Und last but not least diejenigen, die einfach beim Diskutieren nur Aggressionen ablassen wollen oder doch gerne Jemanden mal persönlich angreifen oder einfach gerne angreifen.
Ich schaue ja gerne jetzt im Ruhestand mit Muße Bundestagsdebatten und bin dann immer erstaunt, wie sehr es denn doch auch um die Sache und das Thema geht, wenn der Plenarraum gar nicht so voll besetzt ist und das Thema gar nicht so reißerisch zu vermarkten ist. Während fast alle öffentlichen Statements vor vielen Mikrofonen und Kameras taktischer Natur sind.
Wenn dann die Mitglieder aus Beratungsgremien wirklich Argumente austauschen, wie wohltuend anders ist das als taktische Worthülsen ohne Inhalt. Das fällt dann direkt richtig auf.
Und so meine ich, dass schon darin auch ein Grund liegt, mit zu lange schwelenden Diskussionen oder Konflikten einfach irgendwann aufzuhören hier im Forum! Wenn es nämlich schon gar nicht mehr klar ersichtlich ist, ob es noch ums Thema geht. Wenn das nie und nimmer einer alles mehr durchschauen kann.
Denn nicht jedem ist seine eigene Diskussionsmotivation bewusst.
Und andere würden sie nie zugeben, wenn sie nicht so ganz lauter und seriös ist und vielleicht sogar zerstörerisch ein bisschen. Und wieder andere stellen sich stur, weil, hier denken sie, können sie es.
Dann gibt es auch das Muster: Beleidigte Leberwurst! "Du gibst mir nicht dein Schüppchen freiwillig? Dann spiele ich nie wieder mit dir und petzen tue ich jetzt auch!" Da geht´s dann auch schon gar nicht mehr ums Thema.
Summa sumarum also: JA, es gibt polarisierende Gerechtigkeitsdiskussionsthemen, wo es schnell mal knallt, aber es gibt mindestens ebenso viele Gründe außerhalb des Themas, warum es knallt und sich in Foren sogar Leute abmelden.

Daher vielleicht die Moral von der Geschicht: Wehret den Anfängen!
