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Was tun gegen Depressionen - 10 hilfreiche Tipps

Kaiserle

Kaiserle

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hey....ich habe gerade nur angelesen und gedacht, dass da einiges aus der verhaltenstherapie drin steckt, richtig? ;)

ich werde jetzt zwar schlafen gehen, aber die nächsten tage mal durchlesen hier.

liebe grüsse

08.12.2008 00:28 • #16


Okami

Okami

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Wow, ich habe selten (vor allem wenn es um Depression geht - denn das bedeutet in erster Linie Emotionsheischerei) einen so objektiven Beitrag gelesen. Ich wünschte mir, ich könnte meine Situation so nüchtern betrachten. Vor allen Dingen bräuchte ich mehr Durchblick. Mir geht es schon seit 2 1/2 Jahren durchweg miserabel, aber irgendwie schaffe ich es, mich mit stoischer Ignoranz gegen Therapie und Medikamente zu wehren und mir und allen um mich herum etwas in die Tasche zu lügen. Es ist wie'n bescheuertes Coming-Out, das ich vor mir herschiebe. Irgendwie bewundere ich dich!

14.12.2008 13:00 • #17


gebirgsbach

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Danke für diesen Bericht. Da bin ich nun ganz neu hier im Forum, hatte Angst, dass das auch wieder so ein "Laberlaberforum" ist und muß entdecken, dass hier sehr ernsthaft gearbeitet wird. Schon alleine das macht mir etwas Mut.

Auch ich habe schon Therapieerfahrungen, nur war das oft noch nicht zu erkennen, dass ich mit große Schritten in einer Depression ankommen würde.
Gut, ich hatte mal eine Depression nach der Geburt eines meiner Kinder, ich glaubte damal, das Glück, so etwas Schönes erlebt zu haben, geht nun vorbei. Ich fühlte mich wahnsinnig glücklich und auf einmal war ich wieder im "normalen" Leben angekommen. Das konnte ich damals sehr gut in den Griff bekommen, indem ich mein Kind in den Kinderwagen legte und spazieren ging, mich abgelenkt habe und unter die Leute gemischt habe. Aber das waren ja wohl auch, wie man weiss, die Hormone, die verrückt gespielt haben.

Heute sieht das ganz anders aus. Ich erlebe eine Reihe von Situationen, die ich nicht alle selbst verursacht habe. Zumindest nicht alle. Und mir ist auch bewußt, dass schon alleine der Gedanke, bald wieder eine Arbeit zu haben, meinen Glückspegel anheben würde. Ich wäre wieder DABEI. Ich werde 59 und hatte eine kleine Herz OP. Mir wurde ein Stent implantiert, weil die Grenze erreciht war, noch ohne Schmerzen einen Tag zu erleben. Ich hatte nach Arbeitslosigkeit permanent gekämpft wieder arbeiten zu könne.

Dieses oben beschriebene Ereignis fiel genau ans Ende meiner Probezeit. 14 Tage noch. Ich war 10 Tage krank geschrieben und bekam dann, obwohl ich gern und gut arbeite (allerdings oft über meine Kräfte, nähmlich bei einem Vollzeitjob OHNE Pause usw.), die Kundigung. Ich war am Boden zerstört und bin es heute noch. Anfänglich habe ich n och einige Aktivitäten unternommen (wandern, ausruhen, mich freuen, dass es mir wieder so gut geht und ich keine Atemprobleme bzw. Schmerzen mehr habe). Dann war auch Ablenkung da, weil in der Weihnachtszeit die Familie oft zusammenkam.

Zunehmend nehmen aber die Spannungen zwischen meinem Partner und mir zu. Ich fühle mich immer mehr in die Ecke gedrängt und mehr als wertlos. Ich weiss zwar noch ganz genau, dass ich nicht die dumme blöde Kuh, die, die nicht richtig tickt bin und die, die mal zum Seelenklemptner sollte bin (war), aber ich höre das so oft, dass ich manchmal denke, ich muß etwas ganz Schlimmes machen. Ich weiss auch nicht mehr, ob ich ihn liebe. Ja doch, ich liebe ihn, aber ich fühle nichts mehr. Ich will das aber verdrängen und ich weiss auch, was die Konsequentsen wären, wenn ich die Beziehung beenden würde. Wir sind erst vor einigen Monaten wieder zusammen in eine größere Wohnung gezogen.

Nun ist es so, dass meine älteste Tochter, welche in Mexico lebt, dort einen Gastronomiebetrieb mit Übernachtungen führt. Sie könnte mich dringend brauchen und ich hätte wieder Arbeit und meine Würde steht wieder auf festen Füßen. Mein Mann sagt, wenn Du gehst und das machst, dann brauchst Du hier nicht mehr "reinzukommen". Aber es gibt doch hier für mich keinerlei Alterative. Ich BIN 59. Und ich habe noch Kraft ohne Ende (wenn ich was tun kann). Der Konflikt ist riesig. Auf der anderen Seite wäre es auch eine Chance für uns, wenn wir uns mal längere Zeit nicht sehen. Ich biete doch so, wie es jetzt ist, keinerlei "gute Frau".

Ich heule bei jedem Bissel, reagiere überempfindlich, verkriech mich, kann kaum vor die Tür, er macht alles, was ihm Spass macht alleine und sagt mir dann, ich würde ihm doch fehlen. Ich sag dann leise zu mir, auch manchmal zu ihm, ja zum putzen zum Kochen, zum Wäschewaschen und und und...Mein Selbstwert ist im Keller...ich hab das glaube ich, schon selbst bissel it verursacht, weil ich das schon zu lange mitmache. Möglicherweise ist meine Herzsache auch eine Folge von viel innerem Stress. Ich bin schlank, ich rauche nicht ich habe keinen übermässigen Alk. und ich war mal Leistungssportlerin.

So, es tut mir leid, vielleicht ist das jetzt hier auch überhaupt nicht richtig als Antwort auf den guten Beitrag, aber ich will zum Schluß noch sagen, mir gelingt gerade überhaupt nichts von all den positiven "Verhaltensregeln". Mir lief gerade das Herz über. Bitte, seht es mir nach.

23.02.2009 15:38 • #18


thepatient

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Hallo,

also ohne das böse zu meinen aber helfen tut mir das alles nicht. das meiste davon wusste/kannte ich schon. ich habe auch schon bücher zu NLP (neurolinguistisches programmieren) gelesen... klingt super in der theorie.. aber entweder mach ich bei der umsetzung etwas falsch oder es wirkt nicht.

27.03.2009 18:49 • #19


erikson

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was mache ich gegen depressionen?

arbeiten bis ..., ...versuchen einzuschlafen,wieder aufgewacht mitarbeiter als graf augenringula zu erschrecken.
smilie_frech_019.gif

28.03.2009 02:53 • #20


emptyheart

emptyheart


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Bitte?! Intuitv nennst du dumm?! Überdenke mal, ob dieser Satz hier wirklich so hätte fallen müssen...

Ich war lange nicht online, aber schon vor meiner Abstinenz habe ich bemerkt, wie hier, das was ich nur Gut gemeint habe, dazu benutzt wird um vielleicht seinen Frust abzuladen, dass kann jeder gerne auch tun.

Das war ein Denkanstoß, ein Versuch, wem es nicht passt muss es nicht befolgen, mir hat es geholfen und anderen auch.
Dies hier ist kein Patentrezept.
Ich weiß nur aus eigener Erfahrung, vieles funktioniert wenn man sich darauf einlässt und viele von uns neigen dazu sich nicht auf die Dinge einzulassen, weil ja eh alles nicht funktioniert... der Meinung schließe ich mich nicht an!

01.04.2009 23:48 • #21


Käfer

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Hallo emtyheart,

ich bin ziemlich neu im Forum und befasse mich auch neu mit dem Thema.
Ich finde es sehr gut, was Du da aufgeschrieben hast.

Für mich ist es sehr hilfreich, zum einen sehe ich, dass die Probleme, die andere haben (die auch Du beschreibst: Mutter-Telefon-Seelenmülleimer...) auch mir zu schaffen machen, oder machten, zum anderen sehe ich dadurch, dass ich meine Empfindungen nicht überbewerte.
Ich weiß nicht genau wie ich es ausdrücken soll.
Ich bin momentan hin und her gerissen, ob es mir gut tut mich damit und damit mit meiner Depression auseinanderzusetzen oder eben nicht.
Manchmal erscheinen mir meine Probleme eine "Lächerlichkeit" zu sein.
Anders mal denke ich, wieso bin ICH bloß so ANDERS als andere (normale) Menschen???
Normale Menschen sind gern gesellig, haben Spass, sehen nicht ständig die Konsequenzen hinter jeder Handlung.

Ich weiß nicht genau, früher habe ich immer gedacht, denk nicht so drüber nach, mach Du einfach so, wie Du willst und lass andere machen, was sie wollen.
Aber mir fehlt eindeutig der Spass und auch die Sorglosigkeit.

Ein paar von Deinen eigenen Erfahrungen habe ich schon früher umgesetzt, z. B.: gibt es keine Telefongespräche mehr mit meiner Mutter und auch kaum mit meinen Geschwistern. Der Seelenmülleimer hat ausgedient.
Aber ich muss lernen positiv zu sehen, was für mich enorm viel Negatives darstellt. Damit meine ich meine körperliche Verfassung.
Vielleicht hilft mir Deine Methode dabei, einen Versuch ist es auf jeden Fall für mich wert.

liebe Grüße Käfer

27.05.2009 17:15 • #22


BackSlash

BackSlash

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omg ich liebe dich dafür, dass du dir die Mühe gegeben hast dies alles neider zu schreiben,
ich bin erst 14,aber dachte schon über Suicide nach :shock:
Etwas,was ich mir sowieso nie zugetraut hätte,jedoch darüber nachgedacht...
ich habe bei google sogar Schlaftabletten eingegeben...
was nachher herausstellte,dass es heute echt nicht mehr so einfach ist, sich mit Schlaftabletten K.O. zu hauen....
wegen paar Dingen die jetzt bei herkömmlichen Schlaftabletten enthalten ist....
Jedenfalls,Ich hatte solch einen Schmerz,was nach meiner Vermutung richtiger Weise,
Depression war(übliche Symthome nachgelesen...Suicide gedanken bla,bla...)
Aber nachdem ich deinen Bericht gelesen habe wurde mir klar,
dass meine Denkweise völlig kindisch war...
Das Leben ist nicht zu Ende wenn man im gymnasium in der 8. sitzen bleibt ! xD
Meine Klassenkameraden würden darüber auch nur lachen...ich verstehe das nun besser....Hauptsache man kommt irgendwie weiter!
Als ich am Lesen war,ging es mir viel leichter...besser Ich danke dir dafür.
Ich hab noch soviel zu Lernen,Sterben wäre viel zu Schade smilie_engel_088.gif

Obwohl ich aber auch schon mal über nen Psychiater nachgedacht habe,
doch etwas schwierig ohne einen Erziehungsberechtigten,dachte ich.
Depression Forum FTW! icon_mrgreen

08.06.2009 21:05 • #23


Alannis

Erkennen/Diagnose:
Ein erster Schritt beim Bekämpfen einer ernsthaften Depression ist das Erkennen / Diagnostizieren der Depression.
Wer unter Stimmungsschwankungen leidet, sich aber unsicher ist ob er sich einer ärztlichen Beratung unterziehen soll,
kann einen kurzen Depressionen Selbsttest durchführen. Der "Goldberg - Test" auf Depressionen gibt schnell einen
ersten Aufschluss über das Vorhandensein und evtl auch die Schwere einer Depression. Den Goldberg-Test findet man auf verschiedenen
Seiten im www, wenn man den Besuch in eine Suchmaschine eingibt. Achtet dabei auf seriöse Seiten!

Akzeptanz:
Sollte der Selbsttest auf Depressionen positiv verlaufen sein, ist ein Weg zu einem Facharzt angeraten.
Nur dieser kann eine echte Depression von normalen Stimmungsschwankungen unterscheiden.
Hat man aber erst einmal die Diagnose einer Depression, ist es an euch selber die Erkrankung als solche zu akzeptieren.
Dabei muss man verstehen, dass eine Depression nichts mit Wehleidigkeit oder einem schwachen Charakter zu tun hat.
Akzeptiert eure Erkrankung und macht euch klar, dass ihr mit dem Gang zum Arzt und dem Willen zur Behandlung
den ersten Meilenstein in der Behandlung eurer Depression gelegt habt.

Tagesstruktur:
Um aus einer Depression wieder heraus zu kommen, ist ein strukturierter Tagesablauf das A und O.
Dabei hilft das Erstellen eines schriftlichen Tagesplans mit dem ihr versucht,
feste Zeiten für das Aufstehen - auch am Wochenende - einzuhalten.
(Tages - und auch Wochenpläne findet man im www. genug - Ich z.B habe meinen
hierher )
Achtet aber bitte SELBST auf Kostenfreiheit bei möglichen Downloads
(ALSO: Kleingedrucktes lesen)!


Rückschläge akzeptieren und Mut nicht verlieren:
Eine Depression ist eine langwierige Sache. Kleine Rückschläge gehören zur Genesung
dazu und sollten euch nicht entmutigen.
Ein Auf und Ab bei der Behandlung einer Depression sollte euch nicht erschrecken!

Kein Alk. - keine Dro.:
Alk. und sonstige Dro. sind ein absolutes Tabu beim Behandeln einer Depression.
Der Dro. während einer Depression kann die Erkrankung um ein Vielfaches
verstärken und die Heilung verzögern oder gar gänzlich verhindern.


Freunde und Angehörige mit einbeziehen:

Abschottung bei einer Depression kann sehr gefährlich werden.
Der Kontakt zu Freunden und Angehörigen sollte auch während der schweren Genesungszeit
aktiv forciert werden. Vermeintlich unlösbare Probleme werden verschwindend klein während
eines Gespräches mit euren Freunden und Liebsten... erst dann erkennt man die reale Größe
des Problems, die oftmals viel geringer ist als man zuerst annimmt.

Bewegung und frische Luft:
Beim Kampf gegen eure Depression solltet ihr möglichst viel Zeit mit körperlicher Aktivität
an der frischen Luft bei Tageslicht verbringen. Dabei muss man nicht gleich Hochleistungssport
betreiben: ein wenig Spazierengehen oder Radfahren reichen bereits für ein subjektiv wahrgenommenes Wohlbefinden.
Es ist auch kein Geheimnis, dass sich natürliches Sonnenlicht sehr positiv auf die menschliche Stimmung auswirkt.

Verordnete Medikamente regelmäßig einnehmen:
Sollte euer Arzt euch Medikamente zur Behandlung der Depression verordnet haben,
so ist es immens wichtig, dass ihr diese regelmäßig und zuverlässig einnehmt.
Besonders achten muss man dabei auf die Einnahmezeiten und die verordnete Dosierungen des Medikaments.
Wunder darf man bei der Einnahme von Psychopharmaka nicht erwarten: eine erste Wirkung zeigt sich
oft erst nach etwa zwei Wochen Einnahmezeit.
Selbstredend sollte auch sein, dass man auf gar keinen Fall eine medikamentöse Selbsbehandlung ohne
Rücksprache mit dem Arzt machen sollte. Eine Heilung alleine durch Medikamente darf man sich nicht erhoffen:
eine psychologische Behandlung der Depression ist in den meisten Fällen unabdingbar.

Realistische Ziele setzen:

Damit ihr keinen weiteren Frust bei der Behandlung eurer Depression bekommt,
solltet ihr euch unbedingt realistische Ziele setzen. Überforderung und Stress behindern die Genesung signifikant.
Wichtig ist, dass ihr trotz des Stresses auch Pausen für Ruhe und Entspannung einplant.

Arzt/Psycholgen aufsuchen:

Letzendlich kann man eine Depression in den meisten Fällen mit professioneller Hilfe überwinden.
Leider herrscht ein weit verbreiter Irrtum vor: Das geht schon von selbst vorbei!
Redet mit eurem Arzt des Vertrauens über eure Unsicherheiten.
Offenheit zwischen euch und dem Arzt ist ein sehr wichtiger Bestandteil des Behandlung.


Quelle


Gute Besserung
wünscht euch,
Alannis :g020:

23.06.2009 12:09 • #24


Scott

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hallo an euch ,

habe die berichte gelesen.vor allem von emptyheart.
ich stecke wieder mal und das seit fast 3 monaten in einer depression.die auch mit medikamenten behandelt wird.

es will und will einfach nicht werden. therapeutengespräche , medis , sozailarbeiter (soziotherpie) laufe mit dem nachbarshund morgens , bin bei einem neurologen und psychater.....

und immer wieder das gleiche spiel , jeden tag. da will man einfach nicht mehr weiter....

vielen dank für eure antworten liebe grüße Scott

15.07.2009 11:43 • #25


romabo

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Hallo, ich bin zum ersten mal hier. Mir geht es wie Scott, genau wie du es geschrieben hast. Meine Depression hat sich über 3 Jahre mit den verschiedenen Medikamenten, jetzt den 3. Neurologen, seit 1Jahr Gesprächstherapie hauptsächlich sehr stark morgens bis abends , dann wieder Besserung bis zum morgen gezeigt. Jetzt kann ich nur noch Nachts klarkommen. Habe vor ca 5 Wochen Medikation auf Anraten des Arztes umgestellt, bis jetzt keine Besserung . Die Gedanken der Ausweglosigkeit machen alles schwer... aber nachdem ich all die Beiträge las, sind wieder positive dabei. Wer kann mir ähnliches sagen, ich meine über lange Zeit gehts einigermaßen und dann der Tiefschlag.
War vor 2 Jahren drei Wochen in Klinik, hat außer Medikamenteneinstellung nicht viel gebracht, kaum Gespräche, halt nur ergo-bewegung- geregelte Mahlzeiten-
Da ich mindestens 4 verschiedene Medikamente probierte, würde mich Eure Erfahrung mit der Umstellung interessieren. Danke.
Romabo

26.07.2009 01:50 • #26


3noby1

3noby1

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Zitat von Scott:
hallo an euch ,

habe die berichte gelesen.vor allem von emptyheart.
ich stecke wieder mal und das seit fast 3 monaten in einer depression.die auch mit medikamenten behandelt wird.

es will und will einfach nicht werden. therapeutengespräche , Medikamente , sozailarbeiter (soziotherpie) laufe mit dem nachbarshund morgens , bin bei einem neurologen und psychater.....

und immer wieder das gleiche spiel , jeden tag. da will man einfach nicht mehr weiter....

vielen dank für eure antworten liebe grüße Scott


hallo scott,

kann dich gut verstehen, aber einen wirklichen rat kann ich dir leider nicht anbieten.
meine erfahrung ist, dass jede depression so einzigartig ist wie der betroffene selbst.
für mich hat sich z.z. das motto "weniger ist mehr" als nützlich erwiesen.
irgendwann brachten gespräche einfach nichts mehr, waren eher kontraproduktiv.

wenn ich lese, was du alles am laufen hast, bleibt mir fast die luft weg.
vllt. überfordert dich dieses pensum an gesprächen.
m.e. läßt sich eine besserung nicht erzwingen.
es liest sich, als ob du krampfhaft versuchst - mit allen mitteln -
deinen zustand in den griff zu bekommen.
die daraus resultierende anspannung scheint dich aber zusätzlich
zu lähmen.

bin leider nicht sehr geübt im schriftlichen darstellen meiner gedanken
und gefühle.
ich wünsche dir kraft und geduld, deinen weg zu gehen.

26.07.2009 07:17 • #27


star

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10
Hallo Empthyheart,

ich finde deinen Bericht auch toll. Es ist die reinste Wahrheit. Doch momentan sehe ich leider alles schwarz und weiß nicht wie es weitergehen soll. Mit meinen 28 Jahren bin ich kurz vorm Aufgeben. Job gekündigt, trotz dass es mein Traumjob war und ich lange gebraucht habe dahin zu kommen. Doch zwei Tage ging es gut und am dritten Tag schaffte ich es nicht aus dem Bett. In den letzten 7 Jahren hat nichts mehr funktioniert was ich angefasst habe. Musste alles irgendwann wieder abbrechen.....Ich habe es satt zu Scheitern smilie_tra_172.gif
Ich weiß einfach nicht mehr wie es weitergehen soll. Hab keine Hoffnung mehr....

11.09.2009 21:05 • #28


markyLO

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Hi, ich hatte selbst Depressionen und ich kann all denen, die immernoch " drin" sind, zu Folgendem raten:

Am Wirksamsten gegen eine Depression ist eine Kombination aus einer Psychotherapie und eine richtigen Medikation (sprich : ein Antidepressivum (meine Empfehlung hierzu sind : Cipralex oder Trevilor - aufgrund der Wirkungsweise, die erheblich besser ist, als bei älteren Antidepressivas und auch noch weniger Nebenwirkungen haben) und bei Bedarf ein Neuroleptikum zum Schlafen, wenn Ängste vorhanden sind ( die Empfehlung hier : Seroquel - macht außerdem nicht abhängig).
Bei einer akuten Situation kann man sich schon auch mal vorübergehend ein Benzo verschreiben lassen (z.B. Tavor ).

Dies ist mal der "äüßere Rahmen" und sozusagen die Grundvoraussetzung um eine Depression richtig zu behandeln.

Nun zu den aktiven Tätigkeiten :

Was sehr sehr hilfreich ist, ist wenn man sich viel mit anderen Leuten unterhält und mit ihnen etwas unternimmt. Mag zwar banal klingen und im ersten Augenblick für Depressive eine rießige Herausforderung sein, aber man kommt dadurch aus seinem alten Verhaltensmuster heraus und sieht bzw. hört neue Dinge.
Mit der Zeit wird sich hier wieder die Lebensfreude zeigen.

Außerdem ist es wichtig, dass man Tätogkeiten nachgeht, die einem zu einem früheren Zeitpunkt Spaß gemacht haben.
Sei es Sport, Lesen, Tanzen, Singen, Computer....
Es ist jedoch völlig klar,dass man sich in dem depressiven Zustand nicht so sehr konzentrieren kann, wie in einem gesunden Zustand. Das macht sich beim Lesen häufig deutlich.

Sehr wichtig ist außerdem, dass man eine Person hat, der man vertrauen kann und mit der man über alles reden kann und welche einen auch mit seiner Depression toleriert.


So dies sind meine Tipps, für all diejenigen die sich momentan in einer Depression befinden.

Ich hatte von meinem 15. bis 20. Lebensjahr Depressionen mit mehreren Klinikaufenthalten und musste deshalb auch meine Schule abbrechen, doch mittlerweile habe ich ein sehr gutes Abitur gemacht.

Ich wünsche Euch hiermit viel Hoffnung und einen starken Willen.

LG

14.09.2009 18:28 • #29


star

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Hallo Markylo,

ich finde es wirklich toll, dass du dein Abitur geschafft hast. Akut wurde es bei mir vor 7 Jahren, seitdem musste ich alles abbrechen was ich angefangen habe. Was empfehlst du mir? Wie hast du es geschafft. Bin zwar schon 28 aber der Wunsch ein Abi zu haben ist immer noch da. Auch wenn es vielleicht schon ziemlich spät ist.....Ich kann nicht jeden Tag arbeiten oder in die Schule gehen. Darum dachte ich an die Abendschule . Da ich abends auch immer fitter bin. Andererseits möchte ich nicht erneut scheitern. Hatte 2 Klinikaufenthalte, bin in der 3. Therapie, doch geheilt bin ich immer noch nicht smilie_tra_172.gif
Wäre dir über jeden Ratschlag dankbar.

LG

14.09.2009 18:53 • #30




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