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Der "Ich stelle fest-Thread"

Wuslchen
Zitat von ClaraFall:
Mein Kind, Alexandra, hat mich nicht erniedrigt! So fühle ich mich auch keineswegs. Mein Kind war völlig hilflos und wütend und übermsnnt von Wut, Trauer und Unsicherheit.

Dass du immer wieder erklärst du seist keine so besonders gute Mutter, kann und kann ich einfach nicht verstehen. Ich sitze hier und heule mir die Augen aus während ich diesen Satz lese. Weißt du wie unglaublich besonders das ist, was du da sagst und wie du mit ihm umgehst?

x 4 #3496


PaulaBaumann
Liebe @ClaraFall ,
ich stimme Wuslchen zu Du bist eine tolle Mutter. Klar ist es nicht okay, dass der Kleine ausrastet.
Andererseits wo soll er denn hin mit seinen vielen Gefühlen, die er nicht einordnen kann. Du machst das ganz richtig meiner Meinung nach. Vielleicht kannst Du auch eine kleine positive Ecke sehen, er hat sich Dir gegenüber geöffnet.
Viele liebe Grüße Paula trost spenden

x 3 #3497


A


Hallo Anchiwa4964,

Der "Ich stelle fest-Thread"

x 3#3


Kate
Zitat von Wuslchen:
Weißt du wie unglaublich besonders das ist, was du da sagst und wie du mit ihm umgehst?

Ganz genau. Selbst Ich würde mir wünschen, Du backst mir Muffins und liest mir eine Gute Nacht Geschichte vor. Du hast was absolut liebevolles.

x 4 #3498


hlena
@clara
Ich bin auch der Meinung von Paula.
Wenn sich dein Sohn dir gegenüber öffnet und dich vielleicht um Rat bittet, hast du vieles richtig gemacht.
Ich bin aber auch der Meinung von Alexandra.
Du mußt ihm Grenzen setzen.
Natürlich funktioniert das sicher nicht auf Anhieb,sei nachsichtig mit ihm aber auch mit Dir.

x 1 #3499


E
Ich weiß nicht so recht, was ich dazu schreiben soll. Auf jeden Fall Danke! Aber das ist irgendwie. . k.A. überfordert mich.

Ich stelle fest, dass wir mit Big einen wundervollen, völlig entspannten lustigen Geburtstag hatten. Und guten.

Little wurde um halb vier gebracht von ihr. ( ich habe gesagt, dass ich nicht möchte, dass er sich entschuldigt ) und um halb sechs habe ich ihn zurück gebracht. Er war hier recht ausgelassen und entspannt. "Übergabe" war dann mit ihm. Und dann mit dem Kleinen . . Küsschen und bis Montag . . angenehm alltäglich. Dann Big und seinen Dad gefahren und nun liege ich. Rum. Und atme gefühlt aus

x 4 #3500


Ylva
Ich stelle fest, dass ich nicht mehr weiß, wie ich meine unendlich langen Tage mit mir alleine rumbringen soll. Traurig

x 4 #3501


maya60
- Ich stelle fest, dass mein Mann, weil er ja Selbstreflektion für überflüssig hält, mal wieder sauer wird, dass ich, sobald unser gemeinsames Ernährungsumstellungsprojekt von mir in dieser Woche angestoßen und erklärt und vorgemacht wurde, mich wieder deutlich aus der Küche zurückziehe und für Abwechselndkochen und Projekt-Mental-Load loslassen bin, damit nicht wieder die mich krankmachenden Grenzen zwischen maya60 und einem professionellen Hauspersonal verwischen.

- Ich stelle fest, dass ich nie Hausfrau sein wollte und auch nie eine besondere Befähigung, geschweige denn Interesse dazu hatte und es n i c h t automatisch war und bin. Denn Göga hat die Familie wirtschaftlich versorgt und ich habe, bis ich krank wurde, einen Betreuungs-, Erziehungs- und Förderjob rund um die Uhr jahrelang mit Sohni gemacht, den Schwiegermutter als Familienärztin nannte: "4 traumatisierte Kleinkinder alle auf einmal".
Sonst, ohne ein behindertes und traumatisiertes Kind, hätte ich mit Göga die Familie wirtschaftlich versorgt und daheim hätten wir Hauspersonal gehabt. Das war ich.
Hausarbeit ging dann immer so irgendwie nebenbei. Auf meine Kosten! Und dann noch die ständigen Großfamiliengäste! 15 Jahre lang, das war vor ebenfalls 15 Jahren, als ich nicht mehr konnte, Göga ging´s prima, und als ich dann Jahr für Jahr dieses Wahnsinns abbaute und Sohni auch immer selbständiger und ausgeglichener wurde.

- Ich stellte fest, dass das massive Selbstsabotage war, aber Göga war zufrieden mit der Familie, hat nie was davon reflektiert und hat also meine Entwicklung seit 14 Jahren nicht wirklich nachvollzogen.

- Ich stelle fest, dass er abwechselnd verständnisvoll und grummelig ist, weil sein Verstand natürlich versteht, dass ich nicht nur krank, sondern auch nie der Typ Hausfrau war, was ich auch von Anfang an sagte vor Jahrzehnten, die wir nun zusammen sind. Und zeigte: Mein Leben fand einfach nie in der Küche statt, sondern forschend in der Uni oder privat unter Freunden.

- Ich stelle fest, dass er beruflich als Manager und von daheim in seiner Herkunftsfamilie es so kannte und kann, dass die Männer sich durchsetzen, weil sie Männer sind. Aber er wusste von Anfang an und sagte auch selber, dass er keine so unterwürfige Frau wolle wie daheim, dass ich durchsetzungsstark bin und u n k o n v e n t i o n e l l und auf keinen Fall traditionell, weil Tradition in Deutschland die N.azis waren und Patriarchat, das Kriege anzettelte.

- Rational weiß Göga das alles und auch vom Bauch her, aber der Bestimmer- und NieSelbstreflektierteil in ihm schläft noch selbstverordnet. Kopf kratzen

- Ich stelle fest: Das muss er selber wissen. daumen hoch anbeten

x 6 #3502


E
Ich stelle fest, dass ich nachdenken muss.

x 2 #3503


ZeroOne
Ich stelle fest, dass ich aktuell irritiert bin.

x 3 #3504


Wuslchen
Ich stelle fest, dass ich aktuell ein sehr dünnes Nervenkostüm habe...

x 2 #3505


Blume71
Ich stelle fest, dass ich gerade schlecht entspannen kann.

x 2 #3506


Pilsum
Zitat von maya60:
- Ich stelle fest, dass mein Mann, weil er ja Selbstreflektion für überflüssig hält, mal wieder sauer wird, dass ich, sobald unser gemeinsames Ernährungsumstellungsprojekt von mir in dieser Woche angestoßen und erklärt und vorgemacht wurde, mich wieder deutlich aus der Küche zurückziehe und für Abwechselndkochen und Projekt-Mental-Load loslassen bin, damit nicht wieder die mich krankmachenden Grenzen zwischen maya60 und einem professionellen Hauspersonal verwischen. - Ich stelle fest, dass ich nie Hausfrau sein wollte und auch nie eine besondere Befähigung, geschweige denn Interesse dazu hatte ...


Liebe Maya,

nachdem ich Deinen Beitrag gelesen habe, welchen ich hier nur auszugsweise zietiert habe,
scheint mir einiges an Deiner persönlichen Situation deutlich verständlicher zu sein.
Dir wünsche ich, dass Du wieder mehr im Alltag etwas für Dich persönliches finden und leben wirst.

x 3 #3507


maya60
Lieber @Pilsum , danke für deine Gedanken und Wünsche! Mittlerweile in den letzten 2 Jahren ca habe ich genug Schönes für meinen Alltag. Aber es ist fragil außerhalb meines notwendigen Schonraumes und erfordert jeden Tag viel Seelsorge und Krankheits-Selbstfürsorge.

Mein Haupttun, geliebtes dazu, ist nach wie vor mein Lesen und Schreiben wie immer schon.
Und das kann jetzt im Ruhestand auch endlich so wieder sein.

Mit der kleinen Extrakraft mache ich wieder mehr gemeinsam mit meinen Männern.
Das ist auch seit Jahren eingespielt und soll auch nicht mehr als eine kleine Extragemeinschaft sein.

Hauptsächlich bin ich wie meine beiden Männer auch eine Eigenbrötlerin und introvertiert und in meiner eigenen inneren Welt und kein alltagspraktischer Mensch, was meine beiden Männer auch nur begrenzt sind.

Gute Zeiten haben wir, wenn sich in dieser Gemeinsamkeit des Wesens die alltagspraktische Arbeit zwischen uns verteilt nach unserem Minimalismus und das ist auch schon seit Jahren eingespielt.

Ins Schlingern gerät das Ganze, da meine beiden Männer nicht alles reflektieren von allen Seiten (Sohni aufgrund seiner Behinderung kann das gar nicht), wenn ich wieder mal meine Belastungsgrenzen zurechtrücke.

Göga als Workaholic will sich über anderes als seine Arbeit nicht viele Gedanken machen und da sich hier daheim nichts einfach für ihn delegieren lässt, bzw., wenn, dann ich delegiere, da ich die Expertin für Sohnis Gesundheit und Behinderung bin und weiß, wie man für Sohnis und meinen Frieden im Haus die Harmonie erhält.

Das ist schon alles ausgekämpft zwischen Göga und mir, aber da Göga Selbstreflektion ablehnt, ist in ihm längst nicht alles klar damit und das kommt mitunter hoch und weise ich dann als was von ihm selber zu klären ab und dann grollt er und ich nehme das zur Kenntnis.

So in etwa. 3 Neurodiverse in Erwachsenen-Familien-WG allermeistens im Frieden ist schon ein Wunder und dass es uns im Coronalockdown erstaunlich gut miteinander ging ohne Streit und Aggressionen, auch, weil die Liebe zueinander immer siegte bisher am Ende.

Ein fragiles Gleichgewicht und doch stark in der Liebe. Und nicht ohne Misstöne ab und an.

Liebe Grüße! maya

x 2 #3508


Kate
Ich stelle fest, heute fühle ich mich ausgeglichener. Das lag am langen Spaziergang mit meinem Hund über die verschneiten Felder bei schönstem Sonnenschein. Ich bin seit Wochen gefangen in einer Blase aus Verzweiflung, Elend und Hoffnungslosigkeit.
Heute war der erste Schritt da wieder rauszukommen.

x 6 #3509


A


Hallo Anchiwa4964,

x 4#15


Wuslchen
Ich stelle fest, dass ich Kate's Worte sehr gerne lese. Kuss geben

Ich stelle fest, das weinen wohl langsam zu meinem Alltag dazugehört. Aber ich stelle auch fest, dass ich es lasse. Ich kann es sowieso nicht ändern.
Und ich stelle fest, dass ich jetzt raus in die Sonne will.

x 3 #3510

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