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Wie kommen andere mit depressionen zu recht

Vannnyyy

Vannnyyy

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Hallo,
Ich habe mich hier vor einigen Minuten angemeldet ich würde gerne andere Menschen kennenlernen um zu wissen wie sie mit diesen ganzen Gefühlen der Depression umgehen und wie sie es schaffen ihr Beziehung aufrecht zu erhalten und ihren Job nach gehen.

28.12.2018 21:57 • x 1 #1


florica

florica

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Herzlich willkommen,

das ist eine gute Frage. Ich würde sagen jeder unterschiedlich. Wenn du dich mal durch die Threads liest - siehst du viele Beispiele wie einzelne damit umgehen.

Und wenn es dir in einigen Threads gefällt, komm gerne mit rein :D

28.12.2018 22:09 • x 1 #2


Frederick1

Frederick1

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liebe Vannnyyy,

erstmal ein ganz ein herzliches Willkommen hier im Forum. Ja wie komme ich am besten mit meiner Depression zurecht. Du hier gibt es ganz viel zu sagen, zu schreiben, mir hilft es am besten, wenn ich mich wertvoll fühle, mich trotz meiner Depressionen achten und lieb haben kann. Das macht mich innerlich stärker.

Weil eine gute Achtung zu mir selbst, trotz auch vielem nicht Gutem in meinem Leben, mein Denken und Handeln bestimmen soll. Ich bin wertvoll, ich möchte wieder leben, so etwas wie zufrieden und glücklich sein.

Das ich mehr und mehr davon überzeugt bin, ja es ist wichtig das es mich gibt, auch trotz mancher Ablehnung.

Auch wenn ich nicht zu einem wertvollen und selbstbewussten Menschen erzogen wurde, ich darf sein, so wie ich bin.

Mein Selbstwert und mein Selbstverständnis hängt davon ab, wie ich mich selbst und andere Menschen mich beurteilen. Auch wenn es Menschen gibt, die mich missachten, verurteilen, gibt es Menschen, wie meine liebe Frau, oder auch hier im Forum, wo ich Liebe und Annahme finden darf.

Ich bin wertvoll, muss aber nicht perfekt sein, darf Fehler machen, mir immer wieder selbst vergeben. Wenn ich zu perfektionistisch bin, bin ich unzufrieden, und versuche krampfhaft meinen Selbstwert zu erhöhen.

Wenn du dich selbst achten kannst, bist du deinem Leben mehr gewachsen, liebe Vannnyyy. Du darfst Neuem gegenüber aufgeschlossen sein, weil du weißt, du kannst es schaffen. Wenn du ein gutes Selbstwertgefühl hast, kannst du dich mehr und mehr achten, musst dich nicht verachten, dich immer wieder in Frage stellen.

Du übernimmst selbst die Verantwortung für dein Leben, das macht dich innerlich stark und ausgeglichener. Du musst nicht so in Resignation und Selbstmitleid fliehen, weil das für dich zerstörende ist.

Du darfst deine persönlichen Überzeugungen in deinem Leben leben, darfst JA zu dir sagen, aber auch mal NEIN zu anderen Menschen, Menschen die dich für ihre persönlichen Zwecke ausnutzen wollen. Du darfst deine Wünsche und Bedürfnisse durchsetzen.

Denn deine persönliche Annahme in Liebe ist ein guter Weg, deine Minderwertigkeisgefühle abzubauen. Und du darfst diesen Weg gehen, es ist ein guter Weg für dich, denn du da mit dir gehst. Wenn du spürst, du bist geliebt und angenommen, und andere Menschen haben dich auch lieb, nehmen dich an so wie du bist.........

Dann kannst du und darfst du dich positiv verändern, gut über dich selbst denken, damit dich die Depression nicht immer wieder so zerstören kann. Du wirst stärker in deinem Leben, aber du musst nicht perfekt sein. Sage deiner Depression, dass du dich selbst ganz arg lieb hast, sage deinen Gedanken wie wertvoll du bist,


in guten Gedanken für dich,


ganz viele liebe Grüße,


Frederick

30.12.2018 20:51 • x 4 #3


hardymei

hardymei

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@ Frederick

Großartig .... schlicht und einfach großartig !
Ganz herzlichen Dank für diesen Beitrag.

30.12.2018 21:02 • x 3 #4


bethany

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Ich glaube, dass wir auch nicht immer gleich mit der Krankheit klarkommen, zumindest ist das bei mir so. Ich habe Phasen, da gelingt es mir eher, die Balance zu halten. Dann gibt es welche, da könnte ich schlicht verzweifeln, weil mir alles entgleitet.

30.12.2018 21:21 • x 3 #5


Frederick1

Frederick1

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liebe bethany,

vielen herzlichen Dank. Ja, ich wünsche mir auch viel mehr Tage der Ausgeglichenheit und Balance. Aber wenn ich es mir erklären kann, wo es bei mir hängt, dankbar für die Tage sein darf, in denen es mir auch mal wieder gut gehen darf. Das hilft mir schon ganz schön viel. Das ich mehr gute Gedanken, und dann auch wieder mehr positive Gefühle haben darf.

Früher habe ich mir im Fernsehen alles angeschaut, gelesen was mir vor die Hände kam, gehört was man so hört..........

Heute versuche ich da achtsamer zu sein, so gut es geht, weil ich merke, nicht alles tut mir gut was ich so sehe, höre usw...

Weil ich es mir mehr und mehr Wert geworden bin. Ich darf damit einverstanden sein, der zu sein, der ich bin. Einverstanden zu sein, mit den Eigenschaften die ich habe, einverstanden zu sein mit meinen Grenzen. Und da bin ich immer wieder im Lernen....Da möchte ich immer mutiger und tapfer sein, mich so zu nehmen wie ich bin. Nicht nur aus Pflicht mich annehmen und achten, sondern aus Liebe, weil ich mich mag und akzeptiere.

Und immer wieder die Fragen, hast du dich angenommen, mit deinen Gaben, mit meinen Grenzen, mit meinem Geschick, meinem Geschlecht, meiner S....Kannst du ein JA sagen zu dir selbst. zu deinen Beziehungen, deinem Lebensalter, meinen Kindern, meinen Eltern, meiner Ehelosigkeit, meinen finanziellen Dingen, zu meinem äußeren Aussehen.

Oh, am Samstag habe ich wieder an meinem Fahrrad geschraubt, und ich kam nicht mehr weiter. Und meine liebe Frau hat meinen Fehler erkannt, schrauben kann ich, aber meine Frau hat mehr den technischen Blick....Da muss ich auch immer wieder zuerst schlucken...................
Die Selbstliebe, die Annahme von uns selbst ist nicht leicht, muss erlernt werden. Gerade wenn du in deinem Elternhaus eher abgelehnt wurdest, zu arg kritisiert usw...

Das wir uns mehr und mehr unserer eigenen Identität bewusst sind, deckungsgleich mit dem was wir sind und leben, und das strahlen wir auch aus.

Aber wenn es stimmt, das Selbstliebe so wichtig ist, wie kann ich es denn immer wieder lernen, mich anzunehmen, mich lieb zu haben? Wenn ich mich lieben und annehmen lasse. Früher wurden die Babys noch an der Mutterbrust gestillt. Heute scheint das nicht mehr so wichtig. Doch ich habe gehört, wer noch an der Mutterbrust gestillt wurde, für den war es leichter, sich selbst anzunehmen.

Wir Menschen sehnen uns geliebt und angenommen zu werden. Die Gefahr besteht, das wir als Ersatz an der Flasche nuckeln, Alk., wie ich auch schon, Zig., Dro. usw....

Als Mensch brauche ich Worte der Liebe, der Annahme immer wieder neu. Wie gut tut mir ein gutes Wort, ein kleines Lob, eine Anerkennung, eine Bestätigung, "Frederick, das hast du gut gemacht."

Mich anzunehmen heißt auch meinen Körper anzunehmen. Wenn ich meinen Körper nicht mag, dann mag ich mich selbst nicht, denn mein Körper, mein Aussehn gehört auch zu mir. Mein Körper sollte mein Freund sein, nicht mein Feind.

Auch wenn ich zu viel esse, oder wenn ich zu wenig esse, dann lehne ich meinen Körper ab, tue ihm nichts Gutes.

Mangelnde Selbstliebe führt bei mir zur Depression. Manche Menschen suchen sich einen Helferberuf aus, um Liebe und Annehme zu bekommen. Auch ich war da schon erschöpft, alles gegeben, nur für ein wenig Liebe...

Mir selbst Liebe schenken, was mir gut tut, was mir Freude schenkt.

Und da sind wir wieder Originale. Jeder freut sich von Herzen über etwas anderes.Zum Beispiel singe ich gerne, mache Musik, das macht mir Freude, über etwas Lachen, auf andere Gedanken kommen, Eis essen gehen usw..

Damit wir immer wieder von den schweren Gedanken in der Depression los kommen. Das wir versuchen, uns nicht so arg auf sie einzulassen.Das wir uns gegenseitig aufmuntern, eine Freude machen, uns gute Worte zusprechen usw.

Mir hilft es ganz arg hier im Forum, das ich mit meiner Depression nicht allein bin...........


in guten Gedanken für dich,

ganz viele liebe Grüße.


Frederick

31.12.2018 15:08 • x 1 #6




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