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Wissenswertes, Tipps Tricks bei Depressionen

Mira13

Mira13
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Hallo liebe Leute.
Dieses neue Thema findet vielleicht viel Inhalt von uns!? Schön wäre es Smile

Beispiele der Inhalte
(worüber wir uns austauschen könnten/was uns bewegt/Platz finden sollte. ) :

- Weisheiten, Zitate
- Gedichte, Buchausschnitte
- "Geheimtipps und - tricks" 🤫😜
- Essentielles für uns
- Wem es ein Anliegen ist (Thema beschäftigt sehr) kann den Wunsch äußern, dass es z.B. diesen einen Tag ausschließlich nur um das eine Thema geht

x 1 #1


33 Antworten ↓
Pauline1962

Pauline1962
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Mein Problem ist, dass ich das Gefühl habe, langsam zu "zerbröseln" ... ich nehme immer weniger am Leben teil, Kontakte werden immer weniger, irgendwie sehe ich mich nicht mehr und löse mich auf ... schwer zu erklären, aber vielleicht versteht es der eine oder andere.

Hinzu kommt meine große Erschöpfung - ich bin einfach oft zu müde, um was zu machen und mir fehlt jeglicher Antrieb. Das ist natürlich ein Teufelskreis - weil ohne irgendwelche Erlebnisse, nur zuhause auf dem Sofa, da fehlt einem natürlich auch jeglicher positive Impuls, der einem wiederum Energie und Motivation geben könnte.

Jetzt habe ich - für mich selbst überraschend - eine simple, aber effektive "Krücke" gefunden.

Ich führe ein Online-Tagebuch per App (diaro).

Keine großen Romane - eher Stichpunkte und Fotos.
Ich knipse alles mögliche - wo ich bin, was ich mache, was ich esse, eine Blume, auch mich selbst usw. Manchmal lasse ich mich von meinem Mann knipsen, oder wir machen Selfies von uns ... Das sind dann vielleicht so 2 bis 6 Fotos pro Tag und ein paar Stichworte dazu.

Das hat 4 gute Effekte:

1. ich sehe MICH überhaupt mal wieder, Fotos sind doch anders als Spiegel. Ich nehme mich überhaupt mal wieder wahr.

2. ich sehe, dass ich doch was mache - und am Ende des Tages nicht nur auf dem Sofa liege. Ok, ich liege viel auf dem Sofa, aber eben nicht 24/7.

3. ich habe einen Anschups zum Rausgehen - damit ich überhaupt erst mal Fotos machen kann. Nur meine Füße oder mein Kater auf dem Sofa - das wird ja auf Dauer auch langweilig. Oft klappt das tatsächlich.

4. ich kann nachlesen - ich habe positive Erinnerungen direkt vor Augen.

Vielleicht wäre das auch mal ein Tipp für euch?

07.05.2022 06:31 • x 2 #29


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A


Hallo Mira13,

Wissenswertes, Tipps Tricks bei Depressionen

x 3#3


S

sofi_l
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@Mira13

Ich schreibe jetzt mal aus ,,gesunder'' Sicht, da ich nicht depressiv bin, aber ich würde mal sagen , Tendenzen in die Richtung hatte weshalb ich mich auch hinterfrage bzw. weiß, wieso & welche ,,Positiv-Mechanismen'' ich habe, um mich selbst davor zu schützen. Ich hoffe deshalb, dass das euch auch helfen kann.

Wie hier schon erwähnt wurde:
1. Meditation : Und zwar nicht irgendeine - sondern schaut mal bei YouTube nach ,,Wunscherfüllung'' , Traumreise, Meditation für positive Gedanken usw. . Es reichen zu beginn auch 5-10 Min

2. Positive Worte, die ihr über euch aufschreibt. Wenn euch nichts einfällt, dann stellt euch das vor, was ihr gerne wärt oder hättet, also : Ich BIN gesund. Ich BIN großartig. ich BIN Kraftvoll... usw... Gerne darf bei der Wortwahl ,,Übertrieben'' werden also statt ,,toll'' mal ,,großartig'' oder solche Wörter verwenden.

3. Aufschreiben wofür ihr dankbar seid. Für das Bett, das Wasser aus der Leitung, euer Internet, - was fällt euch ein? Schreibt es auf ! I.d.R. fühlt man es nicht direkt. Man braucht auch nichts erwarten, während man sich diese alltäglichen Dinge aussucht - aber, wenn man das TÄGLICH macht, fallen auch mal über Tag einen Dinge auf, die man sich bewusster macht. Damit kommt man ein Stück mehr ins ,,Hier & Jetzt''.

4. Podcast hören - z,B, Laura Malina Seiler - eine spirituelle liebevolle Frau die einen wirklich gut fühlen lässt.

5. Sagt etwas nettes zu euren Freunden, macht ein Kompliment oder geht raus , und sucht eine positive Sache, an einer Person die euch entgegen kommt. Einfach im Kopf.

6. DU bist ein wundervolles Wesen, und dein ganzer Körper, dein Gehirn, dein Geist: Alles ist im Einklang. Es gibt keine ,,Person'' in dir, und vor allem nicht dein tiefstes Selbst, was dir irgendetwas böses wollen würde. Du kämpfst nicht gegen dich, sondern ,,mit dir'' zusammen.

7. Du hast einen Körper. Du hast ein Gehirn. Aber du bist der Geist, der darüber wacht.

8. Rede mit dir, wie als ob du mit deiner besten Freundin sprichst.

9. Es gibt keine Menschen, die über dir, oder die unter dir stehen. Alle Menschen , stehen nebeneinander, sind gleichwertig.

.... Mir fallen noch mehr ein, aber ich muss mal eine Pause machen Very Happy Smile

Vorhin fiel der Satz, dass ,,Das Gehirn'' versucht, ,,gegen'' euch zu sein und mit den Sätzen hier oben wollte ich ausdrücken, dass kein Teil des Körpers ,,schlecht'' ist oder euch etwas schlechtes will. Wir sind natürlich eher bequem, reden und denken eher negativ über uns selbst, und, ach ja das ist Punkt 10:

10. Lasst die Gedanken einfach mal vorbeiziehen wie Wolken, schaut sie an (schaut wirklich mal einen schlechten Gedanken an, als wäre er gerade eine Wolke, links oben am Himmel) und fragt euch: WAS bringt mir das, wenn ich das über mich denke? Tut es mir gut? -> Nein -> Lasst sie einfach weiterfliegen. Die Wolke gehört genauso wenig zu euch, wie alles andere, was euch rummschwirrt. Ich denke mir, selbst die ,,positiven'' Gedanken gehören nicht zu mir. Aber sie Tun mir gut und deshalb entscheide ich mich, an diesen Gedanken eine Weile länger festzuhalten.

05.05.2022 20:49 • x 1 #27


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Mira13
Ein Thema interessiert mich schon länger:

Wie kann man sich selbst "austricksen"? ( Z.B. um seinem Ziel näher zu kommen .. innerer Schweinehund...)
Vielleicht habt ihr Ideen?

#2


Lilly-18
Hilfreich ist es, sich immer nur kleine Ziele zu setzen, die leichter erfüllbar sind als große.
Z.B. beim abnehmen nicht gleich 10 Kilo anvisieren, sondern erst mal 2. Oder beim ausmisten erstmal 1 Zimmer auswählen und dann erst das nächste. Dann hat man immer mal wieder kleine Erfolgserlebnisse.
Sehr gut hilft mir auch, mir Belohnungen in Aussicht zu stellen. Nichts großes, nur als Anreiz, nicht aufzugeben.
Also z.B. ein Stück Kuchen oder einen Kinofilm.

x 5 #3


Mira13
Liebe @Lilly-18
Dankeschön für deine Zeilen 🙂 Finde einen der wichtigsten Punkte.

#4


Mira13
Im Haushalt klappt es bei mir mit den "Austricksen" auch schon ganz gut. Ich war lange sehr penibel, Wohlbefinden entstand erst, wenn ALLES sauber war. Mega anstengend.

So hab ich nach und nach angefagen z.B.beim Staubwischen auch mal um Gegenstände drumrum zu wischen, Ecken nicht so ernst zu sehen ... Es wird besser. Wohlbefinden stellt sich ein, obwohl ich mich austrickse.

x 4 #5


Mira13
Gibt es dennnn für euch, in Bezug auf psy Erkrankungen noch Anwendungen od so, wie man sich(Gehirn) austricksen kann?

🤔🤔🤔🤔🤔🤔

x 1 #6


Mira13
Gewohnheiten brennen sich im Unterbewusstsein fest und werden dann automatisch abgerufen, sobald ein bestimmter auslösender Reiz auftaucht. Leider gilt das auch für schlechte Gewohnheiten, die wir eigentlich loswerden wollen. Dagegen helfen nur Strategien, die das Unterbewusstsein austricksen. Denn das Hirn ist durchaus in der Lage, neue Gewohnheiten zu erlernen - wenn die Belohnung stimmt. wichtig ist die Konesquenz 😱 und kleine Ziele

x 1 #7


Kitten
Zitat von Mira13:
Denn das Hirn ist durchaus in der Lage, neue Gewohnheiten zu erlernen - wenn die Belohnung stimmt.

Genau!
Man sagt auch als Faustregel, dass man eine neue Gewohnheit 21x absolvieren muss, bis sie sich als neue Gewohnheit eingespielt bzw. eingeprägt hat.

x 1 #8


ZeroOne
Zitat von Mira13:
Gibt es dennnn für euch, in Bezug auf psy Erkrankungen noch Anwendungen od so, wie man sich(Gehirn) austricksen kann? 🤔 ...


Schwierig, da mir mein Gehirn immer einen Schritt voraus ist und daher weiß, was ich im Schild führe. 🤪

x 2 #9


Kate
Zitat von ZeroOne:
Schwierig, da mir mein Gehirn immer einen Schritt voraus ist und daher weiß, was ich im Schild führe.

Das Gehirn ist auch das einzige Organ, welches sich seinen Namen selbst gegeben hat. Arroganter kleiner Klumpen. zwinkern

x 3 #10


Mira13
21x absolvieren

Wusste ich noch nicht. Sehr interessant!

#11


Kate
Zitat von Kitten:
Genau! Man sagt auch als Faustregel, dass man eine neue Gewohnheit 21x absolvieren muss, bis sie sich als neue Gewohnheit eingespielt bzw. ...

Oder 60 Tage lang, laut Studie. Das soll auch funktionieren.

#12


Mira13
Aha... Mal gut zu wissen, dass es da auch Fastregeln gibt

#13


Mira13
Ich habe für mich eine Möglichkeit gefunden, Insta ein bisschen mehr loszulassen. Ein paar Menschen habe ich so nach und nach gelöscht, denen ich folgte. Anfangs fiel es gar nicht so auf. Nun folge ich hauptsächlich nur novh Menschen mit psy Erkrankungen od die vom Glauben sprechen. Ich glaube das ist eine gute Möglichkeit. Bin schon etwas weniger drin 😊

#14


A


Hallo Mira13,

x 4#15


M
Zitat von Mira13:
Gewohnheiten brennen sich im Unterbewusstsein fest und werden dann automatisch abgerufen, sobald ein bestimmter auslösender Reiz auftaucht.

Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Der auslösende Reiz kann vielfältig sein. Sobald er aber erstmal "getriggert" ist, läuft der Rest quasi wie von allein ab. Es geht darum den auslösenden Reiz aus dem Leben zu verbannen. Wer bspw. abnehmen möchte, der sollte die Reize, die ans Essen erinnern, aus dem Sichtfeld verbannen. Wenn der Kühlschrank prominent in der Wohnung plaziert ist und man den ganzen Tag daran vorbei gehen muss, dann wird ständig das "Essensprogramm" abgespult. Das gleiche gilt fürs Smartphone. Bei den meisten Menschen genügt schon der Blick aufs Handy und man checkt ganz automatisch Nachrichten/E-Mails usw. Hier wäre eine Lösung bspw. das Handy tagsüber in den Schrank zu legen.

#15

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