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Kommen die Gefühle nach einem Burnout zurück?

Hallo,

@Jedi
Du hast mit deinen Ansichten sicherlich größtenteils recht.

Trotzdem - was ist mit den BOlern, die sobald es ihnen wieder ein wenig besser geht, sehr bedauern, wie sie mit ihrem/ihrer Partnerin umgegangen sind und um eine verlorene Liebe trauern?

Was ist mit den BOlern, die in der absoluten Rückzugs- und Fluchtphase "davongelaufen" sind?

Und was ist mit denen, die tatsächlich denken, vor der Partnerin keine Schwäche zeigen zu dürfen?

Ich weiß, dass das die Minderheit der Betroffenen so macht - aber es gibt sie auch.

Zitat von Jedi:
--------------------------------------
Zitat von Cloud85:
ich mich im Regen stehen glassen fühle

und das finde ich, bei dem verständnis was du auch aufbringst, auch ein kränkendes gefühl !


Definitiv. Der Todesstoß für jede Beziehung - wenn dein vis a vis nicht krank wäre.

Und hier ist der Punkt, um den sich alles dreht. Was machst du als Nichtbetroffener mit? Ob der BOler nun bei seiner/seinem PartnerIn bleibt oder nicht.

Zitat von Jedi:
ich habe im BOF sehr viele berichte von angehörigen von BO- betroffenen gelesen u. mir haben, es waren in der regel Frauen, die mit ihrer haltung, ihrem kampf , um die ehe, beziehung, das verständnis, welches sie aufgebracht haben, für ihren BO-partner, der sie widerum oft im regen hat stehen lassen, sehr sehr viel Respekt abgenötigt !


Nicht nur Frauen - aber hauptsächlich.
Und manche Beziehung ist wieder heil geworden. Eben weil diese PartnerInnen an die Beziehung geglaubt haben.
Aber natürlich nicht jede.

Zitat von Jedi:
diesen BOlern wünschte ich, dass sie einmal diese beiträge von ihren partnerinnen lesen würden, dann könnten sie feststellen, was für tolle menschen sie da oft verlassen haben !


Ja, das denke ich mir auch oft. Aber nicht nur die Angehörigen leiden darunter. Wie gesagt, oft kommt den Betroffenen erst sehr spät die Erkenntnis, was sie da angerichtet und verloren haben.
Aber wahrscheinlich ist auch das der Krankheit geschuldet.

lg Nickse

28.03.2019 10:58 • x 5 #16


Jedi
Hallo Nickse !

Zitat von Nickse:
Aber nicht nur die Angehörigen leiden darunter.

doch u. ich glaube, dass die angehörigen am meisten darunter leiden.
ich konnte dies nicht nur bei meiner familie feststellen, aber auch bei den vielen angehörigen, die davon berichtet hatten, als ich in der reha war.
ich glaube, dass ich es dir schon einmal im BOF geschrieben hatte.
ich wurde in der reha zum patientensprecher gewählt u. war anwesend, als selbst psychisch erkrankter, wenn es 1x die woche eine Angehörigen-Gruppe gab.
da konnten Angehörige mit dem behandelnden Psychologen/in, Sozialarbeiter, dem Oberarzt der Psychiatrie sprechen, fragen stellen, sich informieren u. rat holen.
ich, als patientensprecher habe verschiedene fragen beantwortet, von denen hier im forum auch zu lesen ist, wie ist es mit den gefühlen, was treibt einen in die erschöpfung, depression, wie kann man mit umgehen, wie geht es für uns als familie weiter, wie kann es mit dem betroffenen weiter gehen, uvm.

aus diesen gesammelten erfahrungen, auch aus meiner SHG u. den besuchten workshops zum thema BO/Depression, habe diese meine meinung zu dem thema gezogen.
ich sehe den unterschied allein darin, dass der Angehörige nicht viel tun kann, muss mit dem verhalten des betroffenen u. der plötzlich entstandenen situation, für sich einen weg finden.
daher habe ich immer geschrieben, aber das wirst du sicherlich noch wissen, "Du liebe/er Angehörige, sorge Du zuallersrst gut für dich" !
Wir/Ich als betroffene haben die möglichkeit uns helfen zu lassen, facharzt, villt. zu anfang auch Antidepressiva,, klinik, amb. therapie, reha !

die Angehörige kann u. gehen auch einige u. holen für sich selbst therapeutische hilfe,
aber die therapie wird die fragen, die Angehörige haben nicht beantworten können, sonder die therapie schaut eher darauf, wie du als Angehöriger dabei nicht auch noch krank wirst, wie du nicht in den strudel, der erkrankung mit nach unten gezogen wirst, wie du dein leben, mit den jetzt noch zusätzlich zu übernehmenden verantwortungen des tägl. lebens, damit einen guten weg findest, wie du gut für dich sorgst, um deine seele in balance zu halten.
dies ist dann nochmals besonders wichtig, wenn da kinder in der familie sind !

Zitat von Nickse:
Trotzdem - was ist mit den BOlern, die sobald es ihnen wieder ein wenig besser geht, sehr bedauern, wie sie mit ihrem/ihrer Partnerin umgegangen sind und um eine verlorene Liebe trauern?

dieser BOler kann versuchen, mit seiner partnerin sich auszusprechen, ergebnis kann offen bleiben.
dieser BOler kann mit seiner partnerin, wenn noch möglich, zu einer paarberatung oder eine paar-therapie machen.
dieser BOler muss natürlich auch damit rechnen, dass seine partnerin, eine beziehung oder ehe nicht weiterführen möchte.
dies darf er natürlich betrauern, aber sollte gelernt haben , auch für sich die verantwortung zu übernehmen u. villt. mit der partnerin weiter ein gutes freundschaftliches verhältnis pflegen.
wenn kinder dabei im spiel sind, dann bekommt das nochmal eine andere wertigkeit.

Zitat von Nickse:
Was ist mit den BOlern, die in der absoluten Rückzugs- und Fluchtphase "davongelaufen" sind?

die dürfen sich fragen, war es wirklich für meine heilung nötig ?
war es nur ein reflex, so zu handeln ?
wie bin ich vorher schon mit schwierigen situationen oder krisen umgegangen ? Gab es da auch schon immer so ein fluchtreflex ?

Zitat von Nickse:
Und was ist mit denen, die tatsächlich denken, vor der Partnerin keine Schwäche zeigen zu dürfen?

das ist etwas, woran der betroffene in einer therapie arbeiten kann.
villt. liegt dies in seiner prägung begründet u. da kann man ihm therapeutisch bestimmt gut helfen, da mehr selbstsicherer zu werden.

Zitat von Nickse:
aber es gibt sie auch.

natürlich, Nickse gibt es sie auch !
aber was genau verbirgt sich in dieser deiner aussage ?

ich weiß, dass du das schon von mir kennst, krank werden, sich erschöpfen, dass kann sicherlich jedem passieren, aber als erwachsener mensch sollte man auch verantwortung für sich übernehmen u. eine mitverantwortung vermeiden, die auf die partnerin zu schieben.
das was meine erfahrungen sind, dass die partnerinnen oft schon vor dem BO ihres partners, die meiste verantwortung u. last der familie getragen haben u. sie haben es , meiner meinung nach nicht verdient, unter solchen umständen plötzlich verlassen zu werden.
denn die meisten, denen ich gar persönlich begegnet bin, würden alles mit ihrem erkrankten partner durchstehen, wenn der betroffene das bloß erkennen würde.
nicht nur in guten zeiten, sondern auch sich einmal in schwierigen lebenskrisen zu unterstützen, dass ist doch auch ein grund, warum man eine beziehung eingeht oder gar heiratet u. eine familie gründet.
was eine sehr wichtige ressource auf dem weg der heilung ist.

aber du Nickse kennst es ja schon, es sind meine ganz persönlichen erfahrungen u. ansichten, die ich auch hier wiedergebe !

LG Jedi

28.03.2019 14:51 • x 5 #17


maya60
Hallo @Cloud85
Es tut mir sehr leid, dass du solch einen Schock des plötzlichen Verlassenwerdens erleben musst, besonders wenn zwei Tage zuvor noch eine innige Verbindung mit Liebesworten da war.

Vieles, was du über deinen Partner beschreibst und was er selber über sich offenbar sagt, erinnert mich sehr an meine Burnouts.

Mir ist ganz wichtig, zu sagen, dass ich Worte wie "Schuld" für Betroffene von Burnout wie auch für ihre Angehörigen falsch finde. Fehler und Verantwortung natürlich JA, aber niemand bekommt willentlich Burnout und kein Angehöriger treibt ihn willentlich ins Burnout.
Dazu kommt noch, dass ganz viele der Verhaltensmuster, die zu Burnout führen, uralt in einer Biografie sind und unbewusst bis sie dann endlich durch das Burnout bearbeitet werden müssen.

Viele viele Menschen stecken in fürchterlich verqueren und belastenden Verhaltens- und Beziehungsmustern und sind (noch) nicht krank, das ist sehr weit verbreitet wie eben auch Stresserkrankungen sehr weit verbreitet sind, mit hoher Dunkelziffer und nochmal hoher Dunkelziffer für diejenigen, die kurz davor stehen.

Sich 2 Tage nach einer Liebeserklärung wegen Gefühllosigkeit zu trennen sieht für mich aus wie ein erster Burnout-Zusammenbruch.

Bei mir war es so mit den ständigen vielzahligen Großfamilienbesuchen über Tage und Wochen bei uns daheim. Ich hing mit meinem Herzen daran, meine Angepasstheit hing auch daran, mein Perfektionismus auch, ein Pflichtbewusstsein auch, mein Statusbewusstsein auch, meine Lebensplanung auch, meine Jugendwunden einer zerbrochenen Familie erst recht.

Alles das galt nach wie vor, als ich innerlich solch eine Gefühlstaubheit, Depression und Panik bekam mit Besuch, dass ich mich mit einem "Befreiungsschlag" daraus katapultierte und ihn ablehnte.

Allerdings hatte ich lange zuvor angefangen, ungehört zu sagen, dass ich Depressionen habe und überlastet bin. Niemand beachtete das.

Was auch immer die Zukunft bringt, bist du, @Cloud85 , auf jeden Fall jetzt in einer Situation eines plötzlichen Endes. Und egal, was die Zukunft bringt, die Beziehung mit deinem Partner wie er bisher war, wird lange und wahrscheinlich für immer zuende sein, denn er wird und muss ich verändern.

Er hat sich schon verändert und sei dir sicher, dass er genauso unter Schock, Angst und Hilflosigkeit steht wie du. Er i s t schließlich im Körper dieses Aliens, den du siehst.

Für dich ist ganz wichtig, wie alle hier schon schreiben, in erster Linie ganz viel für dich selber da zu sein. Denn du bist nach einem abrupten Abschied von eurer alten harmonischen Beziehung nun in Schock und Trauer. Und dazu gehören alle Gefühle typischer Trauerphasen, wobei die Reihenfolge egal ist.

Leugnen, Nicht Wahrhaben Wollen
Zorn
Verhandeln
Depression
Akzeptanz


Trauer ist nicht nur, wenn ein Mensch stirbt, sondern ist jeder bedeutsame Abschied. Der ist auch wie ein Sterben.Und auch dein Partner steckt aktuell darin.
Nimm dich da bitte ganz ernst und lass dir viel Zeit, hole dir alle fachliche und freundschaftliche Unterstützung, die du kriegen kannst und sei gut zu dir!
Gut, dass du dir hier im Forum Unterstützung suchst, wir sind gerne für dich da und haben selber oder als Angehörige Erfahrungen mit BO.

Alles Liebe! maya

28.03.2019 16:47 • x 4 #18


Hallo
Viele Teile der letzten Beiträge teile ich, möchte einiges dazufügen.

Ich bin seit 36 Jahren mit meiner Partnerin zusammen und zu keinem Zeitpunkt der 3 Burn Out wollte ich sie verlassen. Und zu keinem Zeitpunkt hat meine Frau sehr unter der BO Situation gelitten.

Ich denke, dass eine klassische Depression mit diesem sitzen im Loch, Gefühlsarmut usw. für eine Beziehung sehr belastend ist, weil der Partner plötzlich ein Stück weg ist.
Ich hatte primär Angststörung oder psychosomatische Beschwerden.
Es mag sein, dass ich mich deshalb oft wundere warum die Boards für Familienangehörige solo voll bin.
Auch kenne ich die Situation, dass die Frau schon fühlt das Emotional im Leben des Mannes etwas krankhaftes stattfindet und er das vehement über lange Zeiträume abstreitet überhaupt nicht. Wenn meine Frau mir mehr als eine Woche gesagt hätte, dass ich mich sehr verändert habe und dass sie sich Sorgen mache würde ich nach allerspätesten 2 Wochen mich so lange unterhalten bis entweder ich kapiere was sie meint oder sie zum Ergebnis kommt das ihre Bedenken unbegründet sind.

Deshalb frage ich mich einerseits ob eine Beziehung die durch eine Krankheit so ins winken gerät nicht schon vorher unrund lief und die Krankheit der letzte Becher ist der das Fass zu Überlaufen bringt.

Andererseits Frage ich mich ob die Definition von Burn Out, ich nenne sie mal zynisch Die Depression für Gutmenschen die Ursache ist. Denn ein BO kommt schnell auf die Schiene das andere an meiner Erkrankung Schuld, dass ich mir zu viel habe gefallen lassen, ich mich für andere aufgeopfert habe und ich deshalb nun, wo ich an meine Grenze komme jetzt auch mal mehr nach mir schauen muss, mich von allem was mich ausbrennen lässt trennen muss und eben auch von meinem mich schädigenden Partner.
Hier genau liegt auch der große Kritikpunkt an dem im Kern undefinierten Begriff Burn Out und ich glaube ich der Grund warum es so gerne genommen wird

Um den Thread hier nicht weiter zu stören mache ich einen neuen mit dem Titel

Burn Out, die Depression für Gutmenschen

col

28.03.2019 18:51 • x 3 #19


Jedi
Hallo col !

Zitat von col:
Um den Thread hier nicht weiter zu stören mache ich einen neuen mit dem Titel

Burn Out, die Depression für Gutmenschen

wollte gerade zu deinem beitrag etwas schreiben.
aber du hast recht u. ich finde es eine gute idee, dass mit dem neuen thread.
obwohl mir das wort des "Gutmenschen" überhaupt nicht gefällt.
aber ich vermute, was du damit ausdrücken willst.
aber dazu mehr, im neuen thread.

LG Jedi

28.03.2019 19:08 • x 1 #20


Guten Abend allerseits!

Also, was ich zu diesem Thema sagen kann (es wurde auch im ehemaligen Burn-Out-Forum danach gefragt), ist:

Ich (w), hatte selbst ein BO und mich hat die "Existenz meiner langjährigen Partnerschaft" arg unter Druck gesetzt. Zeitweise war ich in Anwesenheit meines Partners noch nervöser als ich es ohnehin war.
Wie überall - in der Arbeit, in meiner Haut, im Bus, auf der Straße, etc - habe ich auch in der Beziehung kein Wohlgefühl mehr erleben können.
Ich habe sie auch sehr in Frage gestellt.

Heute bin ich froh, dass wir uns nicht getrennt haben.

In der tiefsten Krise ist es wohl kaum möglich Entscheidungen zu treffen.

Aber die Erwartung (auch wenn sie nicht vom Partner geäußert wird) endlich wieder zu "funktionieren" übt einen dermaßen großen Druck aus, dass man die Beziehung nicht mehr ertragen kann.

28.03.2019 20:13 • x 3 #21


maya60
@ohneFunktion , das ging mir genauso. Ich habe mich zwar nicht getrennt, weil wir ein Kind gemeinsam hatten, aber ich war gar nicht mehr zu einer Beziehung fähig. Meine ganze wenige übriggebliebene Energie ging dahin, dass unser Sohn so wenig wie möglich mitbekam und ihm sein Zuhause aufrecht zu erhalten und das haben wir auch geschafft.

Ich konnte noch so gefühllos sein, mein Kind ließ ich sicherlich nicht im Stich.
Und ich hätte auch nie meine Beziehung zwischendurch innerlich aufgegeben, wenn ich noch einen Fetzen Kraft und Gefühl gehabt hätte.

Nichts ging mehr, ich war ein wandelnder Zombie und meine ganzen Werte nutzten mir da gar nichts mehr.

28.03.2019 20:29 • x 3 #22


maya60
Ooops, da ging was schief, hatte hier zu einem anderen Thema geschrieben, sorry,

28.03.2019 20:42 • #23


Zitat von Jedi:
ich habe im BOF sehr viele berichte von angehörigen von BO- betroffenen gelesen u. mir haben, es waren in der regel Frauen, die mit ihrer haltung, ihrem kampf , um die ehe, beziehung, das verständnis, welches sie aufgebracht haben, für ihren BO-partner, der sie widerum oft im regen hat stehen lassen, sehr sehr viel Respekt abgenötigt !

diesen BOlern wünschte ich, dass sie einmal diese beiträge von ihren partnerinnen lesen würden, dann könnten sie feststellen, was für tolle menschen sie da oft verlassen haben !

Hallo Jedi,
das wäre erstrebenswert, aber ich glaube fast, es ist nicht so bedeutungsvoll für sie, wie wir es gerne hätten.
wenn ich so darüber nachdenke, was mir meiner so alles sagte, wie sehr er meine Loyalität zu schätzen weiss, aber wo lebt er es? wo spüre ich es? Ich fühle mich so zurückgestossen, vernachlässigt, ignoriert. Das, was da kaputtgeht, ist nicht wirktlich wieder zu heilen. wenn Arbeit die oberste Priorität hat und das menschliche so gar keine, was will man mit so einem Menschen?

29.03.2019 09:33 • x 2 #24


Jedi
Hallo Wallis !

Zitat von Wallis:
ich glaube fast, es ist nicht so bedeutungsvoll für sie,

und das finde ich so beschämend !
Zitat von Wallis:
meine Loyalität zu schätzen weiss,

Zitat von Wallis:
aber wo lebt er es? wo spüre ich es?

genau diese aussagen sind mir in persönlichen gesprächen, so auch begegnet.
alles schöne worte, aber wo ist es spürbar, woran kann ich erkennen, dass es ernst gemeint ist, uvm.
wenn darüber keine klarheit herrscht, dann tötet es jedes fünkchen gefühl, jede hoffnung bei den Ehefrauen/Partnerinnen, was noch vorhanden war.
Zitat von Wallis:
Ich fühle mich so zurückgestossen, vernachlässigt, ignoriert.

das ist schon als tiefste kränkung einzustufen u. diese wunde jemals heilen kann ?
ich weiß es nicht ?
ich denke, dass wird schwerstarbeit sein u. so meine persönliche meinung , braucht man dazu professionelle begleitung.
Zitat von Wallis:
Das, was da kaputtgeht, ist nicht wirktlich wieder zu heilen.

du beschreibst es ja schon u. tief in dir, wirst du es so auch fühlen.
Zitat von Wallis:
was will man mit so einem Menschen?

ich glaube, dass deine frage völlig berechtigt ist.

natürlich, was der inhalt deines beitrags ist, empfinde ich mitgefühl u. würde es dir anders wünschen.
aber ich bin auch der meinung, egal, wie es sich jetzt bei euch entwickelt, es kann, wie auch bei freundschaften, eine zeit geben, da gehört man zusammen u. manchmal kommen zeiten, wo es dann nicht mehr stimmt u. jeder sich nocheinmal in seinem leben neu positionieren muss.
das tut sehr weh !
so war es mir mit freundschaften passiert, nach meinem BO.
doch heute, nach langer zurückliegender zeit, habe ich die erfahrung gemacht, menschen, wenn auch gute Freunde/Bekannte u. auch Ehepartner können unsere gemeinsamkeit verlassen u. machen platz für neue menschen, die plötzlich in unser leben treten.

sorge du gut für dich u. bewahre dir die hoffnung, dass im leben nichts ohne sinn ist !

LG Jedi

29.03.2019 12:40 • x 2 #25


Alexandra2
Liebe Cloud,
Ich bin alleinerziehend und frage mich, was mir in meiner übelsten Zeit geholfen hätte. Das Abwarten und Sichtbar sein der Anderen hätte mich sehr beruhigt.
In der schlimmsten Zeit habe ich oft Fluchtgedanken gehabt, da war mir die Mutterrolle viel zuviel. Und ich gehöre zu den Müttern, die sich kümmern.
Die Gefühlstaubheit war schlimm und die Gefühle kommen wieder. Niemand weiß, wann. Und ich fände eine Warteschleife für Dich eine Zumutung.
Tu Dir selbst gut, so oft es geht, überlege, ob Du sichtbar bleiben willst und stabilisiere Dich. Das fänd ich am Wichtigsten.
Liebe Grüße
Alexandra

29.03.2019 19:14 • x 2 #26


Hallo zusammen
lieben Dank für eure Antworten. Ich bin jetzt 4 Tage in einem Time Out weil mich die ganze Situation überfordert. Morgen fahre ich wieder nach Hause. Davor habe ich einwenig Angst. Die Zeit hier hat mir sehr gut getan. Ich konnte mich zwischendurch gut ablenken. Dennoch kreisten meine Gedanken am Abend wieder die ganze Zeit um dieses Thema. Ich träume ganz intensiv von ihm.

Ich bilde mir nicht ein, dass wir eine gute Beziehung führten. Das taten wir wirklich. Und ich glaube nicht, dass er unglücklich war. Dann wäre er nicht so liebevoll und aufmerksam gewesen. Daher ist dieses plötzliche Aus ja ganz ganz schlimm für mich.

Ich weiss noch nicht, wie ich weiter mit ihm umgehen soll. Eigentlich war abgemacht, dass er sich am Donnerstag bei mir meldet bezüglich Termin beim Psychotherapeuten. Habe nichts gehört und das verletzt mich wieder. Ich verstehe nicht, wie ich vom wichtigsten Menschen in seinem Leben zu dem unwichtigsten degradiert wurde. Am Mittwoch hatten wir noch losen Kontakt, er hat sich bedankt, dass ich mich bei ihm nach seinem Befinden erkundigt habe. Ich habe ihn gefragt und ob er nervös war bezüglich dem bevorstehenden Termin.

Offenbar muss ich das alles wirklich akzepieren und ihn auch aus meinem Leben streichen.

Auf alle Fälle herzlichen Dank für eure Hilfe

Traurige Grüsse

30.03.2019 17:09 • x 3 #27


Hallo

Ein verhalten, dass jemand emotional sich von einem Tag auf den anderen psychosozial so sehr verändert kenne ich aus meinem Erfahrungen in der BO Selbsthilfe nicht.

Bei bestimmten Formen der z.T. schweren Depression u.ä. habe ich öfter sowas erlebt.

Noch einen Tipp
richtiges-falsches-verhalten-von-angehoerigen-t11543.html

col

30.03.2019 19:42 • x 2 #28


Jedi
Hallo Cloud85 !

Zitat von Cloud85:
Traurige Grüsse

deine traurigkeit ist spürbar u. auch sehr berechtigt.
Zitat von Cloud85:
Habe nichts gehört und das verletzt mich wieder.

das hat dich wohl nicht nur verletzt, sondern da ist auch hoffnung bei dir erloschen.
Zitat von Cloud85:
Ich verstehe nicht, wie ich vom wichtigsten Menschen in seinem Leben zu dem unwichtigsten degradiert wurde.

das entstammt eher deiner selbstverurteilenden sicht.
du bist nicht degradiert, sondern er hat für sich eine entscheidung getroffen.
der grund kann in der erkrankung liegen oder es gibt einen anderen unbekannten grund ?
warum schreibe ich es so, "achte auf deine gedanken, sie werden zu deinen worten, achte auf deine worte, sie werden zu deinen handlungen".
auch in schwierigen lebenssituationen ist es wichtig auf unsere gedanken u. unsere worte zu achten, da sie einfluss haben auf unsere gefühle u. emotionen.
Zitat von Cloud85:
Offenbar muss ich das alles wirklich akzepieren und ihn auch aus meinem Leben streichen.

betrachte es einmal so, "nicht alles akzeptieren", eher diese situation annehmen !
ihn nicht aus deinem leben streichen, sondern lass ihn seinen weg finden u. lass ihn dafür los, damit er diesen seinen weg gehen kann.
wer weiß jetzt gerade schon, was möglicherweise passieren kann od. wird !

LG Jedi

30.03.2019 22:56 • x 1 #29


Lieber Jedi
Lieben Dank für deine Worte. Ich bin jetzt wieder zurück und sitze in der Wohnung mit all den Erinnerungen und mir geht es wieder sehr schlecht. Was mich so ermüdet. Ich mag nicht mehr traurig und enttäuscht sein. Aber ich weiss beim besten Willen nicht, wie ich das anstellen soll. Termin beim Psychologen habe ich erst wieder Mitte April.

Zitat von Jedi:
das hat dich wohl nicht nur verletzt, sondern da ist auch hoffnung bei dir erloschen.

Da hast du recht.

Ich kenne mich so auch überhaupt nicht. Normalerweise kann ich gut mit Trennungen umgehen und es verarbeiten. Aber jetzt schaff ich das irgendwie nicht. Ich mag auch nicht mehr meinen Eltern und Freunden die Ohren volljammern. Weder sie noch ich können die Situation ändern. Ich weiss nicht wie ich es sagen soll, aber ich brauche wirklich dringend eine Erklärung für dieses Verhalten damit ich es abschliessen kann. Meine Gedanken drehen sich nur darum und ich werde wahnsinnig.

Soll ich nachfragen, was bei seinem Gespräch beim Psychologen raus kam oder soll ich mich wirklich ganz zurück ziehen? Wenn er es mir sagen wollte, hätte er es mir ja geschrieben. Aber ich brauche auch so dringend Antworten.

Liebe Grüsse

31.03.2019 19:43 • x 1 #30




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