2 Verlängerung der Rente - Ablauf bei Ablehnung?

Simba12

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Hallo an Alle

Lange habe ich mich hier nicht mehr gemeldet. Mir fällt es auch immer schwer mich in die Diskussionen einzufügen, wie überall im sozialen Leben.
Aber vielleicht hat doch jemand heute Lust mir eine Rat zu geben, sodass ich mich hier noch mal einleben kann.

Bin ja schon lange wegen Depression und generalisierter Angststörung aus dem Berufsleben ( später dazu noch eine Lungenerkrankung) und auch seid knapp drei Jahren in EU-Rente. Nun steht aber wieder die Frage "was passiert weiter" , 31.12. ist wieder so ein Stichtag , und nun ist der Brief der DRV eingetroffen mit dem Hinweis dass die Rente endet. Oder halt eine Antrag auf Verlängerung stellen.
Ich bin nicht glücklich mit der derzeitigen Situation , meine letzte Maßnahmen war in einem BFW eine Umschulung aus der man mich Arbeitsunfähigkeit entlassen hat , und heute fühle ich mich solchen Anforderungen noch weniger belastbar. Auch privat sind die Belastung heute weniger zu schaffen als noch vor zwei Jahren. Mehr vielleicht in den nächsten Tagen.

Jetzt aber erst mal , was wird auf mich zukommen. Ich habe in der Zwischenzeit auch den Hausarzt gewechselt , der mir schon mal so viel Unterstützung geboten hat , dass ich jetzt auch wieder zu einer Psychologin gehen kann. Erster Termin in wenigen Wochen. Viele Berichte habe ich dem Arzt vorgelegt, und ich hoffe das er mich auch bei einem Verlängerungsantrag unterstützen wird.
Es wäre jetzt eine 2. Verlängerung und ich habe Angst was raus werden könnte?
Was kommt wenn abgelehnt wird ?
Was kommt überhaupt , ein Gutachtertermin? Die erste Verlängerung lief ohne Probleme , ohne Gutachtertermin , nach einer Wochen schon bestätig mit 2 verlängerten Jahren EU?

Wie lief es bei Euch , wenn ich fragen darf.

Liebe Grüße Simba12

04.08.2013 20:36 • #1


achtsamkeit

achtsamkeit

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Hallo Simba,
ich antworte jetzt, damit du nichtdenkst, dass das hier keinen inetressiert. Aber die kompetenteste Info kann dir sicherlich Albacaracin geben, also habe etwas Geduld.
Wichtig ist sicherlich ein aktuelles Gutachten von deinem Arzt. Bei dem Antrag auf Verlängerung erhielt mein Arzt entdprechende Fragebögen die er ausfüllen musste. Das alles wurde dann über den VDK abgewickelt. Ich brauchte nicht noch einmal zu einem Gutachter, aber das wird sicherlich ganz unetrschiedlich gemacht.
LG Achtsamkeit

08.08.2013 08:43 • #2


Knoten

Knoten

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Wirklich viel dazu sagen kann auch ich nicht, nur meine Erfahrung beschreiben.

Mein Psychiater hat die von Achtsamkeit bereits erwähnten Formulare ausgefüllt und direkt an die Rentenanstalt geschickt.
Ich habe die Formulare, die von mir gefordert worden, ausgefüllt und an die Rentenanstalt geschickt.
Hinzugefügt habe ich die Selbsteinschätzung und einen Auszug meines nicht nur psychischen Krankheitsverlaufs von der Krankenkasse.

Mehr war bei mir nicht nötig. Also kein Gutachter oder ähnliches.

Es wird jedoch sicher bei jedem anders beurteilt.
Vielleicht kannst du vorher mit deinem Psychiater darüber sprechen...?

08.08.2013 14:27 • #3


Simba12


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Hallo zusammen

Danke Euch für die Antworten. Sicher bin ich zu ungeduldig, es ist schwer im eignen Umfeld das Thema mit Anderen zu besprechen. Leider habe ich nach einem Umzug vor ein paar Jahren keinen Facharzt mehr. Die Berentung ging mit Unterstützung von meinem Hausarzt durch , nachdem mich eine psychosomatisch Klinik auch als nicht Therapiefähig abgelehnt hat. Ein zweiter Hausarzt wurde auch angeschrieben bei dem Rentenantrag. Bei der Berentung und auch bei der ersten Verlängerung (ohne Gutachter) hat mich mein HA gut vertreten , den ich aber wegen der Lungenerkrankung ( und eine ziemlich dummen Beratung in eine Lungenforum) gewechselt habe. Für die bessere Behandlung der Lungenerkrankung war der Hausarztwechsel schon gut. Der Hausarzt ist auch gut , durch den Wechseln habe ich jetzt immerhin auch wieder für die Zukunft eine Psychologin die ich schon vor Jahren hatte. Nur bin ich mir noch völlig unschlüssig wie es mit dem neuen HA bei dem Verlängerungsantrag laufen wird, aber mehr aus Angst als aus evtl. nichtvertrauen dem Arzt gegenüber. leider hat er noch drei Wochen Urlaub und ich muß Zeit abwarten. Ich hoffe zwar schon dass es keine Probleme beim HA gibt , weil ich auch wieder bei der Psychologin Termine wahrnehmen werde, Viele Berichte habe ich dem HA auch vorgelegt. Somit weis Er was bei mir in der Vergangenheit war und was zur EM gefürt hat.

Die Verlängerung werde ich erst mit meinem HA besprechen , und dann vom Sovd bearbeiten lassen. Da habe ich schon gute Erfahrungen gemacht.
Eine Umschulung war für mich schon vor der Rente von dem BFW abgebrochen worden. Wegen der Lunge und der psychischen Situation kann ich nicht wieder in meinen vorigen Beruf zurück.

Was wäre wenn die Rente Ausläuft , ich wieder einen Job antreten würden ( dem ich mich ganz klar nicht gewachsen fühle), oder wieder in eine Umschulung einsteigen würde/müsste, den Belastungen wegen der Gesundheit nicht stand halten könnte? Was kommt dann ?
Wäre dann noch Krankschreiben möglich ( Krankengeld , Alg1 , ausgeschöpft) , ALg2 heißt dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen können , arbeitsfähig sein müssen. Aber wenn es nicht geht ?
Wann wäre man wieder in der Lage bei Bedarf eine erneute Rente zu beantragen, wenn Gesundheit nicht für den Arbeitsmarkt ausreicht?
Für mich wirkt das alles , als würde man dann unter der Brücke wohnen müssen :(((

@ Knoten Danke ,
der Hinweis eine "Selbsteinschätzung zu schreiben ist schon ein klasse Tipp. Das habe ich von einigen Jahren schon mal für einen Hausarzt gemacht weil dort halt nie so genau die Einzelheiten in kurzer Zeit besprochen wurden, was auch sehr gut angekommen ist. Das werde ich dann jetzt mal wieder machen, hätte ich nicht selbst dran gedacht.

Viele Grüße Simba12

08.08.2013 15:31 • #4


Albarracin

Albarracin

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Hallo Simba,

bei psychischen Erkrankungen werden eigentlich die Hürden mit jeder Rentenverlängerung "niedriger".

Die grundsätzlichen Feststellungen - zB über Chronifizierung - werden idR beim Erstantrag geklärt. Danach kommt es eigentlich nur noch auf eine fundierte ärztliche Darstellung des Fortbestehens an.
Wenn die DRV bei der ersten Verlängerung die Stellungnahme eines Hausarztes akzeptiert hat, sollte das auch bei der zweiten Verlängerung ausreichen. Voraussetzung ist natürlich, daß dein neuer HA von Dir ausführlich und fortlaufend über Deinen Zustand informiert wurde.

08.08.2013 16:22 • #5


Simba12


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Hallo noch mal

Ich bin in den Jahren auch mal von einem Arzt zum Anderen gewechselt, was der Gutachter positiv gewertet hat, da somit verschiedene Ärzte meine Lage ähnlich beschrieben hatten. Somit habe ich auch eine gewisse Hoffnung , dass mir diese HA-Wechsel nicht zu Verhängnis wird.

Wenn die Hürden niedriger werden , wäre ja schön ... ein Hoffnungsschimmer. Wenn nur nicht die Urlaubszeit noch so lang hin wäre bis ich meinen Arzt endlich ansprechen kann.

Ich hatte mir nach der ersten Bewilligung der EM-Rente über den SoVD den Bericht vom Gutachter in Kopie angefordert. Macht es Sinn das dem Arzt vorzulegen?

Bisher habe ich keinem Arzt mit geteilt , dass ich solche Unterlagen habe. Steht ja schon mal drauf "darf nicht an Patient weitergereicht werden" . Wie reagieren die Ärzte wenn man solche Unterlagen selbst einsieht . Ich weiß man hat das Recht, aber es gönnt Einem das ja nicht Jeder. Mein Fachärztin hatte auch immer einen Stempel auf Berichten, die an den HA gingen (HA hat sie mir trotzdem ausgehändigt).

Sollte ich das Gutachten dem Arzt vorlegen?

Bei einem evtl. Gutachtertermin bei Verlängerung, wird es dann vom selben Gutachter wieder bearbeitet?

Kann man auch ein Gutachten bekommen von einem vorigen Verlängerungsantrag der ohne Gutachtertermin verlängert wurde ?

Oh , noch mal so viele Fragen redface.gif
Danke für eure Unterstützung

VG Simba12

11.08.2013 12:18 • #6


Knoten

Knoten

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Hallo Simba,

ich habe bisher immer alles was ich hatte vorgelegt. Meinen Ärzten war es eine Hilfe und wenn dein HA meint, dass du den Bericht lesen darfst ist das völlig OK. Auch eine Kopie davon zu besitzen ist völlig OK.

Ich sammele alles was ich kriegen kann, mein Ordner ist mittlerweile ganz schön dick.
Ich muss auch dazu sagen, dass ich bei meinem ersten Rentenantrag alles was ich habe, als Kopie hinzugefügt habe.
Bei meiner Verlängerung dann alles was ich bis dahin an neuen Berichten erhalten habe.

Ärger zu bekommen ist mir nicht einmal in den Sinn gekommen

11.08.2013 21:43 • #7


Albarracin

Albarracin

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Hallo,

natürlich ist es sinnvoll, die seinerzeitigen ärztlichen Stellungnahmen dem jetzigen Arzt vorzulegen. Dann kann er die Entwicklung besser bewerten.

Zitat:
Steht ja schon mal drauf "darf nicht an Patient weitergereicht werden" .

Das ist von einigen unbelehrbaren Weißkitteln der eigentlich illegale Versuch, schlecht informierten Patienten ihre gesetzlichen Rechte vorzuenthalten und sie einzuschüchtern.

Die nach wie vor gültige Rechtslage zum Einsichtsrecht von PatientINNen in ihre persönlichen Krankenunterlagen - gerade auch für den Bereich Psychiatrie/Psychotherapie/Psychosomatik - findest Du hier unter Nr. 7:
wichtiges-im-umgang-mit-gesetzlichen-krankenkassen-t17894.html

12.08.2013 11:05 • #8


auferstehung

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Ich habe nocb eine interessante Quelle gefunden, aus der hervorgeht, dass auch bei psychiatrischen Erkrankungen die Einsichtnahme des Patienten in die entsprechenden Unterlagen durch den Arzt nicht pauschal abgelehnt werden darf:

https://www.datenschutzzentrum.de/mediz ... rdpat2.htm [Quelle: Datenschutzrechte der Patienten von Thilo Weichert]

15.08.2013 12:32 • #9


Simba12


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Hallo zusammen

Danke , die Info's waren sehr hilfreich.
Ich werde also meine HA und auch der Psychologin das komplette Gutachten vorlegen.

VG Simba12

15.08.2013 17:24 • #10


auferstehung

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Sorry, Steffi, ich wusste nicht, dass man bei Links auch eine Referenzangabe machen muss. Ich hatte mich an Albarracins Verweis wichtiges-im-umgang-mit-gesetzlichen-krankenkassen-t17894.html orientiert, wo dann die Links zu den entsprechenden fachbezogenen Websites auch nur "einfach so" erwähnt sind.

16.08.2013 09:28 • #11


Steffi

Steffi

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Hallo auferstehung,

wir gehen hier nur auf Nummer Sicher. Die Hatz auf Website-Betreiber und Urheberrechtsverstöße nimmt leider immer mehr zu. :g050:

16.08.2013 10:50 • #12


Simba12


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Hallo noch mal an Alle

Ich sitzt auf heißen Kohlen. Mein Verlängerungsantrag habe ich am 3.9. gestellt, und bis heute habe ich noch keine Antwort. Aber nun ist es schon Dez. und ich weis noch nicht wie es im nächsten Monat weiter gehen soll.
Ich bin seit Wochen ganz kirre. Mein Arzt sagte , es solle auf alle Fälle weiter auf EM-Rente laufen. Das komplette Gutachten hatte ich vorgelegt (was auch gut beim Doc ankam). Die DRV sagt mir am Tel. die Akte liegt bei Doc der DRV. Aber nun ist es ja schon Dez. zum 31.12 Stichtag , was wenn die DRV eine Verlängerung ablehnen wird.

Was habe ich dann noch für Möglichkeiten , so kurz vor Schluss? Weil die Zeit ist dann so fast schon abgelaufen.
Die Verlängerung vor 2 Jahren war in 6 Wochen bearbeitet und entschieden schon im Okt. , aber dieses Jahr zieht es sich endlos........ smilie_denk_04.gif

Wie war es bei euch?
Musstet ihr auch schon bis kurz vor Stichtag warten?
Wie gut ist die Change das der DRV Arzt dem Beichtet des behandelnden Arztes zustimmt?
Die Warterei ist ....... mega ..... Psychostress redface.gif

Danke für einen Rat vorraus.

LG Simba12

04.12.2013 15:10 • #13


Knoten

Knoten

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Hallo Simba,

ich kann dir nicht sagen, wie der Arzt der DRV entscheiden wird, oder wie lange die Bearbeitung läuft.

Was ich aber erlebt habe, ist dieses Gefühl nicht zu wissen wie es weiter gehen soll. Ich kann dir auch nicht mit Sicherheit sagen, ob mein Wissen das Einzige ist, was übrig bleibt....

Als ich vor dem Moment stand, wurde mir gesagt, ich müsse Hartz4 beantragen.

Deine Wartezeit ist in der Tat schon recht lang. Kann es sein, dass die DRV noch von irgendwoher Gutachten oder Berichte anfordern musste?

Es gibt bei dem Antrag ja diese Auflistung der behandelnden Ärzte. Wenn du da mehrere angegeben hast, könntest du bei denen Nachfragen, ob ein Bericht angefordert wurde. Ist ein Kann aber kein Muss!

04.12.2013 22:28 • #14


Simba12


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Hallo Knoten

Ich hatte die DRV schon am 11.11. angerufen , da sagte man es würde noch ein Bericht fehlen. Danach ging ich von aus , dass mein HA gewartet hat bis ich noch mal bei ihm erscheinen sollte, dass war am 21.11. Nun soll der Bericht bei der DRV eingetroffen sein, und die Akte liegt beim DRV Arzt. Einen Lungenarzt habe ich angegeben , der leider sehr überlaufen ist , dort kann es gut sein , dass die Bearbeitung sich lang hinzieht.
Die Warterei ist grausam, der vorige Antrag wurde so schnell bearbeitet. Für mich wirkt es jetzt als wolle man Zeit verstreichen lassen , und mich dann schön zum Weihnachtsurlaub beim Schreibtisch aufräumen mit einer Ablehnung vom Tisch fegen.

Ja, dieser Schitt mit H4 , aber ich will mir die Behörde nicht antun , bevor es unbedingt sein muß. Damit harre ich noch bis mindestens 15. aus. Und dann der Ärger bis eine H4 Stelle so einen Antrag bearbeitet..... da steht man ja schnell mal 3 Monate ohne Geld , weil die Bearbeitung rausgezogen wird.

Alles blöd , und die depri Gedanken dazu darf man keinem erzählen :(((

LG Simba12

05.12.2013 05:57 • #15