282

"Was will ich"? und "Was kann ich erreichen"?

Pilsum

Pilsum
Mitglied

3866
16
6614
Immer wieder gibt es die Diskussion über die Formulierungen.

"Ich will" aber "Ich kann nicht".

Oder ist da gemeint, "Ich möchte", aber ich kann nicht"?

Besonders deutlich wird das, wenn es um Kontakte zu anderen Menschen geht.

Was kann ein Mensch erreichen? Wie kann er zufriedener werden?
Welche Unterschiede gibt es überhaupt zwischen "Ich will nicht" und "Ich kann nicht"?
Und vor allem, warum gibt es diese Unterschiede?

Auf viele Anregungen freue ich mich.

Bernhard

x 4 #1


165 Antworten ↓
W

Wende2018
Mitglied

Beiträge:
172
Danke erhalten:
186
Hallo an alle, insbesondere aber Pilsum


Zitat von Pilsum:
Wenn etwas nicht funktioniert, dann braucht man nicht darüber zu schreiben, sich nicht darüber aufregen und
lässt den Spinner "Pilsum" einfach in Ruhe.
Der beruhigt sich schon, wenn er keine Aufmerksamkeit mehr bekommt
Zitat von Pilsum:
Noch einmal der Hinweis. Ich schreibe nicht in Deinem Thema.
Du versuchst ständig mein Thema kaputt zu schreiben. Merkst Du das nicht?


Vielleicht möchte ich und einige andere nur, dass Du auch die Anderen einschließlich der Kritik verstehst. Anstatt jedem zweiten zu sagen, Du verstehst mich nicht.

Zitat von florica:
Ja, ich schreibe teilweise überheblich, nenne es aber überwiegend wissend,

Zitat von Pilsum:
Ein Mensch wie Du und ich. Jemand, ohne besondere berufliche Qualifikationen

Zitat von Pilsum:
Ganz einfach deswegen, weil ich hier nicht das Vertrauen vorgefunden habe,
welches ich mir gewünscht habe.

Zitat von Pilsum:
Bei Deiner Wahl der Worte werde ich auf Deinen Text nicht antworten

Zitat von Pilsum:
Nein, bisher ist mir noch nicht aufgefallen, wo und warum ich mich deneben benehme.

Zitat von Pilsum:
Nein, das hast Du leider völlig falsch verstanden

Zitat von Pilsum:
Indem ich Antworten möglichst nicht ignoriere, sondern auf eine sachliche Frage
versuche eine sachliche Antwort zu geben


Und das ist nur ein Ausschnitt aus den sachlichen Antworten. Zwar ist jeder willkommen, der Deine Meinung teilt. Wenn jemand das nicht tut, dann kann er ja gehen. Nicht im Traum würde Dir einfallen, auch einmal umgekehrt Deine Meinung zu hinterfragen.

Ich habe eine sachliche Frage gestellt:

Zitat von Pilsum:
Warum erzählst Du uns nicht ein wenig über Deine Geschichte?


Das war die letzte Antwort.

Zitat von Pilsum:
Ganz einfach deswegen, weil ich hier nicht das Vertrauen vorgefunden habe,
welches ich mir gewünscht habe.


Du möchtest das Vertrauen der User gewinnen:

Indem sie sich seelisch bloßstellen, während Du von Deinem Thron herab, ihnen sagst was sie alles falsch machen und wie sie es besser machen können. Das kann so nicht funktionieren.

Immer wieder einmal taucht das Wort Angststörung in Deinen Beiträgen auf, nicht zuletzt der Hinweis auf das Angstforum.
Schon diese psychische Störung hat min. ein paar Dutzend Facetten.
Depressionen sind die Überschrift bzw. die häufige Folge einer psychischen Störung und haben neben einer (genetisch)Prädisposition eine Vielzahl von Ursachen und Formen.

Aus diesem Grund sind wir hier alle mehr oder weniger anonym, um eben über unsere Probleme frei zu sprechen.
Vertrauen kann man aber nur bekommen, wenn man bereit ist, seine Person ins Geschehen mit einzubringen


Zitat von Pilsum:
Welchen Bezug genau sollte ich auf mich geben? Ich bin ein normaler Bürger, der sich seit über 30 Jahren
damit beschäftigt, wie Menschen miteinander kommunizieren


Wenn Dein Verständnis von Kommunikation lautet: "Ätsch, ich weiß alles über Dich, aber Du Gott sei Dank nichts über mich!"
dann glaube ich, läuft wirklich etwas schief und Vertrauen ist schlicht nicht möglich.

Momentan macht es genau diesen Eindruck, aber warum?

Zitat von Pilsum:
So eine Art Hobby. Habe ich das wohl richtig verstanden?

Zitat von Pilsum:
Wenn es Dir gefällt, dann nenne es überheblich. Zahlreiche Depressionen entstehen
aus einer starken Angststörung heraus.
Angststörungen kann man teilweise gut erklären.
Daraus folgt:
Wenn ich die Entstehung der Angststörung verstehen lerne, kann das nach und nach auch die
depressiven Phasen abmildern.


Das hier ist kein Angstforum, sondern viele, genau genommen die meisten sind schon tief gefangen in der Depression.
Bei der vielleicht eine Angststörung die Ursache war.

Sie sind also bereits einen Schritt weiter und das fatale daran. Viele stehen schon sehr nah am Abgrund und bei manchen fehlt nur noch ein Schritt in die Ewigkeit. Dessen muss man sich bewusst sein.


Zitat von Pilsum:
Auch ich brauche täglich meine Kraft, um mein Selbsbewustsein und mein Selbstwertgefühl stabil zu halten.
Wie sehr also unterscheiden wir uns dann überhaupt?


Bei vielen Beiträgen bekommt man den Eindruck und das ist keine Behauptung oder gar Unterstellung.

Du versuchst dieses Selbstwertgefühl über die User zu stabilisieren, indem Du Dich über sie stellst.
Um es mit Deinen eigenen Worten zu sagen:

Das ist eine Form, mit einem geringen Selbstwert umzugehen.

Es ist einfach ausgedrückt nicht fair, Menschen vorzuwerfen, kein Vertrauen zu haben, selbst aber nichts beitragen zu wollen, das zu ändern.
Egal was Du tust, vergiss nie, eine "unbehandelte" Angststörung ist "nur" der Weg in eine Depression. Dieses Forum hier braucht Menschen, die sich öffnen, um Vertrauen zu schaffen.
Ein wissender Geist, der ganz weit über uns in der Sphäre schwebt, um gute Ratschläge herab rieseln zu lassen kann keine Vertrauensbasis schaffen.

Liebe Grüße Renate

23.12.2018 09:10 • x 5 #141


Zum Beitrag im Thema ↓

A


Hallo Pilsum,

"Was will ich"? und "Was kann ich erreichen"?

x 3#3


E

Ex-Mitglied
Gast

Zitat von Pilsum:
Du hast Recht. Das kann sich für Dich nur so anhören. Deswegen verstehe ich auch,
was ihr hier schreibt.


Nein, das verstehst du definitiv nicht

Zitat von Pilsum:
Allerdings bin ich sehr fachkundig, was das Thema Ängste betrifft.
Hier kannst Du mein Wissen jederzeit prüfen und hinterfragen.


Ich möchte nicht das Wissen von jemanden hier prüfen und hinterfragen.
Ich möchte mich auf Augenhöhe unterhalten und nicht belehrt werden.


Zitat von Pilsum:
Gerne, deswegen schreibe ich hier. Worüber möchtest Du Dich austauschen?
Oder meintest Du gar nicht austauschen?
Wir suchen doch alle jemanden, der unsere Meinung bestätigt.

Auch das ist falsch verstanden von dir.
Ich denke nicht das darum geht in einer Meinung bestätigt zu werden.
Es geht um einen Austausch auf Augenhöhe - die Bestätigung zu bekommen das man nicht alleine ist.
Es geht darum so angenommen zu werden wie man ist - und nicht darum das jemand hier einem sagt was, er alles besser weiß und kann.
Da gibt es in der "Außenwelt genug Leute die sagen " wenn du das und das tust, wird alles gut"
Und wir haben außer in Gruppentherapien, Kliniken - wenig Leute mit denen man sich austauschen kann und offen reden kann.

09.12.2018 15:02 • x 5 #52


Zum Beitrag im Thema ↓

Alle Antworten:


Driver64
Ich will mein altes Leben zurück !

Das war meine Antwort in der Akutklinik auf die Frage was ich mir hier erhoffe.

Ich hatte im Vorfeld nie etwas mit Depressionen zu tun gehabt außer das ich welche als Kundschaft hatte.
Die Depressionen die meine Frau bedingt durch ihre Erkrankung hatte(Krebs) kamen mir so gering vor,
das man diese vernachlässigen konnte. Ich habe sie allerdings auch durch die ganze Krankheit hin
geleitet und getragen das es mir nicht aufgefallen ist.
Ich denke mal das meine Depressionen schon damals anfingen und ich einfach zu beschäftigt war diese zu erkenne.
Deswegen nach ihrem Tot der umso krassere Abstieg bei mir.
2 Jahre lang Alk. Exzesse, Selbstmitleid, Selbstverleugnung bis hin zum gescheiterten Suizid.

Wie ich dann endlich erkannt habe, das ich Hilfe brauche und zum ersten mal mit 51 Jahren in einer
Psychologischen Akut-Klinik kam, war ich immer noch der Meinung,
ich bekomme jetzt 3 Monate lang Tabletten und dann bist du wieder Gesund.

3 Jahre später weiß ich, das ich mich auf einem guten Weg befinde, aber das ich noch lange nicht gesund bin!

x 2 #2


L
Zitat von Pilsum:
Welche Unterschiede gibt es überhaupt zwischen "Ich will nicht" und "Ich kann nicht"?
Und vor allem, warum gibt es diese Unterschiede?

Hallo,
Das klingt für mich so, als würdest du fragen "Welche Unterschiede gibt es zwischen 'Ich esse' und 'Ich trinke'.
Warum gibt es diese Unterschiede?" Ich würde antworten: Weil essen etwas anderes ist als trinken. Wäre es dasselbe, gäbe es diese Unterscheidung ja gar nicht.
Gruß

#3


Minska
Hallo vielleicht ist es die Angst davor zu versagen. Falsche Entscheidung zu treffen und Kritik zu bekommen. Auch Menschen zu verletzen hindert mich daran Entscheidungen zu treffen oder etwas zu ändern. Fühle mich oft hilflos deswegen.

x 2 #4


Ninle
Zitat:
Welche Unterschiede gibt es überhaupt zwischen "Ich will nicht" und "Ich kann nicht"?


Guten Abend,

wenn ich etwas nicht will, dann will ich nicht - habe kein Interesse an der Sache / Tätigkeit / Person.

Wenn ich etwas nicht KANN, dann bedeutet das für mich, dass zwar ein mögliches Interesse besteht, ich vielleicht gerne würde...aber aus diversen Beweggründen nicht in der Lage dazu bin ( Angst, der Mangel an Fähigkeiten, das gewollte umzusetzen..., fehlende Mittel..., vielleicht auch Blockaden) ?

Ob ich etwas will oder nicht das entsteht im Kopf, es handelt sich um eine Entscheidung... ob ich etwas kann oder nicht... hängt nicht immer von mir alleine ab sondern auch manchmal von äußeren Einflüssen.

Zitat:
Und vor allem, warum gibt es diese Unterschiede?


Der Grund...naja beides ist verschieden, da muss ich Lui recht geben...
Ich entscheide, dass ich etwas will und schaue dann ob ich es auch kann... und manchmal andersherum. Smile

Viele Grüße Smile

x 3 #5


Pilsum
@Driver64

Hallo Driver,
Zitat:
Wie ich dann endlich erkannt habe, das ich Hilfe brauche und zum ersten mal mit 51 Jahren in einer
Psychologischen Akut-Klinik kam, war ich immer noch der Meinung,
ich bekomme jetzt 3 Monate lang Tabletten und dann bist du wieder Gesund.

Zitat:
3 Jahre später weiß ich, das ich mich auf einem guten Weg befinde, aber das ich noch lange nicht gesund bin!


Wenn ich Dich richtig verstanden habe, hast Du die Erfahrung gemacht, dass Du einen Weg gefunden hast,
Deine Depressionen abzuschwächen.

Das hört sich vielversprechend an.

#6


Pilsum
@Minska

Hallo Minska, hier im Forum begrüße ich Dich.
Zitat:
Hallo vielleicht ist es die Angst davor zu versagen. Falsche Entscheidung zu treffen und Kritik zu bekommen.


Danke für diese Aussage. Auch ich glaube, dass die von Dir beschriebe Angst davor,
zu versagen oder falsche Entscheidungen zu treffen, hauptsächlich dafür verantwortlich sein kann, dass
viele Menschen sagen, "Ich kann das nicht."
Zitat:
Auch Menschen zu verletzen hindert mich daran Entscheidungen zu treffen oder etwas zu ändern.


Hier kann ich Dich auch sehr gut verstehen

Zitat:
Fühle mich oft hilflos deswegen.


Verstehen kann ich, dass Du Dich deswegen oft hilflos fühlst. Aber bist Du deswegen auch
tatsächlich hilflos?
Ginge es Dir nicht viel, viel besser, wenn Du Entscheidungen treffen würdest und dann als Folge der von Dir
getroffenen Entscheidungen, auch einiges zum Positiven hin ändern würdest?

x 1 #7


Pilsum
@Ninle

Hallo Ninle,

Deine Antwort finde ich interessant.
Zitat:
wenn ich etwas nicht will, dann will ich nicht - habe kein Interesse an der Sache / Tätigkeit / Person.


Genau so sehe ich es, wie Du das hier beschreibst.
Zitat:
Wenn ich etwas nicht KANN, dann bedeutet das für mich, dass zwar ein mögliches Interesse besteht, ich vielleicht
gerne würde...aber aus diversen Beweggründen nicht in der Lage dazu bin ( Angst, der Mangel an Fähigkeiten,
das gewollte umzusetzen..., fehlende Mittel..., vielleicht auch Blockaden)?


Auch hier folge ich Deiner Beschreibung zunächst völlig.
Gehe ich nun in die Einzelheiten stellen sich einige Fragen.
Als erstes, möchte ich hier den Mangel an Fähigkeiten mal ausschließen.
Wir sprechen hier im Forum unter gebildeten Usern, die alle lesen und schreiben können.
Somit unterstelle ich mal, dass alle auch grundsätzlich die Fähigkeit besitzen, zu lernen,
ihr Denken und ihr Handeln zu hinterfragen und auch lernen können, Dinge und Reaktionen aus einer
anderen Sichtweise sehen zu können.

Den Punkt "fehlende Mittel", schließe ich auch weitgehend aus. Wir haben alle die gleichen Gehirnstrukturen.
Also können wir vermutlich genau das Gleiche denken, wie jemand anderes, sofern der Andere uns erklärt,
was und warum er etwas denkt.

Dann bleiben in Deiner Beschreibung noch "Angst" und "Blockaden" (Denkblockaden) übrig.

Nun behaupte ich. Denk-Blockaden kann man beseitigen, wenn man sie erkennt und auch weiß, dass man
sie nicht mehr benötigt.
Und Angst, ist ein wichtiges, notwendiges Gefühl, welches uns oft versucht zu behindern.
Oft ist unser Angstgefühl aber auch sehr hilfreich, weil es uns rechtzeitig vor Misserfolg und Gefahr zu warnen
versucht.
Den besseren Umgang mit unseren Ängsten können wir erlernen, wenn wir das wollen
und damit haben wir eine weitere wichtige Möglichkeit, Ängste und Depressionen abzuschwächen.

Viele Grüße

Bernhard

x 1 #8


Pilsum
@Lui

Hallo Lui,
Zitat:
Pilsum schreibt:
Welche Unterschiede gibt es überhaupt zwischen "Ich will nicht" und "Ich kann nicht"?

Zitat:
Lui antwortet:
Das klingt für mich so, als würdest du fragen "Welche Unterschiede gibt es zwischen 'Ich esse' und 'Ich trinke'.


Zunächst gebe ich Dir Recht. Ich sehe es genau wie Du.
"Können" und "Wollen" sind Worte, die eine unterschiedliche Bedeutung haben.


Ich will Bücher lesen, aber ich kann noch nicht lesen.

Ich will mich mit meinem griechischen Bekannten unterhalten, aber ich kann die
griechische Sprache nicht sprechen.


Ich will mir ein Auto kaufen, aber ich kann kein Auto kaufen, weil ich kein Geld habe.


Ich will Klavier spielen, aber ich kann gar nicht Klavier spielen.


Ich will morgen 40 km laufen, aber ich kann solche weiten Strecken nicht laufen.



Geht man jedoch in die Einzelheiten, dann kann man etwas erkennen.
Wer zu wenig Geld hat oder wer nicht weit laufen kann, der kann etwas noch so
wollen, er wird seinen Wunsch aber wohl nie erreichen können.

Anders ist es mit den weiteren Punkten.

Wer lesen können will, der kann es lernen.
Wer Klavierspielen will, der kann es lernen.
Wer eine fremde Sprache sprechen will, der dies lernen.

Worin besteht also der Unterschied zwischen "wollen" und "können" bei den letztgenannten Punkten? Ich sehe hier
keinen nennenswerten Unterschied. Es sind nur die beiden Worte "noch nicht".
Man kann fast alles lernen, wenn man etwas will!

Und so ähnlich sehe ich es auch bei der Bewertung von eigenen Sichtweisen, eigenen
Denkweisen, beim Herstellen von Zufriedenheit und vielem anderen.

Natürlich ist das jetzt sehr, sehr verallgemeinert und vereinfacht dargestellt.
Und natürlich kann nicht jeder alles das, was er will.

Jedoch habe ich immer wieder erlebt, wie sehr viele Menschen gelernt haben, besser mit ihren
Ängsten und Depressionen umzugehen.
Dazu braucht es in der Regel viel Zeit, einen festen Willen und eine klare Zielrichtung.

x 2 #9


Ninle
Zitat:
Wir sprechen hier im Forum unter gebildeten Usern, die alle lesen und schreiben können.
Somit unterstelle ich mal, dass alle auch grundsätzlich die Fähigkeit besitzen, zu lernen,
ihr Denken und ihr Handeln zu hinterfragen und auch lernen können, Dinge und Reaktionen aus einer
anderen Sichtweise sehen zu können.

Den Punkt "fehlende Mittel", schließe ich auch weitgehend aus. Wir haben alle die gleichen Gehirnstrukturen.


Auf keinen Fall hatte ich die Absicht jemandem zu unterstellen er sei ungebildet und kann nicht lesen und schreiben . Sorry ... ich wollte nur meine Sichtweise erklären und hätte da mehr ins Detail gehen sollen . Ich meinte das ganz anders :

Ich wollte weniger auf geistige Fähigkeiten hinaus... die Ausgangssitiation ist zum Beispiel folgende:
Ich möchte ins Kino gehen und Spaß mit Freunden haben, bin dazu aber nicht in der Lage weil ich krank bin .

Ich möchte gerne ein Auto fahren, habe aber keinen Führerschein und kann es und darf es nicht .
Den könnte man sich ja beschaffen ... natürlich gibt es Lösungen , die ich nicht erwähnt habe ...

Mit Mitteln meinte ich materielle Dinge , die man benötigt : um den Führerschein zu machen benötige ich wiederum viel Geld ...

Natürlich meine ich nicht, das Geld glücklich macht ... ich wollte lediglich erklären was ich meinte , da ich mich Selbst in Situationen befand ... in denen mir die Mittel und das können gefehlt haben .Das positive ist, dass man das meiste , trotzdem erreichen kann , wenn man etwas möchte Smile ich gebe dir recht , dass man alles lernen kann. Das ist einem im Strudel der Depression nicht klar und oft gar nicht bewusst. Was das ganze so schwer macht

Auch gegen seine Ängst, die einen davon abhalten Dinge zu tun , die man liebt , kann man viel unternehmen. Da stimme ich dir zu .

Wir haben immer die Möglichkeit uns und den Ursprung der Angst zu erkennen .


Viele Grüße Smile

x 2 #10


L
@Pilsum
Zitat von Pilsum:
Wir haben alle die gleichen Gehirnstrukturen.

Wir haben ganz sicher nicht alle die gleichen Gehirnstrukturen! Es kommt mir so vor, als hättest du einen Drang, verschiedene Dinge irgendwie auf mysteriöse Art und Weise gleichsetzen zu wollen. So einfach ist es nicht - obwohl es natürlich schön wäre. Die Wirklichkeit verhält sich aber nicht so, wie wir uns das vielleicht wünschen.

@Ninle
Zitat von Ninle:
Ob ich etwas will oder nicht das entsteht im Kopf, es handelt sich um eine Entscheidung... ob ich etwas kann oder nicht... hängt nicht immer von mir alleine ab sondern auch manchmal von äußeren Einflüssen.

Ich würde sagen, dass das, was ich will (oder zu wollen glaube) auch nicht von mir alleine abhängt. Es ist eine Frage der Sozialisation und der persönlichen Voraussetzungen, Gegebenheiten, Umstände, usw.

liebe Grüße

x 5 #11


Pilsum
@Lui

Hallo Lui,
Zitat:
Wir haben ganz sicher nicht alle die gleichen Gehirnstrukturen!


Vielleicht habe ich hier einen falschen Begriff verwendet.
Mit den Gehirnstrukturen meinte ich folgendes. Ein Mensch, der geboren wird,
bringt üblicherweise die gleiche Hardware mit, wie andere Neugeborene und
arbeitet mit dem gleichen Betriebssystem, wie andere Menschen.

Zitat:
Es kommt mir so vor, als hättest du einen Drang, verschiedene Dinge irgendwie auf mysteriöse Art und Weise
gleichsetzen zu wollen. So einfach ist es nicht - obwohl es natürlich schön wäre. Die Wirklichkeit verhält sich
aber nicht so, wie wir uns das vielleicht wünschen.


Ich stimme Dir zu, dass sich die Wirklichkeit anders verhält, als wir es uns wünschen.
Genau darum geh es mir vor allem.

Zitat:
Ich würde sagen, dass das, was ich will (oder zu wollen glaube) auch nicht von mir alleine abhängt. Es ist eine
Frage der Sozialisation und der persönlichen Voraussetzungen, Gegebenheiten, Umstände, usw.


Wie Du, sehe ich es so, dass das, was ich will, nicht nur von mir alleine abhängt.
Es ist in der Tat vor allem auch eine Frage der Sozialisation.
Vielen Dank, dass Du den Begriff hier mit aufgeführt hast.
Sozialisation ist nicht statisch, sondern ein lebenslang anhaltender Lernprozess.
Somit bestätigst Du das, was ich oft sage. Man kann etwas umlernen.
Sich wieder befreien, von blockierenden gesellschaftlichen Sichtweisen und Normen.

#12


Pilsum
@Ninle

Hallo Ninle,

Zitat:
Auf keinen Fall hatte ich die Absicht jemandem zu unterstellen er sei ungebildet und kann nicht lesen und schreiben.


Ich habe es auch nicht so verstanden.
Zitat:
Mit Mitteln meinte ich materielle Dinge, die man benötigt: um den Führerschein zu machen benötige ich wiederum viel Geld


Ich schließe mich Deiner Meinung an. Sehr oft geht es um materielle Dinge, wenn man
von "wollen", "aber nicht können" spricht.

Bei Ängsten und Depressionen sprechen wir jedoch von nichtmateriellen Vorgängen.
Oder was sehe ich falsch?
Zitat:
Das positive ist, dass man das meiste , trotzdem erreichen kann , wenn man etwas möchte


Dies wollte ich ausdrücken.
Zitat:
ich gebe dir recht , dass man alles lernen kann.


Hurra, endlich mal jemand der da nicht grundlegend gegen spricht. Vielen Dank für
Deine Aussage. Darf ich es etwas anders beschreiben?
Man kann sehr vieles lernen. Und besonders wichtig finde ich.
Vieles kann man zumindest teilweise lernen.
Zitat:
Das ist einem im Strudel der Depression nicht klar und oft gar nicht bewusst. Was das ganze so schwer macht.


Genau. Und hier schließt sich meine Frage an. Wie kann ich das denn einem Depressiven
besser klar machen und ihm einiges dadurch erleichtern?
Zitat:
Auch gegen seine Ängste, die einen davon abhalten Dinge zu tun, die man liebt, kann man viel unternehmen.


Da stimme ich dir zu. Das kann man.


Viele Grüße

Bernhard

x 2 #13


B
Ich glaube, dass hier leicht vergessen wird, dass Depressionen nicht nur rein psychisch bedingt sind, sondern dass es auch eine nicht zu unterschätzende genetische bzw. biochemische Komponente gibt. Es gibt sogar neuere Forschungen, welche die Depression mit Entzündungsprozessen im Körper in Verbindung zu bringen. Käme man auf die Idee, einem Rheumatiker zu sagen, er könne ALLES tun, was er möchte, er habe es selbst in der Hand. Eher nicht, oder?

x 6 #14


A


Hallo Pilsum,

x 4#15


Ninle
@bethany

Du hast recht. Ich habe gelesen, dass Das Gehirn nachweislich anders anders arbeitet als bei einer gesunden Person ... .

x 1 #15

Weiterlesen »




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag