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Wie erlebt ihr gerade diese ungewöhnliche Zeit

Mas83
Die jetzige Zeit ist auf die eine Seite sehr viel für mich persönlich, auf die andere Seite sehr schön.

Vorher war mein Kind vormittags in der Kita, mein Mann war arbeiten und ich habe Zeit für mich alleine gehabt. Ich habe Musik gespielt, war (Un) sinnig im Netz unterwegs und konnte mich ausruhen.

Jetzt fehlt die Zeit für mich alleine, obwohl ich mich immer Pause gönne. Mein Mann ist auch zu Hause und das ist mein rieser Glück. Ich wusste nicht wie ich das sonst hinbekommen hätte. Er musste einen Tag arbeiten und am Ende des Tages war ich völlig kaputt. Er hat das nicht so richtig verstanden, weil ich doch jetzt endlich antidepressiva nehme. Es ist aber - bis jetzt- noch kein Wundermittel. Ich fühle mich deutlich besser, aber trotzdem nicht gesund.

Was für mich sehr schön ist, an dieser Zeit, ist das wir als kleine Familie noch nie soviel Zeit zusammen verbracht haben. Natürlich nervt man sich gegenseitig vielleicht mal kurz, aber es ist einfach so wunderschön jeder Tag im Park spazieren zu gehen und mit unserer Tochter zu spielen, ohne auf die Uhr gucken zu müssen. Die Entschleudigung gefällt mir gut.

Vorgestern haben meine Tochter und ich spontan mit jemandem vom Altenheim geredet. Die Frau saß 4 hoch auf ihrem Balkon und wir haben so 10 Minuten gequatscht. Auch heute haben wir mit ein paar Fremden (auf Abstand!) geredet. Seit wann grüßt man sich wieder auf der Straße? Seit jetzt!

Ich war überrascht von mir selber als ich heute 2 mal ältere Leute gefragt habe, ob sie genug Hilfe haben. Ich würde gerne helfen. Das schreibe ich nicht, um zu sagen wie toll ich bin, aber mehr um zu zeigen, dass wir trotz Depressionen, Erschöpfung usw. mehr können als wir denken. Wenn wir nicht den ganzen Zeit ans uns denken und wie slecht es uns geht.
Also, trifft das gerade auf mich zu.

Bleib gesund!
LG

25.03.2020 13:54 • x 4 #166


Frederick1



Lied gegen Minderwertigkeit und Dro..


.ja aus eigener Erfahrung, eigenem Erleiden weiß ich, das gerade Minderwertigkeitsgefühle uns gewaltbereit machen können, auch für Alk und alle anderen schei.Dro..

Wenn du schon als Kind von deinen Eltern als doof und dumm bezeichnet wirst, von Mitschülern.Und gerade harte Kritik gegen einem selbst hilft da uns nicht weiter, da helfen uns nur Annahme und Liebe.

Denn daraus kann ein Drang nach Macht entstehen, wenn mein Selbstwertgefühl untergraben wird. Gerade wenn du dich mit dem Kopf nicht durchsetzen kannst, aber mit deinen Fäusten.

Lachen, Auslachen wirkt wie eine Bedrohung.

Im Hintergrund von sehr negativen Erlebnissen, und dadurch großen Minderwertigkeitsgefühlen schadet man sich brutalst selbst, aber auch mal anderen Menschen. Man will sich rächen, nicht immer unterlegen sein, nicht immer abgelehnt und ausgelacht werden.

Doch das Lachen von uns Menschen ist keinesfalls immer deprimierend, nicht immer möchte man einen Menschen kränken, fertig machen, diskriminieren. Aber auch gerade da, kann die Liebe zu mir selbst ein großer Schutz sein. Ich darf diese Schläge wie mit einem Schild abwehren, damit die mich nicht mehr so treffen. Und wir dürfen uns auch wehren, nicht körperlich.

Aggressives Verhalten gegen mich selbst und andere Menschen kann schon als Kind erlernt werden.

Aber durch positive und liebevoller Erfahrungen kann es damit echt besser werden, gerade durch Erfahrungen der Liebe, Wenn du plötzlich Annahme und Liebe erfahren darfst, statt nur Ablehnung. Und gerade das macht uns in Krisen stärker, stabiler.

Menschen, denen man etwas zutraut, die neuen Mut bekommen, reagieren auch viel positiver.

Wir wollen als Mensch geliebt, verstanden und angenommen werden, und nicht immer wieder Gleichgültigkeit, Unverständnis, Ablehnung und Abweisung erfahren müssen.

Ohne Liebe bin ich als Mensch sehr streitsüchtig, kämpferisch, ja aggressiv. Gleichzeitig bin ich eher labil, reagiere widersprüchlich, kann nicht so mit Nähe und Distanz umgehen.

Auf der einen Seite sehnst du dich nach Nähe, Wärme und Liebe, auf der anderen Seite werden viele Beziehungen kaputt gemacht. "ich hasse dich, aber verlasse mich nicht."

Oh du willst geliebt, angenommen und verstanden werden, aber gleichzeitig erfährst du Gleichgültigkeit, Unverständnis, Ablehnung und Abweisung.

Hunger nach Liebe, aber immer in Aggression gegen die Lieblosigkeit der Eltern.

Da gilt es ich immer wieder zu entscheiden für die Liebe, gerade die Liebe zu mir selbst. Gerade in den Krisen, wem kann ich vertrauen, wo bekomme ich Hoffnung, wo bekomme ich Liebe.Liebe ohne Leistung.


liebe Grüße,

Frederick

25.03.2020 14:12 • x 1 #167



Hallo Jedi,

Wie erlebt ihr gerade diese ungewöhnliche Zeit

x 3#3


stamilung
tja, mit der liebe ist das so eine sache, wenns ums geld geht setzt die liebe aus. es gibt nämlich nicht nur, meist heulerische, gute nachrichten, sondern auch gekündigte kreditlinien und abgelehnte darlehen.

https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/.77046.html

und nicht nur ich frage mich, was soll sich in diesem system denn nach der krise ändern? das system?

https://www.nachdenkseiten.de/?p=59593

es hilft nicht allen die augen zu verschließen oder nur selektiv das positive zu suchen, welches es sicher auch gibt, aber eben nicht nur.

25.03.2020 14:28 • x 2 #168


Frederick1
liebe Mas,

toll das du gerade Liebe erfahren darfst, geschenkt bekommst.

"Tue zuerst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche.

(Franz von Assissi.)

Schön das du dich für einen gemeinsamen Weg mit deinem lieben Mann entscheiden konntest. Es braucht die Liebe und die Entscheidung, das man es miteinander schaffen kann.

Manchmal gibt es bei mir auch Zeiten, das ich es mit einer anderen Partnerin als meiner lieben Frau leichter hätte.

Natürlich ist das Gras auf der anderen Seite des Zaunes immer grüner, und die Blumen strahlen scheinbar noch heller.

Doch wenn wir einmal über unseren eigenen Zaun steigen stellen wir fest, das es dort auch Dornen und Kuhfladen gibt, in die ich treten kann.

Nein, mit einem anderen Partner wird es nicht besser, ich werde nur immer wieder auf einen Menschen treffen, dessen Stärken mich begeistern, aber dessen Schwäche mich auch verletzen. Doch Liebe ist meiner Meinung nach größer als meine Verletzung, Liebe kann mich heilen, wieder her stellen, Hass, Neid, Streit usw, aber nicht,,,,,,,,,,,,

Doch mit einander das Beste aus einem gemeinsamen Leben machen, in Liebe.

Und das können wir echt schaffen. Nicht naiv. sondern mit einer großen Portion Selbstvertrauen. Wir dürfen uns am Leben zu zweit freuen. Und das ist auch in der Krise erlaubt.Danke.

Und wenn wir auf Probleme stoßen dann fragen wir nicht, ob wir sei bewältigen können, sondern wie.

Und dann packen wir die Krise an und suchen nach gemeinsamen guten Lösungen.

Denn die Antwort ist klar, "gemeinsam schaffen wir das."

Auch für unser gutes Forum hier.yes, we can, gemeinsam schaffen wir das.


viele liebe Grüße an uns alle hier.


Frederick

25.03.2020 14:33 • #169


Frederick1
liebe stamilung,

danke für deine Worte. Aber nach meiner Erfahrung aus einem Mist Elternhaus, habe ich durch Liebe von anderen Menschen, doch mich auch wieder eher gut verändern können. Das ich nicht mehr so die Hassgedanken habe, sondern mehr verstehen kann, warum meine Eltern so und nicht anders gehandelt habe.

Nein ich bin nicht realitätsfern, und die Liebe meine ich auch nicht, schwebt auf Wolke sieben. Liebe geht hin zu armen Menschen, verletzten und geschlagenen Menschen, möchte Menschen trösten und heilen. aufrichten.

Aber Liebe sieht auch das Böse auf unserer Erde, das oft in verkleideter, aber nicht echter und ehrlicher Liebe daher

kommt. Menschen betrügen uns mit freundlichem Gesicht, belügen uns, wollen sich über uns stellen.


Deshalb müssen und dürfen wir achtsam und wachsam ein, nicht gleich aus vollstem Herzen vertrauen. Und wenn wir uns nicht sicher sind, darf ich einem mir vertrauten Menschen bitten, mir bei wichtigen Lebensentscheidungen zu helfen.

Aber die Liebe und das viele Gute, was es immer noch auf unserer Erde gibt, nur aus Angst abzulehnen, hilft uns auch nicht immer. Aber ich glaube, die Liebe zu mir selbst ist größer als manche Ängste in mir, lässt mich gute Entscheidungen für mich selbst treffen.


viele liebe Grüße an dich,

Frederick

25.03.2020 14:45 • x 2 #170


Frederick1
unsere Unterschiede auch im Forum hier aushalten.


Der Wunsch, das wir einander näher kommen,

schließt meine Notwendigkeit ein,

meine eigenen Grenzen wahr zu nehmen,

und Unterschiede auszuhalten.


Begegnungen können entstehen,

wenn wir uns als Beteiligte selbst infrage stellen lassen,

und sich auf neue Vorstellungen von mir selbst,

und anderen Vorstellungen,

versuche einzulassen.


Aber wenn ich zu einem Perspektivwechsel bereit bin,

und beginne zu versuchen,

die Welt auch mit Deinen Augen hier zu sehen,

ohne mich dabei selbst zu verleugnen.


liebe Grüße,


Frederick

nein, das System ist nicht so leicht zu verändern, aber mich kann ich, wenn ich das möchte verändern.)

Nicht alles für mich zu behalten, sondern auch mal bereit sein zu geben in der Krise.

25.03.2020 14:53 • #171


Frederick1
hallo,

gerade in der Krise denke ich auch mal über meinen Tod nach. Nicht das ich jetzt zu große Ängste habe.

Aber mein Leben auch mal umgekehrt betrachten, nicht vom Anfang, sondern auch von meinem Ende her.

Kein Mensch kann etwas von der Erde mitnehmen, ich erkenne, das viele meiner Sorgen umsonst waren, das ich nicht für andere Menschen verantwortlich bin, was die tun, oder nicht tun, sondern nur für mich selbst.

Das ich Menschen danken kann, für alles was sie Gutes in meinem Leben getan haben, aber auch den Menschen vergeben kann, die mich verletzt haben. Einmal unversöhnt möchte ich nicht von unserer Erde gehen.


liebe Grüße,

Frederick

25.03.2020 15:03 • #172


Frederick1



"nichts ist für die Ewigkeit, nur die Liebe bleibt."


Wenn DU und ich einmal von dieser Erde gehen, dann bleibt die Liebe doch zurück. Wird Trost spenden, den Menschen die uns einmal vermissen. Doch die Erde dreht sich mit Liebe weiter.


liebe Grüße,

Frederick

25.03.2020 15:12 • #173


Frederick1



ein Lied für Albarracin von der Forumsleitung hier, die es auch nicht immer einfach mit uns haben.


.trotzdem ein kleines "DANKE" für euch.


Frederick

25.03.2020 15:20 • #174


Frederick1



Die Liebe ist größer als das Leben..

25.03.2020 15:25 • #175


Frederick1



Die Liebe ist größer als das Leben..

25.03.2020 17:11 • #176


Frederick1



Lied gegen Hass und Gewalt.


Meine Wut, meine Angst, mein Zorn, meine Bitterkeit spielen auch in meinem Leben manchmal eine größere/kleinere Rolle,

auch meine Ängste.

Erschöpft, kraftlos, Weinkrämpfe, Spannungsschmerzen usw.

Vieles auch durch meine Wut die ich verdrängt habe, Wut auf mich selbst, auf die Menschen die mich verletzt habe, auch auf die Ungerechtigkeit von diesem Virus.

Woher kommt unsere Wut. unsere Angst.

gegen dieses Virus das ungerecht ist,

Menschen die ungerecht gegen uns sind und waren, meine unerfüllten Erwartungen an mich selbst.usw.


Aber wenn wir unsere Gefühle der Angst gegen diesen Virus verstecken, unsere anderen Ängste usw.

Dann arbeitet es in uns weiter. Es entstehen versteckte Rachegefühle, Enttäuschungen, meine Depression, meine Angst wieder zu versagen, Gefühle von Groll, Wut, Verbitterung gegen alles Leben auf der Erde.

Oft verschieben wir die Schuld für unser Leiden an andere. In Wahrheit bin ich auf Menschen wütend, die mich anstecken mit dem Virus, auf die Menschen die uns missachten in unserer Depri.

Doch oft stellen wir uns unserer Wut und Aggression nicht, unserer Depression nicht. Andere Menschen sollen das nicht spüren.

Wir kämpfen versteckt, denn nur wenn wir lächeln haben wir uns gern und bekommen Liebe. Krankheiten, Leiden, auch dieses Virus verstecken wir gerne, wir überspielen es. Aber wir sind dabei unehrlich, und kein Mensch glaubt uns mehr.

Und wir selbst leiden darunter immer mehr. Wir schlagen uns selbst nach innen. Wir werden unschuldig verletzt,können uns aber nicht mehr wehren.

Deshalb meine ich, wir dürfen und sollen uns auch diesem Virus stellen, so wie ich mich meiner Depression und meinen Ängsten stellen muss. Aber nicht überreagieren, das ist zerstörend.

Versuchen mit dem Virus und unserer Depression so ehrlich wie möglich umzugehen. So gut wie es geht zu uns selbst stehen. Uns nicht verachten, nicht verletzen lassen. Die giftigen Pfeile die Menschen auf uns werfen dürfen wir abfangen, damit sie unser Innerstes, unser Herz nicht brechen.


viele liebe Grüße an uns alle hier,

Frederick

25.03.2020 17:49 • x 1 #177


Frederick1



Stehen wir zu uns selbst, und zu uns allen in diesem Forum hier.

stehen.verstehen.annehmen.gerade in unseren gerade schwierigen Zeiten.


stille, leise Grüße,

Frederick







25.03.2020 17:57 • x 1 #178


Frederick1
hallo,

das gilt für unsere etwas schon älteren wie mich, und auch an alle jungen, jung gebliebenen.


Ich bleibe hier, und Du bleibst auch hier, bei uns , bei uns allen. Dann hast dieses Virus keine Chance unter uns.

Es kommt nicht auf unser Alter an, unser Aussehen, sondern um die Liebe zu uns selbst und unter uns.







25.03.2020 18:14 • #179


Frederick1



darum versuchen wir es immer wieder aufzustehen, wir ziehen uns aneinander hoch.e

25.03.2020 18:36 • #180