424

Regelmäßig duschen bei psychischen Erkrankungen für Minimalisten

maya60

maya60
Mitglied

12851
52
19635
Hallo Zusammen,
irgendwie beschämt gestehen viele von uns von Zeit zu Zeit hier im Forum sich und uns anderen, dass wir ernsthafte Probleme mit dem regelmäßigen Duschen haben.

Dass es sowas hier in unserer Putzfanatiker-Nation Deutschland überhaupt gibt, mussten wir entsetzt realisieren und da merkten wir: Oh je, wir sind wirklich krank.

Ja genau! Sind wir auch! Das ist ein typisches Symptom von akuter Depression oder chronischer Depression, die mehr ist als leicht.

Kleiner Selbst-Test? Versuche, dich zum Duschen mit einer dicken Belohnung zu motivieren oder sag dir, dass du erst die schöneren Dinge des Tages machen darfst, wenn du vorher geduscht hast.
Wenn du gesund bist, klappt das. Wenn du so depressiv bist, dass du das Dusch-Problem hast, nicht oder nur mit einem so großen Kraftaufwand, dass du danach fix und fertig bist.
Darum habe ich auch dieses Motto. "Erst die Arbeit, dann das Vergnügen." bei Depressionen als völlig kontraproduktiv erkannt. Das kann mitunter zu tagelangem Nichtstun führen, weil die "Arbeit" eben nicht funktioniert - und kommt damit in den Bereich der schwarzen Pädagogik, erinnert an Kinder, die stundenlang vor ihrem Teller festgezwungen wurden, bis er leer war.

Aber auch im Rahmen des unregelmäßigen Duschens gibt es noch weitere Putzfanatiker-demütigende Abstufungen des "Niedergangs", oh, so unendlich viele, das hätte ich ja nie geahnt, wie tief ich da noch "sinken" kann. verlegen
Nein, für was alles ich zu schwach werden kann. So ist die Depressions-bezogene Realität. Die Sauberfrau-Bewertungen haben darin überhaupt nichts zu suchen, es sei denn, ich werde wieder gesund und es sei denn, ich stimme diesen Bewertungen dann überhaupt jemals wieder zu, wenn ich durch meine Krankheit ganz andere Werte kennengelernt habe. zwinkern

Es ist so wichtig, finde ich, dass die Schwäche, die das regelmäßige Duschen zeitweise oder länger verhindert, als ein Krankheitssymptom gilt, sonst bauscht sich dieses Dusch-Thema zu einem eigenen riesigen Problem auf mit Angst und Abneigung.

Es ist aber eins von mehreren Schwäche- und Antriebsproblemen, also eine Folge von Krankheit.

Daher finde ich es so wichtig, das Duschen so zu gestalten, dass ich es, wenn auch unregelmäßig, dann aber auch schaffe und wenn mehr Kraft und Antrieb da ist, auch wieder regelmäßiger, ohne dass ich dann erst noch vor einer Dusch-Phobie stehe, weil ich das Symptom so ideologisch und emotional aufgeladen habe.

Damit das Duschproblem auch nur ein Depressionsproblem bleibt, ist es wichtig, dass das Duschen schaffbar und ein Erfolgserlebnis ist.


Mein heute schaffbarer Minimalstandard war daher:


Nur die wichtigsten Körperstellen waschen und abtrocknen, dann in den Bademantel geschlüpft und erstmal wieder hingelegt.


Kann sein, dass ich nächstes Mal mir nur die Haare wasche. Vielleicht nehme ich, wenn ich dann schnell fertig bin und mich danach fühle noch schnell den Lappen und wische mal wieder Wasserflecken von den glänzenden Duschapparaturen.

Eincremen tue ich die trockenen Hautstellen dann und wann außerhalb der Duschzeremonie.

Dasselbe gilt für andere Körperpflege-Dinge, die früher vielleicht mal zusammen mit dem Duscheputzen in einem Rutsch gelangen.


Aber heute bin ich eine minimalistische Duscherin und emotional ist es eben der fehlende Antrieb, die fehlende Stärke, die dazu wichtig sind, aber auch nur diese als Krankheitssymptome.

Finde ich wichtig!

x 13 #1


121 Antworten ↓
111Sternchen222

111Sternchen222
Mitglied

Beiträge:
5102
Themen:
3
Danke erhalten:
8055
Liebe Maya, ich finde es ganz prima, vor allem auch zur Aufklärung. Du trägst dazu bei , dass die Leute die hier lesen vielleicht irgendwann begreifen, dass es nicht damit zu tun hat " sich einfach nur mal zusammenzureißen" sondern dass bestimmte Dinge in einer Depression eben nicht gehen.Weil der Betroffenen sich eben nicht " einfach mal aufraffen kann um eben schnell zu duschen " oder " mal kurz die Wohnung saugen"
In unserer Gesellschaft ist vieles über Depressionen noch gar nicht für alle klar und es gibt oft noch die Meinung dass depressive Menschen sich " bloß hängen lassen" egal ob Duschen oder Anziehen oder Putzen.
NEIN, DAS IST NICHT SO! ES GEHT NICHT ANDERS, DENN WÜRDE ES GEHEN, WÜRDE KAUM EIN MENSCH DARAUF VERZICHTEN DIESE DINGE ZU TUN.
Ich selber bin nicht depressiv, ich habe nur eine Angststörung aber mir sind während meines Klinikaufenthaltes damals so unendlich viele Menschen mit Depressionen begegnet, die mir zum Teil sehr ans Herz gewachsen sind, bei denen es eben einfach nicht ging. Danke Maya, dass du dir die Mühe machst hier richtungsweisend zu schreiben und den Menschen die mit sich nicht im reinen sind, was ihre Symptome angeht, mitnimmst in deinen Alltag. So kann man zeigen :" es ist keine Schande, sondern eine fiese unberechenbare Krankheit!"
Lg Sternchen und Knispel

01.11.2019 09:06 • x 9 #26


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Hallo maya60,

Regelmäßig duschen bei psychischen Erkrankungen für Minimalisten

x 3#3


Jedi

Jedi
Mitglied

Beiträge:
10195
Themen:
19
Danke erhalten:
21115
Hallo maya60 !

Zitat von maya60:
Und die eigene Gewohnheit und Neigung, immer wieder vor, in und nach dem Burnout und der Depression die eigenen Grenzen zu vergessen, sollte man genauso wenig unterschätzen

Stimmt absolut maya ! daumen hoch
-------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von maya60:
Und eben sich und andere Depressive nicht überfordern.

Stimmt auch u. passt genau in deinen Thread !
--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von maya60:
Wer kennt schon noch die eigenen Grenzen,
wenn alles darauf hin zielt, sie zu ignorieren?

Ja, da sind wir selbst gefordert u. auch selbst dafür verantwortlich !
Seine eigenen Grenzen zu kennen u. diese zu beachten, gehört zu unserem fühlen können.
Nun bestimmen unsere Prägung u. Konditionierung sehr stark unser Denken u. Handeln u.
wie sich unsere Gefühle u. Emotionen entwickeln.

Ignorieren unserer Grenzen, setzt voraus, unsere Grenzen zu kennen.
Sicherlich hast Du damit recht, aber wenn es uns schon schwerfällt, unsere Bedürfnisse zu benennen u. sie auch zu vertreten,
sie gar einzufordern, was bleibt da noch ?

Zitat von maya60:
Tabus und Fassaden sollten niedergerissen werden

Das wird so kommen, denn die steigenden Zahlen, derer die an Depression erkranken, nimmt Dramatische Formen an.
------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Zitat von maya60:
lese ich sooft in Burnout-Foren, eigentlich müsste man viele Berufsbereiche überdachen und zum psychiatrischen oder psychosomatischen Krisenzentrum erklären, so wie dort Schindluder mit der Gesundheit der MitarbeiterInnen und eben auch im vollen Stress betriebsblind mit sich selber betrieben wird.

Ich habe es schon des öfteren beschrieben,
"Jeden Tag kommen kleine- bedürftige- verletzte- nach Liebe u. Anerkennung hungernde Kinder in Erwachsenen- Körper
an ihre Arbeitsplätze.
Und nicht wenige suchen dort ihre Lücke an Bedürftigkeit aufgefüllt zu bekommen.
So steht nicht selten der Chef, für den Vater-Konflikt.
Der Chef überträgt nicht selten, seinen Eltern-u. Partner-Konflikt auf seine Mitarbeiter.
Dabei sitzt das wahre Problem in uns selbst, in unserem kleinen noch verletzten u. bedürftig gewordenen inneren Kind.
So meine ganz persönliche Meinung u. Erfahrung !

Doch die meisten Menschen glauben nicht an dieses nach Liebe schreiende Kind in uns.
Natürlich ist dieses innere Kind als eine Metapher zu betrachten, aber dadurch können wir lernen, einen Zugang zu unseren Gefühlen u. Emotionen zu bekommen.
Wir können Selbsterfahrung machen u. werden Selbstbestimmter.
Wir müssen uns dann auch nicht weiter klein machen, uns unbedeutend fühlen, mit Schuldgefühlen belasten, sich im Kreisel von "Warum Fragen" drehen u. können so auch lernen, unsere Bedürftigkeit anzunehmen u. unsere Möglichkeiten real einzuschätzen.

Für mich könnte sich hier der Kreis zu dem Thema dieses Thread schließen,
sich seiner Bedürftigkeit u. Möglichkeiten real bewusst werden u. Minimalisten-Duschen als Erfolgserlebnis dabei,
als eine positive Erfahrung zu erleben.

LG Jedi

01.11.2019 18:18 • x 6 #44


Zum Beitrag im Thema ↓

Alle Antworten:


L
Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Das tägliche Duschen regt meinen Kreislauf an und ich fühle mich danach nicht nur köprerlich rein sondern auch von jeglichem inneren Ballast mehr befreit.

Deswege möchte ich alleine aus diesem Grund nur ungern auf meine tägliche Duschgewohnheit verzichten, eben weil der Duschvorgang mein Gemüt positiv beeinflusst!

Das Duschen am Abend ist zu einem täglichen Ritual geworden, wobei ich mir bildlich vorstelle, wie alles Negative von mir abgespült wird.

x 5 #2


maya60
Liebe laluna, ist doch wunderbar! Smile Dann ist für dich das Duschen ein Erfolgserlebnis und vielleicht kann dein inneres Bild dazu, wie alles Negative abgespült wird, auch anderen helfen.

Falls es das aber nicht tut, dann rege ich dazu an, Minimalstandards zu setzen statt sich ein eigenes Duschproblem aufzubauen oder aufzugeben. Im Sinne von: Alles, was aus hygienischen Gesundheitsaspekten sein muss. Vergleichbar der Situation, wenn ich zu schwach bin, regelmäßig aufzuräumen, bringe ich aber in jedem Fall die Sorte Müll raus, die aus hygienischen Gründen raus muss, auch wenn Altpapier und Leergut sich länger stapeln dürfen, bis ich wieder mehr Kraft habe.

Liebe Grüße! maya

x 6 #3


L
Das ist sicher richtig nur habe ich selbst schon festgestellt, dass auch stapelndes Papier, Müll ansich mehr belastend auf mich einwirkt.

Habe mich auch schon mal mit Feng shui beschäftigt, vielleicht sehe ich es auch deswegen etwas anders.

Alles, was ich vor mir herschiebe blockiert mich auf Dauer. Deswegen brauche ich einen Plan, um notwendige Routine nicht aus den Augen zu verlieren.

x 5 #4


maya60
Liebe laluna, es gibt aber für viele wie für mich Phasen schwerer und schwerster Depressionen, in denen wir selbst dazu zu schwach sind, uns der Belastungen durch sich ansammelnden Papiermüll noch zu entledigen. (Und wir haben dann hoffentlich fleißige Mitbewohner und Helfer im Umfeld, die es uns abnehmen.)
Wir können dann z.B. morgens nur dazwischen wählen, ob wir uns mühevoll dazu aufraffen, etwas zu frühstücken und unsere Medikamente regelmäßig zu nehmen und uns dann wieder völlig erschöpft für Stunden ins Bett zu legen oder alle Müllsorten rechtzeitig wegzubringen.

Wir sind dann zu schwach und krank, um uns noch mit Feng Shui zu beschäftigen.
Wir kriegen es nicht mehr hin, Dinge abzuarbeiten, ob mit oder ohne Plan. Wir haben nicht mehr die Kraft für alle oder nicht mal mehr die meisten notwendigen Routinen. Ist wieder mehr Kraft da, klappt da wieder mehr, denn es ist keine Frage der Einsicht oder Organisation, sondern der depressiven Schwäche und Antriebslosigkeit bei schwerer Depression.

Aber jeder Einzelne hat seine Bereiche, die ihm liegen und gut tun. Andere gehen aber gar nicht mehr. Was für die einen wie dich Pläne und Routinen sind, sind für andere wie mich z.B. Lesen und Schreiben und Spiritualität, die immer gehen.

Deswegen geht es anderen doch wieder ganz anders und Haushalt und Körperpflege sind klassische Bereiche der depressiven Antriebsstörungen, sonst würde ich das ja gar nicht hier schreiben. Diese Bereiche wurden erst und nur während der Depression problematisch.

An diese AdressatInnen richten sich meine Minimalideen.

Liebe Grüße! maya

x 8 #5


Blume71
Zitat von laluna74:
Ich habe ganz andere Erfahrungen gemacht. Das tägliche Duschen regt meinen Kreislauf an und ich fühle mich danach nicht nur köprerlich rein sondern auch von jeglichem inneren Ballast mehr befreit.

Deswege möchte ich alleine aus diesem Grund nur ungern auf meine tägliche Duschgewohnheit verzichten, eben weil der Duschvorgang mein Gemüt positiv beeinflusst!

Das Duschen am Abend ist zu einem täglichen Ritual geworden, wobei ich mir bildlich vorstelle, wie alles Negative von mir abgespült wird.


Hallo - das ist bei mir genauso!
Außerdem liebe ich es, wenn das heiße Wasser meinen Nacken runterläuft. Danach ist jede Nackenverspannung besser - vor allem abends.

Liebe Grüße

winken

x 4 #6


maya60
Ich bin mir nicht sicher, wie hilfreich es in einem Thema ist, in dem es um Tipps für konkrete depressive Probleme geht, über die zu schreiben und zuzugeben eh schon nicht einfach ist, weil sie mitunter die Grenzen der Pflegebedürftigkeit berühren, wenn die, die andere depressive Probleme haben, (da nicht alle alle depressiven Symptome haben, logisch) dann schreiben: Nee, das Problem hab ich nicht! Ich fühle mich super in dem Bereich. Kopfkratz! durcheinander

Ja, das ist ja wunderbar, aber meine Tipps richten sich ja an andere. Augen rollen

Mein Thema ist nicht: Könnt ihr euch nicht zum Duschen aufraffen oder genießt ihr das Duschen?


Liebe Grüße! maya

x 9 #7


L
Zitat von maya60:
Liebe laluna, es gibt aber für viele wie für mich Phasen schwerer und schwerster Depressionen, in denen wir selbst dazu zu schwach sind, uns der Belastungen durch sich ansammelnden Papiermüll noch zu entledigen. (Und wir haben dann hoffentlich fleißige Mitbewohner und Helfer im Umfeld, die es uns abnehmen.)


auch da muss ich von mir ausgehen. Wenn ich mich gehen lasse - und ich weiß wie es sich anfühlt, wenn man gar nicht mehr hochkommt. Das erlebe ich ansatzweise immer dann, wenn ich zu lange im Bett liegen bleibe. Dann komme ich oft kaum noch in die Gänge. Auch Fernsehnachmittage wirkten sich früher negativ auf meinen Antrieb aus. Deswegen vermeide ich solche Dinge mittlerweile grundsätzlich.

Ich denke nicht, dass es immer gut ist, von Mitbewohnern viel abgenommen zu bekommen. Ich brauche Erfolgserlebnisse und wenn ich solche Dinge nicht umsetzen kann, dann wirkt das auch widerum negativ aufs Gemüt.

Es geht ja nicht darum, dass ich alles 100% umsetzen muss, aber zumindest habe ich täglich den Anspruch an mich selbst, mich morgens soweit zurecht zu machen, dass ich jederzeit dem Nachbar die Türe öffnen kann, sollte er oder auch jemand anders bei mir klingeln, außerdem ist ein täglicher Spaziergang effektiver als es sich im Hausanzug auf der Couch gemütlich zu machen. Das kann ich abends tun, wenn es richtig dunkel ist, aber nicht tagsüber.

Ich war noch nie in Kur bzw. in Reha aufgrund meiner Störung, aber ich habe noch nie gehört, dass man da untätig die Zeit verbringt. Auch da gibt es geregelte Abläufe (auch Küchendienste) , eben weil es zur Genesung beiträgt.

x 2 #8


L
Zitat von maya60:
Liebe laluna, es gibt aber für viele wie für mich Phasen schwerer und schwerster Depressionen, in denen wir selbst dazu zu schwach sind, uns der Belastungen durch sich ansammelnden Papiermüll noch zu entledigen. (Und wir haben dann hoffentlich fleißige Mitbewohner und Helfer im Umfeld, die es uns abnehmen.)


auch da muss ich von mir ausgehen. Wenn ich mich gehen lasse - und ich weiß wie es sich anfühlt, wenn man gar nicht mehr hochkommt. Das erlebe ich ansatzweise immer dann, wenn ich zu lange im Bett liegen bleibe. Dann komme ich oft kaum noch in die Gänge. Auch Fernsehnachmittage wirkten sich früher negativ auf meinen Antrieb aus. Deswegen vermeide ich solche Dinge mittlerweile grundsätzlich.

Ich denke nicht, dass es immer gut ist, von Mitbewohnern viel abgenommen zu bekommen. Ich brauche Erfolgserlebnisse und wenn ich solche Dinge nicht umsetzen kann, dann wirkt das auch widerum negativ aufs Gemüt.

Es geht ja nicht darum, dass ich alles 100% umsetzen muss, aber zumindest habe ich täglich den Anspruch an mich selbst, mich morgens soweit zurecht zu machen, dass ich jederzeit dem Nachbar die Türe öffnen kann, sollte er oder auch jemand anders bei mir klingeln, außerdem ist ein täglicher Spaziergang effektiver als es sich im Hausanzug auf der Couch gemütlich zu machen. Das kann ich abends tun, wenn es richtig dunkel ist, aber nicht tagsüber.

Ich war noch nie in Kur bzw. in Reha aufgrund meiner Störung, aber ich habe noch nie gehört, dass man da untätig die Zeit verbringt. Auch da gibt es geregelte Abläufe (auch Küchendienste) , eben weil es zur Genesung beiträgt.

x 2 #9


L
Entschuldigung, ich möchte hier niemandem zu nahe treten, aber das ist ein Thema, was mich fast in Rage versetzt.

Ich habe eher die Erfahrung gemacht, dass je mehr Hilfe ich annehme, um so mehr ich mich auf andere verlasse, desto größer die Abhängigkeit, was eben auch wieder die Hilflosigkeit verstärkt.

Ich kann nur jedem raten täglich das Bestmögliche selbst zu tun.

x 4 #10


maya60
Liebe laluna, ich entschuldige mich auch, falls ich dir zu nahe getreten bin und weiß ganz genau, dass weder du noch ich das wollen.
Wenn mein Thema, das als Hilfestellung gemeint ist, von dir ganz anders aufgefasst wird als ich es meine, weil wir unterschiedliche Erfahrungen und Einstellungen dazu haben, dann würde ich sagen, dann stellen wir fest, dass das so ist.

In anderen Themen ist das ganz anders.

Und wenn ich gleich weitere Minimalisten-Beispiele schreibe, weil ich weiß, dass es unter Depressiven viele wie mich gibt, dann ist das nur, wie es von Anfang an von mir gemeint war, eine Hilfestellung für diejenigen, die ähnliche Probleme haben wie ich und wo genau das vielleicht hilft oder zu vermeiden hilft, das Depressions-Symptom zu einem immer größeren eigenen Problem zu machen.

Die meisten von uns hier im Forum haben Depressionen unterschiedlicher Schwere, unterschiedlich lange, kombiniert mit unterschiedlichen weiteren Krankheiten, Lebenssituationen, Altersgruppen, Medikamenten, Psychotherapien, Lebenserfahrungen und -Einstellungen und was nicht alles. Da ist es klar, dass wir hier eine Vielfalt von Unterschieden haben.

Unser Forum ist aber so harmonisch und wohltuend, dass ich das schon ganz vergessen hatte, du auch?

Also schreibe ich, was ich aus ehrlicher Erfahrung als Erleichterungs-Tipps weitergeben möchte und du auch. Wie wär´s?

Und ansonsten lese ich weiter so gerne deine Beiträge wie bisher auch.

Liebe Grüße! maya

x 5 #11


Blume71
Zitat von maya60:
Ich bin mir nicht sicher, wie hilfreich es in einem Thema ist, in dem es um Tipps für konkrete depressive Probleme geht, über die zu schreiben und zuzugeben eh schon nicht einfach ist, weil sie mitunter die Grenzen der Pflegebedürftigkeit berühren, wenn die, die andere depressive Probleme haben, (da nicht alle alle depressiven Symptome haben, logisch) dann schreiben: Nee, das Problem hab ich nicht! Ich fühle mich super in dem Bereich. Kopfkratz! durcheinander

Ja, das ist ja wunderbar, aber meine Tipps richten sich ja an andere. Augen rollen

Mein Thema ist nicht: Könnt ihr euch nicht zum Duschen aufraffen oder genießt ihr das Duschen?


Liebe Grüße! maya


Entschuldige @maya60 - da hatte ich wohl etwas missverstanden!

x 4 #12


maya60
Liebe Blume, entschuldige, vielleicht habe ich auch etwas missverstanden. Smile Und dann tut es mir leid, wenn euch meine Antworten weh getan haben. Wie ich schon gerade laluna geschrieben habe.

Liebe Grüße! maya

x 2 #13


L
Liebe maya,

das hast du nun wirklich sehr diplomatisch dargestellt und es hat mich erreicht Smile .

Das will auch gelernt sein zwinkern

Gruß laluna Smile

x 3 #14


A


Hallo maya60,

x 4#15


maya60
Liebe laluna, wenn ich auf meine alten Tage noch diplomatisch würde, das wäre ja was. grinsen Ich bin so froh, wenn meine Gedanken dich aber erreicht haben, denn nachdem ich erstmal meinen Verwirrungs- und-Ärger-Tunnelblick boese verlegen auf unseren Austausch habe runterkühlen und sich weiten lassen, blieben zwei Regungen in mir übrig: Erstaunen, dass wir hier auf einmal so unterschiedlich reagierten mit unseren Selbsthilfetipps und das absolute Wissen, dass wir hier in diesem Forum nicht gegeneinander sind, dass ich zu dir Vertrauen habe, zu Blume natürlich auch, und nicht mit dem Kopf durch die Wand will (nachdem ich mich beruhigt hatte zunge raus strecken ). Und dass ich vielleicht mit meinem Thema meine blinden Flecken oder im Austausch mit dir mein Brett vor dem Kopf habe.

Liebe Grüße! maya

x 2 #15

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag