Ich muss feststellen, dass mein langjähriges, stilles, von niemandem gesehenes und darum für lange Zeit ganz vergessenes Trauma meiner Vorschuljahre in der Familie selbst heute noch die Macht hat, heutige Situationen für mich derart toxisch zu machen, dass ich nur davon weglaufen kann - und das, obschon diese heutigen Situationen wirklich nur von gewissen äusserlichen Parallelen her an damals erinnern, aber nicht von ihrer heutigen Beziehungsqualität her etwas damit zu tun haben.
Das ist einfach nur frustrierend.
Gestern hat mich meine Partnerin gefragt, was nach meiner Meinung das Wichtigste sei beim Umgang mit Triggern. Sie hat das aus beruflichem Interesse gefragt, sie schätzt nämlich meine Betroffenen-Erfahrung damit und das tut mir gut. Ich hab gesagt, absolut grundlegend sei für mich, einen Trigger erstmal ganz und gar anzunehmen, wie er ist, nicht dagegen zu kämpfen. Dann erhalte er auf Dauer (hoffentlich) die Möglichkeit, sich zu verabschieden.
Einleuchtend. Und umso frustrierender, dass im Fall meines Traumas sich diese alten Trigger gerade in unserer Beziehung immer wieder derart heftig einstellen, dass sie diese tatsächlich in Frage zu stellen vermögen. Obschon die Qualität der Beziehung eigentlich so vieles erfüllt, was mir damals eben fehlte und vorenthalten wurde.
Puh.
