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Unseren schädlichen Gedanken ihre Macht nehmen

Frederick1
hallo lieber Michael,

ich halte es einfach, einfacher. Oft machen wir uns unser Leben oft zu kompliziert, bis wir gar nichts mehr blicken.

Heute bekommst du anstatt Liebe und Annahme häufig materielle Dinge. Und es fällt uns schwer, auf etwas stolz und dankbar zu sein. Und als Mensch wirst du immer unzufriedener. Solange du heute alles hast, bemerkt man seine Depression gar nicht so, du kannst ja alles übertünchen, übermalen. .

Besonders wenn du noch jung bist kannst du jedes Wochenende auf Partys gehen, sich den ganzen Tag mit Musik zudröhnen, dich von der Werbung verführen lassen, und sich dauernd irgendwelche neuen Dinge kaufen.

Oder ich kann den ganzen Tag Süßigkeiten essen, Alk trinken, oder andere vermeintlich dringenden Bedürfnisse befriedigen, meine innere Leere verdecken, zudecken.

Aber irgendwann ist es aus mit dem Selbstbetrug, das weiß ich von meinem eigenen Leben. Mir wurde bewusst, das meine Lebenseinstellung, mein Sinn für mein Leben falsch ist, ich etwas ändern muss.

Das ich für mich, für mein Leben einen Sinn finden muss, nicht nur über alles schimpfen und klagen.

.erst komme ich, und dann wieder ich, immer geht es nur um mich.

Selbstbewusstsein ist gut, aber Egoismus zerstört.

Sie führen mich zu einer Unersättlichkeit.

Dankbarkeit, auch für die kleinen Dinge, macht mein Selbstbewusstsein viel stärker, als mein ständiges Vergleichen, Anspruchsdenken, Neid, Haas.

liebe Grüße,

Frederick

19.08.2019 14:52 • #31


Zitat von Frederick1:
hallo lieber Michael, ich halte es einfach, einfacher. Oft machen wir uns unser Leben oft zu kompliziert, bis wir gar nichts mehr blicken. Heute bekommst du anstatt Liebe und Annahme häufig materielle Dinge. Und es fällt uns schwer, auf etwas stolz und dankbar zu sein. Und als Mensch wirst du immer unzufriedener. Solange du heute alles hast, bemerkt man seine Depression gar nicht so, du kannst ja alles übertünchen, übermalen. . Besonders wenn du noch jung bist kannst du jedes Wochenende auf Partys gehen, sich den ganzen Tag mit Musik zudröhnen, dich von der Werbung verfü.


Ich verstehe ehrlich gesagt, nicht ganz, was du mir damit sagen willst. Bezog sich das auf meinen vorangegangen Post oder meinst du das eher so allgemein? Es ist nicht so, dass ich für nichts mehr dankbar bin. Im Gegenteil: Ich bin froh, weiter arbeiten zu können, bin froh, dass mein Vater trotz Herz- und Nierenschäden noch lebt und bald aus dem Krankenhaus entlassen werden kann. Ich bin auch froh, dass ich nicht im Rollstuhl sitze oder Krebs habe. Ich sehe auch oft schlimme Schicksale anderer Menschen im Fernsehen oder lese hier davon. Aber die Probleme, die ich habe, sind dennoch sehr belastend. Mein Körper lässt mich nicht in Ruhe, so positiv ich auch denken mag. Das zermürbt mich.

Stichwort Liebe: Ich habe es in einem anderen Thread schon mal geschrieben: Wie soll man Liebe finden, wenn man sich selbst nicht mag? Keine Frau will einen Mann, der mit sich selbst nicht klarkommt. Das bestätigte mir auch mein Psychologe. Insofern liegt hierfür die Lösung (ggf.) definitiv in weiter Ferne.

19.08.2019 15:08 • x 3 #32


Resi
Zitat von Michael808:
Keine Frau will einen Mann, der mit sich selbst nicht klarkommt. Das bestätigte mir auch mein Psychologe.

Halte ich für eine gewagte These.
Keiner meiner Männer war 100prozentig mit sich zufrieden, ich selbst habe mich auch in Männer verliebt, deren Selbstwertgefühl nicht besonders gut war- Liebe richtet sich nicht nach der psychischen Stabilität.
Manche können das halt besser überspielen, in dem sie eine andere Art der Stabilität (z. B. wirtschaftliche) in den Vordergrund stellen, aber mich als Frau hat eher die verletzliche, unsichere Seite der Männer in meinem Leben berührt.

Zu deinen Schmerzen:
Michael, ich hatte was ganz ähnliches, auch mit dem Kiefer, den Taubheitsgefühlen- bei mir war es so, da? Schmerzmittel für meinen Rücken nicht anschlugen, nicht mal Spritzen brachten Linderung- nur Ruhe und Osteopathie.
Ich konnte nicht 500 m gehen, ich dachte, ich breche auseinander in der Mitte.
Irgendwann wurde es etwas besser, nach vielen Wochen.
Dann begann ich mit einem neuen Job, im alten Forum warnte man mich noch, es sei zu früh.
Ich war an meinem ersten Arbeitstag knappe drei Stunden im Einsatz, dann bin ich vor Schmerzen in die Knie.

Ich schreibe dir das, damit du mehr Hoffnung schöpfst- es geht alles in "Hennedäpperle" (Hühnerschritte), aber es geht.
Es dauert.
Und du brauchst viel Geduld und Verständnis für dich.
Sei gut zu dir, freunde dich mit dir an.
Du brauchst kein bißchen perfekt zu sein- nimm das, was da ist, und werde dein bester Freund, so gut es geht.
Vertrau dir bitte mehr, da ist ganz viel da, das kann man zwischen den Zeilen lesen.

19.08.2019 16:07 • x 5 #33


Frederick1
lieber Michael,

der Sinn des Lebens, deines Lebens ist Liebe. Liebe zu DIR selbst und zu anderen Menschen. So einfach, und doch so schwer. Und deshalb lieber Michael sollte dein wichtigstes Ziel sein, Liebe für dich zu lernen. Selbst versuche ich mich auch zu wertschätzen, mich schon am frühen Morgen versuchen mich anzunehmen, und auch meine liebe Frau, meinen Hund.
nn
So versuche ich, meine ersten Gedanken in Richtung Liebe zu öffnen. Und das schreibe ich mir jeden Morgen auf, Gedanken der Liebe, zu mir, anderen Menschen.

Jeder Mensch, jede Blume hat ihren eigenen Duft. Und jeder Mensch duftet anders. Eine der schwierigsten Aufgaben im Leben, meine Vorurteile abzulegen.

Oft ist es uns gar nicht sol bewusst, wir haben Vorurteile gegen uns selbst und andere Menschen. Oft sind diese Gedanken ganz tief in mir.

Angst, Misstrauen, Unbehagen, Misstrauen gegenüber mir selbst und anderen Menschen. Unser Selbstbewusstsein, unsere Sicherheit, der Sinn für unser Leben wird beeinträchtigt.

Aber du bist bedingungslos geliebt, stelle dir selbst keine Bedingungen, nicht zu hohe Ansprüche. Befreie dich, dir selbst, und anderen Menschen mit zu vielen Vorurteilen zu begegnen.

Nehme den Menschen in Liebe an. der dich morgends aus dem Spiegel anschaut. Entdecke dich.

Mache nicht andere Menschen zu arg verantwortlich, das du so geworden bist, so wie DU bist. Erkenne deine Grenzen, versuche sie zu erweitern. Es ist gut, wenn du auf deinen eigenen Beinen stehen kannst, auch wenn deine Beine nicht immer so wollen wie DU.

Es gibt so viele Kombinationsmöglichkeiten für deine Gene, aus denen du bestehst. Nur, DU bist wie DU bist.

Ob dich deine Eltern geplant und gewollt haben, weiß ich nicht. Trotzdem bist du einmalig, einzigartig und wertvoll. das darfst du nie vergessen. Du ist ein genialer Mix, du hast so viele unterschiedliche Gaben und Begabungen.

Doch du hast wie ich auch einige Macken, Begrenzungen.

Nur vergleiche dich nicht mit anderen Menschen, denn jeder Mensch ist anders.

Betrachte einmal dein Leben aus der Perspektive eines Fremden: Notiere dir alle Eigenschaften und Erfahrungen auf die du neidisch wärst. Sei dankbar für alles Schöne, Gute, Interessante, das du in deinem Leben findest.


Gärten entstehen nicht durch das Herumsitzen im Schatten. Deshalb gehe raus in die Natur, mit deinem Innersten und deinem Körper, bewege dich, den Körper ist ein Wunderwerk. Egal ob du dünn, schlaksig, zierlich, groß oder klein bist,,
egal wie viele Schönheitsfehler du hast.du bist ein Wunderwerk.

Selbst ein Model hat Schönheitsfehler, nur heute kannst du echt alles überschminken, übermalen, Falten glätten usw.

Sage JA zu deinem Körper, so bist DU. Dein Körper verändert sich auch. Durch Wachstum, Pubertät, Altern, auch das gehört zu deinem Leben, nehme es an- Tue dir Gutes für deinen Körper, aber auch für dein Innerstes.

Du, weder Frau noch Mann sind perfekt, es gibt nicht den perfekten Körper, nicht das perfekte Innere.

Meine Frau und ich können nur immer wieder versuchen uns in Liebe anzunehmen. Ja, es ist wichtig, das du dich selbst annehmen kannst, dann kannst du auch andere Menschen eher annehmen.

Auch eine Frau. Frauen und Männer haben körperlich oft ganz andere Voraussetzungen, und damit andere Möglichkeiten und Grenzen.

Testosteron .Östrogene .und andere Hormone sind unterschiedlich verteilt., es gibt den weiblichen Zyklus, die Fähigkeit ein Kind auszutragen.Unterschiede im Körperbau, Gehirnstrukturen.

Alle diese geschlechtlichen Eigenheiten prägen unser Leben, und machen auch dich zu dem der du bist.

Doch das wichtigste finde ich, der Sinn deines Lebens ist Liebe.

Und ich meine, der Sinn unseres Forums ist auch Liebe.

Das wir immer wieder versuchen uns in Liebe anzunehmen, und zu verstehen. Ob depressiv, burn-out.andere psychische Krankheiten, Liebe und Annahme sind heilend.


liebe Grüße an dich,

Frederick

19.08.2019 17:37 • x 2 #34


Zitat von Resi:
mich als Frau hat eher die verletzliche, unsichere Seite der Männer in meinem Leben berührt.

Okay, das mag sein, aber ich hab so eine noch nie kennengelernt (und wüsste auch nicht, wie ich da suchen soll). Das reicht schon in die Zeit zurück, in der ich noch nicht psychisch krank war. Wenn man nicht groß ist und dazu noch der schüchterne, 'nette' Typ, konnte man das eigentlich vergessen. Aber das ist auch heute nicht mehr so mein Thema, damit habe ich mich irgendwann abgefunden. Viele Bekannte haben bereits geheiratet und/oder Kinder gezeugt, wurden getrennt und zahlen heute. Da denke ich mir oft, der Kelch ging an mir vorüber. Hat also auch was gutes. Heute bin ich mir sowieso sicher, dass ich nie Kinder möchte.

Zitat von Resi:
nur Ruhe und Osteopathie.
Ich konnte nicht 500 m gehen, ich dachte, ich breche auseinander in der Mitte.
Irgendwann wurde es etwas besser, nach vielen Wochen.
Dann begann ich mit einem neuen Job, im alten Forum warnte man mich noch, es sei zu früh.
Ich war an meinem ersten Arbeitstag knappe drei Stunden im Einsatz, dann bin ich vor Schmerzen in die Knie.

Ich schreibe dir das, damit du mehr Hoffnung schöpfst- es geht alles in "Hennedäpperle" (Hühnerschritte), aber es geht.
Es dauert.
Und du brauchst viel Geduld und Verständnis für dich.
Sei gut zu dir, freunde dich mit dir an.
Du brauchst kein bißchen perfekt zu sein- nimm das, was da ist, und werde dein bester Freund, so gut es geht.
Vertrau dir bitte mehr, da ist ganz viel da, das kann man zwischen den Zeilen lesen.

Danke für die ermunternden Worte. Das macht wenigstens ein bisschen Hoffnung. Ruhe an sich hilft mir leider gar nicht. Diese muskuläre Schwäche ist an einem Faulenzer-Tag nicht besser, als wenn ich arbeiten war oder Sport gemacht habe. Wie meinst du genau Verständnis mit mir? Muss man lernen, den Körper zu ignorieren?

19.08.2019 20:04 • #35


Resi
Guten Morgen!
Zitat von Michael808:
. Wie meinst du genau Verständnis mit mir? Muss man lernen, den Körper zu ignorieren?

Nein, eben nicht.
Du sollst auf ihn hören, er ist Teil von dir.
Und Ruhe ist nicht gleich Entspannung, du brauchst Ent-Spannung.

Warst du eigentlich mal Arbeitsunfähigkeit geschreiben?
Ich hab deine ganze Geschichte jetzt nicht so auf dem Schirm.
Wenn du arbeiten gehst und keine Kraft mehr hast für dein Privatleben läuft etwas ganz schief.
Man kann schon mal mehr arbeiten, aber der Sinn des Lebens liegt nicht darin, zu schuften.

Wenn du sagst, du gehst lieber arbeiten als daß du zuhause grübelst ist das auch ok, wenn es sich in einem bestimmten Zeitrahmen bewegt, aber bei dir scheint mir das schon chronisch zu sein, und wenn man sich immer ablenken muß von irgendetwas, dann köchelt irgendetwas trotzdem vor sich hin und kann nicht heilen, meiner Meinung nach äußert sich das dann oft in körperlichen Schmerzen, zumindest war es bei mir so und ich kenn noch andere Beispiele.
Ich hatte so eine Verspannung, daß das Auswirkungen auf den Brustkorb hatte, dadurch kam es zu einer Fehlstellung, das gab eine regelrechte Kettenreaktion, weil nichts mehr im Gleichgewicht war.

Zitat von Frederick1:

Gärten entstehen nicht durch das Herumsitzen im Schatten. Deshalb gehe raus in die Natur, mit deinem Innersten und deinem Körper, bewege dich, den Körper ist ein Wunderwerk.

Das waqr für mich ein wesentlicher bestandteil zur Genesung.
Ich konnte nicht viel gehen, aber ich ging täglich einpaar Schritte, manchmal hab ich nur eine Blume betrachtet, einen Schmetterling, die Rinde eines Baumes, saß am Wasser und hab mir vorgestellt, wie all die schlimmen Gedanken mit der Strömung ziehen.
Mach ganz kleine Schritte, es ist auch ein bißchen Übungssache.

20.08.2019 06:38 • x 3 #36


Nein, ich war nie wegen der Sache krankgeschrieben. Es ist auch nicht so, dass ich mehr arbeite, als üblich. Aber es graust mich davor, nicht arbeiten zu gehen, weil sich dann die Gedanken nur im Kreis drehen. Im Büro habe ich wenigstens Kollegen um mich herum, die von meinem Problem nichts wissen und ganz spaßig drauf sind. Der Gedanke daran, meinen Urlaub irgendwann nehmen zu müssen, ist einfach nur schrecklich. Es gibt manchmal vereinzelt Tage, an denen ich denke, irgendwann ist es vorbei. Aber schon am nächsten Tag ist es dann wieder ganz anders und die Verspannungen werden gefühlt immer stärker. Es ist einfach zum Verzweifeln.

20.08.2019 08:13 • x 2 #37


Dakota
Habe mal etwas aus meinem Tagebuch zum Thema negative Gedanken und ihr positives Gegenüber hier rein kopiert. Ist aus der Verhaltenstherapie.

Zitat von Dakota:
Negative Kognitionen versus Positive Kognitionen

Ich habe etwas verkehrt gemacht. versus Ich kann (daraus) lernen, Ich habe daraus gelernt.
Ich bin schuld (hätte etwas tun müssen). versus Ich habe getan, was ich konnte.
Ich kann meinem Urteil nicht trauen. versus Ich kann meinem Urteil trauen/Ich habe daraus gelernt.
Ich bin nicht gut genug. versus Ich bin gut genug (verdiene es).
Ich bin ein Versager (werde versagen). versus Ich kann es schaffen.
Ich bin wertlos (nutzlos). versus Ich bin wertvoll.
Ich muss mich schämen. versus Ich kann/darf mich achten.
Ich kann keinen Erfolg haben. versus Ich kann erfolgreich sein.
Ich bin allein, verlassen. versus Ich kann Freunde finden.

20.08.2019 09:33 • x 5 #38


Jedi
Hallo Dakota !

Zitat von Dakota:
hier rein kopiert.

Super Dakota ! Danke

Und mit regelmäßiger Übung, lernt unser Hirn, alte Glaubenssätze zu überschreiben !

LG Jedi

20.08.2019 10:06 • x 1 #39


Frederick1
Ich habe gelernt dass du niemanden dazu bringen kannst, dich zu mögen oder zu lieben. Alles was du tun kannst ist, jemand zu sein, den man mögen und lieben kann

Ich habe gelernt, dass man immer jemanden mit lieben Worten verlassen sollte. Es könnte das letzte mal sein, dass man ihn sieht!.

Ich habe gelernt, dass es Jahre braucht Vertrauen aufzubauen, aber nur Sekunden, um es zu zerstören.

Ich habe gelernt, dass im Leben nicht zählt was du hast, sondern wen du hast.

Ich habe gelernt, dass es oft einfacher ist zu reagieren als zu denken.

Ich habe gelernt, dass du impulsiv etwas machen kannst, was dir für den Rest deines Lebens Kopfschmerzen bereitet.

Ich habe gelernt, dass du noch lange weitermachen kannst, nachdem du dachtest es geht nicht mehr.


Ich habe gelernt, dass du dich nicht mit dem Besten, das andere geben können, vergleichen solltest, sondern mit dem Besten, das du geben kannst.

Ich habe gelernt, dass wir immer verantwortlich sind für das was wir tun, egal wie wir uns fühlen.


Ich habe gelernt, dass es Übung braucht, Verzeihen zu erlernen


Ich habe gelernt, dass es Menschen gibt, die aufrichtig lieben, aber nicht wissen, wie sie es zeigen sollen.



hallo lieber Jedi,

ja Leben ist immer wieder lernen. Vor allem auch, mich mehr mit guten Gedanken füllen. Denn das was ich als Mensch in mein Gehirn, in mein Leben rein lasse, das kommt auch wieder raus. Genauso ist es mit meinem täglichen Essen. Was ich da in mich rein lasse, das formt mich auch.

Deshalb schaue ich nicht mehr so viel fern, versuche Positives und Wertschätzendes zu lesen, auch mal ganz lustige Dinge.


viele liebe Grüße,

Frederick

21.08.2019 17:20 • x 1 #40


Dakota
Ich habe überlegt, ob man Stärke und Mut braucht, um schädlichen Gedanken zu begegnen?
Ich denke nicht unbedingt. Wenn man der kognitiven Verhaltenstherapie folgt, das macht, dann wirkt das (irgendwann). Zum Beispiel diese Sätze, die ich gepostet hatte.
Ansonsten fällt mir noch ein, dass ich manchmal diesen Gedanken mit einem Realitätscheck begegne und der kann mitunter durchaus Mut fordern. Neulich haderte ich vor einer Verabredung mit einem alten Bekannten und die Gedanken dazu: "Was soll das denn brigen?", "Den siehst du eh nur alle paar Jahre auf der Durchreise.", "In dem depressiven Zustand in dem du gerade bist wird das kein gutes Treffen.", "Das macht doch überhaupt keinen Sinn mit dem Zug da hin zu fahren.", . Ich musste mich fast schon zwingen, da hinzufahren. Es brauchte auch Mut, in dem depressiven Zustand einen Bekannten von früher zu treffen. Der Realitätscheck dieser schädlichen Gedanken quasi die Überprüfung dann vor Ort war dann anders-es war ein positives Treffen, einfach, unbeschwert, inspirierend, gut. Dass ich gerade in den Endzügen einer akuten Phase bin hat der Bekannte gar nicht gemerkt und das war in dem Moment auch gut für mich.

24.08.2019 07:54 • x 2 #41


Frederick1
liebe Dakota,

wenn ich mich ablehne, negativ über mich denke, bezwecke ich eines. Mit meiner Selbstabwertung möchte ich anderen Menschen zuvorkommen. Mit meinen negativen Gedanken über mich selbst, schütze ich mich vor dem Schmerz, vor anderen Menschen bloßgestellt und erniedrigt zu werden. Da braucht es Mut, selbstbewusster zu leben, zu reden.

Wenn ich denke, behaupte ich bin ein Versager, dann nur, weil ich keine Verantwortung für mich und mein Leben übernehmen möchte. Aus Angst, meinen Anforderungen nicht gewachsen zu sein, oder es mir leichter zu machen.

Aus diesem Grund lehnt manch fähiger Mensch gute Gedanken für sich ab. Weil das Selbstvertrauen nicht reicht, für das Wagnis des Neuen. Wenn ich Angst habe, meine Fähigkeiten unter Beweis stellen zu müssen, oder wenn ich meinen eigenen erhöhten Ansprüchen nicht gerecht werde.

Darum muss ich auch ein Lob, ein Danke für mich ablehnen, gute Gedanken über mich ablehnen.

Denn wohin ich auch gehe, immer muss ich mich und meine Gedanken mitnehmen.

Oder ich möchte durch meine negativen Gedenken, oder wenn ich mich selbst opfere, meine Lebensberechtigung mir verdienen.

"Höre was ich nicht sage,

aber durchblicken lasse: Ich denke von mir schlecht, mache mich selbst schlecht, um aufgebaut zu werden, um Liebe

zu finden.Andererseits habe ich Angst vor dem Versagen und Ablehnungen, und tue alles, um nur angenommen und

geliebt zu sein. Meine Opferbereitschaft und meine hohen moralischen Ansprüche entstammen einer tief liegenden Angst

vor Verletzungen meiner Person. Manchmal mache ich mich ganz klein und schlecht um erhoben zu werden, um nur

ein wenig Annahme und Liebe zu bekommen. Ich musste als Kind schon anders sein, als ich gerade war.

Jetzt weiß ich nicht wie ich bin. Doch gute Gedanken über mich, Annahme Liebe und Vertrauen von anderen Menschen,

helfen mir."


viele liebe Grüße,

Frederick

24.08.2019 16:27 • x 2 #42


Dakota
@Frederick1 Danke für Deine Innenansicht. Immer wieder gut zu wissen, wie es anderen damit ergeht. Mich würde noch interessieren, wenn ich fragen darf und wenn Du antworten möchtest, wie Du damit umgehst. Wenn z.B. der Gedanke auftaucht "Ich bin ein Versager.", was machst Du da konkret? Wie steuerst Du das, steuerst Du da überhaupt?

24.08.2019 16:49 • x 1 #43


Frederick1
liebe Dakota,

heute weiß ich, wie tief mich mein negatives Denken schon runter gezogen hat. Aber als Kind musste ich schon anders sein als ich wollte. Ich wurde angehalten, mich immer brav und unauffällig zu benehmen., meine Wut, meinen Zorn, meinen Schmerz unterdrücken. Immer wieder negative Bemerkungen auch von meinen Eltern für mich.

Und das hat mir nie geholfen, die Bemerkungen haben mich schuldig gemacht, wenn ich nicht brav war, wurden mir Liebe und Annahme brutalst entzogen. Denn nur durch partnerschaftliche Gespräche und gute Offenlegung der wahren Gründe, kannst du das Leben lernen. Als Kind und junger Mensch hast du ein Recht auf Fehler.

Im Grunde war ich als Kind schon anders, nur hat man mich und meine eigene Persönlichkeit nie akzeptiert.

Lange Zeit floh ich aus der Wahrheit meines Lebens, vor meiner demütigenden Wahrheit, die mich auch depressiv gemacht hat.

Ich spürte wohl das ich an meinem Leben vorbei lebte, um das zu ändern hätte ich viel früher etwas in meinem Leben verändern sollen. Hatte aber immer Angst vor der Umkehr, vor dem Umdenken, Angst, zu mir selbst und meiner Lebenswahrheit zu stehen. Ich lief vor mir selbst davon, vor meiner Wahrheit, arbeitete immer mehr, um Bestätigung und Liebe zu bekommen, nicht so viel an mich selbst zu denken.

Bis ich es endlich schaffte, in Ruhe, ehrlich über mich und mein Leben nachzudenken. Meiner Wahrheit ungeschminkt ins Auge zu schauen. Bis ich mich mit meinem Leben endlich versöhnen konnte.

Das hilft mir auch heute, wenn ich wieder beginne, negativ über mich zu denken. Nein, ich habe mich mit mir und meinem Leben versöhnt, "ich bin gut, so wie ich bin." Ich darf anders sein, und jetzt auch wertschätzend mit mir umgehen.

Das schreibe ich mir öfters auch immer wieder auf, lese es nach.

Und, meine liebe Frau hilft mir, wenn Tage kommen, wo ich es wieder zu vergessen scheine.

Dann erinnert sie mich immer wieder daran.

So habe ich gelernt, über mein Leben zu lernen, gute Gedanken. Auch wenn ich heute Gutes oder Schlechtes erlebe,

eines bleibt: Ich bin und bleibe wertvoll, mag kommen was da will. Und seit ich da dran bleibe, geht es mir schon sehr viel besser.

Wenn wir dir Ursache unserer Depression erkennen, die Auswirkungen erleiden und spüren.

dann haben wir die Möglichkeit, Entscheidendes in unserem Leben zu ändern, verändern, anders zu denken, handeln, leben.

Aber es braucht Mut, Ehrlichkeit mir selbst gegenüber.


in guten Gedanken für dich,

viele liebe Grüße,


Frederick

24.08.2019 17:23 • #44


Dakota
Zitat von Frederick1:
Und, meine liebe Frau hilft mir, wenn Tage kommen, wo ich es wieder zu vergessen scheine.


Ach, das ist ja schön, dass Du jemanden an Deiner Seite hast. Hätte ich auch gerne.

24.08.2019 17:35 • x 1 #45




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