lieber Jedi,
vielen Dank für Deine guten Worte. Ja wir brauchen einen guten Umgang mit dieser Krise, ganz persönlich. Jeder einzelne Mensch hat da seine eigene Schwelle, was kann ich mir zumuten, und was nicht. Was sind meine Grenzen.
Selbst hatte ich noch nie ein smartphone, noch immer mein altes handy, Weil ich mich mit den ganzen Medien nicht zufüllen möchte.
Aber gerade in der Krise sollten wir Einsamkeit vermeiden, trotzdem jeden Tag raus gehen, aber eben Abstand halten. Einen Anruf bei der Telefonseelsorge, dort meine Ängste abgeben, wenn sonst kein Mensch mir zuhört, finde ich auch eine gute Lösung.
Aber auch immer wieder versuchen, so etwas wie Freude als Ausgleich zu den gerade zu vielen Nachrichten zu finden. Das Leben ist immer noch schön, trotz Corona. Mal wieder in einen Wald gehen, die Schönheit der einer Blume mit viel Zeit betrachten, langsamer gehen.
Und zur Erweckung für fröhliche Gedanken wurde uns Menschen die Musik geschenkt, da gibt es für jeden von uns immer wieder etwas Passendes riesengroße Vielfalt, oder ein großes Vogelkonzert in der Natur, wo es noch so viel Leben gibt.
Das ich in der Krise nicht nur auf mich selbst sehe, und nur nach meinen Gefühlen richte. Einmal weg sehen von mir selbst, hin zu einem anderen Menschen, IHM gute Worte schenken, Zeit, Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Liebe,
eine geteilte Krise ist nur die halbe Krise, wenn wir uns Anteil geben und schenken.Nicht nur mit fällt die Krise schwer, vielen anderen Menschen auch. Wenn ich von mir selbst und meinen Gedanken weg komme, tue ich mich viel leichter.
Und wir müssen uns vor unseren negativen Gedanken nicht schämen. Wir dürfen sie aus sprechen, auch hier, los lassen was mich gefangen hält. Ich darf die Krise annehmen, mich ihr stellen, wie ich ganz persönlich damit umgehe.
Auch in der Krise sind wir wertvoll, nicht minderwertig, auch in der Krise darf ich mich annehmen, leiden.
Diese Krise ist keine Strafe für uns. Diese Krise dürfen wir auf keinen Fall auf uns beziehen, weil wir es ja wegen unserer Depression nicht besser verdient haben. Nein diese Krise gilt uns allen Menschen. Arme und Reiche, Gesunde und Kranke. Und in meinen persönlichen Krisenzeiten konnte ich immer am Besten für mich etwas lernen. Keine Krise, kein Leben ist sinnlos. Auch so eine Krise hat ihren Sinn. Damit wir als Menschen wieder bewusster mit uns selbst, anderen Menschen und unserer Natur umgehen. Ohne Krise ändert sich oft nichts.
Deshalb ist auch die Krise der Depression, burn out nicht sinnlos. Wir Menschen würden ohne Krise nie etwas ändern.
Aber etwas zu andern ist schöpferisch, herausfordernd, es ändert sich echt etwas. Und das ist es doch wonach wir uns Menschen sehnen, nach positiven Veränderungen.
Ich muss keine Fassade mehr in der Krise aufrecht erhalten,
muss mich nicht mehr selbst belügen und betrügen
muss nicht mehr laufend meine Selbstabwertung betrauern.
Ich muss mir nichts mehr selbst vorwerfen.
Oft werden wir Menschen erst kurz vor unserem Tode ehrlich, die Krise hilft uns jetzt, es hier und heute zu werden.
Das kann gerade viele Beziehungen heilen, die Beziehung zu mir selbst und anderern Mesnchen.
Ich kann endlich los lassen, was mich in Beziehungen schon jahrelang belastet, sagen, DU es tut mir leid.
Oder ich darf gerade in der ungewissen Krise, mich mit mir selbst versöhnen, alles von mir annehmen.
Ich darf mir zugeben, ja ich bin krank, ja ich bin auf Depri, aber ich stehe dazu und zu mir, egal was kommt, oder auch nicht kommt. Meine tiefste Einsamkeit und Verzweiflung darf ich endlich raus lassen, nein ich schäme mich nicht mehr dafür
Und das schweißt uns auch hier in unserem Forum mehr und mehr zusammen, das stärkt unser Gemeinschaftsgefühl, gerade in der Krise, das bringt uns allen Trost, Entlastung, wir werden wieder leichter.
Oft fühlen wir uns als gekränkt und abgewertet. Und aus diesen Erlebnissen kommen wir zu falschen Einsichten über uns. Die sind aber nicht wahr, das sind alles nur Lügen!
Oft machen wir uns etwas vor, die Krise zeigt uns die Wahrheit. Doch die Wahrheit ist im Licht, nicht im Dunkel meiner Depri. Wir müssen vor uns selbst nicht fliehen, auch nicht vor der Krise. Auch nicht fliehen in Arbeit, in zuviel Zerstreuung, in zu vieles Grübeln, in unsere Selbstzerstörung
Auch meinem Selbstmitleid darf ich mich in der Krise stellen.
Ich komme zu kurz, werde vernachlässigt, zurückgesetzt, nicht ernst genommen.Das zerstört uns, mehr als die derzeitige Krise. Es schädigt meinen Körper, ist total sinnlos. Weil ich nur auf mich schaue.Das macht mich alles andere als gelassen, Neid zerfrisst mich, negativer Stress, ich genieße meinen Schmerz.
Vieles können wir gerade in Krisen los lassen.
Die Krise betrifft nicht nur mich, auch andere Menschen. Aber jede Krise birgt die Möglichkeit der Veränderung, eines Neubeginnes. Und diese Chance dürfen wir auch nutzen.
Und da wünsche ich DIR und mir ein positives Umdenken, gerade in der Krise.
Lassen wir uns nicht von den Medien noch mehr runter ziehen, schauen wir mit guten Gedanken in unsere Zukunft.
Oft kommt es so, wie wir Menschen denken.aber wir sind achtsam, passen auf uns selbst, und untereinander hier aber ganz feste auf.
Stehen wir wieder auf, wenn uns die Krise auf den Boden geworfen hat.
Helfen wir uns gegenseitig, wieder aufzustehen, auf stehen zum Leben.
ganz viele liebe Grüße an uns alle hier.
DU kannst das, DU schaffst das, DU weißt das es geht!
Frederick