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Regelmäßig duschen bei psychischen Erkrankungen für Minimalisten

Blume71
Zitat von maya60:
Liebe Blume, entschuldige, vielleicht habe ich auch etwas missverstanden. Und dann tut es mir leid, wenn euch meine Antworten weh getan haben. Wie ich schon gerade laluna geschrieben habe.

Liebe Grüße! maya


Liebe Maya,

Deine Antwort hat mir nicht weh getan - alles gut

Liebe Grüße

31.10.2019 18:02 • x 1 #16


maya60
Zitat von Blume71:

Liebe Maya,

Deine Antwort hat mir nicht weh getan - alles gut

Liebe Grüße


31.10.2019 18:59 • #17


maya60
Nach meiner Minimalisten-Dusche heute wusste ich, dass ich noch unbedingt zu meiner Doc musste und wenn Sohni heim käme, mit ihm auch noch Einkaufen.

Das war mir eindeutig zuviel und barg die Gefahr der Überreizung, aber beides musste sein, denn ich hatte nur noch eine Blutdruckkapsel und der Einkauf mit Sohni war gestern schon verschoben worden wegen eines schusseligen Pizzataxi-Mannes, der zweimal fahren musste wegen unserer Bestellung, so dass der Laden geschlossen war, in den Sohni und ich wollten.

Für Autisten wie Sohni ist Umdisponieren mit hohem inneren Stress verbunden und das wollte ich ihm nicht zweimal antun. Mir natürlich auch keine Überreizung oder dass ich plötzlich blockieren würde und dann erstmal gar nichts mehr ginge.

Dass ich eine hohe Motivation zu den Dingen hatte, war schonmal gut.

Als ich nach dem Duschen duschnass in meinem Bademantel auf meinem Futon schnell trocknete, wurde mir klar, dass ich alle nächsten Schritte in das Allernötigste runterbringen musste, damit es gut lief, weil ich schon aus dem vorletzten Loch pfiff.

Minimalstandard Anziehen:Da ich also wusste, dass ich bei allen Unternehmungen meinen Mantel anbehalten würde, zog ich als Oberteil nur das Kapuzenshirt an, in dem ich später auch schlafen würde und das kein Teil eines Schlafanzuges ist, wenn ich dann doch den Mantel ausziehe.

Beim unteren Teil meines Körpers ging das bei dem Wetter nicht, aber um die Kraft zu finden, rauszugehen und mich nicht schon mit dem Anziehen völlig zu erschöpfen, bin ich auch schon in Jogginghose gegangen, die ich danach auch zum Schlafen anließ.
Einmal über die kurzen Wuschelhaare heute gebürstet, Schminken und weiteres fiel flach.

Ich fuhr mit dem Bus zur Doc, aber lief heim, an der Apotheke vorbei, so hatte ich noch 45 Minuten Spazierweg. Den hätte ich nicht geschafft, hätte ich zuvor mit Duschen und Anziehen nicht nur die minimalsten Standards gewählt.

So überreizte ich nicht, weder bei der Doc noch in der Apotheke und nur fast mit Sohni im Laden, wo er Jacken anprobierte, aber dabei seinen Pullover jedes Mal in genau derselben Weise autistisch-sorgfältigst drunter gefältet haben musste wie wenn er aus dem Haus geht und die Jacke nicht gleich sofort wieder auszieht - nicht mal als Sohni selber überdrehte, überdrehte ich, aber war froh und dankbar, dass er gleich heim wollte und ich alleine noch in den Lebensmittelladen gehen konnte.

Da auch noch hinein zu gehen, führte dann doch zur Überreizung und ich schlenderte extra langsam heim, um nicht in den Überreizungssog zu kommen. Daheim stellte ich die Einkaufstaschen einfach nur mitten auf den Esstisch, räumte nichts aus oder ein, egal, ob es in den Kühlschrank musste oder nicht, griff mir nur ein Wrap zum Essen (Hunger überreizt viele ADHSler auch furchtbar schnell) und verzog mich nach oben auf meinen Futon, um dem Überreizungs-Overload noch zu entgehen.

Sieht so aus, dass es klappt. Und die Aktionen wurden so zu Erfolgserlebnissen.

31.10.2019 19:39 • x 2 #18


maya60
So werden mein Mann und Sohni die Taschen ausräumen oder ich später, so war meine Kleidung nicht gebügelt, aber ich kam an die frische Luft und bekam meine Medikamente, Sohni seine Kleidung, wir alle für heute Abend und den Feiertag die Lebensmittel.

Vorgestern simste ich Göga, dass er auf dem Heimweg von der Arbeit noch bei McDoof vorbei fahren möge, was er auch tat, weil Sohni und ich beide zu müde zum Kochen waren. Papiermüll und Leergut bringt Göga tatsächlich immer mit dem Auto weg.

Ich minimiere vieles nach unten und teile mir die Aufgaben mit meinen beiden Männern nach Vermögen, damit so viel wie mir noch möglich auch gelingt, was einfach nicht gelänge, würde ich es alleine tun oder aufwändiger. Den Maßstab: Ich mache es ganz oder gar nicht kann ich mir schon lange nicht mehr leisten. Aber unser Stückwerk hier daheim zu Dritt klappt und erlaubt sogar Freude und Lachen und Erfolgserlebnisse, wo sonst schnell Überanstrengung und Scheitern wäre.

Ich möchte dazu ermutigen, wenn wir depressiv aus dem letzten Loch kräftemäßig pfeifen, mit Minimalstandards die Aktionen schaffbar zu gestalten statt aufzugeben, weil der Berg der Anforderungen für unseren Antrieb zu hoch wird.

31.10.2019 20:14 • x 2 #19


Luna1985
Hallo Maya,

Kenne das auch sehr gut mit der Überreizung, depressionsbedingt. Mir wirds schell zu viel, wenn ich nicht ausreichend Ruhe habe und Zeit für mich selbst. Hab dieses Bedürfnis, das ich generell habe nur schwächer ausgeprägt, lange übergangen und war dann nicht mehr ich selbst.

Mir gefällt der Ausdruck "Minimalisten-Dusche" Wobei der heutige Mensch sowieso zu viel duscht. Früher haben die Leute oft härter gearbeitet und sich "nur" gewaschen.

LG Luna

31.10.2019 22:38 • x 2 #20


maya60
Hallo Luna, als ich Kind war, hatten wir noch keine Dusche und es war auch noch nicht üblich, in der Badewanne zu duschen. Da haben wir uns alle täglich an den wichtigen Stellen der Geruchsentwicklung mit einem Waschlappen gewaschen und einmal wöchentlich gebadet.

Wenn ich aber ganz ganz wenig Kraft und Antrieb in der Depression dafür habe, ist das Waschen mit dem Waschlappen aufwändiger und anstrengender als mal eben dieselben Körperbereiche unter der Dusche zu waschen, oder?
Dabei braust man dann auch nicht automatisch gleich den ganzen Körper ab und wäscht ihn, so dass man den Schutzschild der Haut dauernd angreifen könnte wie die Kritiker des zu vielen Duschens sagen.

Liebe Grüße! maya

31.10.2019 23:16 • #21


Pimbolina71
Hi,

Das Minimalisten-Duschen kenne ich doch nur allzu gut. Ich steige nicht gerne unter die Dusche bezw. in die Badewanne. Das ist immer so ein grosser Kraftakt und den kann ich nicht täglich machen. So ist dann das erfolgte Duschen schon immer ein grosses Erfolgserlebnis.

Ich wasche mich mit einem Lappen und schaue, dass ich nicht stinke (was ich bis jetzt noch nie getan habe). Also alles im grünen Bereich.

Vor einiger Zeit habe ich regelmässig Schaumbäder genommen, das ist mir aber jetzt auch zu viel Aufwand. Dann doch lieber auf mein Duschbrett sitzen und mich schnell abduschen.

LG Pimbolina

01.11.2019 00:47 • x 1 #22


maya60
Zitat von Pimbolina71:
Hi,

Das Minimalisten-Duschen kenne ich doch nur allzu gut. Ich steige nicht gerne unter die Dusche bezw. in die Badewanne. Das ist immer so ein grosser Kraftakt und den kann ich nicht täglich machen. So ist dann das erfolgte Duschen schon immer ein grosses Erfolgserlebnis.

Ich wasche mich mit einem Lappen und schaue, dass ich nicht stinke (was ich bis jetzt noch nie getan habe). Also alles im grünen Bereich.

Vor einiger Zeit habe ich regelmässig Schaumbäder genommen, das ist mir aber jetzt auch zu viel Aufwand. Dann doch lieber auf mein Duschbrett sitzen und mich schnell abduschen.

LG Pimbolina


Hallo liebe Pimbolina, genau, zu solch einer Einstellung und Vorgehensweise wie deiner und ja auch meiner, wenn das Duschen zu einem Riesenkraftakt wird, möchte ich ermutigen. Das IST eine gute Lösung und ein Erfolgserlebnis und das IST alles im grünen Bereich mit dem Minimalisten-Duschen, wenn es solch ein großer Kraftakt ist bei Krankheit.

Liebe Grüße! maya

01.11.2019 01:28 • x 1 #23


Pimbolina71
Liebe Maya

Bei mir ist es jedes Mal ein grosser Kraftakt - nicht nur das Duschen, auch das Baden. Ich fühle mich *beep* einfach überhaupt nicht wohl und mache selbst unter der Dusche Husch Husch. Das dauert nun schon seit geraumer Zeit so und ich warte immer noch darauf, dass mir das Duschen mehr Freude bereitet als es jetzt tut.

LG Pimbolina

01.11.2019 01:47 • x 1 #24


maya60
Liebe Pimbolina, das kenne ich sehr gut.

Hätte mir, als meine Kräfte immer mehr schwanden und nie mehr wiederkamen, ich aber noch ein Schulkind zu versorgen hatte, nur irgend jemand gesagt, dass Minimal-Lösungen bei der eigenen Körperpflege und der Hausarbeit in Zeiten der Riesenschwäche einem die nötige Kraft für die wichtigen und auch die schöneren Aktivitäten, die noch möglich sind, lassen und auch mehr Grundordnung und Hygiene ermöglichen als das Resignieren vor der perfekteren Ausführung von früher, die aber nicht mehr gelingt, dann wären mir soviel Überforderung und Krankheitsverschlimmerung und zusätzlicher Kraftverlust erspart geblieben.

Es fühlte sich nämlich erst an wie ein persönliches Scheitern, fast wie ein Charakterfehler, immer weniger von den normalen Standards der Reinlichkeit und Ordnung zu schaffen. Das als Depressionssymptom selbstbewusst zu nennen, erschien mir vor mir selber wie eine Ausrede. Und wenn wie ich dann auch noch ein Schulkind hatte und das Kind und alles in seinen Aufenthalts-Räumen ordentlich und sauber hielt, wo verließ mich dann wohl die Kraft? Na klar, bei mir selber und in meinen Räumen.

Wer schreibt denn schon klar und sachlich bei Neuvorstellungen in Foren: Ich bin durch meine Depressionen so schwach und krank, dass ich nur noch unregelmäßig schaffe, für Reinlichkeit und Ordnung zu sorgen? Das glauben sich viele selber nicht.
Eher klingt es doch oft voller Scham und Schuld nach: Was stimmt bloß nicht mit mir? Ich habe so heruntergewirtschaftet, dass ich mich als Aussätziger sehe.

Und das bei Depressionen, das macht doch noch depressiver.

Deshalb, als mir heute auffiel, dass ich mittlerweile mich doch mit meinen Minimalstandards bei Riesenschwäche erfolgreich gemessen am Möglichen durch meinen Alltag bewege, da dachte ich: Warum muss das jeder leidvoll für sich selber herausfinden, wenn er überhaupt dahin findet und nicht vorher aufgibt? Das Wissen teile ich jetzt doch mal.

Liebe Grüße! maya

01.11.2019 02:25 • x 4 #25


111Sternchen222
Liebe Maya, ich finde es ganz prima, vor allem auch zur Aufklärung. Du trägst dazu bei , dass die Leute die hier lesen vielleicht irgendwann begreifen, dass es nicht damit zu tun hat " sich einfach nur mal zusammenzureißen" sondern dass bestimmte Dinge in einer Depression eben nicht gehen.Weil der Betroffenen sich eben nicht " einfach mal aufraffen kann um eben schnell zu duschen " oder " mal kurz die Wohnung saugen"
In unserer Gesellschaft ist vieles über Depressionen noch gar nicht für alle klar und es gibt oft noch die Meinung dass depressive Menschen sich " bloß hängen lassen" egal ob Duschen oder Anziehen oder Putzen.
NEIN, DAS IST NICHT SO! ES GEHT NICHT ANDERS, DENN WÜRDE ES GEHEN, WÜRDE KAUM EIN MENSCH DARAUF VERZICHTEN DIESE DINGE ZU TUN.
Ich selber bin nicht depressiv, ich habe nur eine Angststörung aber mir sind während meines Klinikaufenthaltes damals so unendlich viele Menschen mit Depressionen begegnet, die mir zum Teil sehr ans Herz gewachsen sind, bei denen es eben einfach nicht ging. Danke Maya, dass du dir die Mühe machst hier richtungsweisend zu schreiben und den Menschen die mit sich nicht im reinen sind, was ihre Symptome angeht, mitnimmst in deinen Alltag. So kann man zeigen :" es ist keine Schande, sondern eine fiese unberechenbare Krankheit!"
Lg Sternchen und Knispel

01.11.2019 08:06 • x 6 #26


Pimbolina71
Hallo zusammen

In der Klinik wurde ich gezwungen, jeden zweiten Tag zu duschen, oh mann, ist mir das schwer gefallen. Depressionen hin oder her, daran führte kein Weg dran vorbei. Und zu Hause ist es dann ein wenig leichter, denn ich muss nicht, sondern ich kann/darf. Ansonsten reicht es auch völlig aus, sich zu waschen. So denke ich in der Depression. Selbst das Haare waschen heute Morgen ist mir schwer gefallen, aber das geht noch eher, als unter die Dusche zu stehen.

Danke für Eure Beiträge Maya und Sternchen. Das ist ein Thema, welches oft in der Therapiestunde zur Sprache kommt.

LG Pimbolina

01.11.2019 08:13 • x 2 #27


maya60
Liebe Sternchen, danke dass du einfühlsam und achtsam auf deine depressiven MitpatientInnen bei deinem Klinikaufenthalt geschaut hast, obwohl du dich eindenken musstest, weil du selber keine Depression hast. Danke, dass du uns dadurch verstehst und uns glaubst und unterstützst und das mit uns hier teilst. Das bedeutet mir viel.

Denn ich weiß ja von mir selber, wie schwer es ist, etwas zu glauben, sogar sich selber zu glauben als Depressive, was einfach unvorstellbar ist, solange es einem besser geht. Was einem sogar unvorstellbar ist, wenn man depressiv ist, aber diese Probleme nicht hat. Nicht jedem mit Depressionen geht es so, im Gegenteil schleppen sich ja viele Depressive trotz unendlicher Schwäche solange "vorbildlich" in ständiger Überanstrengung und Selbstausbeutung durch alle Pflichten - das habe ich ja auch gemacht - bis sie dann in eine so schwere Depression geraten, dass sie zusammenbrechen oder wie ich die Depression gar nicht mehr loswerden, weil die Psyche völlig zerschlissen und zermürbt ist über die Jahrzehnte.

Ich weiß aber, auch von mir selber sogar als Betroffener, dass es unendlich schwer ist, sowas sich vorzustellen und glauben zu können, wenn es einem selber nicht so geht oder man so allmählich da hineinrutscht. Bei Fachleuten kann ich erwarten, dass sie es wissen als Fakt über die Erkrankung Depressionen, aber bei Nichtfachleuten nicht.
Darum habe ich ja geschrieben, dass ich wirklich die mit meinem Thema meine, die dieses depressive Problem selber haben. Ich weiß, dass es viele von uns gibt. Wenn sie hier mitlesen und es ihnen hilft, ist es ja gut.

Andere können es oft nicht verstehen und das ist kein böser Wille. Und die sich daraus ergebenden Streits und Missverständnisse sind kein bisschen weiterbringend. Im Gegenteil zerdeppert man damit die Gemeinsamkeiten, die bei vielen anderen Themen eben doch da sind.

Aber natürlich ist es etwas ganz anderes, wenn man mit den Menschen zusammenlebt, die einen nicht verstehen können und wenn die einem vorwerfen, sich hängen zu lassen, faul zu sein und charakterlich fragwürdig zu sein oder zu werden. Wenn da nicht Fachleute mit der glaubhaften Autorität ihres Fachwissens Aufklärung betreiben, dann werden Depressive noch zusätzlich verurteilt von Nahestehenden und damit ins schlimmste Elend gestürzt.

Ein Selbsthilfeforum ist dazu da, sich gegenseitig zu unterstützen, auch und gerade dort, wo es so schwer ist, sich einzudenken und es zu glauben. Zur Aufklärung und um nicht sinnlos seine Kräfte als Depressiver im Anrennen gegen Windmühlenflügel zu verschwenden.
Aber vor allem, um sich eben nicht völlig aufzugeben, sondern mit besonderen Wegen für besondere Lebensherausforderungen eben doch soviel wie möglich seelisch und in Haushalt und Körperpflege durchaus hinzukriegen auf Wegen, die passen. Und sich da ohne Schuldgefühle Hilfe zu erbitten, wo sie absolut nötig ist.

01.11.2019 11:08 • x 2 #28


maya60
Liebe Pimbolina, ich war noch nie wegen meiner Erkrankungen in einer Klinik, weil ich das wegen meines ADHS nicht wollte, denn ich ging davon aus, dort fürchterlich dauerüberreizt und missverstanden zu werden, denn ADHS verstehen und glauben ja nicht mal alle Fachleute.
Ich bin es gewohnt von Kleinauf, meine eigenen Wege zu suchen.

Für viele Depressive, soweit ich lese und höre, sind Klinikaufenthalte Rettung und auch der Aufenthalt in Rehakliniken und psychosomatischen Kliniken, denn die dortigen Fachleute stellen sie medikamentös richtig ein, psychotherapeutisch geht es weiter, auch mit vielen Alltagstipps und Solidarität in der Gruppe.
Ab und zu lese und höre ich aber auch, dass der Aufenthalt schon fast "traumatisch" war oder gar nichts brachte oder noch mehr erschöpfte.
Dann liegt es vielleicht auch an meinem Thema hier? Ich weiß es nicht und das ist ja auch hier bei mir nicht das Thema. Aber sich Sonderwege auszudenken, mit Antriebsstörungen und z.B. auch Schlafstörungen zu leben, wo sie hartnäckig bleiben trotz aller Versuche, kommt vielleicht zu kurz.

Dann müssen wir das eben in der Selbsthilfe selber machen.

Liebe Grüße! maya

01.11.2019 11:22 • x 3 #29


Resi
Zitat von Luna1985:
Wobei der heutige Mensch sowieso zu viel duscht. Früher haben die Leute oft härter gearbeitet und sich "nur" gewaschen.

LG Luna

Ich sehe das auch so.

Ich habe auch oft darüber nachgedacht, warum wir uns permanent mit Fremdgerüchen- und Düften einsprühen. . . ist ein eigener Geruch zu intim?

Und ich muß jetzt mal was ganz "revolutionäres" loswerden:
Ich glaube nicht, daß ich jemals (außer als Baby) gestunken habe, ich habe mir immer die absolut notwendigste Hygienemaßnahmen zukommen lassen, aber: in der Arbeitsunfähigkeit habe ich mich wieder riechen gelernt, eben weil ich nicht jeden Tag komplett mit Wasser und Seife bedeckt war, ich habe meinen Eigengeruch wieder entdeckt und erkannt, mich an meine Schwestern und deren Gerüche erinnert, an eine frühere Schulfreundin. . .

Das war- eingedenk des Thread-Titels- für mich ein Erfolgserlebnis und auch eine Stück Wegfindung zurück zu mir, die ich mich mir selbst so entfremdet hatte.

Und ich bin im Übrigen nicht der Meinung, daß man nicht auch mal über ein Thema uneinig sein darf und sich streiten darf.

Ich kenne die eine und die andere Seite.
Ich bin Angehörige und Betroffene.

01.11.2019 12:14 • x 2 #30





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