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Wie erlebt ihr gerade diese ungewöhnliche Zeit

Jedi

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Hallo gruppenkusscheln

Dieser Thread sollte nun nicht dafür dienen, die Tages aktuellen Nachrichten zum Corona-Virus,
hier weiter zu kommentieren oder irgedwelche Theorien u. Katastrophenszenarien zu beschreiben,
auch soll es nicht darum gehen die politischen Entscheidungen zu bewerten,
sondern Mut machen, Unterstützen, Tipps geben u. den ein oder anderen hier im Forum,
durch seine Ängste hindurch zu helfen !


Dieser Thread soll ausschließlich Allen dienen, um sich hier zu ihrer persönlichen Situation
mitzuteilen u. auszutauschen zu können !

Es soll darum gehen:
- Was macht ihr mit euren Kindern, die nun nicht in die Kita können oder in die Schule ?
- Wie regelt ihr das mit dem Einkaufen ?
- Ist jemand unter Euch, die sich in Quarantäne befindet u. das Haus nicht verlassen soll ?
- Wie geht ihr damit um, eure Eltern u. Großeltern nicht besuchen zu sollen ?
- Gibt es Angehörige , die zur Zeit im Krankenhaus u. Pflegeheim sind ? - Könnt ihr sie besuchen ?
- Wer arbeitet in der Krankenpflege u. klappt das mit der Kinderbetreuung ?
- Arbeitet jemand nun von Zuhause aus ?
- Fürchtet jemand um seinen Arbeitsplatz ?
- Ist die Situation für Euch beängstigen, wenn ihr nun so zu Hause bleiben sollt ?
- Gibt es Langeweile ?
- Wie versucht ihr weiter mit Anderen in Kontakt zu bleiben, per What´s App- Skype - Telefonieren -per Mail oder
gar hier im Forum ?
- Könnt ihr weiter zu euren Therapiesitzungen gehen ?
- Habt ihr schon euren, villt. geplanten Osterurlaub absagen müssen oder ist es von Seiten des Anbieters,
der Aufenthalt gecäncelt worden ?

So u. noch vieles mehr, was Euch gerade durch die aktuelle Situation so einschränkt.

Wer mag, der schreibe hier, tauscht Euch aus, wenn ihr möchtet u. villt. gibt es ganz praktische Tipps,
von dem ein oder anderen Forenmitglied, wie man sich helfen kann oder wie man die Zeit zu Hause, mit den Kindern sinnvoll verbringen kann u. noch vieles mehr.

Dieser Thread soll einwenig Unterstützung sein u. Mut machen, dass wir gemeinsam durch diese Zeit kommen.

Bei mir persönlich ist die Situation, dass ein naher Angehöriger im Krankenhaus liegt u. operiert wurde.
Wir aber gebeten wurden, unsere Besuche sehr einzuschränken.
Dies betrifft auch eine Umarmung zu unterlassen, nichts von Draußen mitzubringen u. die Besuchszeit deutlich zu begrenzen.
Ist gerade für mich nicht so gut zu akzeptieren, da es eine große u. schwierige OP gewesen war u. man möchte gerne
unseren Angehörigen bei der Genesung Mut zu sprechen, etwas Ablenken u. ganz viel Hoffnung auf Besserung vermitteln.
Aber es ist eben auch eine außergewöhnliche Situation u. die Maßnahmen des KH akzeptiere ich natürlich im vollen Umfang.
Den Schwestern - Pflegern u. Ärzten gegenüber, kann ich nur meinen aller größten Respekt ausdrücken !

LG Jedi

x 10 #1


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Ilse77

Ilse77
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Mh, ich bin mit Mitmenschen ja auch schon öfter auf die Nase gefallen, gerade vor ein paar Wochen hatte ich wieder so ein A-ha Erlebnis. Es tat weh, aber letztendlich war es gut, dass die Wege sich trennten. Umgekehrt gab es auch mal positive Überraschungen. Ich habe für mich entschieden, erstmal neutral mit neuen Mitmenschen umzugehen, ohne große Erwartungen weder in die eine oder andere Richtung. Vertrauen habe ich zu wenigen, engen Bezugspersonen die meine Krisen mit mir gegangen sind und die ich schon einige Jahre kenne. Vertrauen zu mir selbst mal mehr, mal weniger. Schwankt noch. Schwankt vielleicht auch bis ans Ende meiner Tage, wer weiß. Mitleid, also von oben herab auf jemanden sehen, dem es schlecht geht, strahle ich hoffentlich nicht aus. Empathie fühle ich mehr, als oft gut für mich ist. Mich hier besser abzugrenzen ist auch noch ein Lernprozess. Deshalb kann ich zu viel Negativität nur schwer verdauen. Mit sachlichem Realismus komme ich besser klar. Auch realitätsnaher Optimismus tut gut, nicht rosa Wolken malen aber sehen okay, das und das ist noch gut. Meine Schwägerin sieht nur Katastrophen und freut sich dann geradezu, wenn sie auch noch recht hat, was ja statistisch gesehen immer mal vorkommt. Finde das sehr anstrengend und es zieht mich an schlechten Tagen, wo die eigene Abgrenzung nicht gelingt, runter. Das hier ist nicht das Paradies und nicht die Hölle für mich. Es ist halt die Welt, mit schönem und schrecklichem. Ich erwarte kein Dauerglück, versuche mich an Zufriedenheit und hoffe, beim nächsten Schicksalsschlag auch wieder einigermaßen aufzustehen.

17.04.2020 10:25 • x 10 #906


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Hallo Jedi,

Wie erlebt ihr gerade diese ungewöhnliche Zeit

x 3#3


Alexandra2

Alexandra2
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Ich bin ganz zufrieden in meiner kleinen Welt. Es stört mich nicht, eingeschränkt zu sein, schließlich war ich das ein Leben lang. Ein Leben mit u.a. schwerer bis mittelschwerer Depression ist unglaublich anstrengend, wenn man arbeitet und ein Kind hat. Da hat nie jemand gefragt, was mir erleichtert werden könnte, ich wäre selbst auch nicht auf die Idee gekommen, um Hilfe zu bitten. Es war halt immer normal und mega anstrengend, bis ich dann zusammenbrach.
Anderen biete ich Hilfe an, wenn meine Energie dafür reicht bzw. ich sowieso dorthin oder etwas erledigen muss. Unterwegs bin ich ebenfalls hilfsbereit, habe mehrfach erste Hilfe gleistet, wenn andere wegschauten oder habe einfach so meine Hilfe angeboten, wie einer blinden Frau, die neulich einkaufen wollte und die Schlange der Wartenden einmal um den Parkplatz ging. Sie wollte das allein bewältigen, was sicher auch geklappt hat.
Ich lerne jetzt meinen Energiehaushalt kennen und mich vor Überforderung zu schützen. Das ist ein schönes Gefühl und, das Allerbeste ist, ich bin wichtig, die Anderen sind nicht wichtiger als ich. Ach, welche Erleichterung.
Irgendwann kehren wir zur Normalität zurück und hoffentlich bleibt etwas von den zwischenmenschlichen Erfahrungen erhalten, ein Miteinander, was das Leben lebenswerter macht. Ein wertfreies aufeinander Zugehen, was so viele dringend brauchen. Wir doch auch, oder nicht?

16.04.2020 10:23 • x 9 #827


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MamivonVier
Das ist eine sehr schöne Idee!

Also bei uns war heute der letzte schul/Kigatag bis nach den Osterferien.
Wenn das wetter so bleibt und wir viel draußen sein können wird es toll
Ich habe vor vormittags etwas mit den großen zu lernen und dann einfach raus in den Garten zu geh'n!

Wenn das wetter schlechter wird seh ich weiter. Ich Versuch mich da nicht verrückt machen zu lassen!

An sich ist die situation schon seltsam,leere Regale im Laden,kaum Leute auf der Straße.
Ergo und Physio der Kinder findet noch statt,so sind wir nicht ganz von der Außenwelt abgeschnitten

Meine Oma, also die Uroma meiner Kinder findet die Situation in dem Sinn sehr schlimm weil wir nun nur noch über watts App oder Telefon Kontakt haben können.
Die andern müssen alle noch arbeiten gehn und so sehen wir uns eh selten,das sind wir gewohnt!
Mein Mann soll so viel es geht von zuhause aus arbeiten!


Da wir auf dem Land leben,nicht sooo viele Menschen um uns rum haben wie in einer Stadt und auch viel an der frischen Luft sind hoffe ich das das ganze Drama von uns direkt fern bleibt.
Panik schiebe ich aber nicht!

x 3 #2


A
Ich bin sehr froh über diesen Thread! Danke fürs Eröffnen!

x 2 #3


Jedi
War gerade in meinem Keller u. da ich zu keiner von mir geplanten Veranstaltung kann,
verlege ich meine Veranstaltung in den Kellerraum.
Mach mir meine Lieblings-Musik an u. werde mal den Keller aufräumen.
Habe das schon lange vor mir hergeschoben u. habe immer Kopf kratzen passende Gründe gefunden,
es nicht tun zu müssen, besser zu wollen haha !
Nun gibt es keine wirklich guten Gründe, es weiter zu vermeiden u. so hat diese Situation auch was gutes !

x 2 #4


111Sternchen222
Ich war im Garten heute, mein Sohn hat erst was von seinen Aufgaben für die Schule gemacht und war dann mit seinem Kumpel draußen. Die beiden sahen sich vor der Schulschließung täglich und werden es auch weiter tun. Sonst sind bei ihm jegliche soziale Kontakte eingefroren. Ich muss weiterhin in meine Geisterkita ohne Kinder gehen und meiner Anwesenheitspflicht nachkommen.4 Std täglich.naja der Urlaub ist geplatzt.ärgerlich! Nun ja das ist es was ich tu zur Zeit.lg Sternchen und Knispel

x 4 #5


Jedi
@111Sternchen222 !

Zitat von 111Sternchen222:
Ich muss weiterhin in meine Geisterkita ohne Kinder gehen und meiner Anwesenheitspflicht nachkommen.

Was machst Du denn da - was ist da deine Aufgabe.
Betreut ihr die Kinder von bestimmten Berufgruppen ?

#6


111Sternchen222
Nichtmal Notdienst bieten wir an. Also gar keine Kinder. Wir haben heute geputzt, Spielzeuge gewaschen und desinfiziert, Dokumente geordnet. Morgen schreibe ich noch zwei Berichte fürs Gesundheitsamt für meine Kinder mit erhöhtem Förderbedarf. mal sehen was uns sonst noch einfällt um die Zeit tot zu schlagen. Liebe Grüße Sternchen und Knispel

x 2 #7


A
Ich habe mich wieder in die Lehrerinnen-Rolle begeben. Sowohl mit meinen drei Enkeln als auch mit zwei Nachbarskindern spreche ich die Aufgaben am Telefon oder übern Gartenzaun durch und erkläre, was zum Verständnis der Arbeiten noch fehlt. Zusätzliches Übungsmaterial habe ich immer noch tausendfach gespeichert. Die Gehefte lassen sich auch online versenden, werden bearbeitet und ich bekomme sie auf dem Boten-Weg wieder zurück, schaue die Arbeitsblätter durch und gebe wohlwollende Rückmeldung, wie zu Schulzeiten früher auch.
Manchmal schickt mir mein Enkel vorab ein Foto einer Buch- oder Arbeitsheftseite, damit ich mich damit bereits befassen kann. Auch mit Fax lässt sich allerhand weiterreichen. Ich stelle fest, dass sich alle in dem kleinen Kinderkreis anstrengen und sich auf ihren "Unterricht" morgen freuen.
Mir tut die Hilfe für Familie und Nachbarschaft auch gut, denn in dieser Zeit verschwindet die Angst deutlich, weil ich abgelenkt bin.

x 7 #8


Lilly-18
Das finde ich ganz wunderbar, liebe Mayke herz

x 3 #9


Ilse77
Ich arbeite nur noch in Homeoffice und bin viel im Garten, allerdings hat jetzt auch noch mein Heuschnupfen angefangen. Meine Mama mit Pflegegrad lebt bei uns, wir umarmen uns erstmal nicht und alle ihre kommenden Arztbesuche hab ich verschoben. Wir versuchen sie zu schützen so gut es geht, aber mein Mann muss noch raus zur Arbeit. Ich komme ganz gut klar mit der Situation, durch die lange Krankschreibung bin ich ja geübt im daheim bleiben und kann mich beschäftigen. Auch von der Angst her geht es. Diese Krise wird vorüber gehen. Lg ilse77

x 3 #10


Jedi
Zitat von Mayke1:
Ich habe mich wieder in die Lehrerinnen-Rolle begeben.

S U P E R daumen hoch
--------------------------------------------------------
Zitat von Mayke1:
Mir tut die Hilfe für Familie und Nachbarschaft auch gut, denn in dieser Zeit verschwindet die Angst deutlich,

So bist Du ein Geschenk für deine Familie u. der Nachbarschaft !
Ja, es ist möglich einwenig zusammenzurücken - Solidarität zu stärken !
Jeder in seinen Möglichkeiten.

Danke Dir Mayke für deine ganz persönliche Solidarität anbeten

x 4 #11


L
Zitat von Jedi:
Danke Dir Mayke für deine ganz persönliche Solidarität


Dem schließe ich mich an, finde ich auch ganz toll daumen hoch

x 2 #12


Jedi
Zitat von Ilse77:
Ich komme ganz gut klar mit der Situation,

daumen hoch
Zitat von Ilse77:
Auch von der Angst her geht es.
Das ist ganz wichtig u. ich wünsche Dir, dass es weiter so bleibt !
Diese Krise wird vorüber gehen.
Toll das Du hier Mut machst !
Alle Zusammen werden wir gestärkt aus dieser Krise hervorgehen
.

x 2 #13


Jedi
In meiner Wohnsiedlung gingen heute junge Abiturienten von Haus zu Haus u. haben nach alten Menschen gefragt,
welche in den Häusern leben, haben dort angeschellt u. ihre Hilfe angeboten - Einkaufen, Tiere versorgen,
gaben ihnen ihre Telefonnummern, so dass sie Kontakt aufnehmen können, wenn sie etwas bräuchten, so wie
einen nahen Angehörigen anzurufen oder wenn es um ein Rezept vom Arzt geht oder was
sonst für die alten Menschen gerade schlecht möglich ist.
Tolle Idee von den jungen Menschen - habe so etwas, in der Form noch nicht erlebt, aber richtig großes Kino anbeten

x 6 #14


A


Hallo Jedi,

x 4#15


Jedi
"Verbunden werden auch die Schwachen mächtig" !

(F. Schiller)

x 1 #15

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