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Es ist dunkel hier in meiner Seele

Lost111

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. und ich sehe den Weg zurück nicht mehr. Ich bin mal wieder in eine tiefe Depression verfallen.
Mir geht es schon seit Wochen nicht wirklich gut, aber der Tod meines geliebten Flöckchens hat mir den Rest gegeben.
Ich bin des Kämpfens so müde!
Da ist so eine riesengroße Leere in mir. Ich fühle mich einsam und verloren. Alles erscheint mir sinnlos. Weit weg von mir.
So total emotional die letzten Tage für mich waren, so gefühllos empfinde ich mich heute.
Ich war vorhin bei meinem HA und habe ihm mein Leid geklagt. Und ich musste nicht weinen. OK, so wirklich viel konnte ich nicht sagen (wie so oft), aber er versteht mich inzwischen auch ohne viele Worte. Er schrieb mich sofort und ohne Probleme für 4 Wochen krank. Und wenn sich mein Zustand noch weiter verschlechtern sollte, könne ich jederzeit in der Praxis vorbei kommen.
Das zu hören tat mir gut. Außerdem verschrieb er mir noch etwas zur Beruhigung, da ich innerlich trotz der Leere sehr aufgewühlt und unruhig bin. Und dann weiß ich nicht, wohin mit mir.
Zudem habe ich nun ein furchtbar schlechtes Gewissen meinen Arbeitskollegen gegenüber.
Heute habe ich noch "funktioniert", morgen bin ich krank. Das stößt oft auf Unverständnis. Aber sollte mir das nicht eigentlich egal sein?!

Mein Kopf denkt zu viel!

Dunkle Grüsse

Lost111

25.02.2021 23:22 • x 13 #1


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Caro60

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Du bist krank geschrieben,lass die Gedanken an die Arbeit mal fallen und versuche herunter zu fahren...schlafen.
Manchmal ist es gut,sich selbst aus dem Rennen zu nehmen!
Sei froh,dass du das machen konntest.Alles andere wäre Qual .
Ich wünsche dir erst einmal eine hoffentlich ruhige Nacht evtl.mit einer Tasse Tee oder heisser Milch mit etwas Honig.
VG Caro60

26.02.2021 00:39 • x 1 #2


Lost111

Lost111

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Ja, danke, aber runter zu kommen ist nicht so einfach für mich. Dabei bin ich eigentlich total müde, es war ein langer Tag ------ die vielen (negativen) Gedanken lassen mich wach bleiben.
Manchmal wünschte ich mir... EGAL.

26.02.2021 00:47 • #3


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hlena

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Hallo Lost!
Ich wünsche dir,daß sich dein Zustand bald bessert.
Du wirst sehen,das Kopfkino läßt bald nach.
Auf jeden Fall ist es klasse,daß du dir Hilfe holen konntest.
Denk jetzt nur an dich,nicht an die Arbeitskollegen.

26.02.2021 01:24 • #4


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Caro60

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Die dunklen Gedanken gehen wieder und es kommen bessere Tage.Tage wo die Sonne dich wärmt Lass es zu und finde etwas Ruhe,das braucht Zeit und Geduld
Caro60

26.02.2021 01:38 • x 1 #5


Resi

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Zitat von Lost111:
Da ist so eine riesengroße Leere in mir

Liebe Lost, Flöckchen hat ja auch ein Riesenloch hinterlassen, das ist ein Verlust, der erstmal verkraftet werden muß, besonders für Menschen wie wir das sind.
Es ist gut, daß du so einen verständnisvollen Arzt hast.
Und laß bitte dein schlechtes Gewissen sein: du bist nicht arbeitsfähig.

Zitat:
Ja, danke, aber runter zu kommen ist nicht so einfach für mich


Das ist auch schwierig.
Ich kenne den Zustand von mir:
Total erschöpft, aber der Kopf gibt einfach keine Ruhe.
Solange es eine Phase ist, ist das schon in Ordnung, aber sollte es nicht besser werden würde ich nochmal deinen Arzt darauf ansprechen, ob er dir nicht übergangsweise etwas zum schlafen geben kann, quälen sollst du dich ja nun nicht.

Ich kann dir aus schmerzhafter Erfahrung sagen, daß es wirklich besser und wieder gut wird (auch wenn wir nie vergessen ), auch wenn die Verzweiflung jetzt über dir zusammenzuschlagen droht.

Alles Liebe

26.02.2021 07:29 • x 1 #6


Lost111

Lost111

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@hlena @Caro60 @Resi

Vielen lieben Dank für eure mitfühlenden Worte.

Alles ist einfach nur noch schwer. Dunkle Gedanken quälen mich. Ich will nur noch schlafen.

Heute ist die Urne mit meinem Flöckchen gekommen. Somit sind wir für immer vereint.

Es tut einfach nur weh! Wird der Schmerz jemals nachlassen?! Es fühlt sich nicht so an.

Und auch das schlechte Gewissen gegenüber meinen Arbeitskollegen kann ich nicht so einfach abstellen. Ich bin "schuld" daran, dass sie nun durch mich Mehrarbeit haben. Ja, ich weiß, diese Gedanken sollte ich nicht haben.
Ich kann nicht einfach so an "mich" denken. Das fällt mir extrem schwer. Aber ich sollte einfach akzeptieren, dass ich momentan halt nicht arbeitsfähig bin. Auch das fällt mir schwer.

Ich habe Tavor verschrieben bekommen, das hilft mir über das schlimmste hinweg. Da bin ich meinem HA echt dankbar.
Und - ja, ich weiß, dass man das auch nicht dauerhaft nehmen sollte; es ist halt für den Notfall.

Was bleibt, sind die Erinnerungen. Die kann mir niemand nehmen.

Eine tieftraurige

Lost111

26.02.2021 21:13 • x 2 #7


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Kate

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Ich würde Dir so gern helfen
Aber mehr als Worte und an Dich denken geht nicht.
Weißt Du was meine Gedanken bezüglich der Urne sind?
Nimm es mir bitte bitte nicht übel, das ist nur meine Meinung. Der Schmerz muss mit Urne noch schlimmer sein. Nun steht die kleine Maus bei Dir und Du wirst permanent erinnert. Auf der anderen Seite, seit ihr halt so zusammen.
Für mich kam immer nur das begraben auf meinem Grundstück an einem schönen Platz, eingewickelt in eine Decke in Frage.
Ich habe das Gefühl, ich konnte damit schneller damit abschließen. Wenn man das so nennen kann. Aber das ist nur mein Empfinden.
Du machst das für Dich absolut richtig und ich kenne ganz viele die die Urne ihres Tieres haben.

Liebe Grüße Kate

26.02.2021 21:23 • x 3 #8


Lost111

Lost111

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Liebe Kate,

danke dir, aber du hilfst mir schon, indem du mir schreibst.

Mein Flöckchen ist ja nicht die erste Fellnase, die ich gehen lassen musste. Alle anderen ruhen in der Erde in dem Garten, wo ich mal wohnte. Inzwischen habe ich keinen Garten mehr, so dass ich mich bewusst für die Urne entschieden habe. Das ist auch Neuland für mich sozusagen. Aber die Tierbestatter befand ich als sehr mitfühlend und kompetent, so dass ich meine Maus in guten Händen wusste. Heute kam sie also zu mir zurück und es bricht mir das Herz auf ein neues. Trotzdem bin ich froh, sie bei mir zu haben. Ich kann sie doch nicht alleine lassen in der Dunkelheit!
16 Jahre und 8 Monate durften wir füreinander da sein. Sie fehlt mir so unendlich!

LG Lost111

26.02.2021 21:36 • x 4 #9


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hlena

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Schau nach vorn :
Du sollst möglichst nicht trauern, sondern dir sagen :
Schön, daß wir so lange Zeit zusammen sein durften.

26.02.2021 21:53 • #10


Lost111

Lost111

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@hlena

Ich bin unendlich dankbar für die Zeit, die wir zusammen hatten. Trotzdem ist die Trauer riesig - ich komme nicht dagegen an.
Nichts kann mich trösten. Ich bin gefangen in der Dunkelheit.
Ich muss die Trauer zulassen. Das ist ein Prozess, denn ich durchlaufen muss. Mit allen Konsequenzen.

26.02.2021 22:04 • x 2 #11


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Caro60

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Liebe Lost,
Trauer gehört dazu .Ich finde es gut mit der Urne so,sicher ist das alles Ansichtssache.
Ich glaube ,ich würde sogar mit ihr reden.So habe ich getrauert um meinen Papa,bin immer zum Grab und manchmal hab ich auch geschimpft...
Die Mallorciner machen das auch so ...die Friedhöfe sind nicht so doll,dafür hat jeder so eine Ecke im
Haus oder Grundstück. Das ist der Ruhepunkt zum Trauern.
Du machst das in deinem Sinne richtig.
VG Caro60

26.02.2021 22:32 • x 1 #12


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DownTown

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Ach liebe Lost,
es ist so traurig das zu lesen...die Endlichkeit auf diese Weise zu erfahren ist einer der schwersten Wege in unserem Leben und da ist es egal ob die Oma, ein Freund oder ein Haustier stirbt. Keiner durchlebt dies einfach so. Dennoch geht jeder anders damit um. Ich finde die Trauer die du durchlebst und empfindest völlig normal. Es reißt vielen Menschen einfach den Boden unter den Füßen weg...du darfst trauern, wahrscheinlich musst du es auch...vielleicht hilft es dir ja, dir einen Zeitraum zu geben, in dem du dir erlaubst das zu durchleben um dann langsam wieder auf die Beine zu kommen. Klar, die Depression lässt sich nicht abstellen...aber vielleicht kannst du vom Kopf her dann sagen "ich habe getrauert und das war gut und richtig so...aber jetzt ist es Zeit die guten Erinnerungen aufleben zu lassen und dankbar für die gemeinsame Zeit zu sein...vielleicht kannst du dann eines Tages wieder nach vorne blicken...
Fühl dich gedrückt...
DownTown

26.02.2021 22:46 • x 1 #13


Lost111

Lost111

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Liebe Caro60,

Zitat:
Trauer gehört dazu .Ich finde es gut mit der Urne so,sicher ist das alles Ansichtssache.
Ich glaube ,ich würde sogar mit ihr reden.


Klar ist das alles Ansichtssache. Ich glaube, ich werde auch mit meinem Flöckchen reden... So wie ich mit allen meine Nasen geredet habe. Sie bei mir zu haben tröstet mich und gleichzeitig tut es weh.
Aber ich habe die Möglichkeit, ein Teelicht oben auf die Urne zu stellen. So kann ich ein Lichtlein für sie anzünden.

LG Lost111

26.02.2021 22:49 • x 4 #14


Lost111

Lost111

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Liebe DownTown,

auch dir danke ich für die lieben Zeilen.

Zitat:
die Endlichkeit auf diese Weise zu erfahren ist einer der schwersten Wege in unserem Leben und da ist es egal ob die Oma, ein Freund oder ein Haustier stirbt. Keiner durchlebt dies einfach so. Dennoch geht jeder anders damit um. Ich finde die Trauer die du durchlebst und empfindest völlig normal. Es reißt vielen Menschen einfach den Boden unter den Füßen weg...


Ja, es ist so unendlich schwer, Abschied zu nehmen. Es ist ein Abschied für immer! Und schon kommen mir wieder die Tränen...
Es werden noch viele Tage vor mir liegen, an denen ich nur mit Tränen in den Augen an mein geliebtes Flöckchen zurück denken kann. Vielleicht wird es mit der Zeit weniger schmerzvoll sein. Sie war halt mein ein und alles. Ich glaube auch, dass ich da jetzt einfach durch muss. Dabei sehnt sich jede Faser meines Körpers danach, sie wieder in meine Arme schließen zu können! Ich könnte schreien vor Schmerz, aber ich bleibe stumm.

LG Lost111

26.02.2021 23:09 • x 3 #15


Lost111

Lost111

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(Leider) wieder ein neuer Tag. Der mich damit konfrontiert, was ich verloren habe.
Da ist soviel Schmerz in mir, immer noch. Soviel, dass es kaum zu auszuhalten ist.
Dabei habe ich mich tagsüber von Stunde zu Stunde geschleppt. Versucht, mich mit TV gucken und lesen abzulenken. Was auch kurzfristig funktioniert hat. Ich habe Tagebuch geschrieben. Ich habe versucht, mir den Schmerz von der Seele zu schreiben.
Was bleibt, ist diese innere Leere. Die nicht zu füllen ist.

Alles um mich herum hat die Farbe verloren. Es gibt keinen Weg zurück.

02.03.2021 00:02 • x 3 #16


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Tierliebe

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Hallo liebe Lost,
ich bin noch neu hier und habe gerade deine traurigen und verzweifelten Worte gelesen.

Ein Tier gehen lassen zu müssen, welches uns über Jahre begleitet hat, ja uns in manch schwerer und dunklen
Stunde das Leben ein wenig heller machte, das ist unsagbar schwer und es lässt uns verzweifeln.
Das Gefühl die Trauer nicht ertragen zu können, die Frage danach ob die Trauer jemals wieder geht.

Weist du, ich und mein Mann, auch wir haben schon viele Tiere gehen lassen müssen.
Hunde, Katzen, Ziervögelchen. Die Trauer um all unsere Tiere war immer ein ganz schlimmer Schmerz, besonders
für mich. Ich habe mich tagelang nicht mehr eingekriegt, habe geweint bis ich keine Tränen mehr hatte, habe ihre Namen
geschrien, ich war einfach fertig. Aber irgendwann liebe Lost, wurde der Schmerz erträglicher.

Ich finde es schön das du dein Flöckchen zu dir "nach Hause"geholt hast.
Weist du, wir selbst haben auch drei verstorbene Katzen in einer schönen großen Sammelurne daheim.
Sie haben einen ganz besonderen Platz bekommen und dort ruhen sie nun. Hin und wieder spreche ich mal mit ihnen, aber
ich gestehe, selten. Sie haben ihren Gedenkplatz und mögen dort und in meinem Herzen ruhen.

Früher hatten wir ein eigenes Haus mit großem Garten,dort haben einige Kätzchen,Hunde und Vögelchen ihren letzten
Ruheort im Garten gefunden. Doch heute geht das leider nicht mehr, da wir umgezogen sind.

Ich sende dir liebe Grüße mit dem Wunsch an dich, das deine Trauer erträglicher wird und auch du dich wieder
besser fühlst.

Lg. Tierliebe

06.03.2021 18:32 • x 5 #17


Lost111

Lost111

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Hallo liebe Tierliebe,

vielen herzlichen Dank für deine mitfühlenden Worte! Ich drück dich mal ganz vorsichtig, wenn ich darf.

Ja, es ist nach wie vor nicht einfach, aber ich versuche, der Trauer nicht mehr so viel Raum zu geben. Was mir mal gut gelingt, dann mal wieder so gar nicht. Du weißt. was es bedeutet, Abschied nehmen zu müssen. Du hast es selber viele male erlebt.
Danke, dass du mir von dienen Erfahrungen erzählt hast.

Weißt du, was momentan am schlimmsten ist? Dass ich mein Flöckchen im Stich gelassen habe, weil ich sie beim Tierarzt gelassen habe. Sie musste ohne mich sterben. DAS quält mich gerade sehr. Jeden Abend, wenn ich das Teelicht auf der Urne anzünde, überkommen mich die Gefühle, dass ich nicht für sie da gewesen bin. Ob es wirklich die richtige Entscheidung war, sie noch dem ganzen Stress beim Tierarzt auszusetzen. Und sie ALLEINE zu lassen.

Aber ich tröste mich damit, dass sie jetzt wieder hier bei mir ist. Es wird wohl noch dauern, bis ich sie gehen lassen kann.

LG Lost111

08.03.2021 20:49 • x 2 #18


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Kate

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Zitat von Lost111:
Jeden Abend, wenn ich das Teelicht auf der Urne anzünde, überkommen mich die Gefühle, dass ich nicht für sie da gewesen bin. Ob es wirklich die richtige Entscheidung war, sie noch dem ganzen Stress beim Tierarzt auszusetzen. Und sie ALLEINE zu lassen.

Ich kann das Gefühl nachvollziehen liebe Lost, mein Katerchen musste auch alleine sterben, wäre ich nur ne halbe Stunde eher zu Hause gewesen.
Ich hatte danach eine Reportage gesehen, wie sich Tiere zum sterben zurückziehen. Sie sterben lieber alleine, dass ist die Natur. Viele Menschen machen das auch so, sie sterben während die Angehörigen sich nur schnell neuen Kaffee holen.
Das hat mich getröstet.

Ich umarme Dich

10.03.2021 19:23 • x 2 #19


Lost111

Lost111

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@Kate

Danke dir liebe Kate. Der Schmerz wird langsam erträglicher mit jedem Tag, der vergeht.
Trotzdem ist es noch dunkel in und um mich. Alles fühlt sich so dumpf und leer an. Die Depression hat mich fest im Griff. Sogar das Notwendigste zu tun kostet extrem viel Kraft.
Eigentlich wollte ich meine Wohnung auf Vordermann bringen; viel geschafft habe ich in der Hinsicht nicht. Ich liege meistens nur auf der Couch und kann mich zu nichts aufraffen.

Es ist schwer, die dunklen Wolken und Gedanken zu vertreiben. Und manchmal schleicht sich da der Gedanke rein: wozu machst du das alles noch? Sorry, ich will damit niemanden triggern. Aber das sind so Gedanken, die ich in meinem Kopf hin und her wälze.
Ohne zu irgendeinem Ergebnis zu kommen.

LG Lost111

10.03.2021 20:13 • #20


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Kate

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Ich kann das sowas von nachvollziehen. Ich würde auch den ganzen Tag rumliegen, wie jedes Wochenende und montags. Ich gehe zum Glück nur 4 Tage die Woche arbeiten, das ist Pflicht wozu ich mich jeden Morgen zwingen muss. Nicht nachdenken, einfach hingehen. Mein Mantra.
Und dennoch könnte ich jeden Morgen vor den Bus laufen.

Aber irgendwann kommt der Moment wo es uns besser geht

10.03.2021 20:22 • x 1 #21


Lost111

Lost111

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@Kate

Zitat:
Ich gehe zum Glück nur 4 Tage die Woche arbeiten, das ist Pflicht wozu ich mich jeden Morgen zwingen muss. Nicht nachdenken, einfach hingehen. Mein Mantra.


Ich arbeite normalerweise 5 Tage die Woche. Da ist jeder neue Morgen ein Kampf. Ich kenne das nur zu gut, dieses "du musst".
Aber momentan kann ich einfach nicht arbeiten, es geht nicht. Und damit fühle ich mich schon "schuldig" genug.
Ja, wahrscheinlich wird die Last der Depression irgendwann leichter und die dunklen Wolken weichen.
Es fühlt sich nur nicht im geringsten so an. Und sich in Geduld üben war nie eine Stärke von mir.

LG Lost111

10.03.2021 20:52 • x 2 #22


Lost111

Lost111

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Heute ist - wieder einmal! - ein Tag, den es nicht bräuchte. Sinnlos. Überflüssig.
Dabei ist gar nichts besonderes vorgefallen. Ich fühle mich einfach nur schlecht; na ja, das ist nichts neues.
Und ich weiß wieder nicht, wohin mit mir. Zu viele Gedanken, zu viele Gefühle, ALLES ZU VIEL.
Ablenkung funktioniert gerade null bei mir. Ich will einfach... --- nichts mehr. Nichts mehr denken, nichts mehr fühlen, nichts mehr sehen.
SORRY, wenn ich mich wiederhole. Wer kennt das auch und was macht ihr dann damit

LG Lost111

12.03.2021 00:22 • #23


Marylu

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Liebe Lost 111, es tut mir leid, dass es dir so schlecht geht. Wird es abends besser? Ich kann mich dann zumindest auf den Abend freuen. Schaffst du es, raus zu gehen. Das hilft bei mir, auch wenn die Überwindung viel Kraft braucht, meistens. Ich zähle auch die Stunden rückwärts, wann ich endlich wieder schlafen gehen kann. Viele liebe Grüße.

12.03.2021 18:18 • #24


Lost111

Lost111

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@Marylu

Meistens ist es morgens nicht so gut, abends dann relativ unterschiedlich. Keine Ahnung, wovon das abhängt.
Leider schaffe ich es nicht mal, raus zu gehen.
Ich bin jetzt seit 2 Wochen krank geschrieben und verspüre nicht die geringste Besserung.

LG Lost111

12.03.2021 20:22 • #25


Marylu

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Liebe Lost 111, es tut mir sehr leid, dass es dir so schlecht geht. Was hat dir denn in der Vergangenheit geholfen? Ich schreibe mir auch immer viel auf, was mir hilft. Ich wünsche dir viel Kraft.

13.03.2021 15:08 • #26


Lost111

Lost111

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@Marylu

Ich versuche halt, so gut es geht, mich abzulenken. Lesen, ein warmes Wannenbad, TV, Musik hören.
Manchmal hilft aber alles einfach gar nichts. Dann liege ich auf der Couch und starre die Decke an. Und dann geht erstmal gar nichts mehr.
Mir hilft es auch, mir kleine Ziele zu setzen. Heute z.B. habe ich mit meiner Frauenärztin telefoniert, das war dann aber auch fast schon wieder zu viel. Es gab eine Problematik zu klären, die ich eigentlich schon letzte Woche hätte klären wollen. Der Tag hat 24 Stunden, aber ich schaffe nur wenig.

LG Lost111

15.03.2021 20:46 • #27


Marylu

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Liebe Lost 111, das ist sicher bei vielen von uns so ein Problem, dass wir immer denken, ganz viel schaffen zu müssen. Nur so fühlen wir uns wertvoll. Doch manchmal reicht es einfach, den Tag irgendwie Rum gekriegt zu haben. Kannst du schlafen? LG.

15.03.2021 21:09 • #28


Lost111

Lost111

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@Marylu

Ach der Tag hat viele Stunden! Vielleicht sollte ich mal auf meinen ehemaligen Psychiater hören, der immer sagte: "Druck raus nehmen". Wie du schon so schön sagst: nur wenn wir Leistung erbringen, fühlen wir uns wertvoll, zufrieden, gebraucht.
Schlaf ist bei mir auch so ein Problem. Nehme 2 Medis zum Schlafen, stelle allerdings schon seit längerem einen Wirkverlust fest.
Kannst du gut ein-/durchschlafen?

LG Lost111

15.03.2021 21:50 • #29


Marylu

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Meistens ja, nehme Quetiapin, damit kann ich ganz gut schlafen, worüber ich sehr froh bin. Wie geht es dir heute? LG.

16.03.2021 16:05 • #30

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