo finde ich , Ruhe, Liebe , und Frieden für Dich ? ) Die findest Du in dir tief drinnen , wenn du es zulässt !
Lieber Frederik ich Danke dir von Herzen für die Guten Wünsche !

Liebe Grüße Djamila

15.07.2019 00:43 • x 2 #345


Frederick1



liebe djamila, du bist echt voll wertvoll, schön das es dich gibt. Du ich habe auch nur Hauptschule, aber das muss dich doch nicht unsicher machen. Oft sind Menschen mit Hauptschule viel glücklicher im Leben, weil sie nicht so kompliziert denken müssen.

Eines der größten Probleme heute ist die Angst, abgelehnt zu werden. Aber die Ketten der Ablehnung, der Minderwertigkeit, der Mangel an unserem Selbstbewusstsein, du die können alle durch die Liebe zerbrechen. Die Liebe die Gott zu dir hat, und Liebe, die du zu dir selbst haben darfst. Das klingt jetzt so was von einfach, aber wir Menschen tun uns oft ganz schön schwer damit.

Auch die Wunden unserer Vergangenheit dürfen mehr und mehr in dir heilen. Das du auch mal wieder lächeln darfst, dich freuen, auch über die ganz kleinen Dinge in deinem Leben. Liebe kann unsere Wunden heilen.

Du darfst dir aber Zeit lassen, du musst alles andere als perfekt sein. Du und ich wir müssen uns auch nicht immer wieder vergleichen, DU wir beide sind gut genug so wie wir sind.

Du musst dir nichts auferlegen, um dir und deinem Leben zu genügen. Wenn ich doch nur, hätte ich nur.

Es werden heute Milliarden für die Schönheit ausgegeben, Schönheitsoperationen.

das haben wir gar nicht nötig, wir beide sind schön, so wie wir sind , so wie wir erschaffen wurden. Unser Leben hat einen Anfang und ein gutes Ende. Dazwischen machen wir uns oft so viele unnötige Sorgen. Ich merke es oft hinterher, schlaflose Nächte für nichts.

Oh hätte ich doch mehr Vertrauen in das Gute, wir könnten viel gelassener und selbstbewusster leben.

Da brauchen wir keine Masken, die dürfen wir mehr und mehr ablegen, wenn ich sein darf so wie ich bin, vor mir selbst und anderen Menschen.

Manchmal sind wir verwirrt, und dann stärken wir unser negatives Selbstbild, indem wir negative Selsbtgespräche führen.

Und oft sind unsere Botschaften über uns selbst nur negativ.

Oft haben wir falsche, unrealistische Erwartungen an uns selbst, und dann bestrafen wir uns selbst mit Selbstablehnung, wenn wir diese Erwartungen nicht erfüllen.

Oder du sorgst dich darum, was andere Menschen über dich denken. Du viel viel wichtiger ist aber, wie du über DICH
selbst denkst, Denn du darfst gut über DICH selbst denken.


ganz viele liebe Grüße an dich,

Frederic

15.07.2019 17:56 • x 3 #346


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Alexandra2

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Sagt bitte nie nur Hauptschule. Wir wissen daß Lernen von guten Bedingungen abhängt: interessierte/s Elternhaus+Lehrer, Mitschüler, Klassengröße, Gesundheit, Darbietung des Lehrstoffs, Finanzen, etc
Jeder ist so wie er ist einzigartig
Liebe Grüße Alexandra

15.07.2019 18:47 • x 5 #347


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djamila

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Hallo @Jedi

"Was beeinflusst es, sind es eher Gedankenkreisel, Grübelgedanken oder bestimmt eine bestimmte Stimmung,
der Melancholie, der Traurigkeit, der Depression oder sind es Ängste, Angst die Kontrolle aus den Händen zu verlieren, gar verloren zu haben, Schuldgefühle, Wut, Ärger, ein Gefühl von Ohnmacht, ein Gefühl, Opfer einer bestimmten Situation geworden zu sein. ?

Nein es war eher ein spannungslösendes Weinen . Aber auch erkennen an welchen Ecken es immer noch Happert . Und das sich hier eine Gemeinschaft aufgebaut .
Und das ich noch nicht gut auseinander halten kann wer Aggiert denn jetzt Ich oder mein Krümel . Das meine ich Deshalb weil es so viele Traumatische Erlebnisse gab wo ich eigentlich gar nicht weiß wie ich sie bewältigt habe . Was ich hier beim Lesen festgestellt habe das ich Traurig bin keine Berufs Ausbildung zu haben . Besser ausgedrückt mein Inneres Kind ist Traurig darüber , das merk ich an so vielen Ideen die ich habe , aber nicht umsetzen kann . Weil ich schwer mit Menschen reden kann . Da fühle ich dann besonders meinen Krümel . Ein kleines Beispiel ich hatte mal eine Beziehung und die Mutter meines Partners fragte was ich zum Geburtstag möchte . Ich konnte nicht Antworten mein Kopf war leer . Das geht mir heute noch so ! Wenn mein Geb . Vorbei ist dann Purzeln nur so Ideen . Okay das lass ich so erst mal stehen . Hoffe ich konnte mich etwas verständlich ausdrücken .

Und für Achtsamkeitsübungen bin ich natürlich zu haben und nehme dein Angebot gerne an . Freu mich auch das es hier schon welche gibt .

Viele Liebe Grüße Djamila

18.07.2019 16:50 • x 2 #348


Frederick1

liebe Alexandra,

oh vielen Dank für deine guten und ehrlichen Worte. Mich hat das lange belastet, das mit meiner Schulbildung. Selbst meine eignen Eltern haben mich da fertig gemacht. Heute stehe ich zu mir, und auch meiner Schulbildung.

Denn eine positive und gute Grundeinstellung zu unserer eigenen Person, unserem Wesen, ist so wichtig für unser Leben.
Es beeinflusst so nachhaltig , wie ich über mich denke, wie ich mich fühle.

Meine Achtung mir selbst gegenüber, prägt meine Achtung anderen Menschen gegenüber, der ganzen Welt gegenüber.

Für den Platz, den wir in unserem Leben einnehmen dürfen. Und meine Selbstannahme bestimmt meinen Antrieb in meinem Leben, für das was ich aus meinem Leben mache, oder nicht mache.

Meine ganzen Bilder von meinem Leben, meine Überzeugungen prägen mich, und auch mein Verständnis von mir selbst

Aber gerade unsere negativen Bilder über uns selbst wollen uns prägen. Aber meine Selbstachtung zu mir selbst ist auch ein Vertrauen in mich und meine Fähigkeiten, den Anforderungen meines Lebens so gut es geht gewachsen zu sein, nicht perfekt, aber immer wieder bereit sein, mich und mein Leben, so wie es ist anzunehmen.

Aber ich kann meine Selbstachtung nicht erwarten oder zwingen. Sie ist die Folge, wie ich lebe, fühle, handle, denke.

Ich bin, und das ich bin, ist gut. Nicht aus meinem Tun, sondern aus meinem Sein.

Ja, ich habe auch eine verletzte Lebensgeschichte, und empfinde da auch noch Mängel.

Doch unser Selbstbild, unser Selbstwertgefühl sind kein unveränderbares Schicksal, sondern es darf sich wandeln, verändern.

Ich darf die Bereitschaft haben, jeden Tag, der zu sein, der ich wirklich bin, keine Angst mehr von dem was in mir ist.

Meine Bereitschaft mich zu verändern ist durch manche Lebenskrise, auch durch meine Depression entstanden.

Oder das ich mich zu lange an den Normen und Erwartungen anderer Menschen angepasst habe.

Doch ich darf heute die Verantwortung über mich selbst übernehmen, für mein Leben, mein Handeln, mein Tun.

Ich darf meinem Leben begegnen, so wie es war, und so wie es heute geworden ist. Das bewahrt mich davor, das ichnicht mehr ganz so oft in Selbstmitleid und Resignation verfalle.

Das schließt meine eigenen Stärken und Schwächen ein, meine eigenen Gefühle anzunehmen, und immer wieder daraus zu lernen.

Aber ich muss auch manche meiner Wünsche und Vorstellungen immer wieder los lassen.

Aber meine Selbstachtung ist ein lebenslanger Prozess für mich, das ich versuche, mich selbst und mein Leben, ehrlich einzuschätzen.


in guten Gedanken für dich,

ganz viele liebe Grüße an dich,

Frederick

18.07.2019 18:05 • x 1 #349


Jedi

Jedi

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Hallo

"Als ich mich zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht Gesund für mich war, von Menschen, Dingen, Situationen,
von Allem was mich immer so sehr heruntergezogen hat, eben weit weg von mir Selbst !
Anfangs noch nannte ich es, "Gesunden Egoismus ", doch mir wurde bewusst, dass ist, "Selbstliebe" u. "Selbstfürsorge" !

Selbstliebe, als eine bewusste Entscheidung, die für sich annehmen zu können, ist ein schwieriger Schritt, denn zuerst muss man sich von den vielen Schädlichen, was uns beeinflusst u. belastet hat befreien.
Wir müssen üben, "Loszulassen" von unseren Gewohnheiten, unseren Mustern, unseren Glaubenssätzen, die in uns oft unbewusst gewirkt haben u. wir, weil wir sie gut kennen, wir sehr vertraut mit ihnen waren, gar ihnen getraut haben, ist das "Loslassen" nicht gerade einfach !
Über die Bewusstmachung unserer alten Gewohnheiten, Muster u. Glaubenssätzen, denen wir unreflektiert glauben geschenkt haben, können wir langsam, nach u. nach immer mehr das "Loslassen" üben.
Dabei können wir positive Erfahrungen machen, die uns weiter helfen, immer mehr schweren Balast abzuwerfen, den wir in unserem Lebensrucksack mit uns herumgetragen haben.
Nacken-, Rückenschmerzen, Muskuläre Verspannungen, bis zu starken Kopfschmerzen,
gar Migräne lassen da herzlich Grüßen

Wie kann es gelingen, uns von Schädlichen zu befreien ?
Sich täglich Inseln der Ruhe einräumen u. sie müssen auch nicht immer sehr lang sein.
Aber zu schauen, wann kann es in meinem Tagesablauf passen,
wieviel Zeit kann ich dem geben,
wo kann ich mir diese Insel schaffen ?
das kann ein Spaziergang im Wald sein, dass sitzen im Garten, in einer gemütlichen Ecke in der Küche, selbst am Arbeitsplatz, auf der Toilette, kann man sich diesen Ort suchen u. seine Gedanken wieder ordnen u. sammeln.
Natürlich gibt es noch weit mehr möglichkeiten !
Rituale schaffen ! etwas was mir gut tut, ein Gedicht zu lesen, Tagebuch zu führen, sich Zeit nehmen, für ein Gespräch, für ein gutes Essen od. einen guten Wein oder für ein paar Seiten in einem guten Buch zu lesen, uvm. !
Sich Zeit zu nehmen, sich seine neg. Gedanken zuwenden u. sie einmal zu hinterfragen, sie auf ihre Unwahrheiten hin zu überprüfen.

Damit soll es ersteinmal genug sein !
denn dies umzusetzen, braucht schon eine gewisse Zeit, Geduld u. das Erleben von positiver Erfahrung, die sich erst in unserem Hirn neu verfestigen muss.

Doch eines muss einem klar sein, der Mensch, der die "Selbstliebe" lebt, der handelt nicht Egoistisch od. gar Narrzistisch,
sondern er betreibt, "Selbstfürsorge", mache sprechen auch von Psycho-Hygiene.
Auch wird er bei anderen Menschen nicht immer auf Gegenliebe stoßen, weil dieser andere Menschen sich selbst nicht lieben kann u. in seinen alten Gewohnheiten u. Verhaltensmustern steckt u. da kommt ein Mensch, der auf sich Selbst gut achtet u. gut für sich sorgen kann, eher Suspekt vor.

Das sollte uns aber nicht davon abhalten, wenn wir es wollen, wenn es zu einem tiefen Wunsch sich entwickelt hat, sich auch Selbst die Liebe zu schenken, die wir oft so bereitwillig an Andere vergeben.

"Selbstliebe"
soll nicht als etwas abgehobenes verstanden werden.
Jeder mag das Wort, "Liebe" darin mit seinem eigenen Wort ersetzen, doch was die "Selbstliebe " bleiben sollte,
dass ist dieser Blick, weg von den Anderen, ersteinmal auf sich Selbst zu richten,
gut für sich zu sorgen,
respektvoll u. wertschätzend mit sich umzugehen (besonders, wenn es uns nicht gut geht,
wenn uns etwas nicht gelingen mag,
wenn kummer u. sorgen uns zu erdrücken scheinen,
wenn wir gerade einen Schicksalsschlag verarbeiten müssen,
wenn wir in eine Depressive-Episode hineingeraten,
wenn uns von Außen, missgunst, abwertendes verhalten entgegen schlägt, uvm.)

Denke, dass so Selbstliebe mit der nötigen Zeit u. Geduld mit sich, der positiven Erfahrung machen u.
der guten Selbstfürsorge erlebbar werden kann !
Das streben danach, mit uns immer gut in kontakt zu bleiben, bedeutet sich annehmen zu können, wie man ist, so auch unsere Schattenseiten u. lieben zu können, was wir schon an Gutem in uns tragen !

Da fällt mir noch etwas von Konfuzius ein,
"Sage es mir u. ich werde es vergessen.
Zeige es mir u. ich werde es vielleicht behalten.
Lass es mich tun u. ich werde es können".


LG Jedi

18.07.2019 18:23 • x 5 #350


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djamila

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Liebe @Alexandra2

Das es von all diesen dingen abhängt die du aufgezählt hast ist mir Vollkommen Klar . Ich Wollte mit dem (nur ) auch niemanden Triggern . Aber da die Erde und das Universum Einzigartig sind , und wir ein Teil davon sind so sind wir Einzigartig .
Aber die Menschen müssen dann noch viel Lernen um ihre Einzigartigkeit zu erkennen . So empfinde ich es jedenfalls . Aber ich Danke dir das du mich drauf Aufmerksam gemacht hast .
Deswegen mag ich zum Beispiel auch nicht das Wort ( Behindert ) Kerative Handycaps klingt viel schöner .

Liebe Grüße Djamila

18.07.2019 18:38 • x 2 #351


Frederick1

liebe djamila,

ja es dauert seine Zeit, bis wir unsere Einzigartigkeit mehr und mehr erkennen, sie aber auch fest halten. Die ganzen Medien sind heute voll mit so Veränderungsprogrammen, die aber oft gar nicht funktionieren.

"Verändere deinen Mann, deine Schwiegermutter, dich selbst, verliere in einer Woche 10 überflüssige Pfunde, verändere dein outfit, man braucht nur Putzfix, und deine ganze Wohnung sieht aus wie neu. Dazu die passende Kosmetik, und du selbst wirst wieder neu. Innerhalb von vierundzwanzig Stunden bist du reich und schön.

Vielen von uns hier hat man brutalst weh getan, man hat uns früher oder später brutalst verletzt oder verwundet. Und wir tragen Narben aus unserer Vergangenheit mit uns herum. Manchmal stehen wir wieder auf und machen einfach weiter, aber dann gibt es auch Zeiten, wo wir es allein nicht schaffen. Wir brauchen Hilfe, Heilung, eine Veränderung unseres Lebens, Mitgefühl von anderen Menschen. Es ist eine Veränderung, oft so schwer, die sich mit nichts anderem vergleichen lässt.

Manchmal muss ich auch wieder aufstehen, persönlich etwas tun, versuchen Menschen zu vergeben. Wenn ich nur darauf warte, etwas da zu empfangen, aber nichts zu geben von mir selbst, dann werde ich immer einsamer in meinem Leben.
Manchmal muss ich selbst aktiv etwas tun, um wieder freier zu werden.

Selbst bin ich auch in diesem lebenslangen Veränderungsprozess. Ich möchte wieder in der Lage sein, auch bei alltäglichen Dingen die Wahrheit zu ertragen, aber auch zu sagen. Mich immer wieder zu meiner Lebenswahrheit stellen.

Das braucht alles Zeit. Auch bis ich über meine Verletzungen reden kann. Durch das was ich in meinem Leben schon negatives gesehen und erlebt habe.das hat mich schon total gefangen genommen. Oft konnte ich nicht zu meiner Lebenswahrheit stehen, habe mich selbst und andere Menschen angelogen. Doch nur die Wahrheit kann uns Menschen wieder frei machen.

Heute kann ich wieder eher die Wahrheit meines Lebens ertragen, bin nicht mehr so durch meine Lügen gefesselt, habe auch keine Angst mehr vor den Konsequenzen meiner Lebenswahrheit.

Ich hasse mich nicht mehr ganz so, und ich hasse auch nicht die Person, die ich einmal war. Es ist gut, wenn uns Menschen, Therapeuten durch unsere Schmerzen, Enttäuschungen usw. mit hindurch begleiten.

Lieber versuchen wir Menschen ja alles zuzukleistern, um es zu verstecken.Selbst wollte ich auch einmal eine neue Tapete über eine alte Tapete kleben.Und hinterher sah es schlimmer aus wie vorher, alles hing herunter.

Ich musste zuerst die alte Tapete abreißen, um erst dann die neue Tapete aufzukleben.

Leben kann sehr sehr hart sein. Und oft frägst du dich, warum lande ausgerechnet ich immer wieder auf der Nase, warum werde ich immer wieder gedemütigt.

Doch wir müssen unser Rennen durch unser Leben nicht immer allein laufen. Doch an meinem Leben arbeiten, mir den nötigen Raum und die Zeit geben, das kann nur ich selbst tun. Das kann ich nicht auf andere Menschen deligieren.

Niemand kann unser Leben laufen, weil DU einzigartig bist. Trotz überzogener kritischer Meinungen über uns, Vorurteile anderer Menschen über uns, den vielen Schlägen die wir ertragen mussten.

.trotz allem sind wir wertvoll und einzigartig. Menschen können uns vieles nehmen, aber nicht unsere Würde und Einmaligkeit. In unserem Lauf gibt es viele Menschen, die sind viel schneller wie wir, beachten uns nicht, laufen einfach vorbei. Es geht um uns und unser Leben, nicht so wie die anderen schneller leben.

Es geht um unser Lebenstempo, um unsere eigenen Kräfte, wie wir unsre Kräfte einteilen. Es geht nur um das eine DU.

Das dürfen wir entschlossen Leben. Doch immer wieder gibt es auch Menschen in unserem Leben, die nicht nur vorbei rennen, sondern die uns wieder aufrichten, uns Mut machen, mit uns gemeinsam durch unser Leben laufen.


ganz viele liebe Grüße an dich,

Frederick







was wir alleine nicht schaffen, das schaffen wir dann zusammen.

19.07.2019 17:30 • x 2 #352


Frederick1

hallo,

was wir am Ende unseres Lebens am meisten bereuen, hat alles mit dem Thema Wertschätzung zu tun. Mit der Wertschätzung zu mir selbst, wie auch zu anderen Menschen. Das habe ich in einer Umfrage gelesen.

Ganz wichtig, immer wieder den Mut haben, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben wie es die anderen Menschen von mir erwarten.

Und wir sollten uns mehr Freude im Leben gönnen. Nicht zu viel arbeiten, sich zu viele Sorgen machen, sondern einfach auch mal genießen.

Und das wir die Beziehung zu unseren Freunden, wenn ich welche habe, nicht aufgebe.


Im Leben zählt am Ende nur, wiviel Liebe ich in meinem Leben geschenkt und auch erfahren habe.

Es ist so was von wichtig und macht Freude, das wir die Menschen, die wir lieben, es ihnen auch sagen, so wie hier im Forum. Auch wenn manche unsere Ehrlichkeit nicht mögen, anders reagieren, wie ich gehofft habe, wichtig ist, das wir es sagen. Die Schönheit einer Freundschaft liegt darin, das wir unsere Beziehungen so nehmen wie sie gerade sind, sie in Liebe pflegen. Das wird mir selbst gerade immer bewusster, je älter ich werde.

Manches können wir nicht mehr nach holen oder wiedergutmachen. .


viele liebe Grüße,

Frederick

20.07.2019 17:12 • x 2 #353


Jedi

Jedi

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Hallo Frederick !

Zitat von Frederick1:
was wir am Ende unseres Lebens am meisten bereuen,

Zitat von Frederick1:
Thema Wertschätzung

Nicht allein, aber Ist sicherlich ein zentrales Thema u. da stimme ich dir zu !

Besonders betrifft es dies,
Zitat von Frederick1:
Mit der Wertschätzung zu mir selbst


[quote="Frederick1"Auch wenn manche unsere Ehrlichkeit nicht mögen, anders reagieren, wie ich gehofft quote]

Oder welche Erwartung wir damit verknüpft haben ?
Was unsere Resonanz auf die Reaktion durch Andere, oftmals als sehr verstörerend u. manchmal auch als kränkend empfunden wird.
Aber Du hast recht damit,
unsere Beziehungen so nehmen wie sie gerade sind
und nicht immer einer Bewertung unterziehen !
sondern,
sie in Liebe pflegen.

Aber , wir sollten uns auch davor hüten, uns dadurch Schuldgefühle zu erzeugen !
Ich denke, wir alle machen es so gut, wie wir es wissen konnten u. wir Erfahrungen machten konnten !

LG Jedi

20.07.2019 17:30 • x 1 #354


Frederick1

lieber Jedi,

vielen herzlichen Dank für deine guten und weisen Worte. Du ich habe leider auch schon Menschen verletzt, obwohl ich es gar nicht wollte. Und da kommen Schuldgefühle bei mir hoch, auch wenn ich die gar nicht möchte, oder versuche zu verdrängen. Auf Dauer gehe ich mit anderen Menschen so um, wie mit mir selbst. Ich lege die Maßstäbe, mit denen ich mich beurteile, auch an andere Menschen an.

Meine liebe Tochter legt viel Wert auf ihre schlanke Linie. Wenn ich mit ihr unterwegs bin, und sie sieht dicke Menschen, so nimmt sie das nicht nur zur Kenntnis, sondern kommentiert mir gegenüber auch abwertend. "Wie kann man sich nur so gehen lassen". Das Maß das ich bei mir selbst anlegen, lege ich auch bei anderen Menschen an, leider.

Menschen mit wenig Selbstwertgefühl sind auffallend defizitorientiert, was ihre Selbsteinschätzung betrifft. Ich habe mich auch lange Zeit nur über meine Schwächen, meine Mängel, was ich nicht habe, nicht bin.definiert.

Leider ist dieser Filter auch wirksam, wenn ich andere Menschen beurteile. Entweder ich hebe sie hoch, weil ich bei ihnen nur Stärken sehe, oder ich finde endlich ihre Schwachstellen, und verurteile diese Menschen.

Natürlich steckt dahinter der Wunsch, meine quälenden Unterlegenheitsgefühle zu vermeiden, nach dem Motto, da muss ich doch noch was Negatives finden. Von der Haltung der Wertschätzung bist du da weit entfernt.

Da wird geredet, getratscht, auch hinter dem Rücken, beurteilt, verurteilt.

Du und das habe ich auch schon gemacht. Und dann bekam ich auch Schuldgefühle, aber ich konnte mir vergeben, mich wieder mit mir versöhnen. Menschen die sich lieben, leben von der Versöhnung, der Vergebung, ansonsten wäre meine Beziehung zu meiner lieben Frau nicht so gut.

Aber auch da habe ich schon Menschen erlebt, die neidisch sind, tratschen.

Weil ich mit meiner Frau, und sie mit mir, auch noch nach vielen, auch schwachen und harten Jahren, liebevoll miteinander umgehen. Und da haben Menschen auch schon Schwachstellen gesucht.

Wer sich wert schätzt tratscht nicht, redet nicht negative Dinge über andere, die er nicht mal beweisen kann. Du da wird so viel zerstört und kaputt gemacht. Auch in unserem Land. Beamte, Politiker. Polizei usw. werden nicht mehr wert geschätzt, sondern auch mal umgebracht. Nein, ich freue mich auch nicht über einen Strafzettel, aber das liegt ja in erster Linie an mir. Als ich noch am Postschalter gearbeitet habe, ich manchen Menschen kein Bargeld mehr geben konnte, weil ihr Konto einfach leer war, und auch sonst. Da wurden mir auch schon Dinge angedroht, wenn ich Feierabend habe aber dann.


viele liebe Grüße an dich und deinen Hund.

Frederick

20.07.2019 17:53 • x 1 #355


Jedi

Jedi

2402
11
6023
Hallo Frederick !

"Wertschätzung"

Für mich stecken zwei zentrale Worte darin,
"Wert" = geben wir uns selbst einen Wert, den man mathematisch nicht errechnen kann u. braucht !

"Schatz" = versuchen wir in uns einen Schatz zu finden, ihn zu bergen u. nach Außen zu zeigen !

Zitat von Frederick1:
Du ich habe leider auch schon Menschen verletzt, obwohl ich es gar nicht wollte.

Ich auch nicht !
Zitat von Frederick1:
da kommen Schuldgefühle bei mir hoch, auch wenn ich die gar nicht möchte

Woher kommen diese Schuldgefühle ?
Ich glaube nicht daran, weil Wir mal irgendeinen anderen Menschen verletzt haben, denn so glaube ich, geschieht es oft eher unbewusst.
wir sind unserem verletzenden Verhalten oft erst einmal gar nicht bewusst.
eher sind es unsere Konditionierungen, die wir in uns gut abgespeichert haben.
Sich mit anderen immer zu vergleichen, dass sind die Schuldgefühle, die sich dann in unser Bewusstsein drängen.

dazu passt,
Zitat von Frederick1:
Ich lege die Maßstäbe, mit denen ich mich beurteile, auch an andere Menschen an.

Welches sind Deine/Meine Maßstäbe ?
Was sind unsere Beurteilungen ?
Besteht da nicht die Gefahr, dass wir uns u. andere Menschen damit überfordern ?
Der Gedanke kam mir dabei !
Zitat von Frederick1:
"Wie kann man sich nur so gehen lassen"

Villt. ist die Frage gar berechtigt.
Eine Erklärung könnte sein, diesem Menschen ist es egal, weil er ein Genussmensch ist ?
weil er villt. krank ist ? Antidepressiva einnehmen muss ?
weil ihn Sorgen u. Kummer so schwer auf ihn lasten u. dies durch Essen zu kompensieren versucht ?
u. so könnte man die Liste von möglichen Erklärungen noch weiter spinnen.

Zitat von Frederick1:
Selbstwertgefühl

Zitat von Frederick1:
Selbsteinschätzung

Eine Reihe von Menschen fehlt es oftmals an der Objektivität, der Selbstwahrnehmung u. der Fremdwahrnehmung !
Dafür brauchen sie eine Urteils- u. Bewertungsfreie Resonanz Anderer !

LG Jedi

20.07.2019 19:02 • x 3 #356


Frederick1

lieber Jedi,

den Maßstab den ich anlege, wenn ich den an anderen Menschen anlege, dann trifft mich mein eigener Maßstab selbst.

Natürlich ist es gut, wenn ich als Mensch mein Wertmaßstäbe habe. Aber wie jeder andere Mensch bin ich nicht perfekt.

Und bei jedem Mensch ist alles möglich, da musste ich schon selbst eigene bittere Erfahrungen machen. Heute bin ich vorsichtiger.

Und ich finde Schuldgefühle für mich positiv. Nicht die Schuldgefühle die man mir anerzogen hat, um es leichter mit mir zu haben, oder wenn andere Menschen mir Schuldgefühle machen wollen, die nicht echt und ehrlich sind. Sondern Schuldgefühle um mich zu belügen, missbrauchen, mich ausnützen.

So wie zum Beispiel auch Fake und Facebook, statt Face zu Face.

Viele führen ein Doppelleben in der realen, und in der Medienwelt. Und oft ist das alles andere als echt und ehrlich.

Unser Leben bietet viel Abwechslung, lässt uns oft nicht mehr zur Ruhe, zur Stille kommen.

Bei mir selbst erkenne ich meine Fehler oft nur in der Stille. Diese Schuldgefühle finde ich positiv. Ich darf mich bei meiner Frau, bei Menschen die ich verletzt habe, beleidigt habe, um Vergebung bitten. Das entlastet mich. Nein ich weiß es von mir selbst, ich bin nicht nur gut, das ist meine Wahrheit die ich erkannt habe.

Wertschätzung ist, Rücksicht auf andere zu nehmen, und auch gerade dann, wenn mir nicht danach zumute ist. Das ich mich nicht immer in den Vordergrund stellen möchte, sondern andere Menschen haben auch ihre Rechte.

Auch Kinder sollen es lernen, die Bedürfnisse und Wünsche der Erwachsenen zu respektieren, Wertschätzung darf nicht einseitig sein. Meine Frau arbeitet in der Schule, bekommt auch mit wer zu den Freitagsdemos geht, Respekt gegenüber der Natur, aber Respekt gegen Lehrer, Erwachsenen ist für viele,nicht alles, wieder etwas ganz anderes.

Leider sind wir erwachsenen Menschen auch nicht immer so das Vorbild.

Und das sehe ich jetzt nicht als Überforderung. Erziehung heißt, wertvoll mit der Erde, aber auch wertvoll mit Menschen umzugehen, gerade auch mit älteren, kranken Menschen usw. Nicht als Druck, sondern das ich es lerne, mich selbst als Mensch anzunehmen und zu lieben, und aus dieser Liebe auch andere Menschen und unsere verletzte Erde.

Wer sich selbst annehmen und einschätzen kann, kann das auch in Beziehung zu anderen Menschen, das darf wachsen in uns Menschen.

Aber ohne Liebe geht gar nichts, das ist die Grundvoraussetzung allen Lebens, allen Seins, und Liebe zeigt mir auch auf,
wo ich falsch gehandelt habe.


liebe Grüße,

Frederick


Pflichtbewußtsein ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Wahrhaftigkeit ohne Liebe macht kritiksüchtig.
Klugheit ohne Liebe macht betrügerisch.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht grausam.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.

21.07.2019 21:16 • x 2 #357


Frederick1

hallo,

wichtig finde ich auch, das wir immer wieder zur Liebe zu uns selbst zurück kehren. Oft verwechsle ich auch bedingungslose Liebe zu mir selbst mit bedingungsloser Zustimmung, oder Billigung. Ja ich darf mich ohne Vorbehalte annehmen und lieben, aber nicht mein ganzes menschliche Verhalten.

Ich habe kein JA zu mir, wenn ich zum Beispiel meine Ehe brechen würde, wenn ich gewalttätig wäre, hasse, listig andere Menschen zerstören würde. Denn das alles widerspricht der Liebe zu mir selbst.

Nein, mich bedingungslos lieben heißt, das ich mich wieder mit mir versöhnen kann, auch wenn ich vieles falsch gemacht habe.

So wie meine Liebe zu meinen Kindern auch niemals endet, so darf ich auch auf mich selbst warten. Ich darf bei der Wahrheit bleiben, auch wenn meine Kinder so viel Mist bauen.

Nein, ihre Fehler, ihre bösen Dinge usw. muss ich nicht annehmen und lieben, aber meine Kinder selbst.

So wie ich meine bösen Dinge im Leben auch nicht annehmen und lieben muss, aber mich selbst.

Diese Wahrheit soll mich befähigen, immer wieder in Liebe zu mir selbst zurückkommen dürfen. Und ich werfe mich nicht selbst hinaus.


viele liebe Grüße an uns alle hier,

Frederick

22.07.2019 15:31 • x 1 #358


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djamila

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Lieber Frederick1
Kinder wollen nur geliebt werden und das testen sie in verschieden Formen aus . Und sie spiegeln auch die Erwachsen in ihrem Umfeld . Ich kann auch das Wort Erziehung gar nicht leiden . Begleiten finde ich besser . In Liebe Begleiten . Ist nicht immer einfach wenn man selbst wenig in Liebe beleitet wurde . Lasst uns von Kindern lernen , würde ich so manches mal sagen .
Was sind das für Fehler ? , die Kinder oder deine Kinder machen .
Und was sind Böse Dinge Frederick ?

Liebe Grüße Djamila

22.07.2019 16:16 • x 2 #359


Frederick1

liebe djamila,

vielen herzlichen Dank für deine guten Worte. Ja selbst habe ich in meiner Kinderzeit wenig Liebe und Annahme erfahre, wurde oft brutalst verschlagen. Doch ich konnte mich Gott sei Dank damit versöhnen, das tat mir so was von gut.

Bei meinen eigenen Kindern wollte ich alles besser machen. Aber sein Kind zu lieben heißt auch, sie zu erziehen, sie zu begleiten. damit sie fähig werden, selbst einmal für sich zu leben. Das sie Menschen und Tiere achten und respektieren. Dass das Leben Grenzen hat, eben nicht alles möglich ist. Und da musst du deinen Kindern auch Grenzen setzen.

Aber auch den Kindern zeigen, sie dürfen sie selbst sein. Das sie verstehen, wer sie wirklich sind, das sie dadurch Identität und Sicherheit gewinnen. Jedes Kind hat seine eigenen Gaben, und die sollen und dürfen sie so gut sie es können leben.

Aber da ich nie der Großverdiener war, meine Frau aus Liebe zu den Kindern zuhause blieb, hatten sie oft nicht so viel Geld wie andere Kinder zur Verfügung. .Da fährst du halt ein kleineres oder auch mal gar kein Auto, machst Urlaub in Deutschland usw. Das waren für meine Kinder auch Grenzen, die sie lernen und annehmen mussten, das Leben ist nicht nur Spaß, sondern hat auch seine Grenzen.

Fakt ist, wir Menschen sind auch geschlechtliche Wesen. Gott hat uns so erschaffen. Da haben meine Frau und ich auch versucht, unseren Kindern zu sagen, zu zeigen, das es da auch Grenzen gibt.

Wenn flirten heißt, jemandem durch Lächeln und Plaudern zu zeigen, das man an einer Beziehung interessiert ist, dann ist das gut. Aber wenn es heißt, das man da wenig oder fast keine Klamotten am Körper hat, wenn man Teile seines Körpers zur Schau stellt,, oder provokativ aufreizend und herausfordernd lebt, dann finde ich das auch nicht so gut.

Wir haben als Eltern versucht, unseren wertvollen Kinder, gute Werte für ihr Leben zu vermitteln, mit zu geben.

Und da habe ich als Vorbild auch nicht alles richtig gemacht, auch Fehler gemacht. Als Mensch baue ich fast jeden Tag Mist, sage falsche Dinge, lüge auch einmal . Aber ich lebe ja auch von der Vergebung und Versöhnung, auch in der Beziehung zu meiner lieben Frau.

Lange Zeit konnte ich mich nicht versöhnen, aber heute kann ich zu meiner lieben Frau, meinen Kindern sagen, das es mir leid tut, und mich dafür entschuldigen.

Doch trotz aller meiner Fehler, und wenn ich durch meine Depression nicht immer ein guter Vater war, haben sich meine Kinder aus Gnade gut entwickelt. Und ich bin stolz auf sie

Wir haben zwei Mädchen, eine lebt in der großen Stadt Stuttgart und arbeitet als Wirtschaftspsychologin. Meine andere Tochter wohnt in München, ist Erzieherin und studiert daneben noch soziale Arbeit.

Eine Schwester von mir ist geistig behindert, lebt in einem diakonischen Haus.

Böse Dinge sind wenn ich Menschen verletze, weil ich selbst weiß, wie das schmerzt. Wenn ich aus Wut und Zorn handle, Dinge sage, die ich sonst nie sagen würde. Wenn ich meinen Neid heraus lasse, aber das kann ich heute besser, heute bin ich nicht mehr so neidisch. Weißt du, ich glaube das Leben ist ein Wachstum, mit der Zeit werden wir ruhiger, gelassener, dankbarer.


ganz viele liebe Grüße an dich,

in guten Gedanken für dich,


Frederick

22.07.2019 17:11 • x 2 #360

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