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Hallo Thomas,
"jeder Mensch ist anders", so sagt man und jeder hat auf seine ganz eigene Weise Erfahrungen gemacht.
Darum kann man auch kaum alles auf einen Nenner bringen. Dennoch ähneln sich gewisse Grundaussagen
und so möchte man annehmen, dass man vielleicht auch mit ähnlichen Ansätzen zu einer Lösung seines
eigenen, akut wichtigen Problems gelangen könnte.
Meine Geschichte kurz in Stichworten skizziert:
Ich war gerade 18 Jahre alt, hatte Kopf und Herz voller Pläne, bzw. Träume, als ein Arbeitsunfall mich völlig
aus dem Leben riss.
Die Kugel eines Kleinkalibergewehrs traf mich während der Büroarbeit in den Kopf.
Seitdem bin ich nicht nur gelähmt, viel weitreichender war, dass meine Identität völlig ausgelöscht war.
Körperliche Umstände sind zwar auch ein Handicap, aber bei Weitem nicht solch eine Blockade, das Leben zu
leben, wie ein "seelisches Vakuum".
Ich kann dich also sehr gut verstehen, dass du keinerlei Ansatz erkennen kannst, was dich begeistern und
weiter bringen könnte.
Was hat mir geholfen ...? Was könnte man empfehlen ...?
Das ist so individuell verschieden wie die Menschen selbst.
Der Ansatz, der bei mir jedoch immer wieder durchkam, war und ist, dass es Tätigkeiten sind, die ich bereits im
frühen Kindesalter gemocht hatte.
Sei es nun, dass ich mich gern um ein kleines Beet im Garten meiner Eltern gekümmert hatte, dass ich liebend gern
mit Stoffresten und Wollresten beschäftigt war, dass ich einen Narren am Akkordeon meiner Patentante gefressen
hatte, das ich es mochte, das kühle Wasser im Freibad zu spüren, oder besonders gern allein die Stadtbücherei aufgesucht
hatte, sehr gern geschrieben habe, oder einfach allein stundenlang in die nächste Stadt laufen mochte.
Diese Erinnerungen sind mit Gerüchen, mit Farben, mit Gefühlen verbunden und ich habe so für mich persönlich den Eindruck,
dass "eine Ebene", die angesprochen wird, das Geheimnis intuitiv in sich birgt, eine weitere Ebene der eigenen Gefühlswelt
mitzuziehen.
Vielleicht fällt dir spontan etwas ein, vielleicht muss du etwas länger darüber nachdenken. Immerhin kann sich ein Muster
entwickeln, das deine ganz persönliche Handschrift trägt.
Es sind alles winzig kleine Dinge, die ich oben aufzählte. Aber glaub mir, man man sich allein schon durch´s Nachsinnen auf den
Weg. Und dabei erkennt man dann die vielen Abzweigungen rechts und links, die man sich so noch gar nicht vorstellen kann.